Richard Yates

 4.2 Sterne bei 466 Bewertungen
Autor von Zeiten des Aufruhrs, Easter Parade und weiteren Büchern.
Richard Yates

Lebenslauf von Richard Yates

Richard Yates (1926-1992) war ein US-amerikanischer Autor und Essayist. Seine Karriere begann als Journalist, Ghostwriter und Lehrer in New York. Sein erster Roman war "Zeiten des Aufruhrs", der 2007 erfolgreich verfilmt wurde. In den 60er Jahren geriet der Schriftsteller mehr und mehr in Vergessenheit, und erst seit ca. 2005 wird ihm in Literaturkreisen wieder mehr Aufmerksamkeit geschenkt. Seine Kurzgeschichten werden heute zu den besten des 20. Jahrhunderts in den Vereinigten Staaten gezählt.

Alle Bücher von Richard Yates

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Richard YatesZeiten des Aufruhrs
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Zeiten des Aufruhrs
Zeiten des Aufruhrs
 (130)
Erschienen am 11.09.2017
Richard YatesEaster Parade
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Easter Parade
Easter Parade
 (104)
Erschienen am 04.10.2010
Richard YatesElf Arten der Einsamkeit
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Elf Arten der Einsamkeit
Elf Arten der Einsamkeit
 (43)
Erschienen am 01.10.2007
Richard YatesRuhestörung
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Ruhestörung
Ruhestörung
 (33)
Erschienen am 09.04.2012
Richard YatesEine gute Schule
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Eine gute Schule
Eine gute Schule
 (24)
Erschienen am 10.03.2014
Richard YatesVerliebte Lügner
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Verliebte Lügner
Verliebte Lügner
 (19)
Erschienen am 11.05.2009
Richard YatesEine besondere Vorsehung
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Eine besondere Vorsehung
Eine besondere Vorsehung
 (17)
Erschienen am 04.01.2010
Richard YatesCold Spring Harbor
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Cold Spring Harbor
Cold Spring Harbor
 (15)
Erschienen am 11.09.2017

Neue Rezensionen zu Richard Yates

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Rezension zu "Easter Parade" von Richard Yates

Ein Roman der "Alten Schule"! Eindrucksvoll und absolut lesenswert!
Callsovor 6 Tagen

Lebenslinien - so wie sie verlaufen, mit all ihrer Freude und der großen Tragik, so lautet meine Überschrift über dieses zeitlose Werk.

Richard Yates hat (seinerzeit) wieder mal ein ungeschminktes und schonungsloses Bild der Mittelschicht in den 50er und 60er Jahren gezeichnet.

Berührend, ganz manchmal beklemmend, emotional und sehr unterhaltsam. Es war noch eine Zeit ohne Fernseher und Handys, so dass die Menschen mehr mit sich und ihren Mitmenschen beschäftigt war. Und diese Tatsachen tun diesem Buch sehr gut. Eine wunderbare, aber auch schmerzvolle Studie über Lebenslinien, über Entwicklungen, über das Auf und Ab in den Familien. Vor allen Dingen geht es aber um das schwierige Wunderwerk der Liebe.

Die beiden Schwestern Sarah und Emily werden über Jahre begleitet und es deutet sich immer mehr ein Drama an..

Ein Roman der "Alten Schule", unverblühmt, unverbraucht und sehr intensiv!

„Easter Parade zeigt erneut Yates' Meisterschaft , den Lesern schmerzvolle Biographien auf beklemmende Weise nahe zu bringen. Ein makelloses Werk.“ (Die Welt)     

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Callsos avatar

Rezension zu "Zeiten des Aufruhrs" von Richard Yates

Toller Klassiker - es tun sich leise Abgründe auf...
Callsovor 21 Tagen

Ein Buch aus dem Jahr 1962, das ebenso interessant wie zeitlos ist; ein intelligentes Buch, das immer wieder zwischenmenschliche Keulenschläge parat hält.

Das Ehepaar Wheeler kämpft sich Ende der 50er Jahre in den USA durch den Alltag. Ängste, Sorgen, Nöte und jede Menge Langeweile machen das Leben der Eltern zweier Kinder aus. Es geht um echte und falsche Liebe, um Hoffnungen (Auswandern nach Paris?) um Treue, um Frust im Job und vor allen Dingen geht es immer wieder um Beziehungen, sowohl innerhalb als auch außerhalb der Ehe.

Wie schrieb Richard Ford in dem Nachwort so schön: Nicht eine der beschriebenen Personen ist tatsächlich sympathisch. Alle Personen habe ihre Macke, haben Dellen und agieren mitunter etwas speziell und nicht immer vorhersehbar.

Das Buch kommt teilweise langsam, leicht, seicht und leise daher, ehe immer wieder einzelne Gewitter ausbrechen. So wird und wirkt das Buch unberechenbar, spannend und intelligent.

Der Autor hat ein feines und intensives Drama gefertigt. Stark geschrieben, weil häufig so sauber ausformuliert. Ein Buch, das zurecht zu den Klassikern der moderneren Literatur gehört. Absolut lesenswert!

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missmisterslands avatar

Rezension zu "Zeiten des Aufruhrs" von Richard Yates

Reden ohne zu kommunizieren
missmisterslandvor 10 Monaten

Die 50iger Jahre in einer Vorstadt New Yorks. April und Frank Wheeler kämpfen erbitterlich gegen den Alltag und die Stupidität der Normalität. Eine Ehe durchwachsen von Boshaftigkeit und Abbitte. Willkommen in der Revolutionary Road - wo hinter selbstgenähten Vorhängen Kriegsgebiete sind.

Zeiten des Aufruhrs ist ein moderner Klassiker - Weltliteratur. Richard Yates war scheinbar ein interessanter Mensch. Er schrieb Reden für Robert Kennedy, lebte, wie man sich das von einem Schriftsteller der Zeit vorstellt, von Zigaretten und übermäßigem Alkoholkonsum. Yates starb 1992 - den Ruhm seiner Bücher hat er nicht mehr erlebt.

Die ersten Seiten des Buches haben mich ein wenig Willenskraft gekostet. Richard Yates schreibt als sähe er April und Frank genau vor sich und als berichte er von seinen Beobachtungen. Seine ruhige Erzählung über das Alltägliche der Vorstadt ist etwas auf das man sich erst einlassen muss. Wenn man allerdings an den Punkt gekommen ist gibt es kein Zurück mehr.

***

April Wheeler
Eine Hausfrau die ihren Lebenstraum Schauspielerin zu werden aufgibt. Sie heiratet Frank Wheeler, für sie der Inbegriff eines 'Mann von Welt', intellektuell, interessant und verlässlich, hält. Die triste Normalität der Vorstadt macht sie chronisch unglücklich. Sie möchte nicht der Stereotyp einer Hausfrau der Fünfziger sein, doch gleichzeitig ist sie bemüht die Fassade eben dieser aufrecht zu erhalten.

Frank Wheeler
Für den charmanten Frank scheint nichts so wichtig wie seine Männlichkeit. Er ist in einem monotonen Bürojob gefangen und schiebt die Arbeit auf anstelle sie zu erledigen. April ist eine Vorzeigefrau und er  befürchtet stets dass die ihn nicht ernst nehmen oder gar verlassen könnte. Frank wirkt teilweise depressiv und aggressiv. Genau wie seine Frau ist er stets bemüht den Nachbar ein Bild einer perfekten Vorstadtfamilie zu präsentieren.

***

Ein erstaunlicher Aspekt der Erzählung ist für mich die kaum vorhandene Erwähnung der beiden Kinder. Die zwei Sprösslinge von April und Frank können wenn überhaupt als Nebendarsteller genannt werden. Umso faszinierender ist dieser Punkt wenn man bedenkt dass es in dem Buch über die Ehe der Wheelers geht. Die Kinder scheinen nicht nur für den Autor, sondern auch für die Wheelers nicht mehr als eine Randnotiz zu sein.

***

April und Frank sprechen viel miteinander, doch scheitern sie komplett an ihrer Kommunikation. Frank schätzt seine Frau mehrmals völlig falsch ein, als er sich ihre Reaktion auf Neuigkeiten ausmalt.

***

Welche Frage liegt mir nach der letzten Seite auf der Seele:

Welche Rolle spielt John Givings?


Der einzige Protagonist des Buches, welcher stets ehrlich spricht, ist John Givings. Das gibt einem zu denken! Denn John Givings ist „geistesgestört“, er bezeichnet sich selbst als schizophren. Auch Frank zieht seine Schlüsse – April ist einer Meinung mit John, ergo sie muss auch zum Seelenklempner. Erwähnenswert taucht John nur in zwei Szenen auf, doch spielt er für mein Empfinden eine ganz entscheidende Rolle. Ist die Vorstadt-Gesellschaft der 50iger wirklich so bemüht den Schein zu wahren, das nahezu niemandem ein ehrliches Wort über die Lippen kommt? John ist ein Ventil - er lässt die Luft aus dem Wasserball der perfekten Gemeinde und bringt damit zum Vorschein wie schrumpelig und lasch sie in Wirklichkeit ist.

***

Reden ohne zu kommunizieren, keiner seziert eine scheiternde Ehe so gut wie Yates. Ein zukünftiger Klassiker den man auf jeden Fall lesen sollte.

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Zusätzliche Informationen

Richard Yates wurde am 03. Februar 1926 in Yonkers, NY (Vereinigte Staaten von Amerika) geboren.

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auf 82 Wunschlisten

von 4 Lesern aktuell gelesen

von 11 Lesern gefolgt

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