Richard Yates Verliebte Lügner

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Inhaltsangabe zu „Verliebte Lügner“ von Richard Yates

„Kein Wort ist zuviel und trotzdem ist alles gesagt.“ BAYERISCHER RUNDFUNK Eine vollkommen untalentierte Bildhauerin darf für das weiße Haus Präsident Roosevelt in Stein meißeln und kann die Chance ihres Lebens nicht nutzen. Ein unerfahrener GI versucht vergeblich, im Paris der Nachkriegszeit seine Jungfräulichkeit zu verlieren. Und eine junge Prostituierte vergrault durch ihr zwanghaftes Lügen den Mann, den sie liebt …

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    Verliebte Lügner

    JimmySalaryman

    21. November 2014 um 12:09

    Nicht so gut wie seine erste Sammlung, wobei man sagen muss, dass die  "11 Arten" natürlich auch ganz großes Kino ist, schwer zu toppen. Yates ohnehin ruhige und präzise Sprache fängt auch hier wieder die Tragödie im Kleinen ein. Minimaler Plot, dafür sehr viel Atmosphäre. Der Leser ist natürlich gefordert. Großartig.

  • Rezension zu "Verliebte Lügner" von Richard Yates

    Verliebte Lügner

    Duffy

    19. June 2012 um 07:32

    Es ist der zweite Band mit Erzählungen von Richard Yates, der in Deutschland vorliegt. Yates ist in Amerika eine anerkannte Größe und setzt sich nun auch mittlerweile hier durch und das mit Recht, denn seine Geschichten, deren Protagonisten eigentlich alle ganz normale Menschen sind, die sich im Lauf des Lebens mit mindestens einem ihrerTräume auseinanderzusetzen haben, sind noch nicht mal als Gewinner oder Verlierer zu klassifizieren, sondern als Transporteure allzu menschlicher Stärken und Schwächen. Yates erzählt diese Geschichten unaufgeregt, mit viel Gefühl für seine Hauptfiguren und wertfreiem Beobachten ihrer Schicksale. Wer die Art von Raymond Carver mag, wird auch Yates mögen.

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  • Rezension zu "Verliebte Lügner" von Richard Yates

    Verliebte Lügner

    StefanSchulze

    04. February 2011 um 07:38

    Will man literarische Entdeckungen vorstellen, greift man häufig zu bekannten Vorbildern. Rezensenten, die sich mit Werken des Amerikaners Richard Yates befassen, rufen dabei meist die ganz großen Namen auf. Die „Ahnenreihe“ umfasst neben renommierten Zeitgenossen wie Richard Ford und John Updike mit Ernest Hemingway, J.D. Salinger oder James Joyce auch Ikonen der Weltliteratur. Diese etwas heterogene Gruppe von Repräsentanten einer ersten Liga, in der Yates demnach schreibt, lässt viel erwarten. Zunächst ist es aber angebracht, im Falle des 1926 geborenen Autors nicht von einer Neu-, sondern von einer Wiederentdeckung zu sprechen. Ausgewählte Werke des lange auch in seiner Heimat in Vergessenheit geratenen Yates liegen seit Anfang 2000 auch in deutscher Übersetzung vor. Der Erzählband „Verliebte Lügner“ ist insofern vielversprechend, weil die darin versammelten Kurzgeschichten häufig herangezogen werden, um den 1992 verstorbenen Autor auf dem Höhepunkt seiner literarischen Schaffenskraft zu präsentieren. Yates Sujet ist das Scheitern, und die hervorragendste Charaktereigenschaft seiner Protagonisten ist die Fähigkeit, das Scheitern zu ignorieren. Es geht Yates nicht darum, zu schildern, wie Menschen diese existenziellen Situation erleben und verarbeiten, sondern wie es ihnen gelingt, konsequent davor die Augen zu verschließen. Folgen dieses Scheiterns werden allenfalls belanglos angedeutet. „Sie stand damals am Beginn des Kampfes gegen den Alkohol, den sie letztlich verlieren sollte“, verrät Yates am Ende des ersten Geschichte mehr als beiläufig über die Zukunft jener mittelmäßigen Bildhauerin Helen, die eine Büste des neu gewählten Präsidenten Franklin D. Roosevelt geschaffen hat. „Alles in sich unter Verschluss zu halten“, dieses Lebensprinzip yatesscher Helden gelingt dem von der Tochter in langen Jahren gedemütigten Vater aus „Ein natürliches Mädchen“ schließlich nur mit Hilfe des Alkohols – ein immer wieder auftretendes biografisches Motiv im Werk von Richard Yates. Die Spannung zwischen Anspruch und Scheitern, zwischen funkelnden Lebensträumen und trüber Realität ist die Grundlage des Tragikomischen. Bei Yates jedoch erstickt der Stil das Komische und macht zugleich das Tragische vordergründig erträglich. Was wie die langweilige Nivellierung emotionaler Reaktionen klingt bedeutet tatsächlich einen radikalen Realismus, der sich keine Ausflüchte gestattet. Weder gönnt der Autor sich und seinen Lesern ein befreiendes Lachen, noch tröstete er uns mit einer Überhöhung banaler Verstrickungen und Lebensumstände ins Unvermeidliche oder Schicksalhafte. Es ist, wie es ist – diesem Prinzip folgend scheint Yates seine knappen, schlichten, sprachlich von allem Zierhaften und inhaltlichen von jeder Illusion befreiten Sätze zu formulieren. Hier liegt der Ursprung der so oft beschworenen, radikalen Trostlosigkeit seiner Prosa. Yates sei ein Autor, der sich nicht zum Zitieren eigne, bemerkte der begeisterte Rezensent der New York Times, als die Originalausgabe von „Verliebte Lügner“ 1981 in den USA erschien. Das stimmt. Ihre Wirkung entfaltet Yates’ im besten Sinne einfache Prosa nur im Kontext. Sie präsentiert die Lebenslügen und Selbsttäuschungen, mit denen sich seine Protagonisten gegen das Scheitern wehren, in unaufgeregt beiläufiger und eben deshalb so schonungsloser Form. Literatur als Lebenshilfe, das war gewiss nicht das Anliegen dieses Schriftstellers, der wie seine Romanfiguren zu Lebzeiten vergeblich auf Anerkennung gehofft hat. Yates zu lesen bedeutet, den unvermeidlichen Rissen und unansehnlichen Reparaturen mittelständischer und mittelmäßiger – und am Ende einfach menschlicher – Existenz, ihren ruhmlosen Konflikten und hilflosen Reaktionen, ihrem banalen Leid und lächerlich anmutenden Begehren im Bewusstsein der Ausweglosigkeit direkt ins Antlitz zu blicken. Nicht mehr, und vor allem nicht weniger.

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  • Rezension zu "Verliebte Lügner" von Richard Yates

    Verliebte Lügner

    kfir

    15. October 2007 um 14:02

    Ich mag Kurzgeschichten an sich nicht sehr gerne. Habe sie noch nie richtig gerne gemocht. Kaum fangen sie an, hören sie auch schon wieder auf. Das lohnt doch gar nicht, das ist meine Einstellung seit Schulzeiten. Zeit, dies zu revidieren? Hier haben wir gleich sieben Kurzgeschichten, die die Liebe zum Hauptthema haben. Die unterschiedlichen Geschichten habe ich mit gemischten Gefühlen gelesen. War die eine Hälfte der Stories interessant bis unterhaltsam, empfand ich den Rest für mich von uninteressant bis schlichtweg belanglos. Eine wirkliche Spannung kam allerdings bei keiner der Geschichten bei mir auf. Mag daran liegen, dass vieles nur zu sehr angerissen wurde und viel mehr Raum verdient hätte oder weil manche Story einfach an sich schon nicht viel hergab und auch keinen Höhepunkt entwickelte. Was mich allerdings sehr fasziniert hat, war die Präzision und aussergewöhnlichen Intensität und Gewähltheit der Sprache. Ich war begeistert. Leider gibt der Autor sich und den Geschichten nicht mehr Platz um sich mehr zu entfalten, ich hätte noch stundenlang weiterlesen können und mögen. Richard Yates als Romanautoren werde ich im Auge behalten. Was mir von dem Buch bleibt, ist die Gewissheit, dass ich mich für Kurzgeschichten noch immer nicht faszinieren kann. Entweder zu belanglos oder zu kurz.

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