Richard von Weizsäcker Der Weg zur Einheit

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Inhaltsangabe zu „Der Weg zur Einheit“ von Richard von Weizsäcker

Das persönliche und politische Resümee eines großen StaatsmannesAusgehend von seinen Erinnerungen, vor allem als Regierender Bürgermeister von Berlin und als Bundespräsident, beschreibt Richard von Weizsäcker die Jahrzehnte nach dem Zweiten Weltkrieg, das schwierige Miteinander der Deutschen in West und Ost während des Kalten Krieges, den dornigen Weg der sozialliberalen Ostpolitik und schließlich die Friedliche Revolution 1989. Zum Schluss widmet er sich der Frage, wie weit die Einheit seit 1990 gediehen ist und was noch zu tun bleibt.

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  • Rezension zu "Der Weg zur Einheit" von Richard von Weizsäcker

    Der Weg zur Einheit
    WinfriedStanzick

    WinfriedStanzick

    19. April 2011 um 16:28

    In diesem Jahr jährt es sich zum zwanzigsten Mal, dass nach dem Fall der Mauer in Berlin der Weg zur deutschen Einheit frei geworden ist, die dann am 3. Oktober 1990 auch entsprechend vollzogen wurde. Der 9.11.1989 war aber nicht nur für Deutschland ein wichtiger Einschnitt in seiner Geschichte, sondern dieses Datum besiegelte auch das Ende des Kalten Kriegs in Europa. Richard von Weizsäcker, der damals amtierender Bundespräsident war und schon in seiner Rede im Mai 1985 zum 40.Jahrestag des Endes des Zweiten Weltkrieges die wesentlichen intellektuellen und politischen Vorgaben gemacht und Grundlagen gelegt hatte für das, was auch er nicht so schnell erhofft hatte, legt in diesem Buch eine sehr persönlich geprägte Bilanz vor seiner lebenslangen Auseinandersetzung mit der deutschen Frage. Und so beginnt er seinen in 30 Kapiteln gefassten Essay mit der Ausgangslage, in der das zerstörte und besiegte Deutschland sich 1945 befand. Er zeichnet die unterschiedlichen Wege auf, die die beiden Teile Deutschlands nahmen, schildert die Auseinandersetzungen um die deutsche Frage in der Adenauerzeit und die schmerzhafte Zäsur durch den Mauerbau 1961. An den sich dann anschließenden Bemühungen um die Formulierung einer neuen Außenpolitik, einer Annäherung an Polen und einer Entspannungspolitik bis hin zu der Gipfelkonferenz von Helsinki 1975 hat Richard von Weizsäcker immer regen politischen und intellektuellen Anteil genommen. Natürlich nimmt sein gut lesbarer und auf höchstem sprachlichen Niveau stehender historischer Essay auch ausführlich Bezug auf die Monate, die dem Mauerfall vorausgingen und würdigt in diesem Zusammenhang besonders die Rolle und die Leistung von Michail Gorbatschow. Doch Richard von Weizsäcker gibt sich mit dieser Schilderung nicht zufrieden. Er beschreibt im letzten Drittel des Buches den Weg zur inneren Einheit bis 2009, die Probleme durch die langen Schatten der Staatssicherheit und verfolgt noch einmal den Weg der deutschen Nation. Zwar hält er Nationalismen für Irrwege, kann aber doch der Idee der Nation auch in einem zusammenwachsenden Europa viel abgewinnen, und er zeigt sich als überzeugter Anhänger der europäischen Idee. Diesem Europa schreibt er in einer globalisierten Welt wichtige Aufgaben zu, die es nur bewältigen kann, wenn sein innerer Prozess zur Einheit immer weiter sich verbessert. Zusammenfassend bilanziert er und schaut nach vorne: "Unsere Wiedervereinigung als Nation und Staat erfüllt uns immer von Neuem mit Freude und Dank. Doch gehen Aufgaben und Verantwortung weiter. Unser Weg zur inneren Einheit schreitet voran. Um ihr Gelingen ringen wir jeden Tag. Zuweilen wird uns dabei auch künftig helfen: der Austausch unserer persönlichen Erlebnisse und der Blick auf unsere lange gemeinsame Geschichte in Deutschland und Europa. Gute Zukunft braucht klare Erinnerung." Das vorliegende Buch leistet dazu einen wichtigen und herausragenden Beitrag.

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