Rick Moody

 3.4 Sterne bei 34 Bewertungen
Autor von Der Eissturm, Wassersucher und weiteren Büchern.

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Rick MoodyDer Eissturm
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Der Eissturm
Der Eissturm
 (12)
Erschienen am 01.02.2005
Rick MoodyWassersucher
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Wassersucher
Wassersucher
 (8)
Erschienen am 13.03.2008
Rick MoodyGarden State
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Garden State
Garden State
 (7)
Erschienen am 01.11.2001
Rick MoodyParanoia
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Paranoia
Paranoia
 (1)
Erschienen am 01.03.2008
Rick MoodyEin amerikanisches Wochenende
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Ein amerikanisches Wochenende
Rick MoodyBis ich nicht mehr wütend bin
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Bis ich nicht mehr wütend bin
Bis ich nicht mehr wütend bin
 (1)
Erschienen am 01.09.2001
Rick MoodyThe Ice Storm
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The Ice Storm
The Ice Storm
 (3)
Erschienen am 10.04.2002
Rick MoodyThe Diviners. Wassersucher, englische Ausgabe
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The Diviners. Wassersucher, englische Ausgabe

Neue Rezensionen zu Rick Moody

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bauerhepeters avatar

Rezension zu "Der Eissturm" von Rick Moody

Der Eissturm und einiges Ähnliches - Kalte Zeiten hinter amerikanischen Vorstadthäuserfassaden
bauerhepetervor 2 Jahren

Frostige Zeiten hinter verlogenen Fassaden amerikanischer Vorstadthäuser.

Eine  literarische und filmische Reise durch verschiedene  amerikanische Vororte ,die vieles Überraschendes und Entlarvendes zu Tage bringt. Mitwirkende sind unter anderem: Rick Moody. Alec Baldwin, Ang Lee .Steven Martini, Kate Winslet , Tobey Maquire ,Katie Holmes ,Elijah Wood .Kevin Kline, Kevin Spacey .Tom Perotta .Emma Robertson und Peter Bauer :D

Wer kennt sie nicht die als so typisch geltenden amerikanischen Vorstadtsiedlungen mit ihren akkurat  geschnittenen  Rasenflächen , inclusive laufender Rasensprenger. Fahnenstangen und  schmucken  Holzhäusern ,bei denen ausländische Besucher wie auch  ich öfters  leichte Zuordnungsprobleme wegen verblüffender Gleichheit bekommen und sich  deswegen auch mal  kurzfristig verlaufen. Diese Probleme hat der  flinke Zeitungsausträger auf dem  Rad nicht wenn er geübt  die tägliche  Zeitung  mit viel Schwung geschickt vor die Tür platziert. Diese Möglichkeit hat der Milchmann leider nicht – er muss seine zwei obligatorischen Flaschen  vorsichtig  und leise abstellen . Denn sie sind eine wichtige Basis für das amerikanische Cornflakesfrühstück ,welches  die typische gutsituierte Mittelklassefamilie harmonisch zusammen einnimmt bevor der  Vorzeigevater auf  dem Weg  zum Büro noch seinen pubertierenden Sohn und die  nervende Tochter zur Schule mitnimmt und  dort absetzt , wo ihnen mal wieder ein  langweiliger Schulalltag mit einen guten Portion Mobbing bevorsteht.

Hier pflegt man seine Nachbarschaft, indem man gemeinsam den Barbecue grill anwirft. sich bei Treffen mit der Avonberaterin und der Tupperwarenvertreterin  gekünstelt amüsiert oder seine Söhne als Spieler der  örtlichen Baseballmannschaft anfeuert , um dabei festzustellen ,  dass die Nachbarstochter in diesem feschen Cheerleaderkostüm nun mal verdammt rattenscharf aussieht :D  

 

Familiäre Harmonie wo hin das Auge reicht  , solange die Fassaden immer wieder frisch strahlend überstrichen werden und keiner die Vorhänge zurückzieht um einen genaueren Blick in die einzelnen Zimmer mit ihren  „Insassen „ zu werfen. Dies tun jedoch Rick Moody mit seinem Roman „ Der Eissturm „  Derik und Steve Martini   in  ihrer filmischen Arbeit " Long Island Blues  " ,  Tom Perotta mit dem Buch  "  Little Children " , Sam Mendes ,der Ex -Ehemann von Kate Winslet  mit seinem Regiedebüt "  American Beauty  "  und natürlich die Ikone  Tim Burton sich verwirklichend in  " Edgar mit den Scherenhänden  ".

Wir beginnen mit Rick Moodys  " Der Eissturm  "„ in New Canaan im Staat Connecticut, anno 1973.Amerika ist angeschlagen durch den verlorenen Vietnamkrieg und das Verlieren des Vertrauens in  sein politisches System ,dass es nur zu gerne auch anderen gerne offeriert .Die Watergateaffäre hat ihre Spuren hinterlassen und sexueller Liberalismus in abgeschwächter Form auch diese Siedlungen erreicht. Die Familien  sind in sich  schön längst erstarrt und es bedarf oft nur eines kleinen dramaturgischen Anschiebens  des Autors oder Regisseurs wie  hier durch eine Blitzeisnacht und es ist nichts mehr wie früher in diesen Vorstadtstädten. Ang Lee lässt in seinem Verfilmungsprojekt neben Gestandenen wie Sigourney Weaver und Kevin Kline  auch eine ganze Reihe von Jungstars aufmarschieren die dadurch  eine Chance bekamen weiter in  der cineastischen Welt Bekanntheit zu erreichen. Christina Ricci, Katie Holmes , Elijah Wood und  Tobey Maguire werden es ihm bestimmt ausgiebig gedankt haben.

Auf Long Island Ende der 90er bringen  die Brüder Martini  in " Long   Island Blues  "  durch eine Borrelioseepidemie das behütete Vorstadtleben des 15 jährigen Scott ordentlich durcheinander, Sie  schieben ihn und seine angebetete Nachbarstochter    Adrianne  ,süß gespielt  von der Nichte von Julia Roberts , Emma Roberts , geschickt so weit nach vorne im  Nachbarschaftspuzzle , dass man auch schon fast von einer subtilen  Coming - of - Age - Geschichte sprechen könnte .Aber auch  hier  ,deutlich noch mal  vor Augen geführt , zeigt die nachhaltig beeindruckende Schlussszene wo das tiefere Übel wie fast überall zu stecken scheint. Auf der Strecke bleiben letztendlich viele so auch bei Tom Perotta in den Suburbs von Boston die Mutter eines gemobbten Exhibitionisten, die unglücklich dabei stirbt  als  sie ihren überaus zu viel geliebten  Sohn gegen Anfeindungen der Anwohner versucht zu verteidigen. Hier sind  es die noch kleinen Kinder , dem Buch seinem Namen gebend , die desillusionierte Ehepartner trennen und über Orte wie Spielplätze und Schwimmbäder in neuer Konstellation wieder neu binden ohne jedoch dann  einen richtigen radikalen Neustart zu beginnen. American Way of Life geschickt ironisch und spannend dargestellt , eingebettet in einer Siedlung  ,die am Handlungsnebenstrang um einen vermeintlichen Pädophilen ihre neurotischen Seiten aufgezeigt bekommt. Am radikalsten geht jedoch  der Engländer Sam Mendes , vorher eher am Londener Theater engagiert , mit seinem Regiedebüt  "AMERICAN BEAUTY " die Sache  an. Drappiert um die Midlife Crisis eines erzählenden               Kevin Spaceys demontiert er lustvoll und  zynisch  vermeintlich Idyllisches  und  fasst so  heiße Eisen wie das Begehrtwerden junger Mädchen von älteren Männern oder das verdrängte Gewaltpotential ehemaliger Vietnamsoldaten  ,an .Anscheinend fallen einem desmaskierende Maßnahmen wir hier mit dem geschickten Einsatz eines filmenden zugezogenen Nachbarsohns als unbefangener Nichtamerikaner leichter .Dies führt deutlich  zu einem Mehr an Konsequenz. Konsequent leben auch  diese  amerikanischen Seelen in fast allen Werken ihr aufgestautes Aggressionspotential per Waffe aus .Naheliegend in einer Gesellschaft die mehr  verfügbare Waffen als  Bürger zählt und wo sogar Kinder vor deren Einsatz nicht zurückschrecken. Selbstjustiz als Schwachpunkt im gesellschaftlichen  amerikanischen Umgang mit vorhandener Wut. Die Zeit des Wilden Westens scheint  hier noch nicht abgeschlossen zu sein. Deswegen kommt es auch  in Tim Burton meisterhaften Fanstasyfilm " Edgar mit den Scherenhänden " zu einem obligatorischen Showdown auf dem märchenhaften Schloss zwischen dem verliebten Edgar und dem Ex im Kampf um Kim  gespielt von  Winona Ryder . Vorher hat die uns von einer symbolhaften  Avonberaterin geöffnete Siedlung schnell ihre latente aggressive Grundstimmung  gegen Abweichendes gezeigt wenn  aufgewiegelte nette  Nachbarn als aufgebrachter Mob wüten. Eine bitterböse gesellschaftskritische Satire  , die durch die sentimentale Fixierung auf das bekannte Liebespaar Johnny Depp und  Winona Ryder leicht in den Hintergrund tritt aber bei genauerem Hinschauen uns angewidert und nachdenklich zurücklässt.

 Allen ist eines gemeinsam : ein nie antiamerikanischer gar  in Richtung nestbeschmutzerischer abdriftender Blick auf besagte  Familien in ihrem dazugehörigen Zeitbild .Was hier sich offenbart würde auch  in Mainz ,Buxtehude , in Russland oder bei einer islamischen Familie ,in individueller Ausprägung der Örtlichkeit wohl auch passieren können. Ein eher nüchterner oft melancholischer auch  mal trister Blick auf die Realitäten , die den amerikanischen Traum wieder entscheidend versachlichen. Eines haben die Familienväter hier oft gemeinsam. Dies mit dem Geldmachen haben sie  in typisch kapitalistischer  amerikanischer Weise lange  gut hingekriegt ( Ausnahme „ Little Children „ ) , beim  vorbildlichen Ansprechpartnersein für ihre Kinder sind sie oft auf halber Strecke steckengeblieben und gute und treue Ehemänner sind sie schon  lange nicht mehr. Denn Ehebruch ist hier überall schon gang und gäbe .Man hat seine Affären und die  Beteiligten sitzen nicht selten nur ein Haus weiter ,Aus guten Freunden wurden in der Zwischenzeit nicht selten auch  Bettgefährten und  - gefährtinnen und die  pubertierenden Kinder spielen auch schon  lange nicht mehr zusammen im Sandkasten sondern mehr sexuell geprägt an sich herum . Zu  den  oft amüsant dargestellten Auseinandersetzungen mit der eigenen Sexualität müssen sie zusätzlich  jetzt auch noch  die Abenteuer ihrer Eltern  ( Mein Dad vögelt deine Mum „ ) verkraften. Die Kinder reifen heran und werden auf einem oft beschwerlichen Weg zu Erwachsenen während die Erwachsenen sich oft wieder wie Kinder benehmen und weiterhin  das Auseinanderbrechen der Ehen und Familien unbewusst vorantreiben. Materiell wurde vieles erreicht auf Kosten einer zunehmenden Entfremdung der Mitglieder denen immer mehr benötigte Verständnis , Toleranz . Geborgenheit . Liebe und Wärme abhandengekommen ist .Man ist gerne unter sich und Anderssein ist überhaupt nicht gerne gesehen ob ein homosexuelle Paar in " AMERICAN BEATUY " oder ein entlassener Strafgefangener in „ Little Children  „,. Edgar mit  den Scherenhänden. ist nur  solange beliebt wie er von praktischem Nutzen ist in dem er Hecken siedlungskonform zurechtstutzt, Bratwürste beim Grillfest geschickt röstet, Türen  gesetzeswidrig für andere öffnet und den Friseur spielt.

Kleine literarische und filmische Perlen für Leser  ,die auch schon mit Philipp Roth , Richard Ford oder John Updike Zeitbilder und bröckelnde Szenen amerikanischer  Familien konsumiert haben . Gefunden auf unserer  kleinen  USA- Rundreise, herausgeklaubt  und aufgehoben zwischen Riesenbergen von wenig nachhaltigen  Mainstreambüchern und austauschbare Dvdware . Aufgereiht und zum Schmücken unserer Bücheregale und Dvdschränke dargestellt. Viel Spaß dabei

Durch die  fast ganze USA einschließlich dem Nachbarn Kanada reisen wir in der Gruppe hier THE UNITES SATATES OF AMERIKA INCLUSIVE CANADA. Wer noch auf den Reisezug aufspringen will nur zu  es sind noch genügend Plätze frei :D

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Skruttens avatar

Rezension zu "Wassersucher" von Rick Moody

Rezension zu "Wassersucher" von Rick Moody
Skruttenvor 7 Jahren

Rasenter, "moderner" amerikanischer Lifestyle-Roman, der mit fast jedem Kapitel die Erzählperspektive wechselt. Erinnert entfernt an Tom Wolfe. Gelegentlich war mir das zu "schnodderig", sodaß ich sogar einzelne Passagen übersprungen habe. Der Plot ist allerdings recht gut gelungen. Muß ich keinesfalls nochmal lesen - und weitere Bücher des Autors auch nicht.

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Bibliophils avatar

Rezension zu "Wassersucher" von Rick Moody

Rezension zu "Wassersucher" von Rick Moody
Bibliophilvor 8 Jahren

In diesem Roman, in dem die amerikanische Mediengesellschaft auf gekonnt satirische Art durchleuchtet wird, spielt ein Drehbuch die Hauptrolle. Das Drehbuch wurde aus Verzweiflung von Annabel, einer New Yorker Produktionsassistentin, in einer Nacht zusammen mit ihrem Arbeitskollegen Thaddeus, einem in die Jahre gekommener Action-Schauspieler, geschrieben. Aus Verzweiflung deshalb, weil ihr ein Film-Treatment abhanden gekommen ist, das ihre Vorgesetzte Amanda lautstark fordert. Das Drehbuch landet aber dank einem schusseligen Kurier bei der falschen Agentur, und der bis anhin erfolglose Agent Vic Freese wittert bei diesem Drehbuch, durch Zufall in seine Hände gelandet, seine grosse Chance.
Rund um dieses Drehbuch werden dem Leser nun die Leute vorgestellt die in irgendeiner Weise mit ihm in Verbindung stehen. Da begegnet man dann zum Beispiel Amanda, die Geschäftsführerin von Means of Production, die nicht nur viel Stress bei der Arbeit zu bewältigen hat, auch Privat sorgt ihre schwer alkoholkranke Mutter für viel Aufregung. Da muss sie eine Menge Donuts verschlingen, damit sie einigermassen ihre Ruhe bewahren kann. Oder man lernt Annabel kennen, eine Afroamerikanerin, die von einem weissen Ehepaar adoptiert wurde und die sich liebevoll um ihren schizophrenen Adoptivbruder Tyrone kümmert, ebenfalls ein Afroamerikaner. Oder die stille Buchhalterin von Means of Production , da alle für langweilig und bieder halten und sie dabei völlig unterschätzen. Oder Jeffrey Maiser, Programmchef des Fernsehsenders UBC, der um seinen Job bangen muss, da die Zuschauerquoten und Aktienkurse tief gesunken sind.
Das Buch machte mir richtig Spass, denn Rick Moodys Geschichte ist wunderbar absurd, mit viel schwarzem Humor, und trotzdem immer haarscharf an der Realität. In seinem Roman werden aber nebst der Mediengesellschaft weit mehr Probleme der Wohlstandsgesellschaft berücksichtig, wie die Schönheitschirurgie etwa oder das Thema Selbsthilfegruppen und viele andere mehr.
Das Buch ist anspruchsvoll, aber gut zu lesen, bis auf einige Stellen, die ins Abstrakte abschweifen, vor allem wenn es um Tyrone geht, der an Schizophrenie leidet. Der Schluss, der kam für mich etwas abrupt, gerne hätte ich weitergelesen, um zu wissen, wie es für die einzelnen Personen in ihrem Leben weitergeht. Aber das spricht ja für das Buch …

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