Der Monstrumologe

von Rick Yancey 
3,8 Sterne bei160 Bewertungen
Der Monstrumologe
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Positiv (111):
I

Sehr lebendig und interessant geschrieben, macht Lust auf mehr.

Kritisch (22):
K

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Inhaltsangabe zu "Der Monstrumologe"

1888: Der Junge Will Henry ist ein Waisenkind und arbeitet als Assistent des kauzigen Dr. Warthrop. Der gute Doktor hat sich auf ein ganz besonderes Gebiet spezialisiert: Er ist Monstrumologe, das heißt, er studiert Monster und macht
notfalls Jagd auf sie. Eines Abends kommt ein Grabräuber zu Will und dem Doktor ins Labor. Er hat einen schrecklichen Fund gemacht: eine Leiche, in die sich ein zahnbewehrtes Monster verbissen hat. Der Doktor weiß, diese Monsterart ist
äußerst gefährlich, da sie Menschen tötet und sich rasend schnell vermehrt. Und die einzigen, die nun zwischen diesen Bestien und den Menschen stehen, sind der Doktor und der kleine Will.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783404206674
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:448 Seiten
Verlag:Bastei Lübbe
Erscheinungsdatum:07.04.2012
Das aktuelle Hörbuch ist am 13.10.2010 bei Bastei Lübbe erschienen.

Rezensionen und Bewertungen

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    Ein LovelyBooks-Nutzervor einem Jahr
    Kurzmeinung: Konnte mich nicht überzeugen. Ich kam einfach nicht in die Story rein und langweilte mich.
    Kam nicht an meine Erwartungen heran....schade : /

    Titel: Der Montrumologe
    Autor: Rick Yancey
    Reihe: Der Monstrumologe #1
    Verlag: Bastei Lübbe
    Genre: Fantasy
    Seitenanzahl: 411


    "Wir sind Sklaven, wir alle, Will Henry", sagte er, indes er mir das Buch aus der Hand nahm und es auf den nächsten Stapel legte. "Manche sind Sklaven der Angst. Andere sind Sklaven der Venunft - oder niederer Begierden. Es ist unser Schicksal, Sklaven zu sein, Will Henry, und die Frage muss lauten, welchem Herren wollen wir unser Joch verdanken? Soll es die Wahrheit oder die Flaschheit sein, die Hoffnung oder die Verzweiflung, das Licht oder die Dunkelheit? Ich ziehe es vor, dem Licht zu dienen, auch wenn diese Knechtschaft oft im Dunkel liegt. Nicht Verzweiflung hat mich dazu gebracht abzudrücken, Will Henry; Erbarmen leitet meine Hand."
    //S.84//


    Klappentext:

    1888: Der Junge Will Henry ist ein Waisenkind und arbeitet als Assistent des kauzigen Dr. Warthrop. Der gute Doktor hat sich auf ein ganz besonderes Gebiet spezialisiert: Er ist Monstrumologe, das heißt, er studiert Monster und macht notfalls Jagd auf sie. Eines Abends kommt ein Grabräuber zu Will und dem Doktor ins Labor. Er hat einen schrecklichen Fund gemacht: eine Leiche, in die sich ein zahnbewehrtes Monster verbissen hat. Der Doktor weiß, diese Monsterart ist äußerst gefährlich, da sie Menschen tötet und sich rasend schnell vermehrt. Und die einzigen, die nun zwischen diesen Bestien und den Menschen stehen, sind der Doktor und der kleine Will.

    Cover:
    Ein Traum ♥
    Alleine wegen dem Cover wollte ich das Buch haben. Mir gefällt die Zeichnungsart und dass es in schwarz weiß ist. Nur ein roter Blutfleck bildet das einzigst Bunte.
    Passt wirklich gut zur Geschichte, auch wenn diese mir nicht gefallen hat.

    Meine Meinung:

    Eigentlich lese ich solche Geschichten ganz selten, weil ganz selten so eine auch mein Fall ist.

    Leider gefiel mir "Der Monstrumologe" so gar nicht. Ich ging mit hohen Erwartungen, die durch das Cover und dem Klappentext zusammenkamen, an die Geschichte und wurde bitter enttäuscht.

    Schon zu Anfang empfand ich die Geschichte als sehr schwerfällig, aber dennoch war sie interessant.
    Der Leser efährt sie durch die Sichtweise von Will Henry, der als Waisenkind bei Dr. Warthrop arbeitet.
    Will ist fleißig und auch ein wenig trotzig und wenn ich nocheinmal den Namen Will Henry lese, kriege ich den Koller.

    Eine Sache, die mir schrecklich auf den Keks ging, war der Stil. Ich fand ihn einfach nur furchtbar. Immer wenn der Doktor mit dem Jungen sprach, sagte er Will Henry...wie schon alleine im Zitat auf einer halben Seite 3 Mal :O
    So ging das die komplette Geschichte durch, je nachdem, wie viel der Doktor mit ihm redete....und ich hasse sowas echt wie die Pest !!
    Es nervt mich einfach tierisch und ich finde einfach, dass soetwas den Lesefluss unheimlich stark bremst -.-

    Eigentlich beschreibe ich den Stil ja immer zum Schluss, aber da ich ihn so furchtbar fand, kam er als erstes dran....nun zur Story...

    Wie gesagt, anfangs noch recht interessant. Ich fand es spannend, den Doktor bei seiner Arbeit zu begleiten und mit Will die Geheimnisse zu lüften. Vor allem die Geschichte rund um das Mädchen und diesem Monster (Name vergessen...)
    Aber das war es schon...
    Okay...es ist eine Reihe, aber irgendwie hatte ich die Erwartung, dass zumindestens mehr als dieses eine Monster thematisiert wird....
    Da irrte ich mich wohl : /

    Das ganze Buch drehte sich nur um dieses eine Monster und es war ansich ja interessant, wie die beiden es jagen, aber ich hatte eben mehr Vielfalt erwartet....

    Aber ich möchte auch etwas Positives sagen.
    Die Zeichnungen, die das ganze Buch durchziehen, fand ich spannender als die Geschichte.
    Sie sind wunderbar düster und ich kam mir wie ein kleines Kind vor, das ein Pop-Up Buch erkundigt. Einfach schön gemacht und so viel Detailtreue ♥

    Fortsetzung ?: Nein, danke. War nicht mein Fall.

    Bewertung:
    Allein die tollen Zeichnungen bewahren das Buch vor einer ganz miesen Bewertung. Klingt hart, aber meine Erwartungen wurden null erfüllt und ich langweilte mich von Anfang bis Ende :(
    Von mir gibt es:

    2 von 5 Sterne


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    Bibliomanias avatar
    Bibliomaniavor einem Jahr
    Kurzmeinung: Viel brutaler als ich erwartet hatte, aber eine interessante Idee mit einer wirklich coolen Innengestaltung
    Die Monster sind los

    Will Henry ist zwölf und hat seine Elter verloren. Nun wohnt er bei dem Monstrumologen Dr. Pellinore Warthrop, der sich mit unheimlichen Wesen beschäftigt, sie studiert und jagd, wenn es nötig wird. So wie in diesem Fall. Eines Nachts bringt ein Grabräuber die Leiche eines Mädchens ins Haus, das von einem Monster umarmt wird, es ist ein Andropophage. Sehr gefährliche Monster, die eigentlich in Afrika heimisch sind, doch plötzlich sehen sich die beiden einer großen Horde gegenüber und müssen handeln.
    Will Henry habe ich sofort lieb gewonnen. Ein 12-Jähriger, der sich eigentlich um einen älteren Mann kümmert statt umgekehrt. Er ist lieb und brav, eigentlich sehr hörig, aber er ist als Waise natürlich auch einsam.
    Der Professor ist schon ein wenig gemein zu ihm, so kommt es mir vor. Andererseits stelle ich mir die Arbeit eines Doktors genau so vor: keine Zeit für Essen, Schlaf und zwischenmenschliche Beziehungen, stattdessen: Forschung. Er ist ziemlich gut getroffen.
    Dass der Text mit Messern, Sägen, Dolchen und dergleichen durchsetzt ist, gefällt mir sehr gut, eine tolle Idee diese Illustrationen, die den Grusel so schön hervorheben.
    Das Buch ist auch viel brutaler, als ich es erwartet hätte. Wie kann man einen 12-jährigen Jungen solchen Strapazen aussetzen? Andererseits ist es ein Horrorbuch und eine andere Zeit.
    Schade fand ich, dass es so wenige Zeichnungen von den Andropophagen selbst gab, da hätte ich gerne mehr gesehen.
    Alles in Allem ein spannendes, gruseliges und brutales Buch, dessen Geschichte mich dennoch irgendwie fasziniert und ich gerne auch den zweiten Teil noch lesen werde. Ich weiß nur nicht, ob ich dann wirklich noch mehr davon lesen möchte, 3,5 Sterne für Teil 1.

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    Buchbinders avatar
    Buchbindervor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Ein tolles Buch, begeistert einen sofort. Detailgetreue Beschreibungen und eine echt schräge Story machen es zu einem "must read" !
    "must read"

    Total tolles Buch ! Es ist eine schräge Story eines kleinen Jungen der seine Eltern bei einem tragischen Feuer verliert und dann halt bei einem scheinbar kalten Menschen findet. Doch die Geschichte dreht und wendet sich und zeigt das nicht alles ist wie es im ersten Moment scheint! 
    Ein super Buch für zwischen durch, keine Weltliteratur aber eine spannende und unterhaltsame Geschichte.

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    PeWas avatar
    PeWavor 2 Jahren
    Ich habe mir leider vom Titel her mehr erwartet...

    Wir haben es mit einem altbekannten Motiv der Literatur zu tun. In einer (frei erfundenen) Stadt in Neuengland lebt im Jahr 1888 der Waisenjunge Will Henry beim kauzigen Wissenschaftler Dr. Warthrop. Schon Wills Eltern, die auf tragische Weise bei einem Brand – dessen Umstände im späteren Verlauf der Geschichte noch eine große Rolle spielen werden – ums Leben kamen, arbeiteten für Dr. Warthrop. Der Doktor widmet sich mit vollem Einsatz der Monstumologie, jener oben definierten, geheimen Wissenschaft. Will muss ihn bei seinem zumeist nächtlichen Sitzungen assistieren. Der arme Junge schläft dabei fast immer ein und wird dafür von seinem uneinsichtigen Doktor immer wieder zu Unrecht gemaßregelt. Das Mitleid des Lesers ist Will in jedem Fall gewiss – so wie vor ihm auch Harry Potter oder David Copperfield.

    Der schrullige Doktor bekommt eines Abends ein besonders monströses Exemplar auf seinen Seziertisch: einen Anthropophagen. Dieses unbekannte Wesen zeichnet sich besonders durch eine Merkwürdigkeit aus, es ist kopflos. Seine Augen befinden sich auf der Brust und sein scharfzahniges Maul in seinem Bauch. Dr. Warthrope konsultiert seine einschlägige Monsterliteratur und ist sich bald sicher, dass er es mit einer großen Bedrohung zu tun hat – wie könnte es auch anders sein (diesen Schluss hätten wir vermutlich auch ohne Fachliteratur geschlossen, oder?)?

    Über die weiteren Entwicklungen der Geschichte möchte ich gar nichts mehr verraten. Nur so viel: die erhoffte Spannung blieb leider aus. Die Geschichte an sich hat mir gut gefallen – wäre sie doch nur 200 Seiten kürzer gewesen. Ein paar gute Dialoge hätten dem Roman gut getan, die vorhandenen erscheinen mir alle sehr konstruiert und sprachlich nicht zu den Protagonisten passend. Das mag daher rühren, dass die Geschichte rückblickend erzählt wird. Will schreibt sie als betagter Mann auf und die an sich spannenden Stellen werden durch diese Form des Erzählens ziemlich steif und langweilig; ein Junge spricht mit den Worten eines Greises – das ist einfach nicht stimmig. Scheinbar war sich Yancey auch nicht sicher, ob er ein Buch für Erwachsene oder doch lieber ein Jungendbuch schreiben soll. Erschienen ist es zwar als Buch für Erwachsene, aber immer wieder findet man sich beim Lesen in der Jugendbuchwelt wieder...

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    Karin_Kehrers avatar
    Karin_Kehrervor 3 Jahren
    Kurzmeinung: Interessante Charaktere, für ein Jugendbuch etwas zu grausig.
    Nichts für einen schwachen Magen!


    Neuengland 1888: Der 12-jährige Waisenjunge Will Henry arbeitet als Assistent des kauzigen Dr. Pellinore Warthrop, eines Wissenschaftlers mit einem besonderen Spezialgebiet: Er ist Monstrumologe, studiert also Monster und macht nötigenfalls auch Jagd auf sie. 
    Als ein Grabräuber eine Leiche abliefert, in die sich ein zahnbewehrtes Ungeheuer verbissen hat, beginnt eine wahnwitzige Jagd. Unterstützung bekommt Warthrop dabei auch von dem geheimnisvollen Dr. Kearns, der sein eigenes gefährliches Geheimnis hütet.

    Vorweg finde ich, dass dieses Buch bestimmt kein Jugendbuch ist, auch wenn die durchaus sehr ansprechende Aufmachung und der 12-jährige Held das suggerieren möchten. Es ist blutrünstig, 
    auch unappetitlich und die Charaktere zum Teil sehr zwiespältig. 
    Nichtsdestotrotz fand ich die Lektüre spannend, vor allem eben wegen der Charaktere. Dr. Pellinore Warthrop ist wohl der Letzte, der fähig wäre, sich um ein traumatisiertes Kind zu kümmern, das gerade seine Eltern auf grässliche Weise verloren hat. Und doch beginnt man diese chaotische Figur ins Herz zu schließen, denn gefühlsmäßig ist er trotzdem an seinen jugendlichen Assistenten gebunden.
    Will Henry wirkt aufgrund seines Schicksals sehr abgeklärt. Was durchaus glaubwürdig ist, da im Übrigen in der damaligen Zeit Kinder oft genug frühzeitig erwachsen werden mussten.
    Sehr kontrovers die Figur des Dr. Kearns. Zum einen sympathisch und fröhlich, zum anderen kaltblütig und grausam. Über sein Geheimnis sei hier nichts verraten …
    Der altmodisch wirkende, ziemlich ausschweifende Schreibstil wird konsequent durchgehalten, was den Eindruck entstehen lässt, man habe es hier mit einem Klassiker der Gruselliteratur zu tun. 
    Etwas gewöhnungsbedürftig, aber durchaus authentisch. 

    Fazit: Als Jugendbuch meiner Meinung nach nicht geeignet, da zu grausam und unappetitlich. Kontroverse und interessante Charaktere. 

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    stebecs avatar
    stebecvor 3 Jahren
    Gruseliger Einstieg mit jeder Menge Gänsehaut.

    „Dies sind die Geheimnisse, die ich gehütet habe.“ – Erster Satz

    Die Aufmachung:
    Ich persönlich finde das Cover total hässlich. Vor allem war ich eine ganze Zeit lang der Meinung, die Person auf dem Cover ein Mädchen ist, weil die Ohren des Jungen aussehen wie Zöpfe.

    Der Plot:
    Direkt zu Beginn der Geschichte jagd ein Schauer den nächsten. Eine dunkle Nacht und ein Grabräuber, der einen unfassbaren Fund gemacht hat. Schon steckt man mitten in der Handlung und kann vor grauen kaum noch das Buch aus der Hand legen.

    Dann nehmen die Ereignisse noch mehr Fahrt auf und wir begleiten die beiden Hauptprotagonisten auf ihrer Irrwitzigen Jagd nach den Monstern, die durchaus blutig und grausam sind. Ich hab mir stellenweise so ins Hemd gemacht, weil mich einfach alles an diesem Buch gepackt hat.

    Während die Geschichte dem Ende zusteuerte, taten sich immer mehr menschliche Abgründe auf, die in ihrer Grausamkeit fast noch schlimmer waren, als die Monster, die im Endeffekt nur ihren Instinkten gefolgt sind.

    Die Charaktere:
    Skurril. Das ist das erste Wort, welches mir zu den Protagonisten einfällt. Obwohl man wahrscheinlich davon ausgehen kann, dass Menschen, die Monster jagen zwangsläufig nicht mehr alle Nadeln am Baum haben müssen, war ich stellenweise über die Charaktere regelrecht entsetzt. Jedoch wirkte hierbei keine der Personen zu irgendeinem Zeitpunkt unglaubwürdig.

    Mit am interessantesten war der Professor, der sich öfter in Schweigen gehüllt hat und somit eine sehr geheimnisvolle Aura um sich gelegt hat.

    Die Umsetzung/Schreibstil:
    Mit dem Autor bin ich in dieser Hinsicht sehr zufrieden. Ich bin ohnehin ein Fan dieser langen Schachtelsätze, die wirklich ALLES bis ins kleinste Detail beschreiben. Ich habe mich an die Bücher von Sir Arthur Conan Doyle erinnert gefühlt. Gerade dieser Schreibstil hat sehr gut zu den Geschehnissen gepasst. Vor allem die gruseligen Szenen waren sehr detailgenau ausgearbeitet.

    Fazit:
    Ich kann dieses Buch an alle Fans von gepflegten Horrorbüchern und vielleicht auch von Sherlock Holmes empfehlen. Generell konnte mich das Buch begeistern. Vor allem da ich momentan in Monsterstimmung bin. 

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    Palomapixels avatar
    Palomapixelvor 3 Jahren
    Kurzmeinung: kautziger Horror mit Biss
    Monströs gruselig

    Der Monstrumologe ist um es kurz und bündig zu sagen, dass perfekte Buch um an Halloween oder einem düsteren nebligen Tag gelesen zu werden. Schon das schwarz graue Cover in dem nur ein paar rote Blutstropfen glitzern gibt uns einen Hinweis in welche Richtung das Buch geht.


    Nach langer Zeit werden Will Henrys Tagebücher gefunden. Aus Mangel an Informationen über ihn beginnt man diese zu lesen und was man da zu lesen bekommt, ist in gleicher Weise schaurig, wie unglaublich faszinierend. Will Henry ist ein Waisenkind und lebt bei seinem Vormund Dr. Pellinore Warthrop. Dem einzig anerkannten Monstrumologen weit und breit. Denn Monster die Nachts unter deinem Bett lauern, die gibt es eben wirklich.


    Der Doktor, wie Will Henry ihn nennt, ist gleichermaßen schwierig wie intelligent. Doch er ist alles was Will Henry noch hat und Will Henry ist dem Doktor "unentbehrlich". Sein Leben ist nicht leicht und doch erträgt er es mit einer sanften Demut, die nicht dem Naturel eines Zwölfjährigen entspricht. Schließlich ist er nicht irgend ein Junge, sonder Dr. Warthrops Assistent. Eines Abends kommt ein alter Grabräuber mit einem schaurigen Fund zur Tür des Doktors, einer Leiche in die sich ein zahnbesetzes Monster ohne Kopf dafür mit Augen so tief wie Totenseen verbissen hat. Der Doktor ist sofort Feuer und Flamme aufgrund seiner neuen Herausforderung. Will Henry ringt eher mit der Übelkeit die der Gestank des Monsters auslöst. Dr. Warthrop weiß genau das diese Monsterart hoch gefährlich ist. Sie ernährt sich von Menschenfleisch. Es gilt schnell zu Handel, wenn nicht noch schlimmeres passieren soll. Doch es kommt ja immer anders als man denkt und die Sache wird sich als gefährlicher und komplizierter erweisen als zunächst angenommen. 


    Das Buch soll 1888 Spielen und das wird auch perfekt in Setting des Buches verkörpert. Besonders merkt man das auch, in der sehr blumigen und altertümlichen Sprache die Rick Yancy beim schreiben gewählt hat. Ich hatte mit dieser sehr ausschweifend, umschreibenden Sprache keine Probleme. Mir hat das eher sehr gut gefallen. Ich könnte mir aber denken das das nicht jedermanns Fall ist. Die Geschichte ist stellenweise sehr düster und gruselig. Man könnte perfekt einen Horrorfilm daraus drehen. Es ist aber nicht zu übertrieben ich habe schon viel blutigere Thriller gelesen. Die Stimmung im Buch stimmte einfach. Zum Ende spitzt sich dann alles noch mal zu.


    Etwas schade finde ich das Rick Yancy den Aufbau so gewählt hat, dass er zu anfangs ein Stückchen Geschichte von Will Henry vorweg nimmt. Das hätte meiner Meinung nach gar nicht sein müssen und hat dem Ende einen ticken Spannung genommen. Trotzdem war das Buch gut. Ich könnte es gar nicht so ganz genau in ein Genre stecken. Es war einfach anders, aber gut. Ein paar Passagen zogen sich etwas endlos in die Länge, so das es mir schwer viel am Ball zu bleiben. Ich wollte das Buch aber unbedingt zu Ende lesen und bin dran geblieben. Das wurde dann auch belohnt. Wer also das etwas verrückte, kauzige und altertümliche gemischt mit Monstern und Horror mag, der ist bei diesem Buch richtig. Es erinnerte mich auch ein bisschen an Sleepy Hollow falls euch das weiterhilft. 


    wer noch mehr lesen möchte  http://palomapixel.blogspot.de

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    S
    Splashbooksvor 4 Jahren
    Kurzmeinung: Will Henry ist ein Waisenkind. Er arbeitet und wohnt bei dem exzentrischen Dr. Warthrop. Er ist Monstrumologe, das heißt, er studiert und ..
    Der Monstrumologe, rezensiert von Götz Piesbergen

    Als die ersten Karten entstanden, wussten die jeweiligen Ersteller nicht, was für Wesen in den fernen Ländern leben würden. Und so verließen sie sich auf Hörensagen, was zu so bizarren Vorstellungen führte, wie Menschen, die nur einen großen Fuß haben und ihn unter anderem als Sonnenschirm benutzen. Heutzutage weiß man natürlich, dass dies alles Humbug ist. Doch was wäre, wenn diese Fantasien Wahrheit wären? "Der Monstrumologe" geht dieser Idee nach.

    Geschrieben wird das Buch von Rick Yancey. Der Amerikaner hat einen Bachelor in Englisch und arbeitete zunächst als Lehrer und Schauspieler. Seit 2004 ist er Schriftsteller und hat viele Romanreihen für Kinder und Erwachsene herausgebracht. Sein Deutschlanddebüt feierte er mit "Die außergewöhnlichen Abenteuer des Alfred Kropp". "Der Monstrumologe" ist der Auftakt zu einer bislang dreiteiligen Serie, deren zweiter Band unter dem Titel "Der Monstrumologe und der Fluch des Wendigo" bereits erschienen ist.

    Will Henry ist zwölf Jahre alt und hat seine Eltern bei einem Brand verloren. Seitdem lebt er Dr. Warthrop, einem verrückten Mann, für den bereits sein Vater arbeitete. Der Doktor ist Monstrumologe, ein Wissenschaftler, der sich auf die Erforschung von Monstern spezialisiert hat. Und jene existieren auch im Jahre 1888.

    Eines Tages bringt ihm ein Grabräuber eine zahnbewehrte Leiche. Es handelt sich um ein Wesen, dass zwar einen menschenähnlichen Körper hat. Doch verfügt es über keinen Kopf, sondern hat sein Gesicht im Brustkorb. Und sein Maul ist mit scharfen Zähnen bewehrt. Der Doktor weiß, dass diese Kreaturen Menschen töten können und beschließt deshalb zu verhindern, dass sich die Artgenossen des toten Wesens verbreiten können. Doch schon bald stellt sich heraus, dass dieses Vorhaben zu viel für ihn sein könnte und er Hilfe benötigt.

    "Der Monstrumologe" ist ein Roman, der zwar gegen Ende des 19. Jahrhunderts spielt. Doch verzichtet Rick Yancey darauf, ihn in einem nebelverhangenen England stattfinden zu lassen oder gar die Industrialisierung mit in seine Handlung einzubauen. Stattdessen konzentriert sich der Autor voll und ganz auf den Fall sowie auf seine Protagonisten und die Gefahr, mit der sie sich beschäftigen.

    Rest lesen unter:
    http://www.splashbooks.de/php/rezensionen/rezension/16335

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    Traumfeders avatar
    Traumfedervor 4 Jahren
    Verrückt aber interessant

    Inhalt
    Als im Jahr 2007 ein Autor ein Seniorenheim besucht, bekommt er vom Leiter die Tagebücher des Verstorbenen William James Henry, da er aus dem Inhalt nicht schlau wird. Auch der Autor kann kaum glauben, was auf den Tagebuchseiten festgehalten wurde. Darin behauptet William Henry, dass er 1876 geboren wurde. Als Will Henry wurde er im jungen Alter zum Waisen, bis sich Doktor Pellinore Warthrop seiner annahm. Mit 12 ist er dessen Schüler und Mitarbeiter, von da an hat er viel verrücktes und außergewöhnliches erlebt, denn der Doktor ist Monstrumologe. Er ist der Doktor des Grotesken und beschäftigt sich mit Wesen, von denen die Menschen nicht einmal in ihren Alpträumen wissen wollen.

    Meine Meinung
    Alles beginnt in einem Seniorenheim. Ein Autor besucht den Leiter um ihn für seine Hilfe an einem Projekt zu danken und erhält seltsame Tagebücher des Verstorbenen William James Henry. Der Leiter glaubt, dass es sich dabei um den Entwurf eines äußerst seltsamen Buches handelt. Der Autor verspricht sich die Bücher anzusehen. So taucht er ein in eine seltsame Geschichte und beginnt das erste Buch zu lesen.

    Es ist 1888 und der Waisenjunge Will Henry arbeitet nun für Doktor Pellinore Warthrop. Nachdem seine Eltern ums Leben gekommen sind, hat der Doktor ihn bei sich aufgenommen, war sein Vater doch zuvor der Assistent des Doktors. Will Henry muss nicht nur mit den Launen des Doktors klar kommen, die sich andauernd ändern, sondern auch mit dessen Arbeit als Monstrumologe, bei der er ihn unterstützen muss. Für einen 12 jährigen, der den Verlust seiner Eltern noch nicht verkraftet hat, ist dies doch ziemlich hart. Seine einzige Erinnerung an seine Familie ist ein Hut, der ihm allerdings zu klein geworden ist und an den er sich doch verzweifelt klammert.

    Doktor Pellinore Warthrop könnte man leicht in die Kategorie "verrückter Wissenschaftler" zuordnen. Genau wie sein Vater, ist er Monstrumologe geworden. Ständig wuselt er herum und sucht nach Ungewöhnlichem. Warthrop ist sehr belesen und kann sich unheimlich viel merken. Alles Unbekannte fasziniert ihn, weshalb er auch mal die Menschen um sich herum vergisst. Dies erkennt man vor allem an seinem Verhalten Will gegenüber. Er lässt den Jungen schuften und vergisst, dass dieser auch Bedürfnisse hat. Er hetzt den Jungen herum und erwartet, dass er alles in Hand umdrehen schafft, wie es sein Vater tat. Selbst in den gefährlichsten Situationen setzt er den Jungen ein, ohne sich zu fragen, ob sich dieser möglicherweise fürchtet.

    Dieses erste Abenteuer um Will Henry und den Doktor, beschäftigt sich mit den geheimnisvollen Wesen der "Anthropophagen". Diese Wesen leben unter der Erde und bewegen auch durch Gänge, die sie sich selbst angelegt haben. Doch auch über der Erde sind sie durchaus gefährlich und tödlich. Eine Horde von ihnen taucht in New Jerusalem auf und bedroht die Bevölkerung. Da der Doktor allein mit ihnen nicht fertig wird, holt er sich Hilfe von John Kearns, einem begnadetem aber auch skrupellosen Jäger.

    Rick Yancey hat hier eine wirklich ungewöhnliche Geschichte geschrieben, die den Auftakt zu einer ganzen Reihe bildet. Monstrumologe ist sicherlich kein alltäglicher Beruf, vor allem aber einer, den sicherlich die Wenigsten ausüben wollen. Die Idee dahinter ist wirklich gut durchdacht und schafft Platz für viele Fortsetzungen, denn Monster gibt es schließlich viele, wenn auch nicht alle bekannt sind.

    Die Monsterjagd gestaltet der Autor mit reichlich Spannung, auch wenn dabei nicht unbedingt alles glatt läuft. Rick Yancey beschreibt dabei wirklich detailreich, jedoch nicht übertrieben. An manchen Stellen ist die Fantasie des Autors ziemlich erschreckend, vor allem da dies ja mehr oder weniger einem kleinen Jungen zugetraut wird bzw. durch seine Augen gesehen wird. Wobei hier der Leser ja auch im Blick behalten sollte, dass alles zum Ende des 19. Jahrhunderts spielt, wo viele Kinder arbeiteten um der Familie zu helfen. Deshalb erscheint Will Henry ja auch an manchen Stellen erwachsener als er ist, nur selten kommt sein wahres Alter durch.

    Das Buch ist mitreisend geschrieben, dass man einfach nicht aufhören will zu lesen. Man will wissen, was hinter diesen Wesen steckt und natürlich wie die Protagonisten diese töten wollen. Das Geheimnis dahinter ist irgendwie gruselig und ekelhaft, so wie dem Menschenleben gegenüber ziemlich abschätzig gegenüber stehend.

    Das einzig negative an diesem Buch ist sicherlich der Charakter des Doktors. Sein Genörgel ist übertrieben dargestellt und seine Kritik an Will Henry auch. Man will ihm eine klatschen dafür, dass er das Kind so mies behandelt.

    Fazit
    Ein Doktor und ein Junge begeben sich auf die Jagd nach einem menschenfressendem Monsterrudel. Eine seltsame Geschichte, die noch viele weitere und verrückte Abenteuer verspricht.

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    Virginys avatar
    Virginyvor 4 Jahren
    Kurzmeinung: Auch wenn es vielleicht so aussieht, das ist kein Kinderbuch... Freue mich auf den 2. Teil und das übliche: "Mach fix, Will Henry..."
    Du bist, was du ißt...

    Seit seine Eltern bei einem Brand umkamen, lebt der 12-jährige Will Henry bei Dr. Warthrop und arbeitet, wie schon sein Vater, als dessen Assistent.
    Warthorp ist jedoch kein gewöhnlicher Doktor, er ist ein Monstrumologe, das heißt, er studiert Monster und jagt sie notfalls auch.
    Eines nachts taucht ein Grabräuber mit seiner Beute auf, einem toten jungen Mädchen, in das sich ein seltsames Wesen verbissen hat, ebenfalls tot.
    Der Doktor weiß natürlich sofort, womit er es zu tun hat, nämlich mit Menschenfressern und so langsam keimt in ihm der Verdacht, das diese absichtlich vom Ende der Welt mit dem Schiff hergebracht wurden und seine Familie etwas damit zu tun hat.
    Nachdem eine Pfarrersfamilie grausam abgeschlachtet wurde, macht Warthrop Jagd auf die Monster und der kleine Will Henry ist als sein Gehilfe natürlich immer mitten drin im Geschehen und erlebt den Alptraum seines Lebens...

    Das Buch erinnert von derAufmachung her an ein Kinderbuch, ist aber keins, auch wenn es eine Menge große und kleinere Bilder enthält, was doch recht ungewöhnlich ist.
    Mir jedenfalls hat dieser Stil sehr gut gefallen.

    Auch Will Henry war mir sehr sympatisch, er hat es beim Doktor nicht leicht, da dieser nur für seine Arbeit lebt, Essen und Schlaf sind ihm relativ gleichgültig und so ist es an Will zu kochen, einzukaufen und zuzusehen, wie er an den benötigten Schlaf kommt.

    Warthorp selbst hat keine Ahnung von Kindern, einerseits behandelt er Will wie einen Bediensteten, schleift ihn von einer nicht kindgerechten Situation in die nächste, aber er sorgt sich auch um ihn, kann das nur nicht so recht zeigen.

    Insgesamt hat mich das Buch sehr gut unterhalten, auch wenn die bösen Menschenfresser teilweise recht altbacken daherkamen, aber darüber kann man gut hinwegsehen.
    Ich jedenfalls freue mich auf die Fortsetzung, wenn es wieder heißt:
    "Mach fix, Will Henry, aber langsam..." ;)


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