Die Schmugglerin

von Rike Feldhoff 
3,6 Sterne bei8 Bewertungen
Die Schmugglerin
Bestellen bei:

Neue Kurzmeinungen

Positiv (5):
mabuereles avatar

Spannende Geschichte, realistisch erzählt!

Kritisch (2):
Suszis avatar

Das Buch hat mich leider nicht überzeugt....

Alle 8 Bewertungen lesen

Auf der Suche nach deinem neuen Lieblingsbuch? Melde dich bei LovelyBooks an, entdecke neuen Lesestoff und aufregende Buchaktionen.

Inhaltsangabe zu "Die Schmugglerin"

Der Erste Weltkrieg ist um, doch die Zeiten bleiben hart. An der österreichischen Grenze zu Italien schmuggelt Maria, eine junge Frau, Ware über die Alpen und gewinnt dabei neues Selbstbewusstsein. Als ein Theater-Ensemble im Ort den Tourismus neu ankurbeln soll, freundet sie sich mit einer der Schauspielerinnen an. Bald überschreitet Maria nicht mehr nur als Schmugglerin Grenzen …

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783897414099
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Sonstige Buchform
Umfang:392 Seiten
Verlag:Ulrike Helmer Verlag
Erscheinungsdatum:15.04.2018

Rezensionen und Bewertungen

Neu
3,6 Sterne
Filtern:
  • 5 Sterne2
  • 4 Sterne3
  • 3 Sterne1
  • 2 Sterne2
  • 1 Stern0
  • Sortieren:
    mabuereles avatar
    mabuerelevor 2 Monaten
    Kurzmeinung: Spannende Geschichte, realistisch erzählt!
    Eine junge Frau findet ihren Weg

    „...Zu viel Vertrauen könnte ihr Verderben bedeuten, zu wenig sie womöglich um eine Freundschaft bringen...“


    Maria lebt in einem Dorf in den hohen Tauern. Der erste Weltkrieg ist gerade zu Ende. Die Folgen des Krieges spalten die Einwohner in diejenigen, die vom Krieg profitiert haben und die, die ums Überleben kämpfen. Zu Letzteren gehört Marias Familie. Ihr Bruder Hansi hat ein Bein verloren. Der Vater kämpft mit psychischen Schäden nach dem Erleben der Schlachten. Nicht immer ist er im Hier und Jetzt. Bernhard, der zweite Bruder, sitzt im Gefängnis, weil er des Schmuggels überführt wurde. Bei seiner Verhaftung ist durch die Unachtsamkeit eines der Zöllner der Stall abgebrannt. Damit ging alles Vieh verloren. Die Hilfsbereitschaft der Einwohner geht gegen Null, die Klatschsucht nicht.

    Um einen weiteren Beitrag zur Familienkasse zu leisten, soll Maria nun den Schmuggel von Bernhard fortsetzen.

    Die Autorin hat einen spannenden historischen Roman geschrieben. Die Geschichte lässt sich zügig lesen.

    Der Schriftstil ist über weite Strecken ernst und bedrückend. Das liegt ganz einfach an den gesellschaftlichen Verhältnissen. Während des Krieges hielten die Frauen das Zepter in der Hand. Nun werden sie wieder an den Kochtopf verbannt. In Marias Familie allerdings entscheidet der Vater wichtige Dinge nicht, ohne sie mit seiner Frau zu besprechen.

    Sehr deutlich wird Marias Entwicklung herausgearbeitet. Sie weiß, was ihre Arbeit für die Familie bedeutet, hat es aber satt, immer fremdbestimmt zu werden. Als der Apotheker und der Kaufmann sie für den Schmuggelauftrag nicht haben wollen, greift sie zu einer List. Nach und nach setzt sie ihren willen durch. Das ist keine lineare Entwicklung. Es gibt natürlich Rückschläge.

    Positiv auf Maria wirkt das Erscheinen der jungen Schauspielerin Loni im Dorf. Maria bewundert ihr Selbstbewusstsein. Erst im Laufe der Handlung muss sie erkennen, dass auch bei Loni nicht alles so ist, wie es scheint. Das Eingangszitat bezieht sich auf Marias innere Auseinandersetzung darüber, wie sie sich gegenüber Loni verhalten soll, denn das Kennenlernen erfolgt in einer für Maria schwierigen Situation..

    Der Herr Bürgermeister versteht es, aus allem den größten Nutzen für sich zu ziehen. Das folgende Zitat belegt sein Vorgehen:


    „...Dieser windige Brückner! Er will seine Theateraufführungen, und gleichzeitig Arbeitskräfte, die ihm kostenlos das alte Gasthaus renovieren...“


    Er hat es ebenfalls auf den Bauernhof von Marias Familie abgesehen. Menschen sind für ihn Spielfiguren nach seinem Willen.

    Ab und zu blitzt bei Maria eine sarkastische Ader auf. Das geschieht vor allem dann, wenn sie die Klatschtanten des Dorfes reden hört.

    Marias Gedanken werden kursiv in die Geschichte eingefügt.

    Das Buch hat mir sehr gut gefallen.

    Kommentare: 4
    50
    Teilen
    Suszis avatar
    Suszivor 2 Monaten
    Kurzmeinung: Das Buch hat mich leider nicht überzeugt....
    Grenzerfahrungen im wahrsten Sinne des Wortes....

    Nach dem ersten Weltkrieg versucht eine junge Bauerntochter ihrer Familie das Auskommen zu sichern, nachdem ihr einer Bruder beim Schmuggeln erwischt wurde und der andere als Krüppel aus dem Krieg heimkehrte. Als einzige Lösung bleibt ihr, zum „Mann“ zu werden und selbst zu schmuggeln. Ihre Partner im Dorf spielen ihr dabei übel mit, wohlwissend dass Maria gar keinen anderen Ausweg hat, als ihre Bedingungen zu akzeptieren. Als sich eine Theatertruppe im Dorf niederlässt, macht Maria plötzlich ihr bisher unbekannte Erfahrungen.

     

    Mein erster Eindruck nach dem Lesen dieses Buch…“mhmm“..dann muss ich alles doch erstmal sacken lassen um eine faire Beurteilung schreiben zu können.

    Es wurden für dieses Buch zwei interessante Aspekte bearbeitet, wobei mir persönlich (aufgrund meines Interesses für historische Fakten, als auch Fiktion) die Schilderung des harten Lebens in den Bergen besser gefällt. Teilweise ließ sich das Buch für meine Begriffe jedoch etwas langatmig und zäh lesen, deshalb habe ich für das Lesen auch länger gebraucht, als sonst für mich üblich.

    Das zweite Thema wird erst zum Ende des Buches deutlich, eine für die damalige Zeit mutige Entscheidung. Aber es fehlt mir dabei etwas an Farbe, an Leidenschaft.

    Meines Erachtens hätte man aus diesem Stoff mehr machen können, das Potential wäre da.

     

    Für dieses Buch würde ich deshalb keine Leseempfehlung geben – aber jeder soll natürlich sich selbst ein Bild machen.

    Kommentieren0
    2
    Teilen
    ViBres avatar
    ViBrevor 2 Monaten
    Kurzmeinung: Etwas zäh, aber ganz gut geschrieben.
    Leider nicht ganz so mein Fall...

    Inhalt (wurde übernommen):

    Der Erste Weltkrieg ist um, doch die Zeiten bleiben hart. An der österreichischen Grenze zu Italien schmuggelt Maria, eine junge Frau, Ware über die Alpen und gewinnt dabei neues Selbstbewusstsein. Als ein Theater-Ensemble im Ort den Tourismus neu ankurbeln soll, freundet sie sich mit einer der Schauspielerinnen an. Bald überschreitet Maria nicht mehr nur als Schmugglerin Grenzen …

    Meinung / Schreibstil:

    Das Buch wurde leider etwas zäh geschrieben. Teilweise waren mir die Situationen zu lange. Der Schreibstil war okay, aber nicht so mein Fall. Das Cover ist wirklich toll, weshalb ich damals auf das Buch gestoßen bin.

    Fazit:

    Leider war das Buch nicht mein Fall und kann es daher nur bedingt weiterempfehlen.

    Kommentieren0
    45
    Teilen
    Jazzys avatar
    Jazzyvor 3 Monaten
    Kurzmeinung: Ein interessantes Buch mit überraschenden Wendungen.
    Ein interessantes Buch mit überraschenden Wendungen.

    Beschreibung:


    Der Erste Weltkrieg ist um, doch die Zeiten bleiben hart. An der österreichischen Grenze zu Italien schmuggelt Maria, eine junge Frau, Ware über die Alpen und gewinnt dabei neues Selbstbewusstsein. Als ein Theater-Ensemble im Ort den Tourismus neu ankurbeln soll, freundet sie sich mit einer der Schauspielerinnen an. Bald überschreitet Maria nicht mehr nur als Schmugglerin Grenzen …

    Meine Meinung/ Fazit:

    Maria wächst in einem Dorf auf, in dem jeder den anderen kennt und weiß was bei den anderen Familien passiert. Maria ist eine zurückhaltende junge Frau und wirkt auf mich, als ob sie noch nicht so recht weiß was sie mit ihrem Leben anfangen möchte und wo genau ihr Platz ist. Jeder erwartet bestimmte Dinge von ihr, die sie ohne wenn und aber ausführt. Nach mehreren tragischen Rückschlägen und Familienproblemen, muss Maria das schmuggeln alleine weiterführen, damit ihre Familie nicht verhungern muss und ihr zu Hause verliert.
    Immer auf der Hut vor den Grenzwächtern muss Maria vieles durchstehen. Im Verlaufe des Buches entwickelt sie sich immer mehr und der Leser kann sich sehr gut in die Geschichte hineinlesen. Ich hätte auch etwas mehr Action erwartet, deshalb gibt es von mir nur 4 von 5 Sternen. Dennoch hat mich das Buch überrascht, denn Maria geht ganz bewusst ihren Weg und es gibt auf eine andere Art und Weise Spannung im Buch.
    Es kommen noch viele weitere Charaktere in der Geschichte vor, die sehr gut dargestellt werden. Jeder hat seine Rolle im Leben und wie man sein Leben selbst gestaltet und was daraus gemacht werden kann, zeigt uns Maria.
    Das Buch zeigt wie die Menschen in härteren Zeiten ums Überleben kämpfen mussten und die Frauen einen neuen Platz in der Gesellschaft fanden.
    Das Buch hat mir gut gefallen und hat mich angenehm überrascht.

    Kommentieren0
    6
    Teilen
    Lavendel3007s avatar
    Lavendel3007vor 4 Monaten
    Kurzmeinung: Eine wundervolle, mit mundart geschriebene historische Lektüre.
    Schmuggel in den Hohe Tauern

    >> Maria erhob sich mit einem Ruck. Räumte ihr Geschirr weg. "Ich bin diejenige, die für uns da draußen Kopf und Kragen riskiert. Darum bestimme ich auch, wie es gemacht wird." Ihre Eltern saßen am Tisch, als wäre der Leibhaftige gerade der Hölle entstiegen. Hannes reckte versteckt den Daumen. "Ich muss los, wenn ich den ganzen Weg zur Birnlückenhütte und zurück an einem Tag schaffen will." Sie redete wie das Oberhaupt der Familie. Vielleicht war sie es auch. Der Weg, den sie sich vorgenommen hatte, dauerte an die zwanzig Stunden. Das konnte nur jemand schaffen, der stark war. Wie sie. Maria. (S. 254) <<

    Der Erste Weltkrieg ist um, doch die Zeiten bleiben hart. An der österreichischen Grenze zu Italien schmuggelt Maria, eine junge Frau, Ware über die Alpen und gewinnt dabei neues Selbstbewusstsein. Als ein Theater-Ensemble im Ort den Tourismus neu ankurbeln soll, freundet sie sich mit einer der Schauspielerinnen an. Bald überschreitet Maria nicht mehr nur als Schmugglerin Grenzen …

    Ein historischer Roman den ich sehr gerne gelesen habe! Ja, auch wenn Maria schmuggelt sollte man hier keinen historischen "Krimi" erwarten, habe ich nicht und wurde deswegen auch nicht enttäuscht. Rike Feldhoff entführt euch nach Krimml, ein kleines Bergbauerndorf. Neben Maria lernen wir, abgesehen von dem schweizer Theateremseble, sehr viele Leute aus dem Dorf kennen. Trotz vieler Charaktere und Namen kommt ihr nicht durcheinander. Alle wurden mit viel Liebe "zum Leben" erweckt und wandeln vor eurem inneren Auge. Solltet ihr auch auf dem Land aufgewachsen sein, werdet ihr bestimmt bei der ein oder anderen Person schmunzeln und euch denken, mmh kommt mir irgendwie bekannt vor ;)

    Maria war Anfangs eine junge Frau die in die Tradition und Konvention gedrückt wurde. Den biblischen Geboten nach zu leben. Immer wurde über ihren Kopf hinwegentschieden, zum einen da sie eine Frau ist, zum anderen "nur" die Tochter und dann auch noch unverheiratet. Die Mutter wirkt recht starr und kalt, ich wollte sie manchmal schütteln, ihr Wege aufzeigen etwas weicher/liebevoller zu ihrer Tochter zu sein. Maria wird auf dem Hof nicht ernstgenommen, auch im Dorf wird sie für dumm gehalten und alle lästern über die gesamte Familie. Ihr Bruder, der Bernhard ist im Gefängnis, da man diesen beim schmuggeln erwischt hat, dem Hannes (ihr zweiter Bruder) fehlt wegen dem Krieg ein Bein und der Vater fällt immerwieder im Kopf zurück in den Krieg. Maria entwickelt sich während des lesens von schwach und zurückhaltend zu einer starken selbstbewussten Frau. Sie lehnt sich auf gegen die Konventionen und findet sich dabei selbst. Auch andere Personen erleben eine Entwicklung, auch wenn man das von dem ein oder andere nicht denken könnte. Sowohl Zwischenmenschlich als auch während der Schmuggelszenen ergeben sich ungeahnte Wendungen.

    Der Schreibstil ist lebendig und leicht. Erfrischend fand ich die Komunikation untereinander, einfach mundart.

    Fazit:
    Ein leichter historischer Roman, den ich gerne weiterempfele. Auch wenn alles Fiktion ist, kann ich mir sehr gut vorstellen, das es Frauen wie die Maria gegeben hat. Sowohl gedämpfte Spannungsmomente sind dabei als auch gefühlvolle. Das Ende ist hinreißend.

    Kommentieren0
    21
    Teilen
    S
    Sigrid1vor 4 Monaten
    Kurzmeinung: eine interessante Geschichte um eine starke Frau, die sich gegen Konventionen auflehnt und ihr eigenes selbstbestimmtes Leben will.
    ein interessante Geschichte über eine starke Frau

    Das Buch "Die Schmugglerin" hat mir sehr gut gefallen. Ich muss mich nur immer wieder daran gewöhnen, dass "Historischer Roman" ja auch in einer Zeit spielen kann, die ich ehrlich gesagt, noch nicht in diese Sparte einordne. Denn die 1918er Jahre finde ich nicht so lange zurückliegend. Aber ich habe mich auch noch nicht mit dem zeitlichen Rahmen zu dem Begriff "Historischer" Roman auseinander gesetzt. Die Handlung spielt wie gesagt, nach dem ersten Weltkrieg in einem abgelegenen Bergdorf. Die Folgen des schrecklichen Krieges haben auch hier besondere  Auswirkungen auf das Leben der Frauen. Während des Krieges mussten sie viele Aufgaben der abwesenden Männer übernehmen und konnten dabei beweisen, dass Frauen das gleiche an Arbeit bewältigen können, wie die Männer. Nach dem Krieg möchten die Männer allerdings wieder die "alte" Ordnung herstellen und die Frauen weiter unterdrücken. Aber nicht alle Frauen lassen sich das ohne Gegenwehr gefallen. So auch die junge Maria vom Voigt-Hof. Ihre Familie hat ebenfalls sehr unter dem Krieg und den Folgen der großen Not gelitten. Ihr Vater traumatisiert, ein Bruder verlor ein Bein und ein anderer kommt ins Gefängnis, als er seiner Familie ein Auskommen schaffen will.  Und aufeinmal ist Maria in der Situation, ihrer Familie ein Einkommen zu verschaffen. Allerdings lässt sie sich nicht mehr alles vorschreiben und im Laufe der Zeit wird sie immer selbstbewußter und fordert ihre Rechte ein. Ich fand die Figur der Maria bewundernswert. Sie hat sich in einer Zeit durchgesetzt, in der das sicher nicht alltäglich war. Maria begibt sich für ihre Familie in Gefahr, aber sie lässt sich nicht mehr alles sagen. Sie ist eine starke Frau und will sich ihr eigenes ,selbstbestimmtes Leben aufbauen. Dafür tut sie alles und geht damit in dieser Zeit natürlich ein großes Risiko ein. In der Geschichte geht es wieder um Freiheit, Liebe, Emanzipation und um den Wert des einzelnen Menschen. Es sind hier große und wichtige Themen verarbeitet. Der Leser wird in eine ganz andere Welt entführt, die aber eine große Aufbruchstimmung beinhaltet. Hier werden viele Weichen für die Zukunft gestellt. Die Geschichte ist sehr interessant und spannend. Man fiebert mit Maria und hofft, dass sich ihr Lebensglück bewahrheitet. Ich fühle mich bei Erzählungen von solch mutigen Frauen immer besonders angesprochen, denn wie viele Schicksale beruhen auf ähnlichen wirklichen Begebenheiten. Frauen, die sich aus ihren Fesseln befreien wollen. Kein Bevormund mehr durch Vater, Ehemann oder Bruder. Selbstständig ihr Leben entscheiden. Es ist immer wieder gut, solche Bücher zu lesen. "Die Schmugglerin" lässt sich sehr gut lesen und man verfolgt gespannt das Geschehen. Man zittert regelrecht mit. Dieses Buch finde ich sehr schön und empfehle es gerne weiter.

    Kommentieren0
    2
    Teilen
    Xoryvias avatar
    Xoryviavor 4 Monaten
    Kurzmeinung: Schöner Schreibstil, spannende Geschichte.
    Die Schmugglerin; Rieke Feldhoff

    1918: Der Erste Weltkrieg ist vorbei, doch die Zeiten bleiben hart. Im Grenzort Krimml muss Maria Voigt die Versorgung ihrer Familie übernehmen, nachdem Vater und Bruder gezeichnet aus dem Krieg zurückkehren. Die junge Frau entschließt sich, verbotene Ware über einen Alpenpass zu schmuggeln. Dafür schlüpft sie in Jacke und Hose ihres Bruders, lernt sich durchzusetzen und erlebt sich dabei völlig neu.
    Als ein Schweizer Theater-Ensemble ins Dorf kommt, werden die Fremden allseits argwöhnisch beäugt. Maria aber fühlt sich wohl unter ihnen und freundet sich mit der Schauspielerin Loni an. Diese hilft ihr bei der Verkleidung zum Mann. Doch bald überschreitet Maria nicht nur als Schmugglerin in Männerkleidern Grenzen …


    Ich muss sagen, ich habe ein bisschen was anderes erwartet, eine Geschichte, die nach dem ersten Weltkrieg spielt, die vielleicht etwas anders, realistischer(?) auf die Armut, die Entbehrungen eingeht und nicht nur die typischen Klischees eines Dorfes aufzeigt, in dem es den reichen Bürgermeister, die fiesen Tratschtanten und eine arme Bauernfamilie gibt, die alles ertragen muss.
    Dennoch ist die Geschichte, die mir hier erzählt wurde spannend und gut geschrieben. Mir gefallen die Charaktere, Maria, das arme Mädl, die sich einfach mehr wünscht vom Leben, als nur die 'Dumme' zu sein, die für alle die Arbeit erledigen und dafür auf alles verzichten muss. Die Mutter, die eher gefühlslos rüberkommt, sich aber eigentlich nur Sorgen um das Überleben der Familie macht und den Vater, der vom Krieg gezeichnet ist. Den Ferdl, der ein treuer Freund, ein ehrlicher Mensch und dennoch ein Sonderling im Dorf ist, den niemand so richtig ernst nehmen mag. Dann kommt Loni mit Ihrer Familie, einem Theaterensemble in das Dorf und bringt frischen Wind herbei. Es entsteht auf einmal ein Aufbegehren in Maria, das durch Ihre Rolle des Matteo gestärkt wird und am Ende gibt es noch die Liebe, die natürlich in dieser Zeit, in diesem Leben etwas unnatürliches, etwas von Grund auf Böses ist, was niemand erfahren darf.
    Das Schmuggeln selbst wird eher zur Nebensache, was die Geschichte nunmal begleitet, aber für mich nicht den Hauptaspekt ausmacht.

    Aber trotzdem muss ich sagen, hat mir das Buch sehr gefallen. Die Autorin hat sich sehr viel Mühe gegeben, die Charaktere aufleben zu lassen, die Sprache der Krimmler mit einzubringen und somit für mich eine gute Stimmung rübergebracht hat. Ein guter Roman, den ich weiterempfehlen kann.

    Kommentieren0
    2
    Teilen
    katikatharinenhofs avatar
    katikatharinenhofvor 5 Monaten
    Kurzmeinung: Zähflüssig, wenig Spannung, - schwankt zwischen Selbstfindungsposse und Bergbauernklischee
    Zähflüssig, wenig Spannung, - schwankt zwischen Selbstfindungsposse und Bergbauernklischee

    Endlich ist die Zeit des Ersten Weltkrieges vorbei, doch Maria fühlt sich alles andere als frei. Der Vater lebt in einer Zwischenwelt aus Wahn und Irrsinn, der Bruder ein Krüppel, ein anderer als Schmuggler verhaftet. Es bleibt Maria also nicht anderes übrig, als die Dinge selbst in die Hand zu nehmen und fortanals Schmugglerin ihr Tagwerk zu verrichten. Als dann auch noch eine Theatergruppe ins Dorf kommt, schlüpft Maria nicht nur in Männerkleider und wandelt so auf dem schmalen Grat zwischen den Grenzen, sie überritt auch Konventionen...

    Ehrlich gesagt habe ich mir hier einen abenteuerlichen Roman mit historischem Hintergrund erhofft, der mich in die Bergwelt und das harte Leben der Nachkriegsjahre nach dem Ersten Weltkrieg entführt. Zwar ist deutlich zu spüren, dass Maria aufbegehrt und sich gegen die vorgefertigte Schublade wehrt, aber es fehlt dem ganzen an einer guten Portion Spannung. Irgendwie schleicht die Geschichte so vor sich hin, es passiert nicht wirklich etwas aufregendes und die Schmuggeltouren bleiben auch mehr oder weniger blass.
    Dass Maria sich gegen alle Konventionen auflehnt und sich der lesbischen Liebe hingibt - nun ja, kann man schreiben, muss man aber auch nicht. Es fehlt hier eindeutig der Kick, ein wenig Erotik, überhaupt ein bisschen mehr Pfeffer, um die Geschichte würzig und schmackhaft zu machen.
    Es wird mit zu vielen Bergbauernklischees gearbeitet , die Zweifel und Ängste Marias verschwinden fast in einer Mischung aus Posse und bemüht herbeigeführter Dramatik, von der leider nichts zu spüren ist. Die Charaktere sind zwar vielschichtig angelegt, bleiben aber oberflächlich und reißen mich leider nicht wirklich mit. 
    Schade, die Idee ist wirklich gut - in meinen Augen aber leider nicht fesselnd genug umgesetzt, 


    Kommentieren0
    2
    Teilen

    Gespräche aus der Community zum Buch

    Neu
    UlrikeHelmerVerlags avatar

    Wir verlosen 10 Rezensionsexemplare von Rike Feldhoffs historischem Roman »Die Schmugglerin«.

    1918: Der Erste Weltkrieg ist vorbei, doch die Zeiten bleiben hart. Im Grenzort Krimml muss Maria Voigt die Versorgung ihrer Familie übernehmen, nachdem Vater und Bruder gezeichnet aus dem Krieg zurückkehren. Die junge Frau entschließt sich, verbotene Ware über einen Alpenpass zu schmuggeln. Dafür schlüpft sie in Jacke und Hose ihres Bruders, lernt sich durchzusetzen und erlebt sich dabei völlig neu.
    Als ein Schweizer Theater-Ensemble ins Dorf kommt, werden die Fremden allseits argwöhnisch beäugt. Maria aber fühlt sich wohl unter ihnen und freundet sich mit der Schauspielerin Loni an. Diese hilft ihr bei der Verkleidung zum Mann. Doch bald überschreitet Maria nicht nur als Schmugglerin in Männerkleidern Grenzen …

    Leseprobe | 358 Seiten | ISBN 978-3-89741-965-0

    Über Rike Feldhoff

    Rike Feldhoff wurde 1969 in einem Dorf in Kärnten / Österreich geboren. Von dort führte ihr Lebensweg sie über Tirol nach Hessen. Parallel zu einem Marketing-Studium begann sie zu schreiben. Inzwischen hat sie unter verschiedenen Pseudonymen mehrere Romane veröffentlicht.

    Rike Feldhoff freut sich über eure Fragen und Anmerkungen!

    So landest du im Lostopf

    Bewirb dich einfach, indem du folgende Frage beantwortest:

    Welches Buch hast du als letztes gelesen?

    Wir bitten alle Gewinner um eine zeitnahe Rezension des Buches.
    Es wäre schön, wenn ihr bereits mindestens eine Rezension auf Lovelybooks verfasst habt.
    Zwar handelt es sich um eine Buchverlosung und nicht um eine Leserunde, das soll euch aber nicht davon abhalten, euch über das Buch auszutauschen, wenn ihr Lust habt ;o)

    WICHTIG: Ihr erhaltet das Buch als eBook (ePub). Bitte nehmt also nur an der Verlosung teil, wenn ihr über einen Reader verfügt.


    Viel Glück
    Euer Ulrike Helmer Verlagsteam
    Zur Buchverlosung

    Was ist LovelyBooks?

    Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freunden und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist!

    Mehr Infos

    Buchliebe für dein Mailpostfach

    Hol dir mehr von LovelyBooks