Rindert Kromhout

 4.4 Sterne bei 36 Bewertungen
Autor von Brüder für immer, Der Kaninchenplan und weiteren Büchern.

Lebenslauf von Rindert Kromhout

Preisgekrönte Kinder- und Jugendliteratur aus den Niederlanden: Rindert Kromhout wurde 1958 in Rotterdam geboren, wo er auch aufwuchs, darunter zwischenzeitlich zwei Jahre in einem Kinderheim, bevor er als 16-Jähriger wieder ins Elternhaus zurückkehrte. In seinem Heimatland ist er als Autor unzähliger Kinder- und Bilderbücher bekannt. Seinen ursprünglichen Berufswunsch Tierarzt zu werden, gab er zugunsten der kürzeren Ausbildungszeit eines Kindergärtners auf. Als Kriegsdienstverweigerer absolvierte er den Wehrersatzdienst in einer Jugendbibliothek in Rotterdam! Während seiner Berufsjahre betätigte er sich bereits als Verfasser erster kleiner Geschichten, mit denen er bekannte holländische Kinderbuchverlage für sich gewann. Schon als 24-Jähriger konnte sich Rindert Kromhout dank seiner anhaltenden Produktivität als hauptberuflicher Autor bezeichnen. Rund ein Dutzend seiner Buchpublikationen für Kinder und Jugendliche, die heute in vielen Sprachen als Übersetzungen vorliegen, wurden mit Preisen ausgezeichnet, darunter einige Bände seiner erfolgreichen Buchreihe um den „Kleinen Esel“. Mit dem Roman „Brüder für immer“ gelang ihm 2016 hierzulande der Durchbruch bei einer erwachsenen Leserschaft. Unter dem Originaltitel „Soldaten huilen niet“ hatte Rindert Kromhout den Erzählstoff über das reale Schicksal der Kinder von Virginia Wolf und der Künstlerin Vanessa Bell 2010 als Jugendbuch veröffentlicht und dafür den renommierten Thea-Beckmann-Preis erhalten. Seit 2007 lebt der Autor in Weesp, einem Vorort von Amsterdam.

Neue Bücher

Der kleine Esel und sein Geschenk für Jaki

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Neu erschienen am 12.09.2018 als Hardcover bei Carl-Auer Verlag GmbH. Es ist der 3. Band der Reihe "Der kleine Esel".

Brüder für immer

 (32)
Neu erschienen am 20.08.2018 als Taschenbuch bei mixtvision.

Anders als wir

 (1)
Neu erschienen am 20.08.2018 als Taschenbuch bei mixtvision.

Alle Bücher von Rindert Kromhout

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Brüder für immer

Brüder für immer

 (32)
Erschienen am 20.08.2018
Ein großer Esel

Ein großer Esel

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Erschienen am 01.08.2001
Anders als wir

Anders als wir

 (1)
Erschienen am 20.08.2018
Der kleine Esel und sein Geschenk für Jaki

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 (1)
Erschienen am 12.09.2018
Was steht denn da?

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Erschienen am 01.08.2004
Der kleine Esel und die Babysitterin

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Erschienen am 01.08.2003
Der kleine Esel und sein Papa

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Erschienen am 01.07.2005

Neue Rezensionen zu Rindert Kromhout

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Rezension zu "Anders als wir" von Rindert Kromhout

Rezension zu "Anders als wir" von Rindert Kromhout
kathrineverdeenvor einem Monat

„Manchmal genügt es, wenn uns etwas verzaubert oder fasziniert oder notfalls auch irritiert, ohne dass wir genau wissen, warum.“ Seite 144


Ich weiß genau, was mich an dem Buch „Anders als wir“ von Rindert Kromhout fasziniert und verzaubert hat. Es in Worte zu fassen ist jedoch nicht so einfach. Hätte ich das Talent Quentin Bells, der schon in jungen Jahren mit dem Schreiben begonnen hat, wäre das sicher kein Problem. Ihm scheint es quasi mit in die Wiege gelegt worden zu sein. Denn er stammt aus einer Familie, die zur Bloomsbury Group gehört und ist täglich von Künstlern, Wissenschaftlern und Intellektuellen umgeben. Doch die Geschichte, die ich euch ans Herz legen möchte, dreht sich hauptsächlich um Quentins Schwester Angelica. Quentin spielt allerdings auch eine große Rolle, denn er ist es, der diese Geschichte für seine Schwester und für uns zu Papier bringt.

Aus Quentins Betrachtungsweise lernen wir das Leben und das Leid von Angelica kennen. Diese wächst genau wie er in einer Welt voller Kunst und Kultur auf. Angelica genießt alle Freiheiten, die für ein Mädchen in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts nicht selbstverständlich ist. Aber das Leben als Tochter der Malerin Vanessa Bell und der Nichte von der Autorin Virginia Wolf ist eben nicht mit anderen zu vergleichen. Und dennoch sehnt Angelica sich nach etwas ganz anderem. Denn Freiheit kann auch sehr bedrückend sein.

Der Preis der Freiheit
Was mich am meisten an dieser Geschichte fasziniert hat, ist womöglich genau das, was Angelica gestört hat: die Lebensweise der Familie Bell und ihrer Freunde. Während man andernorts schon tief in Kriegsgedanken verstrickt war, lebten sie ihr ungewöhnliches – für mich sehr aufregendes – englisches Landleben. Ebenso fasziniert war ich von der literarischen Hauptfigur Angelica, die einen hohen Preis für ihre fast ungeliebte Freiheit bezahlt. Es scheint so, als würden alle um sie herum an ihr vorbei leben – alle sind mit sich selbst und ihren Talenten beschäftigt. Und Angelica vereinsamt in ihrer Freiheit und sehnt sich nach Normalität.

In „Anders als wir“ dominiert eine ganz besondere Atmosphäre, die man nur schwer beschreiben kann. Man spürt buchstäblich, wie schwer die Freiheit auf den Schultern von Angelica lastet. Aber nicht nur das. Wir Leser erleben, was geschieht, wenn man Gefühle nicht ausspricht und wenn man Geheimnisse einfach still vor sich herträgt.

Bevor ich mit dem Lesen von Angelicas bewegender Geschichte begann, hatte ich keine Ahnung, was mich erwartete. Ich hatte keine Ahnung davon, dass der Autor Rindert Kromhout bereits ein Buch – „Brüder für immer“ – über die Brüder Quentin und Julian Bell geschrieben hatte und nun der kleinen Schwester eine Geschichte gewidmet hat. Überrascht war ich auch, wie viele berühmte Persönlichkeiten mir in diesem Buch begegnet sind.

Dass „Anders als wir“ von Rindert Kromhout ein Buch für Jedermann ist, bezweifle ich. Es ist ein Buch für Leser, die eine Vorliebe für besondere Lebensgeschichten hegen und sich gerne mit interessanten Menschen umgeben, die vieles zu erzählen haben. Mich persönlich hat dieses Buch sehr neugierig auf die Menschen gemacht, die der Bloomsbury Group angehörten. Die Geschichte „Brüder für immer“ wandert direkt auf meine Leseliste.

https://kathrineverdeen.de/

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L

Rezension zu "Brüder für immer" von Rindert Kromhout

inspirierend und unterhaltsam
Luise_4vor einem Jahr



"Brüder für immer" von Rinder Komhout handelt von einer ungewöhnlichen Kindheit in einer Familie die sehr fortschrittlich für die Zeit ist und aber immer noch als wunderlich gelten würde. Der Roman spielt von 1925 bis 1937 südlich von London. Er handelt in erster Linie von den beiden Brüdern Quentin und Julian, die eine unbeschwerte Kindheit haben und mit der Alter auf Grund von verschiedenen Interessen immer mehr auseinander leben. Aber es handelt auch von der Familie und deren Dynamik. Den Eltern Vanessa und Clive die getrennt leben, sich aber lieben und auch noch verheiratet sind. Von Duncan, der mit der Mutter und seinem festen Freund David zusammen lebt. Und Angelica, die kleine Schwester der beiden Brüder. Außerdem gibt es Vanessas Schwester Virginia mit ihrem Mann. Virginia ist Autorin und für Quentin ein großes Vorbild und seine Mentorin. Diese Familie führt ein Leben wie es ihnen gefällt und was sie selbst am glücklichsten macht. Ich fand es gleichsam inspirierend und unterhaltsam von dem Familienleben zu leben. Da das Buch in der Ich-Perspektive von Quentin geschrieben wurde, kommt wie ich finde sehr gut seine bisweilen sehr große Naivität hervor, aber auch seine Neugierde. Es wird sehr gut festgehalten, wie ein Kind über Dinge aller Art denken würde, besonders am Anfang des Buches, wo Quentin noch sehr jung ist. Obwohl der Roman keinen klaren Spannungsbogen hat, war ich immer gefesselt und nie gelangweilt.
Mich hat das Buch inspiriert vielleicht ein bisschen von der Mentalität der Protagonisten selber in mein Leben einzubauen und auch mal was verrücktes zu machen, wenn ich glaube, dass es das Beste ist. 

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mona_lisas_laechelns avatar

Rezension zu "Brüder für immer" von Rindert Kromhout

Gelungene Darstellung der Bloomsbury Group
mona_lisas_laechelnvor 2 Jahren

Quentin wächst mit seinem Bruder Julian und seiner kleinen Schwester Angelica wohl behütet im Kreise der Künstlerfamilie rund um seine Mutter Vanessa Bell und der Schriftstellerin Virginia Woolf auf. Auch er selbst möchte einmal Schriftsteller werden und das Buch erzählt über das Leben und die Welt der 1920er und 1930er Jahre aus Quentins Sichtweise. Ich habe von der Bloomsbury Group bisher noch nichts gehört und fand die Schilderungen und Hintergründe rund um die Gruppe sehr interessant, vor allem aus Quentins Blickwinkel, der die Dinge aus heranwachsender Sicht vielleicht nicht immer sofort verstanden hat und nach und nach verarbeitet hat. Zu Beginn konnte mich das Buch zunächst noch nicht fesseln, es plätscherte so dahin, mir fehlte aber der rote Faden und die Kindheitsgeschichten fand ich zunächst nicht ansprechend, weshalb ich mich zum weiterlesen ein wenig zwingen musste. Je älter Quentin und sein Bruder Julian wurden, desto mehr begannen sie das damalige Zeitgeschehen und ihre Lebenssituation inmitten der Künstler zu verarbeiten und das Buch wurde im Laufe der Lektüre spannender für mich. Die Veränderungen in Quentins Gedankengängen fand ich hier sehr gelungen. Für ein Kinder- oder Jugendbuch fand ich die Geschichte schon fast etwas zu ernst. Vier Sterne vergebe ich aber auf jeden Fall für die gut recherchierten und präsentierten historischen Hintergründe und die gelungene Darstellung der Bloomsbury Group und ihrer Zeit.

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