Brüder für immer

von Rindert Kromhout 
4,4 Sterne bei32 Bewertungen
Brüder für immer
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Mich hat das Buch inspiriert vielleicht ein bisschen von der Mentalität der Protagonisten selber in mein Leben einzubauen und auch mal was v

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Für die eigentliche Zielguppe meiner Meinung nach nicht geeignet kann der Roman durchaus historisch interessierte Leser begeistern.

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Inhaltsangabe zu "Brüder für immer"

„Wenn ich vor dir sterbe“, sagte ich, „werde ich ein Buch über dich schreiben.“ „Wenn ich vor dir sterbe“, sagte Julian, „dann habe ich keinen Bruder mehr.“ Quentins Buch hält der Leser in den Händen. Er schreibt über die Kindheit mit seinem Bruder Julian, bis dieser in den Spanischen Bürgerkrieg zieht. Vom englischen Landleben der zwanziger und dreißiger Jahre, den Künstlern, die in ihrem Haus ein und aus gehen und von einem schrecklichen Geheimnis, das ans Licht kommt und alles verändert. Brüder für Immer beruht auf wahren Begebenheiten und realen Personen. Quentin, Julian und ihre kleine Schwester Angelica waren die Kinder der Malerin Vanessa Bell. Vanessa und ihre Schwester Virginia Woolf waren zentrale Figuren der sogenannten Bloomsbury Group, einer bunten Gemeinschaft von Künstlern, die Anfang des vorigen Jahrhunderts in England wohnten und wirkten.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783958541283
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:300 Seiten
Verlag:mixtvision
Erscheinungsdatum:20.08.2018

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    Luise_4vor einem Jahr
    Kurzmeinung: Mich hat das Buch inspiriert vielleicht ein bisschen von der Mentalität der Protagonisten selber in mein Leben einzubauen und auch mal was v
    inspirierend und unterhaltsam



    "Brüder für immer" von Rinder Komhout handelt von einer ungewöhnlichen Kindheit in einer Familie die sehr fortschrittlich für die Zeit ist und aber immer noch als wunderlich gelten würde. Der Roman spielt von 1925 bis 1937 südlich von London. Er handelt in erster Linie von den beiden Brüdern Quentin und Julian, die eine unbeschwerte Kindheit haben und mit der Alter auf Grund von verschiedenen Interessen immer mehr auseinander leben. Aber es handelt auch von der Familie und deren Dynamik. Den Eltern Vanessa und Clive die getrennt leben, sich aber lieben und auch noch verheiratet sind. Von Duncan, der mit der Mutter und seinem festen Freund David zusammen lebt. Und Angelica, die kleine Schwester der beiden Brüder. Außerdem gibt es Vanessas Schwester Virginia mit ihrem Mann. Virginia ist Autorin und für Quentin ein großes Vorbild und seine Mentorin. Diese Familie führt ein Leben wie es ihnen gefällt und was sie selbst am glücklichsten macht. Ich fand es gleichsam inspirierend und unterhaltsam von dem Familienleben zu leben. Da das Buch in der Ich-Perspektive von Quentin geschrieben wurde, kommt wie ich finde sehr gut seine bisweilen sehr große Naivität hervor, aber auch seine Neugierde. Es wird sehr gut festgehalten, wie ein Kind über Dinge aller Art denken würde, besonders am Anfang des Buches, wo Quentin noch sehr jung ist. Obwohl der Roman keinen klaren Spannungsbogen hat, war ich immer gefesselt und nie gelangweilt.
    Mich hat das Buch inspiriert vielleicht ein bisschen von der Mentalität der Protagonisten selber in mein Leben einzubauen und auch mal was verrücktes zu machen, wenn ich glaube, dass es das Beste ist. 

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    mona_lisas_laechelns avatar
    mona_lisas_laechelnvor 2 Jahren
    Gelungene Darstellung der Bloomsbury Group

    Quentin wächst mit seinem Bruder Julian und seiner kleinen Schwester Angelica wohl behütet im Kreise der Künstlerfamilie rund um seine Mutter Vanessa Bell und der Schriftstellerin Virginia Woolf auf. Auch er selbst möchte einmal Schriftsteller werden und das Buch erzählt über das Leben und die Welt der 1920er und 1930er Jahre aus Quentins Sichtweise. Ich habe von der Bloomsbury Group bisher noch nichts gehört und fand die Schilderungen und Hintergründe rund um die Gruppe sehr interessant, vor allem aus Quentins Blickwinkel, der die Dinge aus heranwachsender Sicht vielleicht nicht immer sofort verstanden hat und nach und nach verarbeitet hat. Zu Beginn konnte mich das Buch zunächst noch nicht fesseln, es plätscherte so dahin, mir fehlte aber der rote Faden und die Kindheitsgeschichten fand ich zunächst nicht ansprechend, weshalb ich mich zum weiterlesen ein wenig zwingen musste. Je älter Quentin und sein Bruder Julian wurden, desto mehr begannen sie das damalige Zeitgeschehen und ihre Lebenssituation inmitten der Künstler zu verarbeiten und das Buch wurde im Laufe der Lektüre spannender für mich. Die Veränderungen in Quentins Gedankengängen fand ich hier sehr gelungen. Für ein Kinder- oder Jugendbuch fand ich die Geschichte schon fast etwas zu ernst. Vier Sterne vergebe ich aber auf jeden Fall für die gut recherchierten und präsentierten historischen Hintergründe und die gelungene Darstellung der Bloomsbury Group und ihrer Zeit.

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    Aspasias avatar
    Aspasiavor 2 Jahren
    Wenn Heldenbilder Risse kriegen...

    Ich bin ein Fan der legendären Bloomsbury Group, jener Truppe von vielseitig begabten Malern, Kunstkritikern, Verlegern, Schriftstellern und Wissenschaftlern um die Schwestern Virginia und Vanessa Stephen, ihren Ehemännern, Liebhabern, Freundinnen und Freunden, die Anfang des 20. Jh. zusammen arbeiteten, feierten, liebten und stritten. Die für diese Freiheit ganz sie selbst sein zu dürfen kämpften, einen Kampf, der ihnen wichtig war als Künstler und Mensch. Ihr Einfluss auf die Bildende Kunst, die Literatur und die Gesellschaft in England und darüber hinaus ist beispielhaft. Sie sind wegweisend für viele Künstlergenerationen nach ihnen.

    Dieser Jugendroman des preisgekrönten niederländischen Schriftstellers Rindert Kromhout will einen Einblick geben in die Welt dieser verschworenen Künstlergemeinschaft, deren Ansichten, Wertevorstellungen und Lebensformen von denen ihrer Zeitgenossen abwichen und die Stolz auf ihr Anderssein waren.

    Kromhout erzählt die Geschichte der Familie Bell aus der Perspektive des jüngsten Sohnes der Malerin Vanessa Bell und ihres von ihr in Freundschaft getrennt lebenden Ehemann es und Verlegers Clive. Quentin, schon als Kind ein ambitionierter Autor und Chronist seines Umfelds, heute als renommierter Kunsthistoriker, Kritiker, Autor und als „der Virginia Wolfs Biograph“ anerkannt, hat mit 17 Jahren seinem idealistischen, älteren Bruder Julian kurz vor dessen freiwilligen Eintritt in den Spanischen Bürgerkrieg versprochen, sollte er dort sterben, ein Buch über ihn zu schreiben. Dieses fiktionale, literarische Denkmal für den geliebten Bruder und besten Freund ist der vorliegende Jugendroman.

    Der zum Abschied geschworene und Titel gebende Ausspruch „Brüder für immer“ erzählt das Leben der Familie in Charleston Farmhouse. In dieses malerische, aber komfortlose Landhaus in der Grafschaft Sussex sind die Brüder und ihre jüngere Schwester, Angelika, mit ihrer Mutter und Duncan Grant, einem homosexuellen Malerkollegen, gezogen, als Quentin 6 Jahre alt war. Der Ort befindet sich nur wenige Kilometer von Monk’s House, in dem Tante Virginia Wolf, eine heute weltbekannte Schriftstellerin der klassischen Moderne, mit ihrem Mann, Leonard, lebt. Mit ihm zusammen führt sie den Hogarth Press Verlag, der ihre und Bücher von Freunden wie E.M. Forster verlegt, deren Bucheinbände wiederum von Vanessa gestaltet werden.

    Quentin erzählt rückblickend von den 12 Jahren, die er als Bewohner in dieser doch sehr eigenen Welt, in der die Kinder zum kritischen Denken und künstlerischer Entfaltung ermutigt werden, in der der Papa in London lebt und mit seinen Freundinnen zu ihnen zum Essen kommt, in der die Erwachsenen und Kinder gemeinsam stundenlang Theater spielen und Männer Männer lieben, gelebt hat.

    Er erkennt mit zunehmenden Alter, dass seine „erweiterte“ Familie anders ist als die der anderen, und dass sie es der Welt außerhalb auch nicht unbedingt einfach macht sie zu verstehen. Er begreift, dass das Paradies seiner Kindheit, auch eine Art Kokon war. Als die in der Ferne heraufziehenden politischen Veränderungen in Europa in seine Welt eindringen und seine familiäre Helden auch nur Fehler behaftete Menschen sind, die ihren eigenen Ansprüchen nicht immer gerecht werden können, erkennt er, dass zum Erwachsenwerden auch Veränderung, ob gewollt oder ungewollt, gehören, und dass die nie ganz schmerzfrei sind.

    Ich finde Kromhout gelingt es gut den jugendlichen Leser an Quentins persönlicher Entwicklung teilhaben zu lassen, durch seine Augen einen Blick auf sein bohemienhaftes, künstlerisches und freigeistiges Umfeld zu werfen, die Ideale vertraten, die heute immer noch aktuell sind. Bemerkenswert finde ich die altersgerechte Darstellung der Zusammenhänge der politischen Veränderungen in Europa.

    Mir persönlich fehlen aber Informationen zur Besonderheit des künstlerischen Schaffens der Gruppe. Den erläuternden Anhang finde ich unbefriedigend, wenn er denn Interesse an den historischen Personen wecken soll, hätte ich gerne mindestens Kurzbiographien gelesen. Außerdem hätte ich mir noch etwas Bild- und Kartenmaterial gewünscht. Zu guter Letzt frage ich mich und vielleicht auch der ein oder andere jugendliche Google-Nutzer, trotz zugestandener literarischer Freiheit des Autors, warum gerade Julians schriftstellerische Leistung, keine Erwähnung findet.


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    Susen-Gudruns avatar
    Susen-Gudrunvor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Für die eigentliche Zielguppe meiner Meinung nach nicht geeignet kann der Roman durchaus historisch interessierte Leser begeistern.
    Brüder für immer

    Quentin und Julian sind Brüder. Und als Julian in den Spanischen Krieg zeiht, versprechen sich die beiden Brüder, dass der der länger leben sollte, ein Buch über seinen Bruder schreiben soll. Als Julian stirbt, hält Quentin sein Versprechen und schreibt ein Buch über Julian, sich selber und die restliche Familie. Es ist eine verworrene Geschichte, über die Künstlerin und Mutter Vanessa , ihren homosexuellen Freund Duncan und noch einige mehr. Was eigentlich eine interessante Geschichte sein könnte, wird leider teilweise extrem langatmig und emotionslos erzählt und konnte mich nicht so recht begeistern und die einzelnen Figuren wurden so für mich nicht lebendig. Daher kann ich mir auch nicht vorstellen, dass die eigentliche Zielgruppe, nämlich Jugendliche, ihre Freude an dem Buch haben. Wer sich allerdings mit den historischen Figuren auskennt und geschichtlich interessiert ist, dem könnte der Roman durchaus gefallen, auch wenn er nicht zur Zielgruppe gehört. Von mir eine eingeschränkte Leseempfehlung.

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    Schnuck59vor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Interessante Welt rund um die Bloomsbury Group
    "Denkt immer darüber nach, was ihr selbst wollt und meint."

    In „Brüder für immer“ schreibt Rindert Kromhout eine Geschichte über die Neffen Quentin und Julian von Virginia Woolf und deren Kindheit im Umfeld der Bloomsbury Group.

    Rindert Kromhout wurde 10958 in Rotterdam geboren, lebt und schreibt jetzt in Amsterdam. Er hat über hundert Bücher in vielen Genres veröffentlicht, die in viele Sprachen übersetzt wurden und gewann zahlreiche Preise. Ein Besuch von Monk‘s House und von Charleston hat den Autor verzaubert. Er wollte die Geschichten über die spannenden Bewohner mit ihrer besonderen Art zu leben schreiben. Das Buch sollte keine Biografie werden, sondern eine Geschichte mit wahren und ausgedachten Ereignissen und Gesprächen deren Welt skizzieren.

    Das Buch ist aus der Perspektive von Quentin geschrieben. Er hat seinem älteren Bruder versprochen ein Buch über ihn zu schreiben wenn dieser stirbt. Deren unbeschwerte Kindheit, ihre Verbundenheit, das Lebensgefühl dieser besonderen Familie und die interessante Welt rund um die Bloomsbury Group werden lebendig und liebevoll beschrieben. Die Atmosphäre im Landhaus Charleston mit dem ungewöhnlichen und freien Lebensstil der Familie Bell gibt einen guten Einblick über das Leben der Künstlerfamilie in den zwanziger und dreißiger Jahren. Der Schreibstil ist detailreich und verbindet reale Personen mit fiktiven Geschichten. Es geht um Kunst, Kreativität, erste Liebe, Familie, Freundschaft, Philosophie und Politik. Der Leser erfährt viel über die Gedanken und Gefühle von Quentin, kann in seine Welt eintauschen. Die Hauptcharaktere sind gut ausgearbeitet. Viele Nebencharaktere rund um den Kreis der Bloomsbury Group werden erwähnt und machten mich neugierig darauf mehr von ihnen und ihrer progressiven und damals neuartigen Lebensart zu erfahren.

    Das Buch ist als ein Jugendbuch zwischen 12 und 15 angegeben. Für mich ist es eher ein Buch für Erwachsene, bei dem im Klappentext die Verbindung zur Bloomsbury Group erwähnt werden sollte. 

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    Tiffi20001s avatar
    Tiffi20001vor 2 Jahren
    Brüder für immer – realitätsbezogene Geschichte, deren Umsetzung mich nicht vollkommen überzeugt

    Klappentext:

    Julian und Quentin sind Brüder, aber auch beste Freunde. Als Julian in den Krieg zieht, verspricht Quentin ihm: Wenn du stirbst, dann schreibe ich ein Buch über dich. Dieses Buch hält der Leser in den Händen.
    Quentin schreibt über die zwölf Jahre, die bis zu Julians Tod vergehen, über seine berühmte Mutter Vanessa Bell und deren Schwester, Virginia Woolf.
    Es ist eine unbeschwerte Kindheit in einer freigeistigen Umgebung. Bis eine Lüge ans Licht kommt, die alles verändert.

    Buchgestaltung:

    Das Cover zeigt neben dem Titel „Brüder für immer“ das Foto zweier Jugendlicher vor einem Feld und ist überwiegend in Sepia-Tönen gehalten worden.
    Das Cover gefällt mir persönlich sehr gut, da ich zum einen die Farbgestaltung sehr gelungen finde. Die Sepia-Töne sind ungewöhnlich und fallen gerade deswegen sofort ins Auge, was ich gut finde. Auch das Foto macht sofort neugierig und vermittelt beim Betrachten des Covers gleich eine bestimmte Atmosphäre. Ich mag es persönlich immer sehr gerne, wenn man auf Buchcovern die Charaktere des Buches kennenlernt, was ich auch hier gelungen finde. Zudem gefällt mir auch, dass dabei eine Rückansicht der beiden Jugendlichen gewählt wurde.
    Der Titel hat mich ebenfalls sofort angesprochen und auch die gelbe Schriftfarbe passt gut, da dadurch ein gelungener Kontrast zum Hintergrund entsteht, sodass das Buch sofort Interesse weckt.
    Der Klappentext ist ebenfalls interessant geschildert, sodass ich neugierig auf das Buch geworden bin. Auch die Länge des Textes finde ich sehr passend und angenehm.
    Insgesamt gesehen eine sehr gelungene Buchgestaltung, die zum Lesen des Buch animiert. Leider muss ich aber auch sagen, dass ich aufgrund dieser Buchgestaltung mit etwas falschen Erwartungen an das Buch gegangen bin.

    Eigene Meinung:

    Das Cover hat mich sehr neugierig gemacht, sodass ich auch auf die Geschichte gespannt war. Leider muss ich aber sagen, dass mich das Buch nicht vollkommen überzeugen konnte.
    Der Einstieg in das Buch ist mir leider nicht so gut gelungen, da ich den Beginn relativ zäh fand, aber auch im Anschluss konnte mich die Handlung leider nicht wirklich fesseln. Die Grundthematik an sich hätte mich jedoch sehr interessiert und ich habe darauf gehofft, eine spannende und emotionale Geschichte zu lesen, zumal das Buch ja anscheinend von wirklichen Personen handelt und ich solche Geschichten sehr gerne lese. Leider wurde aber für mich vor allem das Thema des Krieges nicht genügend ausgeschöpft und anstatt dessen wurden meiner Meinung nach überwiegend nur Nebensächlichkeiten in Form von episodischen Geschichten erzählt, bei denen mir aber insgesamt der rote Faden gefehlt hat. Ich muss aber auch dazu sagen, dass ich aufgrund der Aufmachung des Buches eine völlig andere Handlung erwartet hatte, sodass ich denke, dass das Buch bei einer anderen Erwartungshaltung auf jeden Fall Freude beim Lesen machen kann.
    Die Figuren des Buches waren mir persönlich dann leider auch relativ unsympathisch und ich konnte mich nicht in sie hineinversetzen, was das Lesen des Buches für mich schwierig gemacht hat. Ich hätte mir gewünscht, dass die Charaktere besser ausgearbeitet worden wären und ich dadurch einen stärkeren Bezug zu ihnen hätte aufbauen können. Dennoch finde ich generell interessant, dass es sich bei einem Teil der Figuren um wahre Personen handelt und gut gefallen an ihnen hat mir auch, dass die ganze Familie sehr künstlerisch begabt ist. Zudem sind auch einige der Ortschaften des Buches real, was ich bei Büchern immer sehr spannend finde.
    Die Sprache des Buches konnte mich leider nicht wirklich überzeugen, da ich sie zum Teil etwa langatmig fand und bei mir persönlich dadurch kein wirklicher Lesefluss aufgekommen ist.

    Fazit:

    Ein Buch mit einer interessanten Grundgeschichte über real existierende Figuren, das mich jedoch leider in der Umsetzung nicht vollkommen überzeugen konnte. Dennoch kann ich es für Interessierte der Kunstszene und episodischen Familiengeschichten empfehlen.

    Autor:

    Rindert Kromhout, geboren 1958 in Rotterdam, veröffentlichte seine erste Geschichte im Alter von 19 Jahren in einem Kindermagazin. Bis heute sind von ihm über hundert Bücher in vielen Genres erschienen. Kromhouts Bücher sind in viele Sprachen übersetzt worden und gewannen zahlreiche Preise. Der Autor lebt und schreibt in Amsterdam.

    Allgemeine Infos:

    Titel: Brüder für immer
    Autor: Rindert Kromhout
    Verlag: mixtvision
    Seitenzahl: 256
    Preis: 14,90 EUR
    ISBN: 978-3958540682

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    HikoWbs avatar
    HikoWbvor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Obwohl ein Jugendroman könnte jeder, der sich historisch interessiert, gefallen an dem Roman finden.
    Brüder für immer

    " Wenn du vor mir stirbst (...), schreibe ich ein Buch über dich" (Seite 5). Mit diesem Satz beginnt sozusagen der Roman Brüder für immer von Rindert Kromhout. Und mit diesem Satz ist auch gleich klar, dass Julian tot ist und Quentin, sein Bruder, ein Versprechen eingelöst hat.

    Und so erzählt der jugendliche Quentin, der mit seiner Mutter, der Künstlerin Vanessa Bell, deren homosexuellem Freund Duncan Grant und seinen Geschwistern Angelica und Julian zusammen lebt,  seine interessante Familiengeschichte. Leider teilweise in sehr langatmigen Passagen und emotional nicht ansprechend. Und so kann ich kann mir nicht vorstellen, dass die eigentliche Leser-Zielgruppe, nämlich Jugendliche ab 12 Jahren, tatsächlich Freude an diesem Roman hat, und mit den eigentlich historischen Figuren und ihren biographischen Fakten klar kommt. Darum leider nur eine eingeschränkte Leseempfehlung von mir, was die eigentliche Zielgruppe betrifft. Wer allerdings historisch interessiert ist, könnte unabhängig vom Alter, Gefallen an dem Roman finden.

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    J
    jolene013vor 2 Jahren
    Spektakuläres Buch


              Julian und Quentin sind aller beste Freunde. Ihre Freundschaft beschütz sie in den schweren Zeiten in dem die beiden Leben. Den es herrscht Krieg    und    die beiden geben sich ein   Versprechen: wenn der andere in der Krieg muss und dort stirbt wird der Überlebende ein Buch über      seinen    besten Freund schreiben.                                                                                                                                                                                   Dieses buch hält der Leser in der Hand. Denn Julian stirbt und sein bester Freund hält selbstverständlich sein Versprechen. 
    Quentin schreibt über die zwölf Jahre , die bis zu Julians Tod vergehen.   
            

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    Murksyvor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Wunderbares Buch
    Wunderbare Erzählkunst

              Vorneweg: man merkt dem Autor seine große Erfahrung und Übung im Erzählen an. Das Buch ist durchweg schlüssig unterhaltsam und herrlich geschrieben. Man ist sofort in der Welt zu Kriegszeiten gefangen, erlebt das scheinbar sorgenfreie Aufwachsen der beiden Jungen, die sich mit Alltagsproblemen genauso herumschlagen müssen, wie mit der großen Weltpolitik, die bald ihr aller Leben verändern wird. Der teilweise biografische Roman um die skurrile Verwandtschaft der berühmten Schriftstellerin Virginia Woolf läßt einen nicht los, fasziniert mit lebhaften Charakteren, als auch einer poetischen Erzählung, die so leicht daher kommt, wie ein warmer Windhauch im Süden Englands. Als dann die scheinbar heile Welt der freidenkenden Familie durch eine Lüge entzaubert wird, leidet man mit den Jungen mit und kann den Schmerz buchstäblich greifen. So muss große Literatur sein!
           

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    Fiordilattes avatar
    Fiordilattevor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Sehr einfühlsam und nicht "nur" ein Jugendbuch!
    Vermischung von Historie und Fiktion

    England in der Zeit zwischen den beiden Weltkriegen: In einem abgelegenen Landhaus in Sussex wachsen drei Geschwister in einer behüteten, wenn auch ungewöhnlichen Umgebung auf. Ihre Familie ist "anders". Es handelt sich dabei um Künstler. Maler. Schriftsteller. Intellektuelle. Eine klassische Familienstruktur mit Vater-Mutter-Kind ist Ihnen fremd, Homosexualität ist kein Tabu. 
    Der niederländische Autor, Rindert Kromhout, vermischt gekonnt Historie mit Fiktion, denn er berichtet über Künstler, die es wirklich gegeben hat. Die Geschichte dieser seltsamen Familie wird von einem ihrer Kinder, Quentin, über mehrere Jahre und aus seiner Perspektive erzählt. Besonders wichtig ist ihm das Verhältnis zu seinem Bruder Julian. Dabei erfährt der Leser bereits auf der ersten Seite, wie die Geschichte ausgehen wird. "Wenn du vor mir stirbst", sagte ich, "schreibe ich ein Buch über dich." 
    Besonders überzeugend ist Kromhouts Einfühlsamkeit: Er passt die Sprache des Buchs an das Alter seines Erzählers an und glänzt zwischendrin immer wieder mit Anregungen in der Erziehung der Brüder, die nicht nur die Protagonisten zum Nachdenken auffordern. Dabei werden wesentliche Dinge wie die Suche nach dem Sinn des eigenen Lebens, das skeptische Hinterfragen von Gegebenheiten und der fragile Zusammenhalt einer noch so gefestigten Familie thematisiert. 
    "Brüder für immer" ist nicht nur ein Jugendbuch. Es ist traurig, unterhaltsam, lehrreich und kurzweilig zugleich.

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