Rinus Spruit Der Strom, der uns trägt

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Inhaltsangabe zu „Der Strom, der uns trägt“ von Rinus Spruit

»Was für ein schönes Buch! Ein großartiges Monument für einen Vater.« Maarten 't Hart Der alte Reetdachdecker erzählt - sein Sohn schreibt auf: Rinus Spruit hat in seinem berührenden kleinen Buch eine untergegangene Welt eingefangen. Die Erinnerungen seines Vaters Jan, Sohn eines zeeländischen Reetdachdeckers, an seine Kindheit und Jugend in den 1920er und 1930er Jahren verknüpft er mit seinen eigenen Erinnerungen an das Altern und den Tod seiner Großeltern und seines Vaters.

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  • Rezension zu "Der Strom, der uns trägt" von Rinus Spruit

    Der Strom, der uns trägt

    WinfriedStanzick

    21. March 2012 um 09:45

    Eines Tages, als er selbst in einer persönlichen und beruflichen Krise steckt, beginnt der Autor des vorliegenden Buches, Rinus Spruit, seinen alten Vater nach dessen Leben zu fragen, weil er spürt, dass die Suche nach seinen Wurzeln ihn in seiner existentiellen Krise stützen und reifen lassen kann. Und er schreibt nach dem Tod des Vaters, unterstützt durch dessen Tagebücher, die er von der Muter erhält, die Geschichte einer Familie auf, die seit Generationen das Handwerk der Reetdachdecker ausübt. Es ist eine Lebensgeschichte voller Genügsamkeit und Hingabe an das von den Vätern erlernte Handwerk, das der Vater bis in seine hohen Jahre ausübt, denn er kann keinem den Wunsch nach Hilfe abschlagen. Stück für Stück fügt Rinus, der Sohn, die einzelnen Stücke des Lebens seines Vaters zusammen, ein Leben, das glücklich war, obwohl es keine soziale Sicherung gab und keine Wahlmöglichkeiten, wie sie heute jeder für selbstverständlich zu halten gelernt hat. Herausgekommen ist nicht nur ein sprachlich anmutiges und zartes Porträt eines Vaters, das dem Sohn Kraft und Orientierung gibt für sein eigenes, nicht gerade leichtes Leben, sondern es wird eine längst vergangene Zeit wieder lebendig und Menschen, deren Leben erfüllt war, obwohl sie wenig besaßen. Kurze Texte sind es oft nur, Beobachtungen, Epigramme, die sich zu einem von Mirjam Pressler feinfühlig übersetzten Büchlein fügen, das ich beim Lesen gehütet habe wie einen wertvollen Schatz. Ein schönes, bewegendes Buch über die Zeit und die Vergänglichkeit.

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  • Rezension zu "Der Strom, der uns trägt" von Rinus Spruit

    Der Strom, der uns trägt

    Gospelsinger

    20. September 2011 um 10:55

    „Deshalb lebten wir so ärmlich, deshalb arbeiteten wir wie die Verrückten. Um ja nicht alt und arm zu enden.“ Denn für die Altersversorgung musste man selbst sorgen, und reich werden konnte man von der harten körperlichen Arbeit als Reetdachdecker auch nicht. Der Alltag war ein ständiger Kampf ums Überleben in einer Gesellschaft ohne Wahlmöglichkeiten. In diesem kurz, fast schon fragmentarisch, formulierten kleinen Buch dokumentiert der Sohn die Erzählungen seines 1911 geborenen Vaters über dessen Vater, den Reetdachdecker. Er berichtet über die harte Arbeit bei Wind und Wetter, über Familienrivalitäten, über die schlechte Behandlung durch die Bauern und Probleme bei der Einführung neuer Methoden, über die Krankheit der Mutter und über das große Familiengeheimnis, das den Reetdachdecker zerbrechen ließ. Diese lesenswerte und anrührende Erzählung katapultiert die Leser direkt in eine versunkene Zeit.

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