Risa Green Projection. Ich sehe, was du bist

(14)

Lovelybooks Bewertung

  • 14 Bibliotheken
  • 2 Follower
  • 0 Leser
  • 6 Rezensionen
(0)
(6)
(6)
(1)
(1)

Inhaltsangabe zu „Projection. Ich sehe, was du bist“ von Risa Green

Eine laue Sommernacht im Mondschein. Gretchen feiert ihre lang ersehnte Abschlussparty, als ein schrecklicher Mord ihr Leben von einem Moment auf den anderen aus der Bahn wirft. Die einzige Spur zu dem Mörder ist ein goldener Fußreif. Doch Gretchen ahnt noch nicht, welches Geheimnis hinter der Tat steckt, und dass sie ihre eigene Seele riskieren muss, um die Wahrheit ans Licht zu bringen.

Klasse Story. Mysteriös und definitiv anders als erwartet. Leider aber sehr langgezogen.

— pelia

Eine gute Story die einem so schnell nicht mehr los lässt.

— Julia_20

kurzweilig geschriebenes Fantasy-Jugendbuch

— SchwarzeFee

Schönes Jugendbuch zum Thema Griechische Mythologie

— schwarztaenzerin

Trotz aller Mystik und Übersinnlichen, besitzt dieser Jugendroman sehr wichtige Botschaften, die sich sark herauskristallisieren.

— Floh

Das römische Reich gibt ein Geheimnis frei, das bis heute geheim gehalten wird. Denn nicht jeder Mensch, ist so, wie er vorgibt zu sein!

— sarahsuperwoman
  • Rezensionen
  • Leserunden
  • Buchverlosungen
  • Themen
  • Locker-leicht zu lesen, schön für zwischendurch

    Projection. Ich sehe, was du bist

    SchwarzeFee

    10. October 2015 um 11:44

    Risa Green hat hier einen Jugendroman mit Fantasyelementen geschrieben, den sich schön zwischen zwei anspruchsvolleren Büchern lesen lässt.  Gretchen und Jessica, zwei 14-jährige Teenager, haben gerade die Middleschool hinter sich gebracht. Gretchens Mutter ist Vorsitzende der sogenannten Oculusgesellschaft, die sich nach außen hin für die Bildung der Kinder in ihrer Heimatstadt Delphi einsetzt, im Inneren aber ein viel größeres Geheimnis bewahrt.  Am Tag des Abschlusses gibt Gretchens Mutter eine große Party, deren Ende sie nicht überlebt. Gretchen ist nun davon besessen, den Mörder ihrer Mutter zu finden und hier kommt auch das Fantasyelement zum Tragen: Die Oculusgesellschaft bewahrt seit Jahrhunderten das Geheimnis, wie Menschen miteinander ihre Seelen tauschen können (schön erklärt auch in Rückblenden ins alte Rom, wo der erste Seelentausch stattfand) und dies machen sich Gretchen und ihre Freundin zunutze, um den Mordfall an ihrer Mutter aufzuklären.  Neben dieser Seelentausch-Geschichte geht es noch um Freundschaften, ein wenig um das Erwachsenwerden und andere typische Teenagerprobleme.  Für zwischendurch hat es mir gut gefallen, eine absolute Kaufempfehlung kann ich jetzt nicht aussprechen, aber wer es mal in die Hände bekommt, sollte es ruhig lesen, zumal die Seelentausch-Geschichte schön erklärt und beschrieben ist und sogar ein wenig zum Nachdenken anregt, wie oft hat man sich nicht doch schon einmal gewünscht, jemand anderes zu sein? 

    Mehr
  • Tolle Idee, für mich nur mäßig interessante Umsetzung...

    Projection. Ich sehe, was du bist

    MikkaG

    28. March 2015 um 18:52

    Das Buch hat eine einfallsreiche Grundgeschichte voller vielversprechender Ideen, die man nicht schon tausendmal in anderen Büchern gelesen hat. Bonuspunkte für Originalität! Vor vielen Jahrhunderten entdeckte ein griechischer Philosoph etwas Erstaunliches: eine Möglichkeit, mit einem anderen Menschen die Seele zu tauschen. Aber damals lief nicht alles wie geplant, und seither wacht eine ausschließlich aus Frauen bestehende Geheimgesellschaft, die sich nach außen hin als Wohltätigkeitsorganisation tarnt, über dieses Geheimnis. Nachdem die Anführerin dieser Organisation brutal ermordet wurde, versucht ihre Tochter, zusammen mit ihrer besten Freundin, den Mord aufzuklären - wobei sie schnell feststellt, dass sie sich da auf etwas einlässt, was sie nicht kontrollieren kann. Es fließen von Mobbing bis Astralprojektion die verschiedensten Ideen ein, und das klingt spannend, ist es aber leider nur bedingt. Das lag für mich zum Teil sicher daran, dass mir viele Dinge nicht ganz logisch und durchdacht erschienen. Mir sind mehrere inhaltliche Widersprüche aufgefallen, so dass ich die Geschehnisse manchmal eher verworren als spannend fand. Manche Dinge erschienen mir auch künstlich aufgebauscht - so ist es zum Beispiel so ein unglaublicher Skandal, dass sich zwei Mädchen (auf ganz harmlose Art und Weise) küssen, dass die beiden das Land verlassen müssen, um der Schande zu entgehen! Wirklich?! Das erschien mir doch ein bisschen übertrieben. Außerdem machte das Seelentauschen in meinen Augen oft wenig Sinn, weil sich für die beiden Beteiligten dadurch kein echter Vorteil ergab - die Dinge hätten genauso gut dadurch geklärt werden können, dass sie sich absprechen und zusammenarbeiten, und das mit wesentlich weniger Risiko. Ich hatte den Eindruck, dass die Autorin eine geniale, spannende, originelle Grundidee hatte, das übernatürliche Element aber dann zu wenig mehr benutzte, als die Krimi-Handlung aufzupeppen... Was für mich leider nicht so gut funktionierte. Auch die Charaktere konnten mich nicht wirklich überzeugen. Ich habe nur wenig mit ihnen mitgefühlt, oft waren sie mir sogar eher unsympathisch - denn erst mobben Jessica und Gretchen Ariel, weil die ja soooo uncool ist und eigentlich gar nicht an ihre Schule gehört, weil ihre Mutter nicht der gleichen reichen Oberschicht angehört, oh mein Gott... Dann mobbt die plötzlich populäre Ariel Jessica und Gretchen erbarmungslos zurück. Es war ja schön, dass sie alle irgendwann einsehen, dass Mobbing mies und gemein ist - aber trotzdem konnte ich nur lauwarme Gefühle für sie aufbringen, denn dieser Wandel kam sehr plötzlich und ich konnte nicht nachvollziehen, dass dahinter ein echtes Wachstum stand. Der Schreibstil liest sich flüssig runter, ich hatte das Buch sehr schnell durch. Die Auflösung am Schluss war für mich nur zum Teil eine Überraschung, da ich schon erraten hatte, wer Gretchens Mutter umgebracht hatte. Im Ganzen würde ich sagen, das Buch war für mich einfach irgendwie lauwarm, nichts, was länger in Erinnerung bleibt. Fazit: Ich wollte das Buch wegen der interessanten Grundidee gerne mögen. Griechische Philosophen, Astralprojektion, uralte Geheimgesellschaften? Das klang unheimlich spannend, blieb für mich aber nur mäßig unterhaltsam, und auch die Charaktere rangen mir wenig mehr ab als achselzuckende Gleichgültigkeit. Der Schreibstil ist in Ordnung, die Geschichte ist in Ordnung, aber es ist in meinen Augen die Art von "in Ordnung", die man schnell wieder vergisst.

    Mehr
  • Schön =)

    Projection. Ich sehe, was du bist

    schwarztaenzerin

    12. December 2014 um 18:51

    Lässt sich gut und flüssig lesen, man kommt schnell in die Geschichte rein und hat auch immer wieder spannende Stellen. Noch dazu die leichten Einflüsse der Griechischen Mythologie machen wirklich Spaß!
    Zu empfehlen ab 14 Jahren.

  • Ich sehe was, was du nicht siehst.... Ein fantastischer Jugendroman mit Magie und Spannung!

    Projection. Ich sehe, was du bist

    Floh

    "Projection - ich sehe, was du bist" dieser Titel der Jugendromanautorin Risa Green hat mich sehr neugierig gemacht. Ich lese gerne Jugendromane, und dieses Thema und diese gehheimnisvolle Botschaft haben mein Interesse geweckt. Wie lässt sich Übersinnliches mit dem jugendlichen Alltag rund und nicht aufgesetzt umsetzen? Das war hier die große Frage für mich. Doch ich kann bestätigen, diese Autorin hat es geschafft, mich auch mit ihrer Magie und Fantasyelementen zu beeindrucken. Obwohl ich bei solchen Genre-Mixturen immer sehr vorsichtig und skeptisch bin. Erschienen im Arena Verlag (http://www.arena-verlag.de/) Klapptext / Inhalt: "Eine laue Sommernacht im Mondschein. Gretchen feiert ihre lang ersehnte Abschlussparty, als ein schrecklicher Mord ihr Leben von einem Moment auf den anderen aus der Bahn wirft. Die einzige Spur zu dem Mörder ist ein goldener Fußreif. Doch Gretchen ahnt noch nicht, welches Geheimnis hinter der Tat steckt, und dass sie ihre eigene Seele riskieren muss, um die Wahrheit ans Licht zu bringen." "Ariel hätte durchaus mit Gretchen und Jessica befreundet sein können, wenn sie nicht so unfassbar seltsam gewesen wäre." Seite 13 Handlung: Ein einziger Tag, der das Leben völlig verändert, eine einzige Party, nach der alles anders sein wird, ein einziger Moment und Gretchens Mutter ist tot. Der Tot,  der das Ende bedeutet. Das Ende? Für immer aus? Oder gibt es eine Chance? Und warum? Nachdem Gretchens Mutter mystisch ums Leben gekommen ist, macht sich Gretchen mit ihrer besten Freundin auf die Suche nach Antworten. Gretchen hat etwas entscheidendes beobachtet, doch ihr wollen die Dinge noch nicht klar erschließen. Eine Suche beginnt. Wir erleben diesen Roman mit den aktuellen Zuständen, bewegen uns aber auch immer wieder zurück in vergangene Tage ins alte Rom. Im alten Rom wird von einem Bernsteinamulett erzählt, das geheime Kräfte hat. Es besitzt die Kraft, die Projektion der Seelen in den jeweils anderen Körper zu überpringen. Neue Türen und Möglichkeiten eröffnen sich, aber auch Gefahren. Gretchens Mutter alter Ego ist der Philosoph Plotin, der durch das Armulett weitergegeben werden soll. Seine Seele wird so prjeziert. Gretchen und Jessica wollen ihre Seelen tauschen, um so den Mord an ihrer Mutter aufzuklären und die Vorkommnisse mit Ariel zu beweisen. Ist das der richtige Schritt? "Du bist kein kleines Mädchen mehr. Du gehst bald auf die Highschool, wirst zum Teenager. Es wird so einiges mit dir passieren, was du dir jetzt noch nicht mal ausmalen kannst." Seite 23 Zum Schreibstil: Autorin Risa Green versteht ihr Können. Geschickt greift sie die teils schwierige Gedankenwelt der Jugendlichen, vor allem die Gedanken von Gretchen und ihrer Freundin Jessica auf, sie versetzt sich in die Lage der Teenies und kann somit Jung und Alt gleichermaßen erreichen. Dieses Buch ist thematisch wahrhaft nicht jedermanns Sache, aber man sollte bedenken, das hier das Übersinnliche und Magische nur eine Nebenhandlung besitzt. Der Fokus ist die Realität und der gewöhnliche Alltag der Teenies. Es ist ein atembraubendes Buch mit einer sinnvollen und sehr sensiblen Botschaft. Autorin Green versteht ihr Können und taucht sympathisch und galant in die Welt des jugendlichen Alltags aus Schule, Freunde, Partys, Zickenkrieg, Familie, Intriegen, Ansehen und Liebe ein. Risa Green formt frische Dialoge, schreibt unheimlich bildhaft, gibt Situationen aus dem Jugendlichen Leben wieder, spielt mit den üblichen Gedanken der jungen Menschen auf den Weg zum Erwachsenen und bezaubert und verzaubert durch unheimlich viel Gefühl und Tiefgang. Ganz nah erreicht sie die Leser, wenn sie aus der Sicht und den Augen von Gretchen schreibt, die sich nichts mehr wünscht als das Gesehene zu belegen.  Auch dieses ungeahnte Ausmaß, diese Verkettung von Ereignissen, dieser Aktionismus, der Tatendrang, die Verzweiflung und zuletzt die Resignation, geht dem Leser sehr nahe und regt zum Nachdenken und Verstehen an. Jugendromanautorin Risa Green hat eine Thematik gewählt, die sehr nah und real, aber auch mit fantastischen und mystischen Elementen geschrieben ist, jedoch auch für ungeahnte Wendung und Richtung sorgt. Zwar etwas fiktiv, aber keinesfalls realitätsfern im übertragenden Sinne. Die Autorin besitzt einen ganz besonders tollen, authentischen, mutigen, gewagten und ungefilterten Schreibstil, die Emotionen, Gedanken und Probleme der nicht alltäglichen Gefühle und Probleme zwischen Gretchen und ihrer Welt und ihrem Umfeld an den Leser zu bringen. Pluspunkt sind für mich die Rückblicke ins alte Rom. Sehr interessant und auflockernd. Zu all dem paart sie Gewissensbisse, das Selbstvertrauen, die Beziehung zu sich selbst, das eigene Ansehen und den Wunsch nach Vertrauen. Ich mag diese Art des Schreibens und konnte somit ganz nah mit den Charakteren miterleben, was in diesem bewegenden, wenn auch fiktiven Buch auf mich wartete. Eine gelungene Gratwanderung, der dem Wunsch Jugendlicher aber auch Erwachsener gerecht wird. Das Schriftbild ist angenehm und die Kapitel nicht allzu lang. Die Dialoge sind knackig, emotional und sehr authentisch dargelegt und können für so manchen Tiefgang sorgen, aber auch sehr amüsieren. Hier spricht die Jugend. "Der Vollmond fügte sich perfekt in die runde Öffnung an der Decke ein und tauchte den Mamorboden in ein sanftes Licht." Seite 51 Schauplätze: Hier gibt die Autorin ein tolles Bild aus der ganz normalen alltäglichen Welt des Schulalltags. Im Grunde erleben wir die Schauplätze einer ganz normalen Teeniewelt, bis sich plötzlich alles am Abend einer Abschlussparty ändert und Gretchen eine verändernde Entdeckung mach. Sie hat gesehen, wer du bist! Besonders gefallen mir die Standortwechsel in die Vergangenheit ins Rom vor Christus, wo die Macht, die Wirkung und der Ursprung des Amuletts erklärt und veranschaulicht wird. In diesem spannenden, bewegenden und übersinnlichen Roman stehen nicht ausschließlich die Kulissen und Schauplätze im Vordergrund, sondern glaskar die Charaktere und die Handlung. Bei den Schauplätzen beschränkt sich die Autorin Green auf ein Minimum, gibt aber dennoch so viel preis, um ein rundes Bild und eine gelungene Vorstellung zu schaffen, wie sich das Umfeld der Freunde und Feinde und vor allem von Gretchen und ihre Blickweise auf sich selbst, und das große Geheimnis bewegt und verändert. Autorin Risa Green lässt einige kernige Schauplätze dann sogar doch richtig lebendig werden. Mit vielen dezenten Details schafft die Autorin hier ein buntes Leben aus laut und leise, aus Gedanken und Sichtweisen aus Leben und Tod. Aus Wahrheit und Illusion. "Ist es die Angst, die die Männer dazu treibt, den Frauen nicht die gleichen Rechte einzuräumen? Angst davor, dass Frauen möglicherweise besser geeignet sein könnten, dieses Römische Reich zu führen?" Seite 117 Charaktere: Bei der Wahl der Charaktere zeichnet sich das große Können und das Talent der Autorin wieder hervorragend ab. Hier punktet die Autorin bei mir sehr. Hier ist nun wirklich jeder Protagonist mit einer wichtigen und weitreichenden Rolle versehen. Unermüdliche Psychogramme wurden hier für einzelne Persönlichkeiten erschaffen, den Hauptcharakter bildet natürlich Gretchen, mit ihrem beeindruckenden Geheimnis, mit ihren Erfahrungen, ihr Tun und Handeln erneut zu durchleuchten und vielleicht sogar zu beeinflussen. Sehr poetisch, melancholisch und nachdenklich erleben wir Leser eine Veränderung an dieser zunächst zarten Persönlichkeit, die sich augenscheinlich nur im Schutze ihrer Freundinnen als Person ausmacht. Oberflächlichkeit, Ansehen und Chick-Lick geraten schnell in Vergessenheit und das jugendliche Noch-Leben bekommt einen ganz anderen Anstrich. Gerade Gretchen, allein durch die Erzählperspektive und die Wendung, wird hier eine zentrale Rolle einnehmen. Wer in Gretchens Gehirnwindungen und Erkenntnisse blickt, wird den Titel neu interpretieren. Auch all die anderen Rollen zeichnen ein sehr wichtiges, teil verstörendes Bild im Buch ab. Hier hat die Autorin aus den Vollen geschöpft und Charaktere und Probleme der schon fast erwachsenen Jugend geschaffen, die hoffentlich so manchen jungen und älteren Leser zum Nachdenken anregt. Eine sehr runde und feine Mischung aus Hauptprotagonisten und Nebenrollen, verletzten Psychen, gebrochenen und vertauschten Seelen und oberflächliche Verhältnisse. Gleich zu Beginn ermöglicht die Autorin ihren Lesern ein klares Bild der einzelnen Persönlichkeiten, auch der Akteure, die im alten Rom vor Christus eine zentrale Rolle einnehmen, wie Plotin, Amphiclea oder auch Gemina. "Wenn das vollkommene Leben in Reichweite eines jeden Menschen liegt, so erreicht der Mann, dem es gegeben ist damit....." Seite 159 Meinung: WOW, was für ein fesselndes und spezielles Buch, das konnte ich nach einer anfänglichen schwierigen Aufwärmphase von knapp 150 Seiten sagen. Zu Anfang musste ich mich erst sortieren und war doch von den Zeitsprüngen und den zunächst unbedeutenden passagen aus alten tagen sehr überrascht. Das wendet sich dann aber im Laufe der Handlung un spitzt sich sehr zum Ende zu. Hier gelten dann anstatt Verwirrung und Ahnungslosigkeit, Erschütterung, Spannung, Aha-Momente und Mitgefühl. Ich fühlte mich wirklich mittendrin, das wahrscheinlich auch gerade deshalb, weil mich die Autorin durch Gretchen direkt anspricht und mich mit in ihre Gedanken nimmt. Ich bin ja nicht so der Fan von fiktiven und übersinnlichen Handlungen, aber hier stimmt das Bild und ich konnte mich mit meiner Phantasie fallen lassen und daher den Roman richtig miterleben. .... die Welt dreht sich immer weiter und Gretchen ist beseelt, diesen Drall umzukehren. Zu erst möchte ich die vielen versteckten dennoch offensichtlichen Botschaften loben, die die Autorin in diesem Buch sehr gewissenhaft bedacht hat. Hier ist einmal der Umgang mit Ansehen, Ausgrenzung, Folgen des Tuns, der Reue, der Machtlosigkeit, Hoffnung und Einsicht. Die Wertschätzung jeder Sekunde des Lebens. Und der Bedeutung, dass man sein eigenes Handeln vertrauen sollte. Die Gefahr der Vereinsamung und der Vernebelung auf die Sicht der wirklich wichtigen Dinge, der Weg durch die Pupertät, der Umgang mit dem Leben und dem Sinn des Lebens, der Umgang und die Verarbeitung von Alltag und Pflicht, die Eigenverantwortung und Selbstständigkeit, Offenheit, der Wunsch anerkannt zu werden und sich so zu Leben und zu Lieben, wie man ist. Und nicht wie es die anderen wollen. Hier hat die Autorin ein ganzen Portfolio an diskutablem Themen verwoben und für Emotionsgefechte und aber auch für Tiefe gesorgt. Risa Green hat hier sehr genau auf das Ausmass geachtet und tolle Worte für ihre Botschaften gefunden, die ankommen und den Leser erreichen.  Manches wirkte auf mich im Geschehen sehr beklemmend und ich musste beim Lesen häufig meinen Blickwinkel verstellen, dass ich mich nicht von der Fiktion und den Irrealismus blenden lasse. Für mich wäre dieses Buch zu einem 5 Sterne Buch geworden, wenn es etwas weniger Fantasy und Magie enthalten hätte. Aber das ist Geschmackssache. Ich hatte ja schon Sorge, dass es gar nichts für mich wär, umso erfreuter bin ich, dass ich mich doch so intensiv darauf einlassen konnte. Pluspunkt für diese Überzeugungsarbeit der Autorin!!! "Also wie jetzt: Du erdrosselst sie beinahe, sie tritt dir in den Bauch und als Nächstes geht ihr gemeinsam auf Party´s?" Seite 280 Die Autorin: "Risa Green chreibt Bücher für Erwachsene und Jugendliche und ist die Autorin der bekannten Kolumne „Tales From the Mommy Track“. Ihre Romane „Hilfe, ich platze!“ und „Frisch gewickelt!“ wurden in den USA für TV-Serien adaptiert. Beim Arena Verlag ist bereits die Reihe „Magic 8“ von ihr erschienen. Risa Green stammt aus Philadelphia und lebt heute mit ihrer Familie in Los Angeles." "Unser Vertrauen und unser Glaube werden für Gerechtigkeit sorgen." Seite 314 Zum Cover: Das Cover besitzt etwas Anziehendes. Das Tiefe Schwarz, der funkelnde Kreis und den vielversprechenden Titel locken und laden zu Assoziationen ein. Ein Schwarzes Loch? Die Tiefen der Seele?  Die Verarbeitung ist aber sehr hochwertig und qualitativ. Ein angenehmes Schriftbild, Kapiteleinteilung. und Länge, und das Buch liegt sehr bequem in der Hand. Fazit: Das Buch hat mir trotz aller Fiktion und Magie sehr gefallen. Das liegt sehr an den tollen Schreibstil und den vielen verpackten Botschaften für die jungen und jung gebliebenen Leser. Schön, dass ich der Empfehlung des Verlags gefolgt bin.

    Mehr
    • 9
  • Mordermittlung im falschen Körper

    Projection. Ich sehe, was du bist

    N9erz

    Eigentlich verläuft Gretchens Leben perfekt. Sie hat gerade die Middle School abgeschlossen, dafür auch noch einen Preis abgeräumt und ist eine der beliebtesten Schülerinnen. Dafür kann man durchaus schon mal eine Party schmeißen lassen. Doch dass diese Party ihr Leben verändern wird, damit hat wohl niemand gerechnet. Denn auf ihrer Abschlussparty wird ihre Mutter ermodet im eigenen Schlafzimmer gefunden und ihr beliebtestes Schmuckstück, ein goldener Reif mit einem Bernstern, bleibt verschwunden. Doch warum sollte jemand ihre Mutter für so ein wertloses Schmuckstück umbringen? Nach und nach muss Gretchen immer mehr über ihre Mutter und die Oculus-Gesellschaft in ihrer Heimatstadt Delphi erfahren. Unglaubhafte Dinge, die sie akzeptieren muss um sich auf die Suche nach dem Mörder ihrer Mutter zu machen. ----- Auch wenn der Klappentext schon verrät, dass Gretchen ihre Seele aufs Spiel setzen muss, um hinter das Rätsel des Mordes zu kommen, so kann man im Vorfeld wohl kaum erwarten worum es sich dabei wirklich handelt. Denn wer würde dabei schon an die Möglichkiet des Seelentausches zwischen zwei Menschen denken.  Erinnert ein wenig an "Freaky Friday" (die naheliegende Anspielung wird sogar selbst gemacht) nur, dass die Protagonisten wissen, wie sie wieder zurück tauschen können. Diese Möglichkeit zum Körperwechsel macht das Buch wirklich interessant und individuell. Die daraus resultierenden Mono- und Dialoge können schon mal ein wenig verwirrend aber auch unterhaltsam sein. Immerhin ist scheinbar gar nicht so leicht einfach mal jemand anderen zu verkörpern, auch wenn das äußere Erscheinungsbild passt. Die Story ist wirklich interssant, spannend und fesselnd, ein Buch ohne Längen oder Flauten. An einem verregneten Tag kann man sich da schon mal darin verlieren und erst am Ende wieder herauskommen. Ein wenig verwirrende ist, das sich die Geschichte durch drei Zeitabschnitte bewegt. Einmal der auffällige, der uns ins alte Rom versetzt. Diesen erkennt man auch optisch noch, denn die andere Schriftart macht ihn auf den ersten Blick erkennbar. Hier erfährt man über einzelne Kapitel durchs Buch verstreut die Vorgeschichte der Oculus-Gesellschaft und der Entdeckung zum Seelentausch. Die Hauptgeschichte aus Delphi teil sich allerdings auch in zwei Zeitabschnitte. Einmal werden wir zwei Jahre vor die Gegenpart transportiert - um den Mord rund um Gretchens Middle School Abschluss mitzuerleben  - und plötzlich befinden wir uns nur mehr in der Gegenwart. Diesen Break habe ich irgendwie übersehen. Obwohl die Zeitangaben sogar in die Kapitelüberschriften eingeflochten sind. Ich sollte diese wohk wirklich manchmal aufmerksamer lesen und verfolgen. Ansonsten ist "Projection" wirklich ein wunderbar unterhaltsamer Jugendroman mit einer Prise Magie und Mystik. Auf jeden Fall lesenswert.

    Mehr
    • 2
  • Ein Geheimnis aus alter Magie, die bis heute geheimgehalten wird

    Projection. Ich sehe, was du bist

    sarahsuperwoman

    Ich habe Projection im Urlaub angefangen und war sofort mittendrin. Die Sichtweise wechselt hier immer zwischen dem alten Rom, die Vergangenheit von vor zwei Jahren und die Gegenwart. Im alten Rom wird von einem Bernsteinamulett erzählt, das geheime Kräfte hat. Die Projektion der Seelen in den jeweils anderen Körper wird hier näher erläutert. Durch die Verhältnisse im damaligen Rom – Frauen haben keine Rechte, Männer sind alles – bleibt die Seele des Philosophen Plotins im Körper einer Frau und die Seele einer Frau im Körper des Philosophens. Dieses Geheimnis wird nach und nach immer weiter an die Töchter gegeben, da es nicht noch einmal vorkommen soll, dass die Seelen in den falschen Körpern kommen. Es soll immer gleichgeschlechtlich bleiben. »In Gedanken hörte sie die Stimme von Mrs Lackman: Wut hilft dir in deinem Leben nicht weiter. Daran festzuhalten ist nicht gesund.« [Seite 132] Gretchens Mutter ist in der Oculus-Gemeinschaft und sie ist die Chefin dieser Gemeinschaft. Sie sind die Hüter des Jahrtausend alten Geheimnisses des Philosophen Plotins. In einer Nacht, in der Gretchens Mutter eine Party veranstaltet hatte, läuft daraufhin alles schief. Gretchens Mutter wird tot im Schlafzimmer aufgefunden. Aber warum? Und warum hat sich Gretchens verhasste Mitschülerin Ariel auf die Party geschlichen? Warum musste die Mutter sterben? »[…] dass es besser war zu schweigen und als Narr zu erscheinen, als zu sprechen und jeden Zweifel zu beseitigen.« [Seite 13] Im Laufe des Buches werden Gretchen und ihre beste Freundin Jessica mit Ariel doch noch richtig warm. Um herauszufinden was in dieser Nacht geschah, in der Gretchens Mutter tot aufgefunden wurde, tauschen Jessica und Gretchen ihre Seelen miteinander. In der Zeit, in der sie in dem Körper des anderen versuchen herauszufinden, wer noch verdächtig sein könnte die Mutter umzubringen, lernen sie viel über sich selbst. Sie lernen mit Vertrauen umzugehen und auch, dass sie bei den einigen Menschen misstrauischer sein sollten. Sie lernen mit Enttäuschungen und Trauer im Leben zu leben und wie sie diese Gefühle verarbeiten. Ob auch Ariel in das Geheimnis des Plotins eingeweiht werden muss, um den Mörder zu finden? “Projection. Ich sehe, was du bist” ist eines der Urlaubsbücher, die ich jedem Leser empfehlen kann, der ein wenig Fantasie mitbringt und es auf eine gewisse Art und Weise magisch mag. Auch, wenn einige Geschehnisse für mich ein wenig vorschnell waren, muss ich dennoch sagen, dass dieses Buch meine Urlaubszeit versüßt hat. Hier wird nämlich die Normalität und die Magie versucht im Gleichgewicht zu halten. Auch die Sichtweise aus dem alten Rom ist immer wieder verzückend interessant gemacht und lädt zum Nachdenken an.

    Mehr
    • 2
  • Was ist LovelyBooks?

    Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freunden und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist! Mehr Infos

    Buchliebe für dein Mailpostfach!

    Hol dir mehr von LovelyBooks