Rita Classen Ich bin die Herrin des Hauses.

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Inhaltsangabe zu „Ich bin die Herrin des Hauses.“ von Rita Classen

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    Ich bin die Herrin des Hauses.
    Armillee

    Armillee

    03. September 2014 um 22:31

    Ich finde es immer wieder erstaunlich, was manche Kommentare von Zeitungen und anderen bekannten Personen auf dem Klappentext aussagen. Oft ist das weit entfernt von meinem eigenen Eindruck. Hier z.B von FACTS, Zürich...: Einer der besten Psychothriller, gut geschrieben, spannend aufgebaut. oder von Marie Claire Einer mit subtilsten Mitteln arbeitender Psychothriller, der den Leser bis zum schockierenden Ende in Atem hält. Es geht um die Zwillinge Paul und Charlotte (13), die ziemlich wild bei ihrem Vater aufwachsen. Er ist selbst etwas anders und sieht die Erziehung meist locker. Dann kauft er ein heruntergekommenes Haus mit 11 Schlafzimmern und einem riesigen, verwilderten Garten. Die Kinder sind begeistert. Durch kleine Blicke in die Vergangenheit werden einige Schandtaten der Zwillinge aufgelistet. So z.B. haben sie mal auf Eisenbahnschienen einen großen Stein gelegt. Oder sie führen Lehrer, wie Hausangestellte mit gefälschten Briefen hinters Licht. Oder sie schliessen jemanden im Keller ohne Licht ein, der Angst im Dunkeln hat. Sie bleiben selten bei der Wahrheit und haben ein ziemlich deftiges Vokabular auf Lager. Ich fand es schön zu lesen, wie die Beiden sich wahrnehmen. Eine Welt, die Nicht-Zwillingen verborgen bleibt. Das war spannend. Da passiert viel zwischen den Zeilen. Nach dem ersten Drittel musste der Vater für ca. 3 Monate ins Ausland. Die Hausangestellte sind sie schnell losgeworden und vor ihnen lagen die langen Sommerferien mit unendlicher Freizeit, Wildheit und Eigenständigkeit. Dann kam trotz Intrigen der Zwillinge die Oma Martha mit ihren strengen Regeln und Erziehungsmethoden ins Haus. Und nun wird es langweilig. Es ist ein täglicher zermürbender Kleinkrieg, der mal die eine, dann die andere Partei punkten läßt. Es gibt Strafen, Beschimpfungen, Ausraster, Streiche, Rebellion, viel Strenge und noch mehr Regeln. Das zieht sich bis fast zum Ende hin, bis es zum Tod von Martha führt. Kein Spannungsbogen. Meine Sympathie liegt bei den Zwillingen und ich hab mich insgeheim gefragt, warum das solange dauern musste. Ein unblutiger "Psychothriller", wenn man vom Gärtner absieht, der Katzen mit der Schrotflinte den Garaus macht.

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