Dampfnudelblues

von Rita Falk 
4,4 Sterne bei105 Bewertungen
Dampfnudelblues
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Die Geschichte geht wunderbar weiter. Ein hervorragender Christian Tramitz, als Sprecher !!!

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Lustiger Provinzkrimi mit wunderbarem Vorleser!

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Inhaltsangabe zu "Dampfnudelblues"

Kommissar Franz Eberhofer ist genervt. Wieso muss das Telefon ausgerechnet dann klingeln, wenn Oma ihre köstlichen Frühstückseier mit Speck aufgetischt hat? Doch Dienst ist Dienst und so muss sich der grummelige Kommissar wieder einem kniffligen Fall in seinem Heimatort Niederkaltenkirchen widmen. Diesmal ist der Rektor der örtlichen Schule von einem Zug erfasst worden. Eberhofer glaubt nicht an Selbstmord und bald schon stehen 38 Tatverdächtige auf seiner Liste.
Die Fortsetzung der neuen Regionalkrimi-Reihe um Franz Eberhofer – launig und facettenreich gelesen von Star-Sprecher Christian Tramitz.

Lesung mit Christian Tramitz
4 CDs Laufzeit 319 min

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783862310456
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Audio CD
Verlag:Der Audio Verlag
Erscheinungsdatum:20.05.2011
Das aktuelle Buch ist am 01.10.2014 bei dtv Verlagsgesellschaft erschienen.

Rezensionen und Bewertungen

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    _Sahara_s avatar
    _Sahara_vor 3 Monaten
    Ein tolles Hörvergnügen

    Inhalt:


    Gerade läuft’s für den Eberhofer Franz mit der Susi einwandfrei, sein heimischer Saustall ist so gut wie fertig eingerichtet, da überschlagen sich die Ereignisse in Niederkaltenkirchen: »Stirb, du Sau!« hat jemand mit roter Farbe an Realschulrektor Höpfls Eigenheim geschmiert, und kurz drauf liegt er auch noch tot auf den Gleisen! Selbstmord? Mord? Mal wieder Stress pur für den Franz …

    Meinung:

    Wie auch der Vorgänger, hat mich auf Teil 2 der Reihe sehr amüsiert.

    Der Höpfl, Schuldirektor der Realschule ist spurlos verschwunden. Die Schüler stört es eher weniger, der Mann war nicht sehr beliebt. Und als dann seine Leiche auftaucht, stellt sich die Frage: War es Mord? So hat Franz wieder jede Menge zu tun. Als hätte er nicht mit Susi die Hände voll zu tun, die ihm das Leben schwer macht. Zudem muss er sich auch noch um seine Nichte Uschi kümmern, die einen Narren an ihm gefressen hat.

    Die Geschichte bietet wieder sehr viel Potential für jede Menge Lacher. Und so war es auch. Ich habe mich wieder köstlich über Franz und Co. amüsiert. Wie auch bei dem ersten Teil ist der Fall fast nebensächlich. Trotzdem macht man sich als Leser/Hörer Gedanken, wer den Höpfl auf dem Gewissen hat.

    Überzeugt hat mich das Hörbuch auf alle Fälle, auch wenn man es mit anderen Krimis nicht vergleichen kann. Aber gerade das gefällt mir so gut, man muss  nicht immer alles so ernst nehmen.

    Und Christian Tramitz ist als Sprecher einfach unschlagbar.

    Fazit:

    Ein amüsantes Hörvergnügen, empfehlenswert!

    ©_Sahara_


    Kommentare: 2
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    Wuschels avatar
    Wuschelvor 8 Monaten
    Kurzmeinung: Lustiger Provinzkrimi mit wunderbarem Vorleser!
    Lustiger Provinzkrimi mit wunderbarem Vorleser!

    Meinung:

    Mei, wo soll’n i do ofongn? G’nau g’nommn find i d‘ Bayer sowieso g’randios!
    So auch das Hörbuch!

    Christian Tramitz, den man ja bereits aus der Bullyparade und anderen TV-Auftritten kennen dürfte, hat das wirklich so unglaublich klasse gemacht. Oft musste ich auch an „Lissi und der wilde Kaiser“ denken, wenn Lissi dann ihren Franzl anschmachtet. Großes Kino für die Ohren!

    Im Nachhinein bin ich froh, dass ich nicht das Buch gelesen habe, denn wenn das Buch so geschrieben ist, wie das Buch gesprochen wird, dann wäre das wohl zum davon laufen. Auch wenn ich mich recht gut in den bayrischen Dialekt versetzten kann, alles hat Grenzen.

    Die Charaktere waren meist typisch bayrisch, wenn auch durch die Ansicht von Herrn Eberhofer vielleicht etwas verfälscht. Sein Ego reicht vermutlich über die Grenzen von Bayern hinaus. Zumindest tut er so als ob. Die Fürsorge, die er trotz aller Abneigung, seiner kleinen Nichte Sushi, äh Uschi, entgegenbringt ist ganz entzückend. Auch die Art wie er der Susi, seiner Holden oder so ähnlich, entgegen kommen möchte – oder auch nicht – zeigt, dass es Franzl doch ein Herz hat, irgendwo.

    Von der Oma und dem Papa fangen wir dann am besten erst gar nicht an. Oder doch. Der Papa ist dann doch eher der grummeligere von den beiden Eberhofer Herren, außer er hat seine Beatles und vielleicht noch einen Joint. Unglaublich sympatischer Kerl, wenn er auch einen etwas einseitigen Musikgeschmack hat. Die Frau Oma, ist eben typisch Oma. Schreit sie nicht gerade in der Gegend herum, weil sie selbst nicht hör, verwöhnt sie die Männer mit deftiger Küche und sorgt für das allgemeine Leibeswohl.

    So nett und lieb die Beiden auch sind. Leben wollte ich nicht mit ihnen in einem Haus. Das wäre mir dann doch zu anstrengend. Für die Geschichte passt es jedoch ganz hervorragend. Sonst gäbe es schließlich den Saustall nicht, in dem der Franz sich heimisch eingerichtet hat.

    Dass sich die Sonne um den guten Franz dreht, merkt man ganz gut daran, dass er offensichtliche Hinweise übersieht. Dennoch muss man ihm eins lassen, er ist hartnäckig und bleibt an dem Fall dran. Obwohl der Richter höchst persönlich angeordnet hat, dass er dies unterlässt, schließlich wird der Höpfel doch sowieso nicht vermisst – den kann ja keiner leiden.

    Die Story an sich war stimmig und passt absolut zum Thema „Provinz-Krimi“. Obwohl ich die Serie nur am Rande mal bei meinem Vater gesehen hatte, musste ich auch des Öfteren an „Hubert und Staller“ vom ARD denken.

    Fazit:

    Ich werde dem Hörbuch definitiv treu bleiben.
    Das muss man gehört haben.

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    Zirbis avatar
    Zirbivor 10 Monaten
    Kurzmeinung: Gelesen von C. T. find ichs richtig gut, sympathisch und absolut unterhaltsam. Mit Dialekt gelesstört mich der knappe Schreibstil nicht.
    Mit Dialekt mahts voll Sinn

    Als ich den ersten Teil der Reihe selbst gelesen hatte war ich total enttäuscht. Mir kamen die Sätze voll abehackt vor, zu kurz, zu aussageschwach, zu "plump" und mich hats gar nicht überzeugt. Irgendwie kam mir der Franz immer etwas langsam und auch nicht ganz so helle (sorryyyyy!!! ) vor und das hat ich beim Lesen voll gestört. Ich weiß auch nicht warum?!? 
    Dann bin ich aber zufällig auf die Reihe als Hörbuch gelesen von Christian Tramitz gestoßen. Wow - voll begeistert. Jetzt macht es Sinn. In diesem herrlichen, bayrischen Dialekt (den ich als Schwabe leider nicht hab) ist es einfach super nett. Total sympatisch. Der Franz ist gar nicht "dumm"sondern einfach herzig und überhaupt hab ichs jetzt echt ins Herz geschlossen und werd mich mit Freude den Hörbüchern der Reihe widme. Was für eine tolle Idee, dieses Buch einen echten Bayer lesen zu lassen - DANKE dafür. 
    Denn es lag also nicht an dem Buch, sondern an mir :-) Ich habs davor einfach nicht "gscheid" verstanden. 
    Für alle, denen es genau so geht  empfehle ich wirklich das Hörbuch - es lohnt sich. 

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    engineerwifes avatar
    engineerwifevor 2 Jahren
    Auf zum Eberhofer ... nach Niederkaltenkirchen ...

    Für den zweiten Teil dieser Eberhofer Krimireihe gibt es von mir eine glatte Note eins. Der absolut sympathische, witzige und sehr talentierte Schauspieler und Hörbuchsprecher Christian Tramitz macht aus diesem Buch pures Hörvergnügen.

    Der Eberhofer aus Niederkaltenkirchen bei Landshut hat es nicht leicht. Die Kollegen wollen seinen Fall zu den Akten legen, es kann in ihren Augen nur Selbstmord gewesen sein. Akribisch jedoch verfolgt der Kommissar jede noch so kleine Spur bis sich das große Puzzle zu einem Ganzen zusammenfügt. Ganz nebenbei gibt es Stress an der Heimatfront. Die Oma, sie liebt ihn nicht mehr, weil er doch die Susi nicht mehr liebt … die liebt doch jetzt einen Anderen, im fernen Italien! Und mit dem Leopold ist es auch nicht immer einfach, wo der doch dauernd die Sushi bringt … aber hören Sie selbst und lassen Sie sich entführen … nach Niederkaltenkirchen bei Landshut, wo der Eberhofer wohnt! :)

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    A
    amena25vor 2 Jahren
    Deftige Unterhaltung

    Franz Eberhofer, Dorfpolizist im niederbayrischen Niederkaltenkirchen, hat normalerweise ein sehr lockeres Leben in der Provinz. Außer mal einen Verkehrsunfall oder eine Nachbarschaftsstreitigkeit gibt es wenig zu regeln. Und wenn doch, dann schießt der Franz das Streitobjekt auch einfach mal nieder – in diesem Fall glücklicherweise nur ein Thermometer. Doch da wird er zum Haus des örtlichen Realschulrektors Höpfl gerufen, an dessen Hauswand in roter Farbe „Stirb, du Sau!“ geschmiert wurde. Franz Eberhofer nimmt den Fall auf, macht sogar noch ein schönes Foto mitsamt Rektor vor der Hauswand, für ihn ist damit der Fall aber eigentlich erledigt. Bis einige Tage später Höpfl aber vom Zug überfahren wird und es nicht unbedingt nach Selbstmord aussieht. Bei Eberhofers Recherchen stellt sich heraus, dass den Rektor praktisch niemand leiden konnte, weder Schüler noch Lehrer, und dass alle froh sind, ihn los zu sein, selbst seine eigene Schwester. Der Kreis der Verdächtigen wird damit unüberschaubar. Franz Eberhofer beginnt zu ermitteln.

    Nebenher erfährt man immer so einiges aus Eberhofers Privatleben, von seiner Oma, die ihn mit allen bayrischen Spezialitäten bekocht, vom Vater, der den ganzen Tag Beatles hört und im Garten Hanf anbaut, vom Bruder mit neuer thailändischer Frau und Kind.

     

    Erzählt wird die ganze Geschichte von Franz Eberhofer selbst, was den ganz eigenen Stil des Buches ausmacht. Da er nicht besonders helle und noch weniger diplomatisch ist, sagt er immer genau das, was er gerade denkt, was nicht immer gut ankommt. So auch z.B. nicht bei Susi, seiner Jugendliebe, mit der er immer mal wieder ein Techtelmechtel hat. Die hat nun aber genug von ihm und verabschiedet sich nach Italien. Das kann Franz dann doch nicht ganz auf sich sitzen lassen und er wird aktiv.

    Ein wirklicher Provinzkrimi mit deftigem Humor, aber auch feinsinniger Ironie. Gute und entspannende Unterhaltung.

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    MsChilivor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Tolle Fortsetzung! Hat mir sogar besser als Teil 1 gefallen.
    Besser als Teil 1

    Franz Eberhofer ist wieder am Start! Der zweite Teil um den Kommissar Franz Eberhofer. Wieder ein neuer Fall in Niederkaltenkirchen bei Landshut. Diesmal ist der Rektor der örtlichen Schule das Opfer, erst von bösen Schmierereien und dann wird er auch noch von einem Zug erfasst. Alle denken es ist Selbstmord, da er nicht sehr beliebt war. Nur unser Kommissar ist da anderer Ansicht..und nimmt die Ermittlungen auf. Und schon hat er 38 Tatverdächtige…

     

    Der Sprecher Christian Tramitz passt wirklich super und liest es so vor, dass man sich super in die Situation hineinversetzen kann. Dieser Teil hat mir auch besser gefallen als der 1. Teil, ich bin froh, dass ich der Reihe noch eine Chance gegeben habe.

    Die Charaktere sind sehr sympathisch und ich musste sehr oft schmunzeln. Mittlerweile gibt es auch Familienzuwachs und die privaten Vorkommnisse machen dieses Hörbuch zu einem tollen Hörerlebnis. Wieder mit von der Partie sind die Oma und der Papa und natürlich auch der Bruder Leopold. Die Dialoge und Gedanken mit und vom Eberhofer sind locker-leicht und heben die Stimmung.

    Kann ich nur empfehlen und ich mache direkt mit Teil 3 weiter!

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    mysticcatvor 3 Jahren
    Kurzmeinung: Der zweite Teil der Franz - Eberhofer - Regionalkrimireihe von Rita Falk ist in meinen Augen eine schöne Fortsetzung des ersten Teils.
    Dampfnudelblues - gelungene Fortsetzung.

    Der zweite Teil der Franz - Eberhofer - Regionalkrimireihe von Rita Falk ist in meinen Augen eine schöne Fortsetzung des ersten Teils. Meine Rezension bezieht sich auf die gekürze Hörfassung gelesen von Christian Tramitz.

    Die Story:
    Im zweitne Band geht es um Familie - und natürlich weiterhin die On-Off - Beziehung zwischen Susi und Franz. Franz ist mittlerweile Onkel geworden, und die kleine "Suschi" liebt ihn abgöttisch. "Oma" und "Papa" sind ganz vernarrt in die Kleine und alles dreht sich zu Hause um den neuesten Familienzuwachs.
    Die Leiche des ungeliebten Schuldirektors wird aufgefunden, und eine Familiengeschichte aus den Jugendjahren wird aufgerollt. Natürlich darf auch der Privatdetektiv nicht fehlen. Die Handlung ist rasant, die Sprache passt zu einem Regionalkrimi und die Handlung ist in sich schlüssig und kurzweilig.

    Der Sprecher:
    Ich will die Bücher gar nicht mehr lesen, seit ich das erste Mal ein Hörbuch dieser Reihe genießen durfte. Stundenlang hänge ich an der Geschichte, die von Christian Tramitz erzählt wird. Er lässt alle Charaktäre lebendig werden - ganz besonders auch "die Oma". Hörgenuss vom Feinsten - besser kann man dieses Buch nicht lesen.

    Fazit: Für mich wieder ein sehr gelungenes Werk.

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    C
    CabotCovevor 3 Jahren
    Die Nudeln dampfen

    Die Nudeln dampfen

    In seinem zweiten Fall ermittelt Franz Eberhofer in Niederkaltenkirchen den Tod des Rektors Höpfl.

    Es hatte ihm jemand „Stirb Du Sau“ auf die Hauswand gesprayt, er war einige Tage verschwunden und fand sich schlussendlich unter einem Zug wieder...

    Franz ermittelt verpeilt und tollpatschig wie immer – ein echter Spass für den Leser, wenn natürlich auch nicht wirklich realitätsgetreu, aber das erwarte ich bei einem solchen Krimi mit komödiantischen Elementen auch gar nicht. Unterhalten wird der Leser aufs Vortrefflichste und mehr wollte Rita Falk auch wohl nicht erreichen. Ziel erreicht !

    Die Oma ist grantig wie immer, schreit immer noch aufgrund ihrer Schwerhörigkeit durch die Gegend und ist auch noch so sauer auf den Franz, dass sie ihm nicht mal mehr Essen macht. Weil sie eben nunmal findet, dass der Franz gefälligst die Susi nehmen soll, denn Oma mag sie nunmal gern. Andere Frauen werden von ihr nicht mal gegrüßt, wie auch von seinem Vater nicht.

    Franz´ Bruder Leopold hat sich sehr zu seinem Leidwesen vermehrt – noch nicht mal von seiner rumänischen Frau Roxana geschieden, hat er schon eine thailändische Urlaubsliebe geschwängert und zwängt seinen Nachwuchs Uschi (der Herkunft wegen von Franz „Sushi“ genannt) nun mal gerne seinem Vater und der Oma auf, was Franz extrem nervt.

    Auch ein alter Kumpel und Partner Rudi Birkenberger, der nach seiner Suspendierung als Privatdetektiv arbeitet und Franz schon beim Vierfachmord in Teil 1 hilfreich zur Seite stand, spielt wieder eine Rolle.

    Rita Falk knüpft mit „Dampfnudelblues“ ungebremst und absolut unterhaltsam an „Winterkartoffelknödel“ an.

    Zweiteres gefiel mir schon sehr gut, aber mit ihrem zweiten Provinzkrimi legt sie nochmal einen drauf. „Dampfnudelblues“ ist weit spannender als der Vorgänger – ich habe das Buch noch schneller gelesen als das erste, weil ich einfach nicht mehr aufhören konnte.

    Die authentischen Charaktere der Autorin ziehen einen einfach in den Bann; hier trifft man altbekannte wieder: den Flötzinger, die Susi, den Birkenberger Rudi und und und – aber auch neue Leute werden vorgestellt und als Leser hofft man unwillkürlich, dass alle in einem dritten Teil wieder auftauchen.

    Ich war schon oft in Bayern und konnte Vieles gut nachvollziehen. Auch für Nicht-Bayern sind die Krimis von Rita Falk absolut empfehlenswert, weil sie so herrlich schräg sind, anders, neuartig, einfach super witzig und unterhaltsam. Herrlich ! Ich hoffe auf noch viele Fälle von Franz !!

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    NiWas avatar
    NiWavor 3 Jahren
    "Stirb, du Sau!"

    prangt in großen Lettern an Schuldirektors Hopfls Hauswand. Laut Landpolizist Eberhofer ist das Delikt der polizeilichen Aufnahme nicht wert, wäre die Leiche des Schuldirektors nur nicht wenige Tage später von den Bahngleisen zu kratzen ...

    Jetzt stellt sich dem Eberhofer natürlich die Frage, ob es wirklich Selbstmord war, denn nicht nur seines Berufes wegen, erfuhr der Schuldirektor allseits Antipathie.

    „Stirb, du Sau!“ - gleich dieser allererste Satz hat mir vor Lachen die Tränen in die Augen getrieben. Man hat sich noch nicht einmal auf das erheiternde Amusement eingestellt, schon lässt es einen nicht mehr los.

    Der Eberhofer als Provinz-Gendarm macht seinem Stand in diesem 2. Fall alle Ehre, weil er zeigt, dass sich die Polizei auch im ländlichen Raum nicht an der Nase herumführen lässt.

    Diesmal hat allerdings eher Kommissar Zufall als der Eberhofer selbst ermittelt, was mein einziger Kritikpunkt ist, denn die Krimihandlung geht hier etwas unter.

    Denn der gute Franz hat mit seiner Familie alle Hände voll zutun. Da ist die schwerhörige Oma, die die gewohnte Verköstigung einstellt, der beatlesliebende Hippievater, der schon mal sein eigenes Kraut anbaut, und ein ganz neues Familienmitglied: Uschi, aufgrund der asiatischen Herkunft liebevoll Sushi genannt, die als Spross vom großen Bruder Leopold, die Beschaulichkeit im Eberhoferischen Eigenheim aus dem Ruder laufen lässt.

    Der Eberhofer zeigt sich hier in gewohnter Bodenständigkeit, geht überlegt dem Hopfl-Fall auf den Grund und hat nebenher auch noch ordentlich mit sich selbst zutun, weil er langsam merkt, dass das Leben vielleicht mehr als das althergebrachte private Arrangement mit der Susi bieten könnte.

    Die große Stärke dieser Krimireihe ist natürlich die sprachliche Umsetzung im bayrischen Originalton, der mich nicht nur laut auflachen ließ sondern vor Lachen direkt in die Knie gezwungen hat. Daneben mag ich die realistische Darstellung des Dorfalltags, die natürlich etwas zur Übertreibung neigt, aber im Grunde mit der nonchalanten Wahrheit kokettiert: Freunderlwirtschaft und eine unverblümte Art, die vielleicht manchen zurückschrecken lässt, stehen an der Tagesordnung, und immer wieder ist der Eberhofer gefragt, weil er seiner rationalen Art entsprechend weiß, wie man die Menschen in ihrer „bei uns am Land“-Mentalität zu nehmen hat.

    Wem nach heiteren Stunden und leichter Unterhaltungskost ist, dabei nicht vor bayrischer Mundart zurückschreckt und auch mal einen unüblichen Krimi verkraften kann, empfehle ich dringend mit dem Franz Eberhofer gemeinsam den Polizeidienst in Niederkaltenkirchen zu verrichten, da man hier sicher auf seine Kosten kommt!

    Die Franz-Eberhofer-Reihe:
    1) Winterkartoffelknödel
    2) Dampfnudelblues
    3) Schweinskopf al dente
    4) Grießnockerlaffäre
    5) Sauerkrautkoma
    6) Zwetschgendatschikomplott
    7) Leberkäsjunkie

    Kommentare: 9
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    C
    cachingguysvor 3 Jahren
    Erfrischende bayrische Krimi-Komödie

    Aus München strafversetzt kommt der Polizist Franz Eberhofer zurück in seine Heimat nach Niederkaltenkirchen bei Landshut. Jetzt wohnt er im umgebauten Saustall, schließlich braucht er auch mal seine Ruhe, denn im Haupthaus wohnen seine Oma und der Papa. Zuerst steht an  dem Haus des Realschuldirektors Höpfel, von allen nur „Arschloch-Höpfel“ genannt, „Stirb, du Sau!“, doch dann tut er das auch. Ob freiwillig oder nicht gilt es zu klären. Soweit die grobe Handlung des Krimis, doch dies alleine macht das Buch nicht aus. Das Buch lebt von dem Eberhofer selbst, seiner Familie, seinen Freunden und nicht zuletzt seiner (Ex-) Freundin Susi. Außerdem ist da noch der Hund Ludwig und natürlich die Kochkünste der Oma. Köstlich auch der Umgang von Franz mit seiner Babynichte Uschi, genannt Sushi, sein doch etwas zwiespältiges Verhältnis zu seinem Bruder Leopold und seiner demnächst dritten Frau Panida. Das Buch sprudelt nur so über von witzigen Passagen. Franz seine schlagfertigen Antworten und Aktionen sind einfach köstlich. Rita Falk schreibt aus der Sicht des Franz Eberhofer mit einem erfrischenden, lockeren Stil. Und Franz spricht halt wie ein Bayer: flapsig und mit Kraftausdrücken wird auch nicht gespart, die aber alle auch für Nicht-Bayern verständlich sind. Sollte es doch Probleme geben hilft das Glossar am Ende des Buches. Durch das Buch weht der Duft von Leberkäs und Dampfnudeln. Wenn einem das Wasser allzu sehr im Munde zusammengelaufen ist, für den befinden sich im Anhang noch die Rezepte. Das Buch ist erfrischend anders und gerade darum lesenswert.

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