Rita Falk Funkenflieger

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Inhaltsangabe zu „Funkenflieger“ von Rita Falk

Nach dem Bestseller ›Hannes‹ der neue Familienroman von Rita Falk

Elvira war viel zu jung, um selbst Kinder zu haben – und ihre Söhne Kevin, Robin und Marvin haben es nicht gerade leicht mit ihr. Als eines Tages herauskommt, dass Kevin seine große Liebe Aicha geschwängert hat, noch bevor beide ihren Schulabschluss in der Tasche haben, kommt es beinahe zur Katastrophe. Denn Aichas Eltern setzen alles daran, dass das Kind nicht zur Welt kommt. Was tun? Marvin hat einen irrwitzigen Plan. Und für einige Wochen wird ihrer aller Leben kräftig durcheinandergewirbelt …

Mit viel Liebe beleuchtetes Klischee eines Teenie-Pärchens. Lesenswert!

— Lio-nara

"Funkenflieger" hat mir sehr gut gefallen, wenn gleich auch manche Sachen ein wenig, wie soll ich sagen.... Zu "einfach" waren.

— uliseubert2

Wieder ein gelungenes Buch , allerdings nicht so gut wie "Hannes".

— ankemi09

War okay, aber nicht annähernd so gut wie "Hannes".

— mollymoon

Für mich war's unerträglich langweilig.

— Ira

Ein Buch das aufzeigt, das schwierige Familienverhältnisse und andere Kulturkreise keine Hindernisse für Freundschaft und Liebe sind.

— louella2209

Ein einfühlsamer Roman aus einer nicht perfekten Welt.

— nati51

Dieses Buch ist ein Geschenk! Einfach, zauberhaft, warmherzig.... ein Buch zum liebhaben ;)

— Alina97

Wenn es Probleme gibt, kann man helfen, anstatt anderen weitere Steine in den Weg zu legen. Einfach nur großartig! irveliest.wordpress.com

— Irve

Fand es gut aber nicht hervorragend ... hätte mir mehr darunter Vorgestellt

— CorinaPf

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  • Klischee mit viel Liebe; wunderschön!

    Funkenflieger

    Lio-nara

    19. September 2017 um 17:11

    Rita Falk schafft es nicht nur mit ihren Provinzkrimis, mein Herz zu erobern. Allein der Titel in Kombination mit der Autorin löste den unbändigen Kaufzwang bei mir aus. In ihrer üblichen trockenen und liebevollen Art zu schreiben, stellt Rita Falk das Umfeld und die Probleme einer alleinerziehenden Mutter mit drei Kindern dar. Schlechtes Umfeld, asozialer Umgang, entsprechende Lebensläufe. Jedoch spürt man in jedem Kapitel - von Anfang an - die Liebe, mit der Rita Falk ihre Geschichten schreibt. Zumindest fühlt es sich für mich so an. Man "lernt", dass der Erzähler Marvin aka "Locke" und seine Geschwister gar nicht so verkorkst sind, wie das Klischee, in das sie hineingeschrieben wurden. Marvin berichtet über allerlei Probleme: Der eine Bruder von einer Schlägergang als Mobbingopfer misshandelt, der andere gemeinsam mit seiner schwangeren türkischen Freundin in einem leerstehenden Casino versteckt. Und plötzlich kommt eine Schippe Glück! Jedoch nicht so plump konstruiert, dass man es vorausahnt und wieder vom Klischee erfasst wird. Nein, Rita Falk schreibt eben so nicht! Durch Zufälle, wie sie das Leben schreibt, bekommt die Mutter der drei Jungs eine Hand gereicht, die sie aus ihrem hoffnungslosen Alltag und aus der Lethargie nimmt. Sie kämpft sich durch ihre Schwierigkeiten und findet nach und nach zurück ins Leben jenseits des TV-Geräts. Kevin - der älteste - hält zu seiner Freundin und beide halten gegen das strenge Regime von Aichas Mutter, die die türkische Familie schon lange tyrannisiert. Robin - der mittlere - wehrt sich gegen seine Gang und Marvin, der im Lauf der Geschichte seinen besten Freund verliert, findet seine erste Liebe. Rita Falk versetzt ihre Leser in die Realität und zerstört wunderbar liebevoll die Illusion der Klischees, in die sie ihre Geschichte stellt. Sie zeigt auf, dass jeder die Chance auf Veränderung hat, wenn er will. Hoffnung gibt es wenn man dafür kämpft. Und als Funkenflieger, die wir alle sind, kann man seine Flugrichtung selbst bestimmen, wenn man nur will.

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  • Casino Jugend

    Funkenflieger

    suesserzuzug

    18. August 2017 um 10:59

    Unter Freunden oder einsam, reich oder arm, Jugend ist immer eins, und zwar - Zerbrechlichkeit. Zerbrechlich ist Marvin, der lockige, der Marzipankartoffeln mag, seine Hausafgaben im Klo während des Kunstunterrichts erledigt und nicht richtig weiß, wie er mit der schönen Henriette umgehen soll. Zerbrechlich ist sein älterer Bruder Kevin, auf dessen Schultern die ganze Verantwortung dieser Welt zu liegen scheint, der immer für alle da sein muss, stark und zuverischtlich. Und erst recht zerbrechlich ist sein Stern, seine Aicha, die von ihm ein Baby erwartet.Es ist zum Staunen, wie es der Autorin gelungen ist, auf drei Hundert Seiten so viel mitzuteilen. Die bittere Enttäuschung über den Verlust des besten Freundes, aber auch die Freude über eine unerwartete, wie neu geborene, Freundschaft.  Den Hass, der einen am liebsten vernichten, aus dieser Welt vertreiben möchte, aber auch die Liebe, die verteidigt, bei der Hand hält, und immer für dich da ist, damit alles gut wird.Die Figuren des Romans sind so unterschiedlich wie die Menschen auch sind, und doch vereint sie eins - sie sind meisterhaft von der Autorin dargestellt. Sei es die flotte Henry mit ihrem knallroten Pferdeschwanz und tanzenden Sommersprossen, sei es die Aicha, die zarte, in deren zerbrechlichen Figur sich so viel Mut und Kraft erweist. Sie sind alle liebevoll und liebenswürdig. Das Casino, in dem sich die Jugendlichen untergebracht haben, gibt es nicht mehr. Es war ihr Casino, "Casino Jugend". Jugend, die es ebenso nicht mehr gibt. Denn sie sind unterschiedliche Wege gegangen, haben sich teilweise verloren, neue Kontakte geknüpft. Aber ob so ein Casino wirklich vernichtet werden kann? Jeder hatte es in seinem Leben, und jeder trägt es bis jetzt in seinem Herzen, unzerstört und ganz wie damals. Da, wo die Zeit stehen geblieben ist. Da, wo wir alle jung waren. So ein Casino hat jeder. Und ewig steht es im Sonnenlicht am Stadtrand, am Rand unseren Herzens, und nichts und niemand kann es vernichten.

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  • Ratz fatz durchgelesen.... Schade, daß es schon zu Ende ist....

    Funkenflieger

    uliseubert2

    20. January 2017 um 12:28

    "Funkenflieger" hat mir sehr gut gefallen, wenn gleich auch manche Sachen ein wenig, wie soll ich sagen.... ZU einfach waren. Ein (schwangeres) Mädel kommt "einfach" nicht mehr in die Schule? Auch mit sehr kulanten Lehrern kann ich mir nicht vorstellen, daß das eine Schwangerschaft lang gut geht....Der eine Bruder kommt von der Reha wieder und geht auch nicht mehr in die Schule?Aber nichts desto trotz: Es ist ein schönes Buch, es ist ein spannendes Buch, ein Buch das ans Herz geht und sich sehr schön lesen lässt vom Stil her. 5 Punkte.

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  • Regenbogen-Bücher-Challenge 2016

    Regenbogentänzer

    BlueSunset

    Regenbogen-Bücher-Challenge 2016 Hallo liebe Lesebegeisterte! Euch ist die Buchwelt zu trist? Kein Problem, wir helfen euch! Lest zusammen mit uns einen Regenbogen, damit das Jahr 2016 bunt und fröhlich wird! Ihr wollt dem Regenbogen noch einen Topf voll Gold verpassen? Das ist eine Herausforderung, aber auch die kann gemeistert werden!Wie auch in den vergangenen Jahren findet die Regenbogen-Challenge hier auf Lovelybooks statt. Das Besondere an dieser Challenge ist, dass wir hier nicht nur Bücher mit bestimmten Farben lesen, sondern auch die Herausforderung suchen und zusätzliche Aufgaben bearbeiten. Neugierig? Es gibt keine Anmeldefrist und ihr könnt jederzeit einsteigen! Allerdings wird nur die aktuelle Monatsaufgabe bearbeitet. Ihr braucht euch nicht über das Bewerbungsformular hier anzumelden. Erstellt einfach einen Sammelbeitrag in dem zugehörigen Unterthema.  Die Regeln Jeden Monat steht eine andere Farbe im Zentrum. Lest ein Buch dessen Cover zu mehr als 2/3 aus dieser Farbe besteht. Es gibt zudem noch Jahresaufgaben: Für diese Aufgaben habt ihr das ganze Jahr Zeit. Diese Aufgaben können nur mit Büchern der Monatsfarbe gelöst werden. Pro Buch kann eine Jahresaufgabe bearbeitet werden. Jeder der 6 Aufgaben sollte EINMAL gelöst werden (mehrfach gibt keine Punkte).Dann gibt es auch noch die Herausforderung!Jeden Monat gibt es eine Herausforderung, die gelöst werden sollte. Die Aufgabe wird einen Monat vorher angekündigt, sodass ihr Zeit habt ein passendes Buch zu finden. Die Herausforderung kann nur im jeweiligen Monat erfüllt werden! Eine Besonderheit ist, dass ihr diese Aufgabe auch mit einem zusätzlichen Buch, das nicht der Monatsfarbe entspricht, lösen könnt. Bitte verlinkt in eurem Sammelbeitrag auch eure Rezension oder den Lesestatus (mit Kurzmeinung). Es besteht keine Rezensionspflicht, aber ich möchte gerne einen "Nachweis" sehen, dass ihr das Buch gelesen habt. Eine Kurzmeinung reicht da. Es dürfen alle Bücher gelesen werden: vom SuB, neu gekauft, ausgeliehen, eBook und auch Hörbücher. Allerdings sollten die Bücher eine Mindestlänge von 80 Seiten haben! Manga, Comic und Graphic Novels zählen nicht! Die Aufgaben Monatsfarben:Januar: SchwarzFebruar: BraunMärz: Gelb April: OrangeMai: RotJuni: Lila / Rosa / PinkJuli: BlauAugust: Metallic / Gold / Silbern / GlitzerSeptember: WeißOktober: TürkisNovember: GrünDezember: BuntJahresaufgaben (nur mit dem Buch der richtigen Farbe zu erfüllen! Und jeweils nur 1x)Lese ein Buch, ……des Genres Fantasy oder Historisch oder Krimi....des Genres Liebesroman oder Thriller oder Dystopie…von einem Debütautor…das verfilmt wurde…das weniger als 300 Seiten hat…das mehr als 500 Seiten hat.► Hinweis zu "Debütautor": Hierbei beziehen wir uns auf den Autor und nicht auf das Buch. Das heißt der Autor hat zu dem Zeitpunkt, wenn ihr das Buch lest, nur dieses eine Buch veröffentlicht. Es darf sich auch nicht um ein Pseudonym eines Autors handeln, der bereits Bücher veröffentlicht hat. Sollte ein weiteres Buch des Autor bereits angekündigt sein, so kann dieser trotzdem gezählt werden, solange ihr das Buch tatsächlich vor dem Erscheinungstermin seines zweiten Buches erscheint. ► Hinweis zu Verfilmungen: Es zählen alle Bücher, die bereits als Serie oder Film verfilmt wurden oder 2016 ausgestrahlt werden (also so wie z.B. "ein ganzes halbes Jahr", "Girl on the Train", "Die Bestimmung 3", ...) . Bitte das Erscheinungsdatum angeben!Hier werden nach und nach die Monatsaufgaben/Herausforderungen gepostet:Januar: Lese ein Buch mit einer Stadt oder einem Haus auf dem CoverFebruar: Lese ein Buch mit 4 oder mehr Wörtern im Titel. Untertitel zählen auch. März: Lese ein Buch mit Blumen oder Blüten auf dem Cover.April: Lese ein Buch, dessen Titel kursiv oder in GROßSCHRIFT ist. Mai: Lese ein Buch, dessen Handlung außerhalb Deutschlands, den USA und Großbritannien stattfindet.  Punkte Hast du ein Buch mit der Monatsfarbe gelesen? Ja =1 PunktHast du die Herausforderung erfüllt? Ja, mit dem gleichen Buch, wie die Farbe = 2 Punkte. Ja, aber ich habe ein anderes Buch dafür genommen = 1 PunktHast du eine Jahresaufgabe erfüllt? Ja = 1 Punkt(In manchen Monaten wird es möglich sein zusätzliche Punkte zu sammeln)Am Ende des Jahres wird ein/e Gewinner/in ermittelt.  Teilnehmer:  Neue Regel: Falls ihr in einem Monat die Aufgaben nicht geschafft habt, schreibt das bitte dazu. Sollte ich 2 Monate in Folge keine Änderung eures Beitrages sehen wird in dieser Liste >inaktiv< neben eurem Namen stehen und ich gucke nicht mehr in eure Listen. Solltet ihr trotzdem noch dabei sein, dann schreibt mir bitte eine PN und aktualisiert euren Beitrag. WICHTIG Ihr habt jeweils bis zum 3. des Folgemonats Zeit eure Bücher und Links einzutragen. Anschließend mache ich die Monatsauswertung und trage die Punkte in meine Tabelle ein. Alles was noch später eingetragen wird kann erst bei der nächsten Wertung berücksichtigt werden.  Wichtig bei der Rezension/Lesestatus (inkl. Kurzmeinung) ist mir, dass ich sehe, dass ihr das Buch wirklich gelesen habt, zusätzlich kann ich da sehen, wann das Buch gelesen wurde. Solltet ihr also einen Monat versäumt haben, eure Links einzutragen ist das nicht so wild, solange ich sehen kann, dass das Buch trotzdem im richtigen Monat gelesen wurde.  STAND: JuniAnendien ........................ 14 Annlu  .............................. 24 ban-aislingeach  ............. 18BlueSunset ....................  11BookW0nderland .......... 23Buchgespenst  ............... 21 _Buchliebhaberin_ ......... 12 {INAKTIV} christarira ......12 ChubbChubb  ................. 16Code-between-lines ...... 21 ConnyKathsBooks ......... 19 czytelniczka73 ................ 23 {INAKTIV}DasBuchmonster .....1dia78 ............................... 11 fairybooks ...................... 11 Igela ................................ 16 {INAKTIV}janaka ..............7jenvo82 ........................... 17JuliB ................................. 21LadySamira091062 ....... 16Lesebiene27 ................... 15 Lisa11 .............................. 21{INAKTIV} littlebanshee ... 4Luzi92 .............................. 22louella2209 ..................... 21mabuerele ...................... 15{INAKTIV} MalinaIda ........8mareike91 ....................... 18marpije ............................ 23MissSnorkfraeulein ....... 17Mrs_Nanny_Ogg ............. 17PMelittaM ........................ 20QueenSize ........................ 21rainbowly ......................... 16Sansol ............................... 22schafswolke ..................... 17{INAKTIV} sternblut ..........11SomeBody ....................... 17suggar .............................. 16sursulapitschi ................. 18Tatsu ................................ 11Thalathiel ......................... 13Vucha ................................ 22Wolly ................................. 12

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    • 1392
  • *+* Lasst uns gemeinsam die Steine aus dem Weg räumen *+*

    Funkenflieger

    Irve

    01. May 2016 um 20:17

    . Elvira und ihre Söhne Kevin, Robin und Marvin bilden eine ganz und gar untypische Familie. Die älteren beiden der Brüder farbig, der jüngere mit nicht zu leugnender Ähnlichkeit zum Kohlelieferanten, wachsen vaterlos auf. Und manchmal scheinbar auch ohne Mutter, denn Elvira interessiert sich mehr für Kater, Milchschnitten und das TV-Programm. Aber was soll´s? Es läuft doch, oder? Groß werden die Kinder doch schließlich auch allein! Dass die viel zu früh Mutter gewordene Frau sich lediglich ohnmächtig gegenüber ihrer Verantwortung fühlt und froh ist, dass ihre Söhne relativ problemlos durch das familiäre Leben schippern und nicht gleichgültig – wie ich es zunächst dachte – schält sich nach und nach heraus. Denn Kevin, ihr Ältester, wird Vater. Er hat ein türkisches Mädchen geschwängert und sieht sich plötzlich mit einem riesigen Berg von Problemen konfrontiert. Die einfache Lösung – eine Abtreibung und sich trennen – kam für das junge Paar nicht in Frage. Aber alleine konnten sie ihre Situation nicht schultern. Was dann folgte, wärmte mein Herz…. „Der Mensch wächst bekanntlich mit seinen Aufgaben. Aber er schafft es nicht immer allein.“ Und allein waren Kevin und seine Herzensdame Aicha nicht lange. Die Familie hielt zusammen wie Pech und Schwefel. Was längst schon zusammen gehörte, wuchs nun endlich auch zusammen. (Die Rezension ist meinem LitBlog entnommen: https://irveliest.wordpress.com/2016/04/28/rita-falk-funkenflieger/). Aber nicht nur von seinen beiden Brüdern und der nach und nach über sich hinauswachsenden Elvira erhielten die jungen Eltern Hilfe – auch Aichas Familie erwärmte sich im Bereich des Möglichkeiten für die Zukunft der werdenden Familie. Und dann gab es noch weitere gutherzige Menschen, die gar nicht zu den Familien gehörten. Sie alle erkannten die Probleme und wenn sie zur Lösung beitragen, oder Unterstützung leisten konnten, taten sie dies einfach. Ohne großes Palaver. Helfen kann so einfach sein und man muss nicht immer aus einer Mücke einen Elefanten machen. Man kann sich der Mücke auch einfach entledigen. Die Moral, die Rita Falk in ihrem Roman versprüht, gefällt mir sehr. Wenn du siehst, dass der Lebensweg von Menschen mit dicken Steinen versperrt ist, dann lege nicht noch mehr Steine dazu. Drehe dich auch nicht einfach weg und überlasse sie ihrem Schicksal, sondern hilf doch einfach dabei, die Probleme aus dem Weg zu räumen. Wie einfach dies häufig ist, welch teils unkonventionelle Lösungen hier manchmal gefunden und umgesetzt wurden, zeigt eindrucksvoll, dass da, wo ein Wille ist, auch ein Weg ist. Der ganz wunderbare Nebeneffekt daran ist, dass man immer wieder die Chance erhält, über sich selbst hinaus zu wachsen. Es steckt oft mehr in einem, als man denkt. Helfen ist wunderbar, und das Sprengen der eigenen Grenzen nicht minder schön. Es ist nicht wichtig, dass man oder etwas perfekt ist. Was einzig und allein zählt ist, dass man glücklich ist. In diesem Roman erleben wir das Leben in seiner ganzen Bandbreite. Während des Lebens habe ich gelacht und geweint und mich vor allem sehr gefreut, wie sich einige der Charaktere entwickelt haben. Aufgeben zählte nicht, jeder gab sein Bestes! Auch wenn die Protagonisten nicht in der ersten Reihe standen, Rita Falk hat sie dennoch mit wenigen Worten sehr treffend skizziert. In jeden einzelnen von ihnen kann man sich gut hinein versetzen. Das heißt nicht, dass man alles gutheißen musste, was geschehen ist. Denn man hat immer eine Wahl in dem, was man tut und man muss nicht die Schrecken der Vergangenheit die Handlungen der Gegenwart steuern lassen. Aber jeder ist so wie er ist und manchmal kann man auch nicht immer so aus seiner Haut heraus, wie man es gerne möchte. Der Roman liest sich, so wie man es von Rita Falk gewohnt ist, leicht und flüssig. Der Inhalt ist einfach zu verstehen und es entwickelt sich ein Riesensog gepaart mit einer Wahnsinnstiefe. Vielleicht liegt das daran, dass der Schreibstil nicht literarisch ausgefeilt ist, sondern einfach und echt wirkt. So wie Rita Falk schreibt, so denkt man und so fühlt man. So ist das Leben! Inhalt Elvira war viel zu jung, um selbst Kinder zu haben – und ihre Söhne Kevin, Robin und Marvin haben es nicht gerade leicht mit ihr. Als eines Tages herauskommt, dass Kevin seine große Liebe Aicha geschwängert hat, noch bevor beide ihren Schulabschluss in der Tasche haben, kommt es beinahe zur Katastrophe. Denn Aichas Eltern setzen alles daran, dass das Kind nicht zur Welt kommt. Was tun? Marvin hat einen irrwitzigen Plan. Und für einige Wochen wird ihrer aller Leben kräftig durcheinandergewirbelt … Autorin Rita Falk, Jahrgang 1964, geboren in Oberammergau, lebt noch immer in ihrer bayrischen Heimat und ist Mutter von drei erwachsenen Kindern. Sie hat sich mit ihrer Provinzkrimiserie um den Dorfpolizisten Franz Eberhofer (›Winterkartoffelknödel‹, ›Dampfnudelblues‹, ›Schweinskopf al dente‹, ›Grießnockerlaffäre‹ und ›Sauerkrautkrautkoma‹) sowie den Romanen ›Hannes‹ und ›Funkenflieger‹ in die Herzen ihrer Leser geschrieben. Von sich selber sagt die Autorin, dass sie die schönste Zeit ihres Lebens in Oberbayern verbracht hat, wo sie bei der Oma aufwuchs. Dem ihr so vertrauten Landstrich ist Rita Falk auch als Erwachsene treu geblieben. Sie ist Mutter von drei Kindern, lebt in München und hat in weiser Voraussicht damals einen Polizeibeamten geheiratet. Die Kindheitserfahrungen sind der Schatz, aus dem Rita Falk als Schriftstellerin schöpft. In ihrem Franz-Eberhofer-Krimi bildet ein bayerisches Dorf den Mittelpunkt des Geschehens. Keine Frage, dass es Rita Falk exzellent gelingt, dieses Bild authentisch in Szene zu setzen. Vor allen Dingen die kleinen und großen Schwächen der Menschen sind es, die sie ihren Lesern kenntnisreich und mit einer gehörigen Portion bissigem Humor serviert. Sie hat ihrem Protagonisten, dem Dorfgendarmen Franz Eberhofer, einen original bayerischen Ton auf den Leib geschrieben, der hart, aber herzlich ist. Der Franz sagt halt, was er denkt. Rita Falk ist sich also beim Schreiben treu geblieben. Ihre eigenen biografischen Wurzeln liefern den Grundstock für amüsante und geistreiche Unterhaltung der besten Lesart. Es bleibt weiterhin spannend – sicherlich wird sie noch viel von sich reden machen, mit ihren Geschichten von »dahoam«. Mit ›Hannes‹ und dem ›Funkenflieger‹ zeigt sie sich von einer neuen, überraschenden Seite, indem sie wahrhaftige, universelle Geschichten erzählt, die niemanden ungerührt lassen. Quelle: dtv

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  • Rezension nicht hervorragend aber ok

    Funkenflieger

    CorinaPf

    23. February 2016 um 10:16

    Inhalt Marvin hat zwei Brüder und alle beiden stecken Knietief in der Scheiße. Kevin der ältere von den dreien hat eine Freundin Aicha ubd diese ist jetzt von ihm Schwanger. Nicht nur das dies vor dem Abi echt blöd weiters wollen Aichas Eltern sie in die Türkei verfrachten um sie wieder neu zu programiere. Also reist sie aus und jetzt wohmt sie in dem Versteckt indem sich eigentlich Marvin und sein bester Freund Friedel. Und Robin der ist nicht besser, er hat falsche Freundell die ihm immer wieder abzocken. Dann wird er noch schwer Verletzt ins Krankenhaus gebracht. Jetzt muss sich Marvin auch noch um Robin kümmern. Seine Mutter bringt ja nichts zu stande.. Guter Schreibstil genau so wie die Eberhofreihe nur nicht so derb.. Es war leicht und flüssig zu lesen es gab einige Wendungen mit denen man nicht so gerecht hätte, aber die meiste Zeit war es vorausschauhbar. Die Personen waren gut beschrieben... nur das jeder von den Personen hat und immer mehr von diesen Personen werden probleme aufgedeckt und zum Schluss werden alle Probleme gelöst. Dies war mir dann doch ein wenig zu viel. Das Buch war gut geschrieben ich habe ihm 3,5 Sterne gegeben für zwischeb durch sehr angenehm zu lesen. Hätte mir aber mehr unter diesen Bücher Vorgestellt .

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  • Wenn die Energiesparlampe explodiert

    Funkenflieger

    R-E-R

    30. July 2015 um 22:14

    „Mit der Liebe ist es wie mit dem Licht. Verliebtsein, das ist doch wie ein Feuerwerk. Sprühend und funkelnd und strahlend und hell. Wunderschön, aber eben leider auch sehr schnell vorbei. Eine kleine Kerze dagegen brennt schon viel länger. Am besten aber sind Energiesparlampen. Die brauchen zwar ein wenig Zeit, bis sie richtig leuchten, dafür verbrauchen sie wenig und geben viel Licht. Und genau so muss eine gute Ehe sein, verstehst du“. Marvin, genannt Locke, versteht nicht, was der türkische Gemüsehändler ihm mit diesen Worten sagen will. Das liegt daran, dass er der falsche Adressat ist. Der Vater von Aicha will eigentlich an Kevin, den großen Bruder von Marvin appellieren, seine Tochter ihn Ruhe zu lassen. Ein Appell der zu spät kommt. Denn Aicha ist bereits schwanger und weder sie noch Kevin haben die Absicht ihre Liebe bzw. das erwartete Kind aufzugeben. Rita Falk, bekannt und berühmt durch ihre „Eberhofer“ Krimis hat nachgelegt. Nach „Hannes“, dem ersten Roman der sich nicht um Mord und Totschlag in Niederkaltenkirchen drehte, hat sie nun wieder eine Geschichte aus dem „normalen“ Leben geschrieben. Und Sätze, wie die eingangs zitierten, sind es die diese Autorin so besonders machen. Denn die „Energiesparlampe“ fliegt dem türkischen Vater am Ende um die Ohren. Ich will hier nicht zuviel verraten, aber es ist eine dieser legendären „Falk-Stellen“, die einen erst einmal zum Lachen und dann zum Nachdenken bringen. Wie so vieles in diesem Buch. Die Familie von Marvin ist „erbärmlich“. So bezeichnet es der Ich-Erzähler zumindest selbst. Die Mutter Elvira, alleinerziehend und arbeitslos, hockt den ganzen Tag auf dem Sofa. Sie gibt sich ihren Depressionen hin und hat keine Ahnung vom Leben ihrer Söhne. Zum Beispiel das Robin, der mittlere Bruder, in die Fänge falscher Freunde geraten ist, die ihn erpressen und terrorisieren. Oder das der sonstige Vorzeigesohn Kevin in großen Schwierigkeiten steckt. Er steht kurz vor dem Abitur, seine minderjährige Freundin ist schwanger und ihre Eltern drohen damit, sie in die Türkei abzuschieben, wenn sie sich nicht von dem Kind und dem dazugehörigen Erzeuger verabschiedet. Eine vertrackte Ausgangssitution die Rita Falk in gewohnt humorvoller Weise entspannt. Schicksalsschläge und Katastrophen führen bei ihr nicht zu noch mehr Elend, sondern aus so manchem „Schlechten“ erwächst bei ihr Gutes. Aus Hass wird Freundschaft, aus Depressionen neuer Lebensmut. Das dies nicht von allein geht versteht sich von selbst. Und so bevölkern auch diesen Roman jede Menge liebevoll skizzierte Originale. Wie der dicke Kunstlehrer Conradi, der im Unterricht nicht nur die Liebe zur Malerei vermittelt, sondern seinen Schülern auch im richtigen Leben zur Seite steht. Oder die Krankenschwester Annemarie und ihr Bruder, der Polizist. Ein resolutes Geschwisterpaar, das nicht nur die träge Elvira auf Vordermann bringt. „Funkenflieger“ hat mir zwar nicht so gut gefallen wie „Hannes. Locke erinnert sprachlich sehr an Franz Eberhofer. Diese Sprache passt aber, wie ich finde, nicht zu einem Sechzehnjährigen. Dazu kommt, dass die Geschichte sehr in Richtung „Friede, Freude, Eierkuchen“ tendiert. Oder besser in Richtung Eierlikörkuchen. Denn das eine Krankenschwester, die Vollzeit arbeitet, Zeit hat täglich einen Kuchen zu backen um damit jeden Nachmittag eine sozial benachteiligte Familie zu beglücken, ist wohl eher Wunschdenken als realistisch. Sei's drum. „Funkenflieger“ ist auf jeden Fall ein einfühlsamer Roman indem Rita Falk einmal mehr ihr Gespür für Menschen und Geschichten unter Beweis stellt. Gutes Ende inklusive. Und davon kann man schließlich nie genug haben.

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  • "Funkenflieger" von Rita Falk

    Funkenflieger

    Nelly87

    29. April 2015 um 15:41

    Erster Satz Wenn es überhaupt Dinge gibt, die ich mag, dann sind das saubere Fingernägel und Marzipankartoffeln. Inhalt Marvin, den alle nur Locke nennen, wächst in einer Familie auf, deren jeglicher Zusammenhalt fehlt. Seine beiden älteren Brüder, die von einem anderen Mann stammen, sind aufgrund der Gene ihres Vaters beide dunkelhäutig und haben daher in der Schule und in der Siedlung mit Vorurteilen zu kämpfen, die gemeinsame Mutter Elvira hat sich nach einer Kündigung total aufgegeben und sitzt den lieben langen Tag vor dem Fernseher und Lockes engste Bezugsperson ist sein bester Freund Friedl von gegenüber. Doch auch Friedl hat mit Familienproblemen zu kämpfen, denn sein Vater, ein ehemaliger Bundeswehrsoldat, schlägt ihn und seine Mutter. Gar keine idealen Voraussetzungen als Locke herausfindet, dass sein ältester Bruder Kevin seine türkischen Freundin Aicha geschwängert hat. Als deren Eltern das herausfinden, wollen sie das junge Mädchen in die Türkei verfrachten, um das Kind abtreiben zu lassen. Kevin weiß sich nicht zu helfen und so hecken er, der mittlere Bruder Robin, Locke und Friedl  einen Plan aus, um Aicha ihren Eltern zu entziehen und sich zu überlegen, wie das Leben weitergehen soll. Unerwartete Hilfe bekommen die Jugendlichen dabei von einer resoluten Krankenschwester, deren Bruder, der als Polizist arbeitet und einem Kunstlehrer. Meine Meinung Bisher kannte ich Rita Falk nur von ihrer Provinzkrimi-Reihe, die sich um den Dorfgendarm Franz Eberhofer dreht. Diese Bücher hatte ich erst vor kurzem entdeckt und mich sofort in die Reihe verliebt. Mit Funkenflieger hat Frau Falk jetzt aber ein Buch geschrieben, das sich von ihren lustigen Provinzkrimis doch sehr unterscheidet. Daher wollte ich dieses Buch unbedingt lesen, um zu schauen, ob Rita Falk auch anders kann als nur lustig. Und nachdem ich das Buch als jetzt gelesen hatte, muss ich sagen: sie kann! Und wie sie kann! Den Einstieg ins Buch habe ich als sehr angenehm empfunden. Die Geschichte wird aus Sicht von Locke bzw Marvin erzählt, der sich am Anfang erst einmal vorstellt und den Leser in sein Leben einführt. Man bekommt recht schnell ein Bild davon, wie zerrüttet das Leben für Locke und seine Mitmenschen ist. Und genauso schnell stellten sich bei mir die verschiedensten Emotionen für die Charaktere ein. Die Jungs taten mir sofort leid. Elvira, ihre Mutter, hatte viel zu früh Kinder bekommen, wurde von ihrer großen Liebe verlassen, bekam dann noch Locke und als sie alleine mit drei Kindern war, verlor sie ihren Job. Die Hoffnungslosigkeit in der Familie steht anfangs absolut im Vordergrund und wurde von Rita Falk sehr authentisch und glaubhaft dargestellt. Die Geschichte könnte so in jedem Unterschichten-Haushalt in Deutschland genau so wirklich passieren. Rita Falk hat nichts übertrieben, aber auch nirgends die Geschichte geschönt. Der Schreibstil war so wie ich ihn bereits von Rita Falk kannte. Hätte auf dem Cover nicht ihr Name gestanden, hätte ich trotzdem gewusst, welcher Autor diese Geschichte geschrieben hat. Anfangs war es für mich leicht gewöhnungsbedürftig, diesen Schreibstil mit einem ernsten Roman und nicht mit einem humorvollen Provinz-Krimi zu verbinden, doch trotzdem passte es irgendwie. Das Buch lässt sich leicht lesen und die Seiten fliegen nur so an einem vorbei. Ich hätte es nicht für möglich gehalten, aber durch den Schreibstil schaffte es Rita Falk dem Leser die Gefühle und Gedanken der Protagonisten, ihr Umfeld und ihr Leben näher zu bringen. Die Handlung nimmt recht schnell an Fahrt auf. Schon nach kurzem kommt es zur Schwangerschaft von Aicha und auch ohne, dass es ausdrücklich ausgesprochen wird, sind die Probleme, die dieses Kind mit sich bringt, sofort greifbar. Obwohl die Brüder bisher eher sporadisch eine Beziehung zueinander hatten, scheint es für keinen eine Frage zu sein, Kevin in dieser Situation beizustehen. In einem alten, leerstehenden Casino verstecken sie Aicha vor ihrer Familie. Deren Eltern und auch ihr großer Bruder Achmed sind anfangs absolut gegen diese Schwangerschaft, allen voran ihre Mutter. Im Vordergrund steht aber nicht ein riskantes Versteckspiel, denn das Herz dieses Buches sind die Charaktere. Als Erzähler der Geschichte steht natürlich Locke im Zentrum des Geschehens. Er ist eigentlich ein recht reifer Junge, dem seine Probleme und die seines Umfelds durchaus bewusst sind. Er hat das Herz am rechten Fleck. Locke spielt für die Handlung eine nicht unwesentliche Rolle, doch trotzdem wird er nicht in den Vordergrund gedrängt.Und auch obwohl die Schwangerschaft von Aicha die Rahmengeschichte liefert, ist genug Platz für die Handlungsstränge. Und davon gibt es wahrlich einige. Kevin muss von jetzt auf gleich erwachsen werden, um eine Frau und ein Kind zu ernähren. Obwohl er schon vorher der Mann im Haus war, nachdem Elvira ohne Mann lebte, ist es doch ein schwerer Schritt für ihn, in so kurzer Zeit erwachsen zu werden. Robin, der mittlere Bruder, hat dagegen Probleme ganz anderer Art. Durch seine dunkle Hautfarbe ist die Zielscheibe einer rechtsradikaler Gruppe, die ihm das Geld abnimmt oder ihn grün und blau schlägt. Das führt sogar so weit, dass er nach einer weiteren Attacke schwer verletzt im Krankenhaus aufgenommen werden muss. Und an Robins Krankenbett fängt dann auch Elviras Entwicklung an. Sie lernt Annemarie kennen, eine Krankenschwester, die sich Elviras annimmt und sie mal wieder so richtig in Fahrt bringt. Nach und nach schafft sie es, die Frau aus ihrer Lethargie zu holen und ihr wieder einen Zugang zum Leben zu ermöglichen. Dabei sind auch die drei Jungs nicht vor ihr sicher. Mit dem Auftauchen von Annemarie fangen alle Charaktere an, eine starke Entwicklung durchzumachen, die aber bei Elvira aber am offensichtlichsten ist. Rita Falk hat es geschafft, eine Hand voll Charaktere zu schaffen, die der Leser allesamt in sein Herz schließt. Ich könnte noch nicht mal sagen, dass ich unter ihnen einen Liebling hätte, da sie mich alle in mehr oder weniger starken Weise berührt haben. Ich habe mit ihnen mitgelitten, mich für sie gefreut. Selten habe ich solche Gefühle und Emotionen gefühlt während des Lesens eines Buches. Es hat mich von der ersten Seite an abgeholt und mich nicht mehr aus seinem Bann gelassen. Das Thema das Buches trifft genau die Umstände dieser Zeit und ich kenne nur wenige Bücher, die sich an diesen tiefgründigen Stoff herangewagt haben. Die Story ist einfach direkt aus dem Leben gegriffen und macht er dem Leser dadurch leicht, in die Geschichte einzusteigen. Das Ende des Buches war mir zwar schon recht früh klar bzw. ich konnte es mir denken, da es aber nicht um das Ziel, sondern um den Weg dahin geht, fand ich das absolut nicht schlimm.  Mein Fazit Mit Funkenflieger hat Rita Falk eindeutig bewiesen, dass sie nicht nur witzig sein kann, sondern auch Bücher mit Tiefgang und jeder Menge Emotionen schreiben kann. Dabei benötigt sie noch nicht mal eine actiongeladene Handlung, sondern beweist, dass das Leben an sich schon actionreich, gefühlsgeladen, spannend und rührend genug sein kann. Mit diesem Buch hat sie sich an ein Thema rangewagt, das bestimmt keine leichte Kost ist. Doch man muss ihr Respekt zollen, dass sie sich überhaupt mit einem solchen Thema auseinander gesetzt hat und dabei eine unglaublich gefühlvolle und ergreifende Geschichte konstruiert hat. Wieder einmal hat Rita Falk mir einen Grund mehr gegeben, sie zu meinen absoluten Lieblingsautoren zu zählen.

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  • Humorvolles Abbild der heutigen Gesellschaft liebevoll verpackt

    Funkenflieger

    tinstamp

    23. February 2015 um 18:45

    Viele kennen die Autorin von ihren humorvollen Regionalkrimis wie "Winterkartoffelknödel", "Dampfnudelblues" oder den im April erscheinenden "Zwetschgendatschikomplott". Dass Rita Falk auch anders kann, hat sie schon mit ihrem Roman "Hannes" bewiesen. Ihr neuester Roman "Funkenflieger" geht wieder in eine andere Richtung und ich würde ihn eher in den Bereich Jugendbuch einordnen. Denn unser Hauptprotagonist ist Marvin, ein 15-jähriger Junge. Allerdings hört er kaum auf diesen Namen, denn er wird von allen nur "Locke" genannt....er meint selbst, dass man sich wohl denken kann, warum ;) Locke hat es nicht wirklich einfach, denn seinen Erzeuger kennt er nicht...obwohl er ja vermutet, dass es der Heizölmann ist, der auch so ein Muttermal beim Auge hat, wie er. Der Vater seiner beiden älteren Brüder Kevin und Robin war ein Farbiger aus Jamaica und die große Liebe seiner damals erst 16-jährigen Mutter Elvira. Kurz nach dem zweiten Kind hat er sie allerdings verlassen und ist zurück in seine karibische Heimat geflogen. Nachdem die alleinerziehende Elvira auch noch ihren Job verliert, gibt sie sich auf. Jeder der Söhne nutzt diese Situation aus und lebt sein eigenes Leben. Nur Kevin, der Ältere, gibt sich noch am meisten Mühe. Während Elvira den ganzen Tag auf der Couch herumliegt, Richtershows im TV guckt, sich von Milchschnitten ernährt und ihren dreibeinigen Kater Buddy streichelt, versucht er zu ihr durchzudringen. Robin dagegen ist kaum zuhause und hat sich die falschen Freunde gesucht, die ihn bedrohen und auch noch sein letztes Geld abnehmen. Locke geht noch zur Schule. Er und sein bester Freund Friedel, der im Nachbarhaus wohnt und dessen Vater die ganze Familie tyrannisiert, haben einen eigenen Zufluchtsort gefunden. Im "Casino", einem stillgelegten Fabriksgelände, haben sie es sich heimisch eingerichtet und hängen die Nachmittage gemeinsam dort herum. Als Kevin's türkische Freundin Aicha schwanger wird, fangen die Probleme aber erst richtig an. Beide stehen kurz vor der Matura  und Aicha's Eltern sind gegen die Beziehung. Vorallem Aicha's Mutter reagiert sehr hartherzig, fordert eine Abtreibung und will Aicha in die Türkei schicken und dort verheiraten. Aicha haut ab und Locke findet für Aicha DIE Lösung. Er quartiert sie kurzerhand im Casino ein. Dort kümmert sich auch Kevin liebevoll um seine Freundin. Doch bald schon folgt das nächste Problem, denn Robin wird krankenhausreif geprügelt und kämpft um sein Leben. Da wacht Elvira endlich auf und verbringt ihre Tage statt auf der Couch bei Robin im Krankenhaus. Dort lernt sie die resolute Krankenschwester Annemarie kennen. Die beiden Frauen werden Freundinnen und Annemarie nimmt sich Elvira und ihrer Familie an. Langsam aber sicher bringt sie Bewegung in die vorher kaum vorhandene Familiengemeinschaft. Die Jungs sind anfangs wenig begeistert, doch schon bald werden neue Freunde gefunden und auch Aicha erfährt immer mehr Hilfe von Menschen aus ihrer Umgebung. Aus einem Nebeneinander wird ein gemeinschaftliches Miteinander. Im Laufe der Geschichte macht auch Elvira eine erfeuliche Entwicklung durch, die nicht überzogen oder unrealistisch wirkt. Überhaupt ist der Roman sehr realitätsbezogen. Er vermittelt jede Menge Themen, wie häusliche Gewalt, Depressionen, Gewalt und Mobbing, Beziehungen zwischen verschiedenen Kulturen und natürlich die viel zu frühe Schwangerschaft. Und trotzdem ist dieses Buch nicht negativ und zieht einem nicht runter. Die lockere Erzählweise in der Ich-Perspektive des 15-jährigen Locke ist sehr humorvoll. Als Leser hat man Einblick in die Welt des Erwachsen werdens und auch der ersten Liebe. Locke ist ein wirklich sympathischer Charakter mit einem großen Herz für Menschen, die ihm wichtig sind. Cover: Das Cover passt hervorragend, denn es zeigt eine wichtige Szene aus dem Buch. Mehr will ich hier dazu nicht verraten. Schreibstil: Humor zeigt die Autorin auch in ihren Regionalkrimis. Auch hier kommt er nicht zu kurz und lockert die eher negativen Themen wunderbar auf. Die Geschichte ist sehr einfühlsam und authentisch geschrieben. Sie ist direkt aus dem Leben gegriffen. Die Charaktere sind wunderbar beschrieben und machen alle im Laufe der 320 Seiten eine größere oder kleinere Wandlung durch. Fazit: Eine berührende Familiengeschichte, direkt aus dem Leben gegriffen. Authentisch, humorvoll und teilweise dramatisch - ein Roman, der die Problematik der heutigen Gesellschaft aufzeigt und Hoffnung gibt. Eine Lesempfehlung!

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  • Manchmal werden Märchen wahr

    Funkenflieger

    buchjunkie

    Elvira ist eine junge Frau, die sehr früh Mutter von drei Jungs wurde. Mit zwei verschiedenen Vätern. Sie lebt mit ihren Söhnen Kevin, Robin und Marvin mehr schlecht als recht- ohne Job, ohne Motivation. Doch als Kevin mit dem türkischen Mädchen Aicha zusammen ist und diese auch noch schwanger wird, bevor sie beide ihren Schulabschluss in der Tasche haben, beginnt das eh wackelige Gefüge zu wanken. Aichas Eltern sind mit der Beziehung der beiden nicht einverstanden, und nach ihrer Mutter soll das Baby nicht auf die Welt kommen. Doch was tun? Der fünfzehnjährige Marvin, genannt Locke, hat eine Idee , in der ein leerstehendes Casino eine große Rolle spielt. Und damit bringt er einen Stein im Leben aller Beteiligten zum Rollen! Erzählt wird die Geschichte aus der Sicht von Locke, in seiner Sprache und Denkweise. Doch das lässt sich wirklich sehr gut lesen. Locke ist auch ein prima Kerl, den man einfach mögen muss. Ich mag die Art zu schreiben von Rita Falk und mit diesem Roman hat sie wieder mal bewiesen, dass sie neben den Eberhofer-Krimis auch ernstere Töne anschlagen kann. Doch es gab auch Stellen, die mich schmunzeln liessen. Es ist eine bewegende Geschichte, die so tatsächlich stattfinden könnte in einer kleinen Stadt in Bayern. Und trotzdem könnte sie beginnen mit „ Es war einmal..“ Aber immer wieder werden Märchen auch in unserer Zeit wahr. Es ist ein Buch über Freundschaft, eine Liebe, ein Baby und die Probleme von Jugendlichen. Ein besonderes Buch, für Erwachsene ebenso wie für Jugendliche! Sehr empfehlenswert!

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    • 11
  • Einzigartige Schreibweise

    Funkenflieger

    WinfriedStanzick

    26. January 2015 um 13:22

        Marvin, wegen seinen Haaren Locke genannt wächst mit seinen Brüdern Robin und Kevin bei seiner Mutter Elvira auf. Elvira verlor vor Jahren ihren Job, und seitdem verbringt sie den Großteil ihrer Tage mit Kater Buddy, ungezählten Milchschnitten und „Richter Holt“ auf dem Sofa. Um den Haushalt kümmern sich die Söhne Marvin und Kevin mehr recht als schlecht. Robin lässt sich meist nur blicken, wenn seine Brüder nicht zuhause sind, denn dann sind seine Chancen am größten, von der Mutter Geld zu bekommen. Das tut ihr zwar hinterher immer leid, aber irgendwie schafft er es immer wieder. Daher sehen es Kevin und Marvin als ihre Pflicht an, auch auf die Mutter zu achten. Insbesondere darauf, dass sie nie alleine zuhause ist und Robin sie wieder anpumpen kann. Als Marvin zufällig erfährt, dass Kevins Freundin Aicha schwanger ist, erklärt er ihn erst für verrückt, tut aber, nachdem ihm Kevin sein Herz ausgeschüttet alles dafür, dass es Aicha, dem werdenden Kind und Kevin gut geht. Bisher nutzten Friedl, sein bester Freund und er das Casino einer leerstehenden Fabrik, um ihre Freizeit dort zu verbringen. Jetzt wollen sie den werdenden Eltern dort Unterkunft bieten, nachdem Aichas Mutter nur das Ziel kennt, zu verhindern, dass ihre Tochter dieses Kind eines „Zigeuners“, wie sie Kevin nennt, zur Welkt bringt. Kevin jedoch steht zu Aicha. Er liebt sie über alles und setzt alles in seiner Macht stehende in Bewegung, damit es Aicha gut geht. Nachdem Robin brutal zusammen geschlagen wird und der Täter nicht zu ermitteln ist, befinden sich auch Marvin und die werdenden Eltern in Gefahr. Als Aicha ein Geburtstagsgeschenk für Kevin organisieren will, spitzt sich die Lage zu… Rita Falk erzählt die Geschichte von drei Brüdern, ihrer alleinerziehenden Mutter und deren engsten Freunde. Sie zeigt das Leben in der Unterschicht. Mutter arbeits- und antriebslos, die Jungs mehr oder weniger sich selbst überlassen, einer kurz vorm Abitur, die anderen beiden jünger, sowie der Freundin des ältesten Sohnes, die ein Kind erwartet. Rita Falk erzählt  diese Geschichte lebendig, gefühlvoll und streckenweise sehr spannend. Der Ablauf in der Schule, der Umgang der Jugendlichen untereinander und die schwermütige, etwas weinerliche Art der Mutter sind sehr realistisch und nachvollziehbar dargestellt. Durch ihre einzigartige Schreibweise schafft es die Autorin, den Leser in diese Familie und deren Leben zu entführen und nicht mehr los zu lassen. Auch trotz dramatischer Vorkommen zeigt sie den Zusammenhalt innerhalb der Familie und der darin mit eingebundenen Freunde. Gemeinsam sind sie stark und bestehen so manche schwierige Lebenslage.   Nach „Hannes“ ein weiterer sehr berührender, menschlicher Roman von Rita Falk.

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  • Am Ende sind die Probleme doch gar keine! Für meinen Geschmack zu naiv angelegt.

    Funkenflieger

    KTea

    22. January 2015 um 18:20

    Ich-Erzähler Marvin, ob seiner krausen Haare "Locke" genannt, ist ein 15-jähriger Schüler, der in einer nicht ganz einfachen Familiensituation steckt: Mutter Elvira ist alleinerziehend, arbeitslos, faul, ungebildet und dem Alkohol nicht abgeneigt. Wer sein Vater ist, weiß Marvin nicht. Die beiden älteren Brüder könnten verschiedener gar nicht sein: Kevin ist fürsorglich und kümmert sich um Elvira, versucht auf sie aufzupassen - denn das muss man offenbar. Robin geht sehr unregelmäßig in der Wohnung aus und ein, treibt sich mit zwielichtigen Typen herum, die er Freunde nennt, die ihn aber auf Grund der dunklen Haut, die er und Kevin von ihrem Vater geerbt haben, beleidigen und ihn ausnutzen. Der einzige Lichtblick in Marvins Alltag ist sein Freund und Nachbar Friedel, mit dem er ein geheimes Versteck, ein ehemaliges Lokal einer stillgelegten Fabriksanlage - das "Casino" - teilt. Auch Friedel hat kein einfaches Leben. Sein Vater ist jähzornig und schlägt ihn hin und wieder. Die Handlung kommt in Schwung, als Friedel und Marvin erfahren, dass Kevins türkische Freundin Aicha schwanger ist - und das im letzten Schuljahr der beiden. Aichas Familie kann Kevin ohnehin nicht leiden, nun ist die Katastrophe vorprogrammiert. Aicha kann ihr Geheimnis nicht bewahren und als ihre Mutter sie eines Tages wissend in der Küche erwartet und sie noch am gleichen Tag zu den Großeltern in die Türkei schicken will, flüchtet das Mädchen und taucht unter. Ab diesem Tag hausen Kevin und sie versteckt im alten Casino. Rita Falk will, so scheint es, in ihrem Roman sehr viele, am besten alle, möglichen Probleme auf den Tisch bringen und überlädt die Handlung damit heillos. Da ist einerseits der Konflikt, mit dem Kevin und Aicha zu kämpfen haben: die Schwangerschaft, Aichas Familie, das Abitur, das Leben im Verborgenen, der Sturz Aichas über die Treppe einer Unterführung und die darauffolgende Sorge um das Baby, die zu frühe Geburt, die hasserfüllte Mutter, die am Ende versucht, das Kind im Krankenhaus zu töten. Dazu kommt ein Überfall auf Robin, der nachts mit einer Eisenstange verprügelt wird und danach lange in Krankenhaus und Reha-Zentrum verbringt. Als er wieder nach Hause kommt, ist aus dem Flegel ein hilfsbereiter junger Mann geworden, der zu Aicha ins Casino zieht, um seinen Bruder Kevin zu entlasten. Auch Mutter Elvira erlebt einen Wandel, wird von einer neuen Freundin wieder auf Spur gebracht, lernt einen Mann kennen, wird zur Superhausfrau und findet wieder eine Arbeit. Darüber hinaus erlebt Marvin einen großen Verlust, als Friedel von zu Hause weggeschickt wird und fortan bei seinen Großeltern in Heidelberg wohnt. Aber auch Marvin ereilt die Liebe. Zufällig lernt er im Sommer ein wunderschönes, atemberaubend cooles und aufregendes Mädchen mit einem besonderen Namen und einer spannenden Lebensgeschichte kennen. Dieses Mädchen - welch Überraschung! - kommt nach den Ferien als neue Schülerin sogar in seine Klasse, wo dank Friedels Weggang auch noch ein Platz genau neben Marvin frei ist. Funkenflieger ist ein Roman, der viel will - zu viel in meinen Augen - und der dabei seinen belehrenden Unterton nicht immer verstecken kann und alle Klischees bedient. Gleichzeitig löst sich aber alles am Ende in Wohlgefallen auf. Der Buchrücken verheißt "ein modernes Märchen". Märchenhaft ist in jedem Fall der Ausgang der unglaubwürdigen Geschichte, der von der großen Versöhnung (fast) aller Beteiligten geprägt ist und den Eindruck erweckt, als wäre eine Teenager-Schwangerschaft doch gar nicht so ein Problem. Im siebten Monat lässt sich Aicha noch von Kevin auf dem Gepäckträger durch die Nacht radeln und nach der Geburt des Kindes freuen sich alle, weil die frisch gebackenen Eltern nach Italien ziehen, damit Aicha dort Kunst studieren kann und Kevin den Lebensunterhalt in einer Pizzeria verdienen soll. Kitsch pur! Darüber, ob sie ihr Leben als junge Familie ohne den Beistand von Verwandten und Freunden im Ausland überhaupt meistern werden, wenn Aicha als Mutter eines erst wenige Monate alten Babys studiert, macht sich niemand Sorgen. Vielmehr ist alles vom ehrgeizigen Lehrer (und neuen Freund von Elvira) arrangiert. Vom Ende her betrachtet handelt es sich beim neuesten Roman von Rita Falk um ein kitschiges, blauäugiges Buch, das ich definitiv nicht weiterempfehlen kann. Alleine schon deshalb, weil der 15-jährige männliche Ich-Erzähler aus der Feder der Autorin nicht wirklich glaubwürdig wirkt. Schade.

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  • Warmherzig, gefühlvoll und emotional

    Funkenflieger

    Seehase1977

    26. December 2014 um 09:07

    Klappentext: Eine kleine Stadt in Bayern.  Zwei Liebende und ein Baby, das nicht sein soll. Ein leerstehendes Casino als Zufluchtsort… Eine dramatische und bewegende Geschichte von Menschen, die unter widrigsten Umständen füreinander da sind. Marvin, genannt Locke lebt, mit seiner Mutter Elvira und seinen zwei Brüdern Kevin und Robin in einer kleinen Stadt in Bayern.  Elvira, wie ihre Söhne sie nennen, ist, nachdem sie vor Jahren ihren Job verlor, antriebslos und lebt nur noch vor sich hin. „Richter Hold“ und die tägliche Milchschnittenration sind ihr wichtiger als der Haushalt und ihre Söhne. Diese sind mehr oder weniger auf sich gestellt. Eines Tages findet Locke heraus, dass sein ältester Bruder Kevin seine türkische Freundin Aicha geschwängert hat. Eine Katastrophe, denn beide stehen kurz vor dem Abitur und Aichas Familie würde ein Kind von Kevin niemals akzeptieren. Aicha will das Kind aber unbedingt bekommen und muss von zu Hause weg. Locke und sein bester Freund Friedl verstecken Kevin und seine Freundin in ihrem geheimen Zufluchtsort, einem leerstehenden Casino, wo die beiden von jetzt an leben werden. Als Robin auch noch von seinen „Freunden“ brutal zusammengeschlagen wird und schwer verletzt im Krankenhaus landet und die jungen Leute immer mehr Angst davor haben, von Aichas Familie entdeckt zu werden, oder gar selbst von den Schlägern angegriffen zu werden, spitzt sich die Lage zu…. Rita Falk erzählt in ihrem neuesten Buch „Funkenflieger“ die Geschichte dreier Brüder und ihrer alleinerziehenden Mutter und über das Leben in der Unterschicht der Gesellschaft.  Wie schon in ihrem Roman „Hannes“ bedient sich Falk eines warmherzigen und emotionalen Erzählstils und ihre Charaktere sind bildhaft und mit viel Tiefgang dargestellt.  Die Autorin  hat mehrere Themen, wie z.B.  eine Familiengeschichte, soziale Brennpunkte  und kulturelle Problematiken in einem Buch vereint. Emotional, tiefgründig, spannend und  mit ihrem eigenen,  ganz bestimmten Humor hat Rita Falk mit ihren Roman  ein wahres  Lesevergnügen erschaffen. Von mir eine absolute Leseempfehlung!

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  • Funkenflieger

    Funkenflieger

    Nusseis

    19. December 2014 um 11:21

    Dies ist die Geschichte von Marvin alias „Locke“, der in schwierigen sozialen Verhältnissen aufwächst. Eine Mutter, die sich lieber ihren Fernseh-Bedürfnissen widmet, anstatt ihre Kinder auch nur ansatzweise zu beachten und zwei weitere Brüder. Robin wird ständig von einer brutalen Gang erpresst und Kevin ist nur mit seiner Freundin Aisha beschäftigt. Als Aisha schwanger wird stehen die Jungs vor einem riesen Problem: Aishas Eltern sind davon überhaupt nicht begeistert und wollen ihre Tochter in die Türkei abschieben. Aisha muss sich vor ihrer Familie verstecken und Marvin kann helfen. Doch damit fangen die Probleme erst an…   Überzeugend und authentisch hat Rita Falk ihre Figuren zum Leben erweckt. Ebenso die Darstellung der Problematik in der Familie und in unserer Gesellschaft ist ihr großartig gelungen. Trotz vieler Probleme hinterlässt das Buch keinen negativen Beigeschmack. Es geht darum nicht aufzugeben und es macht viel Freude mitzuerleben wie Marvin und seine Familie dafür alles geben.

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  • Das Leben schreibt die Geschichten: beeindruckend und sehr authentisch.

    Funkenflieger

    Lesegenuss

    10. December 2014 um 10:08

    “Funkenflieger” von Rita Falk ist mein erstes Buch von der Autorin, welches ich gelesen habe. In der Geschichte schreibt Rita Falk aus dem Leben von Elvira und ihren drei Söhnen. Elvira war noch sehr jung, als sie das erste Mal Mutter wurde. Umso betroffener macht es sie, als herauskommt, dass die minderjährige Freundin ihres ältesten Sohn Kevin schwanger ist. Elvira, alleinerziehend, alle drei Söhne von verschiedenen Vätern verschiedener Hautfarbe. Aicha, ein türkisches Mädchen. Dass das Probleme geben würde, war ziemlich klar. Doch was tun? die türkische Familie will ihre Tochter in die Türkei abschieben. Im Mittelpunkt der Geschichte steht Marvin, der jüngste von Elviras Söhnen. Aus seiner Sicht wird auch die Story erzählt. Man muss als Ganzes funktionieren, als Familie, damit Aicha und Kevin eine Zukunft mit dem Baby haben werden. Es gibt einen guten Einblick in eine Familie, dessen Mutter total überfordert ist und sich im Prinzip aufgegeben hat. Ihr Umfeld, sprich die Söhne, hat sie komplett aus den Augen verloren. Elvira ist in einem lethargischen Zustand und sich nicht klar darüber, in welchen “Gewässern” ihre Söhne schwimmen. Marvin, auch Locke genannt, versteckt Aicha vor den Eltern in einem alten Casino. Als die Situation eskaliert und Robin zusammengeschlagen wird, Elvira ihn im Krankenhaus so vorfindet, keimt etwas Hoffnung auf. Aber nur mit Hilfe der Krankenschwester Annemarie gelingt es für den Moment, Struktur in die Familie zu bringen. Dass das nicht auf Gegenliebe aller Parteien stößt, ist verständlich. Doch sie müssen zusammenhalten, und weitere Hilfe erhalten sie von zwei weiteren Personen. In “Funkenflieger” hat die Autorin mit Elvira und den drei Söhnen eine Familie geschaffen, mit sozialem Hintergrund, wie es auch in der Realität vorzufinden gibt. Sich nicht aufgeben, auch wenn der Weg sehr steinig ist, eine klare Botschaft. Überzeugend und authentisch hat Rita Falk ihre Figuren zum Leben erweckt. Ebenso die Problematik der Familie, unsere Gesellschaft, ist ihr großartig gelungen. Die Handlung ist schlüssig und nachvollziehbar, bis auf ein paar Kleinigkeiten zum Schluss. Sich nicht aufgeben und die schweren Hürden im Leben meistern, ist ein weiteres Resultat aus dem Roman.

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