Sauerkrautkoma

von Rita Falk 
4,3 Sterne bei354 Bewertungen
Sauerkrautkoma
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Positiv (293):
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Eigentlich hat Franz Eberhofer schon genug Sorgen am Hals. Es hilft alles nichts! Da will noch ein Fall gelöst werden...

Kritisch (6):
Alanda_Veras avatar

Diese Art Humor ist definitiv nicht meiner.

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Inhaltsangabe zu "Sauerkrautkoma"

Weil sich der Eberhofer in Niederkaltenkirchen bei der Verbrechensbekämpfung so verdient gemacht hat, wird er in die bayerische Metropole des Verbrechens versetzt. Gut nur, dass die Oma ihn mit Care-Paketen versorgt. Doch kaum hat der Franz den Sessel im Präsidium angewärmt, da geht's auch schon los mit der großstädtischen Kriminalität. Als nämlich der Papa zum ersten Mal im Admiral daherkommt, wird ihm sogleich der Wagen geklaut. Der taucht zwar bald wieder auf, doch damit fängt der Stress erst richtig an: Im Kofferraum befindet sich die Leiche einer jungen serbischen Frau. Offenbar erwürgt. Die Spuren führen den Franz in eine ihm völlig fremde Welt: nach Grünwald.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783423215619
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:272 Seiten
Verlag:dtv Verlagsgesellschaft
Erscheinungsdatum:01.12.2014
Das aktuelle Hörbuch ist am 16.09.2013 bei Der Audio Verlag erschienen.

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    Aurelios avatar
    Aureliovor 19 Tagen
    Kurzmeinung: Eigentlich hat Franz Eberhofer schon genug Sorgen am Hals. Es hilft alles nichts! Da will noch ein Fall gelöst werden...
    Ein verzwickter Fall, dieser Eberhofer!

    Mit der Zwangsbeförderung zur Kripo München und der damit einhergehenden Versetzung von Niederkaltenkirchen in die bayerische Metropole gerät für Dorfpolizist Franz Eberhofer die heile Welt aus den Fugen. Zur schlechten Nachricht gesellt sich weiteres Ungemach. Ausgerechnet jetzt taucht unverhofft der gutaussehende Karl-Heinz in seinem Heimatdorf auf und versucht ihm seine Freundin Susi auszuspannen. Zu allem Überdruss wird Karl-Heinz von Leopold, Eberhofers fiesem Bruder, dabei tatkräftig unterstützt. Als Papa und Oma den Franz in München besuchen, wird ihnen ihr Auto geklaut und als es in Grünwald wiederauftaucht, liegt im Kofferraum die Leiche einer jungen Frau.

    Für den entwurzelten Eberhofer beginnt eine Zeit des Hin- und Herpendelns zwischen München und Niederkaltenkirchen. Im aufgewühlten Gemütszustand wird er zur leichten Beute der feurigen Arbeitskollegin Steffi. Franz wird sich bewusst, dass seine Liebe einzig der Susi gilt. Von Familie und Kollegen lässt er sich schließlich dazu bewegen, um die Gunst von Susi zu kämpfen und stellt ihr endlich den längst überfälligen Heiratsantrag.

    Ein verzwickter Fall, dieser Eberhofer! Schwer gebeutelt muss er sich nebenher auch noch um die Aufklärung eines Verbrechens kümmern. Zum Glück kann er sich dabei auf sein kriminalistisches Gespür verlassen. Und auf seinen Kumpel Rudi.

    In den Ermittlungen zum Mordfall fehlte mir der Pepp. Insgesamt hat mich das Buch aber dennoch sehr gut unterhalten. Im Fall Eberhofer ging emotional die Post ab. Die schräg überzeichneten Figuren finde ich zum Schießen. Da passt auch die derbe Umgangssprache wie maßgeschneidert dazu. Die Autorin versprüht mit lockerem Schreibstil viel Kurzweil über die Seiten. Der Bezug zum Buchtitel kommt überraschend und der beinharte Cliffhanger zum Schluss schlägt ein wie eine Granate. Fortsetzung folgt...

    Sauerkrautkoma läuft seit Ende August in den Kinos!

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    Zirbis avatar
    Zirbivor einem Monat
    Kurzmeinung: Großstadtfeeling für Franz - trotzdem natürlich charmant wie eh und je.
    Nett und Herzlich

    Diesmal spielt der "Krimi" hauptsächlich in städtischen Regionen. Trotzdem bleibt die Autorin immer wieder Niederkaltenkrichen treu und auch hier gibt das ein oder andere zu entdecken und zu erleben. 

    Franz in der Großstadt - und Oma und der Vater mittendrin - das kann ja nur chaotisch werden, oder? 

    Ermittelt wird wie gewohnt eher mit Humor und Glück, als mit kriminaltechnischer Perfektion. Und natürlich ist auch diesmal Franz eher derb, ungehalten, manchmal plump, lustig, goschig, hungrig und aber auch charmant - "Franz" halt. Wie man ihn kennt und liebt. 

    Wer es nicht immer gruselig, grausam und voller Action braucht - der ist bei dieser Reihe genau richtig. Völlig unverkrampft kann man das Buch lesen, schmunzeln und eintauchen. Man muss keine Angst haben, dass man auf der nächsten Seite überrascht wird, sich erschrickt oder etwas unvorhersehbares einen umwirft. Von daher - für alle Krimi-Fans ,die es gern auch mal richtig richtig soft mögen. 

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    Amilyns avatar
    Amilynvor 2 Monaten
    Kurzmeinung: Wie immer akkurat gut, der Franz, gell
    Franz in der Löwengrube

    Weil der Franz verbrechenstechnisch die höchste Aufklärungsrate in ganz Bayern hat, wird er direkt mal zwangsbefördert und kommt zur Kripo in die Hauptstadt - also, nach München, gell. Da kriegt der Franz direkt einmal einen Stress, vor allem nach Feierabend, wenn er den ganzen Weg bis nach Hause zur Oma fährt und da der Leopold schon sitzt, die alte Schleimsau. Als dann auch noch beim ersten Besuch vom Papa in München der alte Opel geklaut wird und später mit einer Leich' im Kofferraum wieder auftaucht, geht das Ermitteln auch schon wieder los. Und die Susi will derweil auch noch geheiratet werden.


    Ja, da kommt der Franz aus dem Stress gar nicht mehr raus, gell. Diesmal nimmt der Kriminalfall mit derer Leich' im Kofferraum vom Papa seinem Admiral sogar einen recht ordentlichen Bestandteil der Geschichte ein. Obwohl, das muss man jetzt mal ganz deutlich sagen, man da schon merkt, dass das wie immer trotzdem noch recht nebensächlich ist. Für den Franz so das kleinste Problem, sozusagen. 

    Viel ernster ist da doch die Sache mit der Susi. Die besorgt sich nämlich plötzlich ein Brautkleid und Pipapo. Ja, da hab ich mich schon gefragt, warum die beiden denn noch nie darüber gesprochen haben zusammenzuziehen. Ist ja ein klein bisschen unlogisch, gell. Aber machen tut das nichts bei der sonst so tollen Geschichte, die wo ich immer so gerne lese. Also eigentlich alle vom Eberhofer-Franz. Obwohl der mit der Susi auch hier wieder so moralisch nicht ganz akkurat umgeht. Aber das ist halt der Franz. Da hat die Falknerin halt einen echten Charakter erschaffen und nicht nur so einen Dreamboy, wo austauschbar ist und Hauptsache sympathisch.

    Ein bisschen was über dem Franz seine Vergangenheit mit der Mama und auch mit der Susi erfahren wir im Sauerkrautkoma. Das hat dann nicht nur den Franz sehr mitgenommen, sondern mich auch. Das hat mir direkt so richtig gut gefallen, auch wenn's nur kurz war. 

    Dass das Buch jetzt gerade genau das war von der Reihe um den Kommissar Eberhofer, das ich noch nicht gekannt hab, war jetzt wirklich ein Zufall, wo das jetzt auch noch ins Kino kommt. Aber weil ich da neulich ein Filmplakat gesehen hab, hab ich mal total Lust drauf gekriegt weiterzulesen, gell. Gut, dass das jetzt so gut zusammengepasst hat, weil ich ja direkt total begeistert war vom Buch und so weiter. Und der Franz und die Susi gucken im Buch sogar auch einen schönen Film, gell.

    "Im Fernseher läuft der "Dampfnudelblues", irgend so ein bayerischer Provinzkrimi, und die Susi und ich schenkeln uns vor lauter Lachen." (S. 223)

    Fazit: Nicht nur die Susi und der Franz sind begeistert, sondern ich auch. Da kann man kaum genug kriegen von den beiden und der Oma, dem Papa, dem Ludwig, dem Leopold und dem Birkenberger und Pipapo. Kriminaltechnisch war das auch eine akkurate Vorstellung, kann man so sagen. Da hat die Falknerin mal wieder eine gute Arbeit geleistet, die von mir 5***** bekommt, ist doch klar!

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    Janina84s avatar
    Janina84vor 8 Monaten
    Kurzmeinung: Die Geschichten mit dem Eberhofer Franz sind einfach immer wieder amüsant.
    Und wieder ein neues Abenteuer mit Franz Eberhofer

    Im 5. Teil der Erfolgsserie rund um den "Dorfpolizisten" Franz Eberhofer geht es wie gewohnt drunter und drüber. Einfach passend zu diesem liebenswürdigen Chaoten.


    Inhalt:
    Franz soll nach München in die PI versetzt werden, das taugt ihm selbstverständlich gar nicht. Dann verschwindet der Admiral seines Vaters und wird bald darauf mit einer Frauenleiche im Dachauer Forst wieder aufgefunden.
    Dann taucht auch noch ein alter Schulkamerad von Franz, Susi und Leopold wieder auf, dieser versucht sofort sein Glück bei Susi, was dem Franz natürlich gar nicht taugt. 

    Wieder einmal geht es in Franz´ Leben drunter und drüber. Erst kommt da diese Versetzung nach München, auf die er mal so gar keine Lust hat. Dann wartet der nächste Mordfall nicht lange auf sich und dann soll er auch noch die Susi heiraten. Wie soll er das nur wieder schaffen, ein riesen Stress.

    Zusammenfassung:

    Während sein Vater und seine Oma ihn in München besuchen, wird der alte Admiral vom Papa gestohlen und nach einigen Tagen im Dachauer Forst wieder aufgefunden. Mit einer Frauenleiche im Kofferraum.

    So beginnt ein neuer Fall und der Franz muss sich nebenher auch noch um seine Susi kümmern.
    Er soll sie endlich heiraten tönt es von allen Seiten, sonst ist sie irgendwann wieder weg. Wie es schon einmal war. Der Franz mag das nicht recht glauben und versaut einen Heiratsantrag nach dem anderen. Irgendwann sagt sie schließlich ja und die Hochzeitsplanungen beginnen. Natürlich nicht wie bei jedem normalen Paar, nein, das wäre zu einfach :D
     
    Letztendlich ist der Fall wieder einmal gelöst, dank der erneuten Hilfe vom Birkenberger. Doch die Susi ist wieder einmal weg.


    Alles in allem war es wieder ein herrliches Lesevergnügen. Man weiß was man bekommt, überraschend ist es nach 5 Teilen nicht mehr so wirklich. Aber das Lesen macht einfach nur Spaß. Ich lieben den Schreibstil von Rita Falk und die Seiten fliegen nur so dahin.
    Man muss ihn einfach mögen, den Eberhofer :)
    Ein Chaot wie er im Buche steht und die Oma ist der Brüller schlechthin, einfach nur toll. 
    Ich habe den nächsten Teil schon parat und freue mich wie ein kleines Kind darauf :)
    Immer wieder eine klare Leseempfehlung. 





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    Lesebegeistertevor 9 Monaten
    ...Fall 5 ...

    Der Eberhofer wird nach München versetzt. Quasi so eine Art „Beförderung“. Der Franz ist davon so rein gar nicht begeistert. Dann wird im Auto vom Papa eine Leiche gefunden…
    Wieder ur-lustig mit viel bayrischen Schmäh! Köstliche Unterhaltung.

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    Seitenglanzs avatar
    Seitenglanzvor 9 Monaten
    Kurzmeinung: Der fünfte Band hat mich wieder gut mitgerissen! Einfach superklasse geschrieben und wie immer sehr, sehr komisch.
    Die Reihe geht super weiter!

    „Sauerkrautkoma“ geschrieben von der Autorin Rita Falk ist der fünfte Band ihrer Erfolgsreihe um Franz Eberhofer.

    Da der vierte Band, „Greissnockerlaffäre“, wieder so gut war, musste schnellstmöglich der fünfte Band dieser Reihe ins Regal. Und ich kann euch sagen, die Eberhofer-Bücher liegen nie lange auf meinem SuB. *grins* Nein, ganz schnell packt mich wieder die Freude an den witzigen Storys um Franz und seine Familie.

    Die Sprache und Wortwahl. Es bleibt spannend und schreiend komisch! Franz Eberhofer ist und bleibt einfach spitze! Wie auch in den anderen Büchern findet Ihr auf den letzten Seiten ein Glossar und ein paar Rezepte aus dem Kochbuch von der Oma, anno 1937.

    Das Thema. Es wird ja immer schöner… eine Leiche im Kofferraum des Admirals. Das verspricht eine spannende Geschichte und genau so ist es auch. Habe dieses Buch in kürzester Zeit verschlungen. *freu* Und ich bin wirklich schon sehr gespannt, wie es bei Herrn Eberhofer weiter geht. Ehe? Kinder? München? Lasst euch überraschen!

    Der Schreibstil von Rita Falk hat in ihrer Provinzkrimireihe absoluten Wiedererkennungswert. Man nimmt eines der Franz Eberhofer Krimis in die Hand, und selbst wenn man das Cover und alles nicht sehen würde, wüsste man sofort, in welchem Buch man steckt. Rita Falk hat eine ganz tolle Art Ihre Leser mit Witz und Mordfällen zu verwöhnen.

    Die Protagonisten:
    Franz Eberhofer ist ein sehr gemütlicher und launischer Dorfpolizist in Niederkaltenkirchen. Er lebt in dem alten Schweinestall, welcher umgebaut wurde, alleine auf dem Hofe seiner Familie. Zu seiner Familie gehören seine Oma und sein Vater. Ab und an bekommt der Hof auch besuch von seinem gehassten Bruder, Leopold. Ja, die beiden sind wie Feuer und Wasser. *grins* Und auch die große Liebe von Franz spielt eine Rolle. Doch lest selbst …

    Fazit:
    Der fünfte Band hat mich wieder gut mitgerissen! Einfach superklasse geschrieben und wie immer sehr, sehr komisch. *grins* Ganz klare Empfehlung von mir an euch!

    Mehr Buchrezensionen von mir, findet Ihr auf http://www.seitenglanz.com.

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    -Bitterblue-s avatar
    -Bitterblue-vor 10 Monaten
    Hörbuch - Schmankerl

    Diese Hörbücher sind ein auf und ab. Nie schlecht, aber manchmal ist ein richtiges Schmankerl dabei. Dieser Teil war wirklich wieder toll.
    Das ganze begann schon mit einem großen Schock, ich hatte wohl nicht genau hin gehört und dachte schon einer meiner Lieblingscharaktere wäre gestorben. Ich hatte kurzzeitig wirklich überlegt, ob ich so die Hörbücher weiterhören kann. Doch zum Glück klärte sich das ganze schnell.

    Neben dem Kriminalfall steht hier wieder das Privatleben des Franz Eberhofers im Vordergrund. Und was man schon lange bemerkte, hatte sich in dieser Geschichte wieder bestätigt: Franz Eberhofer ist ein Arsch. Ich mag ihn gerne, aber Himmel... die arme Susi. Wie sie das nur aushält.

    Aber egal wie gut die Geschichte war, das Ende war schockierend. Irgendwie hab ich sowas geahnt, aber dennoch heftig. Ich bin gespannt wie der Ebenhofer das wieder klärt.

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    KiraNearvor einem Jahr
    [Rezension #52] Sauerkrautkoma

    Name: Sauerkrautkoma
    Autor: Rita Falk
    Genre: Heimatkrimi, Slice of Life
    Preis: € 14,90 [D] | € 15,40 [A]
    Seiten: 267 Seiten
    Sprache: Deutsch
    Erscheinungsjahr: 2013
    ISBN: 978-3-423-24987-4
    Verlag: Deutscher Taschenbuch Verlag GmbH & Co. KG

    Rückentext:
    "Wie, München?", frag ich jetzt erst mal. "Ja, München halt. Was verstehen S' jetzt da nicht, Eberhofer?", sagt der Bürgermeister. "Einiges", sag ich. "Das Wort "Zwangsbeförderung" zum Beispiel". "Anordnung von ganz oben".

    Wenn das kein Stress ist für den Eberhofer! Erst München. Dann diese Frauenleiche im Kofferaum - und jetzt machen seine Freunde in Niederkaltenkirchen dem Franz auch noch die Hölle heiß, dass er gefälligst die Susi heiraten soll. Ja, ein Scheißstress ist das!


    Meinung (Achtung, möglicherweise Spoiler!):
    Vor dem ersten Band arbeitete der Herr Eberhofer schon einmal in München, wurde jedoch aufgrund eines Vorfalls in seine Heimat verschoben und war seitdem der einzige Dorfpolizist seines Heimatdorfes. Nun wird er wieder nach München zurückbeordert - doch wer denkt, dass er sich darüber freut, irrt sich. Im Gegenteil, er hat sich an das ruhige Dorfleben gewönnt, die Fälle, die er in den letzten vier Büchern erlebt hat, gehören doch eher zur Ausnahme (was auch zeigt, dass das nicht alles Schlag auf Schlag passiert, sondern dass recht viel Zeit dazwischen passiert, was das Ganze auch wieder etwas realistischer für Dorfverhältnisse aussehen lässt) und er kennt auch seine Pappenheimer am besten. Daher findet er sich in München auch erstmal nicht mehr zurecht, zum einen bei der Parkplatzsuche, wie auch bei seinem "Platz" innerhalb der Müncher Polizei. Zum Glück bekommt er eine sehr nette Kollegin, mit der er sich auch sofort versteht. Aber nicht nur sein Einsatzgebiet, sondern auch der aktuelle Fall ist mit ihm nach München gewandert. Und was erstmal nach nichts aussieht, ist am Ende viel mehr. Aber hier passt es sehr gut, dass es mal ein etwas komplexerer Fall ist. München ist eine Großstadt, hier hat man viel mehr Möglichkeiten und ist weitaus anonymer als auf dem Land, wo dich ausnahmslos jeder kennt.
    Den Fall fand ich sehr interessant, hier mitzurätseln hat richtig viel Spaß gemacht, trotz oder weil es so wenig Hinweise gab. Auch privat läuft es sehr turbulent zu, immerhin will jeder, dass Franz endlich mal in den Hafen der Ehe einschippert und dann ist da auch noch ein hochnasiger Konkurrent aufgetaucht ... ja, hier kommt sehr viel auf den Franz zu und irgendwie hat man Mitleid. Aber dann sieht man wieder, wie er sich aufführt und dann hat man doch kein Mitleid mehr.


    Leseprobe:
    "Wie, München?", frag ich jetzt erst mal.
    "Ja, München halt. Was verstehen S' jetzt da nicht, Eberhofer?", sagt der Bürgermeister, ohne sich umzudrehen. Er steht am Rathausfenster und schaut in unseren wunderbaren Hof hinaus.
    "Einiges", sag ich. "Das Wort "Zwangsbeförderung" zum Beispiel. Und das Wort "Versetzung" verstehe ich auch nicht. Am wenigsten versteh ich das Wort "München", Bürgermeister. Warum soll ich weg von Niederkaltenkirchen? Die haben doch bestimmt genug Beamte dort in München, die auf die Münchener aufpassen können, oder?"
    "Herrschaft, Eberhofer! Die Anordnung kommt von ganz oben, kapiert?" Und wenn wir einmal ehrlich sind, dann haben die doch seinerzeit den Posten hier bei uns im Rathaus eigentlich nur für Sie erfunden, Mensch. Was wäre denn sonst aus Ihnen geworden - nach Ihren delikaten Verfehlungen damals, Eberhofer. Hä? Aber jetzt stehen die Dinge ja anders. Komplett anders, würd ich mal sagen. Sie haben ja direkt eine Karriere gemacht, eine ganz erstklassige, hähä. Und drum haben die im Präsidium gemeint, dass man einen so dermaßen engagierten Polizeibeamten der quasi jedes Jahr einen verzwickten Mordfall aufklärt, dass man den doch nicht so einfach in der Provinz versauern lassen kann, oder?



    Fazit:
    Auch dieser Band hier hat mir sehr gefallen, auch wenn ich mich immer wieder gefragt habe, wie weit sein Dorf von München entfernt ist, wenn er ständig am Hin- und herpendeln ist. Zwar teilt er sich mit dem Rudi eine Wohnung (in München kann man sich auch echt keine alleine leisten), allerdings geraten die beiden immer wieder aneinander und Franz vermisst auch seine Heimat zu sehr. Dennoch kann er sich ermittlungstechnisch gut in München einfinden und findet auch wieder mehr Unterstützung, wie in seiner neuen Kollegin. Allerdings sind auch hier die anderen Kollegen nicht sehr fleißig bzw. nicht sehr dahinter, den aktuellen Fall zu lösen. Ich kenne mich im Polizeialltag ehrlich gesagt gar nicht aus, aber dass er ständig bequeme Kollegen hat, die lieber mal einer Sache zu wenig nachgehen, kam mir beim Lesen dieses Bandes doch etwas seltsam vor. Gefallen hat es mir trotzdem, daher gebe ich dem Band auch 4 Rubine.

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    sommerleses avatar
    sommerlesevor einem Jahr
    Kurzmeinung: Etwas Krimi, viel Unterhaltung und noch mehr Humor! Ja mei und der Franz! Man könnt ihn schütteln, aber ich mag ihn trotzdem!
    Versetzt nach München

    Sauerkrautkoma ist der fünfte Band der Provinzkrimireihe um Franz Eberhofer, der von Rita Falk geschrieben und 2014 im DTV veröffentlicht wurde.

    Der Eberhofer Franz bekommt aufgrund seiner hohen Aufklärungsquote eine Versetzung nach München. Dabei fühlt er sich in seinem Saustall in Niederkaltenkirchen so wohl. Eher widerwillig fügt er sich der Dienstanordnung und kaum in der Metropole angekommen, bekommt er auch schon Besuch von der Oma und dem Papa mitsamt dem alten Admiral. Das alte Auto wird geklaut. Wer braucht so ein altes Auto? Als der Wagen wieder auftaucht, liegt im Kofferraum die Leiche einer jungen Serbin. Sie hat in Grünwald gearbeitet. Eberhofer geht den Spuren nach.

     

    Franz ist über seinen Dienst in München gar nicht begeistert. Schliesslich fühlt er sich in seinem Saustall in Niederkaltenkirchen sauwohl. Jawohl! Er tritt zwar den Dienst an, pendelt aber lieber, um daheim im eigenen Bett zu schlafen. Und seine Kneipe beim Wolfi möchte er auch nicht missen. 

    Wie die Leute in der Großstadt überhaupt ausschaun! Bunte Jeans, sogar noch zerrissen dazu! Ja, gibts denn das? Nein, das ist für den Provinzler Franz nicht das Richtige. Aber als der Ludwig mit der Panida Ehestreit hat und auch bei Oma und Papa unterkriecht, nimmt Franz dann doch lieber das möblierte Zimmer vom Rudi Birkenberger. Nee, mit dem Ludwig auf dem Hof fühlt er sich nicht mehr wohl.

    Nebenbei macht ein Ex-Schulfreund der Susi den Hof. Jetzt muss Eberhofer aber mal endlich in die Puschen kommen. Sonst schnappt der sich die Susi ihm noch vor der Nase weg. So wie der Italiener damals. Von allen Seiten reden sie auf Franz ein, er soll sie heiraten. Na ja, dann eben das. Aber sie will einen Verlobungsring. Und ein Hochzeitskleid. Und eine Reise in die Flitterwochen. Dabei ist es daheim auch schön!

    Was soll ich zu diesem Buch noch groß sagen! Es gibt einen neuen Fall, viele Verstrickungen und private Probleme bei den Eberhofers und auch eine Liebe, die jetzt endlich einmal besiegelt werden sollte.


    Die Rita Falk schreibt die Personen charakterlich genau so wie man sie kennt. Und noch ein bisschen mehr. Denn immerhin will Franz ja nun auch heiraten und die Susi, na, lesen sie mal selbst.

    Es wird auf jeden Fall wieder mit einigem Dialekt und flotten Sprüchen vom Franz ein recht humorvolles Buch, bei dem man gut unterhalten wird. Wobei das Ermitteln dem Franz gar nicht so ganz wichtig ist, eigentlich hat er privat gerade eine Menge um die Ohren. Aber dann ist der Fall doch ganz interessant und gemeinsam mit seinem Spezi, dem Rudi, wuppen sie die Sache und finden den Täter.


    Es wär kein Eberhofer Krimi, wenn hier die Ermittlungen im Vordergrund spielen würden. Vielmehr sorgt sich der Franz um die Susi, nicht, dass sie doch den Karl-Heinz, das Arschloch, ihm vorzieht.

    Nun gut, die Leiche im Admiral vom Papa, das ist schon sehr konstruiert, Frau Falk! Aber ich habe schon verstanden, dass nur so der Bogen gekonnt zu Franz und seinen privaten Verwicklungen und Entwicklungen geschlagen werden kann. Es ist ja auch Wurscht, wo die Leiche drinnen liegt. Tot ist sie erstmal, aber von wem?


    Manchmal könnte ich dem Franz beim Lesen von seinen Aktionen seine eigene Knarre vor die Nase halten. Jawohl! Wenn er dann aber so Robert Redford-mäßig wieder auftaucht, da mag ich ihn wieder. So geht es der Susi glaube ich auch! Und auch der neuen Kollegin aus München. Die ist auch nett!

    Ach, lesen sie es doch mal selbst, dann können sie mich verstehen!


    Wer schon einmal Fan vom Franz ist, wird auch dieses Buch wieder lieben. Versprochen! Ich hole mir jetzt mal Band 7. Denn den sechsten habe ich schon gelesen. Pfüati!
     

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    Caroass avatar
    Caroasvor einem Jahr
    Kurzmeinung: Ein gut lebarer Heimatkrimi bei dem man die Hauptfigur Eberhofer am liebsten durchschütteln will - ein Elefant im Porzellanladen
    Es ist der 5. Band der Fälle von Eberhofer Franz.

    Eberhofer wird nach München versetzt als Belohnung für seine erfolgreichen gelösten Fälle. Ungern fährt er, aber nachdem in dem Auto seines Vaters eine Frauenleiche gefunden wurde hat er einen neuen Fall, den er dann mit seiner neuen Kollegin und Rudi löst.
    Nebenbei soll er die Susi heiraten und hat einen Nebenbuhler.

    Fazit
    Die Geschichte ist gut geschrieben, die Oma und die Familie haben das Kommando.
    Mittlerweile habe ich mich mit der Figur Eberhofer angefreundet und kann über diesen zwischenmenschlichen Dodel auch mal lachen. Aber auch in diesem Band ist er sich mit seiner ungehobelten Art völlig im Weg und legt sich selber wieder den einen oder anderen Stein in den Weg.

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