Rita Hausen trazoM

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Inhaltsangabe zu „trazoM“ von Rita Hausen

Ein Krimi um den mysteriösen Tod Mozarts und das geheime Wirken der Illuminaten. Dezember 1791. Eine Häufung erschreckender Ereignisse erschüttert Wien. Freunde Mozarts verlieren von einem Tag auf den anderen Ämter und Einfluss bei Hofe oder begehen scheinbar grundlos Selbstmord. Auf dem Höhepunkt der Ereignisse stirbt Mozart einen unerklärlichen Tod und seine Leiche verschwindet spurlos, doch sein Geist lebt in der Zauberflöte weiter, die mit ihrer geheimen Botschaft weiterhin gegen Kirche und Politik rebelliert. Machte Mozarts Mitgliedschaft bei den geheimnisumwobenen Illuminaten ihn zum Opfer kirchlicher und staatlicher Spitzelsysteme, die selbst vor Mord nicht zurückschreckten?

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  • Rezension zu "trazoM" von Rita Hausen

    trazoM
    sarahsbuecherwelt

    sarahsbuecherwelt

    10. September 2011 um 11:14

    Mozart ist einer der bekanntesten Komponisten und fasziniert mich mit seinen einprägsamen Melodien immer wieder. Mit seinem Biographie und insbesondere mit seinem Tod habe ich mich jedoch noch nie befasst. Aus diesem Grund reizte mich der historische Krimi von Rita Hausen sehr. Der Leser wird in diesen Roman ins Jahr 1791 entführt. Der Kaiser hat sämtliche Logen verbieten lassen, als kurze Zeit später in Wien unheimliche Dinge passieren. Freunde und Brüder von Mozarts Freimaurerloge verlieren nicht nur ihre Ämter sondern begehen Selbstmord. Selbst Mozart wird immer wieder Mittelpunkt schwerer IntrigenTrotzdem lässt sich Mozart nicht einschüchtern und baut Elemente der Freimaurer in sein Werk „Die Zauberflöte“ ein. Kurze Zeit später verstirbt Mozart. Es entsteht der Verdacht, dass er auf Grund seiner Oper einer Mordintrige zum Opfer gefallen ist. Auf Grund des unbekannten Massengrabes von Mozart, ist bis heute nicht genau geklärt, woran der Komponist starb. Dementsprechend kreativ konnte Rita Hausen in ihrem Roman trazoM, Mozart einfach rückwärts geschrieben, sein. Dies merkt man den 160 Seiten an. Neben dem Tod von Mozart geht die Autorin auch auf die neuen Erkenntnisse rund um Franz Hofdemel ein. Dadurch wird die Geschichte komplexer und spannender. Schon der Prolog schafft es den Leser in seinen Bann zu ziehen. Man möchte wissen, wer beerdigt wurde und welche unheimlichen Gestalten sich nachts noch auf dem Friedhof herumgeschlichen haben. Danach springt die Autorin zwei Jahre in der Zeit zurück und beschreibt die Dinge rund um die Verwicklungen von Mozart ausführlich. Neben den interessanten Ausführungen rund um die Illuminaten geht sie zudem detailliert auf die letzten Schritte von Mozart ein. Es entwickelt sich eine durchaus spannende Geschichte, die durch die historisch belegten Fakten keineswegs langweilig oder langatmig wirken. Der Stil der Autorin ist anfänglich etwas gewöhnungsbedürftig. Selbst die Dialoge wirken auf den ersten Seiten sehr sachlich, abgehackt und für die damalige Zeit zu modern. Nach einigen zögern nimmt man den Stil jedoch gerne an, da er sich flüssig lesen lässt und die Zeit trotz moderner Ansätze dem Leser perfekt vermittelt. Obwohl der Stil durch die vielen Fakten recht sachlich wirkt, setzt Rita Hausen auf viele Details, die sich besonders in der damaligen Zeit widerspiegeln. Bei den Charakteren setzt sie auf Kenntnisse, sodass ich zum Beispiel nur schwer ein Bild vor meinem inneren Auge entstehen lassen konnte. Die blassen Protagonisten schaden dem Werk aber nicht, da wirklich alle Persönlichkeiten bekannt sein sollten. Nachdem der Anfang eher trocken gestaltet ist, wird es zum Ende des Werkes immer spannender, sodass man am Schluss wirklich die Luft anhält. Das liegt daran, dass sie nun auf die langatmigen Fakten verzichten und ihrer Fantasie freien Lauf lassen kann. Genau dieser Teil hätte mehr ausgebaut werden können, denn die Fantasie von Rita Hausen ist einfach genial. Einen besseren und logischeren Schluss hätte man gar nicht schreiben können. Aus diesem Grund fand ich es sehr schade, dass ich nicht länger in den Genuss dieser Fantasie kommen konnte. Für meinen Geschmack hätte die Autorin auch gerne 100 Seiten mehr schreiben können, so sehr habe ich auf der einen Seite ihren Stil und ihre Ideen genossen. Auf der anderen Seite hätten dann manche Ausführungen nicht so abgehackt geklungen. Mit mehr Seiten hätte Rita Hausen auch noch mehr ins Detail gehen können, was gerade am Anfang, wo ein Fakt den anderen jagte, sicherlich nicht verkehrt gewesen wäre. Zudem gibt es eine weiteren Punkt, der beim Lesen minimal negativ auffällt. Im Buch gibt es einige wenige Fußnoten, die allerdings nicht am unteren Rand der aktuellen Seite oder in Klammern erklärt werden, sondern man muss auf die fast letzte Seite blättern, und das stört. Positiv ist jedoch anzumerken, dass man dort auch eine Liste aller Protagonisten mit einer kurzen Information vorfindet. Gerade bei Lesern, die ein Problem mit den altertümlichen Namen haben, bietet dies eine gute Möglichkeit immer wieder nachzuschlagen. Im Großen und Ganzen ist Rita Hausen ein spannender Krimi rund um Mozart und seine Freimaurerloge gelungen. Man merkt kleine Schwächen, die besonders im teilweise abgehackten Stil und den blassen Charakter-Beschreibungen sichtbar wird. Etwas mehr Ausführlichkeit hätte diesem interessanten Ansatz zu einem Bestseller verholfen. Aus diesem Grund kann ich das Werk trotz kleiner Makel jedem historischen Krimi Leser ans Herz legen. ===Bewertung=== „trazoM“ ist ein durchaus interessanter und spannender Krimi mit einem guten Hauch Verschwörung. 160 Seiten sind jedoch etwas zu wenig, um den guten Ansatz zu perfektionieren. Für mich verdient dieses Werk drei Sterne.

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