Rubinroter Dschungel

von Rita Mae Brown 
4,1 Sterne bei73 Bewertungen
Rubinroter Dschungel
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L

Frauenliteratur - biografische Wegfindung eines Mädchens zur eigenen (sexuellen) Identität

susiunis avatar

Autobiographisch angehaucht, wird das Buch gegen Ende besser. Anfänglich zu sehr auf die sexuelle Experimentierphase fokussiert.

Alle 73 Bewertungen lesen

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Inhaltsangabe zu "Rubinroter Dschungel"

Der Klassiker der amerikanischen Frauenliteratur

Molly Bolt wächst in den Fünfzigerjahren bei einer Adoptivfamilie in den Südstaaten auf. Die Eltern wünschen sich um jeden Preis eine adrette Tochter, aus der mal eine gute Ehefrau und Mutter wird, aber Molly bewegt etwas ganz anderes: Doktorspiele mit den Jungs, ebenso verbotene Dinge, die sie mit ihrer Freundin macht. Als Molly älter wird, erkennt sie, dass sie mit ihrer Liebe zu Frauen eine Außenseiterin ist. Ihre wilden Affären werden von der Gesellschaft nicht toleriert, sie muss das College verlassen. Bewaffnet mit ihrer Schönheit, ihrem Humor und ihrer wilden Entschlossenheit, die größte Filmemacherin aller Zeiten zu werden, geht sie schließlich nach New York. Der Traum vom Erfolg scheint zum Greifen nah.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783548289915
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:304 Seiten
Verlag:Ullstein Taschenbuch Verlag
Erscheinungsdatum:06.07.2018

Rezensionen und Bewertungen

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    Konsumfraus avatar
    Konsumfrauvor 2 Monaten
    Klassiker der feministischen Literatur

    "Rubinroter Dschungel" von Rita Mae Brown ist ein Klassiker der feministischen Literatur aus den 70er Jahren, der mir womöglich nie untergekommen wäre, wenn der Ullstein Verlag nicht im Juli diesen Jahres eine Neuauflage veröffentlich hätte. Und selbst dann ist mir lediglich der Name der Autorin ins Auge gestochen, denn das Cover mit dem jungen Häkelmützen-Mädchen wirkt so nichts sagend wie das Cover eines Freche-Frauen-Romans. Die Autorin jedoch kenne ich – allerdings von kurzweiligen Katzen-Krimis, die ich vor vielen Jahren noch als fleißige Bibliotheksgängerin nach und nach verschlang und in denen mir nie irgendein feministischer Anklang aufgefallen ist. Wie ich jetzt erfahren habe, ist Rita Mae Brown sogar in erster Linie mit ihrem 1973 erschienenen feministischen Roman „Rubinroter Dschungel“ berühmt geworden und war schon vorher als Aktivistin in der amerikanischen Frauenbewegung bekannt, in der sie sich besonders für die Rechte von Lesben einsetzte.


    Die Handlung von „Rubinroter Dschungel“ ist wahrscheinlich zu großen Teilen autobiografisch, denn ähnlich wie ihre Hauptprotagonistin Molly Bolt wuchs Rita Mae Brown in den 50ern als Adoptivkind in Pennsylvania und Florida auf, studierte in New York Film und wurde mit der Diskriminierung als Frau und als Lesbierin konfrontiert. Molly Bolt ist ein gnadenlos offenes, direktes und selbstbewusstes Mädchen, das damit nicht nur aus dem Kontext ihrer Zeit der 50er bis 70er Jahre hervorsticht, sondern auch für heutige Verhältnisse auf bewundernswert geradlinige Weise ihre Ziele verfolgt und ihren Wünschen und Bedürfnissen nachgeht. Schon als vorpubertäres „Gör“ nimmt sie sich vor, Präsidentin, Ärztin oder sonst „etwas Großes“ zu werden und lässt das Argument nicht zählen, dass sie als Mädchen höchstens Krankenschwester werden kann. Sie merkt schon früh, dass sie sich eher zu Mädchen als Jungen hingezogen fühlt, und experimentiert ganz ungeniert mit ihrer Sexualität. Während sie sich weder von Armut noch Diskriminierung von ihrem Weg abbringen lässt, wirkt die sexistische und rassistische Gesellschaft ihrer Zeit so piefig und rückständig, dass es schon lächerlich ist (und so viel weiter sind wir jetzt auch nicht). Mit erstaunlich viel Humor und Leichtigkeit beschreibt Rita Mae Brown diesen alles andere als leichten Lebensweg der Molly Bolt und erschafft damit ein Vorbild einer starken, mutigen Frau, die sich von keinen gesellschaftlichen Konventionen erniedrigen lässt.

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    Dominikuss avatar
    Dominikusvor 3 Monaten
    Die 50er Jahre

    Die US-amerikanische Autorin Rita Mae Brown schrieb den Roman Rubinroter Dschungel schon 1973. Diese Fassung wurde von Barbara Scriba-Sethe übersetzt. Er ist ein Klassiker der amerikanischen Frauenliteratur und Frauenbewegung.

    Rita Mae Brown wurde mit diesem Roman und mit den Katzenkrimis berühmt.


    Der Roman ist biographisch angehaucht und spiel ab den 1950er Jahren. Molly Bolt wächst bei Adoptiveltern auf. Molly geht schon früh auf Konfrontationskurs. Es geht ums Sichfinden in der Sexualität. Mit ihrem Cousin Leroy versucht sie herauszufinden, ob sie andersrum sind und machen ihre Erfahrungen. Sie bemerkt das sie anders ist, wie die anderen Mädchen. Sie ist wissbegierig und talentiert, sie geht aufs College.


    Der Roman zeigt die Kindheit, das Erwachsenwerden und die Diskriminierung im Studium und im Beruf, wenn eine Frau Lesbierin ist. Ich hoffe das ist mit der Zeit anders geworden.

    Eine gutgeschriebene leicht zu lesende sinnliche Lektüre.




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    R
    RobinBookvor 3 Jahren
    Kurzmeinung: Beeindruckend, anrührend, witzig, offen - in vieler Hinsicht interessant
    Rubinroter Dschungel

    Ohne genauer darauf zu achten - ich beschaffte mir meine Bücher früher in Geschäft und Leihbücherei in erster Linie "nach Autorname" - und in der Erwartung einer weiteren Katzengeschichte, hielt ich eines Tages dieses etwas andere Buch in meinen Händen. Die Erzählweise von RMB war mir ja  bereits vertraut und ich empfand sie auch bei diesem doch sehr persönlichen Thema der Homosexualität als überaus ansprechend. Manchmal konnte ich mitfühlen, manchmal herzlich schmunzeln, auf jeden Fall hat mich auch dieses Buch sehr gut unterhalten.

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    Martin-Martials avatar
    Martin-Martialvor 4 Jahren
    Kurzmeinung: Eine ganz interessante Geschichte, hat mir sehr gut gefallen! Easy Reading aber ok!
    Interessante Jugendgeschichte!

    Eine ganz interessante Geschichte, hat mir sehr gut gefallen!

    Easy Reading aber ok!

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    buchjunkies avatar
    buchjunkievor 5 Jahren
    Rubinroter Dschungel

    Molly Bolt wächst als Adoptivkind um prüden Amerika der 50er Jahre auf. Sie ist anders als andere Mädchen und setzt sich zum Ziel ,später Filme zu machen oder Präsident zu werden. 
    Ihre erste sexuelle Erfahrung hat sie mit ihrer Freundin Leona, und fortan fühlt sie sich mehr zu Frauen als zu Männern hingezogen. 
    Als Molly älter wird , erkennt sie, dass sie dadurch zu einer Außenseiterin wird. 
    Ihre wilden Affären werden von der Gesellschaft nicht toleriert, sie muß das College verlassen- wegen Verworfenheit. 
    Doch Molly,mittellos und ohne Reue ,bleibt sich treu und macht mit einigen Stolpersteinen ihren Weg. 

    Der autobiographische Roman ist originell, humorvoll und auch sarkastisch geschrieben. 
    Rita Mae Brown nimmt kein Blatt vor den Mund, trotzdem wirkt es nicht plump. 
    Molly ist sympathisch und die Vorurteile zu der Zeit erschreckend.Benachteiligt wurde man, wenn man eine Frau war, wenn man homosexuell war, wenn man nicht die richtige Hautfarbe hatte. 
    Der Roman hat mich gut unterhalten und manche Aussagen haben mich auch nachdenklich gestimmt. 
    Ein Buch, das ich weiterempfehlen kann

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    Igelmanu66s avatar
    Igelmanu66vor 5 Jahren
    Es ist mir gleich, was zum Teufel ich bin.

    „Ihr Gesicht verzerrte sich: „Du kannst kein Arzt sein. Nur Jungens können Ärzte werden. Leroy muss der Arzt sein.“
    „Du hast sie ja nicht mehr alle, Leroy ist dümmer als ich. Ich muss unbedingt der Arzt sein, da ich die Gescheitere bin, und ob man ein Mädchen ist, spielt dabei keine Rolle.“
    „Wart’s mal ab. Du meinst, du konntest das machen, was Jungens machen, aber du wirst eine Krankenschwester sein, und damit basta. Gehirn ist nicht wichtig, Gehirn zählt nicht. Was zählt ist, ob du ein Mädchen oder ob du ein Junge bist.““

    Molly Bolt geht schon als Mädchen auf Konfrontationskurs. Sie, sehr intelligent und begabt in vielen Dingen, stellt schon früh alle gesellschaftlichen Normen auf den Prüfstand. Sie hat nicht das geringste Interesse daran, all die Dinge zu lernen, die ein Mädchen in den 50er Jahren beherrschen sollte, um mal eine gute Ehefrau und Mutter zu werden. Viel lieber ist sie den ganzen Tag draußen unterwegs, benimmt sich „wie ein Junge“. Jegliches Rollenklischee ekelt sie an. Und wieso soll sie sich von Farbigen fernhalten?

    „Es ist mir gleich, was zum Teufel ich bin. Und ich halte mich nicht von Leuten fern, nur weil sie anders aussehen.“

    Auch in sexueller Hinsicht zeigt sie sich überaus experimentierfreudig. So sammelt sie früh erste hetero- und homosexuelle Erfahrungen, merkt dann aber schnell, dass Frauen für sie viel reizvoller sind.

    „Wenn man erst einmal weiß, wie Frauen sind, werden Männer irgendwie langweilig. Ich will sie nicht etwa schlecht machen, ich meine, als Menschen mag ich sie manchmal, aber sexuell sind sie fad. Ich nehme an, wenn eine Frau es nicht besser weiß, denkt sie eben einfach, ein Mann wär ne dolle Sache.“

    Dem Rauswurf zuhause folgt irgendwann der Rauswurf an der Uni. Molly Bolt trampt nach New York. Dort, in der großen Stadt, hofft sie endlich ihren Weg gehen zu können...

    Ein Buch über eine Frau, die ihren Weg geht. Die keine Zugeständnisse machen will, wie scheinbar ihre gesamte Umwelt. Nicht immer war sie mir sympathisch aber auf jeden Fall habe ich ihren Mut bewundert. Ob diese Kompromisslosigkeit immer schlau ist? Da bin ich mir nicht sicher. Aber das Buch kann dazu ermutigen, die eigenen Ansichten mal auf den Prüfstand zu stellen.

    Leicht geschrieben, überaus flüssig zu lesen. Ein Buch, durch das man an einem regnerischen Sonntag durchfliegen kann und doch später noch darüber nachdenkt.

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    A
    Arunvor 5 Jahren
    Kurzmeinung: Auch für Männer lesenswert!
    Auch für Heteros

    Nachdem ich die Beschreibung des Buches gelesen hatte war ich zunächst unschlüssig ob dies ein Stoff für mich sein könnte.
    Der Name der Autorin war mir geläufig durch ihre Katzenkrimis.
    Doch dieser Roman ist eher etwas anderes, er ist sehr stark an die Biographie der Autorin
    Rita Mae Brown angelehnt, eine Aktivistin der Frauenbewegung und „Radicalesbians“
    Da ich aber immer gerne etwas neues versuche wurde dieses Buch gelesen.

    Buchbeschreibung:
    Der abenteuerliche, pikareske Lebensweg der Heldin führt von den ersten homo- und heterosexuellen Erlebnissen der Kindheit und Jugend bis zur College zeit, zum Abschluss an der Filmhochschule und zu den vergeblichen Versuche, einen Job im Filmgeschäft zu finden. Er spiegelt Rita Mae Browns eigene Biographie wider, endet aber mit der endgültigen Desillusionierung der jungen Molly Bolt ... Das Buch ist voller deftiger, humorvoller Szenen und origineller Sentenzen.

    Meine Meinung:
    Angenehm überrascht wurde ich von diesem autobiographischen Entwicklungsroman von
    Rita Mae Brown. Mit leichter Feder erzählt sie uns ihre Lebensgeschichte, ihre kleinen und großen Abenteuer werden auf angenehme Art und Weise beschrieben, sehr oft stellte sich ein kleines Lachen bei mir ein.
    Ein Buch über das Amerika der 50 und 60er Jahre des letzten Jahrhunderts aus der Sicht eines Mädchens – junger Frau welche die gleichgeschlechtliche Liebe bevorzugt.
    Habe einige neue Erkenntnisse auf eine humorvolle Art mitbekommen.

    Kommentare: 1
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    fantagirohs avatar
    fantagirohvor 5 Jahren
    Interessantes Thema

    Die Heldin Mary Bolt wächst in den 50ern in einer Kleinstadt auf. Dort sind die Rollen klar verteilt, ebenso wie der Werdegang vorbestimmt ist. Mary ist jedoch anders, nicht nur, dass sie Mädchen anziehender als Jungs findet, sie ist auch noch äußerst intelligent und fällt durch ihr selbstbewusstes Verhalten immer wieder negativ auf. Für sie ist klar, dass sie um sich selbst verwirklichen zu können weg aus dem Kleinbürgertum in die große Stadt New York gehen muss.Das aber auch die Großstädter sehr engstirnig und moralisierend sind musste sie schmerzlich lernen. 

    Das Buch wird an keiner Stelle langweilig es ist knackig geschrieben, die Autorin nimmt kein Blatt vor den Mund.Obwohl das Buch doch sehr freizügig in seiner Sprache ist, enthält es trotzdem viele Sätze die einen nachdenklich stimmen. Besonders interessant fand ich, dass über alles sehr locker gesprochen wird, die Liebesszenen jedoch eher skizziert werden. 
    Mir hat das Buch sehr gut gefallen, über die beschränkte Denkweise der Menschen bezgl. Geschlecht, Hautfarbe und Sexualität musste ich während des Lesens immer wieder den Kopf schütteln. Da das Buch autobiographische Züge hat, konnte die Autorin ihren Standpunkt sehr gut vermitteln

    Kommentare: 1
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    scarpettas avatar
    scarpettavor 9 Jahren
    Rezension zu "Rubinroter Dschungel" von Rita Mae Brown

    Kurzbeschreibung
    Zwei Klassiker der Frauenliteratur in einem Band. Mit diesen beiden Romanen wurde Rita Mae Brown berühmt. in "Rubinroter Dschungel" schildert sie originell, humorvoll und sarkastisch die Geschichte von Molly Bolt, die in den prüden 50er Jahren aus der Provinz nach New York aufbricht und die Liebe zum eigenen Geschlecht entdeckt. Auch in "Goldene Zeiten" schildert sie mit Witz und Ironie Frauen, die das Recht auf Selbstbestimmung mit allen Mitteln durchsetzen wollen.

    Mit "Rubinroter Dschungel" hat es die Rita Mae Brown es geschafft, ein humorvolles, aber auch zum Nachdenken anregendes Bild der Gesellschaft zu entwickeln. Es ist packend geschrieben, humorvoll und kritisch. Sehr zu Empfehlen!!!

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    L
    Lies-ingervor 3 Monaten
    Kurzmeinung: Frauenliteratur - biografische Wegfindung eines Mädchens zur eigenen (sexuellen) Identität
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    »Der anregendste Roman, der bislang aus der Frauenbewegung gekommen ist.« The New York Times

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