Rita Messmer

 3.8 Sterne bei 4 Bewertungen

Lebenslauf von Rita Messmer

Rita Messmer ist als Therapeutin und Erwachsenenbildnerin spezialisiert auf Cranio-Sacral-Therapie. Seit mehr als 20 Jahren gibt sie Seminare, Kurse und hält Vorträge zu allgemeinen Erziehungsfragen. Sie ist Erfinderin der Windelfrei-Methode »Hello Nappy«, die seit Jahren weltweit an Popularität gewinnt. Durch viele Reisen nach Südamerika hat sie einen kritischen Blick auf die Eltern-Kind-Beziehung in den westlichen Industriestaaten. Rita Messmer ist Mutter von drei Kindern und lebt mit ihrer Familie in der Nähe von Bern.

Quelle: Verlag / vlb

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Rezension zu "Der kleine Homo sapiens kann's!" von Rita Messmer

Der kleine Homo Sapiens
Kellerbandewordpresscomvor einem Jahr

Meine Buchbewertung:

Das Buch habe ich gern gelesen und neue Impulse erhalten im Verhalten zu meinen Kindern.

Und da alles, was für unser restliches Leben überlebenswichtig ist, sich in der allerersten Zeit ausbildet, müssen Eltern darauf achten, dass das soziale Nervensystem die nötigen Impulse bekommt und möglichst stabil und sicher reagieren kann.

-Buchzitat-

Hier bekommt man einen Einblick, wie die kleinen Menschenwesen so ticken, welche Lernerfahrung sie brauchen um ein stabiles mentales Denken zu erlangen.

Es sind die Eltern, die die Werte und Normen in der Familie festlegen, sie können das nicht dem Kind überlassen. In diesem Fall handelt es sich nicht um Manipulation, sondern um Beeinflussung

Das finde ich ein ganz wichtigen Punkt.

Ich habe auf der Straße beobachtet, als ich noch keine Kinder hatte, dass Eltern den Kindern die Entscheidung über die Richtung des gemeinsamen zu laufenden Weges selbst überlassen haben. Dann entschied es sich für einen anderen möglichen Weg als die Mutter das gedacht hatte. Nun fing sie an das Kind zu bequatschen, dass es doch besser sei den einen Weg zu laufen als den anderen usw.

Hallo? Dann entscheide doch gleich selbst, liebe Mama. Das konnte ich damals schon nicht verstehen.

Auch weinen und weinen lassen ist immer son ein sensibles Thema. Im Buch gibt es viele mögliche Wege um gut damit umzugehen. Ein Patentrezept gibt es nicht, dafür ist jedes Kind unterschiedlich. Das führt die autorin ebenfalls auf.

 

 

Es ist eine dem Menschen gegebene Möglichkeit, zu entladen. Nur der Mensch kennt Tränen. Folglich ist es ein gutes Ventil. Wenn uns tatsächlich zum Weinen zumute ist – dann sollten wir besser die Tränen fließen lassen –, denn das tut sooo gut!
Das Beste ist also in diesem Moment, gar nichts anderes zu unternehmen, als das Baby in den Arm zu nehmen und ihm zu vertrauen, dass es jetzt das einzig Richtige tut, nämlich zu weinen. Dabei kann ich ihm sagen: »Komm, ich hör dir zu – erzähl mir deinen Schmerz.« Je ruhiger und gelassener ich dabei bleibe, umso mehr helfe ich meinem Kind.

-Buchzitat-

Fazit:

uga uga Tanz bei Trotzanfällen. Sie lenken durch Stampfen, Aussprache und Bewegung ab. Das muss ich selbst mal mit meinen Kindern in dieser Situation probieren.

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Zwiegespalten trifft es wohl am ehesten. Da ist zum einen der Appell zu mehr Gelassenheit und Vertrauen in unsere Kinder und Babys, dem ich voll und ganz zustimmen kann. Ein Kleinkind, das versucht einen Stuhl zu erklimmen, sollte man dies ruhig tun lassen und man sollte auch nicht ständig, wie ein Magnet an seinen Kindern haften. 
Ich stimme auch mit ihr darüber ein, dass man ein Baby nicht verwöhnen und/oder verziehen kann. Und so war ich auch in der ersten Hälfte des Buches von diesem sehr eingenommen. Hier und da muten einige Textpassagen zwar schon fast etwas esoterisch an, aber das stört mich nur wenig.  Sternabzug gibt es für mich widersprüchliche und doch zum Teil sehr grenzwertige Vorschläge. So, soll man rund um den Wickeltisch alles auspolstern und anschließend dem noch ganz kleinen Baby sagen, dass man den Raum jetzt verlassen werde und dieses dann auch tun. 
Meines Erachtens nicht ganz ungefährlich und ich persönlich hätte in diesem Fall sicherlich nicht das Vertrauen, dass mein Baby nun artig wartet.
Beim Thema Schlafen war ich nicht minder überrascht, als Frau Messmer schreibt, dass man ein 10 monatiges Kind durchaus mal 10 Minunten brüllen lassen kann, sofern man nicht unsicher ist und ein 1-2 Monate altes Baby könne auch einen 3-Minuten-Rhythmus verstehen, um es zum Schlafen zu bringen. Abgesehen davon, dass ich von diesen Maßnahmen generell nur wenig bis gar nichts halte, steht das, meiner Meinung nach, vollkommen im Widerspruch zu dem, was sie vorher geschrieben hat, über Nähe, Geborgenheit und Urvertrauen, zumal sie auch immer wieder aus Jean Liedloffs "Auf der Suche nach dem verlorenen Glück" zitiert.
Und so hinterlässt das Buch einen bitteren Beigeschmack. Geschmückt mit zu vielen Pauschalen und grenzwärtigen Überzeugungen und Vorschlägen, ist das kein Buch, das ich jemandem direkt empfehlen würde. 

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