Rita Roth Versuchung à la Carte: Erotischer Liebesroman

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Inhaltsangabe zu „Versuchung à la Carte: Erotischer Liebesroman“ von Rita Roth

Das Schicksal hat es gut gemeint mit ihnen. Darüber sind Sarah und Lennart sich einig, als sie sich nach Jahren zufällig über den Weg laufen.   Sarahs Leben scheint perfekt zu sein. Sie hat die Liebe ihres Lebens geheiratet und ist auch im Job sehr erfolgreich. Lennart hat seinen Traum von einem eigenen Feinschmeckerrestaurant verwirklicht und reist als Gourmetkoch auf Kreuzfahrtschiffen um die Welt.   Obwohl Sarah ihn damals eiskalt abserviert hatte, schlägt sein Herz noch immer für sie. Bei ihrem Wiedersehen lernt sie eine völlig neue Seite an ihrem Freund aus Studienzeiten kennen und erliegt noch am gleichen Abend seinen Verführungskünsten. Ein einmaliger Ausrutscher sollte es bleiben, doch Sarahs Sehnsüchte, Träume und Gefühle sind stärker.  Sarah muss eine Entscheidung treffen, auch wenn dabei Tränen fließen.

Bis zum Hauptgang, nicht weiter.

— EvyHeart
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    Versuchung à la Carte: Erotischer Liebesroman

    EvyHeart

    03. April 2017 um 18:34

    Gemessen am plakativen Titel war das Buch besser, als ich erwartet hatte. Der Anfang war holprig und es dauert lange, bis die Geschichte mit eigenen Ideen glänzt. Diese waren gut ausgeführt. Leider war das Ende nicht stimmig. Protagonistin ist eine Enddreißigerin, die mit einem älteren Mann verheiratet ist und vor ihrer Ehe ein ausschweifendes Leben hatte. Sie trifft ihren Ex-Freund (?) Lennart, der sie mit seiner dominanten Art unterwirft, sodass sie ihrem Mann eine langfristig widerwillige Dom ist. Zwischendurch gibt es eine Erpressung, die für die Dauer des Aktes gut ist, aber schnell in der Dreiecks-Konstellation untergeht. Am Ende gibt es ein Ende.Gut gefallen hat mir, dass die Spannung nach 50% höher wird und dass die Geschichte bis zum Ende unterhaltsam ist. Ich fand sie an keiner Stelle zu lang. Außerdem fand ich das Wechselspiel zwischen dominanten und devoten Teil kreativ. Frau findet in der unterwürfigen Rolle nicht die ewige Glückseligekeit. Die erotischen Szenen waren ebenfalls kreativ gestaltet, auch wenn die letzte völlig deplatziert war. Für Gelegenheitsleser ist es eine gute Geschichte. Und es gibt fast keine Tippfehler!Der größte Kritikpunkt ist die Zeitraffung. Ich hätte das Buch nach der ersten Seite gern zugeklappt, weil die erste Begegnung zwischen Lennart und Sarah so flott ist, dass es nicht stimmig war. Das Buch leitet zwischen manche Szenen nicht über, es überspringt sie in einem Satz z.B. "Nachts sorgten Musiker, Schauspieler, Autoren und andere Künstler für ein abwechslungsreiches Unterhaltungsprogramm. Olaf hatte an Bord tatsächlich einen Dampfmaschinenliebhaber kennengelernt und konnte stundenlang mit ihm fachsimpeln. »Ich gehe noch ein bisschen Sterne gucken«, sagte ich zu Olaf, als ich merkte, dass die beiden Tüftler noch lange kein Ende finden würden." Das kam ca. 8 mal im Buch vor und das war nicht gut. An einigen Stellen gibt es inhaltliche Dopplungen oder Logikbrüche (z.B. sieht Sarah eine Cellistin, erklärt ihrem Mann aber, es sei ein Kontrabass - es wäre möglich, dass sie ihn provozieren will, für mich wirkt es aber, als ob die Erzählerin das wüsste, die Figur aber nicht). Schwierig fand ich auch, dass Klischees gepflegt werden: Frau findet vorläufig in Unterwerfung erfüllung - dass ein Betrug auch ohne SM funktionieren kann, ist scheinbar nicht möglich. Außerdem scheint die Kleidung in einem Swingerclub nur aus Lack und Leder zu bestehen.... Außerdem ist Sarah so geblendet von der Erotik, dass sie nicht reflektiert. Ich habe ihr gern bei ihren Akten zugeguckt, aber am Ende wurde mir klar: Sie denkt nicht darüber nach, was den Betrug möglich machte. Sie ist fasziniert von Lennart, aber sie denkt weder darüber nach, was das mit ihr zu tun hat noch über die Beziehung mit Lennart. Umso überraschender ist ihr "Fazit" am Ende. Das Ende war überraschend und unstimmig, weil der Leser die Figur nicht beim Denken sieht. Und das Essen kommt im ersten Drittel gut vor, das Thema wird aber von der Erotik überlagert.Fazit: Aus "Versuchung a la Carte" hätte ein schönes Gesamtwerk werden können, wenn sich die Autorin die SM-Deko gespart und in etwas mehr Seele für die Figuren investiert hätte. Dadurch fehlt dem Text, trotz seines Unterhaltungsfaktors, ein Stück Spannung und Wahrhaftigkeit.

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