Rivka Galchen

 3.1 Sterne bei 14 Bewertungen
Autorin von Atmosphärische Störungen, Amerikanische Erfindungen und weiteren Büchern.

Lebenslauf von Rivka Galchen

Rivka Galchen wurde 19. April 1976 in Toronto geboren. Ihre Eltern, die jüdischer Abstammung sind, waren vor ihrer Geburt aus Israel ausgewandert. Zusammen mit ihren Eltern zog sie von Kanada in die Vereinigten Staaten nach Normal, Oklahoma wo sie ihre Kindheit verbrachte. In Normal arbeitete und erforschte ihr Vater, der Professor für Meteorologie war, Tornados. Galchen studierte Literatur und Medizin in Princeton und an der Mount Sinai Medical School. Für ihren Debütroman »Atmosphärische Störungen« ernte Galchen jede Menge Ansehen und sehr gute Kritiken von den bedeutendsten Rezensenten auf den Titelseiten der Feuilletons. Zusammen mit ihrem Mann lebt Rivka Galchen in Brooklyn von New York.

Alle Bücher von Rivka Galchen

Rivka GalchenAtmosphärische Störungen
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Atmosphärische Störungen
Atmosphärische Störungen
 (12)
Erschienen am 01.07.2011
Rivka GalchenAmerikanische Erfindungen
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Amerikanische Erfindungen
Amerikanische Erfindungen
 (2)
Erschienen am 16.12.2016
Rivka GalchenPerturbaciones atmosfericas / Atmospheric Disturbances
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Perturbaciones atmosfericas / Atmospheric Disturbances
Rivka GalchenLittle Labors
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Little Labors
Little Labors
 (0)
Erschienen am 25.07.2014
Rivka GalchenAmerican Innovations
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American Innovations
American Innovations
 (0)
Erschienen am 13.02.2014
Rivka GalchenAmerican Innovations: Stories
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American Innovations: Stories
American Innovations: Stories
 (0)
Erschienen am 05.05.2015
Rivka GalchenAtmospheric Disturbances
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Atmospheric Disturbances
Atmospheric Disturbances
 (0)
Erschienen am 05.12.2011
Rivka GalchenAtmospheric Disturbances
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Atmospheric Disturbances
Atmospheric Disturbances
 (0)
Erschienen am 01.06.2008

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Neue Rezensionen zu Rivka Galchen

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Karin-Ls avatar

Rezension zu "Amerikanische Erfindungen" von Rivka Galchen

Erfrischend kuriose Erzählungen
Karin-Lvor 2 Jahren

"Das ist nicht meine Art von Tagtraum, denke ich. Das ist nicht meine Träumerei. Es ist die von jemand anderem. Vielleicht ist das auch gut so. Ich selbst war nie ein Walter Mitty.“ S.25

Die Erzählungen sind eigen; sehr eigen, das muss man sich eingestehen. Zunächst weiß man gar nichts wirklich mit ihnen anzufangen. Sie sind so konfus und ergeben auf den ersten Blick kaum Sinn, weil sie sich jeglicher uns bekannter und logischer Abläufe entzieht. Wie im Klappentext beschrieben, werden Möbel anscheinend lebendig, Welten verschmelzen ineinander. Wo soll man da beginnen etwas Sinnvolles herauszufiltern? Ganz eindeutig, vor allem zwischen den Zeilen. Die Protagonisten scheinen alle dem roten Faden nicht folgen zu wollen. In den Konversationen mit deren Mitmenschen driften sie irgendwie ab, leugnen viele offensichtliche Fakten und wollen vielleicht sogar an etwas glauben, was keinen Bestand hat. Besonders prägnant ist auch hier die vordergründige Darstellung verschiedener Lebensphasen der Frau. Denn alle Kurzgeschichten werden von Frauen dominiert. Sie sind die Hauptfiguren und sind den unterschiedlichsten Situationen ausgesetzt. Nimmt man also die ausgefallenen, aber sehr kreativ-interessanten Geschehnisse beiseite, welche die "normale" Welt außer Kraft setzen, so findet man etwas verborgen, sehr viel Psychologisches. Die Geschichten erzählen von der ersten Liebe, von Verlust, von der Magie der Gegenstände, die sich anhäufen, welche man nicht loslassen kann und deren eigentliche Erinnerung an das Ereignis man dennoch zu vergessen scheint. Auch die Beziehungen innerhalb der Familie spielt in allen Erzählungen eine große Rolle. Wonach sehnt sich der Mensch? Und was würde er lieber ausradieren?

"Links von mir glaube ich, in einiger Entfernung Roys blondes Haar zu ahnen. Schwach geworden, schiele ich seitwärts; ich sehe eine Topfpflanze.“
S.104

So unterschiedlich die einzelnen Erzählungen in ihrer Idee sind, so wunderbar passen sie im Gesamtkonzept aber zusammen, weil sie den gleichen Stil verfolgen. Es ist tatsächlich eine ganz neue Welt, die man als Leser betritt. Man muss sich erst ein wenig mit dem Schreibstil, der Art der Autorin und der Protagonisten vertraut machen, ehe man Schlussfolgerungen ziehen kann. Und selbst am Ende jeder Erzählung bleiben gewisse magische Momente unergründlich. Das macht wahrscheinlich den Reiz aus, den ich beim Lesen verspürt habe. Ich habe mit den Geschichten begonnen und dachte mir zunächst, sie seien ganz unterhaltsam und auch in gewisser Weise enthalten sie schöne Wahrheiten, mehr erstmal nicht. Aber mit der Zeit stellt sich eine ganz andere Meinung ein. Beginnt man über die Erzählungen und das Gesagte nachzudenken, entwickeln sie sich zu einer wahren Gedankenquelle. Scheinbar nebenbei gesagte Dinge erschienen mir plötzlich so wahr und wichtig, dass auch die Erzählungen ganz neue Schichten hervorgebracht haben. In einer Erzählung ging es zum Beispiel um das Bild der Frau und deren Bezug zur Mode. Dabei sei das Ziel der Modeindustrie, die Frauen in ein männliches Bild zu zwängen. Sie sollen mager und dürr sein, keine weiblichen Rundungen aufweisen, um in tolle Kleider zu passen, eben wirken wie ein Mann, um Anerkennung zu gelangen. An sich ist die Überlegung nichts Neues und man ist sich dem auch eigentlich bewusst, aber wie Rivka Galchen es in Worte fasst (in Anbetracht der Übersetzung) und es in eine ganz eigene Geschichte verpackt, das hat einfach was.

"´Ich meine, ich bewundere dich dafür, dass du Geschichten über erfundene Menschen in Welten schreibst, die gar nicht existieren und keine Bedeutung für unser wirkliches Leben haben. Das kann nett sein, aber die Leute mögen auch Dinge, die erbaulich und nützlich sind.´“
S.171

INSGESAMT: Was anfänglich nach skurrilen und nicht ganz sinnergebenden Erzählungen ausgesehen hat, entpuppte sich zu einer fabelhaften, einzigartigen und spielerischen Welt der Autorin, in welcher besonders die Frauen eine tragende Rolle spielen. Die Erzählungen verweben viele Elemente der Literatur, die sich gar nicht kategorisieren lassen. Wundersame Ereignisse, die man nicht zu bewerten weiß verknüpfen sich mit tiefsinnigen, psychologischen Ansichten. Keine hochtrabende Sprache, aber umso aussagekräftigere Botschaften, die zwischen den Zeilen vermittelt werden. Obwohl der Anschein erweckt wird, dass genau die wichtigen Dinge von den Protagonisten nicht angesprochen werden, kommen sie durch ihr Handeln und ihre Vorstellungskraft umso deutlicher zum Vorschein.

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giuliannas avatar

Rezension zu "Atmosphärische Störungen" von Rivka Galchen

Rezension zu "Atmosphärische Störungen" von Rivka Galchen
giuliannavor 7 Jahren

Rivka Galchens "Atmosphärische Störungen" wollte ich seit längerer Zeit lesen und habe mich dementsprechend darauf gefreut. Leider blieb das Buch weit hinter meinen Erwartungen zurück.
Es geht um ein Paar - Rema, maisblond und Leo, Psychiater. Beide leben in New York. Plötzlich meint Leo, er würde nicht mehr mit der echten Rema zusammen wohnen, sondern mit einem Simulacrum. Zweifel keimen in ihm auf, werden scheinbar genährt, vermehren sich und wachsen sich aus. Es ergibt sich ein Verwirrspiel, in dem auch Leos Patient Harvey eine Rolle spielt, der geheime Botschaften über die Wetternachrichten in der Zeitung empfängt und dem doch eigentlich Leo Botschaften unter falschem Namen zukommen lassen wollte, am Ende aber selbst an all das glaubt. Es beginnt eine Reise im Wahn und keiner blickt mehr durch, so scheint es.
Äußerst verwirrend, in meinen Augen zu weit hergeholt, nur selten mit ausreichend Witz, habe ich mich durch dieses Buch mehr gequält, als dass es mich begeistern konnte. Leider keine Empfehlung von mir.

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S

Rezension zu "Atmosphärische Störungen" von Rivka Galchen

Rezension zu "Atmosphärische Störungen" von Rivka Galchen
siusvor 8 Jahren

Also ja, das Buch lädt wirklich zu Interpretationen ein. Sicher nicht einfach, den Punkt zu treffen. Aber das eben macht die Faszination dieses Romans aus, meines Erachtens. Mir gefällt auch der nüchterne, ja fast wissenschschaftliche Humor, der vor allem in der Gestalt Leo Liebensteins zu tragen kommt.

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Zusätzliche Informationen

Rivka Galchen wurde am 19. April 1976 in Toronto (Vereinigte Staaten von Amerika) geboren.

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