Rob Alef

 4.4 Sterne bei 29 Bewertungen
Autor von Kleine Biester, Immer schön gierig bleiben und weiteren Büchern.

Alle Bücher von Rob Alef

Kleine Biester

Kleine Biester

 (11)
Erschienen am 06.11.2011
Immer schön gierig bleiben

Immer schön gierig bleiben

 (7)
Erschienen am 18.03.2016
Das magische Jahr

Das magische Jahr

 (4)
Erschienen am 07.03.2008
Küche, Diele, Mord

Küche, Diele, Mord

 (2)
Erschienen am 01.10.2013
Bang Bang stirbt

Bang Bang stirbt

 (3)
Erschienen am 01.04.2005
Die Wölfe

Die Wölfe

 (2)
Erschienen am 15.01.2009
Kleine Biester

Kleine Biester

 (0)
Erschienen am 01.08.2012

Neue Rezensionen zu Rob Alef

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loewes avatar

Rezension zu "Immer schön gierig bleiben" von Rob Alef

nicht schlecht, aber schräg
loewevor 5 Jahren

Klappentext, Verlagsinfo

“Mieten, die ins unermessliche steigen, Biosupermärkte, die wie Pilze aus dem Boden schießen, Touristen, die zu Tausenden die Stadt bevölkern – Berlin ist zu einem einzigen großen Investment geworden und versinkt zugleich im Müll. Inmitten dieses Chaos wird eine Maklerin tot aufgefunden; schnell steht fest, dass sie erwürgt wurde. War der Täter ein Stadtteilaktivist, ein Kunde oder ein Konkurrent? Und warum zum Teufel hat der Mörder die Leiche geschminkt?

Kommissar Pachulke nimmt die Ermittlungen auf; zugleich sucht er nach einer neuen und bezahlbaren Bleibe für sich und seine Plattensammlung. Kein leichtes Unterfangen, wie er bald feststellen muss. Auf seiner Odyssee von Mitte nach Kreuzberg, von Friedrichshain nach Neukölln erinnert er sich schließlich an einen ganz ähnlichen Fall von vor zehn Jahren und kommt so dem Täter gefährlich nahe …

Auch in seinem neuen Krimi lotet Rob Alef die Grenzen zwischen Phantastik, Satire und Spannung aus und nimmt die gesellschaftlichen Auswüchse satirisch aufs Korn; selten wurde so treffend und unterhaltsam über die Yuppisierung unserer Gegenwart geschrieben, kein anderer Autor schreibt solch phantastische Krimis wie Rob Alef.”

ISBN: 9783867891844

Rotbuch Verlag

Gelesen

Nachdem ich von Rob Alef “Kleine Biester” mit sehr viel Freude gelesen habe, war ich  auf sein neues Buch sehr gespannt.

Aber Vorsicht, wer hier den NullAchtFünfzehn Krimi erwartet, der sollte sich lieber gleich ein anderes Buch schnappen. Rob Alef gestaltet seine Protagonisten schon etwas ungewöhnlich. Pachulke und sein Team sind schon eine gewagte Ansammlung von sehr speziellen Charakteren…Aber wenn man die Bande erst einmal ins Herz geschlossen hat und offen für neues ist, dann hat man mit immer schön gierig bleiben genau die richtige Wahl getroffen.

Der flotte und flüssige Schreibstil garantiert ein schnelles durchlesen.

Neben dem klassischen Mordfall, den es natürlich auch in diesem Krimi gibt, verbaut der Autor jede Menge Randthematiken in seinem Roman. Zum einen haben wir hier die ermordete Maklerin Verena Adomeit, die erwürgt  auf dem Friedhof aufgefunden wird. Zum anderen erleben wir die zum Teil problematische Wohnsituation in Berlin. Es ist wahrlich nicht leicht adäquaten Wohnraum zu finden, das müssen auch einige aus Pachulkes Team am eigenen Leib feststellen.

Los geht es damit , dass Dorfner sein Domizil verlassen muss, doch auch bei Zabriski scheint der Boden unter den Füssen wackelig zu werden …

Spritzig verbindet der Autor die Ermittlungen im Mordfall mit den Unwegsamkeiten der Wohnungssuche.

Man sollte es schon etwas schräg mögen. Mir persönlich hat der Vorgänger “Kleine Biester” ein wenig besser gefallen, aber auch “Immer schön gierig bleiben” hat einen hohen Unterhaltungswert.

Von meiner Seite 3,5 Sterne

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tweedledees avatar

Rezension zu "Immer schön gierig bleiben" von Rob Alef

bissig, ironisch, gesellschaftskritisch und viel schwarzer Humor
tweedledeevor 5 Jahren


In Berlin Stralau wird auf einem Friedhof die Leiche einer Immobilienmaklerin gefunden. Sie wurde erwürgt und vom Mörder liebevoll geschminkt. Das Team um Kommissar Pachulke findet schnell heraus, dass die Maklerin Verena Adomeit bedroht wurde. Irgendjemand war im hart umkämpften Berliner Wohnungsmarkt mit ihrer Tätigkeit als Maklerin in Stralau nicht wirklich einverstanden. Liegt hier der Grund, hat der Mord etwas mit ihrer Tätigkeit als Maklerin zu tun? Oder gibt es ein anderes Motiv das weit in die Vergangenheit zurückreicht und mit einem  ähnlichen Fall zu tun hat? Pachulke, Dorfner, Zabriskie und Kollegen ermitteln.
 
Bei diesem Buch hat mich sofort das Cover angesprochen sowie der originelle Titel, welche einen spannenden und zugleich witzigen Kriminalfall versprechen, der in der Hauptstadt spielt. Es ist schon der vierte Fall um den kauzigen Kommissar Pachulke, ich kenne zwar die anderen Bücher des Autors nicht, trotzdem hatte ich keine Mühe in die Handlung einzutauchen, da die Ermittler mit ihren Eigenarten sehr gut beschrieben werden. Und diese Ermittlertruppe hat es in sich, weit ab von Durchschnittscharakteren ist jeder auf seine Art einmalig. Pachulke z. B. hat keinen Bock Karriere zu machen und bastelt im Dienst viel lieber Ketten und Kunstwerke aus Büroklammern. Im Delegieren ist er gut, hat aber auch brillante Einfälle und ein gutes Gedächtnis. Außerdem sammelt er leidenschaftlich gern Schallplatten. Der Polizeiassistent Dorfner ist der typische Einzelkämpfer, durchtrainiert bis zum Exzess, aber eher einfachen Gemüts. Er wird von seinen Kollegen gern "an die Hand" genommen. Zum Team gehören noch Zabriskie, Stiesel und Kollege Bördensen. Der Fall ist verzwickt und wartet mit einigen Überraschungen auf, nach und nach macht das Team um Pachulke Fortschritte, ein jeder trägt dazu mit seinen teils innovativen Ideen dazu bei.

Mit spitzer Zunge, schwarzem Humor und einer großen Prise Ironie beschreibt der Autor Rob Alef die Immobilienszene und das Leben in Berlin und übt dabei auch Gesellschaftskritik. Durch die detaillieren Ortsbeschreibungen kann man den Weg der Protagonisten mitverfolgen, wobei es nicht nur reale, sondern auch fiktive Plätze gibt. Man erlebt Szenen mit einmaliger Situationskomik, z. B. als Pachulke sich im KaDeWe in Sachen Kosmetik beraten lässt oder zur MÜSAM (Müllsammelstelle) geht. Vor allem das überspitzte Procedere auf der MÜSAM sorgte bei mir für einige Lacher. Durch den anspruchsvollen aber  teils flapsigen Schreibstil lässt sich die Geschichte angenehm lesen, ich fühlte mich beim lesen bestens unterhalten.

 
Fazit: "Immer schön gierig bleiben" ist ein intelligenter Krimi weitab vom Mainstream, schwarzhumorig und mit einzigartigen skurrilen Charakteren. Ein perfektes Lesevergnügen!

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solveigs avatar

Rezension zu "Immer schön gierig bleiben" von Rob Alef

Immer schön gierig bleiben?
solveigvor 5 Jahren

Lust auf Abwechslung?

Dann ist dieser Roman, der viel mehr ist als „nur“ ein Krimi, sicher das Richtige!

Mit Hauptkommissar Pachulke und seinem bemerkenswerten Team aus völlig unterschiedlichen Individuen geht der Leser auf die Suche nach dem Mörder einer jungen Maklerin. Dieser „Körperverletzer mit Todesfolge“, wie er sich selbst bezeichnet, hat sein Opfer nach der Tat geschminkt. In Pachulke lässt dieseTatsache die Erinnerung an einen anderen, lange zurück liegenden Mordfall aufkommen, und die Ermittlungen werden konkreter.

Aber – wie versprochen – es geht dem Autor um mehr als nur die Aufklärung eines Mordes.  Er beleuchtet ein top aktuelles Thema in der Geschichte, die im modernen Berlin angesiedelt ist, nämlich die derzeitige Wohnungspolitik. Jeder Berliner (aber auch Bürger anderer deutscher Großstädte) kennt die Problematik, eine bezahlbare Wohnung innerhalb der Stadt zu finden oder gar seine derzeitige Wohnung halten zu können und nicht aus „seinem“ Kiez vertrieben zu werden durch Neugestaltung und explodierende Mieten – eben durch die Gier von Hausbesitzern und Maklern. Auch Pachulke und seine Kollegen bleiben davon nicht verschont. Zudem hat sich in Alefs Roman eine Gegengesellschaft gebildet, die auf Müllhalden nach eigenen Regeln lebt: ein surrealistisches Element, das ein düsteres Szenario herauf beschwört.

Dennoch versteht Alef es großartig, seine Kritik an Gesellschaft, Bürokratie und menschlicher Gier, die wir hier in diversen Spielarten beobachten können, in bissig-humorvoller Form zu verpacken  -  auch wenn dem Leser manchmal das Lachen im Halse stecken bleiben will. Er verwebt Realität geschickt mit phantastischen Elementen. So hat der Leser auf der einen Seite Gelegenheit bei einer Busfahrt mit der (tatsächlich existierenden) Linie 104 die Stadt Berlin durch Pachulkes Augen und Kommentare zu erleben. Andererseits gibt es surrealistisch anmutende Szenen auf der Müllkippe oder auf der „Treptower Halde“, die der Berliner heute (Gott sei Dank) noch als Park kennt.

Salopp geschrieben, aber immer präzise formuliert, zahlreiche kleinere und größere satirische Seitenhiebe verteilend, hält der Krimi die Spannung bis zum Schluss. Kurz, es ist ein Vergnügen, diesen „Roman Noir“ zu lesen.

Nun mag der künftige Leser spekulieren: wird der Täter gefasst? Ändert sich etwas? Oder bleiben wir „immer schön gierig“?

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Gespräche aus der Community

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rob_alefs avatar
Liebe Bücherfreundin, lieber Bücherfreund,

ich freue mich darauf, mit Ihnen über mein im November erschienenes Buch "Immer schön gierig bleiben" ins Gespräch zu kommen. Es ist der vierte Krimi in einer Reihe, in der die Hauptkommissar Pachulke, seine Kollegin Zabriskie und deren Assistent Dorfner im Mittelpunkt steht. Alle Bücher spielen in einer namenlosen Stadt, die verblüffende Ähnlichkeit mit Berlin hat. Im neuen Buch geht es um die Fragen: Wie wohnen wir? Was brauchen wir? Wem gehört die Stadt? Das klingt nach klassischem Politdrama, aber die eigenwilligen Figuren und die Elemente von Fantastik und Satire lassen die Geschichte eigene Wege gehen. Die Geschichte beginnt, als eine Maklerin auf einem Friedhof erwürgt aufgefunden wird. Wie sich herausstellt, wurde sie nach ihrem Tod geschminkct...

Wer eines von fünf Exemplaren von "Immer schön gierig bleiben" gewinnen möchte, beantworte bitte folgende Frage: Wer liest Ihnen vor? / Wem lesen Sie vor? Aus den besten Antworten werde ich die hoffentlich glücklichen Gewinner auswählen.

Hier einige Hinweise zum Zeitplan und zu den Unterthemen:  Wir beginnen unsere Leserunde am 10.12.  Bis zum 13.12. lesen wir die Kapitel 1 bis 9 (bis S. 75). Zunächst interessieren mich Ihre Leseerfahrungen. Warum lesen Sie Krimis? Was unterscheidet Krimi im Fernsehen vom Krimi als Buch? Welche Lieblingsbücher haben Sie?

Am 14. und 15.12. lesen wir die Kapitel 10 bis 19 (bis S. 167). Mich interessiert vor allem: Was ist an Polizeikrimis anders als an Krimis ohne staatliche Ermittler? Wie realistisch soll/muss Polizeiarbeit dargestellt werden - die technischen Möglichkeiten, der Berufsalltag, die rechtlichen Grenzen und Grundlagen? Wie wichtig ist das Privatleben? Was können/dürfen Polizisten, was Laienermittler und Privatdetektive nicht tun und umgekehrt?

Vom 16. bis 20.12. lesen wir die Kapitel 20 bis 33 (bis S. 271). Jetzt interessieren mich vor allem die verschiedenen Genres: Krimis, Phantastik, Satire, geht das zusammen? Mögen Sie lieber die Bücher mit klarer Ansage oder die, die Sie auch einmal auf Abwege führen? Raten Sie lieber mit auf der Suche nach dem Mörder oder wollen Sie Situationen begegnen, die ganz weit weg von ihrem Alltag spielen? Mögen Sie es, wenn Ihnen Spannungsliteratur Angst macht?

Vom 21.12. bis 28.12. lesen wir Kapitel 34 bis 41 (bis S. 333), mit dem das Buch endet. Sie haben genug Zeit, sich den letzten Abschnitt so einzuteilen, dass Sie neben dem Baum schmücken, Geschenke besorgen und Weihnachtslieder singen genug Zeit zum Lesen haben. Mich interessiert Ihr Gesamteindruck. Welchen Schluß muss eine Geschichte haben? Braucht es Gerechtigkeit? Ein Happy End? Ein Unhappy End? Was hat Ihnen besonders gut oder gar nicht gefallen?

Unabhängig von diesen Themen können Sie mir natürlich gerne jeden Kommentar abgeben und jede Frage stellen, die Ihnen wichtig erscheint und die mit dem Buch oder mit dem Schreiben und Lesen ganz allgemein zu tun haben.

Egal, ob Sie erfahrene Leseratte oder Neuling, Krimiexpertin oder Quereinsteiger sind, ich freue mich auf zwei spannende Wochen mit Ihnen.

Bis zum 10. Dezember

Schöne Grüße

Rob Alef
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