Klappentext, Verlagsinfo
“Mieten, die ins unermessliche steigen, Biosupermärkte, die wie Pilze aus dem Boden schießen, Touristen, die zu Tausenden die Stadt bevölkern – Berlin ist zu einem einzigen großen Investment geworden und versinkt zugleich im Müll. Inmitten dieses Chaos wird eine Maklerin tot aufgefunden; schnell steht fest, dass sie erwürgt wurde. War der Täter ein Stadtteilaktivist, ein Kunde oder ein Konkurrent? Und warum zum Teufel hat der Mörder die Leiche geschminkt?
Kommissar Pachulke nimmt die Ermittlungen auf; zugleich sucht er nach einer neuen und bezahlbaren Bleibe für sich und seine Plattensammlung. Kein leichtes Unterfangen, wie er bald feststellen muss. Auf seiner Odyssee von Mitte nach Kreuzberg, von Friedrichshain nach Neukölln erinnert er sich schließlich an einen ganz ähnlichen Fall von vor zehn Jahren und kommt so dem Täter gefährlich nahe …
Auch in seinem neuen Krimi lotet Rob Alef die Grenzen zwischen Phantastik, Satire und Spannung aus und nimmt die gesellschaftlichen Auswüchse satirisch aufs Korn; selten wurde so treffend und unterhaltsam über die Yuppisierung unserer Gegenwart geschrieben, kein anderer Autor schreibt solch phantastische Krimis wie Rob Alef.”
ISBN: 9783867891844
Rotbuch Verlag
Gelesen
Nachdem ich von Rob Alef “Kleine Biester” mit sehr viel Freude gelesen habe, war ich auf sein neues Buch sehr gespannt.
Aber Vorsicht, wer hier den NullAchtFünfzehn Krimi erwartet, der sollte sich lieber gleich ein anderes Buch schnappen. Rob Alef gestaltet seine Protagonisten schon etwas ungewöhnlich. Pachulke und sein Team sind schon eine gewagte Ansammlung von sehr speziellen Charakteren…Aber wenn man die Bande erst einmal ins Herz geschlossen hat und offen für neues ist, dann hat man mit immer schön gierig bleiben genau die richtige Wahl getroffen.
Der flotte und flüssige Schreibstil garantiert ein schnelles durchlesen.
Neben dem klassischen Mordfall, den es natürlich auch in diesem Krimi gibt, verbaut der Autor jede Menge Randthematiken in seinem Roman. Zum einen haben wir hier die ermordete Maklerin Verena Adomeit, die erwürgt auf dem Friedhof aufgefunden wird. Zum anderen erleben wir die zum Teil problematische Wohnsituation in Berlin. Es ist wahrlich nicht leicht adäquaten Wohnraum zu finden, das müssen auch einige aus Pachulkes Team am eigenen Leib feststellen.
Los geht es damit , dass Dorfner sein Domizil verlassen muss, doch auch bei Zabriski scheint der Boden unter den Füssen wackelig zu werden …
Spritzig verbindet der Autor die Ermittlungen im Mordfall mit den Unwegsamkeiten der Wohnungssuche.
Man sollte es schon etwas schräg mögen. Mir persönlich hat der Vorgänger “Kleine Biester” ein wenig besser gefallen, aber auch “Immer schön gierig bleiben” hat einen hohen Unterhaltungswert.
Von meiner Seite 3,5 Sterne











