Rob Alef Kleine Biester

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Inhaltsangabe zu „Kleine Biester“ von Rob Alef

In Berlin verschwinden Kinder von Spielplätzen. Genauer: Sie stürzen in riesige Krater, die sich urplötzlich dort auftun. Hysterie macht sich breit. Was die Kinder verbindet, ist ihre Schulsituation: Der Wechsel aufs Gymnasium stand kurz bevor. Kommissar Pachulke ermittelt im Kreis der Eltern_. Ein Krimi aus dem eisigen Milieu der Super-Mamis, wo das Leistungsprinzip noch Geltung besitzt und wo Schulmassaker und PISA-Schock eng beieinander liegen.

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  • Sehr übertrieben aber ich denke gewollt

    Kleine Biester
    Natalie77

    Natalie77

    06. December 2013 um 07:09

    Inhalt: Es ist kurz vor Frühlingsanfang als der Spielplatz voller Eltern und Kinder ist die den ersten schönen Tag nach dem Winter ausnutzen wollen. Durch einen Erdrutsch in einem Sandkasten wird Anna im Erdboden verschluckt. Kurz darauf stirbt ein Mitschüler aus ihrer Klasse in einem Chemielabor. Zunächst sieht alles nach einem Unfall aus, als aber immer mehr „Unfälle“ geschehen wird der Sache genauer nachgegangen Meine Meinung: Dieses Buch Kleine Biester von Rob Alef ist im Genre Kriminalroman angesiedelt und auch der Rückentext deutet darauf hin. Der Leser bekommt auch einen Krimi. Allerdings einen der viel tiefer geht. Es geht nicht nur um die Kinder die verschwinden und sterben. Es geht um Leistungsdruck. Die Gesellschaft und welche Auswirkungen Beides auf Eltern, Lehrer und Schüler hat. Dabei nutzt Rob Alef einen sehr kritischen und auch mitunter sarkastischen Ton. Der Schreibstil ist flüssig und zu Beginn war es auch der Grund warum ich weiter gelesen habe. Neben der Tatsache das ich wissen wollte was mit Anna geschehen ist. Es gab gerade am Anfang ein paar Sachen an die ich mich erst mal gewöhnen musste. So wurde ein Mädchen Fred genannt. Sie mochte ihren eigentlichen Namen Friederike nicht. Schon logisch, aber gerade am Anfang mit vielen Personen die man kennen lernt auch etwas irritierend. Überhaupt mag der Autor außergewöhnliche Namen. So zieht er zwischen Zeilen in einem Kapitel über Doppelnamen her. Die lauten Joelle-Phoebe und Notker-Frodo oder auch Sigrun-Genoveva und Heinz-Brüssel. Diese Namen werden mehrfach erwähnt und gingen mir recht schnell auf den Geist. Das dritte Ereignis war ein Angriff auf eine Mutter. Ich möchte da nicht zu sehr ins Detail gehen, aber ich dachte wenn das jetzt so weiter geht ist dieses Buch eine Qual. Aber es ging Gott sei Dank nicht so weiter. Rob Alef besann sich wieder auf die Ermittlungsarbeit und die Geschichte nahm ihren für mich zufriedenstellenden Lauf. Die Protagonisten sind meistens sehr oberflächlich. Es scheint als haben die Schüler der 6. Klasse der Grundschule oder die Schüler des Gymnasiums teilweise mehr im Hirn als ihre Eltern. Wie gesagt teilweise. Es geht überhaupt recht oberflächlich zu in diesem Krimi und trotzdem störte mich das gar nicht. Ich kann gar nicht genau benennen was mich an diesem Buch fesselte. War es das der Autor immer wieder etwas Geschehen ließ wenn es etwas ruhiger wurde oder war es das Gesellschaftliche Drama das sich abspielte. War es der Fall und die Frage wer tötet Kinder oder das Verschwinden von Anna und die Frage taucht sie wieder auf. Ich denke es war ein bisschen von Allem. Es ist wie ein Unfall man will gar nicht aber man schaut hin und so dachte ich stellenweise was für ein übertriebener Mist, aber ich konnte auch nicht aufhören zu lesen. Am Ende bin ich überzeugt dass das Übertriebene genau das war was Rob Alef bezwecken wollte. Es ist ein Mit-der-Nase-drauf-stoßen auf Sachen die gerade bei Eltern von Schul- oder auch Kindergartenkindern im Argen liegen.

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  • Rezension zu "Kleine Biester" von Rob Alef

    Kleine Biester
    loewe

    loewe

    07. January 2013 um 20:44

    Ich bin ja mal sowas von begeistert!!! Dieses Buch ist in meinen Augen mal was ganz anderes…Ein Krimi mal skurril und schräg umgesetzt, das punktet . Dieses Buch könnte “mein Buch 2012″ werden . Als erstes möchte ich mal von dem leichtgängigen Schreibstil schwärmen. Das Buch lässt sich wunderbar flüssig lesen. Der Autor hat sich viel Mühe mit seinen Protagonisten gegeben, alle Figuren kommen sehr plastisch rüber. Hier möchte ich nun gerne einwerfen, wie froh ich bin dass es noch nicht üblich war den “Entstehungsort”als Namenszusatz zu vergeben, als ich geboren wurde;-). Aus heutiger Sicht…Glück gehabt…obwohl vielleicht sollte ich meine Eltern mal fragen. Es mutet uns beim Lesen schon erst einmal sehr befremdlich an, wie es so auf dem Rosenhof – Gymnasium zugeht. Vielleicht denken wir: das ist doch alles viel zu weit hergeholt, solche Auswahlverfahren gibt es doch nicht. Aber gehen wir mal in uns. Wie sieht es denn zum Teil mit den Schulen aus. Eltern wollen ihre Kinder in der besten Schule sehen (das gab es sogar schon zu meiner Schulzeit, auch wenn es schon lange her ist, kann ich mich erinnern, dass ein Klassenkamerad von mir in eine andere Stadt musste, weil es hieß die Schule dort sei die bessere! Es dürfte so ungefähr im Jahr 1980 gewesen sein). Aber Spaß bei Seite, es ist wirklich erschreckend welche Blüten das heutige Schulwesen da treibt… Spannend bindet uns Rob Alef immer tiefer in die Geschichte ein. Er führt uns mit seiner überspitzten Darstellung immer wieder hinters Licht und lässt so die Spannung bis zur letzten Seite auf hohem Niveau . Man sollte aber schon Spaß an dem Ungewöhnlichen haben und ein Schuss schwarzer Humor dürfte auch nicht schaden, dann ist dieses Buch ein Leseerlebnis, welches den einen oder anderen bestimmt auch neben dem Schmunzeln zum Nachdenken anregt. Ich hoffe sehr, dass der Autor uns nicht allzulange auf ein neues Werk warten lässt.

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  • Rezension zu "Kleine Biester" von Rob Alef

    Kleine Biester
    Gospelsinger

    Gospelsinger

    Sandkästen sind nicht gerade friedliche Orte. Da wird gestritten, mit Förmchen um sich gehauen, mit Sand geschmissen. Aber dass sich im Sandkasten plötzlich ein Krater auftut, der ein Mädchen verschluckt, ist neu. Hektisch wird nach der Sechstklässlerin Anna gebuddelt, leider vergeblich. Kurz darauf stirbt ihr Klassenkamerad Cem. Ein Unfall? Als noch ein Schüler der gleichen Klasse zu Tode kommt, wird deutlich, dass es sich um Morde handelt. Ist es Zufall, dass diese Morde geschehen, während gerade das knallharte Auswahlverfahren des renommierten Kreuzberger Rosenhof-Gymnasiums läuft, einer Schule, die hervorragende Lernbedingungen und spätere Karrierechancen bietet und die daher hoffnungslos überlaufen ist? Es regt sich ein fürchterlicher Verdacht: Ermordet jemand diese Kinder, um dem eigenen Kind im Kampf um die Schulplätze eine bessere Chance zu verschaffen? Auf den Schülern der sechsten Klasse der James-Hobrecht-Schule lastet wegen des bevorstehenden Übergangs auf die weiterführende Schule ein unglaublicher Druck, und es ist bekannt, dass einige ehrgeizige Eltern vor kriminellen Maßnahmen nicht zurückschrecken, um ihr Kind auf die Wunschschule zu bringen. Das machte sogar die Einrichtung eines SWAT-Teams der Berliner Polizei notwendig, denn allzu viele Sechstklässler wechseln die Adresse zur Täuschung der Behörden. Ermittler Pachulke und sein Team sind entsetzt über die Abgründe, die sich an einer Schule auftun können. Aber Mord? Kann das wirklich sein? Ja, kann es, wenn man die realistisch beschriebene Darstellung eines übertriebenen Elternehrgeizes so gnadenlos weiterdenkt und satirisch überspitzt wie Rob Alef. Auch wenn ihm einige kleine Fehler unterlaufen, sowohl bei den Regelungen des Anmeldeverfahrens (im letzten Jahr spielte in Berlin die räumliche Nähe zur Schule keine Rolle mehr, allerdings soll jetzt wieder eine regionale Komponente eingeführt werden), als auch bei der Beschreibung der Rolle einer Elternvertreterin (in Berlin heißt es nicht Elternbeirat, sondern Elternvertretung, und an der Auswahl der neuen Schüler sind die Elternvertreter nicht beteiligt), hat der Autor die Konkurrenzsituation hervorragend eingefangen. Die beschriebenen Scheinanmeldungen in Nähe der Wunschschule gibt es wirklich. Einfach herrlich fand ich Alefs satirische Darstellung der Elternszene in Kreuzberg und im Prenzlauer Berg. Allein schon diese Doppelnamen, wie Notker-Frodo, und die Aufzählung der „individuellen Namen“ an der Schule: Leo, Leon, Leopold, Leonhard, Leonie, Leonore, Leona... Auch die Qualität der vom Senat finanzierten Ausstattung der Schulen ist wunderbar auf den Punkt gebracht. Bei einer großen Baumaßnahme am Rosenhof-Gymnasium, die über Sponsoren finanziert wird, übernimmt das Land Berlin die Türstopper, aber die sind dann wenigstens „sexy“. Immer wieder gibt es nette Anspielungen im Buch, zum Beispiel auf die Wilmersdorfer Witwen (hier als Chor), oder den Drogenkonsum der Schüler, der hier aber ganz andere Drogen als die weithin bekannten beinhaltet. Zum Brüllen komisch fand ich den Gewaltspräventionsvortrag des Polizisten Dorfner, der etwas zu lebensnah gerät und umfangreiche Renovierungsarbeiten nach sich zieht. Herrlich ist auch die Darstellung des ganz offen pädophilen Pfarrers der Gemeinde St. Hypokrit (sic!), der an seiner Kirche nur kritisiert, dass es keine Vollwertoblaten gibt, und von zünftigen Jugendfreizeiten schwärmt, die großzügig mit Seidenpyjamas und Massageöl versorgt sind. Natürlich nehmen nur Jungen teil. Das ungewöhnliche und äußerst rasante Finale ist völlig abgefahren und ein passender Schlusspunkt für einen Krimi der etwas anderen Art, der mir, besonders, weil ich selbst Elternvertreterin bin, einfach eine Menge Spaß bereitet hat.

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  • Rezension zu "Kleine Biester" von Rob Alef

    Kleine Biester
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    11. March 2012 um 20:41

    Ich hatte selten so viel Vergnügen beim Lesen eines Kriminalromans, ganz besonders weil einige übereifrige Eltern in dem Buch mich doch sehr an reale Personen in meinem Umfeld erinnerten... Rob Alef versteht es meisterhaft, den Leser mit seiner (ja was ist es denn nun genau?) sagen wir Fiction/Satire nebst spannendem Kriminalfall zu unterhalten. Bitterböse hält er unserer Leistungsgesellschaft den Spiegel vor; bis zum gänzlich unerwarteten Ende der Story. Ich muss hier einfach mal das "S.W.A.T-Team" erwähnen: "Sechstklässler wechseln die Adresse zur Täuschung der Behörden." Um das gewünschte Gymnasium besuchen zu können. Genial. Bitte mehr davon. Fazit: Lesen, mitraten und Spaß haben. Aber Vorsicht, der Krimi ist nicht ohne und liegt abseits des Mainstreams. Unbedingte Leseempfehlung!

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  • Rezension zu "Kleine Biester" von Rob Alef

    Kleine Biester
    RiaKlug

    RiaKlug

    13. January 2012 um 15:40

    Wer sich fragt, was für eine Sorte Buch lese ich hier eigentlich: >Ein Krimi? Eine Satire, Science Fiction?<, dem kann ich eine klare Antwort geben: Alles zusammen! Und somit eines der seltenen Grenzgänger, die gleich mehrere Genregrenzen lustvoll einreißen. Dass es sich dabei um eine Geschichte über Eltern handelt, deren Bildungsehrgeiz die Kinder zu Zombies mutieren lässt, setzt der Frechheit die Krone auf. Ein Schelmenstück, sprachlich eloquent, gespickt mit Anspielungen und einer der besten Krimis, die ich in letzter Zeit las. Zu Recht taucht das Buch in der neuen KrimiZeit-Bestenliste - was immer man auch von der halten mag - auf Platz 4 auf.

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