Rob Boffard

 4.1 Sterne bei 18 Bewertungen
Autor von Tracer, Enforcer und weiteren Büchern.

Alle Bücher von Rob Boffard

Tracer

Tracer

 (13)
Erschienen am 09.05.2016
Enforcer

Enforcer

 (4)
Erschienen am 10.04.2017
Verschollen

Verschollen

 (0)
Erschienen am 09.09.2019
Tracer

Tracer

 (1)
Erschienen am 16.07.2015

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Rezension zu "Enforcer" von Rob Boffard

"Enforcer" von Rob Boffard
Roman-Tippsvor einem Jahr

Meine Meinung:

„Enforcer“ erzählt die Geschichte der Raumstation Außenerde weiter, die bereits in „Tracer“ begonnen hat, und ist somit der zweite Teil mit der Protagonistin Riley Hale und den noch verbliebenen Charakteren aus dem ersten Teil. Ein Jahr ist es her, seit die Raumstation beinahe zerstört worden wäre durch den Versuch der ehemaligen Ratsvorsitzenden Janice Okwembu, mit Spinnen von unzähligen Intrigen bis hin zu einer totalen Zerstörung von Außenerde die absolute Macht über die Station zu bekommen. Nach der Rettung hatten die Bewohner mit einer Hungersnot zu kämpfen, die der neue Leiter des Luftlabors Prakesh Kumar durch veränderte und dadurch schneller wachsende Pflanzen schaffte einzudämmen, und den gravierenden Beschädigungen, für welche sie dringend den Asteroiden benötigen. Riley Hale und der Rest ihres Tracer-Teams haben sich den Stompern angeschlossen. Bis auf vereinzelte Unruhen scheint sich alles zu normalisieren. Doch dann geschehen in rascher Folge mehrere „Katastrophen“, die diesmal wohl das Ende bedeuten.


Dadurch werden mehrere Handlungen aufgebaut, die nicht nur als Nebenhandlung dienen. Riley Hale wird von dem psychopathischen Arzt Knox entführt, der ihr in eine Lücke zwischen den Muskeln in den Kniekehlen jeweils eine Bombe implantiert, um sie dazu zu zwingen, etwa beinahe Unmögliches zu tun. Das verlieh der anfangs recht schleppend anlaufenden Handlung einen ziemlichen Spannungsbogen, da Riley auch die Zeit davonläuft, in welcher sie Knox‘ Aufgabe erfüllen soll. Dann bricht nicht nur ein undefinierbares und schnell tötendes Virus aus, namens Resin, sondern eine Gruppe von Leuten, die Erdlinge, planen mit allen ihnen zur Verfügung stehenden Mitteln die Raumstation zu verlassen, um auf die Erde, auf der kein Leben möglich ist, zurückzukehren. Riley und ihr Team müssen schnell handeln, um das Problem mit den Bomben, dem Virus und den Rebellen zu lösen. Gleichzeitig bricht in dem zwangsweise verbarrikadierten Luftlabor Panik unter einigen Technikern aus.

Was mir an dem Buch  gut gefallen hat, sind immer wieder diese Spannungsschübe, wenn ein neues Puzzleteil allmählich das Gesamtbild komplettiert, spektakuläre Szenen, dramatische Höhepunkte, ein recht fulminantes Ende und die Ungewissheit, ob bzw. wie die Ereignisse zusammenhängen. Des Weiteren gibt es oft neue überraschende Wendungen der Geschichte, wobei die Cliffhanger beinahe am Schluss jeden Kapitels die Neugierde darauf, wie es nun weitergehen wird, und den Nervenkitzel intensivieren. Gezielt wird auf eine recht actionreiche Handlung gesetzt, wobei leider der wissenschaftliche Aspekt, besonders was das Virus betrifft, vernachlässigt wird. Ferner wirkt diese Fülle an Geschehnissen leider extrem stark überladen und die lückenfüllenden Handlungen zwischen den Spannungsbögen recht langatmig und nach einiger Zeit ermüdend, was das Lesen oftmals zähflüssig machte und die Geschichte zu sehr gedehnt hat.

Wie bei „Tracer“ sind auch bei „Enforcer“ die Perspektiven interessant ungewöhnlich. Zum einen wird aus Rileys Sicht in der Ich-Erzählperspektive erzählt, zum anderen aus der Sicht eines der anderen Charaktere, wie z.B. Anna, Carver, Prakesh, Royo oder Knox, in der personalen Erzählperspektive. Hinzu kommt, dass „Enforcer“ auch im Präsens geschrieben ist. Die Kapitel sind kurz gehalten und haben als Überschrift jeweils den Namen desjenigen, aus dessen Sicht gerade erzählt wird.

Das Ende von „Enforcer“ bleibt offen, sodass man mit einer Fortsetzung der Geschichte rechnen kann.

Fazit:

Actionreicher zweiter Band der Science-Fiction-Reihe über die Weltraumstation Außenerde und die Protagonistin Riley Hale. Die Handlung weist zwar inhaltlich einige Schwächen auf und wirkt überdehnt mit absolut vielen verschiedenen Handlungen, enthält aber auch Spannungsmomente.

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Roman-Tippss avatar

Rezension zu "Tracer" von Rob Boffard

"Tracer" von Rob Boffard
Roman-Tippsvor einem Jahr

Meine Meinung:
Eine interessante Mischung aus Science-Fiction und Thriller. Die Erde ist durch Umweltverschmutzung verwüstet, sodass keiner mehr dort leben kann und die letzten Menschen nun auf einer Raumstation (Außenerde) in einer Umlaufbahn der Erde vor sich hin leben. Außenerde besteht aus verschiedenen Sektoren, u.a. dem Garten, Luftlabor, dem Regierungskomplex Apex und Apogäum, sowie dem Kern in der Mitte der Station, wo Nullschwerkraft und eine tödliche Kälte ist. Wie sich die Station am Leben erhält und der Aufbau, wie auch die Charaktere und die verschiedenen Arten von Wahnsinn und Ausweglosigkeit, dass es kein Entkommen gibt, sind detailreich und sehr gut vorstellbar beschrieben. Dabei ist es nicht nur ein Science-Fiction: Im Laufe der Handlung wird die Geschichte immer komplexer, was wirklich richtig gut gelungen ist und mir sehr gefallen hat, und geht zum Teil in einen Thriller über. Überall gibt es Intrigen und Verwicklungen, keiner weiß mehr, wem er trauen kann, und was wer vor hat. Dadurch wird die Spannung, die bereits auf den ersten Seiten aufgebaut worden ist, immer intensiver bis zu einem absolut fesselnden und dramatischen Showdown, der noch einige überraschende Wendungen bietet.

Zu den Charakteren:

Riley Hale ist 20 Jahre alt, hat schon früh ihre Eltern verloren, niemals woanders gelebt als auf Außenerde und ist eine der schnellsten Tracer (jemand, der durch die Fähigkeit des schnellen Rennens die gefährliche Aufgabe übernimmt, Transportgut überall in der Station auszuliefern). Außenerde sieht sie als Zuhause an, und würde alles tun, um die Station und ihre Bewohner zu schützen – sie sieht nicht nur das Schlechte, sondern auch das Gute. Das Tracerteam, zu dem sie gehört, wird von Amira, ihrer Ausbilderin und Freundin, „geleitet“, die von allen Teammitgliedern vollkommene Loyalität erhält.

Neben den Teammitgliedern spielt u.a. auch Rileys Freund Prakesh, ein Techniker des Luftlabors, eine wichtige Rolle.

Für Darnell sind die Menschen, gegen die er bereits als Kind außerordentlichen Hass und Verachtung entwickelt hat, ausschließlich die Zerstörung der Umwelt, besonders der Pflanzen, eine Bedrohung für die Erde. Was die Menschheit einmal zerstört hat, wird sie auch wieder tun. Sein „Wahnsinn“ enthält jedoch durchaus auch logische Schlussfolgerungen, wodurch die Geschichte gleichermaßen auch zum Nachdenken anregt. 


Tracer“ ist im Präsens geschrieben, anstatt im Präteritum, was besonders hervorsticht. Auffallend und einzigartig ist auch, dass aus Rileys Sicht im Ich-Erzähler berichtet wird, während der Autor bei den anderen Charakteren den personalen Erzähler gewählt hat. Der unterhaltsame Schreibstil wird dadurch noch etwas aufgelockert, und ermöglicht ein interessantes Leseerlebnis.

Die Kapitel sind zum einen fortlaufend nummeriert, zum anderen haben sie als Titel den Namen des jeweiligen Charakters, aus dessen Sicht in dem Kapitel erzählt wird.

Fazit:


Spannender und rasanter Science-Fiction-Thriller, der überraschende Wendungen und viele Verwicklungen bietet. Eine ausgezeichnete Geschichte und sehr lesenswert!

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Talliannas avatar

Rezension zu "Enforcer" von Rob Boffard

Viel zu viele Handlungsstränge in zu kurzer Zeit
Talliannavor einem Jahr

Nachdem Riley Hale die Station Außenerde gerettet hat, wird sie Teil der Sicherheitsleute, kurz „Stomper“ genannt. Aber sie wäre nicht sie selbst, wenn sie Probleme nicht magisch anziehen würde. Nicht nur, dass sie von einem irren Psychopathen erpresst wird, kurz darauf bricht auch eine Seuche in der Station aus. Dies nutzt eine Gruppe Rebellen aus, die Außenerde verlassen wollen, um zur Erde zurückzukehren, und dafür gehen sie über Leichen.

Der zweite Band dieser Reihe macht mich ein wenig traurig. Ich mochte „Tracer“ sehr gerne, es war eines meiner Lesehighlights. Aber die Fortsetzung reicht leider nicht an es heran.

Es fängt schon damit an, dass es zu viele Haupthandlungen gibt – auch wenn ich nie gedacht hätte, dies einmal zu schreiben. Wir haben hier nicht nur eine, sondern sogar drei. Oder noch mehr?
Ursprünglich beginnt es mit einem durchgeknallten Psychopathen, der Riley entführt und sie erpresst. Natürlich kann sie sich keinem anvertrauen und zieht die Nummer solo durch, was furchtbar schief geht. Wenn sie ihren Freunden von Anfang an reinen Wein eingeschenkt hätte, wäre das vermutlich nicht so eskaliert. Allerdings spricht sie an keiner Stelle jemals mit irgendwem, was für mich nicht nachvollziehbar ist. Ihr ganzer Charakter kommt mir vor, als würde er ihn einem Fieberdelirium handeln und ihre Entscheidungen ergeben für mich keinen Sinn. Nicht, dass das bei den anderen, außer vielleicht den „Bösen“, anders wäre. Und ich gehe jetzt mal nicht weiter darauf ein, wie sich meine Augen verdreht haben, als Riley dann plötzlich auch nicht mehr weiß, für wen ihr Herz schlägt ...

Dann taucht eine mysteriöse Krankheit auf, die fast alle auf der Station umbringt, außer die Abtrünnigen, die auch plötzlich da sind und zur Erde zurückkehren wollen und Riley in die Quere kommen. Relativ gegen Ende wird auch klar, dass Außenerde sterben wird, wenn sie nicht bald neue Rohstoffe von einem Asteroiden bekommen, weswegen sie die Abtrünnigen auf keinen Fall zu dem Asteroidenfänger lassen dürfen.

Was sich wie die Handlung von zwei oder mehr Büchern anhört, ist in dieses eine gequetscht, und keine bekommt auch nur annähernd die ausführliche Behandlung, die sie verdient. Das ist sehr schade, denn jeder Plot für sich ist eine sehr gute Idee, doch in dieser Masse wird es einfach unglaubwürdig.

Genauso unglaubwürdig, wie warum zum Teufel keiner auf die Idee kommt, auch mal eine Waffe aufzuheben, nachdem sie die Angreifer außer Gefecht gesetzt haben, oder ihnen einen über den Schädel zu ziehen, wenn sie in einer Tür feststecken? Mein erster Impuls wäre das ja, aber vielleicht bin ich einfach zu brutal. Stattdessen verspielt jeder handelnde Charakter mit einer Leichtigkeit seinen Vorteil, dass es fast schon fahrlässig ist.

Um es noch einmal zusammenzufassen: Es passiert zu viel in zu kurzer Zeit, so dass die einzelnen Handlungsstränge einfach zu unglaubwürdig erscheinen. Dabei habe ich noch gar nicht erwähnt, dass Riley kreuz und quer durch die Station rennt, nachdem ihre Knie aufgeschnitten wurden, und dabei nicht ein einziges Mal wirklich schläft. Außerdem sind ihre Entscheidungen und die ihrer Freunde für mich einfach nicht logisch nachvollziehbar.

Es macht mich zwar sehr traurig, aber ich kann diesem Buch nur 3 Sterne zusprechen. Bei mir hat es einfach für zu viel Stirnrunzeln geführt, um wirklich als ein gutes Buch durchzugehen. Trotzdem bin ich neugierig und möchte die Fortsetzung lesen, von der ich momentan aber noch nicht weiß, wann sie erscheinen wird.

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