Rob Chestney Star Wars Comics

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Inhaltsangabe zu „Star Wars Comics“ von Rob Chestney

Große Ereignisse werfen Ihre Schatten voraus: In diesem Fall ein großes Game einen fantastischen Comic! Die kreativen Köpfe der Top-Gameschmieden LucasArts und BioWare haben mit The Old Republic ein packendes, vor allem auf Story basierendes Massive Multiplayer Online-Game geschaffen - und dies ist der offizielle Comic zum brandneuen Videospiel-Hit. Etwa 300 Jahre nach den Geschehnissen in Knights of the Old Republic! Der zermürbende Krieg zwischen der Galaktischen Republik und dem wieder erstarkten Sith-Imperium wütet. Die Plünderung des Planeten Coruscant und ein darauf folgendes schicksalhaftes Friedensangebot könnte alles verändern. Ebenso misstrauisch wie verzweifelt machen sich die Jedi- Anführer und Vertreter der Galaktischen Republik auf den Weg nach Alderaan …

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  • Der schale Geschmack des Friedens

    Star Wars Comics
    Stefan83

    Stefan83

    19. November 2011 um 20:11

    Mit schon fast bewundernswerter Konstanz schaffen es derzeit die Verantwortlichen des Star Wars-EUs die größten Erwartungen bei den Fans zu wecken, um diese dann bei Veröffentlichung ihrer neuen Glanzprojekte ungespitzt in den Boden zu rammen. So geschehen bei den Roman- und Comic-Adaptionen zu „The Force Unleashed II“ und nun jetzt wieder beim „The Old Republic“-Tie-In „Bedrohung des Friedens“. Wo erstere Schlachtengemälde mit Starkillers Klon aber zumindest noch eine gewisse Qualität mitgebracht und für (wenn auch wenig tiefgründige) Unterhaltung gesorgt haben, da enttäuscht der neueste Star Wars Sonderband in allen Belangen und auf ganzer Linie. Allerdings fällt dieses negative Leseerlebnis eindeutig in die Kategorie „selber Schuld“, ist doch die gesamte Storyline (engl. „Threat of Peace“) im Internet als Webstrip bereits seit längerem einzusehen. (Selbiges gilt für „The Blood of the Empire“, den fünfundzwanzig Jahre vorher spielenden Handlungsbogen, in welcher der Beginn des Krieges zwischen dem Sith-Imperium und der Alten Republik thematisiert wird und der voraussichtlich als Sonderband 61 „Blut des Imperiums“ im April dieses Jahres auf Deutsch erscheinen wird.) Aber Sammlerwahn und Vorfreude haben sich gegenüber jeglicher Skepsis wieder mal durchgesetzt, so dass dieses schwache Werk doch in meinem Regal gelandet ist. Nun zum Inhalt: Eine Galaxis weit, weit entfernt. 3653 Jahre vor der Schlacht von Yavin. Jahrzehntelang hatten die Sith nach Darth Malaks Niederlage im Exil verharrt und dort, verborgen vor ihren Feinden, den Jedi, ein mächtiges Imperium gegründet, das der Dunklen Seite den Weg zum Sieg bahnen sollte. Als die Zeit zum Angriff gekommen war, schlug die kampfstarke Flotte erbarmungslos zu. Hunderte Welten der Alten Republik wurden unterworfen, unzählige Tote waren auf beiden Seiten zu beklagen. Nach Jahren zermürbender Kämpfe zwischen Sith und Jedi hat sich der Frontverlauf kaum verschoben. Noch immer bleibt die Herrschaft des Imperiums auf die Randwelten beschränkt, während die Kräfte der Republik den Kern der Galaxis halten. Trotz dieser Pattsituation dauert der endlose Stellungskrieg an. Bis die Sith mit einem kühnen Schlag die Waagschale zu ihren Gunsten verändern. Während sich auf Alderaan der Vertreter des Imperiums, Lord Baras, mit der aus der Jedi Meisterin Dar'Nala, deren Schülerin Satele Shan und Senator Am-Ris bestehenden Delegation der Republik trifft, um die Möglichkeit eines Waffenstillstands und Friedensvertrags zu besprechen, attackiert eine Invasionsstreitmacht unter Führung des Sith-Warlords Angral die Hauptwelt Coruscant. Im Verlauf dieses Angriffs fällt nicht nur der Oberste Kanzler der Republik, auch der Tempel des Jedi-Ordens wird dem Erdboden gleichgemacht. Lieutenant Tavus und Jedi-Meister Orgus, welche gerade aus dem Minos-Cluster zurückgekehrt sind und über die dortigen Gefechte im Senat berichtet erstattet hatten, müssen hilflos mit zusehen, wie die Stadt in Flammen aufgeht. Die völlig überrumpelte Republik sieht sich nun an den Verhandlungstisch gezwungen und muss den Friedensvertrag, welcher unter vielen Bedingungen auch weitere Planeten im Rand den Sith zuspricht, unterzeichnen. Doch der als „Treaty of Coruscant“ in die Geschichte eingegangene Vertrag ist das Flimsiplast nicht wert, auf dem er geschrieben steht. Die Sith räumen zwar Coruscant, aber jeder weiß, dass dieser Knebelvertrag auf äußerst tönernen Füßen steht und selbst manche Jedi, welche sonst folgsam den Interessen der Republik dienen, begehren auf und weigern sich die Bedingungen anzuerkennen. So setzt Jedi-Ritter Fortris Gall den Krieg auf Balmorra weiterhin unbeirrt fort, obwohl dieser zu den Planeten gehört, die von der Republik geräumt werden sollen. Gall aber will seine in Gefangenschaft geratenen Männer unter keinen Umständen zurücklassen. Und er ist nicht der einzige, der diesen falschen Frieden zu torpedieren versucht … Das klingt nach einem weitverzweigtem Epos mit vielen miteinander verbundenen Handlungssträngen. Nach einem ambitionierten Start, der die ganze Komplexität des kommenden MMO-Spiels „The Old Republic“ unterstreicht und mit einer Fülle von Charakteren und Ideen Neues im Star Wars Universum auslotet. Wohlgemerkt „klingt“ so, denn ein Blick zwischen die Deckel des Comic-Sonderbands belehrt uns dann schnell eines Besseren. Oder treffender gesagt Schlechteren, denn was als Appetitanreger fürs Spiel im Web durchaus noch seine Berechtigung hatte, kann in gedruckter Form leider so gar nicht mehr überzeugen und offenbart eklatante inhaltliche und vor allem illustratorische Schwächen. Ohne Zeichner Alex Sanchez zu nahe treten zu wollen, aber was der gute Herr hier verbrochen hat, spottet wirklicher jeder Beschreibung. Was andere beim telefonieren nebenbei auf ihre Bierdeckel kritzeln wurde in diesem Comic augenscheinlich ohne Kontrolle freigegeben. Anders lassen sich die hastig hingeschmierten Illustrationen nicht erklären, welche man auch nicht damit entschuldigen kann, dass sie in erster Linie für das Internet konzipiert worden sind. Da schwebt die Hand einer Togruta-Jedi in der Luft, während ihr Arm durch Abwesenheit glänzt und im Gesicht des cereanischen Senators kann man Nase und Mund nur noch mit viel Fantasie gerade so erahnen. Auch die einzelnen Bild-Hintergründe sollte der Leser möglichst keiner näheren Betrachtung unterziehen, bestehen sie doch zu großen Teilen aus einem matten Farbton, der nur im höchsten Notfall noch mit unwesentlichen Details wie Bäumen oder Sternen komplettiert wird. Unnötig zu erwähnen, dass es dadurch die Entstehung einer gewissen SW-Atmosphäre noch schwerer hat. Die leidet jedoch noch mehr am unruhigen Erzählstil. Wie ein Paparazzi-Blitzlichtgewitter stürzen gleich zu Beginn unzählige Handlungsstränge und -schauplätze auf den Leser ein, zwischen denen bereits nach zwei, drei Bildern wieder gewechselt wird, bevor man auch nur die Chance bekommt, sich in irgendeiner Art und Weise in den Plot einzufinden. Wer sich da nicht schon zuvor im Internet die (wesentlich informativeren) Geschichtsvideos von Meister Gnost-Dural angeschaut oder sich bei Wookiepedia auf dem neuesten Stand gehalten hat, wird hier seine liebe Mühe und Not haben, dem alles andere als linearen roten Faden zu folgen. Unzählige Anspielungen zwischen den Zeilen, bedeutsame Sätze (Tavus' Werben um Satele Shan), die nicht weiterverfolgt werden und ganze Handlungsstränge, die komplett ins Leere laufen (z.B. Was hat der Verbrecherlord Nok mit all dem zu tun?). Selten hat das Wort „unausgegoren“ so treffend auf einen Comic gepasst. Offensichtlich hat man Autor Rob Chestney keinerlei Platz für die Erzählung seiner Geschichte zugestanden, was natürlich auch zur Folge hat, dass die für den weiteren Verlauf wohl wichtigen Figuren wie Satele Shan oder Lord Baral so blass wie ein Bith-Kopf bleiben. Besonders im Hinblick auf Letzteren war Potenzial für mehr da. Während Lord Angral als zorniger Sith-Wüterich nicht viel Neues bietet, besitzt Lord Baras äußerst interessante Züge. Emotional gefestigt und kühl denkend, verkörpert er die listige Strategie seines Imperators und damit eine Seite der Sith, die mir persönlich in letzter Zeit viel zu kurz gekommen ist. Wo rohe Kräfte sinnlos walten, sind es gerade solche gerissenen Puppenspieler wie Baras oder seine Ahnen Darth Vectivus und Darth Sidious, welche am nachhaltigsten beeindrucken. Da die Skizzierung dieser Figur aber bis auf wenige persönliche Merkmale unvollständig und uninspiriert bleibt, ist auch diese Chance letztlich vertan. Das lässt sich eins zu eins auf die anderen Figuren übertragen, welche allenfalls einen Vorgeschmack auf die wählbaren Charakteristika im MMO-Spiel geben, in Punkto Tiefgang jedoch nicht mal im Vergleich mit den Protagonisten aus Jude Watsons Jugendbüchern bestehen können. Wer also wissen will, wie aus der jungen Jedi-Rittern Satele Shan (übrigens eine Nachfahrin von den aus KOTOR bekannten Figuren Bastila und Darth Revan) die spätere Großmeisterin des Jedi-Ordens wird, muss sich wohl erstmal weiterhin in Geduld üben. Am weiteren Schicksal der anderen Beteiligten (z.B. Jedi-Meister Orgus oder Lieutenant Tavus) bin ich bereits jetzt schon nicht mehr wirklich interessiert. Neben all diesen ärgerlichen Schwächen wurmt mich die Ideenlosigkeit der Verantwortlichen jedoch am meisten. Wieder ein Imperium mit Imperator, wieder ein Angriff auf den Jedi-Tempel, wieder Soldaten in weißer Schalenrüstung, wieder hilflose Republik-Politiker und wieder eine Togruta-Jedi, die ihrem Zorn nachgibt. Alles schon mal gelesen, alles schon gesehen. Es scheint wirklich so, als wäre Star Wars an einem Punkt angekommen, an dem niemanden etwas Neues mehr einfällt. Fakt ist: Mit diesem „The Old Republic“-Beginn hat diese Saga, welche einstmals mit seinen großartigen Leinwand-Sternenabenteuern ganze Generationen gebannt hat, einen neuen Tiefpunkt erreicht. Insgesamt ist „The Old Republic – Bedrohung des Friedens“ einer der schlechtesten Comics in der langen Geschichte des EU. Wer nicht (wie ich) eine Sammlung zu komplettieren oder (ich eher nicht) zu viel Geld auf dem Konto hat, sollte um diese zusammengestückelte Geschichte einen großen Bogen machen und stattdessen zu Sean Williams' Roman „Eine unheilvolle Allianz“ greifen, der auf weitaus bessere Art und Weise einen Blick in diese Epoche gewährt.

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