Rob Hopkins Einfach. Jetzt. Machen!

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Inhaltsangabe zu „Einfach. Jetzt. Machen!“ von Rob Hopkins

Es tut sich was. Überall auf der Welt entscheiden sich Menschen, ihre Zukunft und die ihrer unmittelbaren Umgebung selbst in die Hand zu nehmen. Transition lautet der Name der Bewegung, der sie zusammenführt; es ist die Verkörperung der Idee, dass lokales Handeln die Welt verändern kann. Global gibt es mittlerweile über 1.000 Initiativen in über 40 Ländern – und auch in Deutschland fasst die Idee zunehmend Fuß, etwa in Freiburg, Bielefeld oder Berlin-Kreuzberg. »Einfach. Jetzt. Machen!« ist voller inspirierender Beispiele. Ob die Nachbarschaft in Gemeinden durch genossenschaftliche Bäckereien, durch gemeinsames Gärtnern oder die Installation von Solaranlagen gestärkt wird, oder ob es ganz einfach neue Geschäftsideen sind, die beflügeln – Rob Hopkins’ Buch macht Lust, die Ärmel hochzukrempeln und selbst anzupacken!

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    Einfach. Jetzt. Machen!
    Tasmetu

    Tasmetu

    27. May 2016 um 10:46

    Diese Rezension ist eine Kopie des Originals auf tasmetu.de Ich habe dieses Buch in Vorbereitung auf ein Uni Seminar gelesen und bin etwas zwiegespalten. Einerseits finde ich die Thematik, die diesem Buch zu Grunde liegt, extrem spannend und auch sehr wichtig. Es geht um vieles: Umweltschutz, Wirtschaftskrise, Zwischenmenschliches. Er sagt (und ist mit dieser Meinung nicht alleine wie er gleich zu Beginn des Buches zeigt), dass die Wirtschaft nicht jedes Jahr anwachsen kann. Dass eine Konsumwirtschaft und ein ständiges Wachstum nicht die optimalen Lösungen sind, auch wenn es uns so verkauft wird. Dass die Tatsache, dass wir den Klimawandel mehr oder minder ignorieren, alles nur noch schlimmer machen wird. Dass wir vor lauter Egoismus nicht einmal wissen wer unsere Nachbarn sind. Dass wir JETZT anfangen müssen etwas zu tun. Im kleinen Rahmen. Nicht auf Retter zu warten, sondern selbst zu handeln. Ich stimme diesen Aspekten absolut zu und finde auch die vielen wirklich guten Initiativen, die in diesem Buch vorgestellt werden, großartig. Dennoch kann es nicht uneingeschränkt empfehlen. Was ich an dem Buch nicht mochte, war dieser Ton, als sei Hopkins ein Prophet und diese kleinen Projekte die Lösung ausnahmslos aller Probleme auf dem Planeten. Dass, wenn wir alle unsere gesamte Freizeit in Nachbarschaftsprojekte stecken, die Welt plötzlich zu einem Paradies mutieren würde. Ich glaube, Hopkins ist sich durchaus bewusst, dass es nicht so ist. Dennoch schwingt es in dem Buch sehr stark mit und das hat mich genervt. Ich glaube ich bin zu realistisch veranlagt um so ein dünnes Buch zu lesen und danach zu denken, dass die Welt mit allein solchen Projekten gerettet werden kann. Denn natürlich sind solche Projekte wundervoll und unterstützenswert, aber auch nicht die Lösung für alles. Nicht jede Gemeinde hat so motivierte Mitglieder, nicht jeder hat Geld für eine Solaranlage, nicht jeder hat Zeit für solch aufwendige Projekte und auch nicht jeder will seinen Horizont auf den der engeren Nachbarschaft beschränken. Ich weiß, es ist egoistisch und vermutlich dumm von mir, doch ich weiß, so sehr ich mein Heimatdorf liebe, dass ich dort – wenn ich wie vorgeschlagen nur noch Fahrrad fahre, nirgendwo mehr hinfliege/-fahre, mein soziales Leben auf meine Nachbarn konzentriere und nur noch selbst angebautes Gemüse esse (was eine sehr vereinfachte Darstellung der Transition Bewegung ist) – nicht glücklich werden würde. Für mich gehören Mobilität, Abenteuer und Reisen zu den Dingen, die mein Leben erst lebenswert machen. Außerdem ist die Welt – nicht zuletzt durch das Internet – so vernetzt und globalisiert, dass dieser „Rückschritt“ (der in Hopkins Augen ein Fortschritt wäre), schwer umsetzbar ist. In dem Rahmen wie jetzt: Ja. Auf die ganze Welt ausgeweitet: nein. Da würde nämlich dann u.a. die wichtigste Motivation, die Kreativität und Neuentdeckung von Altem, ganz schnell wegfallen. Da wären die Gemüseladen des örtlichen Bauern ganz schnell wieder Alltag. Und dann? Was kommt danach? Noch dazu kommen viele andere Probleme. Flüchtlinge (von denen es in der Zukunft noch viel mehr geben wird). Wie will man solchen Menschen helfen, sie verstehen und ggf. auch integrieren wenn alle Energie in sehr regionale Projekte fließt? Wie will man Terror bekämpfen? Kriege beenden? Wie will man auf geistigem und moralischem Niveau weiterkommen wenn man sich nicht mehr in der Welt umsieht? Wo soll man Inspirationen finden wenn man in solch begrenztem Rahmen interagiert? Denn selbst wenn in Europa plötzlich alle Komunen anfangen würden der Transition Bewegung beizutreten: Die Welt ist verdammt groß, verdammt komplex und sie war noch nie homogen und wird es auch nie sein. Ja, wir sollten alle am selben Strang ziehen aber das wird so, wie er es sich vorstellt, nicht passieren. Trotz meiner Zweifel muss ich sagen, dass ich sehr beeindruckt bin. Die Projekte, die bereits laufen und die Effekte, die sie haben, kann man nur bewundern und man sollte solche Aktionen fortführen und erweitern. Denn Hopkins hat in vielen Punkten Recht und das wichtigste: Er erinnert uns nicht nur an die unschönen Fakten, sondern bietet handfeste Lösungen, die auch als Einzelpersonen oder in kleinen Gruppen umsetzbar sind und großen Einfluss haben. Diesbezüglich fand ich diese Lektüre sehr inspirierend und empfehle sie allen, die unsere Welt gerne verbessern würden aber nicht wissen, wo sie anfangen sollen. Dieses Buch ist ein guter Anfang, aber eben auch nur das.

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  • „Transition"

    Einfach. Jetzt. Machen!
    WinfriedStanzick

    WinfriedStanzick

    03. March 2014 um 13:00

      „Transition“, auf deutsch Übergang lautet das Stichwort und das Motto einer von dem britischen Umweltaktivisten ins Leben gerufenen Bewegung, die mittlerweile in vielen Ländern der Welt verbreitet ist und vorher an ihren Lebensumständen und ihren Lebensbedingungen verzweifelte und resignierte Menschen unterschiedlicher Altersstufen ins lokale Handeln bringt.   Menschen schließen sich für kleine Projekte zusammen, oft sind es nur ein paar, und klagen nicht mehr nur, sondern setzen mitten in einer desolaten Umwelt oder Lebenswelt ein handelndes Zeichen. Sie begreifen ihr gemeinschaftliches handeln, zu dem sie immer mehr weitere Menschen ins Bot holen, als eine begriffene und in die Tat umgesetzte Resilienz. In dieser neuer Gemeinschaft lernen sie nicht nur voneinander, sondern sie geben sich gegenseitig Kraft und entwickeln wieder eine Perspektive der Hoffnung für ihr Leben, ihren Ort oder ihren Stadtteil, dort, wo vorher nur noch Resignation herrschte.   In diesem Buch erklärt Rob Hopkins die Ideen und die Grundlagen seines Ansatzes, den eine Vision von einer postfossilen Welt beflügelt, in der Beziehungen und Kooperation mehr zählen als Konsum und Konkurrenz.   An vielen konkreten Beispielen aus aller Welt zeigt, wie das funktioniert und ermutigt seine Leser, auch in ihrem persönlichen Mikrokosmos solcher transitions anzustoßen.

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