Rob Kean Die Auserwählten

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Inhaltsangabe zu „Die Auserwählten“ von Rob Kean

"Sie hatten ihn schon vor mehreren Stunden umgebracht, aber er hatte noch einige Minuten zu leiden." Ein furioser Start -- kaum zwei Zeilen, und schon gibt es in Die Auserwählten den ersten Toten. Chad Ewing, ein Bruderschaftsanwärter der traditionsreichen Studentenverbindung Sigma, wird nackt, vollgekritzelt mit wilden Reimen und mit Genickbruch im Verbindungshaus gefunden. Unfall? Selbstmord? Oder vielleicht doch -- Mord?
Um das herauszufinden -- oder besser: um alles so weit wie möglich zu vertuschen -- schiebt der von Sigma geschmierte Dekan des Elite-Colleges, Anson Templeton, dem studentischen Disziplinarausschuss die Untersuchung des Falls zu. Denn Ausschuss-Mitglied Mark Jessy, hofft Templeton, fühlt sich als ehemaliges Sigma-Mitglied den Brüdern verpflichtet. Die Rechnung geht fast auf -- bis Mark dahinter kommt, dass es hier um mehr geht als "nur" Mord. Dass hinter Sigma das vielleicht größte wirtschaftliche Machtkartell der USA steckt. Und dass er, Mark, nichts weiter als ein mickriger Bauer auf dem Schachbrett der Reichen und Mächtigen ist. Einer, dessen Leben jetzt auf dem Spiel steht.
Ein Ehrlicher gegen das Establishment, gegen Korruption, Lug und Trug: Rob Keans packender Campus-Krimi könnte ohne Probleme auch "Die Verschwörung" heißen und aus der Feder von Altmeister John Grisham stammen. Wie dieser fasziniert Rob Kean (früher selbst Bruder einer Studentenverbindung) mit gekonnt dramatischer Sprache, mit einem ausgefeilten Plot und ausreichend Action. Lediglich die Figuren sind -- ähnlich wie bei seinem Vorbild -- etwas platt und klischeebeladen. Doch wie bei Grisham gilt auch bei Kean: Bestes Spielfilm-Material! --Beate Strobel (Quelle:'Fester Einband')

Krimi über eine griechische Verbindung. Sehr gut geschrieben, glaubwürdig und sehr spannend. Viele unerwartete Wendungen. Sehr zu empfehlen.

— Lupo333

Wer ein langatmiges und brutales Buch sucht, in dem es um Studentenverbindungen geht, darf hier gerne zugreifen.

— sydneysider47

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    Die Auserwählten

    sydneysider47

    01. November 2016 um 23:25

    Liebe Leserinnen, liebe Leser, vor einigen Tagen habe ich folgendes Buch zu Ende gelesen: Die Auserwählten von Rob Kean. Ob ich das Buch empfehlen kann oder nicht, zeigt der folgende Bericht. Schreibstil/andere Besonderheiten Das Buch ist aus der Perspektive des auktorialen Erzählers (also kein Ich-Erzähler) in der Vergangenheit geschrieben. Die Kapitel sind immer untergliedert in Abschnitte, die Ereignisse schildern, die sich zu bestimmten Uhrzeiten zugetragen haben. Dadurch ist es immer wieder möglich, Lesepausen einzulegen und das Buch zur Seite zu legen. Ein Student ist gestorben – war es ein Unfall oder Mord? - oder: die Handlung Chad Ewing ist Student am Simsbury-College irgendwo in den USA. Er ist gerne an diesem College und will Mitglied von SIGMA DELTA PHI, der einflussreichen Studentenverbindung, werden. Als so genannter „Fuchs“ ist er noch ein Anfänger und muss diverse Aufnahmerituale hinter sich bringen. Eines Nachts fällt er betrunken von einem Balkon und stirbt. Sein Körper ist von Gedichten übersät. Dekan Anson J. Templeton, der Leiter des Colleges, und SIGMA DELTA PHI sind alarmiert. War es ein Unfall – oder wurde Chad Ewing während eines Aufnahmerituals so sehr von anderen Studenten schikaniert, dass er zu Tode kommen musste? Merkwürdig sind ja auch die Gedichte, die Chads Körper verunzieren. Auf jeden Fall soll jetzt der Eindruck erweckt werden, dass Chad durch einen Unfall gestorben ist. Er war betrunken und ist vom Balkon gestürzt. Genau das wird Chads Angehörigen mitgeteilt, um die sich Templeton und andere Mitarbeiter des Colleges kümmern. Jemand kann in der Nacht in die Leichenhalle eindringen und Chads Leichnam von all den Kritzeleien reinigen. SIGMA DELTA PHI versuchen, keinen Zweifel darüber aufkommen zu lassen, dass Chad Ewings Tod ein Unfall war. Sie sind mächtig und einflussreich – und viel Geld für das College kommt von ehemaligen Studenten, die Mitglieder von SIGMA DELTA PHI. Diese Geldquelle will man sich nicht kaputtmachen. Mark Jessy und seine Freundin Shawn – beides Studenten – schöpfen jedoch Verdacht. Sie versuchen, Beweise dafür zu sammeln, dass Chads Tod Mord war. Damit begeben sie sich in Lebensgefahr, denn die einflussreiche Studentenverbindung SIGMA DELTA PHI schreckt vor nichts zurück.... Zu langatmig – oder: meine Leseerfahrung Zu Anfang habe ich das Buch sehr gerne gelesen. Es fing spannend an und konnte mich sofort packen – so wie ein Thriller eben sein soll. Den Lesegenuss trübte allerdings immer wieder die Person Anson J. Templeton. Ihn fand ich schmierig und unsympathisch. Ich mochte ihn ganz einfach nicht. Später wurde Mark Jessy eingeführt, ein total sympathischer Student. Er war selbst Mitglied von SIGMA DELTA PHI. Allerdings wurde er von einer Person, die zu einer Party das College besuchte, betrunken gemacht und verführt. Später beschuldigte sie ihn, er habe sie vergewaltigt. Fast wäre er deswegen vom College geflogen – aber Dekan Templeton rettete ihn. Das machte mir Dekan Templeton gleich sympathischer. Eine Strafe, die Mark auferlegt wurde, war der Austritt aus SIGMA DELTA PHI. Er bedauerte das, hatte er doch in dieser Studentenverbindung gute Freunde bekommen. Aber genau dieser Ausschluss war es auch, der ihn bewog, nach dem Tod von Chad Ewing zu recherchieren, ob nicht doch SIGMA DELTA PHI dahintersteckte.... Die Studentenverbindung ist brutal, wenn es darum geht, sich nicht „in die Karten schauen“ zu lassen. Leute werden bedroht, gemobbt und geschlagen – und auch Mark hat unter solchen „Behandlungen“ zu leiden. Zum Glück hat er Shawn, die ihm zur Seite steht. Das klingt jetzt alles sehr spannend und interessant, aber es ist in diesem Buch sehr langatmig geschildert. Der Autor hat 654 Buchseiten über Ereignisse verfasst, die am 22. Februar irgendeines Jahres beginnen und am 30. Mai desselben Jahres enden. Als Epilog gibt es noch zwei Kapitel vom Oktober desselben Jahres. Das ist viel zu lang, finde ich, denn der Autor tritt viele Ereignisse sehr ausführlich aus. Da gibt es Verhandlungen innerhalb des Colleges, von denen ich als Leserin den Eindruck habe, dass hier jede Sekunde geschildert wird. Außerdem lässt der Autor viel zu viele Figuren in diesem Roman erscheinen – es gibt Hunderte von Nebenfiguren, die auftauchen, irgendetwas machen – und dann für immer aus dem Roman verschwinden. Da frage ich mich: Was war der Sinn und Zweck dieser Figuren? Positiv ist zu erwähnen, dass das Buch durch viele Dialoge glänzt. Dialoge können eine Handlung auflockern und kurzweilig machen. Hier aber wirken die Dialoge oft kontraproduktiv. Sie zielen darauf ab, dass die Handlung sich noch mehr in die Länge zieht. Ich war beim Lesen der langatmigen Dialoge oft genervt und dachte: „Wann hört das endlich auf? Wann geht die Handlung endlich WEITER?“ Die langatmige Handlung erweckt in mir den Eindruck, es gehe in dem Roman um eine Handlung, die während einiger Jahre stattfindet. Das hat mir immer mehr die Leselust verdorben. Spannung wird damit auch nicht erzeugt. Dieser Roman hätte auf jeden Fall an Qualität gewonnen, wenn man ihn um die Hälfte gekürzt hätte! Mein Fazit „Die Auserwählten“ von Rob Kean ist ein Buch, das spannend anfängt, aber durch langatmige Handlung und viele Dialoge immer mehr die Spannung und das Leseinteresse verlieren lässt. Es geht um den Tod eines Studenten am Simsbury-College und die Frage, ob die Studentenverbindung SIGMA DELTA PHI etwas damit zu tun hat oder nicht. Mir war das Buch zu langatmig und ich habe beim Lesen immer mehr die Lust an der Lektüre verloren. Zwei Sterne vergebe ich. Einen Stern für die sympathische Figur des Mark Jessy, einen weiteren Stern für die Idee, ein Buch zu schreiben, in dem eine Studentenverbindung eine große Rolle spielt. Solche Bücher findet man selten – aber im vorliegenden Fall ist das Buch zu langatmig geraten. Deswegen empfehle ich das Buch auch nicht weiter. P.S.: In ähnlicher Form wird diese Rezension noch bei Ciao.de erscheinen.

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  • Rezension zu "Die Auserwählten" von Rob Kean

    Die Auserwählten

    Jens65

    14. August 2008 um 18:00

    Seit langem habe ich nicht mehr ein so gutes Buch gelesen, wie "Die Auserwaehlten" von Rob Kean. Er verdeutlicht das Machtwerk einer griechischen Bruderschaft an einer Universitaet in den USA sehr deutlich und es erscheint fast unmoeglich, gegen die Verbindung, von denen die "Alten Herren" ueberall in den wichtigen Positionen in den USA sitzen, anzukommen. Alles in allem ist der Roman sehr spannend gestaltet, lediglich zum Schluss ueberschlagen sich die Ereignisse, ohne dass der Autor sie detaillierter beschreibt, wie er es zu Beginn des Buches getan hat. Deshalb auch "nur" vier Sterne.

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