Ein unmöglicher Mord

von Rob Reef 
4,6 Sterne bei19 Bewertungen
Ein unmöglicher Mord
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Gar nicht so viel Golf, viel mehr klassische Krimiunterhaltung mit liebevollen Charakteren und einigen interessanten Ideen.

P

Toller dritter Band einer außergewöhnlichen Krimireihe! Ich bin sehr gespannt, wie es weitergeht!

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Inhaltsangabe zu "Ein unmöglicher Mord"

England, 1938: Der Literaturprofessor und Gelegenheitsdetektiv John Stableford freut sich auf ein paar unbeschwerte Tage in der Bibliothek seines Schwiegervaters, dem Vikar von Upper Biggins. Doch als seine Schwägerin im Garten des Pfarrhauses einen mit einem Hakenkreuz markierten Golfball findet, ist es mit der Idylle schlagartig vorbei.

Der skandalöse Fund führt John in das benachbarte Herrenhaus, wo ihn sein Freund Dr Holmes erwartet. Noch am selben Abend bricht der Hausherr Sir Edmund Rogie unter rätselhaften Umständen während eines Banketts zusammen. Doch damit nicht genug. Am folgenden Tag geschieht ein Mord, der so unmöglich zu sein scheint, dass Stableford an seinem Verstand zu zweifeln beginnt.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783940258694
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:288 Seiten
Verlag:Dryas Verlag
Erscheinungsdatum:25.04.2017

Rezensionen und Bewertungen

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    histerikers avatar
    histerikervor 9 Monaten
    Kurzmeinung: Gar nicht so viel Golf, viel mehr klassische Krimiunterhaltung mit liebevollen Charakteren und einigen interessanten Ideen.
    Klassische Krimiunterhaltung

    Inhalt:
    John Stableford ist zu Besuch bei der Familie seiner Frau Harriet. Als ein Golfball aus dem Nachbaranwesen zu den in den Garten fliegt und mit einem Hakenkreuz gekennzeichnet ist, kann John seinem Freund Percy es nicht abschlagen, bei dem geheimnisvollen Turnier dabei zu sein.

    Bewertung:
    Ein Krimi, der im Jahr 1938 spielt und auch alle Regel der Krimiromane dieser Epoche einhält. Am meisten Spaß macht es natürlich, wenn die Figuren selber darüber diskutieren, dass es alles wie in einem Roman passiert und sie sich gegenseitig Ratschläge geben (man sollte sich nicht in der Bibliothek aufhalten, da werden viele Tote gefunden usw.). Das macht eindeutig den Reiz dieser Reihe aus.
    Die Figuren sind mir auch ans Herz gewachsen und es macht Spaß die Entwicklung deren Beziehungen zu beobachten. Sie bleiben sich trotzdem treu, man kann sie wiedererkennen, sie sind aber nicht statisch.
    Sehr interessant fand ich die Sachen über den 1. Weltkrieg und den Golfturnier der Nationen, über die ich noch nie etwas gehört habe. Da habe ich wieder etwas Neues lernen können.
    Die anderen Teile der Reihe waren etwas mehr mit Golf bespickt, hier war es für mich nur eine Randerscheinung, würde ich sagen. Es war jetzt nicht schlimm, den Glossar am Ende habe ich nicht gebraucht.
    Das Buch hat mich überzeugt, dass ich die Reihe weiter verfolgen werde.

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    pikuvor einem Jahr
    Kurzmeinung: Toller dritter Band einer außergewöhnlichen Krimireihe! Ich bin sehr gespannt, wie es weitergeht!
    Beste Unterhaltung!

    Toller dritter Band der außergewöhnlichen Krimireihe um den Literaturprofessor John Stableford und seinen Watson Sir Percy Holmes. Ich freue mich schon auf den vierten Band!

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    nefs avatar
    nefvor einem Jahr
    Ein unmöglicher Mord - Rob Reef

    Es handelt sich hierbei um den dritten Band der Reihe.

    Inhalt:
    John Stableford und seine Frau Harriet verbringen ein paar Tage im beschaulichen Upper Biggins um den Geburtstag ihres Vaters gemeinsam zu feiern. Es hätte so geruhsam und auch so entspannend sein können, wäre da nicht ein Fremder im Garten des Vikars, der laut fluchend seinen Golfball suchen würde. Sarah, die jüngere Schwester Harriets berichtet aufgeregt von ihrer Beobachtung und stößt auf Unglauben. Wo soll denn der Mann hergekommen sein? Und wieso sucht er einen Golfball in ihrem Garten? Hier in der Nähe wird kein Golf gespielt - soweit Harriet weiß.
    Um den Vikar nicht weiter zu stören, begeben sich Sarah, Harriet und John auf die Suche nach diesem mysteriösen Fremden.
    Zwar finden sie keinen Mann in den Rosenbeeten des Anwesens, dafür aber wohl den gesuchten Golfball. Der einzige Haken an der Sache - und das im wahrsten Sinne des Wortes - ist das Hakenkreuz auf dem Golfball. Das beunruhigt nicht nur Harriet.

    Noch am selben Abend erhält John einen Anruf von seinem Freund Dr Holmes, der sich nicht weit von ihm entfernt im Herrenhaus 'Annandale Grange' befindet und ihn nun doch früher zu seiner neuen Tätigkeit rufen muss. Leider hatte John bisher versäumt seiner Frau von seinem neuen Posten im Dienst für die Krone zu erzählen. Für eine behutsame Heranbringung ist es jetzt zu spät.
    Dr Holmes benötigt John und auch Harriet zur Unterstützung im Herrenhaus. Sie sollen sich am nächsten Abend unter die Leute bei einer Gala mischen um die Gäste im Auge zu behalten. Das versprach interessant zu werden, da selbst Dr Holmes den genauen Grund für das Bankett nicht wusste.

    Fein herausgeputzt sind die beiden am nächsten Tag auf dem Weg nach Annandale Grange und sind beide mehr als gespannt was der Abend so bringen wird. Für Harriet ist es wie eine Rückführung in ihre Kindheit. Früher war sie häufig hier, selbst als das Anwesen vom Militär genutzt wurde, hat sie hier die Tochter des Hauses, Bella, besucht. Heute wird sie das erste Mal wieder auf Bella stoßen - wie sie wohl reagiert?
    John ist viel gespannter auf die Gäste, die an diesem Abend beim Bankett anwesend sein werden und den Herren des Hauses, Sir Edmund. Man merkt schnell, dass es unter den Hausbewohnern Spannungen gibt. So scheint der Sohn von Nita Nye, Nero, wenig beliebt zu sein. Auch bei Sir Edmund selbst nicht. Während der Abend voranschreitet wird enthüllt worum es in den nächsten Tagen gehen soll - ein Golfturnier. Zwei Jahre zuvor gab es ein großes Turnier bei dem die Deutschen knapp gegen England verloren und brennt auf eine neue Chance warten. Diese wird ihnen nun gegeben. Statt der vier ursprünglichen Teilnehmer - Frankreich, Italien, England und Deutschland - waren es nun nur noch zwei: England und Deutschland. Das Turnier sollte am folgenden Tag starten, doch als Sir Edmund beim Bankett nach einem Becher Maraschino zusammenbricht, steht das Turnier auf der Kippe.
    Schnell steht fest, er ist vergiftet worden. Die Frage ist nur - womit? Und warum überhaupt? Während Sir Edmund ums Überleben kämpft entschließt man sich das Turnier stattfinden zu lassen. Doch schon am Nachmittag kommt es zu einem erneuten Vorfall. Nero wird erschossen, mitten auf dem Grün und in unmittelbarer Nähe von John Stableford. Das Gelände ist weithin einsehbar, niemand sieht jemanden flüchten. Wer also soll ihn erschossen haben?
    Für John Stableford und Dr Holmes beginnen die Ermittlungen - die zu allem Überfluss auch noch geheim bleiben müssen.

    Meinung:
    Der dritte Band der Detektiv John Stableford-Reihe ist ein wenig golflastig, was natürlich am Setting liegt. Obwohl ich mit Golf wenig bis gar nichts am Hut habe, hat sich das Thema nicht in den Vordergrund gedrängt. Eigentlich war es in diesem Fall nur Mittel zum Zweck.
    In diesem Buch sucht man nach zwei Motiven und zwei Tätern - vielleicht? Zuerst will man herausfinden wer Sir Edmund vergiftet hat und warum. Als dann der Mord dazu kommt, überlegt man natürlich ob es einen Zusammenhang gibt und dann wird es erst richtig spannend. Anders als sonst mangelt es nicht an Motiven, allerdings an Verdächtigen. Das macht es John nicht gerade leicht.

    Ich habe es sehr genossen mit dem kleinen Ermittlerteam mit zu fiebern und schlussendlich die Lösung des Falles zu finden. Die Geschichte hat eine Prise Humor, die ich sehr gerne mochte und so hätte das Buch gern auch doppelt so lang sein dürfen. Das Ende gibt einen kleinen Ausblick auf den nächsten Band und ich werde wohl endlich mal noch den ersten Fall lesen, damit sich die Lücken schließen.
    Wer Krimis im klassischen Stil mag, ist mit Ein unmöglicher Mord gut bedient und kann sich auf ein paar Stunden Lesegenuss freuen.

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    Ercimays avatar
    Ercimayvor einem Jahr
    Toller Krimi

    Inhaltsangabe:

    England, 1938: Der Literaturprofessor und Gelegenheitsdetektiv John Stableford freut sich auf ein paar unbeschwerte Tage in der Bibliothek seines Schwiegervaters, dem Vikar von Upper Biggins. Doch als seine Schwägerin im Garten des Pfarrhauses einen mit einem Hakenkreuz markierten Golfball findet, ist es mit der Idylle schlagartig vorbei.

    Der skandalöse Fund führt John in das benachbarte Herrenhaus, wo ihn sein Freund Dr Holmes erwartet. Noch am selben Abend bricht der Hausherr Sir Edmund Rogie unter rätselhaften Umständen während eines Banketts zusammen. Doch damit nicht genug. Am folgenden Tag geschieht ein Mord, der so unmöglich zu sein scheint, dass Stableford an seinem Verstand zu zweifeln beginnt.

     

    Cover:

    Es ist sehr düster und da es fast nur in dunkelgrün gehalten ist, sehr interessant. Die offenen Tore laden in ihre geheimnisvolle Welt, zu einem großen Anwesen ein. Die Blätter am Rand oben und an der Seite sind nochmal ein schönes Detail. Ein tolles Cover und ein absoluter Blickfang für mich.

     

    Meinung:

    Der Autor hat einen angenehmen und lockeren Schreibstil, der sich leicht lesen lässt. Damit erzeugt er eine tolle und spannende Atmosphäre von der ersten bis zur letzten Seite. Dieses Buch ist ein Krimi, der versucht einen immer wieder zu verwirren und auf falsche Fährten zu locken. Dadurch kann man sehr gut mit rätseln und man weiß nie wer der Täter ist.

    Ich finde die Idee toll, wie der Krimi aufgebaut ist und wie Mr. Stableford, seine Frau und Mr. Holmes hinter des Rätsels Lösung kommen. Währenddessen lernt man die Personen und ihre Hintergründe immer mehr kennen und kann sich gut in sie hineinfinden. Trotz meiner anfänglichen Probleme in die Geschichte hineinzukommen, habe ich mich schnell hineingefunden und finde, dass „ein unmöglicher Mord“ ein toller Krimi ist. Ich bin auch schon sehr auf die nachfolgenden Bände gespannt.

     

    Fazit:

    Das Buch hat mir sehr gefallen, da es spannend bis zur letzte Seite ist. Eine Leseempfehlung von mir und verdiente 5 von 5 Sterne.

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    SigiLovesBookss avatar
    SigiLovesBooksvor einem Jahr
    Kurzmeinung: Skurril, schlüssig, spannend u.herrlich zu lesen (in der Manier klassischer Detektivromane) von mir gibt's mit Vorfreude auf Fall 4 runde 5*
    Ein (fast) unmöglicher Mord

    Der 3. Fall des Literaturprofessors John Stableford und seines Freundes Percy Holmes ist dieses Mal in Upper Biggins, einem alten Herrenhaus namens "Annandale Grange" verortet und erschien mit dem Titel "Ein unmöglicher Mord" von Rob Reef, dem Autor der Serie im Sinne eines whodunit im Dryas-Verlag, Frankfurt (2017). Das mysteriös-dunkel wirkende Cover lädt den Fan englischer Kriminalliteratur geradezu ein, mitzurätseln und zu grübeln..Das Besondere an diesem 3. Fall der (historischen) Golf-Krimis ist die Tatsache, dass das Taschenbuch "ringsum begrünt" ist - was mir persönlich sehr gefallen hat. Ohne die beiden Vorgänger zu kennen, kommt man als Leser durch den tollen Schreibstil von Rob Reef, der atmosphärisch dicht zu lesen ist und durch brillante Gedankengänge John Stablefords als Ermittler glänzt, schnell in die Geschichte hinein. 

    "England 1938: Der Literaturprofessor und Gelegenheitsdetektiv John Stableford freut sich auf ein paar unbeschwerte Tage in der Bibliothek seines Schwiegervaters, dem Vikar von Upper Biggins. Doch als seine Nichte im Garten des Pfarrhauses einen mit einem Hakenkreuz markierten Golfball findet, ist es mit der Idylle schlagartig vorbei. Der skandalöse Fund führt John in das benachbarte Herrenhaus, wo ihn sein Freund Dr. Holmes erwartet. Noch am selben Abend bricht der Hausherr Sir Edmund Rogie zusammen. Doch damit nicht genug. Am folgenden Tag geschieht ein Mord, der so unmöglich zu sein scheint, dass Stableford an seinem Verstand zu zweifeln beginnt."
    (Quelle: Buchrückentext)

    Meine Meinung:

    Mit dem besagten Golfball beginnt "das Rätsel von Annandale Grange", das Herrenhaus, in dem ein etwas inoffizielles Rückspiel des im August 1936 in Baden-Baden ausgetragenes Turnier stattfinden soll, das den begehrten Teller, die Trophäe, ins Deutsche Reich bringen soll (wir schreiben das Jahr 1938). Als "Beobachter" lädt Holmes seinen Freund John Stableford ein, der sich als Caddie im Turnier verdingt. Bevor dieses stattfinden kann, gibt es ein Bankett ganz nach dem Gusto der langjährigen Geliebten von Sir Edmund - Cocktails und Canapés - was letzterem nicht zu munden scheint, da er bewusstlos zusammenbricht...Nita Nye lebt mit ihrem Sohn Nero, einem zynischen Dandy gemeinsam in Sir Edmunds Anwesen und ist zutiefst erschüttert über den gesundheitlichen Zustand dessen...
    Doch es sollte noch schlimmer kommen: Am Folgetag geschieht in unmittelbarer Nähe der Spieler ein Mord, der nahezu unmöglich ist und die detektivischen Fähigkeiten von Holmes und besonders von John Stableford aufs Äußerste fordern.

    Die Ermittlungsarbeit (natürlich inoffiziell, da das Rückspiel ebenfalls nicht offiziell stattfand) der beiden beginnt und so werden alle zur Tatzeit Anwesenden vernommen. Die Vernehmungen gestalten sich schwierig und führen zunächst zu keinerlei Aufschlüssen, allerdings beleuchten sie sehr amüsant die Beziehungsgeflechte der Bewohner. Nach dem "Ausschlussverfahren" bleiben einige wenige Verdächtige übrig, doch wer war es? Der Leser rätselt bis zum Schluss mit, was mir persönlich sehr viel Spaß machte, da der Spannungsbogen bis zum Ende anhielt und sich in den letzten Kapiteln noch um einiges steigerte. Auch fließen Artefakte aus der Zeit des 1. Weltkrieges und die Bedeutung des Herrenhauses, das bis ins elisabethanische Zeitalter reicht, mit in die Handlung ein, was mir persönlich überaus gut gefiel, da es historische Bezüge aufweist.

    Der Stil von Rob Reef ist sehr flüssig und sprachlich in die Zeit versetzt zu lesen, was den Fan von Kriminalromanen, die auf klassische Manier den alten Christie und Carr-Detektivromanen huldigen, sehr erfreut, da er dieses Genre sehr gut zu bedienen weiß und hier an die Klassiker gut ansetzt. Auch die Orte der Handlung sind atmosphärisch beschrieben, so dass man das Gefühl hat, man weile auf Annandale Grange und sehe Stableford über die Schulter. Die Figuren sind sehr facettenreich beschrieben, der Plot stimmig und sehr schlüssig.

    Besonders freut man sich als neuer Fan dieser Stableford-Reihe, dass ein 4. Fall auf den Scilly-Inseln bereits in Planung ist ;)
    Das Golf-Glossar schenkt auch Lesern ohne Kenntnisse dieses Sports einen guten Einblick und befindet sich am Ende des Krimis.

    Fazit:

    Eine gelungene Hommage an das Krimigenre der 1930er Jahre mit hohem Aufforderungscharakter an den geneigten Krimileser zum Miträtseln und -raten: Sehr vergnüglich, interessant und überzeugend, daher von mir 5* und 95° auf der "Krimi-Couch" sowie der Vorfreude, die Vorgänger sowie den Nachfolger, der 2018 geplant ist, noch zu lesen!

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    nellsches avatar
    nellschevor einem Jahr
    Kurzmeinung: Ein spannender Krimi mit einem faszinierenden englischen Flair!
    Ein unmöglicher Mord

    England im Jahr 1938. Eigentlich wollten John Stableford und seine Frau Harriet ein paar entspannte Tage bei Harriets Vater verbringen. Doch dann entdecken sie im Garten einen Golfball mit einem Hakenkreuz drauf. Stableford vermutet die Herkunft vom Nachbargrundstück. Als er sich dorthin aufmacht trifft er auf seinen Freund Dr Holmes. Dass das kein Zufall ist, weiß Stableford sofort. Doch mit dem, was dann dort geschieht, hätten beide nicht gerechnet: Der Hausherr Sir Edmund Rogie bricht während eines Banketts plötzlich zusammen und am folgenden Tag geschieht ein Mord, der eigentlich unmöglich sein kann. Stablefords Spürsinn ist gefragt.

    Dies ist bereits der dritte Stableford-Krimi, für mich ist es allerdings der erste. Ich hatte keinerlei Schwierigkeiten, ins Geschehen rein zu finden.
    Der Schreibstil war leicht lesbar und der damaligen Zeit optimal angepasst. Die Beschreibungen waren sehr bildhaft, so dass ich das Herrenhaus und die Umgebung sehr gut vor Augen hatte. Prima rübergebracht wurde das englische Flair. Dementsprechend waren auch die Dialoge perfekt verfasst. Ich fühlte mich regelrecht in die Zeit zurückversetzt.
    Die Charaktere wurden authentisch beschrieben. Stableford, Holmes und Harriet sind wunderbar gezeichnet und waren mir sofort sympathisch. Es hat mir großen Spaß gebracht, ihnen beim Lösen des Rätsels über die Schultern zu schauen. Stableford machte einen total ruhigen und ausgeglichenen Eindruck, war aber trotzdem äußerst aufmerksam. Ihm entging nicht die kleinste Kleinigkeit. Seine Erläuterungen zu englischen Krimis und den dafür typischen Mordplätzen fand ich sehr amüsant. Insgesamt gefiel mir der feine Humor mit seiner englischen Eleganz sehr gut.
    Durch die vielen Personen, die alle auf ihre ganz persönliche Art als Täter in Frage kamen, konnte ich unglaublich viel rätseln und überlegen. Und Stableford gab mir mit seinen Überlegungen und Befragungen immer wieder neue Richtungen auf. Allerdings bin ich dem wahren Täter einfach nicht auf die Spur gekommen, so dass ich am Ende überrascht wurde. Da hat der Autor ganze Arbeit geleistet.
    Das Ende lässt auf einen weiteren Fall für Stableford hoffen, auf den ich schon jetzt gespannt bin.

    Ein toller, spannender und nicht durchschaubarer Krimi, der mir richtig gut gefallen hat. Ich vergebe 5 von 5 Sternen.

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    TochterAlices avatar
    TochterAlicevor einem Jahr
    Klassisch geht es zu

    in diesem very british gehaltenen Krimi und das betrifft sowohl Inhalt als auch Konzept  dieses historischen Spannungsromans, den ich als klassischen Whodunnit bezeichnen würde.

    Das deutsch-englische Verhältnis und der Golfsport spielen eine entscheidende Rolle im Geschehen wie auch Mr. Holmes (nein, nicht DER Holmes). Er ist insofern der Initiator der Ereignisse, als dass er seinen Freund Stableford, der mit Gattin Harriet gerade auf dem Lande bei den Schwiegereltern weilt, um Unterstützung bittet und zwar auf dem nachbarlichen Anwesen, wo ein offiziell internationales, de facto jedoch deutsch-englisches Golftournier stattfinden soll.

    Wir schreiben das Jahr 1938 und im Vorfeld dieses sportlichen Events tragen sich geheimnisvolle Dinge zu, die die Anwesenden um Leib und Leben fürchten lassen und ich kann Ihnen, ohne in medias res zu gehen, bereits verraten, dass dies nicht unbegründet ist.

    Aber mehr erfahren Sie nicht von mir, denn Sie sollen das Buch ja selber lesen! Nur so viel: Autor Rob Reef schreibt unterhaltsam, dabei mit einem Augenzwinkern und entwirft wunderbar aussagekräftige Charaktere, die ich beim Lesen förmlich vor Augen hatte: ein Buch bzw. eine Serie, die wunderbar verfilmt werden könnte. Und Reef liebt Golf, was man auf Schritt und Tritt bzw. auf (fast) jeder Seite spürt - ein Faible, dass ich nicht unbedingt teile, das aber - wie drückt man es am besten britisch-diplomatisch aus - auch nicht stört.

    Alles in allem ein wirklich charmanter Krimi mit einer klaren und gut nachvollziehbaren Auflösung (was bei Krimis längst nicht immer der Fall ist) und einer Reihe von Alleinstellungsmerkmalen, die den Leser förmlich dazu verführen, sich auch die vorherigen Bände zu gönnen. Auch gut geeignet für den Urlaubskoffer - nicht nur, wenn es nach Britain geht!

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    MyriamErichs avatar
    MyriamErichvor einem Jahr
    Kurzmeinung: Der Anfang ist zwar schleppend, aber das Ende grandios!!!
    Ein wirklich unmöglicher Mord...

    Skandalöse Funde auf Grundstücken alter englischer Herrenhäuser, familiäre Intrigen und rätselhafte Todesfälle: Im dritten Teil der Stableford-Krimiserie verschlägt es den Detektiv zu seinem Schwiegervater nach Upper Biggins. Zusammen mit seiner Frau will er dort die Idylle genießen. Ein kurzweiliger Krimi, der mit einer grandiosen Auflösung lockt. 

    Es braucht nur einen ominösen Golfball, der mit einem Hakenkreuz versehen in dem Garten des Vikars von Upper Biggins landet und die Neugier des Literaturprofessors und Gelegenheitsdetektivs John Stableford ist geweckt. Gemeinsam mit seinem Freund Dr Holmes gilt es nun in dem benachbarten Herrenhaus den plötzlichen Zusammenbruch des Hausherren Sir Roggie aufzuklären. Als kurz darauf dessen Sohn bei einem legendären Golfturnier erschossen wird, müssen die beiden Detektive ihre Fähigkeiten hinterfragen…

    Ein Golfball mit Hakenkreuz – doch der Haken zu Beginn fehlt

    Der Klappentext verspricht einen spannenden Krimi, versetzt ins England von 1938. Ein vielversprechender historischer Krimi, der stellenweise mit historischen Ereignissen versehen ist. Doch wer hier historische Ereignisse von politischer Bedeutung erwartet, der wird enttäuscht, denn der Autor legt hier den Fokus auf den Golfsport und das Turnier, welches 1936 in Baden-Baden stattfand. An sich keine schlechte Idee, doch wäre es schön gewesen, wenn bei dieser Gelegenheit ein wenig mehr auf die politische Situation in Europa zu der damaligen Zeit eingegangen wäre und der Autor politische Intrigen mit eingebaut hätte. Andernfalls hätte die Idee mit dem Golfball anders umgesetzt werden können, denn von der Idee mit dem Hakenkreuz ist allerspätestens ab der Hälfte des Krimis nicht mehr die Rede. Dabei hätte gerade in dieser Idee so viel Potenzial gesteckt. Hinzu kommt, dass dieser „Haken“, der die Leser bei der Stange hält und Spannung verbreiten sollte wie eine Notlösung wirkt, um die Handlung in Gang zu bekommen und am Ende des Krimis fragt sich der Leser, was genau das Hakenkreuz mit der ganzen Geschichte zu tun haben sollte.

    Schleppender Spannungsbogen

    Der Zusammenbruch des Hausherren Roggie ist schnell erreicht und als Leser möchte man natürlich wissen, wer der Täter ist und welches Motiv dahintersteckt. Spannend wird es vor allem einige Seiten später, als schließlich der rätselhafte Mord geschieht. Doch damit nimmt die Spannung langsam aber kontinuierlich ab, denn an diesen unglücklichen Todesfall schließt sich nun eine Aneinanderreihung von Befragungen an, die mit der Zeit sehr langwierig erscheinen. An dieser Stelle wäre ein „Dosierung“ schön gewesen und die Befragungen hätten in eine parallel stattfindende Untersuchung des Herrenhauses miteingebunden werden können. Die beschriebene Atmosphäre hingegen ist genau so, wie sie in einem dusteren Krimi sein soll: dunkel, mysteriös und ein klein wenig gruselig. Dies ist vor allem der stetigen Bezugnahme auf die Legende der drei Schwestern zu verdanken. Spannend wird es vor allem gegen Ende des Romans. Vor allem die Auflösung hält einige Überraschungen bereit.

    Fazit

    Insgesamt ein schöner Krimi. Die Spannung lässt leider auf sich warten, doch der Leser wird am Ende mit einer tollen Auflösung entschädigt. Schade ist und bleibt, dass die „Hakenkreuz-Idee“ nicht weiter ausgeführt wird, denn hier läge tatsächlich viel Potenzial, um politische Intrigen in dem Krimi miteinzubeziehen. 

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    PMelittaMs avatar
    PMelittaMvor einem Jahr
    Klassischer Whodunit-Kriminalroman, der mir gut gefallen hat

    John Stableford ist mit Ehefrau Harriet zu Gast bei seinen Schwiegereltern. Eingeladen in das benachbarte Herrenhaus anlässlich eines Golfturnieres, gerät er in einen geheimnisvollen Mordfall, einen Mord, der eigentlich unmöglich ist …

    Der Roman ist bereits der dritte der Reihe, für mich allerdings der erste. Wieder einmal bin ich mitten in eine Reihe gesprungen, und auch hier ist das durchaus möglich, wenn gleich ich nun gerne auch die vorhergehenden Romane lesen möchte.

    Typisch für den Dryas Verlag ist der farbig eingefärbte Schnitt seiner Bücher, hier passend zum Cover in olivgrün. Ich mag das, es macht die Romane dieses Verlages ein bisschen besonders.

    Aber nicht nur optisch gefällt mir das Buch. Der Roman, angesiedelt kurz vor dem 2. Weltkrieg, bietet einen interessanten Kriminalfall, bei dem man schön miträtseln kann und wartet mit einer überraschenden Lösung auf. Außerdem erfährt man so einiges über das Golfen, interessant finde ich vor allem die Beziehung Nazideutschlands zum Golfsport, die den Hintergrund des Turniers, um das es hier geht, ausmacht. Im Anhang findet sich ein Golf-Glossar, das ich sehr nützlich finde. Aber nicht nur das Golfen, auch einige Techniken, die im 1. Weltkrieg angewandt wurden, werden angesprochen und sind interessant zu lesen.

    John Stableford ist Literaturprofessor, Autor von Detektivgeschichten und selbst Hobbydetektiv, außerdem seit kurzem freier Mitarbeiter des Inlandsgeheimdienstes. Seine Frau Harriet und sein Freund Percy Holmes, der ihn für den Geheimdienst anheuerte, stehen ihm beim Aufklären des Falles zur Seite. Hier ist es einmal nicht (ein) Holmes, der die Fälle durch seine Schläue löst.

    Sehr gut gefallen haben mir die Charakterzeichnungen, ich fand sie alle auf den Punkt gebracht und konnte mir die einzelnen Personen sehr gut vorstellen. Erzählt wird im Stile der klassischen englischen Kriminalromane und am Ende werden, ganz typisch, alle Personen um den Detektiv versammelt, der dann seine Auflösung zum besten gibt.

    Auch diese Reihe hat in mir einen neuen Fan, die beiden Vorgängerromane sind direkt auf meiner Wunschliste gelandet. Ich vergebe gerne 4 Sterne und eine Leseempfehlung für Freunde des klassischen Whodunit-Kriminalromans.

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    OmaInges avatar
    OmaIngevor einem Jahr
    Kurzmeinung: Ein Krimi im klassischen englischen Stil mit Herz und Köpfchen - so kann (muss) es weiter gehen.
    Stabelfords dritter "Fall"

    Der Literaturprofessor John Stableford besucht mit seiner Frau Harriet den Schwiegervater in Upper Biggins in Yorkshire. Dem geplanten ruhigen Urlaub steht allerdings ein neuer Kriminalfall für den durchaus erfolgreichen Hobbyermittler Stableford im Wege. Sein Freund Dr. Holmes, der sich zu Besuch in der Nachbarschaft befindet, bittet ihn um Mithilfe bei einem geheimen Fall. Der Zusammenbruch des Hausherrn beim abendlichen Bankett bleibt nicht der einzige Zwischenfall. Und schon ist Stablefords Talent als Ermittler gefragt.
    Mein Leseeindruck: John Stableford spielt gerne Golf und auch in diesem Buch ist Golf ein Thema. Für alle Nichtgolfer (wie mich) ist am Ende des Buches ein "kleines Golf-Glossar" angefügt. Und keine Angst, es geht nicht nur um Golf.  Damit man sich ein Bild von dem Golfplatz auf Annandale Grange (dem Tatort) machen kann ist am Schluss des Buches eine Karte angefügt. Ich liebe solche Karten. Sie erleichtern mir das Zurechtfinden und in diesem Fall ist das für die Lösung wichtig. John Stableford ist ein Gentleman mit Eigenheiten, behält gerne seine Überlegungen für sich - bis er die Lösung hat. In diesem Fall lässt die Lösung sehr lange auf sich warten und es werden für den Leser viele Spuren gelegt, die dann wieder im Sande verlaufen. Stabelford zur Seite steht seine Frau Harriet, die er bei seinem ersten Fall kennen- und lieben gelernt hat. Sie weiß die Eigenheiten ihres Mannes zu nehmen obwohl sie ab und zu daran verzweifelt. Percy Holmes, der zusammen mit Stableford im Geheimen für die Regierung arbeitet, vervollständigt das "Ermittlerteam". Er schätzt den scharfen Verstand seines Freundes Stableford.
    Der Schreibstil von Rob Reef ist flüssig zu lesen und den 30er Jahren angepasst. Spannend vom Anfang bis zum Ende, mit vielen Hinweisen für den mitratenden Leser. Das Lesen macht einfach Spaß, auch weil der Fall erst zum Ende des Buches gelöst wird. Das Buch kommt ohne blutige Schilderungen aus. 
    Mein Fazit: Ein Krimi im klassischen englischen Stil mit Herz und Köpfchen - so kann (muss) es weiter gehen.
    Stabelford-Reihe: Stableford - ein Krimi aus Cornwall  Das Geheimnis von Benwick Castle - ein Stableford-Krimi aus Schottland.

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    Gespräche aus der Community zum Buch

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    Dryas_Verlags avatar
    Hallo ihr Lieben,
    aktuell haben wir den neuen Band um John Stableford im Programm, der als "Cosy-Crime" wohl so manche Leseratte begeistert. Nun möchten wir euch zu einer Leserunde einladen. Wer hat Interesse? Vielleicht sollte ich euch erst einmal sagen, worum es geht.

    Worum es geht

    Stableford ermittelt wieder! Alles dreht sich um einen, mit einem Hakenkreuz markierten Golfball, einen skandalösen Fund und zwei Morde, die so keiner für möglich gehalten hätte.

    Der Klappentext


    England, 1938: Der Literaturprofessor und Gelegenheitsdetektiv John Stableford freut sich auf ein paar unbeschwerte Tage in der Bibliothek seines Schwiegervaters, dem Vikar von Upper Biggins. Doch als seine Schwägerin im Garten des Pfarrhauses einen mit einem Hakenkreuz markierten Golfball findet, ist es mit der Idylle schlagartig vorbei. Der skandalöse Fund führt John in das benachbarte Herrenhaus, wo ihn sein Freund Dr Holmes erwartet. Noch am selben Abend bricht der Hausherr Sir Edmund Rogie unter rätselhaften Umständen während eines Banketts zusammen. Doch damit nicht genug. Am folgenden Tag geschieht ein Mord, der so unmöglich zu sein scheint, dass Stableford an seinem Verstand zu zweifeln beginnt.

    Was ihr tun müsst um euch zu bewerben

    Beantwortet uns doch einfach die Frage: Was motiviert euch dieses Buch zu lesen? Worauf freut ihr euch besonders? Was erwartet ihr von diesem Buch? Habt ihr die Stableford-Reihe schon gelesen? Und wie gefällt euch das Cover?


    Wir freuen uns auf euch und auf eine aktive Teilnahme an dieser Leserunde, zu der ihr euch mit der Bewerbung um ein kostenloses Exemplar entscheidet. 
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