Rob Sheffield

 4 Sterne bei 115 Bewertungen

Lebenslauf von Rob Sheffield

Rob Sheffield, Jahrgang 1966, studierte nach seiner Schulzeit unter anderem an der Yale University. Später begann er als Musikjournalist zu arbeiten; als solcher schrieb er unter anderem Kritiken und Bewertungen im Bereich der Popmusik. Neben der journalistischen Tätigkeit versuchte er sich auch als Autor. Sein erstes Buch "Love is a Mix Tape" wurde schnell zum Bestseller. In diesem Buch berichtet er von der schönen, aber viel zu kurzen Zeit, die er mit seiner ersten Frau bis zu deren Tod verbringen durfte. Weitere Bücher, in denen die Themen Musik und Frauen im Mittelpunkt stehen, folgten. Heute lebt Rob Sheffield mit seiner zweiten Frau in Brooklyn.

Neue Bücher

Love is a Mix Tape

Neu erschienen am 20.09.2018 als Taschenbuch bei Kiepenheuer & Witsch.

Alle Bücher von Rob Sheffield

Love is a Mix Tape

Love is a Mix Tape

 (104)
Erschienen am 22.08.2007
Mit Mädchen über Duran Duran reden

Mit Mädchen über Duran Duran reden

 (6)
Erschienen am 12.02.2012
Love is a Mix Tape

Love is a Mix Tape

 (0)
Erschienen am 20.09.2018
Love Is a Mix Tape

Love Is a Mix Tape

 (4)
Erschienen am 04.12.2007
Turn Around Bright Eyes

Turn Around Bright Eyes

 (1)
Erschienen am 02.08.2012
Talking to Girls About Duran Duran

Talking to Girls About Duran Duran

 (0)
Erschienen am 26.04.2011

Neue Rezensionen zu Rob Sheffield

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MehralsnurGeschichtens avatar

Rezension zu "Love is a Mix Tape" von Rob Sheffield

Eine Geschichte unterlegt mit musikalischen Highlights aus 20 Jahren
MehralsnurGeschichtenvor 4 Jahren

Das Mixtape ist die Spotify-Playlist von vorgestern. Ich gehöre - wahrscheinlich gerade noch - zu einer Generation, die vor dem Radio gesessen hat, mit dem Finger auf dem Aufnahmeknopf, um das neuste Lieblingslied aus dem Radio aufzunehmen und sich ärgerte, wenn der Moderator mal wieder ins Endes des Liedes reingeredet hat. Oder die Aufnahme wurde durch eine Verkehrsmeldung in der Mitte unbrauchbar.

Mit Love is a Mixtape schafft Rob Sheffield es den Leser in die Zeit zurückzuversetzen, in der das Mixtape noch eine große Rolle spielte und beschreibt eindrucksvoll, was eine einfache Kassette für Erinnerungen bereithält - ohne dabei seine ganz eigene Geschichte aus den Augen zu verlieren.

Die Geschichte hinter diesem Buch ist fast so traurig wie der Roman selbst. Aber sie ist für mich definitiv ein Beispiel dafür, dass manche Bücher eine Überraschung sind, selbst wenn man anfangs dachte, sie werden der eigenen Leseerwartung nicht gerecht. Doch schließlich ist aus reinem Zufall etwas Unvorhergesehenes entstanden: in kürzester Zeit wurde dieser Roman in die Top 5 meiner Lieblingsbücher aufgenommen. Und das obwohl die Möglichkeit bestanden hat, dass ich es niemals lesen werde. Love is a Mixtape hat lange Jahre in den Tiefen einer Bücherkiste bei mir zu Hause verbracht, bevor ich es wiedergefunden habe.

Der Roman erschien bereits 2007 und in diesem Jahr muss ich ihn in der Buchhandlung entdeckt und mitgenommen haben. Der Titel hat mich damals in seinen Bann gezogen und das Cover hat sein Übriges getan. Allerdings habe ich das Buch zu dieser Zeit nach 5-10 Seiten weggelegt. Irgendetwas hat mir nicht gefallen, ich kann leider nicht mehr sagen, was. Mit der Zeit ist es dann in einer Kiste mit anderen gelesenen Büchern untergegangen. Dass ich es noch einmal zur Hand genommen habe, hat dieses Buch sicherlich dem Umstand zu verdanken, dass es mit einem anderen Buch, das ich fürs Studium brauchte, in einer Kiste lag. Ich entschloss mich also diesem Buch die Gelegenheit zu geben meine vorgefertigte Meinung zu ändern. Eine sehr gute Entscheidung, denn ich verliebte mich - in ein Buch, in eine Geschichte, in zwei Menschen und in die schöne, aber traurige Liebe zwischen ihnen, die so viele glückliche Momente hatte. Die darauffolgenden Wochen nervte ich sogar alle um mich herum mit Auszügen und Anekdoten dieses Buches, weil es mir so gut gefiel. Ob sie nun wollten oder nicht, sie waren meinen Lobeshymnen widerstandslos ausgeliefert. Der Grund dafür war simpel, denn niemals hätte ich gedacht, dass mich dieses Buch auch nur im Geringsten so mitreißen könnte.

Von Seite zu Seite und von Jahr zu Jahr, welches in den Kapiteln behandelt wird, wuchs meine Begeisterung für diese Geschichte und die Art und Weise, wie sie erzählt wurde. Ein Mann, der über zwei verschiedene Arten der großen Liebe schreibt: Eine, die er verloren hat und eine, die ihm für immer bleibt. Die Liebe zu seiner ersten Frau und die Liebe zur Musik.

Spielend leicht bringt Rob Sheffield 20 Jahre Musikgeschichte in seinem Roman unter und verbindet sie mit einzelnen Songs und seinen persönlichen Erlebnissen aus der Zeit. Dabei beschreibt er kleine Einzelheiten so leidenschaftlich, dass man lachen, weinen und zustimmend nicken muss. Selbst, wenn man zu manchen Jahrzehnten noch gar nicht gelebt hat.

Da von Anfang klar an ist, dass es sich um eine autobiographische Geschichte handelt, kann man davon ausgehen, dass es tatsächlich passiert ist. Dadurch ergeben sich andere Erwartungen an die Handlung, als bei einer fiktiven Geschichte. Die Beschreibungen sind allerdings so lebensnah, dass man sie zu keinem Zeitpunkt des Lesens infrage stellt. Es ist dennoch keine komplette Autobiographie, die jedes Lebensjahr und -ereignis des Protagonisten darlegt; es bleibt themenbezogenen und konzentriert sich auf wesentliche Punkte. Durch ihn werden die damaligen Erinnerungen für kurze Zeit wieder lebendig. Die angesprochenen Lieder der Kapitel haben den netten Nebeneffekt, dass sie parallele Erinnerungen beim Leser, die ihn selbst betreffen, hervorrufen können und sich dann geschickt mit den Erzählungen des Autors vermischen.

Wenn Rob Sheffield über die Hauptperson, seine Renée, spricht, dann sieht man dieses Bild so klar vor Augen, dass man glaubt sie wirklich gekannt zu haben. Mir ist es nicht nur einmal passiert, dass ich in einzelnen Eigenschaften von ihr die meiner eigenen Freunde wiedererkannt habe. Was nicht bedeuten soll, dass Renée so gewöhnlich war, sondern vielmehr auf ganz spezielle Art besonders. Durch die herzliche Beschreibung ihrer Person bin ich mir ziemlich sicher, dass ich sie gemocht hätte. Oftmals habe ich den Wunsch gehegt die ein oder andere Situation aus ihrer Sicht geschildert zu bekommen - nur leider ist das nicht möglich.

Umso trauriger werden die letzten Kapitel, wenn Gewissheit wird, was auf dem Klappentext schon vorweg genommen wurde: Renée ist tot; gestorben in den Armen ihres Mannes, viel zu jung, ohne Vorwarnung, ohne Abschied. Erst auf den letzten Seiten, wenn man erfährt, dass Rob Sheffield nach einer langen und bewegenden Zeit der Trauer wieder eine Frau gefunden hat, die sein Herz berührt, gelingt es ein bisschen aufzuatmen. Ich habe mich für und mit Rob Sheffield ehrlich gefreut und er konnte seiner geliebten Renée eine sehr ergreifende Geschichte widmen, mit der es ihm doch noch gelingt eine geeignete Form des Abschiednehmens zu finden.

Dieses Buch brachte mich zum Lachen, rührte mich zu Tränen und entließ mich schließlich doch noch mit einem Lächeln in die Realität zurück. Eine Geschichte, die zeigt, dass es wichtig ist, die kleinen Dinge des Lebens zu genießen. Alle Tage, die man besitzt und die Momente, die sie einem bescheren, ins Herz zu schließen und nicht mehr zu vergessen. Und vor allem die Liebe nicht loszulassen. Natürlich immer begleitet von ein bisschen Musik.

Es tut mir fast ein bisschen leid, dass so viel Zeit verstreichen musste, bis ich erkannt habe, wie wertvoll Rob Sheffields Roman für mich ist. Oder vielleicht war genau jetzt der richtige Zeitpunkt, um diesen Buch für mich zu entdecken.

Kommentare: 2
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illuniss avatar

Rezension zu "Mit Mädchen über Duran Duran reden" von Rob Sheffield

langweilig...
illunisvor 4 Jahren

und deswegen habe ich nach knapp 200 Seiten die Flinte ins Korn geworfen. Normalerweise lese ich ja jedes Buch fertig, aber derzeit habe ich wenig Zeit zum lesen (wie das mit Kleinkindern so ist) und kann meine Zeit nicht noch mit sowas "verschwenden".
Ich hatte mir das Buch witzig vorgestellt und das es viel um Musik geht etc., das tut es auch... allerdings bin ich in den 80igern geboren und kenne manche Band kaum, zum Teil werden auch Details durchgekaut die keinen interesserieren, witzig ist der schreibstil keineswegs und ich habe irgendwie keinen Zugang zu dem Material gefunden. Die Beschreibung der Personen etc., ich kann mit diesem Protagonisten der außer der Musik ein verdammt langweiliges Leben zu führen scheint einfach nichts anfangen.

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MarkusDittrichs avatar

Rezension zu "Love is a Mix Tape" von Rob Sheffield

Smells Like Love Spirit
MarkusDittrichvor 5 Jahren

Liebe ist immer noch das beste Thema für eine Geschichte. Bei dem vorliegenden Buch handelt es sich um einen ungewöhnlichen Grenzgang, was das Genre angeht. Obwohl Rob Sheffield eine Story erzählt, und das mit einer Sprache, die mehr an einen Roman als an eine Biografie erinnert, ist dieses Buch laut Klappentext keine Fiktion sondern Niederschrift tatsächlichen Lebens. Sheffield, Musikkritiker und DJ, beschreibt in diesem Buch seine junge und kurze Ehe mit der quirligen Reneé, die trotz sprühender Vitalität sehr jung stirbt (kein Spoiler: Sheffield sagt das selbst bereits auf den ersten Seiten des Buches). Die gesammelten Hoffnungen der Grunge-Generation, die junge Liebe der beiden, die sich sogar - ganz und gar atypisch - entschließen jung zu heiraten, fast als wüssten sie, dass sie nicht viel Zeit haben. Das Verlieben der beiden, ihr Versuch, eine moderne Art Ehe zu führen, das nerdige Zusammenleben, die freakige Hochzeit mit Freunden - diese Dinge sind unerwartet rührend, sie sind es, die mich das Buch mehr als einmal haben lesen lassen. Sheffield benennt jedes Kapitel nach einem Mixtape, das nun, nach Reneés Tod, ein Stück Erinnerung geworden ist. Das Mixtape wird dabei zur Metapher; eine Form, die in den Neunzigern bereits am Verschwinden war, mit ihrem Rauschen und Knacken und in ihrer Unperfektion so etwas wie handgeschriebener Brief an die Zukunft, der Versuch, etwas unwiederbringlich Verlorenes festzuhalten. Ein anderer Tod nimmt den der jungen Frau quasi vorweg und erhöht damit seine Bedeutung sogar noch: Der Tod Kurt Cobains, des vielleicht letzten Rock'n'Roll-Heroen. Sheffield, obwohl kein Romanschriftsteller im eigentlichen Sinne, schafft hier, zu bewegen, wie es Literatur sollte.

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Zusätzliche Informationen

Rob Sheffield wurde am 02. Februar 1966 in Boston (Vereinigte Staaten von Amerika) geboren.

Community-Statistik

in 176 Bibliotheken

auf 16 Wunschlisten

von 3 Lesern aktuell gelesen

von 2 Lesern gefolgt

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