Robert Arthur

 4,1 Sterne bei 644 Bewertungen

Lebenslauf

Robert Arthur wurde am 10. November 1909 in Fort Mills auf der Insel Corregidor (Philippinen) geboren. Er war ein amerikanischer Autor der für das Schreiben von zehn drei ??? Büchern verantwortlich war. Er studierte Englisch an der Universität von Michigan. Anschließend machte er seinen Master in Journalismus. Er brachte einige Jahre lang das »Pocket Detectiv Magazin« heraus, anschließend produzierte er die Radiosendungen der »Mysterious Traveller« und «Adventure Into Fear«. Für seine Arbeit wurde er 1950 und 1953 mit dem Edgar in der Kategorie »Best Radio Drama« und dem »Mystery Writers of Amerika« Preis von der Vereinigung amerikanischer Krimi Autoren ausgezeichnet. Robert Arthur starb am 2. Mai 1969 im Alter von 59 Jahren in Philadelphia.

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Neue Rezensionen zu Robert Arthur

Cover des Buches Die drei ???: und die Geisterinsel (ISBN: 9783551316691)
regentropfen73s avatar

Rezension zu "Die drei ???: und die Geisterinsel" von Robert Arthur

regentropfen73
Viel Insel, wenig Geister

Achtung: Erwachsenenrezension! Wenn ihr Kinder oder Jugendliche seid (oder bei euch gerade 1984 ist ;) ), dann könnt ihr einen Stern zur Bewertung hinzuaddieren.

„Die drei ??? und die Geisterinsel“ ist auf Deutsch zum ersten Mal 1973 bei Franck-Kosmos erschienen und damit genauso alt wie ich. Wie viele Kinder der 80er war ich so im Alter von 11 Jahren großer Fragezeichen-Fan. Meine Lieblingstitel waren – in dieser Reihenfolge – das Gespensterschloss, der Teufelsberg und die Geisterinsel.

Wie praktisch also, dass die Buchhandelskette Thalia vor ein paar Jahren eine Klassikeredition im Schuber mit drei frühen Bänden der Serie veröffentlicht hat: Schwarze Katze, Geisterinsel, Teufelsberg. Damit kann man als Ü50-Jähriger in nostalgischen Erinnerungen schwelgen und mal überprüfen, wie sehr die Jugendkrimis – bei den drei ??? traditionell mit hohem Mystery-Anteil – gealtert sind. Oder der eigene Lesegeschmack. Oder man selbst.

Den Teufelsberg wollte ich mir aufheben und habe mit der Geisterinsel angefangen. Alles beginnt sehr atmosphärisch: Justus, Peter und Bob reisen zu einer abgelegenen Insel, die von oben wie ein menschliches Skelett aussieht. Dort dreht eine Filmcrew einen Abenteuerfilm an einem Lost Place, einem abgewrackten Vergnügungspark, in dem es auch noch spuken soll. Die Jungdetektive sollen Diebstähle und Sabotageaktionen untersuchen.

Leider stellt sich nach einer unheimlichen Nacht direkt heraus (oder wird zumindest vermutet), dass die Gespenstererscheinungen nur ein Mittel von Kriminellen snd, um Schatzsuchende von der Insel fernzuhalten. Irgendwo ist nämlich die Beute aus einem Raubüberfall und/oder ein Piratenschatz versteckt.

Insgesamt gibt es in diesem Fragezeichen-Band erstaunlich wenig Ermittlung. Einzig Justus, der die meiste Zeit mit Erkältung in der Ferienwohnung festsitzt, darf ein wenig recherchieren und sich Gedanken machen. Ansonsten ist dies eher Schatzsuche und Katastrophenfilmplot. Über relativ viele der 140 Seiten sitzen nämlich Peter, Bob und ihre Ferienbekanntschaft Chris in einer unterirdischen Höhle fest und drohen bei der sich anbahnenden Flut zu ertrinken.

Chris ist ein Sohn griechischer Einwanderer und wird als Ausländer (in den USA) ganz klischeehaft für die Diebstähle verantwortlich gemacht. Natürlich lobenswert, dass der Autor Robert Arthur den jungen Lesenden das Thema Fremdenfeindlichkeit näherbringt. Man kann nicht früh genug damit anfangen.

Man könnte dem Roman noch weitere Plotklischees vorwerfen, etwa den typischen Verrat unter Gangstern, muss aber bedenken, dass dies im amerikanischen Original ein inzwischen 60 Jahre alter Klassiker ist, der das Genre der Jugendkrimis mit geprägt hat. Arthur, der leider früh verstorbene Erfinder der drei ???, hat hier viele Genrekonventionen überhaupt erst mit eingeführt. Wobei, wie gesagt, es eigentlich keine Detektivgeschichte ist und mit dem atmosphärischen Setting der geheimnisvollen Insel auch genauso von Enid Blyton hätte stammen können. Nichts gegen Enid Blyton, deren Romane einen ganz eigenen Charme haben, aber von den Fragezeichen erwarte ich irgendwie mehr Düsternis, Grusel, Mystery, minimal erwachsenere Themen.

Die Thalia-Ausgabe ziert zum Glück noch das kultige Titelbild von Aiga Rasch, allerdings sind hier schon alle Verweise auf Alfred Hitchcock als Mentor von Justus, Peter und Bob entfernt. Mit dem Tod des Regisseurs war die Lizenz, dessen Namen und Gesicht nutzen zu dürfen, verlorengegangen. In der deutschsprachigen Ausgabe tritt stattdessen ein „Albert Hitfield“ auf. Ohne die Htchcock-Silhouette mit dem erhobenen Zeigefinger in den Zwischenkommentaren fehlt dem Buch aber nun mal ein Stück mystische Aura aus unserer Kindheit. Gleichzeitig ist erstaunlich viel 70er-Slang wie „Kittchen“ oder „falscher Fuffziger“ erhalten geblieben.

Also: noch etwas Luft nach oben. Auf zum Teufelsberg!

Cover des Buches Die drei ??? und der Super-Papagei (ISBN: B007RMGM3I)
M

Rezension zu "Die drei ??? und der Super-Papagei" von Robert Arthur

Marcsbuecherecke
Der Start einer Ära

Kaum eine Hörspielfolge habe ich in meinem Leben öfter gehört, als die Folge, die den Drei Fragezeichen-Hype bei mir ausgelöst hat. Die erste Folge der erfolgreichen Reihe um die drei jungen Detektive Justus Jonas, Peter Shaw & Bob Andrews. Nun knappe 30 Jahre später habe ich dann auch mal das Buch, welches als Vorlage für diese Folge diente, gelesen. Und was soll ich sagen? Auch, wenn ich die Folge stellenweise wirklich mitsprechen kann, bin ich noch an einigen Stellen überrascht worden, denn die Kürzungen, die damals vorgenommen werden mussten, damit die Folge auf die damaligen Trägermedien passten, waren erheblich größere, als ich angenommen hatte.

Generell muss ich vorweg nehmen, dass ich bereits einige Bücher aus der Reihe gelesen habe in meiner „Karriere“ als Buchnerd. Dadurch, dass natürlich die verschiedensten Autorinnen und Autoren an der Reihe in den letzten Jahrzehnten mitgewirkt haben, ist es gar nicht so leicht auf Punkte wie Charakterentwicklung und Co einzugehen.

Dennoch kann ich sagen, dass mich der Schreibstil des Buches direkt gepackt hatte und ich gut in die Geschichte gefunden habe. Man merkt in diesem Buch eindeutig, dass die drei Jungs noch erheblich jünger sind, als in den aktuellen Büchern der Reihe und generell sind die Detektive hier noch sehr kindlich angelegt. Dies ist keinesfalls als Kritik gemeint, denn genau dieses Setting ist es nun mal, was die Reihe ins Rollen gebracht hat. Gerade diese kindliche Ader hat mich in diesem Buch total abgeholt, müssen sich gerade Justus und Peter am Anfang als ernstzunehmende Gesprächspartner erst einmal beweisen. Genau diese Situation kam im Buch für mich viel greifbarer rüber als im Hörspiel.

Besonders gefallen hat mir, dass im Buch den Charakteren viel mehr Platz für ihre Entfaltung gelassen wurde. Gerade vermeintliche Nebencharakter, übrigens auch Personen, die in der Hörspielumsetzung vollkommen ausgelassen worden sind, haben hier eine wichtige Position eingenommen und gut unterhalten. Gerade die ausgebaute Version von Hugenay hat mir einen viel besseren Einblick in sein „Seelenleben“ gegeben und ihn als den Antagonisten der Reihe positioniert.

Fazit:

Die Geschichte in diesem Buch wird durch meine Historie mit der Umsetzung immer einen ganz besonderen Platz in meinem Herzen haben und ich bin froh nun auch die „Extended Version“ gelesen zu haben.

Schatzsuche...

SCHATZSUCHE...

Albert Hitfield und die drei Detektive haben es hier mit einem geheimnisvollen Rubin zu tun, der nicht nur fluchbeladen ist, sondern auch auf abenteuerliche Weise versteckt sein soll. Eine ganze Kette rätselhafter Zusammenhänge muss gelöst werden. Aber vielleicht habt ihr den Fall noch schneller als Justus, Peter und Bob geklärt? (Verlagsbeschreibung)

Dies ist eine der ganz frühen Folgen der drei ??? - Band drei der Buchreihe bzw. die fünfte Folge der späteren Hörspielreihe. Nachdem ich vor Kurzem unwissentlich die Fortsetzung ("Feuriges Auge") gehört habe, wollte ich nun auch "...der Fluch des Rubins" kennenlernen. Besonders ist, dass es sich hierbei nicht wie gewohnt um ein Hörspiel mit den bekannten Sprechern handelt, sondern um ein Hörbuch, gelesen von einem einzigen Sprecher: Tim Grobe. Dementsprechend unterscheidet sich auch die Hördauer. Die Hörspiele der drei ??? dauern in der Regel zwischen 60 und 80 Minuten, wobei Sonderfolgen auch länger sein können. Dieses Hörbuch dauert exakt vier Stunden.

Doch worum geht es jetzt eigentlich? Ein junger Engländer namens August August hat ein Problem: sein verstorbener Großonkel hat ihm einen rätselhaften Text hinterlassen, den er verstehen muss, um an sein Erbe zu gelangen. So wendet sich August an die drei ???, damit diese nicht nur das Rätsel lösen, sondern auch sein Erbe finden. Rasch stellt sich heraus, dass die Erbschaft aus dem sagenumwobenen Rubin "Feuriges Auge" besteht. Ebenso schnell wird aber auch klar, dass nicht nur die Jungen das kostbare Juwel finden wollen, sondern auch eine Bande von Männern mit schwarzen Bärten sowie ein mysteriöser Inder. Die Mittel der Konkurrenten im Kampf um das Erbstück sind oft weder legal noch zimperlich - für August August und die drei ??? also ein sehr gefährliches Unterfangen. Aber der Ehrgeiz ist geweckt...

Die Handlung ist dramatisch, beschränkt sich aber auf die Suche nach dem Feurigen Auge. Die Bösewichte kristallisieren sich früh heraus, es gibt nicht viel zu kombinieren, und doch ist für ausreichend Spannung gesorgt. Es wird an keiner Stelle langweilig, und einige Überraschungen hält der Autor auch parat. Immerhin wird dem mysteriösen Rubin einiges nachgesagt.

Insgesamt bevorzuge ich zwar die Hörspiele, aber auch dieses Hörbuch konnte mich gut unterhalten. 


© Parden

Gespräche aus der Community

Die drei ???
6 Beiträge
IraWiras avatar
Letzter Beitrag von  IraWira
Ich denke, passiert ist einfach, dass jemand ganz neu war und aus Versehen eine LR erstellt hat.

Zusätzliche Informationen

Robert Arthur wurde am 10. November 1909 in Fort Mills auf der Insel Corregidor (Philippinen) geboren.

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