Robert B. Parker Eiskalt

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Inhaltsangabe zu „Eiskalt“ von Robert B. Parker

Eine Mordserie hält die US-Kleinstadt Paradise in Atem: ein Jogger am Strand, eine Frau vor einem Einkaufscenter und ein Mann auf offener Straße. Getötet durch zwei Schüsse in die Brust aus kurzer Distanz. Das ist auch schon das Ende der Gemeinsamkeiten. Es gibt keinen Hinweis darauf, dass die Opfer sich kannten. Was ist das Motiv? Polizeichef Jesse Stone steht vor einem Rätsel. Doch eines ist dem erfahrenen Cop klar: Das Morden wird weitergehen. Er muss den Täter fassen. Und das so schnell wie möglich. (Übersetzt von Bernd Gockel) Die Bände der Jesse-Stone-Reihe zählen zu den besten Krimis, die Robert B. Parker in seiner langen Karriere geschrieben hat. Die Romane wurden überaus erfolgreich mit Tom Selleck in der Hauptrolle verfilmt.

Für mich genauso spannend und ausgefeilt wie der erste Band der Jesse Stone Reihe. Ganz deutliche Leseempfehlung für Krimifans!

— David_Gray
David_Gray

Jesse ist noch lange nicht am Ende.

— detlef_knut
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    Eiskalt
    Stefan83

    Stefan83

    Es ist ein Merkmal von Krimi-Serien, das mit fortschreitender Dauer und wachsender Anzahl der Titel, die Wahrscheinlichkeit immer größer wird, vom möglicherweise nächsten Fall enttäuscht zu werden, da sich die steigende Qualität naturgemäß auf die Erwartungshaltung eines Lesers auswirkt. Eine Bürde, welche auch der vierte Band aus Robert B. Parkers Reihe um den Polizeichef Jesse Stone, „Eiskalt“, tragen muss, der in Stil und Ton zwar durchaus an seinen äußerst lesenswerten Vorgänger anzuknüpfen weiß, dessen Esprit und Spannungsbogen jedoch nicht mehr durchgängig aufrecht erhalten kann. Damit pflegt der amerikanische Autor, der bereits im Januar 2010 verstarb, aber auch eine gewisse Tradition: Im Modus Operandi was das Schreiben betrifft sich stets treu geblieben, fehlte, insbesondere in Bezug auf die Spenser-Krimis, manchmal dann doch diese gewisse Konstanz, wenngleich man an dieser Stelle auch deutlich betonen muss – in der Ausarbeitung seiner Figur Jesse Stone zeigt sich Parker nochmal um einiges gereift. Bei vielen seiner Leser gilt der kauzige Provinzcop, den Tom Selleck auch in mehreren Fernsehverfilmungen verkörperte, inzwischen ohnehin als der bessere Spenser. War der Bostoner Privatdetektiv noch eindeutig den Traditionen von Chandler und Hammett verhaftet und als zeitgemäße Fortsetzung des „Noir“-Genres konzipiert, ist Parkers jüngere Serie in gewissem Sinne als ein Zugeständnis an die Moderne zu verstehen – ohne dabei die Wurzeln, denen sich der Autor verbunden fühlte, leugnen zu wollen. Eine Mischung, die funktioniert und in deren Genuss wir dank des Pendragon Verlags nun endlich auch in Deutschland kommen. Das Wort „Genuss“ darf, trotz oben bereits angedeuteter Kritik, auch im Zusammenhang mit „Eiskalt“ verwandt werden, da der im Original („Stone Cold“) bereits 2003 erschiene Titel zwar der bis hierhin schwächste Titel der Stone-Serie ist, die (leider) mehr etablierte Genre-Konkurrenz hierzulande aber in den meisten Fällen hinter sich lässt. Dies sei schon allein deswegen erwähnt, weil sich Parker gleich zwei Themen widmet, welche er in der Vergangenheit eher gemieden hat und die dem Krimi-Freund derzeit in immer billigeren und blutigeren Varianten in Buchhandlungen stapelweise präsentiert werden. Um das zu konkretisieren, sei die Story kurz angerissen: Eine Mordserie hält die (fiktive) US-Kleinstadt Paradise in Atem: ein Jogger am Strand, eine Frau vor einem Einkaufscenter und ein Mann auf offener Straße. Getötet durch zwei Schüsse in die Brust aus kurzer Distanz. Parallel abgefeuert aus zwei verschiedenen Waffen. Und damit enden auch die Gemeinsamkeiten der Morde. Es gibt keinen Hinweis darauf, dass die Opfer sich kannten. Was also ist das Motiv? Polizeichef Jesse Stone steht vor einem Rätsel und angesichts des stetig wachsenden Medienaufkommens auch unter öffentlichem Druck. Weitere Morde kann er sich nicht leisten – er muss die Täter fassen. Und zwar so schnell wie möglich... Was erst einmal wie der typisch abgeschmackte „Serienkiller-nimmt-Ermittler-ins-Visier“-Plot klingt, umschifft das Mainstream-Allerlei mit der wie üblich stilsicheren Routine, die halt nur ein Robert B. Parker auf Papier zu bringen weiß. Wer also bei der Lektüre des Klappentexts Angst bekommen sollte, einen weiteren drögen Schlitzer-Thriller im Ami-Style präsentiert zu bekommen, dem sei diese sogleich genommen. Zynisch, knapp und mit herrlich lakonischen Dialogen gewürzt zieht die Story recht schnell in den Bann, welche sich in erster Linie auf Jesse Stone konzentriert und nur in kurzen Ausschnitten auch einen Blick auf die anderen Charaktere wirft. Das hat Vor- und Nachteile, denn gerade der Weiterentwicklung seines privaten Lebens – seine Alkoholabhängigkeit und die äußerst seltsame „Nicht“-Ehe mit Ex-Frau Jenn sind wieder äußerst präsent – wird in manchen Passagen der Spannungsbogen dann doch zu arg geopfert. Zumal Weiterentwicklung einen weit größeren Schritt ankündigt, als Stone ihn in Wirklichkeit geht. Der sehr gelassene, in sich ruhende und sture Cop beharrt, trotz Sprechstunden beim Psychologen, stur auf seinem Standpunkt, der Liebe zu seiner Ex – die ihn jedoch nicht davon abhält, in schöner Regelmäßigkeit mit jeder sich bietenden Frau in die Kiste zu steigen. Es ist Parkers großes Verdienst, dass er es trotzdem irgendwie schafft, dass dieser Womanizer und eiskalte Hund trotzdem so menschlich daherkommt. Einen Fehler macht er dennoch. Und dieser ist gerade bei Kriminalromanen eigentlich unverzeihlich. Er lässt Stone an keiner Stelle die Kontrolle über das Geschehen verlieren. Sicher, kleine Fehler baut er auch diesmal wieder, doch wird an keiner Stelle im Buch ein Gefühl der Gefahr oder Bedrohung kreiert, da seine Gegenüber ihm augenscheinlich nicht gewachsen sind und Stone, der selbst ins Visier des Killerpärchens gerät, weiterhin gänzlich in sich ruht. Coolness gut und schön – aber gerade die hier im weiteren Verlauf geschilderten Schicksalsschläge und Niederlagen sollten auch an einem so gelassenen Gemüt wie dem von Stone mehr rütteln. Was für andere Krimis jetzt der Genickschlag wäre, ist in „Eiskalt“ tatsächlich aber nur ein Schönheitsfehler, der dem Lesevergnügen letztlich nicht abträglich ist. Auch weil Parker zweigleisig fährt und neben der Jagd nach den Killern (die Idee durch Mord einen Kick beim Sex zu bekommen fand ich durchaus interessant geschildert; die nach außen gelebte Normalität der beiden unheimlich erschreckend) den Vergewaltigungsfall nicht aus den Augen verliert. Stoisch versucht er Gerechtigkeit für die junge Candace zu erreichen oder ihr zumindest den Spaß am Leben in gewissem Maß zurückzugeben. Parker gelingt dieser Balanceakt zwischen Sozialkritik und juristischen Fallstricken hervorragend. Im Verbund mit dem durchgehend melancholisch-traurigen Ton von „Eiskalt“ sorgen sie für die Realitätsnähe, welche der Krimi-Konkurrenz oftmals abgeht. Wer sich jetzt fragt, ob das als Kaufargument reicht, dem sei eindrücklich mit „Ja“ geantwortet. Trotz gewisser Abnutzungserscheinungen und einem latent vorhandenen Gefühl der Vorhersehbarkeit – „Eiskalt“ unterhält doch einmal mehr gekonnt und unaufgeregt, so dass die knapp 350 Seiten schnell durchgeschmökert sind – und wir uns auf den nächsten Band der Jesse-Stone-Reihe freuen dürfen. In diesem Sinne: Ich bin weiterhin „Stoned“ und hätte dann gerne mehr, lieber Pendragon Verlag.

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  • Jesse ist noch lange nicht am Ende.

    Eiskalt
    detlef_knut

    detlef_knut

    Es gibt Bücher, da hat man das Gefühl, nach Hause zurückzukehren. Die Jesse-Stone-Reihe gehört in meinem Falle dazu. Ich hatte nur den ersten Satz des zweiten Kapitels in dem dritten Buch, welches ich bislang vor der Nase hatte, gelesen und war sofort gefangen. Die Örtlichkeiten, das Setting, die Figuren – neben Jesse vor allem Suitcase und Molly, aber auch andere –, die Stimmung: Alles schien mich willkommen zu heißen. Der alkoholabhängige Polizeichef von Paradise bekommt es dieses Mal mit einem killenden Pärchen zu tun, deren größte Lust darin besteht, nach einem Mord hochekstatischen Sex zu haben. Obwohl das erste Kapitel mit den Tätern beginnt, schieben sich diese trotz aller Brutalität nur ganz sanft in das Blickfeld von Jesse Stone. Denn zunächst ist Jesse bemüht, die Vergewaltigung an einem Schulmädchen aufzuklären. Obwohl er sofort weiß, wer die Täter sind, braucht es seine speziellen Methoden, die männlichen Schüler und deren Eltern dies nachzuweisen. Doch das Killerpaar rückt näher. Während Jesse noch versucht, sein Alkoholproblem und seine Liebschaften in den Griff zu bekommen, zeichnet sich ab, dass sich die Killer Jesse als Opfer vorgenommen haben. Nun wird es eng für ihn und der Showdown des Romans beginnt. Der Erzählstil strahlt eine Ruhe aus, wie man sie aus amerikanischen Kleinstädten kennt. Das mag Klischee sein, hatte aber solch eine Wirkung auf mich. Besonnenheit bei der Ermittlung trotz der persönlichen Probleme zeichnen den Protagonisten aus, der in den Verfilmungen von Tom Selleck gespielt wird. Ihn aber als ernsten Menschen zu bezeichnen, wäre falsch. Denn er lässt sich immer wieder auf die Späße seiner Mitmenschen ein. Egal, welche von den beiden o. g. Nebenfiguren in sein Büro tritt, als Leser kann man sich in den meisten Fällen über einen unterhaltsamen Dialog freuen. Wer meinen Rezensionen zu "Das dunkle Paradies" und "Terror auf Stiles Island" gefolgt ist, dem rufe ich mit diesem Roman zu: Kommt mit heim. Jesse ist noch lange nicht am Ende.

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    Arun

    Arun

    22. August 2014 um 16:00