Robert B. Parker Trügerisches Bild

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Inhaltsangabe zu „Trügerisches Bild“ von Robert B. Parker

Dr. Ashton Prince braucht Spensers Hilfe. Ein wertvolles Gemälde wurde aus dem Hammond Museum gestohlen. Die Diebe fordern ein Lösegeld. Der Privatdetektiv soll den Kunsthistoriker bei der Geldübergabe beschützen. Doch hierbei läuft alles schief. Prince wird durch eine Explosion getötet und das Bild fällt den Flammen zum Opfer. Oder etwa nicht? Spenser fühlt sich bei seiner Ehre gepackt. Er will den Fall aufklären – auch ohne Auftraggeber. Geht es hierbei nur um ein wertvolles Gemälde oder steckt noch viel mehr dahinter? Und welche Rolle spielt die Herzberg-Stiftung, die sich das Aufspüren von „Nazi-Beutekunst“auf die Fahnen geschrieben hat? Robert B. Parker verstarb am 18. Januar 2010. „Painted Ladies“ vollendete er noch vor seinem Tod. Das englische Original erschien im Oktober 2010.

Kurzweilig Unterhaltung, aber keine hohe Literatur. Gut für Krimifans für Zwischendurch.

— Flamingo
Flamingo

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  • Rezension zu "Trügerisches Bild" von Robert B. Parker

    Trügerisches Bild
    kiki62

    kiki62

    21. December 2011 um 09:40

    Ich habe in der letzten Zeit nur wenig Bücher so verschlungen wie den Krimi von Robert B. Parker. Meine ausführliche Rezension zu diesem Roman habe ich unter pagewizz unter folgendem Link veröffentlicht: http://pagewizz.com/robert-b-parker-truegerisches-bild/.
    Spannung, Spannung, Spannung ...

  • Spensers erster Abschied

    Trügerisches Bild
    Stefan83

    Stefan83

    02. November 2011 um 12:10

    Es gibt nur wenige Schriftsteller, welche ein Genre über mehrere Jahrzehnte hinweg beeinflusst haben. Und Robert B. Parker war sicherlich einer von ihnen. Seit dem Jahr 1973 legte er kontinuierlich und fast Jahr für Jahr neue Romane vor, die meisten davon aus der Serie um den (vornamelosen) Privatdetektiv Spenser, der, wie sein Schöpfer, in Boston lebt und dort seiner Arbeit nachgeht. Spenser verhalf Parker zum Durchbruch und u.a. zu einem Edgar Award. Die Fälle wurden (nicht sonderlich originalgetreu) sogar Mitte der 80er mit Robert Urich in der Hauptrolle für das Fernsehen verfilmt und sind nicht zuletzt deswegen bis heute fester Bestandteil der klassischen „Hardboiled“-Sparte. Am 18.1.2010 starb Robert B. Parker genau so, wie er seit jeher lebte: „sitting at his desk, working on his next novel“. Und an einem solchen Schreibtisch beginnt er auch: Der 38., und nach derzeitigem Stand, vorletzte Roman der Spenser-Reihe, mit dem äußerst passend gewählten deutschen Titel „Trügerisches Bild“. Es ist ein Wintertag wie jeder andere im kalten Boston, als Dr. Ashton Prince durch die Tür von Spensers Büro tritt. Der Universitätsdozent und Kunstkenner möchte den stadtbekannten Privatdetektiv für einen delikaten Auftrag anheuern. Äußerst diskret versteht sich. Ein wertvolles Gemälde ist aus dem Hammond-Museum gestohlen und Prince dazu auserkoren worden, die Lösegeldübergabe auszuführen. Dafür bittet er nun Spenser um Personenschutz. Der hält vom ersten Klienten in dieser Woche zwar nicht allzu viel, aber Geschäft ist schließlich Geschäft, und so willigt er ein. Nach einer kurzen Autofahrt findet die Zusammenarbeit allerdings schnell ein jähes Ende. Als Prince nach der Geldübergabe mit einem Päckchen unter dem Arm auf den im Wagen wartenden Spenser zusteuert, sprengt eine gezielte Explosion den Kunstprofessor in die Luft. Weder von ihm, noch von dem Paket, das möglicherweise das entwendete Meisterwerk enthielt, bleibt ein Fetzen übrig. Spenser ist im Zwiespalt. Einerseits kann der kühle Profi nur wenig Mitleid für den soeben explodierten Mann aufbringen. Aber andererseits fühlt er sich bei seiner Detektivehre gepackt, denn viel mehr hätte er bei der Ausführung seines Auftrags eigentlich nicht versagen können. Aufgrund des schlechten Gewissens und weil er seinen Ruf nicht aufs Spiel setzen will, ermittelt Spenser von nun an auf eigene Faust (und ohne Honorar) weiter. Da es kaum Anhaltspunkte gibt, beginnt seine Spurensuche an der Universität. Schnell findet er heraus, dass Prince zu Lebzeiten nicht nur auf die Kunst ein Auge geworfen hat. Kaum eine Studentin war vor ihm sicher. Sein Ruf als Weiberheld ging weit über die Universität hinaus. Dennoch war sein Arbeitsplatz nie gefährdet, was er in erster Linie dem Anwalt Morton Lloyd zu verdanken hatte, der, als Rechtsberater ebenfalls im Museum anstellig, ihn hinsichtlich seiner sexuellen Neigung in der Vergangenheit vor einer Anklage bewahrt hat. Letztes Opfer seiner Nachstellungen war Missy Minor. Das es nun gerade deren Mutter ist, die bei einer Versicherungsgesellschaft den Fall des gestohlenen Kunstwerks bearbeitet, lässt Spenser aufhorchen. Ist das nur ein Zufall? Oder ist sie gar in den Diebstahl verwickelt? Was hat Princes jüdische Vergangenheit damit zu tun? Und welche Rolle spielt die Herzberg-Stiftung, zuständig für das Aufspüren von durch Nazis gestohlene Kunst, in dem Fall? „Er läuft, und läuft, und läuft.“ Was für den VW Käfer mittlerweile nicht mehr zutrifft, gilt weiterhin für Parkers düsteren Held Spenser, denn der hat sich seit seinem ersten Auftritt nicht wesentlich verändert. Mehr noch: Die Jahre sind an dem Verbrecherjäger spurlos vorübergegangen. Wäre nicht zwischenzeitlich von „Labtops“ oder „Sarah Palin“ die Rede, „Trügerisches Bild“ könnte genauso gut in den 70ern spielen, denn die Handlung ist zeitlos. Spenser tut auch diesmal das, was er in jedem Fall tut und was jeder Detektiv der alten „Hardboiled“-Schule nun mal zu tun hat: Verdächtige befragen, Informationen sammeln, Zusammenhänge herstellen. Aus all dem versucht man so etwas wie ein Gesamtbild zu meißeln. Wenn all das nicht funktioniert, wird halt einfach zur Waffe gegriffen und eine etwas direktere Entscheidung gesucht. Frei nach Raymond Chandler, der es wie folgt auf den Punkt gebracht hat, in dem er sagte: „Im Zweifel lass zwei Kerle mit Pistolen durch die Tür kommen“. Ein Zitat, das Robert B. Parker (der in den 1980er Jahren die Komplettierung eines Romanfragments von Raymond Chandler übernahm und für dessen Marlow-Reihe eine Fortsetzung schrieb) hier sogar in einer Szene wortwörtlich auf dem Papier umsetzt, wenngleich er, als einziges Zugeständnis an die Moderne, aus einer der Pistolen eine Uzi macht. Müßig zu erwähnen, dass der treffsichere Spenser mit Knarre im Anschlag dieser Gefahr eiskalt ein Ende bereitet. Denn auch wenn er in Quirk, Belson und Healy Vertraute und Freunde bei der Bostoner Polizei hat: Ihre Hilfe nimmt er nur insoweit in Anspruch, wie es dem Vorankommen seines Falls dienlich ist. Wenn es hart auf hart kommt, verlässt er sich nur auf sich oder den besten Freund Hawk, der diesmal jedoch in Zentralasien weilt (und dessen Fehlen man der Story leider anmerkt). Das er dadurch dennoch nicht zum Superheld mutiert, liegt an seinen Fehlern, von denen er trotz seiner Coolness doch einige hat. Im Vergleich zu den Meisterdetektiven des Golden Age ist Spenser beileibe kein Superhirn. Nummernschilder kann er sich allenfalls ein paar Minuten merken, weshalb er sich diese sofort aufschreibt, sobald das Auto um die Ecke gebogen ist. So ist es meist weniger die Genialität als vielmehr seine zähe Verbissenheit, die letztlich zum Erfolg führt. Das dieser Urtypus des hartnäckigen Privatdetektivs auch heute noch spannend bzw. unterhaltsam ist, liegt an Parkers herrlich schnörkelloser Sprache, die weniger Worte bedarf und somit letztlich auch nur wenige Seiten füllt. Die Dialoge sind kurz und knackig gehalten, die Figuren antworten schlagfertig das, was einem Normalsterblichen meist erst Stunden danach einfällt. Es ist diese Lässigkeit die ansteckt, diese Schlagfertigkeit, welche den Charme der Reihe ausmacht. Gleichzeitig liegt hierin allerdings auch die Gefahr, da man diesen lakonischen Ton nur wohldosiert verträgt (weshalb sich der Leser vielleicht selten mehrere Parkers hintereinander vornimmt) und dieser auch vom deutschen Übersetzer erstmal gut getroffen sein will. Frank Böhmert ist dies in „Trügerisches Bild“ leider nicht immer gelungen, wenngleich der Rezensent, mangels Kenntnis des Originals, nicht genau eruieren kann, woran das liegt. Tatsache ist jedenfalls, dass sich manche Wortwahl Böhmerts einfach mit der Atmosphäre eines „Hardboiled“-Romans beißt. Was professionell und eiskalt klingen sollte, kommt hier flapsig und kindlich herüber. Nichtsdestotrotz ist auch „Trügerisches Bild“ die Lektüre wieder ohne Zweifel wert. Auch weil Parker mit der Vernichtung der Juden durch die Nationalsozialisten im Zweiten Weltkrieg ein brisantes und, für einen Privateye-Krimi, eher unübliches Thema anpackt und dieses genauso geschickt wie unkonventionell in den Rahmen der Kriminalroman-Handlung einbaut. Hätte er es nicht schon 37 mal zuvor getan, er würde allein dadurch beweisen, welch Schriftsteller von Format uns hier verloren gegangen ist. Deshalb ist die Auskunft des Pendragon-Verlags, nach der wohl auch ältere Fälle Spensers bald wieder neu aufgelegt werden und man sogar über die Veröffentlichung von Parkers Jesse-Stone-Krimis nachdenkt, umso erfreulicher. Ein mutiges Ansinnen dieses kleinen, aber gut aufgestellten Verlags, dem man weiterhin nur viel Erfolg und noch mehr Leser wünschen kann.

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  • Rezension zu "Trügerisches Bild" von Robert B. Parker

    Trügerisches Bild
    eifelmini

    eifelmini

    24. June 2011 um 14:42

    Aus dem Hammond Museum wird die „Dame mit einem Finken“, ein wertvolles Gemälde des holländischen Künstlers Frans Harmenszoon gestohlen. Privatermittler Spenser soll dem Kunsthistoriker Dr. Ashton Prince bei der Lösegeld-Übergabe beschützen. Doch Prince wird mit dem Bild in die Luft gesprengt. – Zwar ist es nicht Spenser’s Schuld, aber trotzdem nimmt er sich vor den Fall klären. Was hat es mit dem Gemälde und seiner Vergangenheit auf sich? Der Krimi „Trügerisches Bild“ unterscheidet sich von anderen Krimis, die ich bisher gelesen habe, denn er umfasst nur gut 200 Seiten. Außerdem besteht er hauptsächlich aus Dialogen, mit gelegentlichen Texteinschüben, die Situationen oder Spenser’s Gedanken veranschaulichen. Mir gefällt dieser Schreibtstil sehr gut. Ich habe das Buch an einem Nachmittag „zwischendurch“ verschlungen und es eignete sich perfekt um einfach mal für ein paar Stunden abzuschalten. Auch die manchmal ironische, aber amüsante Art von Ermittler Spenser haben mir sehr gut gefallen, vor allem die Diskussionen mit seiner Dauerfreundin Susan sowie seinen Umgang und Ton gegenüber Kommissaren, Klienten und Verdächtigen. Heutzutage ist es eher auffällig, wenn sich ein Ermittler wirklich noch auf sein Handwerk konzentriert ohne technischen Schnickschnack oder futuristische Ermittlungsmethoden! Der zweideutige Titel des Krimis passt sehr gut zum Inhalt, während das Cover nichts über die Geschichte selbst preisgibt. „Trügerisches Bild“ ist der 38. und leider auch letzte Spenser-Krimi von Robert B. Parker, der im Januar 2010 verstarb. Für mich war es der erste aber sicherlich nicht mein letzter Spenser-Krimi und ich empfehle den Krimi sehr gerne weiter! Ich könnte mir sogar vorstellen, den einen oder anderen als kleine Herausforderung im englischen Original zu lesen.

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