Robert Baur

 4.1 Sterne bei 11 Bewertungen
Autor von Mord in Metropolis, Engelsflug und weiteren Büchern.

Alle Bücher von Robert Baur

Mord in Metropolis

Mord in Metropolis

 (7)
Erschienen am 05.02.2014
Engelsflug

Engelsflug

 (3)
Erschienen am 03.02.2016
Blutmai

Blutmai

 (1)
Erschienen am 05.09.2018

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Engel1974s avatar

Rezension zu "Engelsflug: Kriminalroman (Zeitgeschichtliche Kriminalromane im GMEINER-Verlag)" von Robert Baur

dem Autor ist es hervorragend gelungen die Atmosphäre der damaligen Zeit einzufangen
Engel1974vor einem Jahr

Mit seinem Kriminalroman „Engelsflug“ entführt der Autor Robert Baur seine Leser in die Zeit um 1920 in Deutschland. Einer Zeit, in der auf der einen Seite die Hauptstadt ihren Aufschwung feiert und die Menschen sich in einer schillernden Welt mit Kinopalästen, Varietés, Kunstgalerien und Zirkus amüsieren und wo es auf der anderen Seite viele unzufrieden Menschen und Flüchtlingslager gab.

In dieser Zeit lässt der Autor seinen Hauptprotagonisten, Exkommissar Grenfled agieren. Dieser hat seinen Dienst quittiert, um seine Ruhe zu haben und Zeit mit seiner Frau zu verbringen. Bei einem gemeinsamen abendlichen Spaziergang, werden beide Zeuge eines Verkaufsunfalls, der sich schnell als brutaler, geplanter Mord entpuppt. Grenfeld kann die Finger nicht aus dme Spiel lassen und beginnt zu ermitteln. Seien Wege fürhen ihn u.a. über die Dächer der Stadt, durch unterirdische Tunnel, in Flüchtlingslager, Moscheen und in den Zirkus. Sein einziger Verbündeter scheint dabei ein Straßenjunge zu sein.

Meinung:

Das Cover dieses Krimis ist in schwarz-weißen Tönen gehalten und schient zur Atmosphäre der damaligen Zeit zu passen. Es strahlt aber sehr viel Dunkelheit aus und wirkt regelrecht Deprimierend. Genauso wie das Cover wirkt auf mich auch die Handlung mit samt ihren Protagonisten. Hier muss man den Autoren allerdings auch einen dicken Pluspunkt anerkennen, denn er hat es hervorragend geschafft die Atmosphäre jener Zeit einzufangen.

Sein Hauptprotagonist wurde sehr gut, mit Stärken aber auch Schwächen ausgearbeitet, dies macht ihn sehr menschlich und lässt ihn realistisch rüber kommen. Der gesamte Handlungsverlauf ist gut konstruiert und nachvollziehbar. Hervorragend hat der Autor hier Fiktion und wahre Begebenheiten vermischt. Um diese später voneinander trennen zu können gibt es am Ende sehr informative und ausführliche Hinweise.

Der Schreibstil ist ebenfalls passend zur damaligen Zeit und gut zu lesen. Allerdings muss ich gestehen, dass ich mich mit der Zeit, in der die Handlung spielt nicht anfreunden kann, mir war sie einfach zu düster. Dies ist allerdings Geschmacksache und soll auch kein Grund zum Punktabzug in der Bewertung sein. Auf jeden Fall werden sich Leser die sich für diese Zeit und für einen spannenden Krimi interessieren hier sehr gut unterhalten werden.

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Ginevras avatar

Rezension zu "Mord in Metropolis" von Robert Baur

Ein großer Film und seine Opfer
Ginevravor 2 Jahren

Berlin, Neubabelsberg, 1925:
Die Dreharbeiten zu Fritz Langs Monumentalfilm "Metropolis" sind in vollem Gange, als die Hauptdarstellerin Brigitte Helm wiederholt mit Morddrohungen belästigt wird. Kurz darauf stirbt ihr Double eines gewaltsamen Todes. Die Berliner Polizei zieht Ex-Kommissar Grenfeld zu Rate, dessen Frau Helen gute Kontakte zur Filmbranche pflegt.


Grenfeld trifft bei seinen Ermittlungen auf die geheimnisvolle, hübsche Komparsin Mascha, die mit den Bolschewiken sympathisiert und für einen kriminellen "Ringverein" arbeitet. Außerdem taucht plötzlich der entflohene Mörder Blume am Set auf. Auf einmal geht beim Dreh einiges schief: die gigantischen Wasserbassins für eine Überschwemmungsszene werden attackiert, und hunderte von Kindern entgehen knapp dem Tod.

Offensichtlich versucht jemand, die Filmarbeiten zu dem umstrittenen, teuren Filmprojekt massiv zu torpedieren. Stecken persönliche, finanzielle oder politische Motive dahinter?
Grenfeld verstrickt sich immer tiefer in die gigantische Traummaschinerie - und in die politischen Spannungen der Weimarer Republik...

Robert Baur beschreibt in seinem Debut-Roman zunächst die unglaublich aufwändigen Dreharbeiten zu einem der größten Filmprojekte der Stummfilmära. Für mich war es ein Anreiz, diesen berühmten Film wieder einmal anzuschauen, der durch seine eindrucksvollen Kulissen und Bilder immer noch eine magische Wirkung ausübt. Die Botschaft, dass eine Zwei-Klassen-Gesellschaft zum Scheitern verurteilt ist, wird durch eine etwas schnulzige Liebesgeschichte torpediert, was die Kritiker schon damals störte. Genau das ist auch Inhalt des Romans, was mir persönlich sehr gut gefallen hat. 
Auch der Held, der ehemalige Kommissar Grenfeld, wird sehr differenziert dargestellt: er hat selbst reich eingeheiratet, solidarisiert sich aber immer wieder mit Menschen, die aus Not zu Verbrechern oder Kollaborateuren wurden. 

Baur muß unzähliche historische Quelltexte zu Rate gezogen haben, um eine derart detaillierte und verzwickte Handlung zu ersinnen! Davon zeugen auch die Anhänge. Das Buch ist manchmal nicht ganz einfach zu lesen, da es vielschichtig aufgebaut ist und einige überraschende Wendungen verfolgt.

Fazit: für mich ein mehr als gelungenes Debut - eine spannende und lebendige historische Lektüre!

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