Robert Bloch , Greg F. Gifune Kannibalen

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Inhaltsangabe zu „Kannibalen“ von Robert Bloch

WARNUNG: Dieses Buch widmet sich der kulinarischen Lust am Fleische, und zwar einer sehr speziellen Variante solcher Wonne: Menschenfleisch. Sittlich und moralisch ist das Thema ein Tabu und nicht für zartbesaitete Gemüter geeignet. Dies ist die erste Anthologie dieser Art weltweit. Falls Sie zugreifen, dann tun sie es auf Ihre eigene Verantwortung!20 Leckerbissen von H. P. Lovecraft, E. T. A. Hoffmann, Greg F. Gifune, Tim Curran, Edgar Allan Poe, Robert Bloch, David Case, Graham Masterton, Brian Lumley, Stanley Ellin, Anthony Boucher u. a.

Nettes Buch mit netten Geschichten und Randinformationen, könnte aber nen Gang härter sein.

— Gizmo_DO
Gizmo_DO

Jede Geschichte ein Leckerbissen! Hat Spaß gemacht, dieses Buch zu lesen! Ziemlich verrückt, aber sehr unterhaltsam!

— Anastasiae
Anastasiae

Lecker zubereitet, macht Lust auf mehr!

— Ein LovelyBooks-Nutzer
Ein LovelyBooks-Nutzer

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  • Frank Festa (Hrsg.) - Kannibalen

    Kannibalen
    Elmar Huber

    Elmar Huber

    26. June 2013 um 13:13

    „In einer Kammer sah ich nichts außer Knochen, Hundertausende Knochen, blassgrün und mit sauber abgenagten Biegungen und Verdickungen, hohl da, wo das Mark herausgesaugt war. Ein riesiger Haufen von Knochen, der die Kammer vom Boden bis zur Decke auffüllte und in den Gang hinausragte. Er schleifte mich durch diese Geschichte Tausender von Mahlzeiten.“ (Harlan Ellison: Auf der Suche nach dem verlorenen Atlantis) Greg F. Gifune: Schnee-Engel Jahre zuvor – als Steve noch bei Frau und Tochter in Whaler’s Bay lebte – entdeckte er beim Versteckspiel im Wald die Opfer Spuren bestialischer Morde. Die Ermittlungen der örtlichen Polizei haben nichts ergeben, doch Steves eigene Recherchen lassen ihn an dieser offiziellen Version zweifeln und er kehrt zurück nach Whaler’s Bay und zu seiner Tochter. E. T. A. Hoffmann: Cyprians Erzählung Der überraschende Besuch einer entfernt verwandten Baronesse und deren Tochter Amelie verändert da Leben des Grafen Hippolit auf nachträgliche Weise, denn Hippolit verliebt sich innig in Amelie, die er auch schließlich zur Frau nimmt. Der Tod der Baroness indes lässt Amelie schweigsam und bedrückt werden und auf Hippolit Drängen erzählt sie ihm von ihrer verderbten Mutter. Und auch in Amelie selbst regt sich ein unheiliges Verlangen. Harlan Ellison: Auf der Suche nach dem verlorenen Atlantis Als der ziellose Weltenbummler die hilfsbedürftige Camilla befreit, scheint sein Leben endlich einen Sinn zu erhalten. Und so machen sie sich gemeinsam auf die Suche nach Camillas Familie. Tim Curran: Maden In der Not des napoleonischen Krieges lernt Francoise Jarny widerwillig den Geschmack von Menschenfleisch kennen. Tödlich verletzt wird er zu einem Wirt für eine besondere Art Maden, die ihn nicht sterben lassen, solange er sie mit dem menschlichen Futter versorgt. Wo um ihn herum die Menschen zu hunderten am Typhus sterben, bleibt Jarny durch diese unheilige Symbiose am Leben. Anthony Boucher: Sie beißen Auf dem Gelände, auf dem Tallant seine Hütte bauen will, sollen früher die Carkers gelebt haben, eine Familie Kannibalen, die Reisende töteten und aßen. Zweimal war angeblich die Armee dort um die Carkers zu töten. Doch Tallant muss erkennen, dass es mehr ist als eine lokale Legende und dass die Carkers nicht so leicht zu töten sind. H. P. Lovecraft: Das Bild im Haus Ein einsames Bauernhaus bietet den Wanderer, der plötzlich vom Regen überrascht wurde, Schutz. Das Haus scheint verlassen und so beschäftigt sich der Besucher mit dem Buch, das aufgeschlagen auf dem Tisch liegt. An einer abgegriffenen Stelle zeigen die Illustrationen eine Gruppe exotischer Männer und Frauen bei der Zubereitung von Menschenfleisch. Da vernimmt der Eindringling plötzlich Schritte im oberen Stockwerk des Hauses. Edward Lee: Madenmädchen im Gefängnis der toten Frauen Nach einem Zwischenfall mit einem atomar betriebenen Versuchsflugzeug wachen die Toten als sogenannte „Maden“ wieder auf, die nur noch rohes Zeug essen können. Und da „Maden“ nicht ansteckend sind, keine Krankheiten haben und billiger sind, sind die Madenmädchen plötzlich gefragter als normale Nutten. David Case: Der Kannibalenschmaus Noch weiß der Forschungsreisende nicht, was auf ihn zukommt, als er gefesselt in der Eingeborenenhütte liegt. Die Schreie seines Begleiters vor der Hütte jedoch verheißen nichts Gutes, auch wenn der Stammesherrscher ihm versichert, dass es nicht ihr vorrangiges Ziel ist, ihm Schmerzen zuzufügen. Robert Barbour Johnson: Tief unten Etwas lebt in den Tunneln der U-Bahnschächte unter Manhattan. Es war bereits da, als das Land noch den Indianern gehört hat. Um die Menschen zu schützen, wurde eine spezielle Wachtruppe eingerichtet, die das Grauen Nacht für Nacht und Jahr um Jahr in Schach hält. Edgar Allan Poe: Arthur Gordon Pym, der Kannibale Halb wahnsinnig vor Hunger und Durst beschließen die Schiffbrüchigen, dass einer der ihren sterben muss, damit die anderen leben können. Robert Bloch: Das Festmahl in der Abtei Vor den Unbillen des Wetters rettet sich der Erzähler in eine sonderbare Abtei, wo man ihn nicht nur mit frischer Kleidung ausstattet, sondern ihn überdies zu einem gewaltigen Festschmaus einlädt. Brian McNaughton: Lord Glyhtards Geschichte Lord Glyphtard Fand lebt mit seiner Mutter in unmittelbarer Nähe zu einem Friedhof, von wo er knöcherne Andenken einsammelt und in seinem Zimmer ausstellt. So wird die nekrophile Umbra auf ihn aufmerksam, die er schließlich heiratet. Doch Glyphtard kann Umbra nicht befriedigen und es zieht sie Nacht für Nacht auf den Friedhof, wo sie sich mit den Ghoulen vergnügt. Doch es geht die Behauptung, dass auch Glyphtards Großvater ein Ghoul war. Graham Masterton: Eric, die Pastete „Man ist, was man isst“ war stets das Motto von Erics Mutter. Doch Eric wollte nicht zu einem Pastetenmann werden. Und so probiert er etwas Lebendiges, in der Überzeugung, sich auf diese Weise neue Lebendigkeit verleihen zu können. „Es sind Menschenfresser, wissen Sie. Sie sind keine Ammenmärchen. Sondern Wirklichkeit, und wie. Der Gasthof, den nur neun Gäste von zehn Angekommenen verließen – die Berghütte, die Reisende vor dem Schnee schützte, sie den ganzen Winter beherbergte, bis die Frühjahrsschmelze ihre Knochen freilegte – die einsame Straßenstrecke, die so viele Reisende nur halb durchfahren – man findet sie überall.“ (Anthony Boucher: Sie beißen) Mit Horror Taschenbuch 32 gibt es einmal mehr eine Orignalanthologie „Marke Festa“, nur diesmal keine gemischte Sammlung, wie die bisher drei NECROPHOBIA-Bände, sondern eine Geschichtensammlung zum Thema Kannibalismus. Ganz der kurz zuvor eingeschlagenen Verlagslinie folgend, lotet Herausgebern Frank Festa hier die Grenzen des guten Geschmacks aus und beschert dem geneigten Horrorfan einige appetitliche Lesestunden. „Sittlich und moralisch tabu“ verspricht der Untertitel. Die Bandbreite der enthaltenen Autoren (tatsächlich sind nur männliche Verfasser enthalten) reicht dabei von E.T.A. Hoffmann („… mitten im Kreis lag der Leichnam eines Menschen, an dem sie mit wölfischer Gier zehrten …“) bis Edward Lee („Eines Nachts zerdepperte ich eine Kloschüssel auf seinem Kopf, schlitze ihm den Bauch auf und aß seine Gedärme.“). Ebenso abwechslungsreich sind die Sujets, obwohl die Pointe ja zwangsläufig bekannt ist. Diese reicht vom verhaltenen, vampirisch gefärbten Kannibalismus über die modernen und oft strapazierten „Strahlenzombies“ bis zum Klassiker des Kannibalenwitzes, bei dem ein weißer Forscher im Kochtopf eines Eingeborenenstammes landet. Greg F. Gifune und Harlan Ellison gelang sogar das Kunststück, je eine nahezu schwermütige Kannibalengeschichte beizusteuern. Ob man jedoch, wie im Fall ARTHUR GORDON PYM, einen Romanauszug in eine Kurzgeschichtensammlung aufnehmen sollte, muss sich jeder Leser selbst beantworten. Im Großen und Ganzen hat es Frank Festa trotz des vorgegebenen Themas wieder einmal geschafft, eine stilistisch abwechslungsreiche Sammlung zusammen zu stellen, die keinen einzigen Aussetzer aufweist. Selbstredend bedeutet eine Festa-Anthologie auch immer Werbung für die Hausautoren, wie die Aufnahme von Edward Lee, Tim Curran, Greg F. Gifune, Graham Masterton und H. P. Lovecraft zeigen. Dass der Kannibalismus sich nicht nur möglicherweise unter den weißen Flecken der Landkarten oder im Kopf von Buchautoren abspielt, beweisen die Pressemeldungen über tatsächliche Fälle von Kannibalismus, mit denen die Sammlung ergänzt ist. Und das ist tatsächlich das Erschreckendste an dieser Sammlung. Das Cover ist recht einfach im Stil eines Filmplakats gestaltet, auf dem als Motiv lediglich Messer und Gabel zu sehen sind. Das Taschenbuch ist in exklusiver Festa-Lederoptik gefertigt und gewohnt hochwertig gearbeitet. FAZIT: Die „weltweit erste Anthologie zum Thema Kannibalismus“ vereint Klassiker und „Junge Wilde“ zu einer typischen stilistisch-abwechslungsreichen Festa-Anthologie ohne Lückenfüller.

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  • Rezension zu "Kannibalen" von Robert Bloch

    Kannibalen
    PMthinks

    PMthinks

    14. August 2012 um 16:00

    Inhalt: Kannibalen ist eine Anthologie, die Frank Festa zusammengestellt hat und einige Kurzgeschichten namhafter Autoren wie Edward Lee, H.P. Lovecraft, Tim Curran, Greg Gifune und anderen enthält. Natürlich zum Thema Kannibalismus. Zwischen die einzelnen Geschichten hat der Verleger interessante Zeitungsartikel zum Thema gesetzt, die zeigen, dass Kannibalismus nicht so selten ist, wie wir immer annehmen. Meine Meinung: Kannibalismus war und ist bis heute ein Tabuthema, ein Thema, das nie groß in die Schlagzeilen kam (mit Ausnahmen, siehe Armin Meiwes) und auch in Filmen eher übertrieben dargestellt wird mit abnormalen Mutanten wie in „The Hills Have Eyes“. Selbst die Literatur gibt nicht allzuviel her. Zumindest nichts offensichtliches, denn wer sucht, der findet auch sicher etwas. Frank Festa hat sich die daher Mühe gemacht und einige Kurzgeschichten gesammelt und der breiten Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Werke, die zeigen, dass das Thema von vielen Autoren zumindest kurz behandelt wird und so doch in mehr Köpfen umherschwirrt, als man es bisher kannte, wie z.B. die Hannibal Lecter Reihe von Thomas Harris. Und seine Arbeit hat er wirklich gut gemacht, denn er hat hervorragende Geschichten aufgetan, die mich zum Großteil sehr ansprachen. Gut gelungen ist hierbei auch die Mischung gegenwärtiger und teils futuristischer Werke wie „Schneeengel“ von Greg F. Gifune oder „Madenmädchen im Gefängnis“ von Edward Lee (die doch unterschiedlicher nicht sein könnten) und Werke früherer Autoren und "Meister" wie H.P. Lovecraft und Edgar Allan Poe. Ernstere Geschichten, gemischt mit trashigen Erzählungen und altertümlich anmutenden Werken. Für jeden etwas dabei, alles in Bereich von ca. 20 Seiten, eine hat etwas mehr, die andere dafür etwas weniger Umfang. Dadurch kommt es auch hier, dass einem eine Geschichte mehr und eine weniger zusagt, doch letzendlich ist es eine ausgewogene Mischung, die mir sehr gut gefallen hat. Besonders hervorgetan hat sich für mich, dass bei manchen Erzählungen der Grund für den Kannibalismus angesprochen wird, wie z.B. das beängstigende Szenario, irgendwo verschollen zu sein und keine Nahrung zu haben. Und somit für sein Überleben sorgen zu müssen. Das fand ich sehr gut, sodass es auch eine gewisse Realität verliehen bekommt unter all denen, denen man die Fiktion sehr anmerkt. Über die wenigen, die mich nicht so begeistert konnten, kann ich da leicht hinwegsehen. Bis auf die letzte von Graham Masterton. Allen Tierfreunden sei zu empfehlen, die Finger von dieser Geschichte zu lassen. Sie war für mich teils zuviel, was schon etwas heißen mag, da auch die anderen nicht ohne sind. Hier geht es eben um ein Tabuthema. Erschreckender als alle Geschichten empfand ich jedoch die Zeitungsausschnitte. Alle aus deutschen Blättern, jedoch Geschehnisse aus aller Herren Länder. Berichte über Menschenfleisch in Dönerbuden, über Familien, die ihre Kinder einsperrten und ihnen Fleisch entnahmen – erschreckende Wahrheiten über die Menschheit. Wenn nur die Hälfte davon wahr ist, ... Abschließend bleibt zu sagen, dass dem Hause Festa ein wahrer „Leckerbissen“ über das Thema Kannibalismus gelungen ist und ich froh bin, mich meiner Neugier ergeben zu haben, denn diese Anthologie hat alles, was ein gute Kurzgeschichtensammlung braucht: ausgewogene Mischung der Erzählungen von guten Autoren gepaart mit dem Schrecken realer Taten. Wer seine Grenzen austesten will, ist hier sicher richtig. Auch ist es eine gute Möglichkeit, kleine Werke gewisser Autoren kennenzulernen, die man so vielleicht nicht unbedingt kennen würde. Ich bin neugierig auf weiteres von einigen der hier vertretenden Schreiber. Fazit: Gelungene Anthologie gepaart mit realem Schrecken Enthaltene Kurzgeschichten: Greg F. Gifune – Schnee-Engel E.T.A. Hoffmann – Cyprians Erzählungen Harlan Ellison – Auf der Suche nach dem verlorenen Atlantis Tim Curran – Maden Anthony Boucher - Sie beißen H.P. Lovecraft – Das Bild im Haus Edward Lee – Madenmädchen im Gefängnis der toten Frauen David Case - Der Kannibalenschmaus Robert Barbour Johnson - Tief unten Edgar Allan Poe – Arthur Gordon Pym, der Kannibale Robert Bloch - Das Festmahl in der Abtei Brian McNaughton - Lord Glyphtards Geschichte Graham Masterton – Eric, die Pastete

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  • Rezension zu "Kannibalen" von Robert Bloch

    Kannibalen
    gurke

    gurke

    04. April 2012 um 15:35

    Du magst Kurzgeschichten? Du bist ein Fan von echtem Horror? Du bist hartgesotten und total Thrillerbegeistert? Wenn du jetzt auch nocht glaubst, dass dir nichts zu ekelhaft, zu blutig oder zu grausam ist, dann bist du genau hier an der richtigen Stelle, denn ich werde dir das Gegenteil beweisen. Mit dem Buch "Kannibalen: Menschenfleisch - sittlich und moralisch tabu" halten wir ein einzigartiges Buch seiner Art in der Hand. Nämlich eine Sammlung auserwählter Geschichte, die alle eine Sache gemeinsam haben: Kannibalismus. Der Leser wird an seine Grenzen geführt. Um leichte Kost handelt es sich bei diesel Lesevergnügen auf keinen Fall. Asl wäre die "delikate" Horrorsammlung an sich nicht schon grandios genug, hat sich der Festa-Verlag sich noch eine ganz besondere Delikatesse einfallen lassen. Zwischen den einzelnen Geschichten können wir Zeitungsausschnitte von wahren Begebenheiten nachverfolgen. Alles dreht sich rund um den Kannibalismus. Diese Fälle spielen sich auf den ganzen Globus ab und wer denkt, dass diese Geschichten in weiter Ferne sind und vor langer Zeit stattgefunden haben, weit gefehlt! Die grausamen Vorfälle sind aktueller als man glauben möchte. Mir hat das buch schon allein aus dem Grund so gut gefallen, weil ich dachte, dass mir nichts - absolut gar nichts zu hart, zu ekelhaft oder zu grausam sein könnte. Bis zu diesem Buch. Hier drehte sich mir bei der ein oder anderen Geschichte dann doch der Magen einfach um. Zwischen den Kapiteln auch noch mit der Wahrheit zu einer sehr abscheulichen Thematik konfrontiert zu werden, machte das Buch zu einem noch größeren Leckerbissen für mich. Ich bin absolut begeistert und möchte eine Empfehlung an alle harten Leser und solche die es noch werden wollen, aussprechen. Mit dem Kauf von diesem Buch werdet ihr eine ganz besondere Delikatesse in den Händen halten! Aber sagt nicht, ich hätte euch nicht gewarnt!

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  • Rezension zu "Kannibalen" von Robert Bloch

    Kannibalen
    dark_angel

    dark_angel

    Der Titel "Kannibalen" verrät bereits, worum es geht. Doch auch wenn das Thema damit verraten ist, tut es dem Lesevergnügen keinen Abbruch. Es handelt sich hierbei um 13 erlesene Kurzgeschichten zum Thema Menschenfleisch und jene, die davon kosten. Wer nichts mit dem Thema anfangen kann oder keinen Horror der etwas anderen Art mag, sollte lieber die Finger davon lassen. So manche Textpassagen sind wahrlich nichts für Zartbesaitete. Das Lesen erfolgt daher auf eigene Gefahr. Es gibt bereits einige Bücher zum Thema Kannibalismus. Man trifft sie beispielsweise in der Unterhaltungs- oder Horrorecke in der Buchhandlung und Filmindustrie, aber es fehlt auch nicht an Sachbüchern oder Tatsachenberichte. Letzteres findet man vor allem in den Medien. Was es aber bisher noch nicht gegeben hat, ist eine reine Sammlung an Kurzgeschichten, die sich nur diesem einen Thema widmet. Der Festa Verlag hat hier eine kulinarisch interessante Anthologie zusammengetragen. Für jeden (horror-)begeisterten Leser ist mitunter mindestens ein Leckerbissen dabei, dem er sich nicht entziehen kann. Man trifft sowohl auf klassische Autoren wie z.B. H. P. Lovecraft, E. T. A. Hoffmann und Edgar Allan Poe als auch auf zeitgenössische und jüngere Autoren wie Greg F. Gifune, Tim Curran und Edward Lee. Damit ist für eine vielfache Abwechslung gesorgt und eröffnet dem Leser beispielsweise die Gelegenheit, den einen oder anderen Autoren kennen zu lernen, von dem er bisher nur den Namen gehört hat, aber keines seiner Werke gelesen hat. Da es sich um eine Sammlung von verschiedenen Autoren handelt, variiert auch deren Schreibstil, die Erzählweise und die Heftigkeit des Inhalts. Einzig das Thema des Kannibalismus haben sie alle gemeinsam. Als kleinen Leckerbissen nebenbei hat der Herausgeber Frank Festa zwischen den Geschichten das wahre Grauen der Wirklichkeit eingeschoben: Zeitungsberichte über wahre Kannibalen wie z.B. Armin Meiwes - besser bekannt als "Der Kannibale von Rotenburg". Somit beinhaltet "Kannibalen" nicht nur Fiktion, sondern auch ein Stück Realität. Wer also auf der Suche nach einem neuen Nervenkitzel ist und sich nicht so leicht abschrecken lässt, soll ruhig zugreifen und die Lektüre genießen.

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    nati3000

    nati3000

    21. January 2012 um 22:51