Robert Boehm

 4 Sterne bei 2 Bewertungen
Autor von Anastasis.

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Cover des Buches Anastasis (ISBN: B01B4NX5HG)

Anastasis

 (2)
Erschienen am 26.01.2016

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Cover des Buches Anastasis (ISBN: B01B4NX5HG)Ellaa_s avatar

Rezension zu "Anastasis" von Robert Boehm

Wow! Definitiv ein einzigartiges Buch. :)📚
Ellaa_vor 2 Jahren

Inhaltsangabe:
Ein Massenmörder plündert Leichenberge. Ein zynischer Söldner foltert für Alkohol. Ein geisteskrankes Mädchen kämpft unter Hinterwäldlern ums Überleben.
Sie alle sind Einwohner von Braxland, der verrotteten Nation am Ende der Welt. Ihr Leben ist roh, hart und kompromisslos.
Von Verachtung getrieben machen sie Jagd aufeinander.
Bei dem Gemetzel gibt es nichts zu gewinnen- nur einen bitteren Ausweg aus dem Abgrund ihres Lebens.

Meine Meinung:
Robert Boehm hat mit diesem Werk ein Buch geschrieben, dass in die Richtung Dystophie beziehungsweise Fantasy geht. 📚🤗
Ich fande den Mix sehr Gut gelungen und kann das Buch jeden Leser empfehlen, der vor allem brutale und düstere Atmosphären mag. :)
Braxland lässt einen das Blut in den Adern gefrieren. 📚Leichte Spoiler vorhanden.📚

Cover: Das Cover passt einfach mal perfekt zum Inhalt, da es die düstere Stimmung im Buch selber widerspiegelt. :) Ich fande das Cover persönlich super schön, weil es genau meinen Geschmack getroffen hat. 📚
Insgesamt ist es in grauen, schwarzen und braunen Tönen gehalten- also eher dunkel.
Die Farben sind sehr ineinander verschlungen und gemischt und wirken sehr chaoslastig.
Weiter oben im Cover kann man jedoch drei Gesichter erkennen. Ein Gesicht sieht uns böse an- die beiden anderen sieht man nur aus dem Profil.
In der Mitte erstrahlt dann der Buchtitel in weißen Lettern- dieser wurde jedoch kunstvoll mit roten Blutstropfen verziert. :) Ein genialer Eyecatcher. :) Weiter unten sieht man eine ganze Reihe aus steingehauenden, sehr beeindruckenden Säulen, die sich die Natur teilweise schon zurückerobert hat.
Erinnert mich stark an die verfluchte Stadt um die es geht: Umbra.

Schreibstil: Der Schreibstil des Autors hat mir Gut gefallen- er war klar verständlich, flüssig zu lesen und passte einfach zum Buch. :)
Besonders am Anfang waren mir die Sätze etwas zu kurz angeschnitten und unausführlich, so dass ich mich nicht immer zu 100% in die Lage der Charaktere hineinversetzen konnte. Aber ansonsten kann ich nicht viel darüber meckern. :) Nach einer bestimmten Einlesezeit, muss ich sagen ging es eigentlich.
Der Autor bot insgesamt ein breites Spektrum an neuen Dingen, was ich so noch nicht gelesen habe. Auch die Spannung war fast immer gegeben. :) Daumen hoch. 🤗👍

Idee: Die Idee ist wirklich sehr interessant gewesen und tatsächlich einzigartig. :)
Denn: Über Braxland erstreckt sich seit Jahren ein Fluch. 3 Blutsteine, die sich in unterschiedlichen Händen aufhalten, müssen in Umbra, einer verfluchten Stadt, wieder zusammengeführt werden. Bald ist es wieder soweit, der Blutkomet steht am Himmel und 100 Jahre sind herum. Derjenige der die Steine vereint, hat laut der Legende einen Wunsch frei.. und natürlich möchte jeder diesen egoistischerweise für sich gewinnen. 3 Stadtstaaten ausgerüstet mit einer unglaublichen Anzahl an Soldaten und Kampfeslust rücken nun nach Umbra vor, um den anderen die Steine abzunehmen und seine Vorteile zu ziehen.. dabei wäre es so einfach den Fluch der übers Land zieht zu brechen: Man muss sich nur Frieden wünschen.
Eine absolut geniale Idee- die fast perfekt umgesetzt wurde.
Die ganze Nation ist eine Ansammlung von Verbrechern, Lügnern und Mördern und allgemein steht hier Grausamkeit an erster Stelle. Genau dazu passend wurden auch die Charaktere gestaltet.
Leser, die Gewalttaten und ausführliche Folterszenen nicht gerne mögen, würde ich darum abraten das Buch zu lesen. Hier kann es schnell einmal sehr brutal und skrupellos werden. 📚 

Kapitel: Von Kapitel zu Kapitel tauchen wir in die düstere Gedankenwelt der Braxländer ein und lernen sehr viel über die Nation selbst und den Fluch der sich wie eine Seuche über das Land erstreckt hat, wir erfahren nicht nur viel, sondern die Geschichte spitzt sich zum Ende hin immer mehr zu und nimmt an Fahrt auf. Durch die Sichtwechsel wurde die Geschichte sehr abwechslungsreich gestaltet und gefiel mir insgesamt wirklich sehr Gut. Auch die Kapitellängen waren angenehm- mal kürzer, mal etwas länger- ein guter, angenehmer Mix.

Das Ende war leider gar nicht mein Fall- es war mir wirklich viel zu offen. 🙈 Und das fande ich super schade, da ich auch nicht weiß ob eine Fortsetzung geplant ist. 🤷‍♀️ Das hätte mich denn zumindest etwas getröstet und es wäre noch mal spannend in Band zwei geworden. :)
Denn der Fluch ist immernoch intakt, zwei Hauptcharaktere haben sich verbündet und eine gewisse Hexe scheint wiedergeboren zu werden..

Charaktere: Das Buch ist was die Charaktere angeht, sehr faszinierend und außergewöhnlich ausgearbeitet worden, denn die Charaktere verströmen allesamt eine gewisse Antipathie. Es gab nicht einen Charakter wo ich sagen kann, dass dieser mir sympathisch war- dazu muss aber anmerken, dass diese Antipathie einfach zu 100% zum Buch passt.
Warum konntet ihr oben denke ich mal schon entnehmen. :) Man kann behaupten, dass alle Charaktere dem Wahnsinn verfallen sind- was wiederrum perfekt zu der Geschichte passt und das ist keine Übertreibung. Aber lest selbst. 🤗
Ich stelle euch einmal ein paar Charaktere vor:
Da haben wir die anfangs kleine Nadja und ihre Schwester Nadeshda. Die beiden Zwillinge sind wirkliche Teufelskinder- ohne positive Gefühle. Sie lieben es andere zu quälen und das bekommen auch alle Dorfbewohner mit- sie versprühen schon eine gewisse Bedrohlichkeit und Andersartigkeit. Und das merkt auch der Leser ziemlich deutlich..
Gänsehaut vorprogrammiert! 📚
Dann haben wir noch den Leichenplünderer und vor allem den großen Feigling der Geschichte: Voron. Er ist wirklich ein fieser, ekelhafter Mann, der aus allen nur seinen eigenen Vorteil ziehen möchte.
Gerade durch seine verräterische Art, macht er sich sehr unbeliebt zumindest bei mir.

Mein Fazit: Ich gebe dem Buch herzliche 4 Sternchen- ich finde Anastasis hat noch ein klein wenig Potential nach oben. Das Ende hat mir wie schon erwähnt leider gar nicht gefallen. Trotzdem habe ich diese erfrischende  Dystophie gerne verschlungen und würde mich natürlich freuen, wenn es eine Fortsetzung geben würde. :) 📚

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Cover des Buches Anastasis (ISBN: B01B4NX5HG)Frank1s avatar

Rezension zu "Anastasis" von Robert Boehm

Die Macht der 3 Steine
Frank1vor 2 Jahren

Klappentext:

Ein Massenmörder plündert Leichenberge. Ein zynischer Söldner foltert für Alkohol. Ein geisteskrankes Mädchen kämpft unter Hinterwäldlern ums Überleben.

Sie alle sind Einwohner von Braxland, der verrotteten Nation am Ende der Welt. Ihr Leben ist roh, hart und kompromisslos.

Von Verachtung getrieben machen sie Jagd aufeinander.

Bei dem Gemetzel gibt es nichts zu gewinnen – nur einen bitteren Ausweg aus dem Abgrund ihres Lebens.


Rezension:

In Braxland gilt nur das Recht des Stärkeren. Nach dem Zerfall des Kaiserreiches kämpfen unzählige Klein- und Kleinststaaten ums Überleben. Menschenleben zählen da wenig. Da wundert es nicht, dass auch die ‚kleinen Leute‘ versuchen, sich gegenseitig über den Tisch zu ziehen. Doch alle 100 Jahre taucht am Himmel der Blutkomet auf, und wenn man zu dieser Zeit die 3 Blutsteine in einer verlassenen und verwünschten Stadt zusammenfügt, sollen sie dem, dem das gelingt, jeden Wunsch erfüllen. Mehrere Stadtstaaten, die jeweils im Besitz eines der Steine sind, schicken Heere und Söldnerhorden aus, die beiden anderen Steine zu besorgen und so dem eigenen Staat per magischem Wunsch die Herrschaft über ganz Braxland zu sichern. Natürlich versuchen auch Abenteurer ihr Glück, und die Heerführer haben jeweils ihre eigenen Pläne.

In Robert Boehms Fantasy-Roman geht es wiederholt recht brutal zu. Wer nicht von blutigen Morden und Verstümmlungen lesen mag, dem kann dieses Buch nicht empfohlen werden. Dabei wird das Geschehen aus der Sicht zahlreicher wechselnder Charaktere geschildert. Auf diese Weise bekommt der Leser Einblick in das Geschehen bei den unterschiedlichen beteiligten Parteien. Irritiert der ständige Perspektivenwechsel zu Anfang, vermittelt gerade dieser im Verlauf der Geschichte ein umfassendes Bild des Geschehens. Der jeweils Handelnde sowie der Handlungsort werden zu Beginn eines jeden Kapitels ausdrücklich genannt. Es sind außergewöhnlich viele Charaktere – von Protagonisten kann man eigentlich nicht sprechen, da beinahe ausnahmslos alle eher Antagonisten und dem Leser schnell unsympathisch sind –, aus deren Blickwinkeln sich das Puzzle langsam zusammensetzt. Zusammen mit dem gelungenen Stil des Autors ergibt das am Ende eine runde, gelungene Geschichte. Lediglich das unmittelbare Ende irritiert, da es nicht aufgelöst wird. Allerdings gibt es keinerlei Hinweis auf eine eventuell geplante Fortsetzung.


Fazit:

Diese gelungene, wenn auch ungewöhnliche Fantasy-Geschichte verzichtet gänzlich auf einen Sympathieträger.


- Blick ins Buch -

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