Robert Brack

 3.7 Sterne bei 66 Bewertungen
Autor von Der blutrote Chevrolet, Die rote Katze und weiteren Büchern.

Alle Bücher von Robert Brack

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Die rote Katze

Die rote Katze

 (9)
Erschienen am 07.01.2015
Und das Meer gibt seine Toten wieder

Und das Meer gibt seine Toten wieder

 (7)
Erschienen am 16.06.2008
Und das Meer gab seine Toten wieder

Und das Meer gab seine Toten wieder

 (4)
Erschienen am 01.09.2010
Die Morde von St. Pauli

Die Morde von St. Pauli

 (3)
Erschienen am 07.04.2017
Brandnacht

Brandnacht

 (2)
Erschienen am 01.07.1999
Unter dem Schatten des Todes

Unter dem Schatten des Todes

 (2)
Erschienen am 29.02.2012

Neue Rezensionen zu Robert Brack

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Bellis-Perenniss avatar

Rezension zu "Der Kommissar von St. Pauli" von Robert Brack

Wem kann Alfred Weber noch trauen?
Bellis-Perennisvor 3 Monaten

Kommissar Alfred Weber von der Politischen Polizei findet sich im März 1931 in einem Netz von Intrigen wieder. Sein Privatleben wird in diversen Schmähschriften öffentlich gemacht. Was wirft man ihm vor? Dass er geschieden ist und mit Johanna, einer Arbeiterin, liiert ist? Wer ist dafür verantwortlich? Kollege Pohl, der dem rechten Spektrum zuzurechnen ist und einen jüdischen Vorgesetzten niederschießt? Die Gangster von St. Pauli, denen Weber mehrfach auf die Zehen getreten ist? Und was hat die Serie mysteriöser Todesfälle auf der Hamburger Hochbahn damit zu tun? Wer desavouiert die Polizei? Kommunisten oder Nazis?

Denn trotz des Verbotes marschieren die Leute der SA und liefern sich mit Kommunisten und Sozialisten Straßenschlachten.

Alfred Weber weiß nicht mehr, wem er trauen kann. Auch sein direkter Vorgesetzter scheint vom neuen politischen Wind infiziert zu sein. Wer deckt Pohl, der immer wieder entwischen kann? 

Meine Meinung: 

Dies ist der dritte Krimi rund um den Hamburger Kommissar Alfred Weber. Er reiht sich nahtlos in die Serie der Kriminalromane der Zwischenkriegszeit wie Volker Kutschers „Gedeon Rath“ in Berlin oder Andreas P. Pittlers „David Bronstein“ in Wien ein. Allerdings führt Robert Brack nicht die feine, subtile Feder, sondern zeigt die grobe Seite der Medaille. Die langsam aber stete Unterwanderung von Militär, Polizei und Gericht lasst mich schaudern. Alfred Weber sind die Kommunisten zu radikal. Daher will er mit ihnen so wenig wie möglich zu tun haben. Das ist genau das Dilemma, warum den Nationalsozialisten so wenig Widerstand geleistet wurde. Die Angst vor ähnlichen Zuständen wie in der Sowjetunion. 

Fazit: 

Ein Krimi, der mit dem Wissen von heute noch beängstigender wirkt. Gerne gebe ich 5 Sterne.

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kreszenzs avatar

Rezension zu "Die Morde von St. Pauli" von Robert Brack

Kann leider nicht mit den Gereon-Rath-Krimis mithalten!
kreszenzvor einem Jahr

Hamburg 1927: Auf dem stillgelegten St.-Pauli-Friedhof wird ein frisches Grab entdeckt. Darin vergraben: Schrammel-Ede, ein Berufsgauner, der seine besten Tage hinter sich hatte. Kriminalkommissar Alfred Weber beginnt zu ermitteln. Wer sollte ein Interesse an Edes Tod haben? Die Unterwelt gibt sich bedeckt. Doch dann wird auf dem Kiez auch Peitschen-Resi ermordet, eine alte Bekannte von Schrammel-Ede. Zufall? Weber will nicht so recht daran glauben, nicht nur, weil alle Opfer spektakulär arrangiert wurden sondern vor allem, weil alle Opfer frühere Mitglieder der Romanoff-Bande waren.

Zeitgleich werden auch der einflussreiche Reeder Maximilian Brunswiek und sein Notar Dr. Gerber tot aufgefunden. Da beide Morde im Zusammenhang mit Raubmorden stehen könnten, soll Weber nun auf Anweisung seinen Chefs auch hier ermitteln. Aber der Geldadel schweigt sich aus und erschwert Webers Ermittlungen, wo es nur geht.

Durch Zufall entdeckt er, dass Brunswiek noch eine weitere Tochter hatte. Karlotta hat mit ihrer reichen Familie gebrochen und sich der Bohème zugewendet, hatte sich als Künstlerin einen Namen gemacht. Wie er außerdem herausfindet, hatte sie ein großes Interesse an der Hamburger Halbwelt – und an Zeus Romanoff. Hängen die Morde vielleicht zusammen?

Als großer Fan von Volker Kutscher hatte ich eine Art Gereon Rath aus Hamburg erwartet. Der Anfang war schon mal nicht schlecht: verpflichtende Fahrstunden zum Erwerb eines Führerscheins für die aufkommenden Automobile, die Einführung einer weiblichen Kriminalpolizei (WKP), die Tücken eines Paternosters, alles moderne Probleme, die ein schönes historisches Ambiente erschaffen.

Auch Weber sieht die Gesetzestreue eher ambivalent wenn es um seine Ermittlungen geht und ist der Unterwelt gegenüber sehr großzügig eingestellt, vor allem wenn es um seinen persönlichen Vorteil geht. Ansonsten muss er sich mit allerhand privaten Problemen herumschlagen, denn seine Ex-Frau tritt für die Emanzipation ein, seine Tochter möchte lieber ein Junge sein, um später mal Polizist zu werden und dann ist da auch noch seine junge Kollegin von der WKP, die sich partout nicht von ihm beeindrucken lassen möchte. Zum Glück gibt es da noch den österreichischen Arzt Dr. Freud, dessen neuartige Traumforschung Weber dazu inspiriert, ein Traumtagebuch zu führen und sein verkorkstes Leben zu erforschen.

Und somit komme ich auch schon zum Punkt, warum mir dieses Buch nicht so gut gefallen hat, wie erhofft. Robert Brack hat einen gut recherchierten historischen Roman geschrieben, keine Frage. Allerdings hat er so viele Themen untergebracht, dass mir die eigentliche Kriminalgeschichte zu kurz kommt. Obwohl man schnell ahnen kann, dass beide Fälle zusammenhängen, zieht es sich ewig hin, bis Weber Fortschritte macht. Nicht nur das. Einige Dinge blieben mir bis zuletzt unklar, z. B. wie die Tresorkonstruktion unentdeckt installiert werden konnte.

Der Showdown zum Schluss passte gefühlsmäßig nicht so richtig zum eher gemächlichen Tempo des restlichen Buches, das mich insgesamt eher unbefriedigt zurückgelassen hat.

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Sigismunds avatar

Rezension zu "Die Morde von St. Pauli" von Robert Brack

Historisch interessant und spannend
Sigismundvor einem Jahr

Interessant, durchaus spannend und ein Muss für alle Hamburg-Fans und Freunde historischer Krimis ist der im April bei Ullstein erschienene Krimi "Die Morde von St. Pauli" von Robert Brack. Die Handlung spielt im Jahr 1927/1928, als bedingt durch den gesellschaftlichen Wandel die vielgerühmte Ganovenehre langsam schwindet, Modernes wie Automobile und die "Frauenpolizei" diesen Wandel deutlich machen und so manchen Zeitgenossen irritieren. Kommissar Alfred Weber zeigt sich jedoch aufgeschlossen, manchmal zum Missmut seiner Vorgesetzten. Ja, er verliebt sich sogar in eine Polizeianwärterin - allerdings gibt es kein Happyend. Der Krimi schildert gekonnt die damalige Zeit, das Leben auf St. Pauli, die fast "kameradschaftliche" Verhältnis zwischen Kripo und Halbwelt, wären da nicht die spektakulären Morde, die sowohl Kripo als auch Ganoven in Unruhe versetzen. Robert Bracks Hamburg-Krimis ähneln den Berlin-Krimis von Volker Kutscher, sind nicht nur spannend, sondern auch historisch interessant, sogar humorvoll und deshalb alles in allem durchaus EMPFEHLENSWERT.

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Gespräche aus der Community

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Irves avatar
Liebe Lesefreunde,
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http://irveliest.wordpress.com/wunsch-und-tauschliste/

Meine Spenden-Eule freut sich über jeden Euro :-)
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