London, 1894: Ein Junge, Meg, stirbt in Gegenwart eines Freundes. Chief Inspector Donald Swanson besteht darauf, den Mord an Meg zu untersuchen, denn was ihm dessen kleiner Freund, Badger, erzählt hat, lässt ihn an einer natürlichen Todesursache zweifeln. Währenddessen überredet Oscar Wilde Frederick Greenland dazu, mit ihm auf eine Séance zu gehen.
Ich brauchte dieses Mal ein bisschen, um im Roman anzukommen, mich irritierten zunächst vor allem die Szenen rund um das Medium Louisa Balshaw, mit der der Roman auch beginnt. Doch nach und nach lief der Roman dann in den gewohnten Bahnen, es entspann sich ein Mordfall, in dem man auch miträtseln konnte, die Charaktere wurden klarer. Besonders schön natürlich auch das Auftreten schon bekannter Charaktere, neben dem Protagonisten Donald Swanson, glänzt wieder Sergeant Peter Phelps, und natürlich fehlen auch Frederick Greenland, Oscar Wilde und Arthur Conan Doyle nicht. Besonders Wilde läuft wieder zu Hochform auf, und darf wahrscheinlich deshalb auch die einzelnen Kapitel mit Zitaten einleiten. Mir gefällt wirklich sehr gut, in dieser Reihe auf einige historische Persönlichkeiten zu treffen, zu denen auch Donald Swanson gehört.
Der Autor schreibt im Vorwort, dass er sich beim Schreiben in einen neunjährigen Jungen, dessen geistiger Vater er ist, verliebt hat, und ja, Badger, genauer Billy Bob Badger, muss man einfach mögen. Für ihn kommt es hier ziemlich dicke, und man möchte ihn am liebsten in den Arm nehmen, er zeigt aber auch, wie schlau er ist, dafür hat auch sein Freund, der ein paar Jahre ältere Meg gesorgt, kein Wunder also, dass er unbedingt will, dass dessen Mörder:in gefunden wird.
Und das klappt natürlich am Ende, und zwar nachvollziehbar.
Der fünfte Band der Reihe hat mich nicht sofort packen können, dann aber doch relativ schnell. Ich mag die wiederkehrenden Charaktere sehr gern, sowie auch die historischen Bezüge. Meine Empfehlung gilt der gesamten Reihe.
Robert C. Marley

Lebenslauf
Neue Bücher
Inspector Swanson und das Rätsel von Upwey House
Alle Bücher von Robert C. Marley
Inspector Swanson und der Fluch des Hope-Diamanten
Inspector Swanson und der Fall Jack the Ripper
Inspector Swanson und der Magische Zirkel
Inspector Swanson und das Schwarze Museum
Wald der Toten
Inspector Swanson und die Frau mit dem zweiten Gesicht
Inspector Swanson und die Mathematik des Mordens
Inspector Swanson und das Geheimnis der zwei Gräber
Neue Rezensionen zu Robert C. Marley
Rezension zu "Inspector Swanson und der Fluch des Hope-Diamanten" von Robert C. Marley
Bellis-PerennisDieser Krimi rund um Chief Inspector Donald Sutherland Swanson ist der Auftakt einer Krimi-Reihe, die im Viktorianischen London von 1893 spielt.
Gordon Wigfield, ein ehrbarer Goldschmied und Frauenfreund wird in seiner Werkstatt auf bestialische Weise ermordet aufgefunden und wird, was Chief Inspector Donald Sutherland Swanson, als er die Ermittlungen aufnimmt, noch nicht weiß, nur das erste Opfer einer brutalen Mordserie sein. Schon bald wird ein zweiter und wenig später ein dritter Mann auf skurrile Weise getötet. Es gibt, bis auf einzelne Schuhabdrücke keine Spuren.
Zudem dauert es, bis Swanson eine Verbindung zwischen den Toten herstellen kann.
Als man dann noch entdeckt, dass der, in den Kellern des Londoner Bankhauses Parr am Cavendish Square aufbewahrte „Blaue Hope-Diamant“ eine gut gemachte Imitation ist, scheinen die Ermittlungen wieder am Anfang zu stehen.
Meine Meinung:
Die Zutaten für einen historischen Krimi in London, mehrere Tote, die zunächst nichts miteinander zu tun zu haben scheinen, ein angeblicher Fluch eines wertvollen Edelsteins, einige Prominente wie Oscar Wilde und sein Lover Lord Douglas sowie der Auftritt von Sir Arthur Canon Doyle, versprechen einen interessanten Krimi.
Hinter dem Autorennamen Robert C. Marley steckt Gerald Hagemann, der als Goldschmiedemeister weiß, worüber er schreibt, wenn er den Täter Edelmetalle schmelzen lässt, um sie seinem Opfer Gordon Wigfield in die Kehle zu gießen. Da ich selbst einige Goldschmiedkurse besucht habe, erinnere ich mich sehr gut an den Augenblick, in dem sich das Gold bzw. Silber verflüssigt, um später in Formen gegossen und weiterverarbeitet zu werden. Der Vorgang des Schmelzens mit offener Gasflamme, die man durch den eigenen Atem reguliert, ist sehr gut beschrieben. Auch andere Tätigkeiten im Juweliersalltag, wie das Überprüfen des Goldgehalts mittels Königswasser oder das Prüfen der Mohshärte bei Edelsteinen, ist anschaulich beschrieben.
Nicht ganz so penibel recherchiert sind die Schuhgrößen, die international nicht genormt sind. Hier hat der Autor, der ja Deutscher ist, die kontinentalen Schuhgrößenbezeichnungen wie Größe 38 oder 43 übernommen, die auf dem metrischen System der Meterkonvention von 1875 basieren. In England verwendet man, bis heute die imperial units, die seit 1824 gelten, also inch, foot, yard, ounce, pound, pint, gallon und bei Schuhen 2, 3 usw.. Also, ein Schuhabdruck mit einer Länge von 27,5 cm entspricht in Deutschland der Größe 43 und in UK 9,5.
Das soll jetzt das Lesevergnügen nicht schmälern. aber als Vermesserin bin ich mit Maßeinheiten sehr gut vertraut, weshalb mir solche DInge eben auffallen.
Der Krimi ist für die Leser unterhaltsam (für die Opfer eher nicht). Der Schreibstil passt gut zur Zeit und dem Milieu. Da kann auch das eine oder andere derbe Wort fallen, an dem sich das als prüde bezeichnete Viktorianische Zeitalter, vielleicht doch nicht ganz so puritanisch zeigt.
Schmunzeln musste ich über den kurzen Auftritt eines kleinen, vorlauten Mädchen namens Agatha, die später als Queen of Crime bezeichnet werden sollte.
Fazit:
Gerne gebe ich diesem Reihenauftakt 4 Sterne und freue mich auf den nächsten Fall, in dem es Chief Inspector Swanson mit Jack the Ripper zu tun bekommt.
Rezension zu "Inspector Swanson und das Kabinett der Kuriositäten" von Robert C. Marley
SmilingKatinkaIch liebe Krimis, die im viktorianischen London spielen, da sie irgendwie ihren ganz eigenen Charme haben und ich auch noch nie enttäuscht wurde. Auch dieses Buch war ein absoluter Glücksgriff.
Es handelt sich hierbei um den 11. Band einer Reihe. Wie es aber bei Krimis oft der Fall ist, kann man auch diesen Band problemlos lesen, ohne die Vorgänger zu kennen. Ich hatte an keiner Stelle das Gefühl, zu wenig Hintergrundinformationen zu haben, habe aber auch nicht das Gefühl, für die anderen Bände gespoilert worden zu sein.
Alle Figuren sind wirklich liebevoll entworfen und es macht viel Spaß, sie zu begleiten. Neben einem wirklich guten Fall, dessen Auflösung auch lange ein Rätsel blieb, gefiel mir die ganze Atmosphäre des Buches und auch der Humor. Die Suche nach der Klitoris hat sicher nicht nur mich köstlich amüsiert.
Ich kann dieses Buch jedem Freund von cozy crime, viktorianischen Krimis und Wohlfühllektüre nur ans Herz legen.
Gespräche aus der Community
aktuell haben wir den neuen Band um Inspector Swanson im Programm, der als "Cosy-Crime" wohl so manche Leseratte begeistert. Nun möchten wir euch zu einer Leserunde einladen. Wer hat Interesse? Vielleicht sollte ich euch erst einmal sagen, worum es geht.
Worum es geht
Inspector Swanson ermittelt wieder! Alles dreht sich um eine Sammlung von Mordwerkzeugen und die Leiche eines Freimaurers.Der Klappentext
London, 1894. Aus Scotland Yards Schwarzem Museum, einer Sammlung von Mordwerkzeugen, verschwindet ein Ausstellungsstück. Wenig später wird die Leiche eines Freimaurers in einem Schlafwagen auf der Bahnstrecke London - York gefunden. Chief Inspector Donald Swanson - selbst Freimaurer - sieht sich gezwungen, in den Kreisen seiner eigenen Logenbrüder zu ermitteln.Als jedoch am Tatort eines weiteren Verbrechens Fingerabdrücke gefunden werden, wendet sich das Blatt ...
Was ihr tun müsst um euch zu bewerben
Beantwortet uns doch einfach die Frage: Was motiviert euch dieses Buch zu lesen? Worauf freut ihr euch besonders? Was erwartet ihr von diesem Buch? Habt ihr die Inspector Swanson-Reihe schon gelesen? Und wie gefällt euch das Cover?
Wir freuen uns auf euch und auf eine aktive Teilnahme an dieser Leserunde, zu der ihr euch mit der Bewerbung um ein kostenloses Exemplar entscheidet.
Suche 10 Testleser/innen, die sich auf Verbrecherjagd ins viktorianische London begeben möchten!
Zum Buchinhalt: London 1894. The Great van Dyke, einer der berühmtesten Illusionisten der Welt, ist für seine gefährlichen und atemberaubenden Zauberkunststücke bekannt. Als van Dyke bei der Vorführung der spektakulären „Wasserfolter“ nur knapp dem Tod entrinnt und ein weiterer Zauberkünstler bei einem misslungenen Trick im Adelphi Theater beinahe getötet wird, beginnt das Team um Chief Inspector Donald Swanson zu ermitteln.
Schnell stellt sich heraus, dass jemand die Requisiten manipuliert hat. Und Swanson ist sich sicher: Einer aus van Dykes eigenem Ensemble muss der Täter sein. Wenn er ihn nicht bald findet, geht der nächste Anschlag womöglich tödlich aus …
Der Autor Robert C. Marley und ich als Verlegerin freuen uns auf die Runde!
Eine Leseprobe zum Buch findet ihr unter: http://www.dryas.de/baker-street/inspector-swanson-und-der-magische-zirkel
Zum Buchinhalt: London, East End, 1888: Ein unheimlicher Killer verübt im Stadtteil Whitechapel eine bis dahin beispiellose Mordserie, der ausschließlich Prostituierte zum Opfer fallen. Er nennt sich selbst »Jack the Ripper«.
Scotland Yards Chief Inspector Donald Swanson und sein Team werden auf den Fall angesetzt. Doch alle Versuche, Licht ins Dunkel zu bringen, scheitern. Sogar Oscar Wilde und Lewis Carroll geraten in den Dunstkreis der Ermittlungen.
Wer ist der perfide Killer? Und warum ordnet der Commissioner von Scotland Yard die Vernichtung von Beweismaterial an? Ist am Ende etwas dran an den Gerüchten, das britische Königshaus selbst habe seine Finger im Spiel?
Die Bewerbungsfrist läuft bis zum 13.08.
Der Autor Robert C. Marley und ich als Verlegerin freuen uns auf die Leserunde mit euch!
Eine Leseprobe aus dem Buch findet sich unter „Blick ins Buch“ auf der Verlagswebseite: http://www.dryas.de/baker-street/inspector-swanson-und-der-fall-jack-ripper
Zusätzliche Informationen
Robert C. Marley wurde am 23. März 1971 in Deutschland geboren.
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