Inspector Swanson und die Frau mit dem zweiten Gesicht

von Robert C. Marley 
3,7 Sterne bei3 Bewertungen
Inspector Swanson und die Frau mit dem zweiten Gesicht
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Bleibt etwas hinter den anderen Inspector Swanson-Krimis zurück, aber spannend und klug wie gewohnt.

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Inhaltsangabe zu "Inspector Swanson und die Frau mit dem zweiten Gesicht"

London 1894 – Während in den Salons der feinen Gesellschaft rauschende Feste gefeiert werden und spiritistische Sitzungen, Hellseher und Geisterbeschwörer der letzte Schrei sind, kommt auf dem Markt von Covent Garden ein Straßenjunge unter mysteriösen Umständen zu Tode. Was zunächst nach einem Routinefall aussieht, entpuppt sich schließlich als unheimliches Verbrechen, das Chief Inspector Swanson nicht nur an seinem gesunden Menschenverstand zweifeln lässt, sondern ihn und sein Team auch an die Grenzen ihrer Kräfte bringt …

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783940855787
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:250 Seiten
Verlag:Dryas Verlag
Erscheinungsdatum:27.08.2018

Rezensionen und Bewertungen

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    Ascari0s avatar
    Ascari0vor 6 Tagen
    Séancen, Spiritismus, Straßenkinder ... und ein Mord

    “Inspector Swanson und die Frau mit dem zweiten Gesicht” ist mittlerweile schon der fünfte Band aus der Reihe um den sympathischen Chief Inspector aus London, den es tatsächlich gegeben hat. In diesem Band widmet sich Robert C. Marley einem Thema, das gegen Ende des 19. Jahrhunderts bzw. zu Beginn des 20. Jahrhunderts sehr beliebt war: dem Spiritismus.

    Meine Meinung:

    Bereits mit dem Prolog sind wir mitten in der Geschichte drin, denn dieser wird aus der Sicht der jungen Louisa Balshaw erzählt, die offensichtlich Kontakt zu Geistern aufnehmen kann und die seit einiger Zeit sehr erfolgreich als Medium in London arbeitet.

    Der Schwerpunkt dieser Geschichte liegt aber auf dem Straßenjungen Billy, der von allen nur Badger genannt wird. Als sein Freund Meg unter mysteriösen Umständen zu Tode kommt, wird Swanson zusammen mit Sergeant Phelps aktiv, denn er glaubt nicht an eine Krankheit, der der Junge erlegen ist.

    Wie bereits in den früheren Geschichten mischen auch hier zwei weitere Bekannte mit, die Frederick Greenland unbedingt mit zu einer Séance nehmen wollen: Oscar Wilde und Sir Arthur Conan Doyle. Durch die Verbindungen der Figuren untereinander nimmt die Geschichte dann Fahrt auf, denn irgendwie stehen offensichtlich der tote Junge und das Balshaw-Haus in einer Verbindung miteinander …

    Der Klappentext verspricht hier übrigens nicht zu viel, denn gerade der Auftakt hat wirklich etwas Unheimliches an sich … Und es bleibt in dem Zusammenhang natürlich nicht aus, dass sich auch der eher nüchterne Donald Swanson mit der Frage nach der Existenz von Geistern beschäftigen muss.

    Im Vergleich zu den früheren Bänden nimmt unser ermittelnder Chief Inspector hier aber  eigentlich eine Nebenrolle ein, denn die wirkliche Hauptfigur ist meines Erachtens nach Badger. Badger, der zwar noch recht jung ist, durch seinen Freund Meg aber schon einiges gelernt hat. Und obwohl er als Taschendieb arbeiten und Informationen für seinen Quartiergeber Mister Specs besorgen muss, nicht auf den Kopf gefallen ist. Von ihm möchte ich gerne mehr in zukünftigen Bänden lesen!

    Der Krimi ist dieses Mal recht solide ausgefallen, wo das Motiv zu suchen ist, lag in meinen Augen eigentlich schon sehr früh auf der Hand, lediglich wer genau der Täter war, war für mich eine gewisse Überraschung. Ein klassischer Fall von Fifty-Fifty, wo ich die falschen 50% erwischt habe.

    Was ich allerdings ein klein wenig schade fand, war, dass das Finale – und damit die Auflösung –  verhältnismäßig rasch erzählt wurde. Da wäre schon noch etwas mehr drin gewesen. Ins Detail kann ich jetzt leider nicht gehen (Spoilergefahr), aber einige Fragen blieben für meinen Geschmack unbeantwortet, deren Antwort bzw. Bestätigung mich sehr wohl interessiert hätte …

    Mein Fazit:

    “Inspector Swanson und die Frau mit dem zweiten Gesicht” ist ein solider historischer Krimi, der mit der Figur des Straßenjungen Badger auch sozialkritische Töne anschlägt. Der Straßenjunge selbst hat sich einen Platz in meinem Herzen erobert, daher hoffe ich darauf, dass er auch in zukünftigen Bänden vorkommen wird.

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    Priseas avatar
    Priseavor einem Monat
    sehr unterhaltsam

    Inspector Swanson und die Frau mit dem zweiten Gesicht
    Ein viktorianischer Krimi
    von Robert C. Marley
    Dryas Verlag
    Cover:
    Wundervolles Cover in Blau mit einem alten zeitgenössischen Bild unterlegt
    Rezension:
    "London 1894 – Während in den Salons der feinen Gesellschaft rauschende Feste gefeiert werden und spiritistische Sitzungen, Hellseher und Geisterbeschwörer der letzte Schrei sind, kommt auf dem Markt von Covent Garden ein Straßenjunge unter mysteriösen Umständen zu Tode. Was zunächst nach einem Routinefall aussieht, entpuppt sich schließlich als unheimliches Verbrechen, das Chief Inspector Swanson nicht nur an seinem gesunden Menschenverstand zweifeln lässt, sondern ihn und sein Team auch an die Grenzen ihrer Kräfte bringt …"
    Mit der vorliegenden Geschichte “Inspector Swanson und die Frau mit dem zweiten Gesicht” ist die Reihe um den sympathischen Inspektor bereits bei Band 5 angekommen. Da jeder Roman einen in sich abgeschlossenen Fall enthält, kann “Die Frau mit dem zweiten Gesicht” auch für sich gelesen werden, mittlerweile ist aber fast anzuraten, die früheren Bände zu kennen, um die Anspielungen auf die früheren Abenteuer besser zu verstehen und das Aufeinandertreffen der einzelnen Figuren richtig einzuordnen. Diese Reihe gehört zur Baker Street Bibliothek, die Romane aus den Anfängen der modernen Kriminalistik enthält. Der Schreibstil von Robert C. Marley ist fließend. Erzählt wird aus verschiedenen Perspektiven, größtenteils aus Inspector Swansons Sicht. Das historische Flair kommt sehr gut zur Geltung. Spannend, unterhaltsam und hochinteressant mit britischem Humor! Die kleinen, fast nebenbei eingeflochtenen Details sind es auch, die für mich einen Teil des ganz besonderen Charmes der “Inspector Swanson”-Reihe ausmachen. Inspector Swanson an sich, ist ein Unikat für sich. Ein sympathischer, arbeitsüberlasteter Inspector, der seine Mitarbeiter gerne zu selbständigeren Personen erziehen möchte. Die Spannung ist stets greifbar, die humorvollen Einlagen lockern das ganze Geschehen. 4/5 Sterne
    Ich danke Netgalley und dem Dyras Verlag für das Rezensionsexemplar und gebe gern meine ehrliche Meinung zu dem Buch.

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    earthangelvor 9 Stunden
    Kurzmeinung: Bleibt etwas hinter den anderen Inspector Swanson-Krimis zurück, aber spannend und klug wie gewohnt.
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    Gespräche aus der Community zum Buch

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    Herbstapfels avatar
    Herbstapfelvor 3 Monaten
    Ich bin so gespannt, welch kniffligen Fall Swanson dieses Mal lösen muss. Er wird ihn sicher wieder mit Bravour meistern.
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