Robert Cias Sex in Berlin

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Inhaltsangabe zu „Sex in Berlin“ von Robert Cias

Das weibliche Geschlecht kann aufatmen: vom gescheiterten Zähmen des Mannes!

Der große Irrtum der „ewigen“ Liebe besteht gemeinhin darin, dass diese nicht gleichbedeutend ist mit einer „lebenslangen“.
Wer diesen Unterschied begreift, kann in diesen mainstream-gegenderten Zeiten einen tiefen Einblick in das Seelenleben eines urbanen Berliners nehmen, der es im Schafspelz des Romantikers auf das Erlegen von Businessladys und anderen Hauptstadtamazonen abgesehen hat. Das Ziel eines jeden verheißungsvollen Flirts ist immer das Gleiche: Sex!
Nachdem sich die Männerwelt in den letzten Jahren für ihren Sex immer öfter Rankings und Benotungen ausgesetzt sah, sollten die Frauen der Wahrheit ins Auge blicken und wissen, dass auch sie zensiert und verbal abgeschätzt werden …

Hi, ich hoffe, den einen oder anderen von Euch für mein Buch gewinnen zu können. Daher habe ich eine kleine Leseprobe eingestellt: Macht Euch selbst ein Bild! Und über weitere Rezensionen wäre ich nicht unglücklich... Euer Robert

— Cias

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  • Rezension zu "Sex in Berlin" von Robert Cias

    Sex in Berlin

    Cias

    05. October 2010 um 08:43

    gestattet mir, wenn ich schon mal da bin, eine kleine Leseprobe SiB JULIANE ..... Es regnete leicht und es stellte sich für einen kalten, ungemütlichen Märzabend der Drang ein, möglichst rasch ins Warme zu gelangen. Nur nochmals schnell über die Straße, dann wenige Meter und schon war ich an der Schule angelangt. Die große graue Tür war offen, somit hatte ich mich wohl nicht im Haus geirrt. Ich trat ein paar Schritte in den Flur und suchte in meiner Tasche den ausgedruckten Zettel mit der Zimmernummer heraus. Sooft ich mir derartige Dinge auch versuche einzuprägen, wenn ich dann vor Ort bin, muss ich erneut nachschauen. Als wenn da irgendjemand zwischenzeitlich vorsätzlich auf meiner Festplatte versucht hat, Daten zu löschen. In dem Moment wurde die Tür geschwind aufgedrückt und herein kam sie. Wie ich kurze Zeit später erfahren konnte, hieß sie Juliane und arbeitete in irgendeinem Landesamt in Potsdam. Ungefähr einen Meter achtzig groß, schlank, aber nicht hager, mit einer blonden Löwenmähne. Sie funkelte mich mit blauen Augen an und hatte dabei den Blick einer jungen Löwin, die gern zum Spielen einlädt. Ihr Outfit: ein schwarzer Kurzhaarmantel, schwarze Stiefel mit Stulpen über den Knien. Der klassische Vamp! Da Juliane etwas zu stürmisch durch die Tür kam, war sie etwas ins Rutschen gekommen und so war der Icebreaker ein schlichtes befreiendes Lachen, das aus tiefstem Herzen kam und die sehenswerte Slapstick-Einlage umrahmte. Ich hielt sie am Arm fest, damit sie nicht fiel. »Hey, Vorsicht!«, belustigte ich mich, denn fast hätte sie mich umgerissen. »Oh sorry! Ist das glatt hier drinnen. Puh! Danke!« »Ich will zum Englischkurs bei einem Herrn Kuno.« Und da Juliane - wen wundert das jetzt tatsächlich noch - denselben Sprachkurs wie ich besuchen wollte, gingen wir nicht nur gemeinsam auf die Suche nach dem Raum, sondern setzten uns dort gleich nebeneinander und flirteten was das Zeug hielt. Erklären kann ich das nicht. Bei Goethe hieß es dazu einfach, dass es eine Chemie zwischen den Menschen gebe, die passen müsste. Und, weiß ich mehr als Goethe? Und so dauerte es nur bis zum abendlichen Kursende, bis ich ihre Mailadresse und Telefonnummer besaß und wir beide wussten, dass wir uns fortan intensiver beschnuppern würden. Gelegenheit ergab sich bereits Anfang der folgenden Woche. .... KATHARINA Staatssekretär Dr. Carlo, ein ehemaliger Vorgesetzter von mir, mit dem ich eine Zeitlang oft eng zusammenarbeiten musste, war es, der mir eine Maßgabe fürs Leben mit auf den Weg gab. Er selbst, ein kleiner Mann im besten Alter, der sich dem aufgesetzten Charme eines Kleinstadtcasanovas verschrieben hatte, war frisch geschieden und hinter jedem Rockzipfel her, der ihm vor die Flinte geriet. So manchen Abend musste sein Chauffeur vor den In-Lokalitäten des Bundes und der Stadt warten, weil der alte Carlo auf Freiersfüßen wandelte. Und, der Neid muss es zugeben, er war wohl nicht erfolglos. So manches Telefonat konnte ich mit seinen >Mäuschen< mithören, bei dem nicht mal mehr der Chauffeur rot wurde. Carlo also war es, der mir bei passender Gelegenheit den Tipp gab, nie und unter gar keinen Umständen etwas mit einer Kollegin anzufangen. Das brächte nichts als Unruhe ins Team, so lange die Liebschaft läuft. Geschwätz käme auf, das die eigene Reputation höchstens untergräbt, statt sie zu fördern. Und wehe, die Affäre ist vorbei, da warten bereits die Heckenschützen im Kollegenkreis auf ihren Auftritt. Bündnisse ungeahnten Ausmaßes könnten entstehen. Im Ergebnis seien diese Liaisons immer mit einer negativen Bilanz versehen und vor allem dem eigenen beruflichen Fortkommen hat man keinen guten Dienst erwiesen. Da es außerhalb des Büros sicherlich die eine oder andere geben müsste, die auf einen abfallen könnte, sollte man sich im Kollegenkreis eine eiserne Disziplin auferlegen. Bis heute rätsel ich, warum Carlo mir damals diesen Rat gab. War es nur seine affektierte Eitelkeit, die sich fortan damit beschäftigte, sich selbst interessant zu machen, oder - um es mit einem geflügelten Wort auszudrücken - erkannte er seine Schweine am Gang? Aber ich gebe es zu, diesen Tipp habe ich mir doch zu Herzen genommen und bislang bin ich dieser Maxime treu geblieben. Zumindest, wenn ich den engen Kolleginnenkreis in meinem Ministerium als No-Go-Area proklamierte. ....

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  • Rezension zu "Sex in Berlin" von Robert Cias

    Sex in Berlin

    HeikeG

    30. January 2010 um 18:11

    Schmetterlingsflüge . „Gibt es die große Liebe? Gibt es die eine Liebe? Was macht diesen Rausch aus, der uns ergreift, wenn die innere Chemie - wie Goethe beschreibt - völlig verrücktspielt?“ So beginnt das schmale Büchlein von Robert Cias mit dem bezeichnenden Namen „Sex in Berlin“. Nur irgendwie scheinen Titel und Start up nicht zusammenzupassen. Denn um die große Liebe, Romanze, Glückseligkeit oder gar Herzschmerz geht es in dem Debüt des 1971 geborenen und seit zwanzig Jahren in Berlin lebenden Juristen wahrlich nicht. Er spricht ihr zwar nicht völlig ihre Existenz ab, aber „und jetzt wird es vielleicht etwas unromantisch: Es gibt sie immer wieder. Jedes Mal von Neuem kommt die große Liebe und ist unvergleichlich und einmalig. Zumindest für den Moment.“ . Und genau über diese Momente, die Rückblicke daran, über eines der schönsten und größten Geheimnisse von Männern und Frauen: ihre gegenseitige sexuelle Anziehungskraft, schreibt der Autor aus seiner Sicht. Cias gewährt den LeserInnen Einblick in die innerste Gedankenwelt eines Mannes. Dies tut er mit schonungsloser Offenheit, die das ein oder andere Mal ziemlich nah am Pornographischen vorbeischrammt. „Wahrheit ist nicht immer schön, meist ist sie sogar abscheulich. Oft wird sie daher willentlich erträglicher gestaltet, da man sie sonst nicht zu verkraften vermag.“ Cias beschönigt nichts. Er ist der Meinung, dass die moderne Frau ein Recht auf Wahrheit hat. Durch eine gehörige Portion Ironie und kluge Selbstbetrachtungen bekommt er stets „die Kurve“ und umschifft gekonnt die Klippen des Trivialen, Niveau- oder Pietätlosen. . Und dass es für Robert Cias erregend und inspirierend war, in aller Offenheit „frei über alle Seiten des Lebens und körperliche Öffnungen und Triebe schreiben zu können und diese nicht immer in romanesk verharmlosende Bildchen zu gießen oder vielleicht ganz auf Beschreibungen zu verzichten“, spürt man in seinen dreizehn kurzen Erzählungen deutlich. Egal, ob er seine Englisch-Kommilitonin Juliane verführt, mit Katharina - einer entfernten Kollegin aus der Ministerialverwaltung - Sex auf einer Sonnenbank zelebriert oder gar die „Künste“ einer Prostituierten in Anspruch nimmt, da sie Tifany - der auf einer Dienstreise nach Brüssel eroberten Ein-Tages-Liaison - ähnlich sieht, immer ist es gleich und doch so vielfältig und verschieden. . Jeanette, Sabrina, Anne, Antje, Thekla und Danni, Michelle oder Lisa... „Auf meine Art waren sie alle meine Frauen und füllen allein ein Kapitel in meinem Lebensbuch.“, bemerkt Cias. Um mit den Worten zu schließen: „Sex in Berlin, dafür lebe ich, wie viele andere Männer auch. Und wir wissen nur zu genau, dass es sehr viele von euch Frauen gibt, die uns deshalb nie böse sein werden und uns auf ewig lieben!“ Recht hat er. . Fazit: „Das Klavier des Lebens gibt oft neue Tasten frei und man staunt später, welche Töne diese erzeugen. Ich wusste es vorher jedenfalls nicht.“, stellt Robert Cias fest. Schonungslos offen schreibt er von erotischen Abenteuern. „Sex in Berlin“ ist ein leicht zu lesendes, unterhaltsames, humorvolles, erotisches Buch über die schönste „Nebensache“ der Welt, das ständig reizvolle Spiel zwischen Mann und Frau und letztendlich die Liebe. Die Definition selbiger - ob hoffnungslose Romantik, eiskalte Berechnung, enthemmte Leidenschaft oder abgrundtiefe Hingabe - muss jeder für sich selbst finden. Das Buch jedenfalls ist Robert Cias‘ ganz eigene Bekenntnis und Wahrnehmung.

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