Robert Cias

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Interview mit Robert Cias

Wie lange schreibst Du schon und wie und wann kam es zur Veröffentlichung Deines ersten Buches?

Meine ersten fragmentarischen Gehversuche habe ich mit zarten 18 begonnen. Sicher waren diese zaghaften Schritte mitursächlich dafür, dass ich später beruflich Redenschreiber zweier Berliner Minister wurde. – Mein Buch hatte eine Vorgeschichte: Eigentlich hatte ich ein ganz anderes Manuskript als no-name an x Verlage gesandt. Statt wie gehört üblich, dass man keine Nachricht oder den Rückversandt erhielt, bekam ich durchaus – aber dennoch – freundliche Ablehnungen. Ein Verlag jedoch, der mein Manuskript auch ablehnte, war von meinem Schreibstil angetan und fand insbesondere die eine erotische Stelle ganz prickelnd. Und so war ich herausgefordert: Sex sells! Am 23.November 2009 startete meine erste Auflage.

Welcher Autor inspiriert und beeindruckt Dich selbst?

Wie darf ich es wagen nur ihre Namen zu nennen: Und doch ist die Weimarer Klassik ebenso in meinem Fundament verankert wie das Dostojewskische Menschenbild. – Ich denke, wer mein Buch gelesen hat, wird dann wissen was ich meine. Beeinflusst haben mich aber auch Verführer wie ein Eco oder Dahlquist, die es auf raffinierte Weise schaffen Bildchen in unser Kopfkino zu schreiben, die uns charmant überrumpeln. Ja, ich denke, dass sind so meine roots.

Woher bekommst Du die Ideen für Deine Bücher?

Ich mache die Augen auf und sehe, mache die Ohren auf und höre, mache beide Sinnesorgane zu und fühle. Wer so, wie ich in Politik und Spitzenverwaltung wandelt, dem ist nichts menschliches mehr fremd.- Diese Erfahrungen drängen in meine Feder.

Wie hältst Du Kontakt zu Deinen Lesern?

Da mein Verlag hat nicht über die großen Marketingmittel verfügt um einen start-up wie mich an den geneigten Leser heranzuführen, ist der Autor auch ein gewisses Maß auf sich gestellt. Selbst die Auslageflächen bei den großen Buchketten müssen von den Verlagen teilweise teuer eingekauft werden. Es sind deshalb verblüffenderweise die neuen Medien wie facebook, studiVz, twitter, die – teilweise mit Guerilla-Marketing – Bekanntheitsgewinne schaffen und spürbar den Absatz ankurbeln. Gerade dieser Direktkontakt mit den Lesern ist es, der zu völlig neuen Erfahrungen führte und den ich nicht mehr missen mag. – Und ein Geständnis sei an dieser Stelle verraten: Bei der Zielgruppe meiner Leserschaft dachte ich zunächst – nichts für ungut – an kleine, beleibte Herren mit sich steig verkürzendem Haaransatz. Dass ich tatsächlich bei der gewünschten Damenschaft eingeschlagen bin, hätte ich nicht im Traum gedacht.

Wann und was liest Du selbst?

Da ich zumindest im Winter viel mit öffentlichen Verkehrsmitteln unterwegs bin, habe ich oft die Möglichkeit aus dem um mich fließenden Alltag mit einem Buch auszusteigen. – Im Augenblick lese ich einen Band zum Berliner Alexanderplatz mit Texten von Freia Klier und Lutz Rathenow.