Robert Clausen Als die Zeit im Sterben lag

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Inhaltsangabe zu „Als die Zeit im Sterben lag“ von Robert Clausen

Philipp Freyberg, Erbe einer großen Hamburger Zigaretten- Dynastie, trifft auf Sylt seinen alten Freund Lenz wieder. Lenz ist schweigsam, fahrig und in Begleitung eines ominösen Russen. Als ein Mord in unmittelbarer Nähe geschieht, ahnt Philipp, dass sein Freund in Lebensgefahr schwebt. Kann er Lenz helfen?

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  • Rezension zu "Als die Zeit im Sterben lag" von Robert Clausen

    Als die Zeit im Sterben lag
    secretdanny

    secretdanny

    04. October 2007 um 12:40

    "Was für eine schöne, ungewöhnliche Geschichte! Melancholisch wie die Nordsee an einem windstillen Tag geht sie einem, ehe man sich´s versieht, unter die Haut. Und das Ende ist fulminant. Was will man mehr?" Andreas Eschbach (Das Jesus Video / Eine Billion Dollar) Phillip Freyberg, Erbe einer großen Hamburger Zigaretten - Dynastie hat schon sehr früh den tödlichen Verlust seiner Eltern in voller Härte zu spüren bekommen. Mit einem goldenen Löffel im Munde geboren und einem Millionenerbe in der Hinterhand übernehmen Treuhänder jegliche Kapitalangelegenheiten des heranwachsenden, verwaisten Freyberg, der nach einem abgebrochenem Jurastudium und dem anschließend quittierten Dienst bei der Polizei noch immer keinen genauen Plan für seine berufliche Zukunft hat. Mit dem hinterlassenen Erbe mogelt sich Freyberg schließlich als Freiberufler im redaktionellen Bereich bis zu seinem vierzigsten Lebensjahr durch sein eigenes Leben, das auf einmal aus den Fugen zu geraten scheint. Nach dem unglücklichen Tod seiner Tochter hat ihn nun vor wenigen Wochen auch noch seine Frau Franka verlassen. Dass ein anderer Mann im Spiel ist, liegt für Phillip auf der Hand. In seinem Ferienhaus in Kampen auf Sylt trifft er auf einmal seinen alten Freund Lenz wieder, der unverhofft vor seiner Terrassentür steht. Doch Phillip merkt schnell, dass mit seinem nervösen Freund etwas nicht zu stimmen scheint. In kurzen Worten berichtet Lenz, dass er sich unsterblich verliebt hätte, als plötzlich ein dubioser Russe in der Tür steht und ihn daran erinnert, dass es Zeit sei zu gehen. Später, wieder in seiner Hamburger Wohnung angekommen nimmt Lenzens Mutter merkwürdigerweise Kontakt mit Phillip Freyberg auf. Sie mache sich Sorgen um ihren Sohn, sagt sie und bittet ihn um Hilfe. Lenz habe in den vergangenen 12 Wochen mehr als 60.000 Euro ausgegeben und anzügliche Fotos einer bis dahin unbekannten Frau hätte sie auch bei ihm gefunden. Mütterliche Sorge und Intuition überzeugen Phillip schließlich nach kurzem hin und her, diesen seltsamen Geschehnissen auf den Grund zu gehen. Immerhin muss er sich selbst eingestehen, dass eine gehörige Portion Misstrauen und erhebliche Neugierde auch bei ihm auf fruchtbaren Boden stoßen. Schnell erklärt sich auch ein alter Bekannter bei der Kriminalpolizei dazu bereit, Phillip zu unterstützen. Schon bald führen die Spuren ins Hamburger Rotlicht-Milieu und Phillip ahnt, dass die Russen-Mafia ihre Hände im Spiel hat. Als Lenz ihm schließlich offenbart, dass seine große Liebe eine Prostituierte sei, die er freikaufen müsse um sie "besitzen zu dürfen" nimmt die Geschichte plötzlich ungeheure Ausmaße an. Im Versuch die gefährliche Farce seines Freundes zu zerschlagen und ihm die Augen zu öffnen wird Phillip Freyberg von Lenzens Mutter als auch von Lenz selbst zwischen zwei Stühle gestellt. Doch als auch noch der ominöse Russe tot aufgefunden wird steht fest, dass Lenz tiefer in der Tinte steckt, als Phillip Freyberg lieb gewesen ist. Mit einem saloppen Erzählstil und kecken Dialogen gelingt Robert Clausen mit seinem Debüt Als die Zeit im Sterben lag wahrlich ein spannender Roman. Textauszug: Solche Leute wie Lenz, die durfte es doch überhaupt nicht mehr geben. Die Welt war doch aufgeklärt und vögelte sich wund. Wenn man den Illustrierten und den Filmen glauben durfte, dann war die Welt doch eher oversexed, vielleicht aber auch nur underfucked. Neben bunten Dialogen, lustigen und todernsten Charakteren, dunklen Familiengeheimnissen und spannenden Zwiespältigkeiten kann sich Clausens Erstling mit gutem Gewissen im oberen Mittelfeld der deutschen Belletristik ansiedeln. Geschickte Zeitensprünge in der Erzählung runden das Geschehen zusätzlich ab und geben Häppchenweise Einblick in die Vergangenheit des Phillip Freyberg, der es trotz Milliardenreichtum geschafft hat, auf dem Boden der Tatsachen zu bleiben. Bei der vielen Spannung, die sich stetig aufbaut bahnt sich selbstverständlich auch eine Liebesgeschichte an, die leider durch ein unerwartetes Ereignis in den Schatten gestellt wird. Doch eines scheint glasklar, wenn man näher auf die unterschwellige Pointe eingeht: Die Menschen sind nicht immer das, wofür wir sie oft halten. Und manchmal ist selbst der beste Freund der fremdeste Mensch der einem gegenübersteht. © by Daniel Biester | Literaturreport.com

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