Robert Corvus Drachenmahr

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Inhaltsangabe zu „Drachenmahr“ von Robert Corvus

Einst zwang die Glasbläserin Josefa einen mächtigen Drachen unter ihre Herrschaft und bewahrte so die Stadt Koda vor der Vernichtung. Seitdem sind Jahrzehnte vergangen und noch immer halten starke Ketten das Monstrum in der Kathedrale. Die Zerrissenen Lande schotten die Stadt von der Außenwelt ab, Geister von Tausenden Erschlagener streifen auf der Suche nach Lebenden um ihre Mauern. Niemand entkommt den Albträumen, die die Kinder des Drachen säen. Als die junge Zarria zur Obristin der Drachengarde aufsteigt, wird sie zur Figur im Lügen- und Intrigenspiel der Patrizier. Doch Zarria vertraut nicht auf Schmeicheleien, sondern auf ihren Verstand, und so erkundet sie die dunklen Geheimnisse der Stadt, die zu Füßen des Drachen liegt ...

Geniale Welt, eine unvorhersehbare und intelligente Geschichte!

— Nenatie
Nenatie

Originell, unvorhersehbar, mit einer interessanten Welt, die sich nach und nach erschließt, einer toughen Protagonistin und einem Drachen

— PMelittaM
PMelittaM

Ungewöhnlich

— DerUnfertigeRoman
DerUnfertigeRoman

Eine Welt zwischen Illusionen und Machtgerangel, eine taffe junge Frau und ein Drachen – Zutaten für spannende, fantastische Unterhaltung

— Roeschen09
Roeschen09

Düsterer Fantasy-Roman, der mit einer starken Hauptfigur und überraschenden Wendungen überzeugen kann.

— Tammy1982
Tammy1982

Eine geniale Weltidee und eine untergegangene Religion, die wir alle kennen.

— dominikschmeller
dominikschmeller

Sehr intelligent gemachte Fantasy. Lesenswert!

— Originaldibbler
Originaldibbler

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  • Die Stadt des Drachen

    Drachenmahr
    Nenatie

    Nenatie

    24. June 2017 um 12:56

    Robert Corvus wird langsam aber sich zu einem meiner Lieblingsautoren. Er hat tolle Ideen und seine Geschichten sind eher düster. Bei Drachenmahr hat mich der Klappentext auch sofort überzeugt und da ist ein Drache auf dem Cover! Da kann ich doch nicht vorbeigehen.Koda ist eine alte Stadt und es gibt hier viele dunkle und heruntergekommene Ecken. Ein wirklich gelungenes Setting. Nicht nur die Stadt ist düster, auch das Umland. Ein Moor voller wütender Geister die nur darauf warten das sich ein Mensch zu ihnen verirrt. Die Stadt bleibt nur verschont weil der Drache hier gefangen ist und seine Jungen, die Draken, regelmäßig ihre Runden drehen. Aber die Draken schützen die Stadt nicht nur, sie bringen auch Schrecken und Albträume mit sich.Die Geschichte ist durchweg spannend und alles ist sehr unerwartet. Man kann nicht wirklich etwas vorhersehen und auch bei Hintergründen tappt man lange im Dunkeln. Ein gelungener Kriminalfall dessen Aufklärung durch die Intrigen den großen Häuser nicht so einfach ist, Zarria hat sich aber der Gerechtigkeit verschrieben und gibt bei ihren Nachforschungen nicht so einfach auf.Zarria erzählt die Geschichte aus ihrer Sicht. Dadurch ist man mitten im Geschehen und bekommt all ihre Gedanken mit. Zarria ist einfach eine geniale Protagonistin. Sie kann sich durchsetzen und passt in absolut kein Klischee.Aber ohne diese wunderbare düstere und geheimnisvolle Stadt wäre die ganze Geschichte nur halb so gut, das passiert selten das die Stadt der eigentliche Star ist.Der Erzählstil ist sehr geradlinig und Schnörkellos. Keine unnötig langen Beschreibungen aber genung Details um die düstere Stadt zum Leben zu erwecken.4,5 Sterne. Ich kann das Buch allen Fans von intelligenter Fantasy empfehlen.

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  • Empfehlenswert, wenn...

    Drachenmahr
    DerUnfertigeRoman

    DerUnfertigeRoman

    12. January 2016 um 10:53

    die Ich-Perspektive als Erzählweise zu deinen Vorlieben gehört. Zu meinen leider nicht, weshalb es wohl keine Begeisterungsstürme in mir auslöst. Dabei hat die Ich-Perspektive theoretische Vorzüge: Einen Handlungsstrang und ein dichtes Geschehen. Als zusätzlich störend empfinde ich die künstliche Steigerung der Dramaturgie durch einen konjunktiven Zukunftsblick. "Hätte ich gewusst, dass..." oder "Wenn ich geahnt hätte...." Das ist aber rein persönlich. Der Plot aus der Sicht der Protagonisten Zarria Machon ist interessant. Er ist "anders", irgendwie "überraschend". Das kann natürlich auch daran liegen, dass mir der Vergleich fehlt, weil ich nicht so viele Bücher lese. Die Figuren und Handlungsorte sind detailiert genug gezeichnet, so dass Bilder im Kopf entstehen, es aber nicht Langatmig wird. Die Frage nach Glaubwürdigkeit ist in der Fantasy eher nicht angebracht. Mir erschloss sich der Zusammenhang in dieser Geschichte nicht gänzlich, was vielleicht mit dazu beitrug, nicht richtig "Warm" mit ihr zu werden. Das Auftauchen des christlichen Glaubens empfand ich sogar als Fremdkörper. "Drachenmahr" hat mir aber gezeigt, dass Robert Corvus interessante Geschichten entwerfen kann und mich neugierig auf seine anderen Werke gemacht.

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  • Drachen, Geister, Krieger - spannende, fantastische Unterhaltung

    Drachenmahr
    Roeschen09

    Roeschen09

    03. November 2015 um 10:05

    Inhalt: Kardon wird von 7 Hohen Häusern beherrscht, die mehr oder weniger mächtig aber alle ziemlich arrogant sind. Die wahre Macht aber liegt in den Händen der Drachenmeisterin Josefa Rubinsteyn, die den Drachen vor 90 Jahren bezwang und immer noch beherrscht. Angekettet in der Kathedrale ist er Fluch und Segen für die Stadt. Mit seiner und seiner Kinder (Draken genannt) Hilfe gelangen die Bewohner zu Nahrung und Wohlstand und werden vor den Geistern geschützt. Andererseits nähren sich die Draken von Albträumen und sind somit auch Geißel der Einwohner. Die Häuser sind untereinander zerstritten und ständig droht ein Bürgerkrieg, der aber noch durch die Furcht vor Josef unterdrückt wird. Doch dann wird der Obrist der Drachengarde getötet. Schnell werden die angeblichen Mörder ausgemacht – Mönche, die nicht an den Drachen glauben, sondern an einen gekreuzigten Gott. Zarria Machon, die schon als junges Mädchen zur Stadtwache ging und sich durch ihren scharfen Verstand auszeichnet, wird mit den Nachforschungen beauftragt. Doch dann gerät sie plötzlich auf eine Position im Machtgefüge, die nicht vorauszusehen war. Da sie sich aber erstaunlicher Weise in der von Intrigen und Machtgier zerfressenen Gesellschaft ihren Sinn für Gerechtigkeit erhalten hat, lässt sie sich nicht zum Spielball degradieren, sondern beginnt, die Dinge zu hinterfragen: Ist Josefa wirklich so mächtig oder ist sie nur eine alte verbitterte Frau? Können die harmlosen, mitfühlenden Mönche Mörder sein? Warum suchen die Geister plötzlich die Stadt heim, deren Mauern sie früher nie überquert haben? Fragen, die Zarria in immer größere Gefahr bringen, je näher sie den Antworten kommt. Meine Meinung: Ich bewundere Fantasy-Autoren, denen immer wieder etwas völlig Neues einfällt Robert Corvus ist so einer. Anfangs dachte ich noch: naja, Menschen, die sich im Dunkeln nicht aus ihren Häusern trauen… das hab ich so ähnlich gerade erst gelesen. Aber ganz schnell vergeht der Eindruck von „alles schon dagewesen“. Medien, die mit Hilfe des Drachens Nahrung und andere Dinge materialisieren können, Draken (Drachenkinder), die sich von Albträumen nähren , nur um dann wiederum gefressen zu werden – das ist neu. Und auch die Geister, die Corvus erschaffen hat, und die Rolle, die er ihnen gibt, sind faszinierend. Corvus redet, wie immer, nicht lange um die Dinge herum. Er erzählt geradlinig seine Geschichte, lässt seine Charaktere von einem Ereignis zum nächsten gelangen – da kommt keine Langeweile auf. Alle die, denen ausschweifende Landschaftsbeschreibungen zuwider sind, können hier getrost zugreifen. Ich hätte mir hier und da ein bisschen mehr gewünscht – vor allem in Bezug auf den Drachen und seine Rolle am Ende. Das hätte der Autor ruhig ein bisschen mehr ausschmücken dürfen, denn ich als Drachenfan wollte einfach noch mehr über dieses beeindruckende Wesen erfahren. Aber das ist Jammern auf ganz hohem Niveau. Fantasy-Freunde dürfen hier ohne Bedenken zugreifen. Es gibt, bis auf einen Geisterangriff und einen nächtlichen Überfall, auch kaum blutige Szenen (da hat Corvus vor allem bei den „Schattenherren“ schon kräftiger hingelangt). Und es ist – soweit ich das beurteilen kann – ein abgeschlossener Roman. Hinzu kommt noch das coole Cover, das mein Lesezimmer gleich noch ein bisschen fantastischer macht. Von mir gibt 5 Sterne. Fazit: Eine Welt zwischen Illusionen und Machtgerangel, eine taffe junge Frau und ein Drachen – das sind die Zutaten für spannende, fantastische Unterhaltung.

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  • Der Drache und das Mädchen

    Drachenmahr
    Tammy1982

    Tammy1982

    28. September 2015 um 16:27

    Die Stadt Koda wird von der mächtigen Patrizierin Josefa und einem Drachen, den nur sie alleine beherrschen kann, beschützt und beherrscht. Außerhalb der sicheren Stadtmauern herrschen Geister, die keine Skrupel haben die Lebenden anzufallen und zu töten. In dieser Stadt arbeitet die junge Zarria als Stadtwächterin und ist eigentlich mit ihrem Leben zufrieden. Bis nach einer langen anstrengenden Schicht in einem der Außentürme ihre Ablösungskameraden von den Geistern getötet werden. Bis dato haben die Geister noch nie einen Turm angegriffen. Als gleichzeitig der oberste Drachengardist keines natürlichen Todes stirbt, erwacht in Zarria ihr Gerechtigkeitssinn und sie begibt sich auf Tätersuche. Nicht ahnend, dass sie dabei ganz tief in die Geheimnisse der Stadt eindringen wird und sich dabei gefährliche Gegner schafft. Das Buch ist in der Ich-Perspektive von Zarria geschrieben und ich als Leser tauchte sofort ganz tief in Zarria's Gedankenwelt und v. a. diese düstere Stadt Koda ein. Auch die Bilder in meinem Kopf, die bei der Erzählung entstanden, waren immer in düsteren, grauen Farben gehalten. Die doch irgendwie zum Teil agressive Stimmung der Stadt konnte mir sehr gut vermittelt werden und mir hat diese dunkle, geheimnisvolle Aura sehr gut gefallen. Zarria ist sehr zielstrebig und hat einen sehr starken ausgeprägten Gerechtigkeitssinn, der schnell dazu führt, dass sie sich nicht einfach mit Halbwahrheiten abspeisen lässt. Ich habe sie gerne bei ihrer Spurensuche begleitet und fand ihren Charakter ganz großartig angelegt. Trotz der Ich-Perspektive wurde auch den anderen auftauchenden Figuren viel Leben eingehaucht und auch wenn die Sicht immer durch Zarria's Wahrnehmung gefärbt war, hatte ich die anderen Charaktere doch immer gut vor Augen. Interessant fand ich dabei die Verwendung des Stilmittels, dass Zarria zum Teil den Geschehnissen vorgreift und schon vorab oft so Hinweise einstreut, dass sie sich getäuscht hat oder die Dinge anders liegen als gedacht. Dabei werden diese Hinweise so geschickt eingebaut, dass ich mir nie sicher sein konnte, was als nächstes passieren wird. Die Idee zur Stadt, die Figur der Josefa und die Hintergründe zu dem Drachen gefallen mir sehr gut und mit der Auflösung am Ende hatte ich die ganze Zeit nicht gerechnet. Insgesamt wartete das Buch immer wieder mit einigen Überraschungen und interessanten Einfällen auf. Alles in allem ein sehr spannender Fantasy-Roman, der mir viele Dinge zum Nachdenken und Spekulieren geliefert hat und mich doch immer wieder überraschen konnte. Zusammen mit einer sehr interessanten Hauptfigur konnte der Roman mich sehr gut fesseln und ich kann ihn nur an Fans von düsterer Fantasy weiter empfehlen.

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  • Eine Stadt, ein Drache und seine Meisterin – und ihren dunklen Geheimnisse

    Drachenmahr
    odenwaldcollies

    odenwaldcollies

    03. September 2015 um 10:01

    Vor vielen Jahrzehnten konnte die Glasbläserin Josefa Rubinsteyn mithilfe eines Drachen ihre Heimatstadt retten. Seitdem liegt der Drache in der Kathedrale angekettet und sorgt dafür, daß der Stadt weiterhin keine Gefahr durch die Geister droht, die rund um die Stadt durch das Leidende Land streifen. Als der Obrist der Drachengarde ermordet wird, wird die junge Zarria Machon, Leutnant der Stadtwache, mit den Ermittlungen beauftragt. Sie erkennt die Gefahr, eine Spielfigur der Hohen Häuser zu sein und verlässt sich auf ihren Verstand und dringt immer tiefer in das Geheimnis des Drachen, der Geister und der Geschichte der Stadt. Aus der Ich-Perspektive der Zarria Machon lernt der Leser die Stadt Koda, ihre Bewohner, Gepflogenheiten und Geheimnisse kennen. Immer mehr Details werden im Laufe des Romans aufgedeckt, die nicht nur Fragen beantworten, sondern auch neue Fragen aufwerfen. Immer tiefer gräbt sich Zarria in die dunklen Geheimnisse, die niemand erfahren soll. Dabei kommt es zu Wendungen, die ich überhaupt nicht erwartet hatte. Wie auch in den anderen Büchern des Autors verbirgt sich hinter Kodas Geheimnis nicht nur eine einfache Wahrheit, sondern sie besteht aus verschiedenen Facetten, die sich gegenseitig beeinflussen und nicht einfach nur in Gut oder Böse einzuteilen ist. Diese Mehrdimensionalität zieht sich auch wieder durch die Figuren, was sie besonders spannend und unberechenbar macht, man kann sich als Leser nie sicher sein, wie sie reagieren werden oder was sie wirklich denken. Und ebenso unsicher ist es, welche der Figuren das Ende des Buches überleben werden oder nicht. Aber ganz so düster wie in der Schattenherrentrilogie geht es in Drachenmahr nicht zu. Sehr gut hat mir die wunderschöne Kartenzeichnung der Stadt Koda und seiner näheren Umgebung am Anfang des Buches gefallen – es lohnt sich, während des Lesens immer wieder einen Blick darauf zu werfen. Der Autor bietet übrigens auf seiner Homepage als besonders Bonbon eine interaktive Version der Karte an. Das Ende beantwortet alle relevanten Fragen und kommt einerseits kämpferisch, andererseits auch ruhig daher. Mich konnte dieser raffiniert aufgebaute Roman wieder voll überzeugen und in seinen Bann ziehen, spätestens jetzt ist Robert Corvus zu einem meiner Lieblingsautoren der deutschen Fantasy geworden.

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  • Kein Mahr kommt alleine ...

    Drachenmahr
    dominikschmeller

    dominikschmeller

    23. August 2015 um 13:31

    In Drachenmahr begleiten wir die junge Gardistin Zarria Machon bei der Aufklärung eines Mordes. Schon bald führt uns die Geschichte in die Mühlen der Macht und in die Intrigen der Mächtigen einer Stadt. Meine Videorezension zum Buch: Welt: Die Geschichte spielt in der Stadt Koda, die von sieben mächtigen Häusern gelenkt wird und vom leidenden Land umgeben ist. Dieses Sumpfgebiet beherbergt stöhende Geister und isoliert die Stadt vollkommen. Niemand weiß, was hinter dem leidenden Land liegt und was es mit den Geistern auf sich hat. Der religiöse HERR der Stadt ist der DRACHE, der in einer mächtigen Kathedrale über der Stadt von der Drachenmeisterin in Ketten gehalten wird. Die weltliche Macht über die Geschicke der Bewohner halten die hohen Häuser, allen voran das Haus Rubinsteyn, in ihren Händen. Der Alltag in der Stadt wird durch die Machtkämpfe zwischen den hohen Häusern und ihren Intrigen bestimmt. Charaktere: Wir erleben die Geschichte durch das Auge (!) von Zarria Machon, einer 18jährigen Frau, die vor kurzem zur Stadtgardistin ernannt worden ist. Ihre Familie, allen voran ihr Vater, ist nicht begeistert von ihrer Wahl. Denn Zarria ist eine Machon, ein Mitglied eines der hohen Häuser, und ihre Aufgabe wäre doch vielmehr, günstig zu heiraten, um den Stand ihrer Familie zu erhöhen. Handlung: Die Geister, die das leidende Land um die Stadt bevölkern, beginnen damit, Menschen anzugreifen. Niemand kann sich erklären, was dahinter steckt, da niemand weiß, woher die Geister stammen. Zur gleichen Zeit gibt es einen Mord an Gerro Rubinsteyn, dem Obristen der Drachengarde. Am Anfang des Romans wird Zarrias Mördersuche beschrieben und man wähnt sich schon in einem Krimi mit Fantasysetting. Doch dann erscheinen religiöse Motive auf der Bühne und die Geschichte dreht sich komplett in eine andere Richtung. Was haben die Mönche mit dem Mord zu tun? Was wissen sie über das Symbol des Kreuzes, das sich auf der Mordwaffe findet und das niemand in der Stadt mehr kennt? Zarria entdeckt, was wirklich hinter den Vorgängen in der Stadt steckt, und vor allem erkennt sie, was wirklich in ihr selbst steckt. Sprache: Der Roman ist in der 1. Person verfasst und zeigt uns die Gedanken von Zarria Machon. Die 1. Person ist für Fantasyromane eher selten, hier passt sie jedoch sehr gut hin. Auf mich wirkten die Gedankengänge im Text manchmal ein wenig sprunghaft, sodass ich Probleme hatte, der Handlung und Zarrias Gedanken immer einhundert Prozent zu folgen. Fazit: Drachenmahr ist ein faszinierendes Werk mit einer grandiosen und düsteren Weltidee und einer guten Umsetzung derselben. Besonders gelungen: Die Verbindung zum Christentum als "untergegangene" Religion. Lohnt sich zu lesen!

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  • deutsche Fantasy vom Feinsten

    Drachenmahr
    himmelspirat

    himmelspirat

    17. August 2015 um 11:43

    Nachdem ich in letzter Zeit vermehrt Krimis und Dystopien gelesen habe, stand nun wieder Fantasy auf meiner Leseprogramm. Der Drache auf dem Cover ist für mich schon ein Eye-Catcher, einfach grandios.Dies lies mich zum Buch greifen, obwohl mich Titel, mich eher abgeschreckt hatte, den ich konnte mit dem begriff Mahr nichts anfangen - erst eine Erklärung in der Gesschichte selbst und das Nachschlagen hat mir den Titel verständlich gemacht. (Hier die Erklärung, die ich bei Wikipedia gefunden habe:  Nachtgespenst, das Schlafende quält, indem es sich nachts auf ihre Brust setzt; Alp). Letztendlich hat das Drachenbild und die Inhaltsbeschreibung mich davon überzeugt das Buch zu lesen:  Einst zwang die Glasbläserin Josefa einen mächtigen Drachen unter ihre Herrschaft und bewahrte so die Stadt vor der Vernichtung. Seitdem sind Jahrzehnte vergangen und noch immer halten starke Ketten das Monstrum in der Kathedrale. Tausende Tote aus dem großen Krieg streifen als Geister durch das Leidende Land, das die Stadt umgibt. Niemand kann sie verlassen, niemand entkommt den Alpträumen, die die Kinder des Drachen säen. Als die junge Zarria den Mord am Obristen der Drachengarde untersucht, wird sie zur Figur im Lügen- und Intrigenspiel der Patrizier. Doch Zarria vertraut nicht auf Schmeicheleien, sondern auf ihren Verstand, und so erkundet sie die dunklen Geheimnisse der Stadt, die zu Füßen des Drachen liegt ...   Mit Robert Corvus hat es endlich wieder in Deutscher Fantasy-Autor es geschafft zu überzeugen, und das mit einer neuartigen Geschichte. Oftmals hatte ich in letzter Zeit das Gefühl, die Geschichten schon einmal in anderen Nuancen gelesen zu haben, bei Drachenmahr hat Robert Corvus es geschafft sich etwas neuartiges auszudenken. Eingebettet in die Geschichte um die Stadt, die vom Drachen geschützt wird, existiert eine Kriminalgeschichte, die unter anderem durch das politische Intrigenspiel der Mächtigen in der Stadt beeinflusst wird. Die Geschichte hat dadurch eine Vielschichtigkeit, die immer wieder überrascht und neue Facetten bietet. Dabei erzählt der Autor die Geschichte gradlinig ohne übertriebene Beschreibungen und langatmige Ausschmückungen.   Wer also eine eine schnörkellose, intelligente und spannende Fantasygeschichte lesen will sollte unbedingt dieses Buch lesen!

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  • Intelligente Fantasy

    Drachenmahr
    Originaldibbler

    Originaldibbler

    04. August 2015 um 03:20

    Drachenmahr ist der neue Fantasyroman von Robert Corvus. Im Zentrum der Erzählung steht ein Drache, der in einer Kathedrale angekettet ist und der von den Bewohnern der Stadt angebetet wird. Mehr über das Buch erfahrt ihr hier und jetzt; das Interview, das ich anlässlich der Veröffentlichung von Drachenmahr mit Robert Corvus geführt habe, findet ihr hier. Der Autor Robert Corvus (Jahrgang 1972) lebt in Köln und schreibt seit 10 Jahren phantastische Romane. Neben Romanen in den shared worlds von Perry Rhodan, Das Schwarze Auge und Battletech hat er auch schon einige eigenständige Romane geschrieben. Das Buch Hauptfigur und Ich-Erzählerin der Geschichte ist die Stadtgardistin Zarria Machon. Diese lebt in einer Stadt, die durch ein Moor, in dem es vor aggressiven Geistern wimmelt, von der Außenwelt abgeschnitten ist. In der Stadt gibt es zwei große Machtfaktoren: Die sieben großen Familien und den Drachenkult. Als das Oberhaupt der Drachengarde, das zugleich eine wichtig Stellung in der mächtigsten Familie der Stadt einnimmt, tot aufgefunden wird, beginnt Zarria zu ermitteln und ehe sie sich versieht, steht sie im Mittelpunkt der Intrigen der Stadt. Heimlicher Star der Geschichte ist aber die Stadt selbst. Im gleichen Maße wie man als Leser versucht den Mordfall zu lösen und die Intrigen zu durchschauen, versucht man zu verstehen, was es mit dem Drachenkult, den Geistern, und so weiter auf sich hat. Was hat mir gut, was weniger gut gefallen? Die gesamte Kriminal- und später Intrigengeschichte um Zarria Machon ist gut gemacht, logisch und spannend. Dabei nutzt der Autor die Ich-Erzählsituation geschickt aus, indem seine Ich-Erzählerin immer wieder das Geschehen in einer Art und Weise kommentieren lässt, das den Leser neugierig macht. Noch spannender fand ich allerdings das Rätsel um die Stadt. Dieses nimmt gegen Ende des ersten Viertels richtig Fahrt auf, wenn überraschend eine weitere Gruppierung eingeführt wird. Von da an hat mich das Buch wirklich gefesselt und erst wieder mit der Auflösung losgelassen. Das Negativste war für mich, dass diese Auflösung zu früh kam. Schon etwa 100 Seiten vor dem Ende, war im Groben klar, wie alles zusammen passt. Die letzten 100 Seiten haben "nur" noch Details erklärt und Zarrias Geschichte zu Ende gebracht. Fazit Drachenmahr ist die ungewöhnlichste Fantasy-Geschichte, die ich seit langem gelesen habe. Schon alleine deshalb kann ich sie jedem Fan intelligenter Fantasy nur empfehlen. Insbesondere der Mittelteil hat mich extrem gut unterhalten. Das Ende hat mich dann aber doch ein wenig enttäuscht. Es war zwar absolut logisch und auch passend aber irgendwie auch zu einfach. Hier hätte ich mir eine fantastischere Erklärung gewünscht. Deshalb trotz des großartigen Mittelteils "nur"... Wertung: 4/5 Sternen

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