Robert Corvus Feuer der Leere

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Inhaltsangabe zu „Feuer der Leere“ von Robert Corvus

Zwischen den Sternen tobt ein Krieg um tote Welten. Die letzten Menschen fliehen auf Großraumschiffen durch die Galaxis, gejagt von einem erbarmungslosen Feind. Um Nahrungsmittel aufzunehmen, muss die Flotte auf Cochada zwischenlanden, einem Planeten, der überraschende Ähnlichkeit zur Erde aufweist. Doch was bedeutet dieser Kontakt für die Bewohner des Planeten – ihren Untergang oder eine Blüte ihrer Zivilisation? Und während die Menschen um ihre Existenzsicherung kämpfen, ereignet sich auf der SQUID, dem einzigen außerirdischen Raumschiff der menschlichen Flotte, Unglaubliches. Denn die SQUID ist eine riesige Lebensform und Ugrôn, ein Besatzungsmitglied und Priester des Void, lauscht auf den Gesang des Schiffes in seinem Fleisch. Er betritt einen Pfad, den niemals zuvor ein Mensch beschritten hat.

Egal wie sich die Zukunft für uns gestalten wird, Robert Corvus gibt uns eine zweite Chance im All zu überleben...

— einz1975

Spannende Science-Fiction mit ein paar kleinen Längen

— Jennifer_D

Es hätte sooo toll werden können

— Dominique_Stalder

SciFi-Roman mit frischen Ideen, die konsequent umgesetzt werden.

— dominikschmeller

Positiv: Viele philosophische Ansätze und Perspektiven - Wiederholende Personenbeschreibungen dagegen nicht so mein Fall.

— Ping

Interessante Charaktere, eigentümliche Völker und spezielle Gesellschaftsstrukturen in einer spannenden Geschichte.

— Shellan16

"Feuer der Leere" ist ein Meisterwerk und nimmt den Leser mit auf eine einzigartige Reise in fremde Welten.

— ZappelndeMuecke

Ein Buch ohne Plot. Kann auch interessant sein, aber nicht in diesem Fall.

— wsnhelios

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  • Ein sehr gelungener Science Fiction Roman, der den Leser in seine Tiefen mitnehmen kan

    Feuer der Leere

    Buchraettin

    26. June 2017 um 09:25

    Eine Rezi meines MannesDer Weltraum – weit, lebensfeindlich, leer. Das ist die neue Heimat der Menschheit. Sie existiert nur mehr in einer Flotte von Raumschiffen nachdem ihre besiedelten Planeten von den feindlich gesinnten Giats, einer aggressiven raumfahrenden Spezies, vernichtet wurden. Können die Menschen diesen Kampf gegen Feinde und gegen Ressourcenmangel überstehen oder gar eine neue Zuflucht finden?Im Science Fiction Roman von Robert Corvus steht die Familie um Starn Egron, einen ehemaligen Raumsoldaten, im Mittelpunkt des Geschehens. Schon auf den ersten Seiten konnte ich mit in den Weltraum eintauchen und fast selber die Leere und Einsamkeit spüren. Sehr gut fand ich, dass einerseits futuristische Techniken mit einem quasi-plausiblen Hintergrund versehen wurden und andererseits die Physik des realen, uns bekannten Universums richtig geschildert und beibehalten wurde. Dadurch wird ein Science Fiction für mich um so greifbarer. Interessant fand ich auch den Ansatz, dass sich auf jedem Großraumschiff im Laufe der Zeit ein eigenes Gesellschaftssystem entwickelt, was zu weiteren Spannungen führt.Die Protagonisten entwickeln schnell ein eigenes Leben, sie sind charakterstark und besitzen eine entsprechende Tiefe. Die Handlung und die Umgebungen werden teilweise sehr detailliert geschildert, so dass sie einem sehr plastisch vor dem inneren Auge erscheinen. Allerdings wirken einige Stellen dadurch auch etwas langatmig und verlieren an Spannung.Insgesamt ein sehr gelungener Science Fiction Roman, der den Leser in seine Tiefen mitnehmen kann.4 von 5 Sternen.

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  • Feuer der Leere

    Feuer der Leere

    einz1975

    19. June 2017 um 17:14

    Feuer der Leere Robert Corvus präsentiert uns eine wahrlich düstere Zukunft. Die Menschen haben ihre geliebte Erde vor vielen Jahren bereits verloren. Schuld ist eine außerirdische Rasse - die „Giat“. Selbst ähneln sie mehr Insekten und von den Menschen werden sie auch Giftatmer genannt, da sie eine methanhaltige Luft zum Leben benötigen. Seither leben die Menschen nur noch auf Raumschiffen und suchen eine neue Heimat. Doch kommen wir erst einmal zu Geschichte. Rila ist Kampfpilotin und auf den ersten Seiten können wir sie bei einem mächtigen Angriff gegen die Gitas begleiten. Später lernen wir ihren Bruder Starn kennen. Er war früher auch beim Militär, hat sich aber jetzt mehr der planetaren Ernte gewidmet. Alle Schiffe der Menschen sind sehr unterschiedlich. Besonders die SQUID.Ein außerirdisches und zum Teil organisches riesiges krakenähnliches Wesen, genannt Mutter, welches die Menschen bei sich wohnen lässt und mit ihnen telepathisch kommuniziert. Hier lebt Ugròn, ein Anwärter, welcher immer mehr zum Liebling von Mutter mutiert. Er muss mehr als eine Prüfung überleben und dabei verändert sich nicht nur seine Beziehung zum Schiff/Mutter, sondern auch er sich selbst. Die Flotte der Menschen findet auf ihrer Reise einen bewohnten Planten. Die hier lebenden Wesen sind freundlich und an Handel interessiert. Welch ein Glück und doch scheint dieser Planet noch ein weiteres Geheimnis zu besitzen, welches erst zum Ende hin aufgelöst wird.Der Verlauf der Geschichte nimmt immer wieder kleine Wendungen, damit man genauer kennenlernt, wie die Menschen jetzt leben müssen, was damals alles geschah und warum sie sind wie sie jetzt sind. Das Leben, wie das Essen gewonnen wird, das Schweben im Raum, die Aufzucht der Kinder in Brutkästen, der Antrieb der Schiffe und vieles mehr. Corvus hat sich schon sehr genau überlegt wie er uns die Zukunft präsentiert und fand dabei einige interessante Ansätze. Irgendwann Treffen alle drei Hauptfiguren auch zusammen, was unweigerlich auf dem Planeten passieren muss, welcher sich vielleicht doch als die Rettung der restlichen Menschheit entpuppt. Wenn man jedoch genau hinhört, scheinen wir hier eben nur einen kleinen Teil der Menschen zu begleiten, welche sich in dem bekannten All befinden. Genau das macht die Geschichte eben nicht ganz greifbar.Alles in allem bekommt man Seite für Seite ganz kleine Häppchen und löst dabei das eigentliche Geheimnis. Leider finde ich persönlich das Ende dann doch eher zu ernüchternd, dass ich wirklich satt geworden wäre. Viele Fragen bleiben offen, der Kampf gegen die Giats wird nur unterbrochen, aber nicht gewonnen und der Planet ist eben keine zweite Erde. Warum all die Wirren zwischendurch? Robert Corvus konzentriert sich eben sehr auf seine Figuren und lässt sie in keiner Seite außer acht. Ein Grund um eben doch dran zu bleiben und mitzufühlen, nachzudenken und mitzuerleben. Keine Reise ist je zu Ende und ich wünsche den Menschen in diesem Fall, dass sie endlich eine neue Heimat finden, verdient haben sie es sich. Fazit:Egal wie sich die Zukunft für uns gestalten wird, Robert Corvus gibt uns eine zweite Chance im All zu überleben und die Möglichkeit vielleicht doch ein neues Zuhause zu finden. Liebe findet hier genauso ihren Platz wie heftige Weltraumschlachten. Der Kampf um das Überleben der Menschheit ist allgegenwärtig, dennoch findet man als Leser auch genug Licht und Wärme. Mit detailverliebten Figuren schreibt er die Geschichte gelungen zu Ende, nur die ganz große Überraschung fehlt irgendwie. Matthias Autor: Robert CorvusKlappenbroschur: 496 SeitenVerlag: Piper VerlagSprache: DeutschErscheinungsdatum: 20.03.2017 ISBN: 978-3-492-70439-7

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  • Feuer der Leere

    Feuer der Leere

    Jennifer_D

    14. June 2017 um 11:19

    Die Menschheit lebt schon lange nicht mehr auf dem Planeten Erde. Denn die Erde ist zerstört. Die verbleibenden Menschen leben verteilt auf Großraumraumschiffen die gemeinsam eine Flotte bilden: Den Schwarm!Dieses Leben an Bord der Raumschiffe bringt einige Probleme mit sich: Es gibt keinen Planeten mehr, auf dem z.B. Ackerbau betrieben werden kann. Darum sind die Menschen ständig auf der Suche nach potentiell nutzbaren Planeten im All. Dies gestaltet sich als schwer und das erstrecht, weil die Menschen von ihren größten Feinden verfolgt werden: Den Giats.Soviel zum Grundgerüst der Story.Die Geschichte wird aus 3 unterschiedlichen Sichten erzählt. Rila - Eine Soldatin, die die Menschen vor Angriffen versucht zu beschützen. Starn - Rilas Bruder und Xenofarmer - der versucht Lebensmittel von potentiell nutzbaren Planeten zu 'ernten' und von Ugron - der auf einem ganz besonderen Schiff lebt.Die Protagonisten fand ich sehr interesssant. Sie sind alle irgendwie miteinander verbunden und dennoch sehr eigenständig.  Einzig Ugrons Denk- und Handelsweise hat mich im Mittelteil des Buches die Stirn runzeln lassen.Die Geschichte beginnt aus der Sicht von Rila, die sich in einer spannenden Schlacht befindet. Das Kapitel endet aprupt, sodass der Leser in der Luft hängt: Was ist mit Rila passiert?! Diese spannenden Aufhänger versteht Robert Corvus als Autor wunderbar zu nutzen und der Leser möchte unbedingt wissen wie es weiter geht. Im Mittelteil des Buches habe ich mich allerdings teils etwas verloren gefühlt. Mir kam es vor, als gäbe es ein paar kleine Längen und ich wusste nicht, wohin die Ereignisse die Geschichte führen.Das Ende wiederum war erneut Spannend, mit einem Abschluss, mit dem ich nicht gerechnet hätte.Mich haben im Lesefluss manchmal zu viele Fakten gestört. Einige Sequenzen sind voll mit Daten und Fakten und millitärischen zusammenhängen. Andere Teile sind davon teils fast frei. Wer auf diese Daten und Fakten steht, der wird voll auf seine Kosten kommen.Meine Endwertung sind 3,5 Sterne. Viel Spaß mit der Geschichte!

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  • Meine Lesermeinung zu "Feuer der Leere" von Robert Corvus

    Feuer der Leere

    Ping

    08. June 2017 um 10:17

    Spoilerfrei. Feuer der Leere ist ein Science-Fiction-Roman, der im Weltall in der Zukunft spielt. Die Erde ist schon länger nicht mehr bewohnbar, und die Anzahl der Menschheit hat sich auf etwa 1 Million reduziert und befindet sich aufgeteilt in einem Schwarm von Großraumschiffen. Jedes Großraumschiff pflegt eine andere Kultur, von denen wir einige besser kennenlernen. Dieses Näherbringen bietet Platz für anregende Gedanken. Welches System scheint mir an sinnvollstes zu sein, in welchem Raumschiff würde ich gerne leben, wäre das spezielle demokratische Abstimmungssystem der MERLIN wirklich klüger? Die Menschen befinden sich im Krieg mit den Giats und in dem Roman geht es um eine Art Flucht und Verfolgungsjagd durchs Weltall, bei der man auf die ein oder andere erstaunliche Entdeckung stößt. Der Roman beginnt ziemlich Hardcore mit einer Reihe von Fachbegriffen und komplexen technischen Erklärungen. Das bedeutet, dass man dieses Buch doch mit einer guten Portion Konzentration lesen sollte oder, wenn man in dem Bereich über kaum Vorbildung verfügt, vielleicht sogar durchzubeißen. Danach wird das alles nahbarer und man kommt in den Leserhythmus rein. Der Autor selbst bietet auf seinem YouTube-Kanal einige Erklärungen zu Feuer der Leere an, was die Technik, aber auch einen Überblick der vorkommenden Völker betrifft. Am Ende verlinke ich das interessante Video, denn mir hat es sehr geholfen, Feuer der Leere besser zu verstehen und somit mehr aus dem Roman mitnehmen zu können. Bei Science-Fiction geht es auch stark um die Frage „Wie könnte die Welt in Zukunft aussehen?“ und auch die ethischen Zusammenhänge damit und diesbezüglich kommt man bei Feuer der Leere einiges geboten. Man wird oft eingeladen darüber nachzudenken, wie man selbst auf gewisse Umstände reagieren würde und wie es mit der eigenen Moral steht. Die zwischenmenschlichen Beziehungen oder die Beschreibungen der Personen wiederum haben mich leider so manches Mal gestört. Beispielsweise wurde jedem Charakter ein besonderes Merkmal zugesprochen, beispielsweise ein grauer Bart. Wenn dieser Charakter in einem Kapitel dann wieder vorkam, wurde sofort dieses Merkmal angesprochen. Ich verstehe, dass dadurch erzielt werden möchte, dann man die Personen leicht wieder zuordnen kann, zumal wir es auch mit mehreren Charakteren zu tun haben. Dennoch empfand ich diese Wiederholen etwas störend, zumal ich keine Probleme mit dem Zuordnen der Figuren hatte. Da hätte ich mir lieber eher Wiederholungen zu den Geschehnissen gewünscht, um gegengleichen zu können, dass man bisher alles richtig mitbekommen hat. Dass bei so ziemlich jeder Frau der Körperbau und/oder vor allem die Brüste beschrieben wurden, machte es auch nicht besser, aber das ist wohl Geschmacksache, wie so vieles. Ansonsten konnte mir die Sprache gut gefallen, die Beschreibungen der Örtlichkeiten, Rituale oder Begegnungen konnte man sich gut vorstellen und außerdem gibt es ein Extra-Lob für die „Fun Facts“, manchmal auch „Unnützes Wissen“ genannt, die aber oft gar nicht so unnütz oder zumindest echt interessant sind z.B. die Erklärung, dass zweitausend Kelvin etwa eine Temperatur darstellt, die zwischen den Schmelzpunkten von Eisen und Platin oder die Erläuterung von Scheinkräften. Fazit: Weltall-Science-Fiction mit einer nicht zu verachtenden Portion Space-Opera mit vielen philosophischen Ansätzen und verschiedenen Perspektiven. Hier ist der Weg das Ziel, denn auch wenn das Ende zufriedenstellend abgehandelt wurde, geht es in diesem Roman eher um die verschiedenen Auseinandersetzungen, sei es kriegerischer oder zwischenmenschlicher Art. Empfehlenswert: weiterführende Infovideos vom Autor Robert Corvus:https://youtu.be/iLYwpRZu3GY (Technische Erläuterungen und das Näherbringen anderer Spezies)https://youtu.be/lJg0oXKeLZQ (Überblick über den Roman, eine Vorstellung der verschiedenen Schiffe, eine Vertiefung des Klappentextes. Spoilert aber nicht, bei mir hat es den Lesespaß auf alle Fälle erhöht als geschmälert.)

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  • Ein wenig enttäuscht bin ich schon...

    Feuer der Leere

    Dominique_Stalder

    02. June 2017 um 15:37

    Gerade, bevor ich diese Rezension schreibe, habe ich mir die anderen Meinungen angeschaut. Ich wollte einfach wissen, ob ich unfair bin, aber ich bin offenbar nicht der Einzige, der so denkt. Ich lernte Robert Corvus das erste mal in einem Perry Rhodan Neo Roman kennen und das war mein Antrieb zu sagen, den Roman MUSST du lesen.Auch bei mir lässt dieser Roman ein sehr schwankendes Gefühl zurück. Wir haben auf der einen Seite eine Fülle an Details, die sehr liebevoll darstellen, was "Leere" bedeutet. Riesige Entfernungen, Zeitversetzte Kommunikation, Laserstrahlen, die man im Vakuum einfach nicht sehen kann, die Bedeutung von Steuerdüsen und Vektoren. Alles Elemente, die ich in anderen SciFy Werken oftmals vermisst habe. Dazu die Erkenntnis, dass ein Planet nicht zu verteidigen ist. Wo ist aber nun mein Problem?Es sind viele Probleme. Die Technik nimmt mir an mancher Stelle einfach zu viel Überhand. Wenn Vektoren eingestellt werden müssen, entfleucht bei mir die Spannung wie Luft aus einem Raumschiff in einen luftleeren Raum. Ich mag einen gewissen Realismus, aber hier wurde er meines Erachtens übertrieben. Die Story ist das nächste Problem. Es ist ein Abschnitt, ein kurzer Einblick, der mir zu viel offen lässt. Bei einem abgeschlossenen Roman gehe ich von einer abgeschlossenen Handlung aus, aber diese wirkt dermaßen offen, dass ich richtig unbefriedigt das Buch zur Seite lege. Dann bitte doch alle Menschen tot und ich bin glücklich. Auch die Geschehnisse auf der SQUID, die als lebendes Schiff eine tolle und famose Idee ist, sind mir ebenfalls zu überflächlich. Hier fehlt eindeutig Tiefe. Gerade die Verbindung von "Mutter" und ihrem Zögling hätte mich sehr interessiert. Es wirkt einfach unvollständig.Auch die anderen Schwarmschiffe, die alle einzigartig in ihrer Art und in der Art, wie die Menschen darauf leben sind, hätten mehr lebhafte Beispiele gebraucht. Das Buch dann mit "Der Wüstenplanet" zu vergleichen ist nicht fair. Nicht für Das Feuer der Leere, noch für Robert Corvus. Die starken Emotionalen Ebenen, die Herbert in seinen Zyklus erreicht, verwehrt uns Corvus hier mehrfach...Schade, nach der wirklich tollen Schwertfeuersaga, bin ich schon ein wenig enttäuscht.

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  • Die Zukunft der Menschheit

    Feuer der Leere

    odenwaldcollies

    14. May 2017 um 12:38

    Die Erde wurde vor langer Zeit von den Giats vollständig zerstört. Die Menschheit, eine Million an der Zahl, lebt seither auf mehrere große Raumschiffe verteilt, die zusammen den Schwarm bilden. Der Schwarm dient der gemeinsamen Verteidigung gegen die Giats, denn der Konflikt zwischen Menschen und Giats hält nach wie vor an. Ansonsten haben sich auf den einzelnen Raumschiffen eigene Gesellschaftsstrukturen etabliert und auch die evolutionäre Entwicklung ihrer Menschen weicht voneinander ab. Ein Verlassen des Schwarms ist undenkbar, da damit die Verteidigung der Menschen entscheidend geschwächt würde. Ebenso steht immer wieder die Frage im Raum, was ein Mensch in seinem Menschsein ausmacht ob bestimmte Optimierungen oder Veränderungen an den Besatzungsmitgliedern notfalls mit Gewalt unterbunden werden müssen. Die Admiralin Demetra Egron steht voll und ganz hinter der traditionellen Haltung, dass Eingriffe in die Biologie des Menschen zu einer Schwächung der Spezies führt, aber ausgerechnet ihre beiden Kinder Starn und Rila beginnen, eigene Wege zu gehen. Das Buch beginnt mit einem fulminanten Angriff der Menschen auf den Planeten G'olata, einem wichtigen Stützpunkt der Giats – im Rest des Buches spielen jedoch Weltraumschlachten eine untergeordnete Rolle, was mir gut gefällt, da ich am liebsten Science Fiction-Romane lesen, die mich zum Nachdenken anregen. Bei „Feuer der Leere“ geht es um die Zukunft der Menschen und ob das Zusammenleben in dem Schwarm die einzige mögliche Alternative ist, um gegen die Giats bestehen zu können. Wie würde sich der Mensch, dessen Evolution auf einem Planeten begann, entscheiden, wenn er plötzlich die Wahl hat, auf einem Planeten mit Schwerkraft oder weiterhin in einem Raumschiff in Schwerelosigkeit zu leben? Wenn das Leben in einem Schiff und in Schwerelosigkeit seit langer Zeit Normalität ist? Ich konnte jedenfalls Starns Begeisterung, als er das erste Mal einen erdähnlichen Planeten betritt und ohne Maske atmen kann, sehr gut nachvollziehen, auch wenn die Raumschiffe jeglichen Komfort anbieten. Die einzelnen Raumschiffe des Schwarms sind sehr unterschiedlich: da gibt es die MARLIN, die zwar eher militärisch straff geführt wird, aber per Mehrheitsbeschluss über anstehende Projekte entscheidet. Die SQUID wirkt dagegen sehr exotisch, handelt es sich bei ihr doch um ein organisches Wesen, welches den Menschen in ihrem Inneren Unterschlupf bietet. Mit ihren langen Greifarmen ähnelt sie einem Kalmar. Als einziges Schiff herrscht in ihr Schwerkraft – warum das so ist, ist ein Geheimnis, das bisher nicht gelüftet wurde. Und dann gibt es noch die ESOX, deren Bewohner sich seit Jahren mit dem Computer des Schiffes verbunden und ihren menschlichen Körper technisch optimiert haben. Das jedoch führte innerhalb des Schwarms zu Unmut und hatte eine blutige Zerschlagung dieser Entwicklungen durch die restlichen Schwarmmitglieder zur Folge. Starn Egron war damals an diesem Einsatz beteiligt, jedoch haben die Erlebnisse dazu geführt, seine militärische Laufbahn aufzugeben – sehr zur Enttäuschung seiner Mutter, der Admiralin der MARLIN. Starn hat sich seither auf das Gebiet der Xenobiologie verlegt, welches zur Aufgabe hat, Saatgut für die Verpflegung des Schwarms zu entwickeln und Planeten zu finden, die über geeignete Voraussetzungen für ein Ausbringen des Saatguts und spätere Ernte der Nahrungsmittel verfügen. Denn die Beschaffung bzw. Produktion von Nahrungsmitteln bei einem Leben in Raumschiffen stellt die Menschheit vor völlig andere Herausforderungen, wie bei einem planetengebundenen Leben. Das war etwas, über das ich mir zu Beginn des Romans kaum Gedanken gemacht hatte, welches aber eines der zentralen Themen des Buches ist. Und immer beherrscht die Gefahr durch die Giats das Leben der Menschen: selbst, wenn sich ein Planet finden würde, auf dem die Menschen leben könnten, müssten sie fürchten, dass die Giats auch diesen Planeten wieder zerstören würden. Das Gleiche gilt für die Ernteflächen, welche von den Giats unbemerkt bleiben sollten. Als Leser habe ich mich gefragt, ob dieser schon so lange anhaltende Konflikt überhaupt noch zu stoppen ist, ob es irgendwann eine Chance auf Waffenstillstand zwischen den beiden Völkern geben kann. Und auch auf diese Thematik wird in dem Buch eingegangen. Wenn man bisher noch keinen oder nur wenige Romane aus diesem Genre gelesen hat, fühlt man sich sicherlich durch die vielen technischen Begriffe erstmal erschlagen – mir ging es nicht anders vor wenigen Jahren, als ich nach langer Zeit meine ersten Science Fiction-Bücher gelesen habe. Aber man kommt im Laufe der Lektüre immer besser rein und außerdem haben die technischen Details wenig Auswirkung auf das Verständnis der Handlung. Hier hätte ich mir gewünscht, dass es ein Glossar mit den wichtigsten Begriffen im Anhang des Buches gegeben hätte. Der Autor hat jedoch im Rahmen unserer Leserunde diese Anregung aufgegriffen und ein Glossar auf seiner Homepage eingerichtet Ich muss hier lobend herausheben, dass es dem Autor mühelos gelingt, nüchtern-sachliche technische Informationen neben nahezu poetischen und philosophischen Überlegungen zu platzieren. Die Charaktere sind wie gewohnt vielschichtig und über so manche Figur musste ich meine erste Meinung im Laufe des Buches revidieren. Ihre Entwicklungen haben mir jedenfalls gut gefallen. Besonders gut gefallen haben mir die Erlebnisse von Starn und seinen Kollegen auf dem Planeten Cochada, mit dessen Bewohnern sie neue Handelsbeziehungen knüpfen wollen, um die Verpflegung der Menschen in nächster Zukunft sichern zu können. Zudem machen die Menschen auf Cochada eine verblüffende Entdeckung, mit der ich niemals gerechnet hatte. Es werden viele Fragen aufgeworfen und nicht alle beantwortet, was allerdings bei der Komplexität der angesprochenen Themen und der Weite des Weltalls und des Rotraums nicht möglich sein kann. Das Buch ist als Einzelband ausgelegt, aber ich könnte mir vorstellen, dass es noch weitere Bücher zu diesem Universum geben könnte, in denen auch die anderen Schiffe des Schwarms eine Rolle spielen könnten.

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  • Ein modernes SciFi-Epos

    Feuer der Leere

    dominikschmeller

    12. May 2017 um 11:38

    Es gibt nur noch 1 Million Menschen und sie fliehen auf Großraumschiffen vor garstigen Außerirdischen. Doch ist es eine lebenswerte Existenz, wenn man niemals den Fuß auf echten Boden setzen kann, niemals den Wind in den Haaren spüren? Meine Videorezension: Besonders gefallen hat mir die alternative Gesellschaftsform der Menschheit, die der Autor entworfen hat. Tausende Details und die konsequente Umsetzung der Ideen lassen das Leben der Hauptpersonen real erscheinen. Das Finale verblasst leider ein wenig angesichts des fulminanten Starts im 1. Kapitel. Mein persönliches Highlight: der Syntho-Uterus! – Eine Vorrichtung, um Embrionen ex utero (also außerhalb der Mutter) reifen zu lassen 🙂 Fazit: Ein episches Buch, das in eine sehr komplex beschriebene SciFi-Gesellschaft entführt. Geschickt gesetzte, überrraschende Wendungen sorgen dafür, dass es nicht langweilig wird.

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  • Sci-Fi vom Feinsten

    Feuer der Leere

    Janesway

    02. May 2017 um 23:43

    Der Feind: unbarmherzig und auf der Jagd. Die Menschen: gezwungen, ruhelos durch die Leere zu ziehen. In „Feuer der Leere“ begleiten wir die letzten Großraumschiffe auf ihrem verzweifelten Kampf ums Überleben. Beständig auf neue Rohstoffe angewiesen setzen die Menschen immer wieder Fuß auf neue Himmelskörper, so auch auf den bereits von einer Alienrasse bewohnten Planeten Cochada. Welchen Preis wird die Menschheit für ihr Fortbestehen bezahlen müssen? In welcher Gestalt kann sie sich dabei ihre Menschlichkeit bewahren? Der Roman wartet mit so ziemlich allem auf, was das Sci-fi-Herz begehrt: mit Raumkämpfen, fremden Spezies, Cyborgs, extrem gut recherchiertem Wissen zu Raumfahrt und -technik und mit großen Fragen: Was gibt einem Halt, wenn da nichts ist außer der Leere? Wird das Feuer einen verbrennen, reinigen oder wie einen Phönix aus der Asche aufs Neue auferstehen lassen? Als Neuling im Sci-fi-Bereich sollte man sich besonders anfangs nicht von fremden Begrifflichkeiten verunsichern lassen, denn auch wenn es vielleicht etwas Mühe macht, so hat man diese Kennenlernphase schnell überwunden und es lohnt sich allemal, auch wenn sich die Geschichte nicht leicht herunterliest. Zusammen mit den Charakteren des Buches werden wir zu Entdeckern, Diplomaten, Fürsprechern des Lebens, Verfechtern des Glaubens und Soldaten der Herzen. Niemand bleibt danach, wie er vorher war. Ein großartiges und bildgewaltiges Lese-Erlebnis, dem ich gerne beigewohnt habe. Obwohl als Einzelband angelegt, bleibt viel Raum für weitere Erzählungen. Man darf gespannt sein.

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  • Science Fiction zum Nachdenken

    Feuer der Leere

    Shellan16

    01. May 2017 um 15:12

    MARLIN, SQUID und ESOX, um diese drei Raumschiffe des Schwarms dreht sich die Geschichte in "Feuer der Leere". Die letzten Menschen leben verteilt auf mehreren Raumschiffen eines Schwarms, auf der Suche nach Rohstoffvorkommen, um ihr Überleben zu sichern. Primärer Feind sind die Giat, die ihrerseits die Menschheit vernichten wollen Mit einer Raumschlacht um einen Energieknotenpunkt startet der Roman. Rila, eine Kampfpilotin, deren Basis eigentlich die MARLIN ist, wird nach der Schlacht von dem Raumschiff SQUID aufgenommen, das so ganz anders ist als erwartet. Während die MARLIN eher klinisch durchorganisiert daherkommt, ist die SQUID ein krakenähnlicher lebender Organismus und auch die Besatzung, insbesondere ein angehender Priester namens Ugrôn ist sehr speziell.Bisher habe ich von Robert Corvus nur Fantasy gelesen, die mich allerdings so begeistert hatte, dass ich mich nun auch an die Science Fiction herantraute.Anfangs war ich etwas überfordert mit der Fülle an technischen Details, was den Gesamteindruck der Geschichte aber nicht gestört hat. Der Autor zeichnet interessante Charaktere, egal ob Kampfpilotin, Priester, Raumschiffkommandantin oder bionisch verbesserte Besatzungsmitglieder, ich habe von allen mit Begeisterung gelesen.Robert Corvus liest sich wortgewaltig und beeindruckend detailreich. Auch philosophische Denkansätze über das Menschsein finden Einzug in die Handlung.Insgesamt hat mir das Buch sehr gut gefallen. Das Buch hat zwar kein Glossar, der Autor bietet auf seiner Homepage allerdings eine Übersicht der Fachbegriffe an, die mir den Einstieg erleichtert hat. Einzig das für meinen Geschmack etwas schnelle seichte Ende kam für mich überraschend."Feuer der Leere" ist keine leichte Lektüre für zwischendurch, das darf man bei Robert Corvus aber auch nicht erwarten. Seine Romane sind genreübergreifend detailreich, komplex mit vielen Informationen in einer sehr schönen Sprache geschrieben.

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  • Spannende Reise im gnadenlosen Universum

    Feuer der Leere

    UlrikeG-K

    01. May 2017 um 00:11

    Zugegeben - unerfahren auf dem Gebiet der Science-Fiction Literatur, hatte ich erhebliche Schwierigkeiten, mit dem Roman vertraut zu werden! Wobei das Genre an sich nicht die Hauptschwierigkeit darstellte, sondern vielmehr die durchweg sehr detaillierten technischen und naturwissenschaftlichen Ausführungen.Und ist man auf diesen Gebieten nicht ausreichend versiert, betrachte ich "Feuer der Leere" nicht unbedingt als ideales Einstiegswerk für Neulinge.Doch hat es sich für mich gelohnt, mich, wenn auch mühsam, in die Materie und somit in den Roman hineinzudenken, was nicht zuletzt der hervorragenden Erzähltechnik eines Autors zu verdanken ist, dessen bildgewaltige Vorstellungskraft, überbordende Phantasie und fundierteste Sachkenntnisse mir das Lesen letztendlich zu einem fesselnden Abenteuer gemacht haben.Ein Abenteuer auch deswegen, weil abgesehen von Technik und Naturwissenschaft die Protagonisten und ihre Interaktionen beim Leser zwangsläufig ein Nachdenken über grundlegende Fragen der Menschheit provozieren, das weit über die eigentliche Handlung hinausgeht und bei dem einen oder anderen nachhaltige, vielleicht sogar beunruhigende Wirkungen hat.Die Handlung des Romans ist auf einige Monate begrenzt und konzentriert sich weitgehend auf eine Handvoll Protagonisten, die in dieser Zeitspanne allesamt einschneidende Erfahrungen machen, die ihr Leben grundlegend verändern werden. Am Ende des Buches haben sie nur noch wenig gemein mit denen, die sie zu Beginn der Reise durch die unermesslichen Weiten des gnadenlosen Weltraums waren, in den Robert Corvus den Leser bereits auf der ersten Seite seines beinahe 500 Seiten umfassenden Romans hineinwirft.Er entwirft eine Welt, in der die Erde nicht mehr existiert und in der die, an der heutigen Bevölkerungszahl gemessen, wenigen überlebenden Menschen auf Großraumschiffen im Flottenverband durch die Unendlichkeit reisen, - auf der Suche nach Nahrung einerseits und auf der Flucht vor übermächtigen Feinden andererseits, die, wahre Tötungsmaschinen, die Menschen erbarmungslos jagen und die im Roman zwar zumeist unsichtbar, aber dennoch allgegenwärtig sind. Ein trostloses Leben, so mag es einem erscheinen, ein Leben, in dem es einzig ums Überleben geht, in der die Furcht vor dem Morgen ein ständiger Begleiter ist.MARLIN, SQUID, ESOX - auf diese drei Großraumschiffe konzentriert sich die Haupthandlung; eine Nebenhandlung findet auf dem Planeten Cochada statt, der eine Atmosphäre besitzt und auf dem erdverwandte Lebensbedingungen herrschen. Auf dem aber auch seltsame Lebensformen, deren Herkunft vorerst im Dunkeln bleibt, ihr ebenso seltsames Leben fristen...Sowohl auf dem Planeten als auch auf den Raumschiffen wird der Leser mit einer Art von Leben, vielleicht besser Existieren konfrontiert, das seine Vorstellungskraft übersteigt, das ihn verblüfft, erschreckt, in Erstaunen versetzt ob der technischen, heute - noch - undenkbaren Entwicklung oder in Entsetzen ob der Fremdartigkeit, angesichts derer er sich die Frage stellen mag, ob man hier überhaupt noch von Menschen sprechen kann. In besonderem Maße trifft dies auf das ungewöhnlichste der Raumschiffe, den lebenden Organismus SQUID zu, deren Bewohner körperliche Merkmale des Schiffes angenommen haben, das sie beherbergt... Wie funktioniert ein Zusammenleben in der Zukunft, im Weltraum? Ist eine Koexistenz möglich mit all den Wesen, die das All bevölkern? Welche Wertvorstellungen sind unter so krassen Lebensbedingungen, in der Schwerelosigkeit, der Koexistenz und dem Überleben förderlich? Wie sieht das mit der emotionalen Ebene aus?Immer wieder werden wir vor diese Fragen gestellt... Und es gibt keine einfachen Antworten...So haben wir hier einen sehr komplexen Roman vor uns, der es dem Leser niemals leicht macht, der ihn aber auch bis zur letzten Seite nicht loslassen wird!

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  • Spektakuläre Science Fiction mit Tiefgang

    Feuer der Leere

    ZappelndeMuecke

    27. April 2017 um 21:32

    Robert Corvus gelingt es beim Leser ein buntes Feuerwerk an atemberaubenden Bildern abzubrennen. Der Autor zeichnet einen derart detailverliebten Kosmos in seinem Science Fiction Roman, dass Fans des Genres auf ihre volle Kosten kommen! Aber auch Neueinsteigern möchte ich dieses Werk ans Herz legen. Fasziniert vom verheißungsvollen Cover habe ich mich zum ersten Mal an einen SciFi Roman gewagt. Nachdem ich mich zunächst erst einmal etwas zurecht und ein Gefühl für das Setting bekommen musste, entfaltete der Roman auch schon seine Sogwirkung, zog mich an der Seite der verbliebenen Menschheit mit hinaus in die unendlichen Weiten des Alls. Robert Corvus' Figuren überzeugen und faszinieren. Der Autor entwirft dramatische Szenarien und fesselt den Leser auf eine unbeschreibliche Art und Weise. Geschickt verwebt er die grundlegendsten Fragen der Menschheit mit packender Spannung und unvorhersehbaren Wendungen. Dabei erschafft er solch bildgewaltige Welten, dass man als Leser nur staunen kann. "Feuer der Leere" ist ein herausragendes Werk und wird Liebhaber des Genres begeistern und in seinen Bann ziehen. Dieses Abenteuer besticht durch seine unglaubliche Detailverliebtheit, seinen Tiefgang und seine faszinierenden Charaktere. "Feuer der Leere" nimmt den Leser mit auf eine unvergessliche Reise, die noch lange nachwirkt und einen bleibenden Eindruck hinterlässt. Robert Corvus' überzeugt, wie auch schon in seinen anderen Romanen mit seinem einzigartigen Gespür für fesselnde Abenteuer und ungewöhnliche Figuren. Dieser Autor ist ein Garant für gute Unterhaltung auf höchstem Niveau und ich bin gespannt, mit welchen Abenteuern er uns Leser beim nächsten Mal in Staunen versetzten wird.

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  • Rezension "Feuer der Leere"

    Feuer der Leere

    Doscho

    27. April 2017 um 14:24

    Die Zukunft im Weltraum scheint dystopisch zu sein. Jedenfalls im Roman "Feuer der Leere" von Robert Corvus. Die Menschen, die die Angriffe ihrer Feinde, der Giats, überlebt haben, leben auf 30 Großraumschiffen im All verteilt. Die Handlung des Romans kreist um einige Protagonisten, wie etwa der Soldatin Rila und ihrem Bruder, dem Xenofarmer Starn, der aufgrund eines Schicksalsschlages seine Soldatenlaufbahn beendete. Auf der SQUID, die eher ein gigantisches Lebewesen, als ein Raumschiff zu sein scheint, lebt Ugrôn, ein Priester der Kirche des Void, die die Leere als zentrales Element ihrer Religion ausmacht. Sie alle werden durch diverse Handlungsstränge miteinander verbunden.Robert Corvus schreibt mit "Feuer der Leere" einen Science Fiction-Roman, der durch eine detailverliebte und mitunter sehr poetische Sprache zu glänzen weiß.Dennoch muss man mit diesem Roman vorsichtig sein. Einerseits kann einen diese Detailverliebtheit aber auch zu schaffen machen. Gerade der Einstieg fällt hier recht schwer, da mit technischen und militärischen Fachbegriffen nicht gegeizt wird. Man wird sich auch als Neuling oder Unerfahrener auf dem Gebiet der Science Fiction dennoch in diesen Roman einarbeiten können, allerdings würde ich hier ein vorheriges Probelesen dringend empfehlen um zu sehen, ob man mit diesem Stil klar kommt.Zudem erhält dieser Roman eine hohe philosophische und soziologische Komponente. Die zentrale Frage der philosophischen Aufklärung, was denn der Mensch ist und was ihn ausmacht, schwebt als grundlegende Frage über "Feuer der Leere". Damit sollte auch klar sein, dass es sich hierbei nicht um einfach gestrickte Unterhaltungsliteratur handelt, sondern um ein komplexes Werk, das das Mitdenken des Lesers nicht nur fördert, sondern meist auch fordert. Wem das nicht liegt, sollte sich eingestehen, dass "Feuer der Leere" wohl nicht der richtige Roman für ihn ist.Wer jedoch mit diesen beiden "Hürden" des Romans klar kommt, findet eine sehr schöne Science Fiction-Geschichte vor, die zum Nachdenken und selbstkritischen Hinterfragen anregt. 

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  • Ein Buch ohne Plot. Kann auch interessant sein, aber nicht in diesem Fall.

    Feuer der Leere

    wsnhelios

    16. April 2017 um 09:00

    Inhalt: Die Menschheit lebt nicht mehr planetengebunden, sondern zieht auf riesigen Schiffen als Nomaden durchs Universum, immer in Konflikt mit einer brutalen außerirdischen Rasse. An sich finde ich die Prämisse des Buches wirklich toll, also die Beschreibung des Lebens auf so großen Raumschiffen und die Dinge, die sie in den verschiedenen Systemen tun müssen, um die Vorräte aufzufüllen. Nur wirkt das Ganze recht episodenhaft, ohne einen übergreifenden Plot, außer halt den Kampf mit dem Feind, was aber einfach zu wenig ist. Zu Beginn fällt das gar nicht auf, weil die Hauptcharaktere eigentlich recht sympathisch und die Beschreibungen sehr interessant sind. Man merkt sehr gut, dass der Autor viel recherchiert hat. Es wirkt aber auch so, als hätte der Autor sich verschiedene Szenen einfallen lassen und dann irgendwie aneinandergereiht. Es wird am Ende ein Geheimnis gelüftet, das sich aber erst sehr spät angebahnt und auch nie zur Spannung des Buches beigetragen hat. Ja, in dem Sinne ist es schon ein gelungener Schluss, dass man eben gerne einen zweiten Band hätte, der da weitermacht. Für mich persönlich reicht das leider nicht. Das Buch fühlt sich so an, als hätte jemand einige Monate im Leben einer Gruppe von Menschen nacherzählt. Man lernt sie kennen, begleitet sie ein Stück des Weges und verabschiedet sich wieder. Es gibt keinen Impuls am Anfang, der irgendeine Spannung, geschweige denn einen Plot initiiert. Danach gibt es ein paar Abenteuer, die für die Charaktere anscheinend Routine sind und am Ende weiß man nicht, was man mit diesem Schluss machen soll. Daneben gibt es noch den seltsamen Rotraum und ein lebendes Schiff. Ich vermute, dass der Autor die Mysterien um diese beiden Elemente als Spannungsbogen verwenden wollte, doch für mich persönlich waren sie einfach uninteressant. Sie waren aus meiner Sicht zu fantastisch für diesen realistisch recherchierten Plot. Fazit: Der Roman ist zu lang geraten für das, was er bietet, weshalb ich ihn nicht empfehlen kann.>>Hier<< zum Originaltext und weiteren Rezensionen.

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