Robert Corvus Grauwacht

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Inhaltsangabe zu „Grauwacht“ von Robert Corvus

Die Menschen Bisolas kennen nur finsterste Nacht. Der Tag ist anderen Wesen bestimmt. Doch wenn nur Licht und Dunkelheit den Frieden der Völker garantieren, sind die grauen Stunden des Zwielichts voller Gefahr. - Eine neue, faszinierende Welt von Deutschlands kompromisslosestem Dark-Fantasy-Autor. Ein Tag-Nacht-Zyklus in Bisola dauert ein Menschenleben. Während die Menschen mit der Nacht wandern, gehört den amphibischen Sasseks der Tag. Ein Abkommen sichert den Frieden zwischen den beiden Völkern, aber wenn die Dämmerung kommt, stehen nur die Guardista der Grauwacht zwischen ihnen. Diese Krieger mit besonderen Fähigkeiten überwachen den Abzug der Menschen aus den Städten und den Einzug der Sasseks. Doch etwas geschieht auf Bisola. Ein seltsames blaues Licht erhellt die Nacht, und der Frieden zwischen den Völkern steht auf der Probe. Remon, ein fahnenflüchtiger Guardista, und seine Frau Nata machen sich auf in die Stadt des Zwielichts, um dem Mysterium auf den Grund zu gehen.

Etwas zäher Beginn, dann aber sehr unterhaltsamer Zukunftsroman.

— Ben_Notworld

Ein geniales Buch mit so vielen Ideen, dass man das Gefühl bekommt, man würde drei spitzen Romane gleichzeitig lesen.

— dominikschmeller

Ein sehr anspruchsvolles Buch, das man nicht mal eben so weg liest. Sehr komplexe Welt!! Gut und spannend beschrieben.

— Uwes-Leselounge

Hervorragend ausgearbeitete Charaktere in einer fantastischen, spannungsreichen Geschichte, die zum Miträtseln und Nachdenken anregt.

— Svanvithe

Auf einem fremden Planeten, rätselhaft, voller kreativer Ideen, interessanter Charaktere und spannender Fragen.

— Narrania

Der Spannungsbogen bleibt dabei gespannt und Robert Corvus gelingt eine gute Balance zwischen Tiefe der Geschichte und Spannung

— Buchraettin

Eine spannende und faszinierende Welt Bisolas und zwei hervorragend erarbeitete Spezies - tolles Buch!

— Der-Lesefuchs

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Der spannendste Teil dieser Serie. Ich freue mich auf den vierten Teil!

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  • Rezension "Grauwacht"

    Grauwacht

    Doscho

    06. September 2017 um 16:17

    Auf dem Planeten Bisola gibt es nur zwei Seiten: Tag und Nacht. So scheint es zumindest. Doch es kommt plötzlich eine Bedrohung hinzu: Ein seltsames, unerklärliches blaues Licht. Bei dessen Erforschung wird klar, dass dies bei weitem nicht das Bedrohlichste auf Bisola zu sein scheint.Ich muss zugeben, dass es mir bei "GrauWacht" besonders schwer fällt, eine Rezension zu schreiben. Dies liegt nicht nur daran, dass ich bereits "Feuer der Leere" von Robert Corvus gelesen habe, welches mir wirklich gut gefallen hat, sondern auch daran, dass ich es schwer finde, das, was das Buch in mir ausgelöst hat und welche Probleme ich damit habe, in Worte zu fassen.Am Grundkonzept und an der Sprache liegt es nicht. Detailreich und bildgewaltig beschreibt Robert Corvus die Welt von Bisola, die so geregelt ist, dass ein Tag-Nacht-Wechsel ein Menschenleben dauert und es per Pakt gesetzlich vorgeschrieben ist, dass die Menschen in der Nacht leben und die amphibienartigen Sasseks im Tag. Diese Grundstimmung macht neugierig auf das Buch. Wo liegt also meine Kritik?Ein Grundproblem sind für mich die Charaktere. Die Anzahl derer, die ich wirklich unsympathisch fand, war bei "GrauWacht" nämlich ungewohnt hoch. Zunächst dachte ich, dass diese ruppige Art und die meines Erachtens auch unreflektierte und einseitige Denkweise vieler Charaktere auch die düstere und feindselige Grundstimmung des Buches auffasst. Denn die Nacht präsentiert sich als Eiswüste, wohingegen es im Tag so heiß ist, dass die Meere kochen. Das ist ja noch nicht weiter schlimm, wenn nicht der Punkt käme, an dem bei mir die unsympathische Haltung der Charaktere penetrant wurde. Und zumindest in diesem Fall ist ein penetrant unsympathischer Charakter durchaus mit einem nervigen gleichzusetzen. Dies zeigte sich bei mir besonders deutlich in einer recht makaberen Todesszene eines dieser Charaktere, bei der ich nicht etwa Ekel oder Entsetzen empfand, sondern eine Genugtuung und innere Befriedigung, die eigentlich vollkommen unangebracht sein sollte.Das größte Problem ist aber mein Zugang zu diesem Buch. Wäre "GrauWacht" ein Videospiel, würde ich sagen, dass ich den Eindruck hatte, gespielt zu werden, statt aktiv zu spielen. Das heißt, dass ich zu keinem Zeitpunkt das Gefühl hatte, in die Handlung hineingezogen zu werden und Teil von ihr zu sein. Ich fühlte mich als stummer Beobachter und Betrachter einer Handlung, der es egal zu sein scheint, von mir beachtet zu werden, oder nicht.So sollte man wohl merken, dass ich bei diesem Buch zwiegespalten bin. Setting und Grundkonzept des Buches sind hervorragend durchdacht und gerade die Szenen, in denen die Welt in all ihrer Feindseligkeit, aber auch Schönheit beschrieben werden, sehe ich als die stärksten des Buches. Leider haben mich aber die Charaktere und vor allem die auf mich distanziert wirkende Handlung im Vergleich dazu eher abgeschreckt. 

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  • Kurz, aber sehr Spannend.

    Grauwacht

    Wolf1988

    30. April 2017 um 12:12

    Dies ist mein erster Roman von Robert Corvus und ich bin sehr begeistert.Grauwacht spielt in einer Welt die eine Jahrelange Tag und Nachtgleiche hat. Auf der dunklen Seite des Planeten Leben die Menschen und auf der hellen Seite leben die Echsenmenschen. Die Guardista, ein Kriegerorden von Menschen die übernatürliche Fähigkeiten besitzen, haben sich geschworen darüber zu wachen, das der Pakt, das die Menschen die Städte räumen wenn die Nacht dem tage weicht, nicht gebrochen wird. Keiner weiß mehr so genau wann und wieso dieser Pakt zwischen Menschen und Echsen geschlossen wurde.Remon war einer dieser Guardista, doch er desertierte um mit seiner geliebten Frau Nata und seinem Kind Enna ein normales Leben bei einem Stamm in der Wildnis des Eises zu führen. Doch nach einigen Jahren wird er von seiner Waffengefährtin wieder gefunden und abgeführt. Während dessen sieht Nata keinen Sinn mehr beim Stamm zu verweilen und zieht daher mit Ihrer Tochter nach Oculor, wo Ihr Vater lebt. Dort angekommen erfährt sie das ihr Vater Selbstmord beging. So versucht Sie herauszufinden was Ihn zu seinem Freitod geführt hat und kommt damit immer näher an das Geheimnis des blauen Lichtes, denn urplötzlich ist der sonst weiße Mond in einem blauen Licht verfärbt und auf der Tagesseite kommt eine blaue Sonne zum Vorschein. Die Farbe blau ist bei den Echsenmenschen seit jeher ein  böses Omen und es entstehen Spannungen zwischen Echsen und Menschen, die das blaue Licht als gutes ansehen und selbst nicht mehr weichen wollen, als für sie der Tag anbricht, der in blau getunkt ist und für sie als Nacht angesehen wird. Grauwacht war für mich sehr schnell zu lesen. Die Kapitel, bis auf eines, waren nicht allzu lang, so das man immer schnell ein paar Abschnitte durch bekam. Der Spannungsbogen wurde immer gut gehalten, sei es um die Erkenntnisse die Nata gewann, gleich einem guten Krimi, oder die harten Kämpfe durch die Remon in der Eiswüste und in der Hitze des Tages kämpfen musste.Das Ende und die Auflösung kam meines Geschmackes nach ein bisschen zu früh und ziemlich plötzlich, wenn auch die Auflösung ziemlich gut war und sich ein sehr großes AHA Moment eingestellt hat.Grauwacht kann ich sehr empfehlen, doch man sollte nicht von großer Epischer Fantasy ausgehen, noch das dieses Buch einen Wochenlang unterhält. Doch als kurze, leichte Lektüre ( vielleicht im Urlaub) ist es auf jeden Fall lesbar. 

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  • Grauwacht

    Grauwacht

    FrostWolf

    09. June 2016 um 08:47

    Hat mir sehr gut gefallen

  • Eine bitterkalte Nacht...

    Grauwacht

    dominikschmeller

    16. April 2016 um 18:36

    In Grauwacht tauchen wir ein in die Nacht einer Welt, die konsequent anders ist, als unsere Erde. Wird es Krieg geben zwischen den Menschen und den amphibienhaften Sasseks? So unterschiedlich diese Rassen sind, so unterschiedlich sind ihre Lebensarten. Leben die Sasseks doch im ewigen Tag, während sich die Menschen durch die bitterkalte Dunkelheit der Nacht kämpfen müssen.Meine Videorezension:HandlungDas Buch beginnt mit Remon, der Besuch von der Guardista Vorena bekommt. Schnell wird klar, dass Remon ein Eidbrecher ist. Er war ebenfalls ein Guardista, hat die Grauwacht aber für seine Frau Nata verlassen. Zusammen haben sie inzwischen eine Tochter.Die Grauwacht kann man aber nicht so einfach verlassen, denn jeder Guardista bekommt das seltene Nabo, eine mächtige Substanz, die den Körper vor Verletzungen – auch schweren – schützt und die Kämpfer dadurch stärker macht. Dieses Nabo ist begrenzt, sodass nur einige Hundert Guardista überhaupt existieren können. Jeder, der die Grauwacht verlässt, nimmt also jemand anderen den Platz weg. Zusätzlich ergibt sich so die Gefahr, dass derjenige draußen in der Wildnis stirbt und das Nabo somit für die Gemeinschaft verloren ist.Dies ist nicht das einzig geniale Konzept, dass Robert Corvus in diesen Roman gepackt hat.Doch zurück zur Handlung:Vorena zwingt Remon, mit ihr auf die Suche nach einem verschollenen Guardista zu gehen. Wenn die beiden ihn gefunden haben, soll Remon vor ein Gericht gestellt und für seinen Verrat zu Tode verurteilt werden. Im Laufe der Suche der beiden lernen wir die faszinierende Welt Bisola weiter kennen (siehe unten bei Welt).Der Auftrag endet nicht so, wie Vorena sich das vorgestellt hat und sie ist Remon einen Gefallen schuldig. Also muss sie ihn ungestraft laufen lassen.Hier beginnt die eigentliche Geschichte, denn Remon muss nun seine Frau und seine Tochter finden, die ihre heimatliche Gemeinschaft verlassen haben, da sie Remon für tot hielten.Hier kommt nun der erste große Plottturn (also Wendepunkt) der Geschichte und es ist beileibe nicht der Letzte. Die Geschichte wandelt sich öfter als ein Chamäleon.Wir folgen Nata, die in die Metropole Oculor aufbricht, um dort mit ihrem Vater, einem weisen Sabo zu sprechen, um mehr über die merkwürdige Veränderung der beiden Monde des Planeten herauszufinden. Doch auch dort verläuft beileibe nicht alles so, wie geplant.Wird Remon Nata wiederfinden oder wird er doch noch von der Grauwacht gestellt und hingerichtet? Was hat es mit der Veränderung der Monde der Welt auf sich?Diese und viele andere Fragen treiben den Leser weiter. Das Buch hat jede Menge Drive und entwickelt sich ab ca. 100 Seiten zu so etwas wie einem Pageturner. Zumindest soweit dies im Fantasybereich möglich ist.CharaktereWie in vielen Büchern von Robert Corvus erleben wir die Welt aus der Sicht von vielen Protagonisten. Hier will ich mich auf diejenigen beschränken, die schon zu Anfang eine größere Rolle spielen, um den Fortgang der Geschichte nicht zu stark zu verraten.Remon ist ein Abtrünniger, der für die Liebe die Grauwacht verlassen hat. Er ist eine starke Persönlichkeit und setzt seine durch das Nabo verliehene Stärke dafür ein, seine Gemeinschaft bei der Jagd bestmöglich zu unterstützen.Als Vorena ihn findet, fügt er sich dem Unvermeidlichen, hört aber niemals auf, seine Familie zu lieben und für sie zu kämpfen.Vorena ist eine prinzipientreue Frau, die in der Grauwacht als zänkisch verschrien ist. Sie sagt, was sie denkt und hält an Ehre und Treue in jeder Situation fest.Nata ist die Tochter eines Sabo, die für die Liebe (Remon) die Sicherheit der Metropole Oculor aufgegeben hat, in der niemand frieren oder hungern muss. Dadurch zeigt sich, wie stark ihre Liebe zu Remon ist. Doch gleichzeitig ist Nata eine kluge Frau, die sich auf die Spur eines großen Rätsels setzt, um herauszufinden, was es mit der Veränderung ihrer Welt auf sich hat. Ein bisschen Schade finde ich den Versuch des Autors, diese Suche mit der Angst von Nata vor dieser Veränderung zu erklären. Die wissenschaftliche Neugier dieser Frau erscheint mir doch sehr stark und für mich wäre dies eigentlich glaubwürdige Motivation genug.WeltDas Setting der Geschichte ist sicher das, was den Roman ausmacht. Wir erleben eine Welt, die zweigeteilt ist. Der Tag-/Nachtzyklus läuft sehr langsam ab. So gibt es eine Seite des Planeten, die sehr lange im Licht, eine andere Seite, die sehr lange in Dunkelheit liegt. Daraus folgen dann natürlich auch die entsprechenden Temperaturen von glutheiß bis eiskalt.Hier zeigt sich die Qualität des Autors, der ohne zu Zögern sämtliche Konsequenzen zieht, die aus diesem Setting folgt. Dies macht den Roman wahnsinnig glaubwürdig.Die gesamte Gesellschaft auf dem Planeten ist ständig auf Wanderschaft. Die Menschen bleiben in der Nacht, die Sasseks im Tag. Dadurch entsteht natürlich ein Wechsel an den Grenzen, den die Grauwacht hütet. Offenbar gibt es ein altes Abkommen, das all dies regelt.Die Welt erscheint mir ein bisschen wie eine Fantasy-SciFi-Mischung, denn es gibt auch Schutzschilde und andere Gerätschaften, die mir eher in eine zukünftige Welt passen. Doch dies alles wird vom Autor sehr glaubwürdig verwoben.Eine weitere tolle Idee ist das Nabo. Ich habe dazu oben schon etwas geschrieben. Es macht die Grauwacht nicht nur interessant, es wirft Remon auch in ein Dilemma, aus dem es keinen einfachen Ausweg gibt. Und weil der Autor eben für seine Konsequenz bekannt ist, habe ich während des Lesens schon sehr um den Mann bangen müssen.Durch das Einführen eigener Entfernungs- und Zeitangaben wird die Welt noch lebendiger. Strecken werden in Clicks gemessen, was auf mich auch wieder einen eher SciFi-Charakter hat.Besonders gefallen hat mir aber auch die Zeitmessung. Sie beruht vollständig auf den Monden, die den Planeten umgeben. So gibt es einen Doppelmond, der wohl in etwa einem Jahr entspricht, und dann die Umläufe der beiden Monde. Dabei braucht einer der Monde (Mezza) sehr viel länger als der andere (Dya), sodass sich vielfältige Zeitenteilungen ergeben. Dies alles ist wunderbar in die Geschichte integriert und macht sie sehr stimmungsvoll.Doch dies sind nicht alle Idee, die der Autor in das Buch gesteckt hat. An jeder Ecke erwarten den Leser neue Einfälle und es scheint, als lese man nicht nur diese eine Geschichte, sondern als stöbere man in einer ganzen, reichhaltigen Bibliothek.SpracheDer Schreibstil von Robert Corvus ist mir schon aus seinen anderen Büchern bekannt. Er ist nicht verschnörkelt und liest sich genau so, wie ich es gerne habe. Besonders bei Kämpfen bemerkt man, wie tief sich der Autor mit der Materie beschäftigt hat. Er beschreibt wunderbar die verschiedenen Bewegungen. Ich persönlich bin kein Fan von langen Kampfbeschreibungen, auch wenn sie in Fantasybüchern dazugehören, doch es ist schön, wenn man merkt, dass der Autor weiß, wovon er spricht.Die konsequente Umsetzung der Welt kommt auch in der Sprache gut rüber.Ab etwa der Mitte des Buches können wir sogar einen Blick in einen Sassek werfen. Dem Autor gelingt es unglaublich gut, dieses fremde Volk glaubwürdig zu machen und die Welt der Menschen auf Bisola aus den Augen der Amphibie zu beschreiben. Es machte sehr viel Spaß diese Stellen zu lesen.FazitEin genialer Roman, bei dem ich den Moment gefürchtet habe, in dem ich den letzten Satz lese. Charaktere, Setting und Plot sind sehr glaubwürdig umgesetzt. Es gibt so viele Wendepunkte, dass es nie langweilig wird und man jedes Mal einen anderen Aspekt dieser tollen Welt erforschen kann.Die Bücher des Autors sind alle sehr gut, doch dieser Roman war mit Abstand das Beste, das ich bisher von ihm gelesen habe.Immer genug Muße zum LesenEuer Dominik Schmeller

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  • Große Verlosung zum Leserpreis 2015: 5 Buchpakete mit je 50 Büchern!

    Ein ganz neues Leben

    Daniliesing

    Lust auf eins von 5 riesigen Buchpaketen zum Leserpreis 2015? Es ist wieder soweit - für den Leserpreis 2015 suchen wir eure Lieblingsbücher. Wir sind schon wahnsinnig gespannt, welche Bücher euch in diesem Jahr am meisten begeistern konnten und können das Ergebnis, das am 26. November feststehen wird, gar nicht erwarten! PS: Die Gewinner stehen mittlerweile fest! Hier könnt ihr alle Preisträger und Platzierungen sehen! Unsere große Verlosung für euch! Jedes Jahr, wenn der Leserpreis näher rückt, dann kommt bei uns eine ganz besondere Stimmung auf. Es ist ein bisschen, als würde Weihnachten einfach mal 2 Monate nach vorn gezogen und würde ganz lange dauern :-) Deshalb möchten wir euch neben den tollen Buchempfehlungen und der Möglichkeit selbst mitzuentscheiden, auch eine ganz besondere Verlosung bieten. Wir werden nach der Bekanntgabe der Leserpreis-Gewinner insgesamt 5 Buchpakete mit jeweils 50 Neuerscheinungen verlosen. Fünf Gewinner dürfen sich also über eine ordentliche Ladung neuen Lesestoff freuen! Und mal ehrlich - davon kann man doch nie genug haben, oder? 1. Um an der Verlosung teilzunehmen, gibt es verschiedene Möglichkeiten - 3 der 5 Buchpakete verlosen wir unter allen Bloggern, die auf ihrem Blog über den Leserpreis berichten und darauf verlinken. Bitte teilt uns den Link zu eurem Blogbeitrag hier mit, indem ihr oben auf den blauen "Jetzt bewerben"-Button klickt und das Formular komplett ausfüllt! http://www.lovelybooks.de/leserpreis/ Grafikmaterial findet ihr hier! 2. Wenn ihr keinen Blog habt, könnt ihr alternativ auf den Social Media Kanälen wie Facebook, Twitter, Google + und ähnlichen auf den Leserpreis hinweisen. Unter allen, die das machen, verlosen wir noch mal 2 Buchpakete mit jeweils 50 Büchern. Wichtig ist hier, dass ihr euren Beitrag öffentlich teilt und ihn uns hier verlinkt. Bitte verlinkt, indem ihr oben auf den blauen "Jetzt bewerben"-Button klickt und das Formular komplett ausfüllt, direkt auf eurer Posting und nicht auf euer gesamtes Profil. Außerdem müssen in eurem Social-Media-Posting unbedingt der Link zum Leserpreis und der Hashtag #Leserpreis enthalten sein. http://www.lovelybooks.de/leserpreis/ 3. Ihr habt weder einen Blog, noch seid ihr auf einem der Social Media Kanäle aktiv? Dann verratet uns, indem ihr oben auf den blauen "Jetzt bewerben"-Button klickt und das Formular komplett ausfüllt, ein Buch, das ihr durch den diesjährigen Leserpreis entdeckt habt und das ihr jetzt unbedingt lesen möchtet. Unter allen, die das machen, verlosen wir noch mal 5 einzelne Bücher, die die jeweiligen Gewinner auf ihren Wunschzetteln haben. Ihr dürft natürlich auch 1 & 2 oder 1, 2 & 3 kombinieren und so eure Chancen steigern :-) Die Teilnahme ist bis einschließlich 29. November möglich! Wir wünschen euch ganz viel Spaß & schaut doch mal rein, welche Bücher in diesem Jahr das Rennen gemacht haben! PS: Die angehängten Bücher sind ein paar Beispiele, was sich im Buchpaket befinden könnte. Wir haben hier aber eine ganz bunte Auswahl und ihr könnt euch dann von einem riesigen Überraschungsbuchpaket begeistern lassen!

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    • 1599
  • Bisola - eine Welt der Extreme

    Grauwacht

    Wortmagie

    08. July 2015 um 10:38

    „Grauwacht“ von Robert Corvus war ein Spontankauf. Mein erster seit langer, langer Zeit. Ich weiß nicht mehr, wann ich davor das letzte Mal in einer Buchhandlung so begeistert von einem Cover und einem Klappentext war, dass ich das dazugehörige Buch sofort mitnehmen musste, obwohl es nicht auf meiner Wunschliste stand. Ich wusste auch nicht, dass mir dieses spezielle Gefühl der Aufregung gefehlt hat. Als Buchbloggerin bin ich sehr kontrolliert, was den Kauf neuer Bücher angeht, selbst wenn das nicht immer so aussieht. Ich kaufe in der Regel nichts abseits meiner Wunschliste. Umso mehr freute ich mich darauf, in „Grauwacht“ zu versinken und endlich mal wieder einen spontanen Kurzurlaub in eine Welt zu unternehmen, die so weit weg von der Erde ist, wie es nur geht. Licht und Dunkelheit, Tag und Nacht, glühende Hitze und brennende Kälte. Bisola ist eine Welt der Extreme, in der eine einzige Nacht ein gesamtes Menschenleben andauert. Um das Überleben aller ihrer BewohnerInnen zu ermöglichen, wurde vor langer Zeit ein Vertrag zwischen Menschen und Sasseks geschlossen. Den wechselwarmen Sasseks gehört der Tag, den anpassungsfähigeren Menschen die Nacht. Beide Völker wandern mit dem Stand der Sonne – wenn die Dämmerung hereinbricht, ist es die Aufgabe der Grauwacht, sicherzustellen, dass der uralte Pakt geachtet wird. Doch Bisola verändert sich. Die Monde wechseln ihre Farbe und das Licht schwindet nicht mehr. Kann die Grauwacht den Frieden zwischen den Völkern bewahren und gleichzeitig herausfinden, was die Veränderungen zu bedeuten haben? „Grauwacht“ zu lesen war, als würde ich ein Theaterstück sehen, das in einer Sprache aufgeführt wird, die ich nicht spreche. Ich erlebe die Darsteller auf der Bühne, kann anhand ihres Spiels erschließen, welche Emotionen sie empfinden und bekomme einen groben, rohen Eindruck der Handlung. Doch die Feinheiten bleiben mir verborgen, weshalb ich keine Chance habe, den wahren Sinn des Stücks zu begreifen. Meine Reise nach Bisola fühlte sich genauso an. Bisola – diese faszinierende, fremdartige, beängstigende Welt. Dieser Planet, dessen Oberfläche gleichzeitig extreme Hitze und bittere Kälte verkraftet und daher einem ständigen Wandel der Umgebung unterworfen ist. Gefährliche Eisstürme und Beben verändern die nächtliche Landschaft der Menschen, während die Sonne die Ozeane so stark erhitzt, dass sie zu kochen beginnen. Es ist eine harte Welt, in der ich keinesfalls leben möchte, weil leben dort mit überleben gleichzusetzen ist. Ich kann mir nicht einmal vorstellen, eine Bewohnerin Bisolas zu sein, besonders, da ich als Mensch an die Nacht gefesselt wäre. Diese Welt ist so anders, dass es mir sehr sehr schwer viel, einen Zugang zu ihr zu finden und sie zu verstehen. Ich glaube nicht, dass es mir vollständig gelungen ist. Ich liebe die Idee hinter Robert Corvus‘ Roman, doch seine Umsetzung ist meines Erachtens nach äußerst verwirrend. Er verlangt seinen LeserInnen unheimlich viel ab, denn neben der Komplexität Bisolas müssen sie auch noch die vielschichtige Handlung verdauen, die sehr dicht mit den Besonderheiten des Planeten verknüpft ist. Ich denke, es verhält sich so: begreift man Bisola nicht, wird auch die Handlung rätselhaft und irritierend bleiben. Die Wanderungen von Menschen und Sasseks mit dem Stand der Sonne mögen von außen recht banal wirken, doch für mich wurden sie beim Lesen unglaublich kompliziert, weil ich einfach nicht verstand, wie das System dahinter funktioniert, das der Vertrag der Völker festlegt. Das Gleiche gilt leider für die Zeit- sowie Entfernungsrechnung, die Robert Corvus für seinen Roman völlig neu erfand. Alles bezieht sich auf die Umstände in Bisola, was zwar durchaus realistisch ist, mir daher allerdings nicht den geringsten Referenzpunkt bot. Ich weiß nicht, wie lang ein Mezzalauf ist. Ich weiß auch nicht, wie weit ein Click ist, obwohl beides immer wieder erwähnt wird. Corvus schreibt für meinen Geschmack nicht explizit genug; er erklärt wenig und wenn, dann eher beiläufig, was in all den Wendungen der Handlung sehr schnell unterging. Außerdem empfand ich ihn als sprunghaft und unruhig, als würde er mit jedem neuen Einfall das aktuelle Problem einfach vom Tisch kehren, ohne es richtig aufzulösen. Ähnlich verhält es sich mit den Figuren in „Grauwacht“, die nicht nur sehr zahlreich sind (ich habe fast 40 namentlich genannte Personen gezählt), sondern mir auch fremd blieben. Zwar erhielten nicht alle Charaktere eine eigene Perspektive, doch auch mit denjenigen, aus deren Sicht ich die Ereignisse erleben durfte, konnte ich keine solide Verbindung aufbauen. Überhaupt gab nur eine einzige Figur, die ich wirklich mochte und mit der ich mich zumindest ein bisschen identifizieren konnte: den Sassek Ssarronn. Ich würde „Grauwacht“ nicht unbedingt als Fehlkauf oder Totalausfall bezeichnen, doch es hielt definitiv nicht das, was ich mir davon versprochen hatte. Ich empfand es als verworren und unübersichtlich; Robert Corvus fehlt meiner Ansicht nach das Talent, um seine komplexen, spannenden Ideen seinen LeserInnen leicht und elegant zu vermitteln. Ich habe mich überfordert gefühlt, als wäre ich nicht clever genug, um seine Konstruktion zu durchschauen. Nicht gerade eine positive Empfindung. Ich möchte „Grauwacht“ nicht empfehlen, weil ich es dafür erstens nicht gut genug fand und zweitens auch zu wenig Erfahrung mit dem reinen Science Fiction – Genre habe, um hier irgendwelche Vergleiche anzustellen. Solltet ihr euch trotz dessen dazu entscheiden, es zu lesen, fände ich es toll, wenn ihr mir kurz eure Eindrücke schildert. Vielleicht lag es nicht nur an mir, dass ich mich in dieser Geschichte so unwohl gefühlt habe.

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  • Erschaffung einer neuen Welt

    Grauwacht

    anra1993

    25. June 2015 um 11:55

    Das Cover zeigt zum einen das Schwert und die Axt der Grauwacht, auf dessen ein Wolfskopf thront. Zum anderen kann man Eiskristalle erkenne, die dem Leser zeigen, dass der Roman in einer Eiswüste spielt. Auch die Farbe Blau, wird eine wichtige Rolle spielen.Das Cover finde ich daher gut getroffen, da es alle wichtigen Elemente miteinander vereint. Die Charaktere waren für mich ziemlich gut dargestellt. Wir treffen auf Nata, die durch ihren Mut und ihre Liebe beweist, dass es sich lohnt für etwas zu kämpfen und, dass man sich nicht unterdrücken lassen sollte, nur weil andere anderer Meinung sind.Remon hingegen wird sich im Laufe des Buches seinem Schicksal stellen müssen. Aber er ist ein harter Brocken. Denn er trägt das Nabu in sich, welches ihn robuster gegen Angriffe macht und ihn schneller heilt, als Normalsterbliche. Der Einstieg war für mich sehr holprig. Leider hat der Autor es nicht geschafft, die vielen Fremdwörter, die im Buch vorkommen, so zu verpacken, dass man auf Anhieb weiß, um was es sich handelt. Deshalb musste ich leider öfters ins Glossar schauen, was mich etwas genervt hatte. Viel besser wäre es, wenn es direkt sichtbar im Text gestanden hätte, um was es sich bei den verschiedenen Begriffen handelt.Daher gibt es hierfür leider einen ganze Seerose Abzug, da mir so der erste Teil des Buches schwer gefallen ist. Im Laufe des Buches konnte ich mich mehr und mehr in die Welt von Bisola einleben und konnte mir viel bildlich vorstellen. Der Autor neigt dazu, vieles sehr bildlich zu beschreiben, um den Leser mit in die Welt zu entführen. Allerdings hat es mich da an der ein oder anderen Stelle gefröstelt, da zum einen Schnee die Welt regiert und zum anderen manche Stellen doch sehr blutig und grauenhaft waren. Schon am Anfang wurde aber klar, dass es sich hierbei um ein Werk handelt, bei dem der Leser mit rätseln kann. Was hat es nur mit den mysteriösen Farben zu tun?

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  • Eine sehr komplexe Welt, die gut und spannend beschrieben wird.

    Grauwacht

    Uwes-Leselounge

    30. April 2015 um 19:05

    Auf Bisola leben die Menschen sowie eine Spezies namens Sasseks. Sasseks sind Amphibien, die die Wärme und das Licht benötigen, um überleben zu können. Darum gibt es ein Jahrhunderte altes Abkommen zwischen den Menschen und den Sasseks. Die Menschen leben in der Nacht und Sasseks am Tag. Dabei dauert ein Tag-Nacht-Zyklus ein Menschenleben. So ziehen die Menschen und Sasseks der Nacht bzw. dem Tag hinterher. Um die reibungslose Übergabe der Metropolen von Mensch zu Sassek zu garantieren wurden die Guardista der Grauwacht geschaffen. Diese sichern den Frieden zwischen den beiden Rassen. Diese Guardista sind zwar Menschen, haben aber besondere Fähigkeiten. Doch irgendetwas geschieht auf Bisola, denn es wird erzählt, das ein seltsames blaues Licht die Nacht und bald auch den Tag erhellen soll. Der Frieden zwischen den beiden Rassen ist stark gefährdet. Remon, ein flüchtiger Guardista, und seine Frau Nata machen sich auf die Reise in die Stadt des Zwielichts, um dem Ganzen auf die Spur zu kommen. Kann der Frieden zwischen den Völkern gewahrt werden? Und was hat es mit dem blauen Licht auf sich? Der Einstieg in diese Geschichte fiel mir nicht leicht, denn der Autor Robert Corvus hält sich nicht lange mit Erklärungen zu seiner Welt auf, nein, er lässt uns gleich spüren, wie das Leben der Menschen auf Bisola ist. Nämlich sehr kalt, rau, brutal und von Hunger getrieben. So lernen wir Remon, seine Tochter Enna sowie seine Frau Nata kennen. Remon und seine Frau Nata sind auf der Flucht vor der Grauwacht, welcher Remon vorher angehört und einen Eid geschworen hat. Sie beschlossen, ihren Tod vorzutäuschen, damit Remon seine Familie beschützen kann. Doch Remon wird durch seine ehemalige Kampfgefährtin Vorena aufgespürt und diese soll ihn in die Metropole Oculor zur Grauwacht bringen. Dort soll über Ihn gerichtet werden. Doch was passiert mit seiner Frau und seiner Tochter? Wie soll sich Remon entscheiden? Kämpfen oder aufgeben? Seine Frau Nata ist eine Sabo und eine der großen Eigenschaften dieser Gattung ist es, Wissen zu erlangen, zu sammeln und weiterzugeben. Als Nata von dem blauen Licht erfährt, lässt sie dieses Phänomen nicht mehr los und so beginnt sie Nachforschungen anzustellen. Doch dabei begibt sie sich und ihre Tochter in Gefahr. Kann Remon sie retten? Die Geschichte und die Welt ist sehr spannend, aber Robert Corvus beschreibt bis zur Hälfte des Buches nur das Leben der Menschen und ich fragte mich schon, wann ich mal etwas über die Sasseks erfahre. Wer oder was sind die Sasseks? Warum können Sie nur am Tag leben? Diesen Teil hätte man für meinen Geschmack viel früher mit einbringen können. Aber er kommt, soviel sei verraten. In all die Überlegungen Remons über die Zukunft seiner Familie mischt sich auch die Frage, was es mit dem blauen Licht auf sich hat. Was ist die Ursache? Denn die Sasseks hassen es, wenn die Menschen die Farbe blau zur Schau stellen, denn Sie verehren diese Farbe, da es für Ihren Ursprung (Meer) steht. Aber es lauern noch weit mehr Gefahren für die Menschen und die Sasseks. Ungefähr zur Häfte des Buches lernen wir dann den Sassek Ssarronn kennen. Dieser ist ein Angehöriger der Goraja einer Art Beobachter (Geschichtenerzähler für seine Spezies) und soll den Übergang der Metropole Oculor dokumentieren. Doch diese Übergabe gerät beinahe außer Kontrolle und so muss die Grauwacht einschreiten. Gemeinsam mit Remon, Nata, Vorena und den Sasseks Ssarron und Kress begeben wir uns auf die Suche nach Antworten. Ein sehr anspruchsvolles Buch, das man nicht mal eben so weg liest. Eine sehr komplexe Welt! Gut und spannend beschrieben. Wer sich nicht von dem etwas schleppenden Beginn entmutigen lässt, den erwartet eine atmosphärisch tolle Welt mit einigen Überraschungen. Die Charaktere sind allesamt gut bis sehr gut ausgearbeitet. Besonders mit Remon und Nata ist Robert Corvus ein starkes Paar gelungen. Beide lieben sich über alles und würden für den anderen sterben. Aber sie haben auch eine Verantwortung Ihrer kleinen Tochter Enna gegenüber und dies spürt man in jeder Zeile. Aber auch Ssarron und Kress die beiden Sasseks haben mir richtig gut gefallen.

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  • Grauwacht

    Grauwacht

    Svanvithe

    Was würdest du tun, wenn du an einem Punkt angelangt bist, an dem du entscheiden musst, ob du Macht ausspielst oder zurücknimmst, um eine Entwicklung zuzulassen, die viel mühsamer, aber gleichwohl lehrreicher und lebensechter ist? So faszinierend die Welt von Bisola auch sein mag, sie ist eine extremer Gegensätze. Tag und Nacht. Doch löse dich von deinen Vorstellungen des üblichen Zeitmaßes. Sechzig Doppelmonde dauert die Nacht, der im gleichen Rhythmus der Tag folgt. Während der Tag trocken ist und unter der Sonne brennt, dass selbst die Meere kochen, weist die Nacht eisige, klirrende Kälte auf. Die Nacht ist Heimat der Menschen, und nur in dicke Pelze gehüllt sind sie in der Lage, sich ins Freie zu begeben. Wenn sie Glück haben, bewohnen sie Hütten in Refugios und leisten ihren Beitrag zum Fortbestand einer Communidad, oder sie leben unter einem Schutzschild in Häusern in Metropolen, können dort eventuell als Sabos in einem Astrovatorio Monde und Sterne beobachten oder in einer Bilteca Bücher lesen. Überall müssen sie sich allerdings festen Regeln unterwerfen. Als umherziehende Nomaden sind Menschen oft auf eine Unterkunft in natürlichen Höhlen angewiesen. Insgesamt ist es ein harter Alltag, der immer wieder vom Kampf ums Überleben bestimmt wird. Der Tag ist den Sasseks vorbehalten. Amphibien, die mit ihrer äußeren schuppigen Hülle der Hitze trotzen. Sie sind empfindsame und fähige Wesen, die ihr Geschlecht mehrfach wechseln und nur im hohen Alter geschlechtslos leben.   Sobald der Tag naht, ist es für die Menschen Zeit, ihr jeweiliges Zuhause aufzugeben und mit der Nacht weiter zu ziehen. So will es der Pakt, der einst zwischen Menschen und Sasseks geschlossen wurde und ein friedliches Leben beider Völker ermöglicht. Damit dies so bleibt, gibt es die Grauwacht und ihre Krieger mit überragenden Fähigkeiten, die, wenn sie mit Nabo ausgestattet sind, äußerst langlebig mit verstärkten Sinnen, Kräften und Geschick handeln können. Dafür müssen sie andererseits auf eine eigene Familie und damit persönliche Bindungen verzichten, um neutral ihre Aufgabe, die Überwachung des Paktes, umzusetzen. Bislang ist das stets gelungen. Plötzlich jedoch verändern sich in der Welt von Bisola nicht nur die zwei Monde Dya und Mezza, als sich ein grünes Band auf ihre gelbe Wölbung legt, das weiter wandert und zunehmend blaues Licht hinter sich herzieht. Sondern hinzu kommt, dass der Tag nicht weicht und ein ungewöhnliches blaues Licht erscheint. Überall zeigt sich das Blau, es ist ausgerechnet die Farbe, die unter den Sasseks als verflucht gilt und die Amphibien deshalb in große Unruhe versetzt. Und nicht nur sie. Die bekannte Ordnung droht, umgestoßen zu werden, und das verunsichert Angehörige beider Völker. Was steht Bisola noch bevor, wenn schon die Monde ihr Angesicht wechseln? Und geschieht dies alles zum ersten Mal? Oder gibt es eine Gefahr, die sowohl Menschen als auch Sasseks vergessen haben, die aber für beide bedrohlich ist? "Grauwacht" von Robert Corvus besticht durch seinen intelligenten Plot, den der Autor mit einem gradlinigen, klaren Schreibstil hervorragend in Szene setzt. Er baut eine fantastische Welt auf, die er erfreulicherweise neben den Menschen nicht mit Wesen wie Elben, Trollen, Zwergen usw. besiedelt ist, sondern mit einer reizvollen Spezies wie den Sasseks. Hast du zunächst das Gefühl, auf Bisola mittelalterliche Strukturen zu finden, zeigen sich im Verlauf der Handlung Elemente, die eher dem Gebiet der Science Fiction zuzuordnen sind. Diese Mischung bildet einen originellen Reiz, der dadurch, dass du dich mit Menschen und Sasseks einem zu lösenden Rätsel gegenüber siehst, noch erhöht wird. Während das Geschehen, das in vier Teile aufgeteilt und durch Interludien ergänzt wird, anfänglich in ruhigen Bahnen zu verlaufen scheint, beschleunigt der Autor nach und nach das Tempo, wirft Hinweise ein und fesselt dich mehr und mehr bis zum Höhepunkt und der Lösung des Rätsels. Bis dahin wird nicht nur die Nacht ein Grund sein, dass es dich das eine oder andere Mal fröstelt oder sogar gruselt... Einen bemerkenswerten Beitrag leisten die hervorragend ausgearbeiteten Charaktere. Sie agieren zum Teil unabhängig voneinander und arbeiten mit dir zusammen an der Aufklärung der geheimnisvollen Vorgänge. Zunächst lernst du Remon kennen. Er ist ein abtrünniger Guardista der Grauwacht. Denn entgegen den Geboten der Grauwacht, nicht mit einem normalen Menschen zusammen zu sein, hat er eine Familie gegründet und auf diese Weise seinen Eid gebrochen. Als Kind wurde Remon von Sasseks aufgezogen, so dass er wie ein Sassek denken kann. Er ist ein einzigartiger Mensch, der seine Frau Nata und seine Tochter Enna liebt und versucht, sich nie in den Vordergrund zu drängen. Als er entdeckt wird, bedeutet es das Ende des Glücks und möglicherweise sogar den Tod. Trotzdem strebt Remon ständig danach, die auffallenden merkwürdigen Veränderungen Bisolas zu ergründen, wobei sich die Zugehörigkeit zur Grauwacht als Vorteil erweist. Wenn dir Nata begegnet, wirst du Remons Liebe verstehen. Nata ist nicht nur warmherzig und fürsorglich, sondern darüber hinaus selbstbewusst, klug und mutig. Sie gehört nicht zu den Menschen, die Gegebenheiten akzeptieren, ohne sie zu hinterfragen. Denn es ist vorstellbar, dass Dinge ergründet und neu gestaltet werden können. Sie macht sich Gedanken und Sorgen um die Zukunft, gibt nicht so schnell auf und handelt zielstrebig auf der Suche nach Wissen. Dabei werden ihr indes Steine in den Weg gelegt. Sabos, die Gelehrten der Menschen, erwecken den Eindruck, dass sie nicht erkennen - oder sie vermögen und wollen es nicht -, dass Ungemach für beide Völker droht und Nichthandeln oder eine falsche Reaktion dies nicht verhindern kann. Auch auf Seiten der Sasseks gibt es außergewöhnliche Figuren. Ssarronn wird dir gefallen. Er befindet sich in der späten männlichen Phase, ist intelligent und wissbegierig, die Menschen interessieren ihn besonders. Bei der Begegnung mit Nata spürt er sofort eine geistige Verwandtschaft. Seiner ruhigen Wesensart steht Kress gegenüber. Die weibliche impulsive, ja zeitweise aggressive Sassek wird dich vermutlich oft verzweifeln lassen. Lass dich überraschen, ob ihr glühender Hass gegen alles, was blau ist, sie ins Verderben stößt oder ob Hoffnung besteht. Die Geschichte ist in ihrer Entwicklung und mit den detailliert gestalteten Protagonisten uneingeschränkt bis zum Ende überzeugend, spannungsreich und mit Tiefgang versehen. Zudem enthält sie durchaus Botschaften, die zur eigenen Reflexion anregen. Sie wird dir ein unterhaltsames, niveauvolles Lese- und Ratevergnügen bescheren und (hoffentlich) letztendlich begeistern.

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    • 2
  • Sehr überzeugender High-Fantasy-Roman

    Grauwacht

    _Vanessa_

    13. April 2015 um 17:07

    Auf Bisola dauert ein Tag-Nacht-Zyklus eine ganze Lebensspanne. Jahrzehnte lang ist es Nacht und genauso lange herrscht der Tag. Der Frieden zwischen Menschen und Sasseks, amphibische Wesen, wird nur durch ein Abkommen garantiert, welches besagt, dass die Menschen in der eiskalten Nacht leben müssen und den Sasseks der heiße Tag gehört. Beide Völker müssen daher regelmäßig wandern, um in ihrer Zeit zu bleiben. Dieses Abkommen wird von den Guardistas der Grauwacht überwacht, die dafür sorgen, dass sich beide Völker auch daran halten. Doch der Pakt ist gefährdet, die Monde Bisolas verändern sich und die Nacht wandert nicht so schnell weiter, wie der Tag.. Meine Meinung: "Grauwacht" hatte ich gar nicht auf dem Schirm, bis es dann in einem Newsletter vom Verlag meine komplette Aufmerksamkeit auf sich zog. Nicht nur das Cover hat mich direkt angesprochen, auch die Inhaltsangabe hat mich überzeugt und die Geschichte klang in meinen Augen sehr spannend und so, als hätte der Autor eine faszinierende Welt erschaffen, die ich natürlich am liebsten sofort erkundet hätte. Meine Erwartungen, die zugegeben nicht unbedingt besonders hoch waren, da ich noch nichts über das Buch oder den Autor gehört hatte, wurden um einiges übertroffen. Robert Corvus Schreibstil las sich sehr gut und ziemlich flüssig. Nicht ganz so leicht, schon ein wenig anspruchsvoller, aber nicht so, dass es anstrengend wurde. Er schreibt aus der Sicht eines außenstehenden Erzählers und wechselt häufig die Perspektive. Das fand ich sehr passend, da die Handlung an verschiedenen Orten spielt und man so alles Wichtige mitbekommt. Die Geschichte konnte mich von der ersten bis zur letzten Seite wirklich sehr überzeugen. Sie ist spannend geschrieben, der Verlauf war nicht vorhersehbar und brachte die ein oder andere Überraschung mit sich. Leider konnte mich das Buch aber nicht so richtig fesseln und so fiel es mir, trotzt meiner absoluten Neugier, wie es denn nun weitergehen wird, nie besonders schwer das Buch auch mal für eine Zeit aus der Hand zu legen. Das fand ich ein wenig schade, ist aber nicht zu ändern. Die vielen Perspektivenwechsel haben mich manchmal ein klein wenig verwirrt, besonders am Anfang. Nach kurzer Eingewöhnung ging es dann aber und kam nur noch selten vor. Die damit einhergehenden verschiedenen Handlungsstränge wurden sehr interessant und teilweise auch richtig spannend gestaltet und in einem großen Showdown zusammengeführt, der mich dann endlich auf den letzten Seiten doch noch packen und fesseln konnte. Die erschaffene Welt finde ich sehr faszinierend und unglaublich gut durchdacht. Ich hätte sehr gerne noch mehr Zeit in Bisola verbracht und noch viel mehr davon erkundet. Was ich ganz besonders toll fand, war, dass der Autor nach und nach einiges an Hintergrundwissen über die Welt in die Handlung eingefügt hat und man so erfuhr, wie es zur aktuellen Lage kam. Das Ende ist in meinen Augen abgeschlossen, weswegen ich einfach vermute, dass es sich hierbei um einen Einzelband handelt, was ich aber nicht genau sagen kann. Ich mochte es ziemlich gerne, ich fand die Ereignisse nicht vorhersehbar und es passte wirklich wunderbar zur vorhergehenden Geschichte. Auch die Charaktere gefielen mir ziemlich gut. Sie waren überzeugend und zum Großteil gut ausgearbeitet. Manche empfand ich als ein wenig blass, was mich aber bei der Vielzahl an Personen nicht wirklich gewundert hat. Ich fand es Schade, dass ich mich in keine der Personen so richtig hineinversetzen und mich keiner so richtig mitreißen konnte. Fazit: "Grauwacht" ist ein wirklich sehr überzeugender High-Fantasy-Roman, der allerdings ein paar kleinere Schwächen mit sich bringt. Das Buch konnte mich leider erst auf den letzten Seiten so richtig packen, bot aber trotzdem eine wirklich interessante und spannende Handlung und konnte mit einer sehr faszinierenden Welt punkten.

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  • Eine Reise nach Bisola

    Grauwacht

    Narrania

    16. March 2015 um 11:39

    Lieber Leser, du willst eine Reise nach Bisola buchen? Glücklicherweise ist gerade keine Einreisesperre, denn in seiner blauen Phase dürften wir dich nicht dorthin lassen.  Es ist eine gute Wahl, du wirst eine Welt erleben, die völlig verschieden ist von unserer. Im Gepäck brauchst du viel Phantasie. Wir können dir eine, unserer Meinung sehr gut gestaltete, Karte der Welt zur Verfügung stellen. Vielleicht landest du im Tag. Deine Schiffsensoren werden verhindern, dass du in das Zentrum der Hitze gelangst und gleich verbrennst. Auf die kühlende Nacht wirst du lange warten müssen, hast du noch 60 Jahre Zeit? Ja, du liest richtig, 60 Jahre Tag und auf der anderen Seite 60 Jahre Nacht. Hitze und Kälte im absoluten Gegensatz der Lebensweisen. Auf der Tagseite wirst du interessante Amphibien entdecken. Sie sind intelligent, körperlich durch ihr dickes Schuppenkleid vor der Hitze geschützt und verändern ihr Geschlecht in verschiedenen Lebensphasen. In der letzten Lebensphase sind sie ungeschlechtlich und können so die Weisheit des Alters ausstrahlen. Viel mehr wissen wir nicht über sie. Leider ist uns auch nicht bekannt, welche Gefahren sie eventuell für dich bedeuten würden. Möchtest du also  lieber Menschen treffen? Dann lande in der Nacht. Es herrscht eisige Kälte. Das Leben wird durch die Bemühungen zu überleben dominiert. Es ist nicht ungefährlich, sich dort allein herum zu treiben, denn der Kampf um Nahrung könnte dein Schicksal besiegeln. Nomaden ziehen durch Eis und Schnee auf der Suche nach Beute. Möglicherweise landest du in der Nähe eines Refugios: Höhlen in denen es Wärme und Schutz gibt, Gemeinschaften mit festen Regeln. Sie würden dich aufnehmen, wenn du ein guter Jäger bist oder ein guter Kämpfer. Bist du das? Also das ist unser Angebot für eine Abenteuerreise. Hast du genug Mut dafür? Wir können keine Versicherung für eine gesunde Rückkehr bieten. Vielleicht nimmst du lieber unser Wohlfühlpaket. Du kannst dann die fremde Welt innerhalb einer Metropole entdecken. Dort hast du alle Annehmlichkeiten, die du dir wünschst. Du könntest als Wissenschaftler dorthin reisen und hättest die Möglichkeit der Forschungen in modernsten Astrolabios  und  Bibliotheken, wärest in der Lage, Kontakte zu den Menschen unterschiedlicher Schichten zu knüpfen und deiner Neugier Genüge zu tun. Wir können dir auch noch ein Luxusangebot machen, denn es gibt eine Metropole, in der es möglich ist sowohl Menschen als auch Sassek kennenzulernen, welche dort zusammen leben. Eine Verbindung von beiden Reisevarianten ist vom Zeitpunkt abhängig. Sowohl Menschen als auch Sassek sind gezwungen mit dem Tag bzw. der Nacht zu wandern. Vielleicht möchtest du deine Reise in einer Metropole beginnen, aber  dann könnte es sein, dass du den Auszug miterleben musst und vielleicht als Nomade endest. Auch bei dieser Reisevariante ist es uns unmöglich eine Überlebensgarantie zu geben. Leider können wir Dir kein Angebot machen, bei der dritten Gruppe auf dem Planeten, der Grauwacht, die Zeit zu verbringen. Diese Gruppe bleibt unter sich. Es sind Menschen, aber sie haben sich der Neutralität zwischen Menschen und Sassek verpflichtet. Ihre Anzahl ist limitiert und ihre Fähigkeiten sind besondere. Welche das sind möchtest du, lieber Leser, vielleicht selbst heraus bringen. Meine persönliche Empfehlung wäre, in ein Refugio zu gehen und dir die Geschichte von Nata und Remon erzählen zu lassen. Nata, eine kluge Frau und liebevolle Mutter ist die Ehefrau von Remon, der eigentlich der Grauwacht angehört. Ihre Beziehung widerspricht den Regeln dieser Hüter der Ordnung des Planeten. Hat sie eine Chance? Wenn du ihrer Geschichte folgst, wirst du alle Facetten dieses interessanten Planeten kennenlernen; unter anderem auch einige spannende Vertreter der verschiedenen  Gruppen. Zum Beispiel Vorena, eine Grauwächterin, die ohne Liebe aufwuchs und sich ihrer Ehre und ihrem Schwert verpflichtet hat, Ssarronn, einem  Sassek in seiner vorletzten Geschlechtsphase, schon mit viel Weisheit gesegnet (vielleicht weil eine seiner besonderen Eigenschaften die Neugier ist) und Kress, eine junge Sassek, voller Leidenschaft und Feuer. Diese Geschichte wird dich gefangen nehmen und deine Neugier anstacheln. Viel wirst du erfahren. Vielleicht werden dich Menschen enttäuschen und andere überraschen. Auch die Sassek werden einiges an Überraschungen für dich bieten und du wirst die Zeit auf Bisola nicht bereuen. Sicher wird am Ende deiner Reise volle Zufriedenheit entstehen und vielleicht bleibt eine Sehnsucht und der Wunsch, den Planeten wieder zu besuchen. Wir würden uns über einen Reisebericht von dir sehr freuen, denn dieser Planet ist erst neu in unseren Katalog aufgenommen und wir sind sicher, dass jeder, der einmal dort war, anderen diese Reise nur empfehlen kann. Übrigens, solltest du in Erfahrung bringen, wer oder was die Krienos sind und welche Rolle sie auf Bisola spielen, dann wären wir dir für eine Information sehr dankbar.

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  • Grauwacht

    Grauwacht

    Mine_B

    07. March 2015 um 15:38

    Mit „Grauwacht“ hat der Robert Corvus eine einzigartige Welt namens Bisola geschaffen, in der nicht nur die Menschen, sonder auch Echsenwesen – genannt Sasseks - leben. Bisher ist „Grauwacht“ ein eigenständiges Werk, das ohne Vorkenntnisse gelesen werden kann.   Inhaltsangabe (Quelle: Klappentext): Sie sind die Wächter der Dämmerung. Das Leben der Menschen Bisolas wird durch den Wechsel von Tag und Nacht bestimmt. Jahrzehnte lang herrscht Nacht, bis die Morgendämmerung hereinbricht, und weitere Jahrzehnte vergehen bis zum Abendrot. Ein alter Pakt zwingt die Menschen dazu, mit der Nacht zu wandern und ihr Dasein in kalter Dunkelheit zu fristen. Denn wenn der Tag kommt, kommen die Sasseks – fremdartige Wesen, die nur in der Wärme leben können. Allein dieses Abkommen garantiert den Frieden zwischen den Völkern sowie die Grauwacht, die den Abzug der Menschen überwacht. Doch mysteriöse Ereignisse gefährden den Pakt. Die Monde verändern ihre Farbe. Die Dämmerung schwindet nicht. Kann der Krieg noch aufgehalten werden?   Zuerst möchte ich die Gestaltung des Buches loben. „Grauwacht“ verfügt über ein umfangreiches Glossar und ein ausführliches Personenregister. Auch die beigefügte Karte von Bisola finde ich wunderschön. Diese Karte kann man sich auf der Homepage von Robert Corvus auch in Farbe anschauen. Der Schreibstil von Corvus gefällt mir immer wieder aufs Neue sehr gut. Der Stil ist sehr bildhaft und lässt sich flüssig lesen. „Grauwacht“ ist wohl eins seiner Bücher, welches nicht ganz so düster und brutal ist. Dennoch muss man durchaus mit seinen Charakteren mit fiebern und um diese bangen, ob sie den Roman heil überleben werden. Die Hauptcharaktere sind wohl Remon – ein abtrünniges Mitglied der Grauwacht, welches sich vor Jahren für seine Familie entschieden hat, nämlich seine Frau Nata und das gemeinsame Kind Enna. Diese bildet eine harmonische Familie, welche den schweren Bedingungen der Natur Bisolas in der Nacht trotzt. Im Roman ist diese harmonische Welt natürlich nicht von Ewigkeit. Das Schicksal nimmt u.a. seinen Lauf, als Vorena – auch ein Grauwacht-Mitglied – Remon auffindet und diesen mitnimmt, damit er für seine Taten zur Rechenschaft gezogen wird. Vorena ist eine starke Frau, welche hohen Wert auf Ehre und den Verpflichtungen gegenüber der Grauwacht legt. Remon und seine Familie ist einen von Beginn sympathisch und es dauert nicht lange, da bangt man um das Wohl der einzelnen Familienmitglieder. Bei Vorena hat es etwas gedauert, aber nach und nach lernt man sie besser kennen. Man erkennt ihre raue Schale, aber auch ihren weichen Kern und kann sie dadurch besser verstehen. Auf Bisola leben auch echsenartige Wesen, genannt Sasseks. Zunächst ist ihre Schilderung – bedingt durch die Perspektive der Menschen – recht einseitig. Das Bild das von diesen Lebewesen gezeichnet wird, ist nicht immer positiv. Als die Sasseks jedoch ihren ersten Auftritt haben, erkennt man, dass die Schilderungen nicht immer der Wahrheit entsprochen haben. Man lernt z.B. Ssarronn kennen. Die Gestaltung der Sasseks hat mir sehr gut gefallen – man bekommt einen guten Einblick in ihre Kultur und ihre Hierarchie. Gut hat mir auch die Welt Bisola an sich gefallen. Es ist eine interessante Welt, die unserer nicht komplett unähnlich ist – aber trotzdem sehr viele Unterschiede aufweist. Der Tag-und-Nacht- Zyklus ist ein ganz anderer. Dieser Zyklus dauert mehrere Jahrzehnte. Die Beschreibungen haben mir gut gefallen und auch die darauf lebenden Wesen fand ich sehr interessant. „Grauwacht“ ist wie eine Rätselgeschichte aufgebaut. Etwas Ungewöhnliches passiert auf Bisola. Alles beginnt mit dem blauen Licht. Und stückchenweise werden Informationen gestreut, was es damit auf sich haben könnte, was die Zusammenhänge sein könnte. Das Ende dieser Rätselgeschichte ist meiner Meinung nach wirklich gelungen und kam für mich überraschend. Zu Beginn des Buches musste ich mich erst mal an die vorherrschende Situation gewöhnen und mich auf das Rätsel einlassen. Wenn dies aber erst mal geschehen ist, dann kann man „Grauwacht“ nur noch schwer aus den Händen legen. Für mich ist „Grauwacht“ ein durchaus gelungenes Werk, welches mich in eine wunderbare Welt katapultiert hat. Es hat Spaß gemacht, das Rätsel zusammen mit den Charakteren zu lösen und zu gerne würde ich mehr über Bisola lesen. Hierfür vergebe ich 4 von 5 möglichen Sternen.

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  • Grauwacht

    Grauwacht

    Mine_B

    07. March 2015 um 15:38

    Mit „Grauwacht“ hat der Robert Corvus eine einzigartige Welt namens Bisola geschaffen, in der nicht nur die Menschen, sonder auch Echsenwesen – genannt Sasseks - leben. Bisher ist „Grauwacht“ ein eigenständiges Werk, das ohne Vorkenntnisse gelesen werden kann.   Inhaltsangabe (Quelle: Klappentext): Sie sind die Wächter der Dämmerung. Das Leben der Menschen Bisolas wird durch den Wechsel von Tag und Nacht bestimmt. Jahrzehnte lang herrscht Nacht, bis die Morgendämmerung hereinbricht, und weitere Jahrzehnte vergehen bis zum Abendrot. Ein alter Pakt zwingt die Menschen dazu, mit der Nacht zu wandern und ihr Dasein in kalter Dunkelheit zu fristen. Denn wenn der Tag kommt, kommen die Sasseks – fremdartige Wesen, die nur in der Wärme leben können. Allein dieses Abkommen garantiert den Frieden zwischen den Völkern sowie die Grauwacht, die den Abzug der Menschen überwacht. Doch mysteriöse Ereignisse gefährden den Pakt. Die Monde verändern ihre Farbe. Die Dämmerung schwindet nicht. Kann der Krieg noch aufgehalten werden?   Zuerst möchte ich die Gestaltung des Buches loben. „Grauwacht“ verfügt über ein umfangreiches Glossar und ein ausführliches Personenregister. Auch die beigefügte Karte von Bisola finde ich wunderschön. Diese Karte kann man sich auf der Homepage von Robert Corvus auch in Farbe anschauen. Der Schreibstil von Corvus gefällt mir immer wieder aufs Neue sehr gut. Der Stil ist sehr bildhaft und lässt sich flüssig lesen. „Grauwacht“ ist wohl eins seiner Bücher, welches nicht ganz so düster und brutal ist. Dennoch muss man durchaus mit seinen Charakteren mit fiebern und um diese bangen, ob sie den Roman heil überleben werden. Die Hauptcharaktere sind wohl Remon – ein abtrünniges Mitglied der Grauwacht, welches sich vor Jahren für seine Familie entschieden hat, nämlich seine Frau Nata und das gemeinsame Kind Enna. Diese bildet eine harmonische Familie, welche den schweren Bedingungen der Natur Bisolas in der Nacht trotzt. Im Roman ist diese harmonische Welt natürlich nicht von Ewigkeit. Das Schicksal nimmt u.a. seinen Lauf, als Vorena – auch ein Grauwacht-Mitglied – Remon auffindet und diesen mitnimmt, damit er für seine Taten zur Rechenschaft gezogen wird. Vorena ist eine starke Frau, welche hohen Wert auf Ehre und den Verpflichtungen gegenüber der Grauwacht legt. Remon und seine Familie ist einen von Beginn sympathisch und es dauert nicht lange, da bangt man um das Wohl der einzelnen Familienmitglieder. Bei Vorena hat es etwas gedauert, aber nach und nach lernt man sie besser kennen. Man erkennt ihre raue Schale, aber auch ihren weichen Kern und kann sie dadurch besser verstehen. Auf Bisola leben auch echsenartige Wesen, genannt Sasseks. Zunächst ist ihre Schilderung – bedingt durch die Perspektive der Menschen – recht einseitig. Das Bild das von diesen Lebewesen gezeichnet wird, ist nicht immer positiv. Als die Sasseks jedoch ihren ersten Auftritt haben, erkennt man, dass die Schilderungen nicht immer der Wahrheit entsprochen haben. Man lernt z.B. Ssarronn kennen. Die Gestaltung der Sasseks hat mir sehr gut gefallen – man bekommt einen guten Einblick in ihre Kultur und ihre Hierarchie. Gut hat mir auch die Welt Bisola an sich gefallen. Es ist eine interessante Welt, die unserer nicht komplett unähnlich ist – aber trotzdem sehr viele Unterschiede aufweist. Der Tag-und-Nacht- Zyklus ist ein ganz anderer. Dieser Zyklus dauert mehrere Jahrzehnte. Die Beschreibungen haben mir gut gefallen und auch die darauf lebenden Wesen fand ich sehr interessant. „Grauwacht“ ist wie eine Rätselgeschichte aufgebaut. Etwas Ungewöhnliches passiert auf Bisola. Alles beginnt mit dem blauen Licht. Und stückchenweise werden Informationen gestreut, was es damit auf sich haben könnte, was die Zusammenhänge sein könnte. Das Ende dieser Rätselgeschichte ist meiner Meinung nach wirklich gelungen und kam für mich überraschend. Zu Beginn des Buches musste ich mich erst mal an die vorherrschende Situation gewöhnen und mich auf das Rätsel einlassen. Wenn dies aber erst mal geschehen ist, dann kann man „Grauwacht“ nur noch schwer aus den Händen legen. Für mich ist „Grauwacht“ ein durchaus gelungenes Werk, welches mich in eine wunderbare Welt katapultiert hat. Es hat Spaß gemacht, das Rätsel zusammen mit den Charakteren zu lösen und zu gerne würde ich mehr über Bisola lesen. Hierfür vergebe ich 4 von 5 möglichen Sternen.

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  • Unruhen auf Bisola

    Grauwacht

    odenwaldcollies

    02. March 2015 um 11:23

    Auf Bisola wird das Leben durch den Wechsel von Tag und Nacht bestimmt: jahrzehntelang herrschen Tag bzw. Nacht, bevor die Dämmerung anbricht. Die Menschen leben in der Nacht in eisiger Kälte, während die Sasseks, amphibische Wesen, den heißen Tag bevölkern. Ein alter Pakt besagt, daß die Menschen beim Tag-Nacht-Wechsel mit der Nacht zu wandern haben, während die Sasseks nachrücken. – so wird das friedliche Zusammenleben zwischen Mensch und Sassek gewährleistet. Die Grauwacht sorgt dafür, daß die Wanderungen und Übergaben der Metropolen reibungslos vonstatten gehen. Nun ist es wieder soweit, die Dämmerung zieht herauf, aber es geschehen mysteriöse Dinge: die Monde verändern ihre Farbe und die Dämmerung schwindet nicht. In diesem Buch erweckt der Autor eine Welt mit einer faszinierenden Ordnung zum Leben, in der es jahrzehntelang dauert, bis die Nacht bzw. der Tag zu Ende gehen. Dadurch entstehen in dieser langen Zeit ganz eigene Lebensräume, die von ihren Bewohnern teilweise das Äußerste abverlangen. Sehr geschickt gibt der Autor Stück für Stück Einblick in die Herausforderungen, die durch diese Lebensräumen entstehen. Der Fokus der Handlung liegt zu Beginn mitten in der Nacht, in einer eisigen Ödnis und auf dem abtrünnigen Grauwachtmitglied Remon, der von einer ehemaligen Kameradin aufgespürt und der Gerechtigkeit überführt werden soll. Remon lebt heimlich mit seiner Frau Nata und dem gemeinsamen Kind in der abgeschiedenen Gemeinschaft Erdblut – ein hartes Leben, in dem nur die Starken eine Chance haben. Wie der Autor dann den Leser mit auf eine Reise durch Bisola nimmt, ist sehr raffiniert gelöst und gemeinsam mit dem Protagonisten kommt man dem Geheimnis von Bisola und des ungewöhnlichen blauen Lichts auf die Spur. Ich kannte bisher nur die Schattenherren- und -kultromane des Autors, die sehr düster sind und mit ihren Charaktere nicht gerade glimpflich umgehen. „Grauwacht“ ist deutlich weniger düster und auch die Protagonisten werden pfleglicher behandelt, was mir sehr gut gefallen hat. Die Charaktere sind wieder sehr gut gelungen: Remon ist als Mitglied der Grauwacht ein Kämpfer, aber seine Familie bedeutet ihm noch mehr. Sehr gut hat mir seine Besonnen- und Aufgeschlossenheit gegenüber den Sasseks gefallen, ebenso wie seine ausgeprägte Diplomatiefähigkeit. Remons Frau Nata ist ebenfalls für einige Überraschungen gut, mit denen ich anfangs nicht gerechnet hatte. Sie ist sehr wissbegierig und will herausfinden, was es mit dem mysteriösen blauen Licht auf sich hat. Und natürlich war ich sehr gespannt, die amphibischen Sasseks kennen zu lernen und ihre Art zu leben. Die Auflösung bzw. das Geheimnis von Bisola hat mich schlußendlich überrascht, auch wenn ein paar Hinweise zuvor gestreut wurden, die eine bestimmte Richtung angedeutet haben – und es ist in der Geschichte eine wichtige Botschaft versteckt, die mir sehr gut gefallen hat. Hervorheben möchte ich auch die wunderschön gestaltete Karte von Bisola, die man gleich zu Beginn des Buches findet..

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  • Wie Welt droht unterzugehen - kann sie noch gerettet werden?

    Grauwacht

    Der-Lesefuchs

    12. February 2015 um 08:32

    Eis, Kälte und Dunkelheit sind die ständigen Begleiter der Menschen auf Bisolas. Aufgrund eines uralten Paktes teilen sich zwei Spezies eine Welt: Den Menschen gehört die Nacht, der Tag und somit die Wärme gehört den amphibischen Sasseks. Der Tag ist für die Menschen ebenso tabu, wie die Nacht für die Sasseks. Die Welt von Bislos dreht sich extrem langsam und so dauert ein Tag-Nacht-Zyklus ein komplettes Menschenleben. Für die Menschen und die Sasseks heißt es aber, immer mit der Rotation der Welt zu ziehen, quasi der Nacht hinterher. Die einzige Stelle, an der die beiden Spezies aufeinander treffen können ist die Dämmerung, wenn die Menschen aus Ihren Städten und Lagern (den sogenannten Refugien) abziehen und die Sasseks in diese Einzug halten. Damit es hier nicht zu Übergriffen kommt, stehen die Guardista der GrauWacht, Krieger mit besonderen Fähigkeiten, bereit. Einer dieser Guardista ist der abtrünnige Remon, der desertiert ist und sich ein Leben mit einer Familie aufgebaut hat. Sowohl bei den Menschen, wie auch bei den Sasseks gibt diejenigen, die "über Leichen gehen", um ihre Macht zu vergrößern; die sich hinter religiösem Fanatismus verstecken um zu herrschen. Doch auf einmal ändert sich die Welt, denn ein seltsames und zugleich unheimliches blaues Licht erhellt die Nacht. Der Tag wird größer, während die Nacht "immer kleiner" wird. Dies ist sowohl für die Menschen, wie auch für die Sassek sehr beängstigend und jeder versucht sich nun den größten Vorteil aus der Situation zu ziehen. Jeder neidet dem anderen Dinge und Wissen und keiner hat mehr Vertrauen zu dem anderen. Plötzlich droht Krieg in der bislang klar strukturierten Welt. Und nur die Guardista der GrauWacht sind in der Lage noch für Frieden zu sorgen. Remon und seine Frau Nata machen sich auf den Weg in den einzigen Ort auf Bisolas, an dem Menschen und Sasseks schon immer zusammenleben. An den Ort, wo die Dämmerung immer gegenwärtig ist: in die Metropole Sombalor am Nordpol. Denn nur dort kann die Welt gerettet werden. Dem Autor Robert Corvus ist es in GrauWacht gelungen, eine Welt zu erschaffen, die so fremd unserer eigenen ist, dass ich nur applaudieren kann. Anfangs hatte ich einige Probleme in die Geschichte einzusteigen, da viele Begriffe neu waren und man diese erst einmal im Glossar nachschlagen musste. Je länger das Buch aber dauerte, desto mehr konnte man sich auf die Geschichte einlassen und mit den Protagonisten leiden. Die Protagonisten, allen voran natürlich Remus und Nata vermitteln eine tiefe innere Verbundenheit, die den Wert einer Familie sehr hoch hebt, was mir gut gefällt. Auch die Sasseks, durch ihre amphibische Spezies zunächst einmal weniger sympatisch, gewinnt im im Laufe des Buches zunehmend an Sympathien. Fazit: Ein flüssig und gut zu lesendes Buch, welches mich am Ende (welches ich schneller erreicht hatte als gedacht) überrascht hat. Eine spannende und faszinierende Welt Bisolas und zwei hervorragend erarbeitete Spezies runden ein gutes Buch ab. Unter folgendem Link erfahrt Ihr Details über den Autor Robert Corvus: www.robertcorvus.net

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