Robert Corvus Weißes Gold

(8)

Lovelybooks Bewertung

  • 11 Bibliotheken
  • 0 Follower
  • 0 Leser
  • 6 Rezensionen
(3)
(5)
(0)
(0)
(0)

Inhaltsangabe zu „Weißes Gold“ von Robert Corvus

Die Söldnerlegion Klingenrausch hat auf dem vergangenen Feldzug herbe Verluste erlitten. Mächtige Feinde im Rat von Eisen und Gold erschweren jedoch neue Rekrutierungen. Zudem ist der Mord an einem Offizier ungeklärt – gibt es Verräter in den eigenen Reihen? Die junge Kampfherrin Eivora verdächtigt eine Freundin, aber ihr fehlen Beweise. Diese will sie erlangen, indem sie sich mit zwei Bannern in den Dienst eines Rivalen stellt. Er könnte wissen, wer hinter dem Mord steckt – und er braucht dringend Beistand auf einer Wallfahrt, die ihn durch das Land entschlossener Feinde führt. Bald findet sich Eivora mit ihren Gefährten Fiafila-Ignuto und Gonter nicht nur inmitten von Rivalen und Verrätern wieder, sondern auch in einem Kampf zwischen Göttern und Dämonen.

Die Söldnertruppe "Klingenrausch" nimmt den nächsten Auftrag am, um Gold in die Kassen zu spülen,

— Shellan16
Shellan16

"Jedes Menschenherz ist ein Dämonentempel"

— ZappelndeMuecke
ZappelndeMuecke

Spannung mit emotionalen Bewährungsproben für den wackeren Leser!

— NicoleGozdek
NicoleGozdek

Hammerschlag!!!

— Dominique_Stalder
Dominique_Stalder

Stöbern in Fantasy

Mystic Highlands - Druidenblut

Tolle Geschichte mit unerwartetem Cliffhanger

Fabella

The Chosen One - Die Ausersehene: Band 1

Eine ganz andere Geschichte die ich erwartet hätte.. schade

Naddy111

Sonnenblut

Eine düster-romantische und schaurig-schöne Romeo und Julia Geschichte

Sit-Hathor

Vier Farben der Magie

Ein Abenteuer in einer Welt, die aus vier Welten besteht. Spannend und magisch!

faanie

Die Gabe der Könige

Eine etwas andere Geschichte, die einen in ihren Bann zieht und nicht mehr los lässt.

Anni_book

Eisige Gezeiten

Bester Teil bis jetzt :)

Sylinchen

  • Rezensionen
  • Leserunden
  • Buchverlosungen
  • Themen
  • Zweiter Teil der Schwertfeuer-Saga

    Weißes Gold
    odenwaldcollies

    odenwaldcollies

    16. March 2017 um 20:18

    Eine der gefürchtetsten Söldnerlegionen von Rorgator, der Klingenrausch, leidet unter den erheblichen Verlusten durch die Schlacht um die Stadt Ygôda. Außerdem befürchtet die Kampfherrin Eivora, dass der ungeklärte Mord an einem Offizier und dem damit möglicherweise verbundenen Verrat die Einheit von innen weiter schwächen könnte. Daher beschließt sie, sich auf einen ungewöhnlichen Auftrag einzulassen, obwohl ihr Auftraggeber ein ehemaliger Befehlshaber ihres größten Rivalen ist. Kort muss eine Pilgerfahrt absolvieren, um den Grafenthron in seinem Heimatland besteigen zu können – und behauptet, die Hintergründe des Mordes zu kennen. „Weisses Gold“ schließt direkt an die Geschehnisse aus dem ersten Band an. Die Söldnerlegion ist durch die hohen Verluste aus ihrem vorigen Auftrag ziemlich geschwächt, dabei kämpft die Einheit um ihre Zukunft und ein fester Zusammenhalt ist wichtiger denn je. Für Eivora, die junge Kampfherrin und Tochter des legendären Flammenbringers, ist der erfolgreiche Fortbestand der Legion oberstes Ziel. Um dieses Ziel zu erreichen, ist sie zu großen Opfern bereit und zwar in einem Umfang, die mich überrascht haben. Außerdem setzt sie alles daran, um die Hintergründe des Mordes an Leronn und dessen Auftraggeber herauszufinden, auch wenn es bedeutet, dass dieser möglicherweise unter ihren Freunden zu finden ist. Gonter, der sich von seinem Vater und damit von seiner Prinzenwürde losgesagt hat und Eivoras Liebhaber ist, verfolgt weiterhin sein Ziel, in die Söldnerlegion aufgenommen zu werden, obwohl er dem Dämonenkult skeptisch gegenübersteht. Da ihm jedoch nachgesagt wird, dass Eivora ihre schützende Hand über ihn hält, muss er eine Entscheidung treffen, die seine Liebe zu Eivora betrifft. Ich hatte das Gefühl, dass Gonter in diesem Buch mehr Raum einnimmt als Eivora, der gegen alle Widerstände sein Ziel verfolgt. Mir gefällt Gonter, der zwar Söldner werden möchte, aber dennoch ein stark ausgeprägtes Ehrgefühl besitzt und auch in seinen Entscheidungen oftmals vorausschauend handelt. Ob er allerdings mit seinen eigenmächtigen Entscheidungen bei seinen Vorgesetzten punkten kann? Eine meiner liebsten Nebenfiguren seit dem ersten Band ist der Rottmeister Nirto, der mir mit seiner direkten Art einfach gut gefällt; außerdem ist er nicht auf den Kopf gefallen. Und dann war ich natürlich sehr gespannt auf die weitere Entwicklung von Fiafila-Ignuto und wieviel von der ehemaligen Priesterin Fiafila noch in der Avatar zu finden sein würde. Auch sie verfolgt ein Ziel und ist dafür bereit, Grenzen zu überschreiten. Herrlich finde ich die Dialoge zwischen Fiafila und dem ihr aus der Schulter wachsenden Homunkulus, manchmal kommen mir die beiden wie ein altes Ehepaar vor, wobei man nicht vergessen darf, wie gefährlich eine Avatar sein kann. Spannend fand ich die Entwicklung von Fiafila, die auch Ignuto überrascht hat. Die Protagonisten verfolgen alle ein persönliches Ziel und sind bereit, dafür hohe Risiken und Opfer einzugehen – das ist ein zentrales Thema des Buches. Die Pilgerfahrt spielt natürlich auch eine Rolle, aber ich empfand sie eher als zweitrangig, auch wenn sie für den Fortbestand des Klingenrausch von großer Bedeutung sein kann. Für mein Empfinden hätten die spannenden Stationen der Pilgerfahrt gerne noch ausführlicher beschrieben werden können. Richtig toll sind wieder die passenden Illustrationen von Timo Kümmel, die diesmal über das Buch verteilt sind und somit die Reise noch plastischer gestalten. Eine weitere wichtige Frage ist, ob es immer sinnvoll ist, die Wahrheit zu wissen oder ob es unter manchen Umständen nicht förderlicher ist, wenn man die Wahrheit ruhen lässt. Welche Entscheidung im Endeffekt richtig ist, wird sich erst später herausstellen, um dieses Risiko kommt man nicht herum. Mir hat der zweite Teil der Schwertfeuer-Saga wieder sehr gut gefallen, weil er neben Action auch tiefgehende Überlegungen beinhaltet. Ich bin nun gespannt, wie es im dritten Teil weitergehen wird.

    Mehr
  • Gelungene Fortsetzung der Söldner-Saga

    Weißes Gold
    Shellan16

    Shellan16

    01. March 2017 um 23:00

    Zum BuchNachdem Eivora nun ihren Platz im Klingenrausch, einer Elite-Söldnertruppe gefunden hat, versucht sie im zweiten Band der Schwertfeuer-Saga ihre Position zu stärken und in die Fußstapfen ihres Vaters zu treten. Der aktuelle Auftrag lässt sie einen zukünftigen Grafen auf einer "Wallfahrt" begleiten. Gonter ist dabei an ihrer Seite. Er möchte lieber Söldner als Prinz sein, und hatte deshalb den Hof seines Vaters verlassen.Meine MeinungWeisses Gold ist der zweite Band der Schwertfeuer-Saga von Robert Corvus und startet mit einem neuen Auftrag, der Gold in die Kassen der Söldnertruppe um Eivora spülen soll.Schon "Rotes Gold", der erste Band der Dark-Fantasy-Reihe hat mir gut gefallen, wobei der Folgeband deutlich weniger "Dark" ist als der Erste.Es gibt zwar auch hier fehlende Körperteile, Tieropfer und einiges Brutale mehr, aber die Geschichte hat mir im zweiten Band doch etwas mehr gefallen. Eivora und Gonter, eine Söldnerin und ein ehemaliger Prinz machen hier eine deutliche Entwicklung durch, wobei Eivora bei mir etwas verloren hat. Sie versucht zwar, ihre Führungsrolle im Klingenrausch zu stärken, aber das empfand ich gelegentlich als etwas anstrengend. Gonter hingegen erstreitet sich seinen Platz unter den Söldnern, behält dabei allerdings einige Charakterzüge, die ihn ausmachen und das hat mich beeindruckt.Völlig entgegen meinen Erwartungen aus dem ersten Band hat mir hier Fiafila-Ignuto richtig gut gefallen und ich habe jede Szene mit der Avatar gebannt verfolgt. Sie muss sich mit einem Homunkulus arrangieren und das gelingt ihr in meinen Augen ziemlich gut.Dämonenkulte, blutige Auseinandersetzungen, Machtkämpfe, alles findet man in "Weisses Gold" und ich warte gespannt auf den Folgeband "Grünes Gold", der bereits angekündigt ist. Ich empfehle unbedingt, den ersten Band "Rotes Gold" im Vorwege zu lesen, da man sonst wichtige Details der Charaktere verpasst und das wäre schade.Die ebook-Shortstory "Söldnergold" vermittelt sehr schön das "Söldnerfeeling" von Robert Corvus. Wer einmal "Reinschnuppern" möchte in die blutige, dreckige Welt um den Klingenrausch, dem empfehle ich, die Geschichte zu lesen. Und abschliessend sage ich nur ...Hammerschlag!

    Mehr
  • "Jedes Menschenherz ist ein Dämonentempel"

    Weißes Gold
    ZappelndeMuecke

    ZappelndeMuecke

    14. February 2017 um 20:54

    Die Schwertfeuer-Saga geht weiter. Die Söldnerlegion "Klingenrausch" hat eine neue Mission zu erfüllen, neue Abenteuer zu bestreiten und gelangt auf diesem Weg nicht nur in feindliche Gebiete, sondern stößt auch in die Abgründe menschlichen Daseins vor. Dabei gelingt dem Autor auch diesmal scheinbar mühelos, den Leser stets zu überraschen, zum nachdenken anzuregen oder ihm den Spiegel vorzuhalten. Packende Kämpfe, tragische Schicksale, Intrigen, Verrat, Liebe, Freundschaft: Die charakterstarken Figuren, die wir schon im ersten Band kennengelernt haben müssen so einiges auf sich nehmen und so bleibt es stets spannend und wird zu keinem Zeitpunkt langweilig. Robert Corvus zeichnet eine dichte Atmosphäre, schont den Leser zu keinem Zeitpunkt, fordert ihn heraus und kreiert eine düstere von Dämonenkult dominierte Welt, die einen schaudern lässt. Wie im ersten Teil "Rotes Gold" spielt er auch hier gekonnt mit den Emotionen seiner Leser, dem so manches Mal der Atem stockt. Diese Geschichte fordert und unterhält auf eine unvergleichbare Art und Weise, die man selbst er-und durchleben muss! Sein Geschick und sein feines Gespür gerade für die starken, weiblichen Figuren ist herausragend. Mit manchem Charakter hadert man, andere wachsen einem ans Herz und der ein oder andere ist verhasst. So taucht Robert Corvus den Leser mal wieder in ein blutiges Gefühlsbad und entlässt ihn schweißgebadet, aber bestens unterhalten und mit jeder Menge Fragen und Anregungen zum Nachdenken über das menschliche Dasein und Handeln. Die Frage nach Gut und Böse steht immer wieder im Mittelpunkt und schnell stellt sich für den Leser heraus, dass sie keineswegs so einfach zu beantworten ist, wie es oft den Anschein hat. Mich hat die Fortsetzung der Schwertfeuer-Saga bestens unterhalten. Wer also auf packende Kämpfe, starke Figuren und atemberaubende Abenteuer in einer düsteren Fantasy-Welt steht, sollte hier zugreifen und wird sicherlich auf seine Kosten kommen. Die anschaulichen Illustrationen von Timo Kümmel fügen sich harmonisch in das Buch ein und liefern dem Leser zum richtigen Zeitpunkt die nötigen Hintergrundinformationen zu Lage und Standorten. Auch die Aufmachung überzeugt. Auf dem Buchrücken ist wieder das Bild vom Cover zu sehen, was sich sehr schön im Regal macht und sicher nach Abschluss der Saga richtig schön zur Geltung kommen wird. Nun warte ich gespannt auf den Folgeband und kann es kaum erwarten was der Autor sich diesmal wieder für seine Figuren ausgedacht hat.

    Mehr
  • Gut, bin aber mit dem Ende nicht ganz zufrieden

    Weißes Gold
    NicoleGozdek

    NicoleGozdek

    14. February 2017 um 19:22

    Inhalt: Nach dem Tod ihres Anführers, dem Flammenbringer Kester, internen Machtkämpfen und ihrem letzten Feldzug ist die Söldnerlegion des Klingenrauschs angeschlagen. Kesters Tochter Eivora, eine junge, noch unerfahrene Kampfherrin, versucht das Erbe ihres Vaters zu erhalten, doch als Ausmusterungen drohen die Legion weiter zu schwächen und andere Söldnerlegionen die prekäre Lage des Klingenrauschs ausnutzen wollen, muss schnell ein neuer Kontrakt her, um die Legion wieder zu einen. Ihr neuer Auftraggeber Kort ist jedoch ausgerechnet einer ihrer früheren Gegner, ein ehemaliger Kampfherr der Blutkrähen, der Schutz vor seinen politischen Feinden benötigt, um die unverhoffte Gelegenheit, den Grafenthron in seiner Heimat zu besteigen, beim Schopfe packen zu können. Und so begeben sich zwei Einheiten des Klingenrauschs, Eivoras Sturmbanner, das Zauberbanner, Prinz Gonter und die dämonische Priesterin Fiafila-Ignuto mit ihrem Auftraggeber Kort auf eine Wallfahrt, um die Gunst der Götter und Priester für seine Machtübernahme zu erbitten … Meine Meinung: Das ist der 2. Band der Dark Fantasy-Reihe "Die Schwertfeuer-Saga" und wieder schafft es Robert Corvus, uns in seine spannende düstere High Fantasy-Welt voller Söldner, Dämonen, dämonischer Magie, Kämpfe, Verrat, Intrigen, Kameradschaft und Loyalität eintauchen zu lassen und ab der ersten Seite an mitzunehmen.  Die Stärke von Robert Corvus ist der Kontrast: wir haben spannende, blutige Kämpfe gefolgt von nachdenklich oder witzigen Diskussionen, Liebe gefolgt von Machthunger oder Sadismus, dämonische Magie und Rituale auf einer Wallfahrt für die Götter. Das passt nicht zusammen, meint ihr? Doch, es funktioniert sogar wunderbar und sorgt für reichlich Spannung, überraschende Wendungen und immer wieder für Diskussionsstoff in der Leserunde zum Buch auf Leserunden.de. Dadurch dass der Autor dunkle Momente hellen gegenüber stellt, betont er sie geschickt und sorgt immer wieder für Verschnaufpausen und dass der Leser gerne dran bleibt. Die unterschiedlichen Figuren sind vielfältig gestaltet, sodass hier jeder seine Lieblingsfigur findet - und auch die Lieblingsfigur des anderen nicht ausstehen kann -, denn die Charaktere sind kontrovers, gut gestaltet und bieten für jeden Geschmack etwas. Positiv hervorheben möchte ich auch die sehr gelungenen Illustrationen von Timo Kümmel mit den schönen Karten, die dafür sorgen, dass man sich in der Geschichte als Leser zurechtfindet und sich alles wunderbar vorstellen kann. Die Lektüre ist ein einziges Auf und Ab und war für mich eine emotionale Achterbahnfahrt. Nach dem gelungenen Einstieg in den Roman mit der tollen Idee - Dämonenverbündete auf einer Wallfahrt für die Götter, haha! - kamen jedoch im Mittelteil einige Momente, wo ich mich dann über eine Figuren und ihre Entscheidungen aufgeregt habe, doch ein Problem hatte ich ausgerechnet mit der Entscheidung meiner Lieblingsfigur Eivora am Schluss. Ich verstand sie nicht. Ich verstehe sie immer noch nicht, auch nach der Erklärung des Autors nicht, weil es ein Wertsystem zugrunde legt, das ich nicht nachvollziehen kann. Daher hat mir das Ende meine Lieblingsfigur etwas vergällt und mich deprimiert, sodass ich die Rezension ein paar Tage aufschieben musste, damit sie nicht von meinen Eindrücken von den letzten Seiten überschattet wird. Da eine Bewertung, ein Leseeindruck jedoch auch immer etwas subjektives ist, habe ich dennoch für das Ende einen Stern abgezogen, obwohl mir der Rest wirklich gut gefallen hat.  Wer Dark Fantasy mag, an gelegentlichen Tieropfern für Dämonen keinen Anstoß nimmt und eine spannende Reihe mit interessanten Figuren sucht, ist hier definitiv richtig. PS: Wer mal in die Reihe hineinschnuppern will, um zu entscheiden, ob sie etwas für ihn ist, dem kann ich auch die Novelle "Söldnergold" empfehlen. Sie spielt zeitlich zwischen Band 1 und 2, ist aber von der Handlung her unabhängig und kann daher gut als Einstieg in die Welt der Söldner und Dämonen genutzt werden. :)

    Mehr
  • Die Söldnergeschichte geht weiter...

    Weißes Gold
    Dominique_Stalder

    Dominique_Stalder

    14. February 2017 um 13:44

    Rotes Gold faszinierte mich in vielen Bereichen, besonders durch den Dämonenkult und die Avatare, nun geht es in Weißes Gold beinahe nahtlos weiter und durch die kleine Geschichte Söldnergold war ich auch schnell wieder im Klingenrausch.  Eines kann ich abschließend sicher sagen: Die Hauptfiguren entwickeln sich extrem weiter. Leider für mich nicht nur zum Besten. Eivora als Tochter des alten Flammenbringers Kesters hat nur die Legion im Kopf, das ist auf der einen Seite löblich und damit ehrt sich auch ihren Vater, aber sie vergisst zwei Dinge: 1. Wirkt sie bisweilen skrupelos 2. agiert sie an einer Stelle extrem naiv und fügt sich dann auch noch in sein Schicksal. Vielleicht haben wir bisher auch zu wenig über die wahre Beziehung Vater-Tochter erfahren, um es zu verstehen. Damit hoffe ich ein wenig auf "Grünes Gold". Die Avatar lässt sich auf Wege ein, die für mich nach Rache schreien. Die Priesterin und der Homunkulus agieren miteinander in ungeahnter Weise und (was wirklich toll beschrieben ist) wecken Mächte, die Chastro als Avatar nicht hätte entfesseln können. Dadurch erlangt man interessante und tiefergehende Einblicke in den Dämonenkult und auch in das Leben nach dem Tod, wo Kester tatsächlich dabei ist seine Macht zu vergrößern. Dann ist da Gonter. Der Prinz-Charming. Als Mann ist er mir immer noch zu gut, zu glatt. Ich bin da eher der ungehobelte Typ. Gonter ist ein toller Kämpfer und er reift im Sturmbanner und bekommt auch am Ende, was er verdient, dennoch mag ich ihn nicht. Seine Art und Weise ist so anders, als die der Söldner und immer wieder entdecke ich mich, dass ich ihn als Fremdkörper empfinde. Dabei muss betont werden, dass diese Figur aber in sich schlüssig ist, da er als Prinz auch komplett anders erzogen wurde. Ein wenig beschleicht mich das Gefühl, dass Gonter auf dem Weg zum Leader des Klingenrausches wird. Für mich waren die Hauptcharaktere nicht mehr so geeignet um mitzufiebern. Es waren die "kleinen" Nebencharaktere. Nirto oder auch Kort, der ein tolles Ar... ist. Die Figuren handeln in sich schlüssig und logisch und dabei gibt es für mich nur eine Ausnahme. Yra handelt in der Mitte des Buches, wie ich es absolut nicht nachvolliehen kann, wenn man ihre Vorgeschichte bedenkt. Das können andere natürlich anders sehen, aber für mich ist in dieser Figur, trotz der abschließenden, etwas versöhnenden Entscheidung, die größte Schwäche. Die Handlung beginnt spannend und mit vielen Details, dunkle Gesellen, die Fäden ziehen, die dem Klingenrausch übel zusetzen wollen. Der Auftrag an sich vergibt meines Erachtens an einigen Stellen die Chance tiefgehender sich mit den Hintergründen auseinanderzusetzen. Vielleicht liegt es in der Natur des Auftrags, aber  es war ein wenig iterierend.  Das Ende des Autrags kommt abrupt, aber das letzte Kapitel hat es nochmals in sich! Mehr will ich aber nicht dazu verraten. Ich sehe das Buch ein wenig schwächer als "Rotes Gold", aber auch nicht so viel, dass ich sagen würde, ich ziehe gegenüber dem ersten Band einen Stern ab. Daher gibt es auch hier ****.

    Mehr
  • Solife Fortsetzung

    Weißes Gold
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    27. January 2017 um 18:58

    Ygôda wurde eingenommen, das vermeidlich Unmögliche vollbracht. Doch den erhofften Aufschwung der Schwertfeuer-Legion hat dieser Sieg nicht erbracht. Noch immer hat Eivora darum zu kämpfen, die Legion ihres Vaters zusammen zu halten und ihren Status als Elitelegion zu erhalten. Es bleibt ihr nichts anderes übrig, als stets nach vorn zu blicken und die Legion weiter anzutreiben, auch wenn das heißt, einen Pakt mit einem ihrer Feinde zu schließen. Insgeheim arbeiten jedoch weitere unbekannte Mächte am Zerfall der Legion. Nachdem Band 1 zu solch einem Kracherende gekommen war, geht es in Band 2 wenn auch zunächst nicht ganz so rasant, so doch kaum minder spannend los. Man kommt gut wieder in die Handlung und die Welt hinein, auch wenn eine kleine Pause zwischen den beiden Romanen liegt. Im Gegenzug zu Band 1 steht hier zwar noch immer der Kontrakt im Vordergrund, dieses Mal wird es jedoch auch deutlicher, dass irgendwer im Hintergrund am Zerfall der Legion arbeitet. Die Handlung wird damit nicht mehr ganz so geradlinig, wie noch im ersten Band. Dennoch hätte es sicher nicht geschadet, den Hauptfokus nicht so sehr auf den Kontrakt zu richten, welcher immer noch deutlich im Vordergrund der Handlung steht. Gonter, der entflohene Königssohn, sucht immer noch Anschluss an die Legion und muss sich unter den Söldnern behaupten. Das hat auch Einwirkungen auf seine Beziehung zu Eivora, was bedeutet: »Gott sei Dank artet das nicht in ekligen Kitsch aus!« Tatsächlich schaffen es nämlich beide, ihre Gefühle hinten an zu stellen und sich mehr oder weniger wie Anführer und Untergebener zu geben. Für die Romantiker sei gesagt: Das tötet nicht sämtliche zarten Gefühle in diesem Buch ab. Aber sind wir ehrlich, das hat in so einer Reihe ohnehin nicht viel zu suchen. Von daher ist das ein sehr positiver Aspekt des Romans. Denn noch immer geht es hart auf hart zu, Zartbesaitete werden wohl eher nicht glücklich. Gewaltphantasien bleiben hier nicht immer nur Phantasien, und selbst die einst sanftmütige Priesterin Fiafila ist nun Fiafila-Ignuto und hat einen Pakt mit einem dämonischen Homunkulus geschlossen. Sie macht die vielleicht interessanteste Charakterentwicklung in der Reihe durch, da sie eine 180° Kehrtwende weg von der gottesfürchtigen Priesterin hin zur Dämonenanbeterin macht, die anderen Dämonenpriestern in Sachen Verschlagenheit kaum nachsteht. Man merkt ihr an, dass ihr Wesen sich durch den Homunkulus sehr stark verändert hat und sie nun eher zu Gewalt bereit ist, aber dennoch noch etwas von der Priesterin in ihr ist. Dieser krasse Gegenzug und das Ringen beider Pole in ihr macht sie zu einem sehr lesenswerten Charakter. Im Gegenzug zum ersten Band schwächelt das Ende des zweiten jedoch. Es kommt recht plötzlich und ist im Vergleich zum ersten eher mau. Außerdem wäre es schöner gewesen, wenn die Intrigen gegen die Schwertfeuer-Legion etwas deutlicher und intensiver vorangetrieben worden wären. Nichtsdestotrotz ist »Weißes Gold« ein solider Roman, der sich schnell und angenehm liest. (Auch wenn der Bezug des Titels auf den Inhalt des Buches kaum bis gar nicht vorhanden ist, da die Salzwüste nur eine kleine Rolle spielt.) Wieder gibt es knallharte Action, bei der kein Blatt vor den Mund genommen wird, ebenso wie weitere Einblicke in die raue Welt der Söldner von Rorgator. Wer schon den ersten Band mochte, kann ruhigen Gewissens auch zum Nachfolger greifen. Ich danke dem Verlag für das Rezensionsexemplar!

    Mehr