Robert Darnton

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Autor von Glänzende Geschäfte, Die Zensoren und weiteren Büchern.

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Rezension zu "Die Zensoren" von Robert Darnton

Die Geschichte der Meinungsfreiheit
Tree_Trunksvor 3 Jahren

“Die Freiheit der Rede muss sich an widrige Zwänge anpassen, sich mitunter einen Weg durch eine raue Wirklichkeit bahnen und nach Möglichkeiten suchen, gegen deren Härten Protest zu erheben” (S. 288)

Das Sachbuch “Die Zensoren – Wie staatliche Kontrolle die Literatur beeinflusst hat” des Harvard-Professors Robert Darnton erschien Anfang März 2016 im Siedler Verlag und wirft einen historischen Blick auf das Thema Zensur. Anhand eines Rückblicks ins vorrevolutionäre Frankreich, in die Vorgänge in Britisch-Indien, bishin ins System der DDR versucht Darnton, die unterschiedlichen Definitionen etwas einzugrenzen.
Ahand einiger sehr konkreter Beispiele zeichnet Robert Darnton die juristischen Mühlen der Autoren in ihrer Zeit nach. Manchmal ermüdend kleinschrittig, aber in der Schlussfolgerung hochspannend, rekonstruiert Darnton die historischen Ausprägungen der Zensur. Neben den institutionellen Verhinderungs- und Kontrollmaßnahmen kommt Darnton in seinem Sachbuch auch auf sehr aktuelle Arten der Zensur zu sprechen: Die Zensur des Marktes, sowie die Selbstzensur als “Schere im Kopf” werden ebenfalls anhand von Beispielen erläutert.
Auch wenn die von dem US-Amerikaner Robert Darnton ausgwählten Zeiträume und Schauplätze einen durchaus interessanten Überblick über den umstrittenen Zensurbegriff geben und bei 298 Seiten Inhalt kaum ein erschöpfender Rundumschlag gelingen kann, haben mir manche Aspekte gefehlt. Die Zensur in der NS-Zeit, oder Beispiele aus muslimisch gesprägten Ländern wären ebenfalls interessante Themengebiete, aus denen sich Erkenntnisse für die aktuelle Debatte ableiten ließen. Insgesamt kann ich aber “Die Zensoren” aus dem Siedler Verlag als gelungenes Sachbuch empfehlen, das nicht nur informativ war, sondern auch für Laien auf dem Gebiet der Literaturgeschichte hervorragend zu lesen sein sollte.
Darntons Ausführungen sind somit eine verständliche theoretische Grundlage zur aktuellen Debatte über Satire, Beleidigung und Meinungsfreiheit.

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Rezension zu "George Washingtons falsche Zähne oder noch einmal: Was ist Aufklärung?" von Robert Darnton

Rezension zu "George Washingtons falsche Zähne oder noch einmal: Was ist Aufklärung?" von Robert Darnton
Eltragalibrosvor 10 Jahren

Darnton beschreibt die Aufklärung mit Hilfe von vielen vielen unterschiedlichen Persönlichkeiten, geht vom Postmodernismus und seinen „Anschuldigungen“ der Aufklärung aus, verteidigt diese und verstrickt sich dabei in noch mehr Personennamen, Philosophen und andere Ereignisse. Zu viel Informationen auf zu wenig Platz. Ein guter Einfall sind die letzten Seiten, die der Beck-Verlag Schriftstellern bzw. Erfindern des 18. Jahrhundert widmet und eine kleine Einführung gibt oder einen Textausschnitt (z.B. Anton Reiser) darlegt, deren vollständiger Text sich dann in den Schuber befindet.

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