Robert Darnton Die Zensoren

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Inhaltsangabe zu „Die Zensoren“ von Robert Darnton

Der Zensor, dein Freund und Überwacher. Ein faszinierendes Stück Kulturgeschichte
Der Zensor als systemtreuer, ignoranter Bürokrat, der einem autoritären, repressiven Staat dient und der Literatur erheblichen Schaden zufügt – dies ist das gängige Bild. Dass es jedoch viel zu kurz greift, beweist Robert Darnton in seiner fesselnden, glänzend recherchierten Darstellung. Der renommierte US-Historiker zeigt, nach welchen Mechanismen die Kontrolle von Literatur funktioniert hat und wer die Menschen waren, die dahinter steckten.
Das vorrevolutionäre Frankreich, Indien zur Zeit der Kolonialherrschaft, das DDR-Regime – um sich dem Phänomen der Zensur zu nähern, blickt Robert Darnton auf unterschiedliche Zeiten und unterschiedliche Orte. Im Mittelpunkt seiner Studie steht die Person des Zensors, seine Arbeit, sein Selbstverständnis, seine Beziehung zu Autoren, Verlegern und Buchhändlern. Dass der Zensor dem Literaturbetrieb nicht notwendigerweise schaden wollte, sondern sich bei aller Staatstreue auch als sein Unterstützer begriff, ist nur eine der überraschenden Erkenntnisse. So entsteht auf Grundlage exklusiven Quellenmaterials ein ungewöhnliches, facettenreiches Stück Kulturgeschichte – von einem der renommiertesten Historiker unserer Zeit.

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    Die Zensoren

    Tree_Trunks

    15. April 2016 um 20:23

    “Die Freiheit der Rede muss sich an widrige Zwänge anpassen, sich mitunter einen Weg durch eine raue Wirklichkeit bahnen und nach Möglichkeiten suchen, gegen deren Härten Protest zu erheben” (S. 288)Das Sachbuch “Die Zensoren – Wie staatliche Kontrolle die Literatur beeinflusst hat” des Harvard-Professors Robert Darnton erschien Anfang März 2016 im Siedler Verlag und wirft einen historischen Blick auf das Thema Zensur. Anhand eines Rückblicks ins vorrevolutionäre Frankreich, in die Vorgänge in Britisch-Indien, bishin ins System der DDR versucht Darnton, die unterschiedlichen Definitionen etwas einzugrenzen.Ahand einiger sehr konkreter Beispiele zeichnet Robert Darnton die juristischen Mühlen der Autoren in ihrer Zeit nach. Manchmal ermüdend kleinschrittig, aber in der Schlussfolgerung hochspannend, rekonstruiert Darnton die historischen Ausprägungen der Zensur. Neben den institutionellen Verhinderungs- und Kontrollmaßnahmen kommt Darnton in seinem Sachbuch auch auf sehr aktuelle Arten der Zensur zu sprechen: Die Zensur des Marktes, sowie die Selbstzensur als “Schere im Kopf” werden ebenfalls anhand von Beispielen erläutert.Auch wenn die von dem US-Amerikaner Robert Darnton ausgwählten Zeiträume und Schauplätze einen durchaus interessanten Überblick über den umstrittenen Zensurbegriff geben und bei 298 Seiten Inhalt kaum ein erschöpfender Rundumschlag gelingen kann, haben mir manche Aspekte gefehlt. Die Zensur in der NS-Zeit, oder Beispiele aus muslimisch gesprägten Ländern wären ebenfalls interessante Themengebiete, aus denen sich Erkenntnisse für die aktuelle Debatte ableiten ließen. Insgesamt kann ich aber “Die Zensoren” aus dem Siedler Verlag als gelungenes Sachbuch empfehlen, das nicht nur informativ war, sondern auch für Laien auf dem Gebiet der Literaturgeschichte hervorragend zu lesen sein sollte.Darntons Ausführungen sind somit eine verständliche theoretische Grundlage zur aktuellen Debatte über Satire, Beleidigung und Meinungsfreiheit.

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