Robert Dinsdale

 3.8 Sterne bei 107 Bewertungen
Autor von Die kleinen Wunder von Mayfair, The Toymakers und weiteren Büchern.

Lebenslauf von Robert Dinsdale

Magie, Märchen und die Liebe: Der britische Autor Robert Dinsdale wurde 1981 geboren. Nach seinem Studium an der Universität von Leeds, reiste er nach Australien um für seinen Roman zu recherchieren. Wenn er sich nicht um seine Tochter kümmert, stöbert er gerne in der Bibliothek, sitzt an einem neuen Roman oder macht lange Spaziergänge am Strand. 2013 veröffentlichte er seinen ersten Roman "Little Exiles". Robert Dinsdale lebt mit seiner Tochter in Leigh-on-Sea in Essex.

Alle Bücher von Robert Dinsdale

Cover des Buches Die kleinen Wunder von Mayfair (ISBN:9783426226728)

Die kleinen Wunder von Mayfair

 (103)
Erschienen am 01.10.2018
Cover des Buches The Toymakers (ISBN:9781785036354)

The Toymakers

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Erschienen am 20.09.2018
Cover des Buches The Toymakers (English Edition) (ISBN:9781473551602)

The Toymakers (English Edition)

 (1)
Erschienen am 08.02.2018
Cover des Buches Three Miles (ISBN:9780571260263)

Three Miles

 (0)
Erschienen am 01.06.2012
Cover des Buches Gingerbread (ISBN:9780007488896)

Gingerbread

 (0)
Erschienen am 11.09.2014
Cover des Buches Little Exiles (ISBN:9780007481712)

Little Exiles

 (0)
Erschienen am 02.01.2014

Neue Rezensionen zu Robert Dinsdale

Neu

Rezension zu "Die kleinen Wunder von Mayfair" von Robert Dinsdale

I'm not your toy
Keksisbabyvor einem Monat

Schwanger und verzweifelt läuft Cathy von zu Hause davon. Sie folgt einer Anzeige in der Verzweifelten und Ängstlichen Unterschlupf versprochen wird, in Papa Jacks Emporium. Es ist ein Spielzeugladen, der beim ersten Frost öffnet und schließt sobald das erste Schneeglöckchen blüht. Inhaber sind Papa Jack und seine beiden Söhne Kaspar und Emil. Cathy lebt sich schnell ein und wird ein geschätztes Mitglied des Emporiums. Beide Brüder verlieben sich in die junge Frau, doch ihr Herz erwählt Kaspar. Beide Brüder kämpfen um die Vorherrschaft im Spielzeugladen, doch dann steht die Welt in Flammen und Kaspar meldet sich freiwillig als Soldat. Der Mann der zurückkommt ist gebrochen und seine Weltanschauung hat sich komplett geändert. Jetzt kennt die Rivalität der beiden Brüder keine Grenzen mehr und der Untergang des magischen Emporiums scheint vorprogrammiert zu sein.

Ich wusste nicht was mich bei der Lektüre von „Die kleinen Wunder von Mayfair“ erwartete und ich war fasziniert von dem fantasievollen Märchen, dass sich vor mir ausbreitete. Insbesondere, da dieses Märchen sehr sehr dunkle Abschnitte und Begebenheiten für mich parat hielt. Ohne die fröhlichen, originellen Spielzeuge, wäre die Lektüre doch wohl sehr deprimierend geworden. Der eigentliche Held ist Kaspar. Er ist ein Fantast, ein liebvoller Familienvater, ein Feingeist und nach seinen Erfahrungen im ersten Weltkrieg ist er ein gebrochener Mann. Cathys Liebe lässt ihn langsam wieder aufblühen. Doch seine Erlebnisse haben ihn zu einem Pazifisten werden lassen. Das kollidiert natürlich mit dem Verkaufsschlager seines Bruders, den aufziehbaren Soldaten. Kaspar möchte auch im Spielzeugladen Frieden einkehren lassen und beginnt, die kleinen Kerle umzuprogrammieren. Damit herrscht aber erst richtig Krieg zwischen den Brüdern und Emil weiß sich nicht zu helfen, als drastische Maßnahmen zu ergreifen. Dann verschwindet Kaspar über Nacht und Emil hat endlich die Alleinherrschaft über das Emporium. Mit den Jahren verfällt es immer mehr, denn der Phantast war Kaspar. Emil wirkt gegen seinen großen Bruder plump und dröge. Er ist sehr gut, darin Soldaten herzustellen und das in Perfektion, aber darüber hinaus fehlt ihm der Esprit und die Phantasie. Von daher ist der Leser geneigt, seine Zuneigung Kaspar zu schenken und Emil als den Bösewicht zu sehen. In mir hat er eher Mitleid hervorgerufen. Die Fußstapfen seines Vaters waren einfach zu groß für ihn und wäre er in den Krieg gezogen, wäre er bestimmt als gebrochener Mann zurückgekehrt. Trotz der vielen dunklen Handlungsstränge, möchte man am liebsten wieder Kind sein und den Laden einmal selbst besuchen. Ich hätte mir bestimmt einen Patchworkhund zuggelegt und einen schnellwachsenden Papierbaum. Die Beschreibung dieses einzigartigen Ladens ist dem Autor so gut gelungen, dass ich mit leuchtenden Augen mir genau ausmalen konnte, wie es in Papa Jacks Emporium aussieht und wie es um die Weihnachtsfeiertage dort zugegangen sein muss. Und der Satz, vielleicht kann ein Spielzeug kein Leben retten, aber eine Seele, hallte noch lange in mir nach. Dieses Buch appelliert an die Menschlichkeit in einer Zeit, wo dieses abhandengekommen zu sein scheint und ruft dazu auf im Herzen Kind zu bleiben.

Es ist ein Buch, was so ungefähr jede Emotion in mir hervorgerufen hat: Erstaunen, unbändige Freude, Trauer, Wut und Frustration. Das habe ich nicht erwartet und so kann ich nur jedem raten, sich einfach mal auf den Zauber der Geschichte einzulassen. Auf die schönen und nicht so schönen Dinge, die aber in der Zusammenschau das Leben ausmachen.

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Rezension zu "Die kleinen Wunder von Mayfair" von Robert Dinsdale

Magischer Roman mit ernsten Themen
Pingvor einem Monat

Spoilerfrei

Dieser Roman kommt düsterer daher als erwartet, konnte mich aber dennoch oder gerade ob dieser Ernsthaftigkeit begeistern.

Die Geschichte beginnt mit einer trostlosen Situation für Cathy, welche aufgrund einer Zeitungsannonce Bekanntschaft mit Papa Jack und seinem Spielzeugladen macht. Es beginnt die Reise in eine Welt in der Welt und das Grübeln, ob wir es mit richtiger Fantasy oder eher mit Magischen Realismus zu tun haben. 

Das Cover des Buches erinnert mich an Nussknacker, an Nostalgie. Und auch sollte man mehr in die Richtung "Nussknacker und Mausekönig" denken als dass man hier zuckersüße Leichtigkeit und Toy Story-Feeling erwarten kann, obwohl ich so manches Mal auch daran erinnert wurde. 
Auch erfährt man aus dem Klappentext, dass wir uns schon bald in der Zeit des 1. Weltkrieges befinden und so erhält das Buch eine weitere schwere Komponente zu der beklemmend, manchmal gar unheimlichen Stimmung im Emporium. 

"Die kleinen Wunder von Mayfair" hält den Fokus mehr auf Familientragik, die dunklen Fänge des Krieges, wodurch die schönen Momente womöglich noch auffälliger leuchten. 

Wenn man also etwas Zeit und die richtige Stimmung mitbringt und auch dranbleibt, wenn man es anderes erwartet hat, erhält man mit "Die kleinen Wunder von Mayfair" eine ruhige, aber dennoch ereignisreiche berührende Geschichte.
 
Man "muss" sie übrigens keineswegs im Dezember lesen, wobei ich schon generell die kältere Jahreszeit empfehlen würde. 

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Rezension zu "Die kleinen Wunder von Mayfair" von Robert Dinsdale

Ein ganzes Leben voller Magie inmitten der Realität
Eternityvor 3 Monaten

Spielzeuge wecken Erinnerungen in uns Erwachsenen. Als Kind kann man nicht genügend Spielzeug haben, immer braucht man das Neuste vom Neusten. Als Teenager wird man viel zu cool und erwachsenen für Spielzeug und wenn man dann tatsächlich Erwachsen ist, fängt man mit dem Spielzeug wieder an. Man erfreut sich daran, wenn man Spielzeug aus der eigenen Kindheit wieder findet, das Erinnerungen in einem weckt und einen in die eigenen jungen Jahre zurückversetzt.

Cathy wird mit 15 schwanger und reißt von Zuhause aus. Sie folgt einer Zeitungsannonce, die Zuflucht und Arbeit in einem Spielzeugladen, gar einem Emporium verspricht. Sie wünschte sich nur ein Dach über dem Kopf bis ihr Kind geboren ist, doch sie fand dort ihr Leben, mit allen Höhen und Tiefen.

Die Geschichte ist durch und durch magisch. Das Spielzeug ist magisch, die Zeit ist entsetzlich und doch magisch, das ganze Leben, inmitten von London, ist dort an diesem Platz, in diesem Spielzeugladen magisch. Nichts ist so, wie es zu sein scheint und doch ist die Magie dort vollkommen "normal" und wird nicht angezweifelt.

Ich konnte beim Lesen herrlich abtauchen in diese Welt voller Spiel, Zauber, Freude und Vergessen der Realität außerhalb der Wände des Emporiums.

Ich würde die Geschichte besonders in der Weihnachtszeit oder in der kalten Winterzeit weiterempfehlen! Dann verbreitet sich die Magie sicherlich noch zauberhafter! :)

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Gespräche aus der Community

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Ein Spielzeugladen voller Wunder

Der Herbst bringt uns eine magische Buchneuerscheinung, die uns an den nun kommenden kühleren Tagen mit wundervollen Lesestunden verzaubern wird. In "Die kleinen Wunder von Mayfair" machen wir eine Zeitreise ins London zu Beginn des 20. Jahrhunderts, wo uns Autor Robert Dinsdale in Papa Jacks Emporium - einen ganz außergewöhnlichen Spielzeugladen - entführt.

Mehr zum Buch:
Alles beginnt mit einer Zeitungsannonce: »Fühlen Sie sich verloren? Ängstlich? Sind Sie im Herzen ein Kind geblieben? Willkommen in Papa Jacks Emporium.« Die Worte scheinen Cathy förmlich anzuziehen, als sie nach einer neuen Bleibe sucht. Denn im England des Jahres 1906 ist eine alleinstehende junge Frau wie sie nirgendwo willkommen, zumal nicht, wenn sie schwanger ist – und so macht Cathy sich auf nach Mayfair. In Papa Jacks Emporium, Londons magischem Spielzeug-Laden, gibt es nicht nur Zinnsoldaten, die strammstehen, wenn jemand vorübergeht, riesige Bäume aus Pappmaché und fröhlich umherflatternde Vögel aus Pfeifenreinigern. Hier finden all diejenigen Unterschlupf, die Hilfe bitter nötig haben. Doch bald wetteifern Papa Jacks Söhne, die rivalisierenden Brüder Kaspar und Emil, um Cathys Zuneigung. Und als der 1. Weltkrieg ausbricht und die Familie auseinander reißt, scheint das Emporium langsam aber sicher seinen Zauber zu verlieren …

>> Leseprobe

Dieser Liebes- und Familienroman wird euch mit seinem nostalgischen Charme und seiner Magie berühren und nicht mehr loslassen. Zusammen mit dem Knaur Verlag suchen wir 25 Testleser für "Die kleinen Wunder von Mayfair", die sich im Rahmen einer Leserunde über das Buch austauschen und abschließend eine Rezension schreiben.

Bewerbt euch mit Klick auf "Jetzt bewerben" bis zum 3. Oktober 2018 auf eines der Bücher und beantwortet dabei die folgende Frage:

Welches war für euch in eurer Kindheit ein ganz besonderes Spielzeug? Erzählt uns davon! Wann habt ihr es bekommen und was habt ihr daran so geliebt?


Ich freue mich auf eure Antworten und drücke die Daumen!

Bitte beachtet für eure Bewerbung unsere Richtlinien für Leserunden!
Zur Leserunde

Zusätzliche Informationen

Robert Dinsdale im Netz:

Community-Statistik

in 246 Bibliotheken

auf 85 Wunschlisten

von 8 Lesern aktuell gelesen

von 1 Lesern gefolgt

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