Robert Eben Die Vögel am Horizont

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Inhaltsangabe zu „Die Vögel am Horizont“ von Robert Eben

Eigentlich wollte Clemens in Tschechien nur für einen Artikel zum 20-jährigen Jubiläum der Samtenen Revolution schreiben, ein Auftrag, der ihn nicht sonderlich begeistern kann. Doch als ihm Kristina, dieses lebhafte, aufgeschlossene und hübsche Mädchen das hier an der Grenze zu Deutschland ein verlängertes Wochenende verbringt, über den Weg läuft, ändert Clemens seine Ansichten. Spontan nimmt er Kristinas Vorschlag an, mit ihr nach Prag zu kommen.Es beginnt für den sonst so bodenständigen Kulturreporter eine aufregende Zeit in diesem Sommer. Er erfährt, wie sehr er in seiner eigenen Beziehung leidet und eingeengt ist. In Kristina, von deren ungezwungenen Art er vom ersten Augenblick an fasziniert war, verliebt er sich schließlich, er verlässt seine Freundin und Deutschland, um mit ihr in Prag zu wohnen. Aber schon bald wird diese Affäre von einem schweren Schicksalsschlag durchbrochen.Die Vögel am Horizont erzählt die Geschichte einer Liebesbeziehung, deren äußerliche Umstände von Anfang an zum Scheitern verurteilt scheinen. Sie gibt einen wunderbaren Blick auf die Tschechische Hauptstadt und behandelt auch das sensible Thema der Diskkrimination. Kristina ist eine halbe Roma, deren Familie in Tschechien noch immer nicht als vollwertige Bürger angesehen wird, sie werden von anderen Menschen gemieden und verachtet.

Auf youtube gibt es ab sofort auch eine Video-Rezension zu diesem Buch: http://www.youtube.com/watch?v=ZJGB2PzLFqU

— EbenRobert
EbenRobert

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  • Rezension zu "Die Vögel am Horizont" von Robert Eben

    Die Vögel am Horizont
    Binea_Literatwo

    Binea_Literatwo

    Nur mal EBEN lesen wollten wir Literatwos und öffneten gemeinsam Robert Ebens Roman “Die Vögel am Horizont”. Nur eben mal, doch dann fanden wir uns in Prag wieder. Clemens allerdings, hätte sich auch nicht träumen lassen, dass er auf seiner Recherchereise bis in die tschechische Hauptstadt kommt und das in Begleitung einer Frau. Er arbeitet freiberuflich und befand sich vorerst in einem Dorf nahe der deutschen Grenze, im Böhmerwald. Als Reporter sollte er sich die Gegend anschauen um über den Zustand des Waldes und über die dort lebenden Menschen berichten. 20 Jahre war es her, als sich der politsche Systemwechsel, samtene Revolution genannt, vollzog. Clemens war nicht sonderlich begeistert von dieser Aufgabe, dennoch froh über jedes Angebot, versuchte er sich in die Materie zu begeben. Er musste dies auch, der Jahrestag rückte näher und es blieb ihm nichts anderes übrig, als endlich mit der Dokumentation zu beginnen. Der Auftrag kam ihm trotz des Themas sehr gelegen, da er es liebt, sich in der Tschechischen Republik aufzuhalten, er die Sprache gern spricht und einige ruhige Tage verleben kann um zu entspannen. In Deutschland wartet seine Freundin Johanna auf ihn, doch eine Sehnsucht verspürte er nicht, fühlte sich ihre Beziehung doch eher wie eine Freundschaft an. Er vermisste sie nicht, er fühlte sich frei und gönnte sich sogar einige Bordellbesuche. Als er in der Pension den Abend ausklingen ließ, trat Kristyna in die Wirtsstube. Eine wunderschöne Frau, die seinen Blick auf sich zog. Am nächsten Morgen sah er sie wieder und er begann ein Gespräch mit ihr. Kristyna war auf dem Weg zurück nach Prag, wo sie als Kindergärtnerin arbeitet und ihre freien Tagen waren leider nun vorbei. Allerdings war das Gespräch zwischen ihnen in vollem Gange und spontan fragte Kristyna ihn, ob er sie nach Hause fahren möchte. Clemens liebt Prag und seine Arbeitswut hielt sich immer noch in Grenzen, ein paar Tage mehr konnte und wollte er verschmerzen. Diese wunderschöne und lebenslustige Frau musste er näher kennenlernen, schien sie doch genau das Gegenteil von seiner jetztigen Freundin zu sein. Er hatte ein gutes Bauchgefühl, ein kleiner Anflug von Schmetterlingen breitete sich bei ihm aus, als er sich mit ihr für den nächsten Tag verabredete. Beide genossen es, ihre Zeit miteinander zu verbringen. Kristyna schien sich in sein Herz zu schleichen, wie er sich in ihres. Er genoss es einfach sie glücklich zu machen, ihre strahlendes Gesicht zu sehen und einfach den Moment zu leben, egal was er kostete. Ausleben, lieben, genießen, den Tag mit Sonne im Gesicht und dieser Frau zu verbringen. Clemens Dokumentation und auch seine Freudin Johanna rückten immer mehr in den Hintergrund, er befand sich auf einer Welle des Glücks die sich immer mehr aufzutürmen schien, ohne dBerührt, ruhig, nachdenklich, sprachlos und doch innerlich entspannt bin ich – kaum zu beschreiben. Tief in Gedanken zwischen Liebe und Tod, lass ich Tränen kullern, einfach so. Robert Eben schreibt gefühlvoll und in einer Art, die Entspannung beim Leser hervorruft. Der rote Faden im Buch ist zu Anfang dünn und blass. Der Leser soll sich mit der Umgebung des Protagonisten und vielen Details seiner Gedankenwelt vertraut machen. Ganz langsam soll er sich an den Worten entlang hangeln und spüren wie der rote Faden immer dicker und stärker wird, wie die Beziehung von Clemens und Kristyna. “Die Vögel am Horizont” fliegen sehr emotionale Schleifen, setzen zum Sturzflug an und gleiten stellenweise im Tiefgang dahin. Ihre Flügel schlagen zart und langsam, dann wieder wild und schnell, die Flügelspitzen berühren dabei unterschiedliche Himmelsschichten. Liebe, Trauer, Schmerz, Freiheit, Kummer, Sorge, Lebenslust und auch Diskriminierung. Ein breites Spektrum entfaltet Robert Eben.as ein Zusammenbruch in Sichtweite war. Kristyna stellte ihm ihre Freunde vor, er begann bei ihr zu übernachten und beide konnten sich nicht vorstellen wieder voneinander getrennt zu sein. Doch Kristyna hat Clemens bisher etwas mehr als wichtiges verschwiegen, das Auswirkungen auf ihr komplettes Leben. Ein Nachtrag zur Technik…. Uns hat etwas gefehlt in “Die Vögel am Horizont”. Uns war es an manchen Stellen zu einfach gestrickt, zu geradlinig. Der zweite Handlungsstrang um den Protagonisten Clemens hätte noch mehr geöffnet werden können, tiefere Einblicke geben können. Es hat uns was gefehlt… DACHTEN WIR…! Bis uns in einem Telefonat zum Buch die Erkenntnis traf…. Genauso musste es sein… Es gab keine Alternative… Der zweite rote Faden entspricht der Moldau. Ereignislos fließt sie durch Prag. Jeder Blick auf den Strom zeigt augenscheinlich nur dahinfließendes Wasser. Nicht mehr. Ebenso treibt Clemens durch sein eigenes Leben. So lange, bis er an einem unbekannten Ufer anlandet und feststellt, dass ihm sein Lebenswasser schon bis zum Hals steht. Robert Eben ist es mit diesem Kunstgriff gelungen, das Leben an der Seite von Kristyna zu einer solchen Besonderheit zu machen. Nur so können wir verstehen, dass die Liebe Hürden und Grenzen zu überwinden vermag und aus dem ruhigen Strom des eigenen Lebens eine wahre Wildwasserfahrt macht. Rafting mit Eben, eben….

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  • Rezension zu "Die Vögel am Horizont" von Robert Eben

    Die Vögel am Horizont
    Cam

    Cam

    09. October 2011 um 17:53

    Samtene Revolution so bezeichnete man den politischen Systemwechsel der Tschechoslowakei vom Realsozialismus zur Demokratie im November und Dezember 1989. Der Begriff wurde gewählt, weil der Wechsel, der sich innerhalb weniger Wochen vollzog, weitgehend gewaltfrei erfolgte. Zu dieser Berichterstattung, 20 Jahre Samtene Revolution, reist Clemens von Deutschland nach Tschechien. Alleine ohne seine langjährige Freundin und so vergisst Clemens alles, als er Kristyna kennen lernt und verliebt sich in sie. Kristyna lädt ihn ein, mit nach Prag zu kommen und gemeinsam machen sie sich auf den Weg nach Prag. Kristyna verschweigt Clemens zuerst das sie unheilbar krank ist und so verbringen sie eine schöne und unbeschwerte Zeit. Es ist nicht nur ein schöner Liebesroman, sondern hier wird auch die Diskriminierung von Kristyna’s Familie, die dort zugewanderten und beheimateten Roma angesprochen. Interessant geschrieben und lesenswert !!!

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  • Rezension zu "Die Vögel am Horizont" von Robert Eben

    Die Vögel am Horizont
    LittleMugwump

    LittleMugwump

    24. September 2011 um 18:36

    Inhalt: Der frei arbeitende Journalist Clemens bekommt den Auftrag, anlässlich des 20. Jahrestags des Falls des Eisernen Vorhangs einen Artikel zu schreiben und reist zu diesem Zweck nach Tschechien. Dort angekommen lernt er die schöne Kristyna kennen und verliebt sich sehr schnell in sie, obwohl zu Hause seine langjährige Freundin auf ihn wartet. Auch Kristyna fühlt sich zu Clemens hingezogen und so verbringen sie so viel Zeit wie möglich zusammen, bevor dieser wieder nach Hause zurückkehren muss. Es dauert nicht lange bis Clemens etwas Schreckliches herausfindet, das das neue Glück extrem trübt. Trotzdem entschließt er sich, bei Kristyna zu bleiben. So ändert sich sein ganzes Leben. - Stil/Sprache/Eigene Meinung: Ich fange mit dem Positiven an: Ich finde die Geschichte an sich wunderschön und es hat mir Spaß gemacht, zu lesen. Ich habe besonders mit Kristyna mitgefühlt und sie ins Herz geschlossen. Die Kapitel wurden nochmals in kurze Abschnitte eingeteilt, sodass man das Gefühl hat, schnell voranzukommen. Außerdem wird nie etwas zu ausführlich beschrieben, sodass absolut keine Langeweile aufkommen kann. Im Gegenteil, die Story ist sehr kurzweilig. Auch das Cover ist meiner Meinung nach toll gelungen und das Auge liest ja schließlich mit! Es haben mich allerdings auch ein paar Dinge gestört: So kam ich beispielsweise mit der Sprache nicht besonders gut klar. Es kam öfter ein Wechsel zwischem poetischem und neutralem Ausdruck vor, was mich irgendwie gestört hat, auch wenn ich mir denken kann, dass es beabsichtigt sein könnte. Ich möchte mich beim Lesen ungern ständig umstellen müssen. Am Ende jedes Kapitels gibt es eine Art Zusammenfassung, die Im Gegensetz zur restlichen Handlung (die von Clemens erzählt wird) von einem allwissenden Erzähler erzählt wird. Diese haben mich irritiert und ich habe ihren Sinn leider nicht durchschaut, da wirklich nur aus einer anderen Sicht das bereits Geschehene zusammengefasst wird. Zu guter Letzt hätte ich mir doch gewünscht, dass einige Dinge etwas ausführlicher beschrieben werden, zum Beispiel wie die Beziehung zwischen Clemens und Kristyna entsteht. Es wäre bestimmt trotzdem nicht langweilig geworden! - Ausgabe: Leider gab es doch einige übersehene Rechtschreibfehler. Ich bin ja wirklich kein Erbsenzähler, aber das hat mich wirklich gestört. Schade! - Fazit: Durchaus empfehlenswert! Trotz einiger Punkte, die mich gestört haben, hat mir die Geschichte gut gefallen und das ist ja schon am wichtigsten :)

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  • Rezension zu "Die Vögel am Horizont" von Robert Eben

    Die Vögel am Horizont
    ChaosQueen13

    ChaosQueen13

    13. June 2011 um 13:46

    "Die Vögel am Horizont" Clemens ein freiberuflicher Reporter der in Tschechien einen Artikel zum 20-jährigen Jubiläum der Samtenen Revolution schreiben möchte. Trifft eines Tages in einem Lokal Kristyna, sie ist genau das Gegenteil von ihm lebhaft und aufgeschlossen. Obwohl Clemens zu Hause eine Freundin hat, aber diese Beziehung nur noch aus freundschaftliche Verbundenheit besteht, lässt sich Clemens auf ein Abenteuer mit Kristyna ein. Er nimmt Kristyna's Einladung an und fährt mit ihr nach Prag. Hier verbringen die beiden eine vergnügliche Zeit, obwohl Clemens weiß, da Kristyna unheilbar krank ist. Des wegen stellt sich hier die Frage ... ist dies wirklich eine Liebesgeschichte. Da diese Geschichte in einfachen Worten geschrieben ist, läßt sich das Buch gut lesen. Allerdings fehlt das faszinierende und fesselnde das einem an diese Geschichte festhält.

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  • Rezension zu "Die Vögel am Horizont" von Robert Eben

    Die Vögel am Horizont
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    20 Jahre Samtene Revolution, zwei Jahrzehnte, da ist viel passiert. Clemens reist nach Tschechien um dort über dieses denkwürdige Ereignis, aber auch deren Folgen zu berichten. Seine Freundin bleibt währendessen in Deutschland und das ist auch besser so, denn als Clemens auf Kristyna trifft, hat er alles vergessen. "Hoffnungslos" verliebt macht er sich mit dieser jungen Frau auf den Weg nach Prag, lernt viel über die Roma und über das Leben an sich. Clemens Leben scheint eine völlig neue Wendung zu nehmen, Hoffnung macht sich breit - doch dann erzählt ihm Kristyna von ihrer Krankheit, eine Krankheit, für die es keine Heilung geben wird... Das das Leben trotz Trauer und Schmerz aber auch schön sein kann, dass beweisen Clemens nicht nur die Vögel am Horizont. Ein schönes Cover, ein interessanter Titel und ein ausführlicher Klappentext , sie alle sind sehr schön gelungen, aber was wirklich hinter diesem Buch steckt? Um das zu erfahren muss man es einfach lesen. An sich klingt das Buch sehr düster und traurig, Kristyna wird sterben, ohne Zweifel, einen Liebesroman mit glücklichem Ende, das kann der Leser hier vergessen. Das bedeutet aber nicht, dass es am Ende dieses Buches keine Hoffnung mehr gibt. Wer Kristynas Leben und ihre Zeit mit Clemens als Plemperei bezeichnet, der hat den Sinn des Buches verpasst. Leben, lieben und Emotionen zeigen - sterben, trauern und weitergehen, dieses Buch erzeugt einen guten Mix aus allen Gefühlsschichten. Gleichzeitig schafft der Autor aber auch Platz für weitere ernste Themen: Kristyna, die lange unter ihrer Herkunft gelitten hat, zeigt dem Leser die Sicht eines Romas in der heutigen Zeit. Wer Zeitung liest, dem wird nicht entgangen sein, dass auch heute hier viele Menschen diskriminiert werden - und das sind eben nicht immer nur Menschen, die einem in der Fußgängerzone "großzügig" eine Rose schenken. Hinter Roma steckt mehr und was dahinter steckt, wird Clemens, aber auch der Leser erfahren. Ob sich dann beim Leser was verändern wird in der Sicht, das ist sicherlich bei jedem Leser anders, aber nicht ausgeschlossen. Einziger Schwachpunkt des Buches: Es wäre schöner gewesen, wenn es mehr Absätze gegeben hätte. Die "vollgedruckten" Seiten erschlagen einen manchmal fast, das stört den Lesefluss dann schon ein wenig. Alles in allem ein sehr schönes Buch. Dazu ist es sehr nett gestaltet, bestimmt eines der besten Bücher aus dem Hause Books on demand, rein von der Covergestaltung her. Roberts Ebens Die Vögel am Horizont sind mehr als lesenswert.

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    EbenRobert

    EbenRobert

    27. May 2011 um 10:34
  • Rezension zu "Die Vögel am Horizont" von Robert Eben

    Die Vögel am Horizont
    Mayon..südwest

    Mayon..südwest

    26. April 2011 um 09:10

    Robert Eben Die Vögel am Horizont Robert Eben erzählt die Geschichte von Clemens , wie heißt es, einem bodenständigen Kulturreporter, welcher in Tschechien der unheilbar erkranktem jungen Krystina begegnet, für sie sein gewohntes Leben aufgibt. Wenn auch noch der Versuch dazu kommt,an die samtene Revolution vor 20 Jahren zu erinnern, an das Schicksal der Roma und die herrliche Stadt Prag zu beschreiben,ist ihm das, nach Lesen des Romans, nicht mit Bildern , welche ich von einem guten Buch erwarte, nicht gelungen. Wenn, Robert Eben die Ernsthaftikeit sieht, sich mit so wichtigen Themen zu beschäftigen, dann fehlt die Ruhe und Tiefe in seinem Buch. Es muss für die Liebe schönere Worte, als dieses egoistisch Geplänker des Clemens , mehr Einfühlsamkeit für dieses junge Mädchen geben.Schließlich blieb mir als Leserin, ja nichts anderes übrig, als sie so dahihsterben zu spüren.Das Thema Diskriminierung ist leider viel zu kurz und da es Bestand Krystinas Leben war, zu spät wirklich nit einbezogen worden. Oftmals wollte ich das Buch zur Seite legen, da dieses Dahinleben vo Clemens und Krystina nicht nachvollziehbar war. Als Clemens dann kleinlaut über Religion und Wunder nachdenkt, war ich froh,das das Buch auch schon zu Ende war. Vielleicht hätte Robert Eben, diesen ach so bodenständigen Kulturreporter, einmal früher über eine Blumenwiese laufen lassen sollen. Clemens hätte vielleicht, sei es nur eine winzige Kleinigkeit von der Schönheit dieser unbekannten Macht erkannt. Sein und Krysinas Leben hätten anderst erzählt werden können.

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  • Rezension zu "Die Vögel am Horizont" von Robert Eben

    Die Vögel am Horizont
    Beagle

    Beagle

    16. April 2011 um 17:03

    Im Leben läuft nicht immer alles so, wie man es geplant hat. Bei Clemens hat sich schon seit einiger Zeit die Lethargie eingestellt, in seiner Beziehung zu Johanna ist alles festgefahren und sein Beruf als freier Journalist bringt ihm keine Aufträge mehr, die ihn sonderlich begeistern können. So landet er in der tschechischen Provinz, um einen Artikel zum Ende der Samtenen Revolution vor 20 Jahren zu schreiben. Eher missmutig geht er ans Werk und versucht sich die heißen Tage so stressfrei wie möglich zu gestalten. In der Pension, in der er abgestiegen ist, läuft ihm dann eines Abends Krystina über den Weg, die junge Nichte des Besitzers. Sie gefällt ihm, dass muss er sich schon bei dieser ersten Begegnung eingestehen, doch erst beim Frühstück am nächsten Tag, kommt er mit ihr ins Gespräch. Krystina gibt sich offen, sie ist ein ausgeflipptes Mädchen und dabei scheint sie dennoch immer wieder mit ihren Gedanken beschäftigt. Bei einem gemeinsamen Spaziergang durch den Böhmerwald lernen sie sich näher kennen, doch für Clemens ist es schon bald so, als kennten sie sich schon viel länger. Daher zögert er auch nicht, als sie ihn spontan dazu einlädt, mit ihm nach Prag zu fahren. Krystina verändert Clemens Leben und schon bald auch seine Ansichten. Sie lässt ihn sich neu entdecken und beide lernen sich zu lieben. Clemens genießt die Zeit an Krystinas Seite, doch schon bald trifft ihn ein schwerer Schlag, als Krystina ihm offenbart, dass sie unheilbar krank ist. „Die Vögel am Horizont“ ist eine Geschichte über die Liebe, über das Vergessen, darüber, wie Menschen trotz ihres Leides das Leben in den Griff bekommen zu suchen und lernen müssen, umzudenken. Mit Clemens und Krystina hat Robert Eben tiefgründige Charaktere geschaffen, die versuchen, das Beste aus der scheinbar ausweglosen Situation zu machen. Gleichzeitig erzählt das Buch dem Leser etwas über Roma, denn Krystina ist eine halbe Zigeunerin. Man erfährt über ihr noch immer diskriminiertes Leben in den osteuropäischen Ländern und von Krystinas Furcht darüber, von Clemens deswegen nicht akzeptiert zu werden, sie hinterfragt seine Liebe. Und schließlich ist die Geschichte eine Liebeserklärung an die goldene Stadt Prag. Mit diesem Buch hat Robert Eben seine bisher beste Erzählung vorgelegt, die es zu lesen gilt. Sucht man allerdings nach einem heiteren Buch, so ist man hier falsch beraten, denn es beschäftigt sich eindeutig – wie es die Spezialität des Autors ist – mit den Schattenseiten des Lebens.

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  • Rezension zu "Die Vögel am Horizont" von Robert Eben

    Die Vögel am Horizont
    Wassermann

    Wassermann

    15. April 2011 um 20:27

    Denn die Augen Gottes, des Herrn, durchstreifen suchend den ganzen Erdball, um sich mächtig zu erweisen an denjenigen, deren Herz ungeteilt auf Ihn gerichtet ist. So steht es in der Bibel und wir haben hier eine göttliche Garantie - Erklärung, dass Gott sogar danach sucht, ja darauf wartet, um seine göttliche All - Macht, für Dich - für Dich als Mensch, helfend, heilend,versorgend, zur Verfügung zu stellen,und an Dir wirken zu lassen. Durch ein Wunder. Doch was machen Kristina und Clemens hier in Robert Ebens Buch " Vögel am Horizont". Worauf richten die beiden ihre Aufmerksamkeit obwohl Kristina Heilung dringend braucht. Finde es sehr traurig das Kristina so Enden mußte und das nicht der kleinste Versuch von Kristina und Clemens unternommen wurde ihre Herzen ehrlich, aufrichtig, und ungeteilt, auf den Herrn, auf den Lebensgeber zu richten um neue Energie neues Leben zu empfangen. Um Leben herbeizuholen. Um Leben herbei zu holen. Den krank zu sein bedeutet zu wenig Leben zu haben. Stattdessen wird die Zeit mit unsinnigen Vergnügungen vertan und es kommt so zu Kristinas traurigem Ende. Muss sagen dass mir dieses traurige Buch sehr ans Gemüt ging und es kein Buch war das zu lesen mir Freude gemacht hat. Oh, Mensch der du schläfst wann wirst du endlich erwachen? Das ist die Frage die ich mir beim lesen dieses Buches öfters gestellt habe. Wann wirst du aus der Illusion herausfinden?

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