Robert Göschl Die Geschichte vom Zyphius

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Inhaltsangabe zu „Die Geschichte vom Zyphius“ von Robert Göschl

http://www.youtube.com/watch?v=CUyhnGIBy1Q

Tief in den dunklen Abgründen der Meere lebt ein Fisch, vor dem sich alle Welt fürchtet: der Zyphius! Angeblich speit er Feuer und hat einen giftigen Atem. Er trägt eine Löwenmähne und aus seinem Bauch wachsen lange Fangarme. Doch was steckt wirklich hinter den Legenden um den schrecklichen Zyphius?
Robert Göschl erzählt die Geschichte um den geheimnisvollen Fisch in flotten Reimen und liebevoll detaillierten Bildern.

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  • Rezension zu "Die Geschichte vom Zyphius" von Robert Göschl

    Die Geschichte vom Zyphius

    Mr. Rail

    22. November 2011 um 17:36

    Über dem Meer kreisen friedlich die Möwen… So harmlos und ruhig kommt die „Geschichte vom Zyphius“ von Robert Göschl daher. Leicht schmiegt sich die geschwungene Schrift in das großformatige Buch und ein paar lustige Möwen fliegen, spielen und fischen vor sich hin. Welch eine kleine Idylle… Doch dann, schon beim ersten Blättern wird schnell klar, dass sich unter der Oberfläche – so wie unter allen Oberflächen – etwas mehr als Geheimnis-volles verbergen muss. „Doch in endlosen Tiefen lauern schreckliche Löwen…“ Die Zeichnungen – allesamt sehr modern, sehr plakativ und sich ständig verändernd – verraten, dass etwas nach uns greift und uns nach unten ziehen möchte. Angst jedoch kommt beim Lesenachwuchs keine auf, weiß doch schon das kleinste Kind, dass es eher in Nachbars Garten Löwen gibt, als unter der Meeresoberfläche…. Die erste Pause während des Lesens, die erste kleine Unterbrechung ist durch leises Prusten und Kichern vorprogrammiert. Und schon stoßen Lena und ich gemeinsam zum ersten Geheimnis des Buches vor. Es ist nicht zum schnellen Stöbern gedacht, es ist nicht zum flotten Lesen und Vorlesen geschrieben und gemalt. Nein – es ist viel mehr. Und diese Zeit sollte man sich nehmen… Je dunkler es wird, je bedrohlicher die Hinweise auf das unterseeische Wesen – den Zyphius – werden, umso mehr sträubt sich die kindliche Phantasie, all das zu glauben, was man diesem Monster so zuschreibt und als Erwachsener muss man schon recht überzeugend und oft „Dohoch – echt wahar“ einwerfen, um das begeisterte Kopfschütteln des Gegenübers in den Griff zu bekommen. Die Legenden um den Zyphius wachsen von Seite zu Seite. Das Lesen und Betrachten werden in einen Strudel der Bilder und Schriften gezogen,, bis man immer wieder kurz verweilt um zu staunen. All diese Legenden finden sich großzügig und poppig illustriert – selbst die Warzen auf dem Kopf des Zyphius, allerdings „in Form von Palmen, die obendrein auch noch fürchterlich qualmen.“ (Lach…). Lena ist über das Erstlesealter deutlich hinaus und hat sich trotzdem im Mai auf das Experiment eingelassen – ich selbst bin ebenfalls aus dieser Phase entwachsen, habe mich aber auch dem Zyphius gestellt. Wir haben es beide bis heute nicht bereut. Den Höhepunkt erreicht die Geschichte im Magen des Monsters, das bis zu dieser Stelle bedrohliche Ausmaße und Farben angenommen hat. Der Zyphius hat uns in seinen Bann gezogen. Im Magen jedoch wird es kunterbunter als zuvor. Von Müll, über ausgewachsene Wale bis hin zu Seepferdchen auf Fahrrädern und einem U-Boot – alles ist dort zu finden – alles hat er vertilgt und verdaut – alles liegt ihm schwer im Magen und sucht nach einem Ausgang. Unter seiner Oberfläche sieht es – wie unter jeder Oberfläche – ganz anders aus, als von Außen betrachtet. Und jetzt beginnt es, ein richtig greifbares Abenteuer zu werden. Dem Buch liegen ein Poster des Monsters und zwei Stickerbögen bei, die es uns nun ermöglichen, unserern ganz eigenen Zyphius mit Leben zu füllen. Zu jedem Gegenstand, den wir in seinen Magen kleben wissen wir zu erzählen, wo er ihn gefressen und verschlungen haben könnte und nach viel Gelächter ist er fertig – der „selbstgefüllte“ Monsterfisch. Wir nähern uns dem Ende der Geschichte – welches schnell erzählt ist, aber die Geschichte selbst ist nicht schnell beendet. Was die Kinder schon viel früher wussten und wofür sie während des Lesens die Hand ins Feuer legen würden: auch unter der Oberfläche dieser Geschichte sieht es - wie unter jeder Oberfläche – ganz anders aus. Der Zyphius ist nicht der, für den man ihn hält! Lena und ich haben gleich nochmal von Vorne begonnen und im Wissen um das Ende herzhaft gelacht. Das Poster hängt in ihrem Zimmer. Nicht nur als Andenken an die lesens- und sehenswerte Geschichte, sondern auch als Momentaufnahme einer schönen gemeinsamen Lese- und Bastelzeit. Genau diese wird uns von diesem Buch geschenkt – zeitlos, alterslos und doch mit einer Botschaft, die jeder versteht. Unter jeder Oberfläche ist manches anders und manchmal stößt man auf Legenden, die bei Licht betrachtet….. nein – das müsst ihr selbst ergründen. Wir jedenfalls fürchten uns nicht vor dem Zyphius – nein – tun wir nicht… ätsch! Bilder unter: http://literatwo.wordpress.com/2011/07/06/es-wird-bunt-auf-literatwo-der-zyphius-ist-los/

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