Robert Galbraith The Cuckoo's Calling

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Lovelybooks Bewertung

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  • 17 Rezensionen
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Inhaltsangabe zu „The Cuckoo's Calling“ von Robert Galbraith

Pseudonym from Harry Potter Author Joanne K Rowling: When a troubled model falls to her death from a snow-covered Mayfair balcony, it is assumed that she has committed suicide. However, her brother has his doubts, and calls in private investigator Cormoran Strike to look into the case. A war veteran, wounded both physically and psychologically, Strike's life is in disarray. The case gives him a financial lifeline, but it comes at a personal cost: the more he delves into the young model's complex world, the darker things get - and the closer he gets to terrible danger ...A gripping, elegant mystery steeped in the atmosphere of London - from the hushed streets of Mayfair, to the backstreet pubs of the East End, to the bustle of Soho - The Cuckoo's Calling is a remarkable debut. Introducing Cormoran Strike, it is a classic crime novel unlike any other book you will read this year.

Hat mich leider sehr enttäuscht...nimmt erst nach ca. Dreiviertel des Buches an Fahrt auf und ist sehr "trocken" geschrieben...

— Sireadh
Sireadh

Die Handlung und die Spannung baut sich langsam auf, aber gegen Ende konnte ich das Buch nicht mehr aus der Hand legen.

— seitenrascheln
seitenrascheln

Die Handlung baut sich sehr langsam auf ... dennoch, hintenraus hat der Roman mich positiv überrrascht.

— wandablue
wandablue

Langsam und dicht erzählt, fantastischer Schreibstil, geniale Auflösung

— LaLecture
LaLecture

Spannend, amüsant und mit tollen Charakteren. Klar, es wurde ja auch von der "Queen" persönlich geschrieben.

— liebling
liebling

Enthralling 'til the end. Love it.

— Brynawel
Brynawel

JKR in Höchstform. Krimi ist ihr Genre!

— oszillieren
oszillieren

Ein klassischer und doch moderner britischer Kriminalroman!

— Franca_Lingua
Franca_Lingua

Deutlich besser als erwartet. Ich freue mich vor allem über den Mangel an unnötiger Brutalität. Dafür ist es spannend und gut geschrieben.

— ioreth
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Tolles Personal!

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  • Rezensionen
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  • Themen
  • Super spannend!

    The Cuckoo's Calling
    roxfour

    roxfour

    24. October 2016 um 17:52

    Mir hat das Buch sehr gut gefallen. Die Autorin kann nicht nur Harry Potter sehr gut schreiben, sondern auch super Krimis kreieren. Sie hat einen tollen, abwechslungsreichen Wortschatz. Was mich zeitweise etwas genervt hat - gibt aber trotzdem 5 Sterne - ist die Tatsache, dass streckenweise in den Dialogen nur noch "Fuck" in diversen Variationen vorkommt. Mittlerweile weiss ich zwar, dass das in England normal ist, ich fand es trotzdem sehr anstrengend. Ich hätte zwar selbst gerne auch versucht den Fall zu lösen, das ging aber leider nicht, da hierfür ein paar wichtige Informationen gefehlt haben. NIchtsdestrotrotz: ein klasse Buch!

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  • Überwiegend Bummelzug

    The Cuckoo's Calling
    wandablue

    wandablue

    Bummelzug. Welcher Sinn liegt in einem Pseudonym, wenn schon auf der Titelseite der Verlag sich bemüsigt fühlt, klarzustellen, dass es sich bei dem Autoren Robert Galbraith um die bekannte J.K. Rowling handelt? Auch die Wege der Verlage sind oft unergründlich ... . Galbraith/Rowling schreibt einen Krimi, der in seiner Strickart entfernt an die alten englischen Krimis erinnert mit schrulligen Ermittlern und ungräuslichen Details. Dass ich mich beim Lesen nicht fortwährend übergeben muss, weiß ich durchaus zu schätzen. Dass sich LeserInnen an sehr unappetitliche Details in diesem Genre gewöhnt haben und immer härtere Darstellungen einfordern, spricht nicht für die gesunde Geisteshaltung der LeserInnen ! Ansonsten beginnt der erste Fall, der mir mit Cormoran Strike, Afghanistan-Kriegsveteran, und Robin Ellacott, der Sekretärin von der Zeitarbeitsagentur in die Hände läuft, durchaus charmant und mit klassischem Setting London. Danach dümpelt die Handlung eine ganze lange Weile vor sich hin, während ich aus dem Fenster des Bummelzugs starre und die Landschaft genieße ... . Die Schwächen des Romans liegen hauptsächlich in den schriftstellerischen Mitteln, Personen zu charakterisieren: Galbraith/Rowling hängt sich viel zu sehr an Äußerlichkeiten. Kleidung und Aussehen werden in aller Ausführlichkeit beschrieben, nicht, dass Äußerlichkeiten nicht erwähnt werden dürften, aber dieses „er trug/sie trug-Blaba“ und andere platte Merkmale wie Kaninchenzähne oder Kettenraucher als Hauptcharakteristikum, etc. wirken stümperisch. Vielleicht sind es Kinderkrankheiten. Mit ihren Stars, den Ermittlern, gibt Autor/in sich mehr Mühe. Das Ermittlerpaar ist in der Tat eins, das einem ans Herz wachsen könnte. Beide haben sogar eine „Homestory“. Aber die anderen Figuren, von denen zahlreiche umherhuschen, sind blaß. Die Handlung umfasst 536 Seiten, in denen nicht viel passiert, hat insoweit durchaus Längen. Im letzten Fünftel beschreibt Gabraith/Rowling die Begegnung mit einer Todkranken durchaus sensibel und ergreifend. Und auch der Bummelzug nimmt im letzten Fünftel ein bisschen Fahrt auf. Im Plot geht es um die Modewelt und diese ist glaubwürdig und plastisch abgebildet. Was den Fall an geht: Ich wusste bis kurz vor Schluß nicht, um was es eigentlich geht und wer der Täter ist. Dies ist ein absolutes Plus. Natürlich könnte man im Nachhinein einige Unzulänglichkeiten in Bezug auf Logik anführen ... aber, sie fallen eigentlich nicht ins Gewicht. Fazit: Man braucht Geduld und der Roman hat erzählerische, jedoch keine sprachlichen Schwächen. Alles in allem hat er mich hintenraus, als ich ihn schon aufgeben wollte, positiv überrascht. Kategorie: Krimi/Thriller Verlag: Sphere, 2014

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    • 5
    kingofmusic

    kingofmusic

    25. February 2016 um 11:24
    wandablue schreibt Danach dümpelt die Handlung eine ganze lange Weile vor sich hin, während ich aus dem Fenster des Bummelzugs starre und die Landschaft genieße ... .

    *g* Sehr schönes Bild - ich stell es mir gerade vor: Wanda im Zug mit Blick aus dem Fenster :-) Tolle Rezi!!! Trotzdem lese ich es nicht, weil mich weder Rowling noch Galbraith interessieren *g*

  • Genial konstruiert mit faszinierender Auflösung, zieht sich jedoch etwas

    The Cuckoo's Calling
    LaLecture

    LaLecture

    04. October 2015 um 23:39

    Inhalt Als das junge Model Lula Landry vom Balkon ihres Londoner Apartments stürzt, hält die Polizei es für Selbstmord. Ihr Bruder jedoch hat Zweifel und stellt den Privatdetektiv Cormoran Strike an, um den Fall zu untersuchen. Dieser ist zunächst skeptisch, ob es sich tatsächlich um einen Mord handelt, braucht jedoch das Geld und so taucht er ein in die Welt der Reichen und Schönen, blickt hinter die Fassaden der Menschen aus Lulas Umfeld und findet bald heraus, dass nicht alles im Leben des Models war, wie es schien. Meinung Seit neustem entwickele ich eine Vorliebe für Krimis und eine Vorliebe für J. K. Rowling (die hier unter dem Pseudonym Robert Galbraith schreibt) habe ich ohnehin schon, weshalb ich "Der Ruf des Kuckucks" unbedingt lesen musste und auch nicht enttäuscht wurde. Rowling beweist hier definitiv wieder ihr Talent zum Schreiben, insbesondere zum Entwickeln von Charakteren, das man auch bereits aus den Harry Potter - Romanen kennt, auch wenn "Der Ruf des Kuckucks" natürlich in eine ganz andere Richtung geht. Die ganze Geschichte ist bis zum Ende hin sehr ruhig und mehr darauf konzentriert, die Figuren kennenzulernen - sowohl Strike und seine Assistentin Robin als auch die Menschen aus Lulas Umfeld und nicht zuletzt Lula selbst. Die Handlung besteht, wenn es nicht gerade um Strikes Privatleben - insbesondere die Trennung von seiner Verlobten Charlotte - geht, größtenteils aus Befragungen der verschiedenen Leute, mit denen Lula viel Zeit verbracht hat und/oder die sie am Tag ihres Todes getroffen hat. Dabei beweist Rowling wieder einmal die erstaunliche Fähigkeit, Figuren mit nur wenigen Sätzen auf ein bis zwei Seiten sehr anschaulich zu charakterisieren, sei es über das, was andere Personen über sie sagen oder über ihr eigenes Verhalten, sodass man das Gefühl hat, die Personen selbst vor sich zu sehen. Aus diesen vielen Charakteren ergibt sich dann ein sehr interessantes Netz an Figuren, das offenbart, dass in der Welt der Reichen und Schönen aber auch allgemein nicht alles so ist, wie es scheint, und dass viele Menschen sehr gerne hinter dem Rücken anderer über diese reden und mehr wissen, als man denkt, All das macht natürlich auch die Ermittlungen interessant, denn mit jeder Person, die Strike befragt, erfährt man ein kleines Stückchen mehr aus Lulas Leben, ein weiteres kleines Detail, das wiederum neue Fragen aufwirft. Zwischendurch zieht sich diese Suche nach Puzzleteilen leider etwas, auch wenn die Figuren sehr interessant sind, doch die Auflösung am Ende macht dies dann wieder wett, denn sie ist überraschend und die Erklärung, in der sämtliche Hinweise aus den Ermittlungen ihren Platz finden und einen Sinn ergeben, ist grandios und sehr faszinierend. Hinzu kommt, dass auch die Hauptfigur Strike, über dessen Privatleben und Vergangenheit beim Militär man einiges erfährt, sehr interessant ist und man durch die regelmäßigen Einblicke in seine privaten, vor allem finanziellen Probleme, auch anfängt sich für ihn als Person und nicht nur als Ermittler zu interessieren. Dabei bleiben am Ende des Romans noch so einige Fragen, sowohl dazu, wie er von nun an weitermachen wird, als auch zu seiner Vergangenheit, sodass er als Figur durchaus noch Potential hat. Auch seine Assistentin Robin hat definitiv noch Potential, denn im Gegensatz zu Strike bleib sie für meinen Geschmack leider etwas zu blass. Ihr Verlobter Matthew, der stets etwas an ihrer Tätigkeit als Sekretärin eines Privatdetektives zu meckern hat, nervt leider auch mehr als dass er einen interessieren würde. Ein Wort sei noch zum Schreibstil gesagt, denn der ist natürlich - wie von J. K. Rowling nicht anders zu erwarten - mehr als nur gut, doch besonders im Englischen fällt auf, dass er auch recht anspruchsvoll ist. Ich lese viel auf Englisch, doch in diesem Buch musste ich mehrere Wörter nachschlagen, um die Handlung wirklich zu verstehen. Erschwerend kommt hinzu, dass viele der Menschen, die Strike befragt, in einem sehr interessanten Slang reden, der es noch einmal komplizierter macht, die Dialoge zu verstehen. Das ist aber keinesfalls schlecht, sondern kommt im Gegenteil recht authentisch rüber, denn "Der Ruf des Kuckucks" ist auch eine Art Portrait verschiedener Gesellschaftsschichten in London. Fazit "Der Ruf des Kuckucks", von J. K. Rowling unter den Pseudonym Robert Galbraith verfasst, ist ein Kriminalroman mit faszinierendem, detailreichen Figurenkonstrukt, einer komplexen Geschichte und einer überraschenden und interessanten Auflösung. Sowohl der Ermittler als auch seine Assistentin haben noch Potential als Figuren und besonders die Hauptfigur Strike ist nicht unsympathisch oder uninteressant, sodass man an seinem Leben Anteil nimmt. Leider zieht sich die Handlung ab und zu ein bisschen, da sie zu großen Teilen immer wieder aus dem Befragen verschiedener Figuren besteht, auch wenn dann am Ende jedes der mühsam erarbeiteten Details einen Sinn ergibt. Daher vergebe ich nur 4 Sterne.

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  • A classic crime with great characters

    The Cuckoo's Calling
    Franzis2110

    Franzis2110

    07. January 2015 um 12:25

    When Lula, a troubled model, falls to her death from a balcony, it is assumed that she has committed suicide. But her brother has his doubts and calls in private investigator Cormoran Strike. Strike, is a war veteran, wounded both physically and psychologically, and his life is in disarray. The more Strike delves into the young model’s complex world, the darker things get and the closer he gets to danger. Opinion Writing: I really liked the writing. It was easy to read and there was imagery and detailed descriptions which made me feel like I’m standing right next to the characters throughout the story. The book is written in third person point of view with lot’s of dialogues. I think round about 40 percent of the book is written in dialogues. Story and Charachters: The prologue was gripping. It begins with the young model Lula Landry falling to her death form the balcony. She has a history of mental instability and the police decided it was suicide. After that, the story goes on three months later, when Robin arrives at Strike’s office to take up a position as a temporary secretary. And now we meet Strike himself. He’s large, overweight, hairy, unfit. And he’s homeless because he just split up with is girlfriend Charlotte. He live’s in his office on a camping-bed and has serious money problems. But then he gets lucky because the brother of the model Lula doesn’t think it was suicide and will pay Strike well to investigate. The plot was entertaining but slightly predictable. It’s standard in structure and reminded me of classic crime novels á la Sherlock Holmes. It’s not packed with action or blood or anything like that but with investigation, talking to suspects and witnesses and solving the puzzle. What really made the book special for me are the characters, not the story itself. Comoran and Robin are so great. I really had fun with them. All the characters have individual personalities and quirks. Even side characters had distinctive personalities that set them apart form everyone else. There were lots of characters in the story but all where extremely important and stood out through their statements. One great example is Guy Somé. J.K. Rowling painted a really good picture in my head. “Dont’t you ask questions? Or do you just sit there looking scary until someone blurts out a confession?” (Page 306). Conclusion If you’re expecting a gripping story with high speed, the Cuckoo’s Calling is not the right book for you. If you like to read classic crimes, where character’s and their development and the solving of crime is important, than the books is perfect for you. Not the plot itself makes the book special, but the characters with their quirks and distinctive personalities. The book was fun but sometimes predictable.

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  • Cuckoo's Calling

    The Cuckoo's Calling
    sumsidie

    sumsidie

    02. January 2015 um 19:52

    Ach, was für ein netter Kriminalroman mit vielen bunten Charakteren im London dieser Tage. Der Ermittler Cormoran Strike muss viele Puzzleteile zusammenfügen bis er den Fall gelöst hat und das ganz ohne viel Puff, Peng und Blutvergießen. Ich bin sonst kein Krimiliebhaber, also wirklich nicht das Maß der Dinge, aber ich hatte bis zum Ende ungefähr fünf verschiedene Leute unter Verdacht der Mörder zu sein und dann war es jemand ganz anderes. Ein wirklicher Lesespass, den ich bestimmt mit Cormoran Strikes zweitem Fall fortsetzen werde.

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  • Gewinnt die Lieblingsbücher des LovelyBooks-Teams aus dem Jahr 2014!

    Wurfschatten
    Daniliesing

    Daniliesing

    In diesem Jahr hat das LovelyBooks-Team wieder fleißig gelesen und dabei tolle Bücher entdeckt. Natürlich möchten wir euch auch 2014 nicht vorenthalten, welche Bücher uns am meisten begeistert, berührt und gefesselt haben. Deshalb findet ihr hier nun jeweils das Lieblingsbuch von allen Teammitgliedern aus diesem Jahr. Ein glücklicher Gewinner darf sich später über ein Buchpaket mit allen 12 Büchern freuen und damit eine wunderbare Lesezeit verbringen. Unsere Buchtipps: 1. Jules1988 empfiehlt: "Miss Blackpool" von Nick Hornby Mein Lieblingsbuch 2014 ist Nick Hornbys neuer Roman „Miss Blackpool“. Obwohl es kein typischer Hornby ist, liebe ich das Buch als Fan trotzdem. Hornbys feinsinniger Humor und seine liebevolle und einfühlsame Art, seine Figuren zu beschreiben - sowohl ihre Stärken als auch ihre Schwächen - machen diesen Roman so besonders. Man verliert sich in der Geschichte des Teams rund um Barbara, ihre Höhen und Tiefen, Freundschaft und Liebe und hat dabei das Gefühl, diese Menschen wirklich zu kennen. 2. Daniliesing empfiehlt: "Der Träumer" von Pam Muñoz Ryan und Peter Sis Für mich war "Der Träumer" eine ganz zufällige Entdeckung beim Büchershopping. Nur selten finde ich noch Bücher, die ich nicht zuvor schon irgendwo gesehen habe, doch hier wurde ich überrascht. Einmal aufgeschlagen und die ersten Sätze gelesen, hatte mich dieses wunderbare Buch aus dem Aladin Verlag sofort verzaubert. Als ich dann die großartigen Illustrationen von Peter Sis entdeckte, war es um mich geschehen: dieses Buch musste mir gehören! Schnell stellte sich heraus, dass ich mit meiner Entscheidung absolut richtig lag. Im Urlaub nahm ich das Buch zur Hand und konnte es gar nicht mehr zur Seite legen. Zwar ist das Buch als Kinderbuch ausgezeichnet, doch mit seinen 380 Seiten und einer wunderbar poetischen Sprache ist es für jeden erwachsenen Buchliebhaber ein wahrer Genuss. Pam Muñoz Ryan erzählt tiefgründig und bewegend die Geschichte des kleinen Neftali, dem der Leser beim Erwachsenwerden zuschauen darf. Der Junge hat keine leichte Kindheit - sein Vater macht es ihm mit hohen Erwartungen schwer, er ist häufig krank und lebt lieber in seiner eigenen Phantasie, statt draußen rumzutollen. Neftali ist ein Träumer! Wie der Junge sich trotz aller Schwierigkeiten durchschlägt und die Lebensgeschichte welches bekannten Dichters sich dahinter verbrigt, das solltet ihr am besten selbst herausfinden. Dieses Buch geht zu Herzen und ist mein persönliches Jahreshighlight! 3. TinaLiest empfiehlt: "Wurfschatten" von Simone Lappert Mich hat dieses Jahr besonders der Debütroman von Simone Lappert begeistern können: „Wurfschatten“ ist nicht nur äußerlich ein wunderschönes Buch, sondern es besticht auch durch die beeindruckende Schreibkunst, die die Autorin an den Tag legt. Sie schafft es, die Ängste, die die Protagonistin Ada beherrschen, beklemmend und dunkel zu beschreiben und die Geschichte doch zart wirken zu lassen, einfühlsam und authentisch. Mit dem kleinen, wenn auch vorhersehbaren Hauch Liebe, der Adas Ängste zurückzudrängen versucht, und der Prise Drama am Ende hat "Wurfschatten" mich dann endgültig abgeholt und den Roman für mich zu etwas Besonderem gemacht. Ich hoffe sehr, dass bald ein zweites Buch von Frau Lappert folgen wird und kann in der Zwischenzeit nur jedem ihr Erstlingswerk empfehlen! 4. JohannaE1988 empfiehlt: "Die hellen Tage" von Zsuzsa Bánk In "Die hellen Tage" erzählt Zsuzsa Bánk auf eine besonders schöne und ruhige Art eine Geschichte über Freundschaft, Familie und die schwierige Zeit des Erwachsenwerdens. Beim Lesen begleitet man die drei Freunde Aja, Seri und Karl von der glückvollen und teils auch tragischen Kindheit bis zum Erwachsenenalter und wünscht sich bei einem der so unbeschwerten Tage im zauberhaften Garten, die die drei so oft erlebten, dabei gewesen zu sein. Alle drei, so unterschiedlich sie auch sind, teilen das Schicksal, mehr oder weniger ohne Vater aufzuwachsen. Neben der Geschichte über eine besondere Freundschaft und der innigen Beziehung zwischen den Kindern und ihren Müttern, hat mich vor allem die unaufgeregte Erzählweise Bánks und ihre einfühlsame und warme Sprache beeindruckt und mich richtig entspannen lassen. Auch bei den Zerreißproben und Schwierigkeiten, die die drei im Laufe der Geschichte durchleben müssen, bangt und hofft man mit und fühlte ich mich oft an meine eigene Kindheit und Jugend erinnert. 5. aba empfiehlt: "Unterholz" von Jörg Maurer Ich habe sehr gute Bücher gelesen in diesem Jahr. Manche Bücher haben mich tief berührt, andere haben mich nachdenklich gemacht - aber mit Jörg Maurer habe ich auf hohem Niveau gelacht! Für mich kam dieses Buch im richtigen Moment. Es hat mich amüsiert und abgelenkt. "Unterholz" ist der fünfte Band um den oberbayrischen Kommissar Jennerwein, einer meiner literarischen Lieblingsfiguren überhaupt. Krimis gehören nicht zu meiner Lieblingslektüre, aber nachdem ich den ersten Band dieser Serie gelesen habe, konnte ich nicht anders, als ein Fan von Jörg Maurer und vom ganzen Team um Kommissar Jennerwein zu werden! 6. doceten empfiehlt: "Beginners" von Raymond Carver Raymond Carver gilt neben Hemingway als einer der ganz großen Autoren der American Short Story: mit geschliffener und schnörkelloser Sprache auf den Punkt gebracht sind seine Themen Verlust, Einsamkeit und das Scheitern der amerikanischen Mittelschicht. Seine Geschichten deprimieren, erschüttern mit jeder Zeile. Mit Beginners erscheint seine Buch "Wovon wir reden, wenn wir über Liebe sprechen" erstmalig in der Urfassung, ohne die stark kürzenden Eingriffe seines Lektors Gordon Lish. Nicht ganz so lakonisch und brachial, dadurch aber viel berührender. Ein Buch, um dunkle Wintertage noch dunkler zu machen - manchmal braucht man das ja. 7. clickclackboom empfiehlt: "Das Haus des Windes" von Louise Erdrich Auch wenn Lieblingsbücher zu bestimmen mir schwer fällt, da es immer so viele gute Bücher gibt, kann ich sagen, dass „Das Haus des Windes“ eines meiner liebsten Bücher 2014 ist. Es erzählt die Geschichte vom 13-jährigen Joe, der das unaufgeklärte Verbrechen an seiner Mutter rächen möchte und dabei erwachsen werden muss. Die Protagonisten des Romans sind Nachfahren der nordamerikanischen Indianer und so bekommt man interessante Einblicke in das Leben im Reservat, die Stammesgeschichten und die Gesellschaftsverhältnisse in den USA. Obwohl es um ein ernstes, trauriges Thema geht, ist „Das Haus des Windes“ ebenso ein lustiges Buch über das Leben als Teenager und die Schwierigkeiten des Erwachsenwerdens. Louise Erdrich hat Charakter geschaffen, die vielschichtig sind und die einem beim Lesen ans Herz wachsen. 8. kultfigur empfiehlt: "Die Hyperion-Gesänge Band 1-2" von Dan Simmons Dan Simmons erzählt fantastisch, die Bücher entwickeln einen Sog, den ich bisher sehr selten erlebt habe. Jeder, der gerne Science Fiction liest und philosophisch angehauchte Bücher liebt, wird die insgesamt rund 3.000 Seiten nur so verschlingen. Die beiden Bücher sind nicht nur mein persönliches Highlight 2014, sondern ganz weit oben auf der Liste meiner Herzensbücher. Ich wünschte, ich könnte noch einmal von vorne beginnen! 9. Katha_Luko empfiehlt: "Pfaueninsel" von Thomas Hettche Hettches Buch öffnet die Türen zu einer Welt voller Exotik, Groteske und Kuriositäten aber auch zu der komplexen und zerbrechlichen Architektur der menschlichen Seele. Die Hauptfigur ist Marie, die als Kleinwüchsige auf die preußische Lustinsel verfrachtet wird, um dort zum Vergnügen des Königs als Schlossfräulein ihr Dasein zu verbringen. Neben einem Mohr, einem Riesen, wilden Tieren und geheimnisvollen Pflanzen gilt sie als eine von vielen verqueren Launen der Natur. Damit steht sie im krassen Kontrast zu einer damals weit verbreiteten naturphilosophischen Auffassung, die nur das Wohlgeformte und Regelmäßige für schön und wertvoll erklärt – eine Auffassung, die mit ihren Jahren auf der Insel Maries Menschenwürde und Lebensmut beständig abträgt. Hettches „Pfaueninsel“ fängt Atmosphären ein als wäre er selbst Zeuge des merkwürdigen Lebens auf der Insel gewesen, seine Charakterzeichnungen und Schilderungen seelischer Zustände und schließlich seine authentische Zeichnung der historischen Gegebenheiten ziehen den Leser in ihren Bann: Ich war selten so berührt von einem Buch und seiner Hauptfigur! 10. peckomingo empfiehlt: "Cobra" von Deon Meyer Viel Zeit zu lesen hatte ich leider nicht in diesem Jahr, doch bei meiner Südafrika-Reise wurde natürlich ein Deon Meyer-Buch gelesen. Cobra ist nicht nur ein Thriller, sondern gleichzeitig auch eine Mischung aus Politik und psychologischen Betrachtungen. Das Tempo und die Spannung werden durchgehen hoch gehalten. Schauplätze, Eigenheiten und Sitten des Landes werden authentisch vermittelt. 11. Sophia29 empfiehlt: "Rosen, Tulpen, Nelken" von Heike Wanner Zu meinen Lieblingsbüchern 2014 gehört definitiv „Rosen, Tulpen, Nelken“ von Heike Wanner. Ich habe von der Autorin schon mehrere Bücher gelesen, aber dieses hat mir ganz besonders gut gefallen. Es geht darin um Sophie, die ihre Mutter schon in frühen Jahren verloren hat. Zufällig fällt ihr eines Tages das Poesiealbum ihrer Mutter in die Hände und als sie es durchblättert, stellt sie fest, dass sie keinen der darin enthaltenen Namen kennt. Um mehr über das Leben ihrer Mutter und somit auch mehr über sich selbst zu erfahren, macht sie sich mit ihren zwei besten Freundinnen in einem Wohnmobil auf den Weg und versucht die Personen zu finden, die im Leben ihrer Mutter eine Rolle gespielt haben … Heike Wanner ist es in diesem Buch gelungen, zwei Geschichten – die Geschichte von Sophie und die ihrer Mutter – auf spannende Weise miteinander zu verbinden und gleichzeitig zu verdeutlichen, wie unverzichtbar wirklich gute Freunde in unserem Leben sind. Seid ihr neugierig auf unsere 12 Lieblingsbücher 2014 geworden? Dann habt ihr bis einschließlich 7. Januar Zeit bei der Verlosung eines Buchpakets mit allen 12 Büchern mitzumachen. Jetzt müsst ihr uns nur noch folgendes verraten und dann seid ihr dabei: Da wir immer gerne Bücher verschenken, würden wir von euch gern wissen, welche Bücher ihr dieses Jahr zu Weihnachten verschenkt und wieso ihr euch für genau diese entschieden habt? Wir wünschen euch ein wunderschönes Weihnachtsfest & einen guten Rutsch ins neue Jahr!

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    • 755
  • Unglaublich starke Charaktere

    The Cuckoo's Calling
    Miia

    Miia

    08. December 2014 um 09:09

    Inhalt: When a troubled model falls to her death from a snow-covered Mayfair balcony, it is assumed that she has committed suicide. However, her brother has his doubts, and calls in private investigator Cormoran Strike to look into the case. Strike is a war veteran - wounded both physically and psychologically - and his life is in disarray. The case gives him a financial lifeline, but it comes at a personal cost: the more he delves into the young model's complex world, the darker things get - and the closer he gets to terrible danger Meine Meinung: Ich habe in letzter Zeit viel auf englisch gelesen, aber hauptsächlich Bücher der Autorin Liane Moriarty. Hier habe ich gemerkt, dass ich vielleicht doch nicht jedes Buch auf Englisch lesen kann. Frau Rowling schreibt eher umgangssprachlich, nutzt viele Wörter, die ich nachschlagen musste, und ihre Charaktere haben sehr oft einen Dialekt, so dass ich persönlich oft nachdenken musste, was die Person denn jetzt gerade meint. Eigentlich mag ich, wenn jede Person in einem Buch anders spricht, weil das die Personen total lebendig macht, aber wenn man nicht in der eigenen Muttersprache liest, kann das extrem anstrengend sein. Ich werde demnächst also Bücher von ihr wirklich nur in meiner Muttersprache lesen. Insgesamt muss ich sagen, dass mich das Buch vorallem aufgrund der Charaktere enorm gefesselt hat. Ich fand nämlich die Auflösung gar nicht mal sooooo abwegig. Ich hatte teilweise sogar diese Person schon in Verdacht und deshalb war ich nicht total überrascht, auch wenn ich den Ablauf so nicht erahnt hatte. Mich hat das Buch deshalb nicht unbedingt wegen der Spannung gefesselt, sondern eher, weil ich unbedingt wissen wollte, wie es mit den einzelnen Charakteren weiter geht. Ich finde Strike absolut mega cool :D Er ist einfach so unglaublich liebenswert, aber mit einer ganz harten und unnahbaren Schale. Ich fands super, wie man immer wieder mit ihm auf die Reise geht und alle Zeugen befragt. Man hatte immer das Gefühl, selbst mitten im Geschehen zu sein. Etwas schade finde ich, dass die Sache mit Charlotte am Ende nicht weiter verfolgt oder erklärt wird. Hätte gerne nochmal eine Aussprache zwischen den beiden erlebt oder ähnliches. Fazit: Tolles Buch, welches vorallem durch starke und überzeugende Charaktere überzeugt. Wenn man nicht gewohnt ist auf Englisch zu lesen, würde ich bei diesem Buch davon abraten. Die Geschichte ist aber wirklich großartig und ich hab mich sehr entertaint gefühlt - 5 Sterne!

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  • Cormoran Strike's erster Fall

    The Cuckoo's Calling
    Aglaya

    Aglaya

    19. August 2014 um 20:37

    Ein Fotomodell stürzt vom Balkon ihrer Wohnung in den Tod. Die Polizei erachtet den Todesfall als Selbstmord und schliesst den Fall ab. Der Bruder des Models glaubt jedoch nicht daran und beauftragt den Privatdetektiven Cormoran Strike damit, die Wahrheit herauszufinden. Der Aufbau dieses Kriminalromans, der, wie heute allgemein bekannt ist, von der Harry Potter Autorin J.K. Rowling geschriben wurde, ist sehr klassisch und erinnert an die altbekannten Geschichten um Hercule Poirot oder Sherlock Holmes. Obschon der Leser immer wieder mit der Erwähnung von Handys und Computern daran erinnert wird, dass der Roman in der heutigen Zeit spielt, fällt es oft leicht, dies zu vergessen. Die Stimmung erinnert eher an vergangene Zeiten Mitte des 20. Jahrhunderts, eine Verfilmung in Schwarz-Weiss wäre hier passend. Der Protagonist Cormoran Strike ist ein sehr spezieller Charakter, Kriegsveteran mit vielen "Baustellen" in seinem Leben. Obschon er alles andere als ein strahlender Held ist, ist er mir im Laufe der Geschichte ans Herz gewachsen. Sofort gemocht habe ich auch seine Sekretärin Robin, die zwar manchmal die Stimmungsschwankungen eines Teenagers zeigt, Strike aber mit ihrer sympathischen Art nicht nur beruflich weiterhilft. Die Autorin führt den Leser zusammen mit Cormoran Strike langsam zur überraschenden Auflösung des Falls. Obschon der Krimi kein hohes Tempo vorlegt, wurde mir während des Lesens nie langweilig. Krimi-Fans kann ich diesen Roman mit gutem Gewissen weiterempfehlen. Der Nachfolgeband "The Silkworm" steht bereits auf meiner Wunschliste.

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  • "Let's read in English"-Lesechallenge 2014

    DieBuchkolumnistin

    DieBuchkolumnistin

    Let's read in English - die Englisch-Lesechallenge 2014 Mit den Neujahrvorsätzen ist es immer so eine Sache – viele haben wir bereits wieder vergessen und der Alltag hat uns definitiv wieder eingeholt. Mit „Let’s read in English“ möchten wir das jedoch gern ändern und euch die Moeglichkeit geben, Bücher und Autoren neu zu erleben – in der englischen Originalsprache! Einige von euch rezensieren schon fleissig englische Bücher und viele Lovelybooks-Leser sind an englischen Texten interessiert, würden jedoch lieber bei einer Leserunde einsteigen. Wir haben uns euer Feedback zu Herzen genommen und unsere Lesechallenge „Let’s read in English“ ins Leben gerufen. Zusammen mit dem englischen Verlagshaus Random House Group UK mit Sitz in London werden wir eine Vielzahl von Leserunden starten und ihr seid herzlich eingeladen mitzumachen. Das Motto der Lesechallenge verstehen wir als einen Aufruf nicht nur an alle von euch, die sich mühelos in der englischen Sprache zurechtfinden, sondern an alle Lovelybooks-Leser. Egal welche Sprachkentnisse du hast, trau dich einfach – und mach mit! „Let’s read in English“ – zusammen auf Lovelybooks. Viele unsererer Leser verwenden die englische Sprache oder werden sie in Zukunft brauchen. Bücher sind ein idealer Einstieg um Sprachkentnisse zu verbessern oder die Fremdsprache auch einfach mehr zu benutzen. Die Stimme der Autoren im Original zu lesen und sie neu kennenzulernen ist natürlich ein spannenender Bonus. Für die fleissigsten Rezensenten gibt es zum Jahresende tolle Preise und jeder kann sich gern in Deutsch und/oder Englisch in den Leserunden austauschen und Rezensionen in beiden Sprachen posten. Das ist voellig euch überlassen.  Alle Grundinfos findet Ihr auf unserer Englisch-Lesechallenge-Seite! Hier könnt Ihr nun alle Fragen stellen & stets fleissig Eure neuen Rezensionen posten! Die Liste wird am Anfang jedes Monats aktualisiert!  Bitte postet für jede neue Rezension auch einen neuen Beitrag. Auf die Plätze - fertig - let's read English!!!

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    • 1684
  • Eine tolle Krimigeschichte

    The Cuckoo's Calling
    histeriker

    histeriker

    11. July 2014 um 21:00

    Inhalt: Cormoran Strike und Robin, seine Sekretärin für Zeit, werden in einen Fall engagiert. Der Bruder von einem Model glaubt nicht, dass sie Selbstmord beganen hat. Bewertung: Die Geschichte ist toll. Als erstes bereute ich, dass ich es nicht vor meinem Londonurlaub gelesen habe. Ich würde sehr gerne die Straßen ablaufen un die Pubs ansehen. Man merkt das der Autor (ich weiss, dass es eine sie ist) die Stadt kennt und liebt. Ich finde es toll, wie man die Charaktere kennen lernt (vor allem Strike) und deren Interaktionen und Dialoge sind glaubwürdig. Die Zusammenarbeit von Robin und Cormoran ist fabelhaft, sie passen als Duo zusammen und man will mehr von ihnen lesen. Die Geschichte hat einen ziemlich traditionellen Verlauf, sogar mit einer Konfrontation am Ende, was mir sehr zusagt. Ich bin Fan von Agatha Christie und hier wird man in diesem Sinne an sie erinnert. Die Sprache ist nicht einfach, aber es macht Spaß es zu lesen. Ich freue mich auf den nächsten Roman.

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  • Die Nacht

    The Cuckoo's Calling
    walli007

    walli007

    Der abgehalfterte und nahezu arbeitslose Privatdetektiv Cormoran Strike bracht eigentlich keine Sekretärin. Dennoch bringt der es nicht über sich, die von der Zeitarbeitsfirma avisierte Aushilfskraft fortzuschicken. Strikes Leben ist nicht gerade auf dem Höhepunkt, nach einem heftigen Streit hat die Wohnung, die er mit seiner nun ehemaligen Freundin Charlotte bewohnt hat, verlassen und kampiert in seinem Büro. Ein Büro, dass er sich nicht leisten kann. In dem desolaten Zustand, in dem er sich befindet, ist er eigentlich nicht bereit, einen Klienten zu betreuen. Doch er braucht Aufträge, er braucht das Geld und er will den Schein wahren. Und so hört er sich die herzzerreißende Geschichte von John Bristow an, dessen Adoptivschwester, das Model Lula, von dem Balkon ihrer Dachwohnung zu Tode stürzte und an deren Selbstmord er nicht glauben will. Die Handlung dieses klassischen Kriminalromans ist in der Gegenwart angesiedelt. Doch wenn man die Zeilen liest, mag man es kaum glauben. Man fühlt sich in die 40er oder 50er versetzt. Fast meint man Robert Mitchum vor dem inneren Auge zu sehen, der mit einem schlecht sitzenden Anzug bekleidet durch sie Szenerie humpelt und durch geschickte Ermittlungsarbeit, die eigentlich ohne viele technische Hilfsmittel auskommt, kleinste Hinweise zu einem Ganzen zusammenfügt. Dazu die stets korrekte, nicht fragende oder fordernde Sekträrin, die doch ein Faible für ihren Detektiv hat. Etwas naseweis vielleicht, keck und intelligent steht sie Strike zur Seite, ihren Verlobten dabei fast vergessend. Ein Fall, der zunächst unlösbar scheint, da die Untersuchung der Polizei bereits zu dem Schluss gekommen ist, es müsse sich um Selbstmord handeln. Ein paar Ungenauigkeiten, die den Detektiv zu neuen Möglichkeiten führen. Wie ein alter Schwarz-Weiß-Film rollt sich eine Szene nach der anderen ab, langsame Schnitte. Präzise Ermittlungen. Skepsis gegenüber dem Roman ist unbegründet, er vermag trotz der ruhigen Erzählweise von der ersten bis zur letzten Seite zu fesseln. Unsicherheit besteht lediglich darüber, ob das Wissen, dass J. K. Rowling den Autorennamen Robert Galbraith als Pseudonym gewählt, einen Einfluss hat. Unabhängig davon ist hier ein sehr herausragender altmodischer Krimi gelungen.

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    • 4
  • Klassischer, unaufgeregter Whodunnit

    The Cuckoo's Calling
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    11. May 2014 um 15:06

    Natürlich kann ich nicht sagen, ob ich das Buch auch gelesen hätte, wenn ich nicht gewusst hätte, wer hinter dem Pseudonym steckt. So jedenfalls hat mich das Buch sehr gut unterhalten. Viele hier schreiben, dass sie das Buch langweilig fanden. Wer viel Action, Verfolgungsjagden, Leichenberge und unappetitliche Details erwartet, liegt hier auch falsch. Man steckt mitten drin in den Ermittlungen und der Beweisaufnahme, folgt dem Detektiv Strike und seiner Assistentin Robin, während sie Verdächtige und Zeugen vernehmen und sich Stück für Stück ein Puzzle zusammensetzt. Die ruhige Erzählweise gefiel mir persönlich aber sehr gut, weil sie mich an Agatha Christie und klassische Krimis erinnerte. Die Hauptfigur Cormoran Strike ist eine interessante Figur mit Ecken und Kanten und seine Assistentin Robin fand ich auch angenehm. Vielleicht war sie ein bisschen zu gut um wahr zu sein. Einen kleinen Abzug gebe ich, weil J.K. Rowling hin und wieder etwas zum Klischee neigt, was mir auch schon beim Plötzlichen Todesfall aufgefallen ist. Ansonsten mag ich ihren Stil, der zwar einfach ist, aber sich trotzdem gut liest. Vor allem die Charaktere sind hier wieder gelungen. Auf den Täter kann man schon recht früh kommen, wenn man aufpasst. Bei mir hat es trotzdem noch für eine spannende Lektüre gereicht. Ich beziehe mich hier auf die englischsprachige Ausgabe. Wie die Übersetzung gelungen ist, kann ich leider nicht sagen.

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  • Rowling Strikes again

    The Cuckoo's Calling
    Corileinchen

    Corileinchen

    27. March 2014 um 21:20

    Meine vollständige Rezension Inhalt: Der Londoner Privatdetektiv Cormoran Strike ist am Ende. Seit seine Beziehung in die Brüche ging (er hat Schluss gemacht), haust er notgedrungen in seinem Büro, und mangels Aufträgen (abgesehen von ein, zwei eifersüchtigen Ehepaaren) steht er kurz vor der Pleite. Mit der engagierten jungen Robin Ellacott (klug, fleißig, ordentlich und frisch verlobt), die ihm von der Zeitarbeitsagentur als Aushilfe geschickt wird, weiß er daher überhaupt nichts anzufangen (außerdem hat er vergessen, den Vertrag mit der Agentur zu kündigen) bis ein neuer Klient mit einem spektakulären Fall vor seiner Tür auftaucht und Strike plötzlich jede Hilfe (und vor allem die ihre) gebrauchen kann. Der Tod des berühmten Models Lula Landry (frühere Bristow), die vor drei Monaten beim “Sturz” von ihrem Balkon ums Leben kam, birgt einige Unklarheiten für den Bruder der Toten, denn dieser ist fest davon überzeugt, dass es kein Selbstmord war. (Zudem soll die Nachbarin einen Streit mitangehört haben, bevor Lula “gesprungen” ist) Meinung: Die Erwartungshaltung an eine Autorin wie Rowling ist natürlich groß, vor allem, nach einem Meisterwerk wie Harry Potter. Allerdings muss ich auch gestehen, dass meine Erwartungen an sie von “Einem plötzlichen Todesfall” etwas gesenkt wurden. Man hat den krampfhaften Versuch, von Harry Potter wegzukommen, einfach zu sehr, auf zu vielen Seiten gespürt. Manch eine trockene Stelle, schiebe ich auch gerne auf die Übersetzung, da sie wirklich eine meiner präferierten Autorinnen ist. Daher habe ich mir ihren neusten Roman, zwar mit viel Neugier, aber auch mit etwas Vorsicht, auf englisch zu Gemüte geführt. Das Resümee ist eindeutig, es ist wieder mehr Rowling. Stilistisch ist der Roman einfach weitaus stimmiger, flüssiger und angenehmer zu lesen, als der plötzliche Todesfall. Mit Cormoran Strike gelang es Rowling erneut eine absolut charakteristische Figur zu schaffen – auch wenn ich gestehen muss, dass ich beim ersten Lesen des Klappentextes doch etwas an “Sherlock Holmes” denken musste. Klar, welcher Londoner Privatdetektiv ist sonst berühmt und berüchtigt? Aber es gelingt ihr meisterhaft, Strike zu einer einzigartigen Persönlichkeit zu formen. Strike ist vielleicht nicht so brillant wie Holmes, aber er ist verdammt gut, auf seine ganz eigene, manchmal etwas verschrobene, Art und Weise. Wie sie ihn, seinen Charakter, seine Denkweise und vor allem seine Gefühle beschreibt, ist wirklich besonders. Ein Kriegsveteran, der gerade den Schlussstrich unter eine langjährige Beziehung gesetzt hat, praktisch pleite ist und auf einer Campingliege in seinem Büro schläft. Es steckt einfach so viel Realismus und Menschlichkeit darin, dass man nicht anders kann, als mit ihm mitzufühlen. Und diesen leichten, gesellschaftskritischen Hauch von ihr, spürt man in manchen Szenen sehr, was ihnen aber nicht schadet. ...

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  • Cuckoo's Calling now more

    The Cuckoo's Calling
    kalanthia

    kalanthia

    10. February 2014 um 14:03

    CONTENT Cormoran Strike is a private eye and Afghanistan veteran, freshly broken up and broke. He takes on the case of John Bristow who believes that his adopted sister’s death wasn’t a suicide as the police believe. His sister, the supermodel Lula Landry, nickname Cuckoo, fell – or was pushed? – from her apartment window. Together with his secretary, Cormoran investigates among superrich drug junkies, wannabe rappers and glamorous designers to reconstruct Lula’s last few days before her untimely death. REVIEW Admittedly, the thing I was most curious about and my main motivation for reading to book was to see if it would be as brilliant as “The Casual Vacancy”. Well, let me tell you, “Cuckoo’s Calling” is so different in style and feeling that it’s almost incomparable. The investigation plot wasn’t as exciting as I’d hoped it would be, instead the focus is more on the messed-up and awkward relationships between the suspects or Cormoran, his family and his secretary. Therefore, the parts of the novel that deal with bonding and betrayal were equally thrilling as the detective work. The overall suspense level is comparable to that of the Sherlock Holmes or Hercule Poirot books – meaning, appropriate for the reader who enjoys quiet reading sessions with tea and biscuits until the big finale sweeps you off your comfy sofa cussions. So yes, I’d read JKR’s next book, be it another Cormoran Strike novel or something else.

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  • Gut beobachteter und spannend erzählter Krimi

    The Cuckoo's Calling
    suse9

    suse9

    08. January 2014 um 10:03

    Ich sage es frei heraus, dass ich das Buch nur gelesen habe, weil ich weiß, dass es J.K. Rowling geschrieben hat. Zum Glück für mich ist bekanntgeworden, wer sich hinter dem Pseudonym Robert Galbraith verbirgt. Da ich eher wenig Krimis lese und es so extrem viele von ihnen auf dem Markt gibt, wäre mir das Buch durch die Lappen gegangen. So jedoch konnte ich wieder einmal ein paar wunderbar spannende und interessante Lesestunden genießen, denn es ist einfach genial, wie J.K. Rowling ihren Charakteren Leben einhaucht. Über die Handlung ist nicht viel oder nichts Wichtiges zu erzählen. Ein berühmtes Modell stürzt sich in den Tod und der Detektiv Strike soll im Auftrag ihres Bruders der Frage nachgehen, ob es wirklich Selbst- oder doch Mord war. Nun, das klingt erst einmal nicht sonderlich spektakulär und die Ankündigung, dass sich die Handlung in der Welt der Reichen und Schönen abspielen würde, hätte mich eigentlich auch eher abgeschreckt, wenn denn nicht der Name Rowling gelockt hätte. Die Geschichte liest sich so wie auf mich zugeschnitten. Verfolgungsjagden mit wilden Schießereien und blutrünstige Details grausamer Leichenfunde fehlen hier vollständig. Die Handlung entwickelt sich eher langsam und leise. Mühselige Büro- und Ermittlungsarbeit, bei der auch mal etwas schiefläuft, wird beschrieben. Die Protagonisten sind Menschen wie du und ich, haben Fehler, Schwächen, dürfen aber auch ihre Qualitäten zeigen, stolz sein, etwas erreicht zu haben, rumzicken, falsche Entscheidungen treffen. Und so fällt es mir nicht schwer, Robin und Cormoran in mein Herz zu lassen und ihnen begeistert bei ihrer Arbeit auf die Finger zu schauen. Relativ schnell konnte ich den Täter ermitteln. Doch bevor sich leichte Enttäuschung bei mir einschleichen konnte, kam ein nächster, ein weiterer und noch ein Verdächtiger in Betracht. Die Autorin eröffnete einen Handlungsstrang neben dem nächsten und ich hatte schon Bedenken, ob sie denn am Ende auch jeden davon auflösen könne. Motive, Beweise, nebensächliche Informationen ließen meinen Verstand auf Hochtouren arbeiten und mich das ein und andere Mal staunen, wohin mich die Handlung führt. Eine Pfütze hier, ein paar Handschuhe da – nur so wie nebenbei erwähnt – brachten mich zum Verzweifeln, weil die Lösung nicht greifbar schien. Nichts passte richtig zusammen. Ein wenig fühlte ich mich an Agatha Christi erinnert, die mich ebenfalls am Schluss immer in Erstaunen versetzen konnte. Da die Geschichte nicht ganz ohne Klischees und Bekanntes auskommt (ein abgehalfterter Detektiv, dessen Privatleben in Scherben liegt, eine hübsche Assistentin, die den falschen Mann zu heiraten gedenkt), müsste ich einen Stern bei der Bewertung abziehen, wenn diese Schwäche nicht durch einen interessanten, spannenden Schreibstil ausgeglichen worden wäre. Auch wenn „The Cuckoo´s Calling“ nicht ganz an „The Casual Vacancy“ heranreicht, bleibt es für mich dabei: J.K. Rowling kann schreiben und zwar auch Krimis.

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