Robert Gernhardt Das Buch Ewald

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Inhaltsangabe zu „Das Buch Ewald“ von Robert Gernhardt

Das Buch Ewald. Gott trinkt Rotwein, der Teufel Cognac. Gemeinsam blicken sie auf die Erde hinab und beobachten einen Studenten - Gottes Knecht Ewald -, der seiner Freundin einen Hockney-Band zeigt. 'Bürsteltrick siebzehn' argwöhnt Gott, der die Spielarten des Teufels genau kennt. Aber er glaubt doch an seinen Knecht, so wie damals an Hiob. Ein grandioser Dialog zwischen Gott und Teufel. Am Schluß erliegt dieser dem Cognac und Gott seiner eigenen Redekunst. Kunstvoll auf ganz andere Art geht es in den Erzählungen Die Bronzen von Riace und Eine nichtgeschriebene Geschichte zu: Lauschen Sie dem Meister selbst! - Jetzt in der preiswerten Sonderausgabe

Eine kleine, feine, böse Satire - und eine gelungene Autorenlesung!

— parden

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    Das Buch Ewald

    R_Manthey

    03. July 2015 um 09:51

    Da Robert Gernhardt ein ungewöhnlich guter Vorleser ist, kann er seine Werke so pointiert vortragen, wie er sie gemeint hat. Daraus entwickelt sich ein doppelter Hörgenuss. Der Meister liest auf dieser CD drei seiner Erzählungen: Das Buch Ewald, Die Bronzen von Riace und Eine nichtgeschriebene Geschichte. Gernhardts Humor ist wie immer hintergründig und eher leise. Im "Das Buch Ewald" sitzen Gott und der Teufel bei Alkohol und Gebäck zusammen und beobachten den Studenten Ewald, wie er eine Kommilitonin abschleppt und sie mit dem "Bürsteltrick 17" verführen will. Dabei entwickelt sich ein köstlicher Dialog zwischen den beiden, der teilweise wörtlich aus dem Alten Testament stammt. Als es Gott dann am Ende zu bunt wird mit seinem Knecht Ewald, folgt er der Empfehlung des Teufels, "gießt seinen Geist" in die Vermieterin Frau Reinig, schickt sie an die Tür zu Ewalds Zimmer und lässt sie alttestamentarisches Kauderwelsch (zum Beispiel über das Gürten der Lenden) aufsagen, was in der Folge alle Begierden zum Versiegen bringt. Doch nicht nur das Buch Hiob aus dem Alten Testament, auch die Psychoanalyse werden von Gernhardt zum Objekt hintergründiger Anspielungen. Ganz anders präsentiert sich seine Erzählung "Die Bronzen von Riace". Dort ironisiert er die hoffnungslosen Versuche eines dichtenden Feingeistes, sich gegen die eher stumpfsinnigen Bedürfnisse seiner Gattin und deren Freundin zu behaupten, die so gar nicht zum Bildungsbürgertum gehören wollen. In "Eine nichtgeschriebene Geschichte" beschreibt Gernhardt das lächerliche Konkurrenzgebahren dreier im Münsterland wandernder Dichter. Für Liebhaber Gernhardtscher Erzählkunst ist diese CD sicher eine Perle.

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  • Bürsteltrick Siebzehn

    Das Buch Ewald

    parden

    BÜRSTELTRICK SIEBZEHN... Gott trinkt Rotwein, der Teufel Cognac. Gemeinsam blicken sie auf die Erde hinab und beobachten einen Studenten – Gottes Knecht Ewald –, der seiner Freundin einen Hockney-Band zeigt. 'Bürsteltrick siebzehn' argwöhnt Gott, der die Spielarten des Teufels genau kennt. Aber er glaubt doch an seinen Knecht, so wie damals an Hiob. Ein grandioser Dialog zwischen Gott und Teufel. Am Schluß erliegt dieser dem Cognac und Gott seiner eigenen Redekunst. Kunstvoll auf ganz andere Art geht es in den Erzählungen Die Bronzen von Riace und Eine nichtgeschriebene Geschichte zu: Lauschen Sie dem Meister selbst! 'Bürsteltrick siebzehn': diesen Trick unterstellt Gott dem Studenten Ewald, den er gemeinsam mit dem Teufel zufällig erblickt, als er seiner Kommilitonin gerade vorschlägt, ihm in seine Wohnung zu folgen, um sich zusammen mit ihm einen Kunstband anzuschauen. Während Gott und der Teufel den Fortgang des Geschehens beobachten, entspinnt sich zwischen ihnen ein rotwein- bzw. cognacbeseelter Dialog. Wird es dazu kommen, dass der Student das Mädchen 'bürstelt'? Immer weiter kommentieren die beiden die Szene, bis Gott schließlich auf die Idee kommt, an dem armen Studenten Ewald die Heimsuchungen Hiobs zu wiederholen... Aber sind Gott und der Teufel noch dieselben wie damals? Spaß gemacht hat diese kleine, feine, böse Satire, ebenso wie die nachfolgenden Erzählungen "Die Bronzen von Riace" und "Eine nichtgeschriebene Geschichte". Der Autor selbst liest seine Geschichten: trocken und nüchtern, dabei herrlich betont. Allein, wie er den aufbrausenden, autoritären Gott neben dem devoten, kleinlauten Teufel ("nuna, nuna") spricht, ist eine Klasse für sich. Wirklich ein schönes und gelungenes Beispiel für eine Autorenlesung. © Parden

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    • 6

    dicketilla

    12. November 2014 um 09:25
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